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Eine Alternative zum Sorgenmachen

Von Tania Konnerth7 Kommentare

Sorgen setzen vielen Menschen arg zu:

Wer seinen Fokus nur noch auf das legt, was ihm Sorgen macht, der kann daran verzweifeln. Die Sorgen werden dann übermächtig und man fühlt sich zunehmend machtlos und gelähmt. Wo soll man bei all den Sorgen anfangen?

Meine Antwort darauf: Anfangen kann man damit, handlungsfähig zu bleiben. Handlungsfähig bleibt man, wenn man sich auf das konzentriert, was man beeinflussen kann.

Ich habe für mich einen verblüffend einfachen Gedanken gefunden, der mir hilft, wenn ich mal wieder in die Lähmung zu geraten drohe – und zwar beginne ich bei meiner Ausdrucksweise:

Die Formulierung "Ich mache mir Sorgen über…" bringt mich in eine passive Position. Da gibt es Dinge, die mir Sorgen machen und mir bleibt nicht viel als zu hoffen, dass es nicht so schlimm kommt, wie ich befürchte.

Ganz anders ist es, wenn ich mich frage, wofür ich sorgen kann. Dann komme ich in eine aktive Position!

Aus meiner Sicht geht es hier um weit mehr als um reine Wortklauberei – es geht um das, was man im NLP (Neurolinguistisches Programmieren) ein "Reframing" nennt. Wenn ich das, was mir Sorgen macht, durch Antworten auf die Frage ersetze, wofür ich konkret sorgen kann, bin ich wie mit einem Schalterdruck im Aktiven, also im Machen. Und das tut mir persönlich sehr gut. Damit lösen sich natürlich nicht alle meine Sorgen in Wohlgefallen auf, aber ich erhalte viele Ansätze für Dinge, die ich tun kann, damit einige meiner Sorgen kleiner werden.

Probieren Sie es doch einfach mal für sich aus.

  1. marmelinchen schreibt am 28. November 2010 um 07:17

    Überraschung, Überraschung!
    Heute schon sehr früh auf und zu meinem Erstaunen als ich dann später meineMails checke,schon der Newsltter von euch da!
    Seid ihr auch schon so früh wach?Wird der Newsletter automatsich verteilt?
    Nun aber zu dem, was ich eigentlich sagen wollte:

    Seit Jahren schon begeisterte Newsletter Abonenntin,
    möchte ich mal wieder ein Feedback geben:

    Vielen Dank für diesen Artikel, Tanja!
    Was für eine herrliche Wortspielerei,
    die mir ermöglicht meinen Fokus zu wechseln!

    An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an
    Ralf! Den Artikel 9:1 hat mir wiedermal vor Augen geführt,
    wie sehr es auf die Blickrichtung im Leben ankommt
    und wie wir ALLE die Möglichkeit haben,
    diese stets zu ändern, passst ganz gut zu dem Sprichwort
    dass einem Menschen alles genommen werden kann,
    bis auf die Freiheit was er denkt,
    oder
    Ich bin der einzige Denker in meinem Geist!(L.Hay)
    Ich bestimme, wie ich mich fühle

    Einen schönen Sonntag und ersten Advent euch allen,
    Vielen Dank Ralf und Tanja für eure inspirierenden, oft genau zur Lebensituation passenden und immer interessanten Artikel!

  2. Edeltraud schreibt am 28. November 2010 um 08:52

    Hallo Tanja, hallo Ralf,

    danke für diese so treffenden Aussagen.
    Schon immer - auch im Geschäftsleben - hat es geheißen, man braucht sieben gute Kommentare um eine Kritik von Kunden wieder umzuwandeln.
    Das ist wieder einmal eine schöne Erinnerung.

    Und den Sorgenartikel werde ich gleich an meine, sich immer sorgende, Mutter weiterreichen.
    Im Grunde weiß man das alles, aber ihr versteht es, sich wieder einmal bewusst damit zu befassen.

