Es hört nie auf!
Von Tania Konnerth • 21 Kommentare
Vielen von Ihnen dürfte es wohl ganz ähnlich gehen wie uns:
- Sie arbeiten schon seit vielen Jahren an sich selbst.
- Sie haben zahlreiche Bücher zu allen möglichen Themen der Persönlichkeitsentwicklung gelesen
- Sie haben Seminare besucht.
- Sie hören Audio-Programme, arbeiten Übungsprogramme durch.
- Sie holen sich Rat von Profis.
Und immer wenn Sie denken, dass Sie es JETZT endlich begriffen haben, dass Sie es JETZT geschafft haben, stoßen Sie auf die nächste Baustelle.
Kennen Sie das?
Dann trösten Sie sich: das geht allen so – uns auch.
Persönlichkeitsentwicklung heißt eben nicht, dass wir von Punkt A nach Überwindung diverser Hindernisse bei Punkt B ankommen und somit das Ziel erreichen. Persönlichkeitsentwicklung ist vielmehr vergleichbar mit dem Schälen einer Zwiebel (allerdings einer sehr großen): Schicht um Schicht arbeiten wir uns immer weiter in die Tiefe vor. Und in jeder Schicht warten neue Erkenntnisse, neue Herausforderungen und neue Lernfelder auf uns.
Ich glaube, dass wir, was unsere Persönlichkeitsentwicklung angeht, nie wirklich „ankommen“ werden. Es gibt keinen Endzustand, sondern es handelt sich um eine dauerhafte Reise, die unser gesamtes Leben andauern wird.
Und ist das nicht letztlich auch gut so? Wäre es denn wirklich wünschenswert, irgendwann eine „fertige“ Persönlichkeit zu sein? Könnten wir das überhaupt aushalten? Würde das nicht das Ende jeder Entwicklung bedeuten?
Ich denke: Lassen Sie uns den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung genießen anstatt auf Ergebnisse zu zielen. Freuen wir uns an all dem, was wir dazu lernen, was wir über uns erfahren und was wir uns erarbeiten.
Genießen wir unser stetiges Wachsen.





Wie wahr, wie wahr ...
Ich stelle mir diese Reise immer als Spirale vor. So komme ich zwar nach eigener Einschätzung immer wieder an die selben Probleme (in Variationen), aber jeweils auf einer etwas höheren Stufe. Das tröstet mich.
"Fertig" möchte ich zwar nicht sein, aber manchmal doch in der Praxis etwas näher an dem Bild, das ich von mir im Kopf habe.Ich kann mich aber durchaus auch mit dieser Unfertigkeit annehmen und schätzen.
Ist es nicht auch so, dass man es auch übertreiben kann mit der Auseinandersetzung mit sich selbst? Und dann in der Konsequenz eher immer wieder droht "stecken" zu bleiben, anstatt sich nicht so viele Gedanken zu machen und das Leben (und sich selbst) einfach mal laufen zu lassen. Ich persönlich gehöre eben auch eher zu den Grüblern, auch wenn ich ein sehr neugieriger, positiver Mensch bin. Ich denke, genau solche Menschen wie ich fühlen sich magisch angezogen von Angeboten/Ratgebern usw. zur Persönlichkeitsbildung. Ich habe aber bei mir festgestellt, dass dies auch zu hohe Erwartungen bei mir wecken, so als könnte ich mich doch noch endlich ändern, wenn ich dieses oder jenes ausprobiere. Zu viel Beschäftigung mit mir selbst verwirrt mich manchmal eher als dass es hilft. Es würde mich sehr, freuen, aml etwas zu diesem Gedanken auf Zeitzuleben.de lesen zu dürfen.
Lieben Gruß
Persönlichkeitsentwicklung entbindet ja nicht vom Leben. Sondern es soll es ergänzen und klarer machen.
@Susanne
Trotzdem habe ich Phasen wo ich sehr viel Lese und mich selbst reflektiere. Aber was gibt es selbst zu reflektieren wenn man nix macht. Persönlichkeitsentwicklung vertrauen in sich selbst zu finden.
Und ich bin nicht der Meinung das der Weg das Ziel ist. Ein Weg ist ein Weg und wenn man am Ziel ist dann findet man ein neues. Nur Ziellos rumzugurken ist völlig sinnlos, dann fehlt einem der Antrieb etwas zu bewirken.
Also los raus, dinge Tun. Ruft irgendwelche Bekannten an und geht einen Kaffee trinken. Beteiligt euch an Communities im Internet oder sucht euch ein Hobby. Es gibt soviel was man tun kann. Gestern habe ich erst Schach und Skat wieder für mich entdeckt.
Gedanken könnt Ihr in Seminaren entwickeln, umsetzen müsst Ihr Sie im Alltag.
Liebe Tania,
... dieses Thema... Was für ein Thema! Ich wünschte so sehr, dass ich mit dem, was sich in all den Jahren angesammelt hat, Baumring für Baumring, zufrieden sein könnte.
Vielmehr fallen mir meine Macken immer mehr auf die Nerven!
