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Mit dem Tod leben lernen

Von Tania Konnerth

"Das Mädchen unter dem Dohlenbaum" von von Riitta Jalonen und Kristiina Louhi. – München: Hanser, 2007. – ISBN-10: 3-4462-0854-2. – ca. 15,- EUR (gebunden, mehrfarbig)

Der Tod ist unbegreifbar – für Erwachsene und für Kinder. Und doch lernen wir, mit ihm zu leben. irgendwie.

Das kleine Mädchen in diesem Buch hat keinen Vater mehr. Er ist nun im Himmel und sie versucht zu verstehen, was das eigentlich genau heißt. Und wie es wäre, wenn sie auf Besuch in den Himmel könnte. Verschiedenes in ihrem Leben macht sie nachdenklich, wie z.B. die Dohlen im Baum oder ein Schmetterling oder die Erinnerungen an das Boot, das sie einst besaßen. Danach befragt, wie es ist, wenn man keinen Vater mehr hat, antwortet dass Mädchen: "Traurig ist man." Und sie erzählt, was sie alles vermisst, z.B. dass sie nun nicht mehr zwischen ihren Eltern im Bett liegen kann und dass sie nicht mehr Huckepack getragen wird.

Faszinierend ist, wie tief die Autorin in die Gedankenwelt des Mädchens eintaucht und wie eindringlich sie auf diese Weise die kindliche Erfahrenswelt spürbar macht. Kinder dürften sich deshalb selbst sehr gut in dem Buch wiederfinden, aber auch für Erwachsene sind diese zarten, emotionalen Einblicke gewinnbringend.

Kristiina Louhi hat den Text von Riitta Jalonen mit wundervollen Pastellzeichnungen illustriert. Sie sind kindgerecht, klar und lassen genug Raum für eigene Assoziationen.

In Finnland wurde das Buch mit dem Staatpreis für Kinderbücher, dem Finlandia-Junior-Preis, ausgezeichnet.

Fazit: Ein einfühlsames und poetisches Bilderbuch über die Trauer und das Leben nach einem Verlust.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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