    Danke und einen schönen Adventsonntag!
    Edeltraud

  3. Franziska schreibt am 28. November 2010 um 11:17

    Wow!!!!!!!!!!!!
    Was für ein Unterschied!
    "Ich sorge mich um meine Zukunft" passiv, Angst machend, lähmend, erschreckend
    "Ich sorge dafür, dass meine Zukunft so ist, wie ich sie mir wünsche!" aktivierend, Energie bringend, positivierend, einfach genial.
    Es ist faszinierend, was so ein kleiner Richtungswechsel der Gedanken auslösen kann.
    Vielen Dank für diesen Denkanstoß. Den werde ich ab jetzt beherzigen und auch an alle "ewigen Sorgenmacher" weitergeben.
    Ich wünsche Ihnen noch einen wunderbaren Sonntag!
    Liebe Grüße
    Franziska

  4. Katharina schreibt am 28. November 2010 um 12:42

    Ja, unsere Sprache hat viele Wörter, die gegensätzliche Bedeutungen haben. Es ist sehr interessant, sie bewusst wahrzunehmen, ein gravierendes fällt mir gerade ein: Ver-sprechen.
    Das zeigt, dass wir versuchen können, die Dinge einmal locker umkehren können und auch zu leben.
    Eine andere Sichtweise tut sich auf und wir leben freier.
    Liebe Grüße Katharina

  5. Alraune schreibt am 28. November 2010 um 15:54

    Komisch, ihr denkt immer so im engen Ego-Rahmen. Ja klar, ich mache mir Sorgen, ob diese WElt überhaupt noch gerettet werden kann, ob wir, wenn nicht bei ALLEN (also auch bei denen, die groß, wirklich GROSS daran verdienen) eine 180°-Kehre eintritt, die Menschheit komplett an GMO (genetisch modifizierte Organismen, kurz GEntechnik) verhungert, ja, ers macht mir Sorgen, daß trotz aller Aufklärung, trotz allen Wissens immer noch täglich tausend ha(!) Urwald für den Profit einiger WEniger gerodet werden, Ja ich mache mir Sorgen um den Frieden in dieser WElt, denn er ist brüchig und auch am Krieg verdienen einige WEige Milliarden und werden daher nicht gern darauf verzichten...

    Und da brauche ich nur Sorge dafür tragen, daß das wieder ins Lot kommt und was ich dafür tun kann. DAs tue ich auch, soweit ich kann, davon sind die Sorgen aber nicht weg...

    Ja ich weiß, ich sollte das alles nicht so eng sehen, denn selbst wenn es keine Menschen mehr gibt, kann die Natur sehr gut ohne, sie braucht Menschen ja nicht, und wird sich in ein paar tausenden bis millionen JAhren selbst helfen, wie sie es schon immer gemacht hat. 'Aber ist das wirklich beruhigend?

  6. Henrich schreibt am 28. November 2010 um 21:32

    Wunderbar: auch Ronja Räubertochter hütete sich (aktiv!) vor dem Höllenschlund, indem sie drübersprang und vor all den anderen Gefahren im Wald, indem sie ihnen ins Auge schaute.

    und Wolf Biermann sang einst ein Lied mit dem Refrain: Wer die Gefahr nicht sucht, der kommt drin um...

  7. Silvi schreibt am 29. November 2010 um 09:46

    @ Alraune: Natürlich macht man sich Sorgen über alles möglich. Das ist völlig normal (leider). Es ist aber weder der Umwelt, den verhungernden Menschen oder wem auch immer geholfen, wenn ich mich selbst fast zu Tode sorge. Das klingt für mich nach einem Ende in Hoffnungslosigkeit.

    Viel mehr kann doch ich erreichen, wenn ich mich für den Tierschutz, Umweltschutz, Menschenrechte etc. etc. einsetze in dem Rahmen, der für mich persönlich möglich ist. Und je mehr Menschen man mit solchen Engagement "ansteckt", um so mehr kann ich für eine bessere Welt sorgen.

    Was ich damit sagen will: Es ist wichtig, sich Gedanken zu machen, was man ändern möchte, aber man darf sich von diesen Gedanken/Sorgen nicht dominieren und unterkriegne lassen. Das tut niemandem gut!

    UND: Wirklich jeder Mensch kann etwas tun, um die Welt besser zu machen. Jeder kann sich liebevoller um seine Mitgeschöpfe kümmern. Ein Lächeln und ein liebes Wort zum Beispiel kostet kein Geld und macht einen einsamen Menschen möglicherweise sehr sehr glücklich.

    @ Ralf und Tania: Vielen Dank für eure regelmäßigen Denkanstöße. Ohne diesen Newsletter würde mir etwas fehlen!

    Liebe Grüße an alle
    Silvi