Mein Humor hat es sehr schwer mit mir, war er doch früher immer wieder mein kleiner Zuflüsterer.
Ich denke jedoch, dass wieder bessere Zeiten kommen. DA bin ich sicher.
Herbstbunte Grüße
Gisela
... sich entwickeln, wachsen, neue wege finden & gehen... ist das nicht der sinn des ganzen lustig-komplizierten lebens?
Wachstum hat meines Erachtens mit Reife zu tun, damit meine ich - schrittweise -.Jeder Mensch hat sein eigenes "Programm", weil jeder seiner ureigene Lebensgeschichte hat, und nur um diese geht es.Ich habe erkannt,dass es meine Lebensaufgabe ist zu wachsen und mir dabei zu helfen, eben auf meine eigene Vergangenheit bezogen. Leider sind wir vielen Verführungen, wie z.B. der Werbung unterworfen und überall wird einem reingequatscht, wie "der Mensch" zu sein hat. Das hat mit Wachstum nun gar nichts zu tun.
Wenn ich mir gestatte zu wachsen, gehts mir richtig gut(auch ohne besagte Wurstsorten), und ich habe mal wieder meinen Teil für die Welt getan, weil ich dann sehr versöhnlich bin.
Es ist sehr tröstlich, wenn Tania und Ralf es auch so empfinden, dass trotz den unzähligen Bemühungen seine Person weiterzubringen, immer wieder an die gleiche oder ähnliche Baustelle gelangen. Eine gute Möglichkeit aus den ewigen Automatismen, die mich, weil so vorprogramiert, immer wieder mit dem Autopiloten an die gleichen Stellen bringen, auszubrechen, ist die Achtsamkeit auf das hier und jetzt. Aber es ist unheimlich schwierig, mitzukriegen was ich denke, fühle und darauf zu reagieren. Soviel kann ich gar nicht schreiben, wie da bei mir abläuft.
Die Persönlichkeit zu entwickeln, zielt auch meist auf die Eliminierung von Schwachstellen hin. Ein ganz bewusstes Weiterentwickeln meiner Stärken bringt für mich mehr. Generell läuft vieles viel ringer, wenn ich das Glas halbvoll statt halbleer sehe.
Ja, so ist es. Sie sprechen mir aus der Seele.
...und wenn ein Mensch aufhört sich weiterzuentwickeln ist er tot.
Liebe Tanja,
es ist einfach schön, dass es Dich gibt :-)
Du schenkst mit Deinen Gedanken den Menschen Herzenswärme.
Ich glaube auch, dass wir auf dieser Welt sind, um uns zu entwickeln und um möglichst vielen Menschen zu helfen, sich ihrer selbst, ihrer wunderbaren Individualität,bewußt zu werden. Ind dabei bedarf es nur Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Jeder von uns hat bedürftige Seiten und wenn uns diese schmerzlich bewußt werden, bedarf es unserer Achtsamtkeit, wie viel Schönes auch um uns herum ist. Ich lese jeden Tag aus Deinem kleinen Büchlein über die Freude und das hilft mir in etwas "dunkleren" Stunden in meinem Leben. Und doch sind es die Gegensätze, die uns das Bewußtsein geben, dass wir mit beiden Seiten gut umgehen sollen. Jede Seite hat ihren Wissensschatz für uns. Es gilt im hier und jetzt zu leben, und dabei machen wir unsere Zukunft. :-) Alles Liebe Manuela
An Allerheiligen besuchte ich meine 98-jährige Tante Sophie, die mir sehr gefasst erzählte, dass ihr Augenlicht täglich schwächer würde. Da war kein Bedauern, sondern ein absolutes Akzeptieren dieser Situation. Sie beendete unser Gespräch mit einem liebevollen Händedruck:
Eva, wir sind zum Lernen auf dieser Erde.
Ein ganz herzliches Dankeschön für all die schönen Beiträge. Freut mich sehr, dass mein Text im positiven Sinne einen Nerv getroffen hat :-)
Herzlich an alle,
Tania vom "Zeit zu leben"-Team
Die bewusste Öffnung und Hinwendung an unser Licht, an das Göttliche, das wir alle sind, diesem wunderbaren Funken ist das Feuer der Lebendigkeit, das in uns lodert, wenn wir es zum Ausdruck kommen lassen.
Spielen - Lernen - Erschaffen
um unser Bewusstsein wachsen "zu lassen".
ES zulassen, damit Liebe, Freude, Frieden, Dankbarkeit und Schönheit unser aller Leben ERFÜLLT in der tiefen Gewissheit, dass wir unendlich geborgen und geschützt sind, wenn wir den Impulsen unseres Lichts, unseres wahren Wesens folgen - ohne Zweifel, ohne Zögern, ohne darüber nachzugrübeln.
Ankommen können wir nur im Jetzt, es gibt keinen Zieleinlauf. :o)))
Herzlichen Dank für diese unendliche Herzenswärme und dem Wunsch, dass es allen gut gehen möge, vielen Dank!
Na wäre ja auch nicht schön...nicht schlafen zu können,weil es so hell im Zimmer ist vor lauter Erleuchtung;o))
Genießt den Tag ;o))
freundliche Grüße und viel Spaß,
Karsten
Die Zeichen der Zeit stehen auf "Tun" und nicht mehr grübeln oder über Dinge nachdenken an denen wir schon vorbei gegangen sind. Es geht um das Leben hier auf dieser Erde. Es gibt diesen Unterschied oder diese Strecke nicht mehr zwischen dem Weg und dem Ziel. Auch wenn wir meinen immer wieder an die selbe oder ähnliche Stelle unserer Lebensspirale zu kommen, so ist sie doch jedesmal anders und neu, weil wir jedesmal anders und neu sind. Vor einiger Zeit habe ich für mich eine wunderbare Möglichkeit geschaffen, um immer "jetztiger" zu leben. Jedes mal wenn ich an ein Thema, ein Problem(das richtigere Wort ist Aufgabe), eine Entscheidung in meinem Leben kam, dann habe ich mir das als Wegkreuzung vorgestellt. An dieser Wegkreuzung gehe ich dann immer den Weg, den ich nicht kenne! Das hat zwei Aspekte: 1. Ich schalte meinen denkenden Verstand aus und 2. Ich gehe neue Wege! Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig (weil wir es ja nicht kennen), und erfordert Mut und Vertrauen. Ich kann aber eines sagen: Es lohnt sich! :-))))))
Also, bringen wir neues in unser Leben weil das andere kennen wir zur genüge! Jede Entdeckung und jede Erfindung fand nicht auf den ausgetrampelten Pfaden statt.
Viel Freude beim Entdecken und viele liebe Grüße!
"Ein ganz bewusstes Weiterentwickeln meiner Stärken bringt für mich mehr."
Was Fritz da schreibt, ist vielleicht der richtige Weg.
Anstatt meine Schwachstellen zu bedauern, mich zu bemitleiden.
Herzlichen Gruß
Gisela
Kommentar auf den Newsletter-Ausgabe Nr. 403
Liebe Tania Konnerth
Herzlichen Glückwunsch, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Die persönliche Entwicklung haben Sie sehr schön in Worte gefast. Danke Schön :-)
Freundliche Grüße aus dem schönen Westerwald in die Runde
Helmut Lay
der vergleich mit den Baumringen erinnert mich sofort,
was ein guter freund und lehrer mir vor einigen jahren
sagte und was mir immer wieder hilft:
im ersten teil dieses unseres lebens ver-wickeln wir uns ins leben (erziehung, prinzipien, ansprüche, gesetze, richt-falsch, bewetungen ..)
jetzt ist es an der zeit uns zu ent-wickeln...
JA, ich glaube alle unsere Probleme kommen aus unserem EGO (Dachte nie, dass ich das einmal sagen würde, weil ich mein Wesen eigentlich sehr schätze - das darf man ja auch, sich selbst gernhaben) und zwar wenn wir denken, irgendetwas «beweisen» zu müssen. Das verstrickt uns erst recht in die Fesseln der Anderen, denn die wissen das gar nicht zu schätzen und merken, dass irgendwas nicht so richtig stimmt. Es ist grotesk: "Je mehr wir was beweisen wollen, desto weiter kommen wir weg von uns selber und der Umwelt."
Annehen was ist, ist wohl sicher besser und der einzig mögliche Weg, weil wir oftmals wirklich nichts ändern können. Aber wir können unser Leben gestalten ... das schon.
Stehen wie ein Baum und den Sturm,Regen und Wind des Lebens hinnehmen,sich dem Unendlichen Mächten hingeben und langsam und stätig wachsen wie eine Eiche,langsam aber ganz ohne Ansprüche.Denn der Wind kommt niemals aus der gleichen Richtung.Das habe ich in meinem Leben gelernt und komme damit immer besser zurecht.
Annehmen und Geduld haben,der Baum bekommt genau das was er zum wachsen braucht.Sollte er eines Tages alt sein nicht mehr fähig zu wachsen dann haben seine Früchte schon unbemerkt einen neuen Sprösling wachsen lassen.
So ist es liebe Andrea Gabriele.
Alles liebe Allen.
Hallo zusammen,
vielen Dank für diesen Beitrag. Das trifft wirklich den Nagel auf den Kopf und es tut unheimlich gut zu sehen, dass ich mit diesen Herausforderungen nicht allein bin ;-))
Auf die Stärken konzentrieren ist ein guter Ansatz. Doch wie, wenn wir doch häufiger kritisiert als gelobt werden? Selbsterfüllende Prophezeiung? ;-)))
Ich träumte das Leben sei Freude.
Ich erwachte, da sah ich das Leben ist Pflicht!
Ich handelte und sihe da,das Leben ist Freude!
Ich halte es damit wie R. Zukovski.
LEBEN IST MEHR...
Entdeckt die Schönheiten eines Augenblicks im Lächeln eines anderen oder im Schillern bunter Schmetterlings- oder Libellenflügel. S.D. 11.2007