Sei anders!?
Von Tania Konnerth • 62 Kommentare
Viele Therapieansätze und viele Erfolgsratgeber verfolgen in der Summe eines: ihre Klienten oder Leser/innen zu ändern.
Die Grundthese lautet: Um glücklicher oder erfolgreicher zu werden, müssen wir uns ändern – sprich:
- Wir sollen mehr Durchhaltevermögen entwickeln oder wir sollen loslassen lernen.
- Wir sollen dankbarer sein oder eine dickere Haut bekommen.
- Wir sollen freigiebiger werden oder lernen, sparsamer zu leben.
- Wir sollen mehr Nähe zulassen oder wir sollen lernen, Grenzen zu ziehen.
- Wir sollen uns Führungsqualitäten aneignen oder wir sollen lernen, uns unterzuordnen.
- Usw., usw.
Während jede einzelne solcher Ansätze und Vorgaben sinnvoll erscheint, so stört mich bei alledem immer mehr die Tatsache, dass wir gleichsam jemand anders werden sollen und das zu erreichen, was wir erstreben.
Es entsteht so viel Unsicherheit aus der Forderung „Ändere dich!“, vor allem dann, wenn Menschen merken, dass sie bestimmte Verhaltensweisen oder Einstellungen schlicht und einfach nicht ändern können. Die Folge ist dann oft, dass sie beginnen, sich selbst abzulehnen und gegen sich selbst zu kämpfen. Das führt zu sehr viel Leid und Schmerz.
Die Alternative?
Wir lernen „ja“ zu sagen zu dem, was, wer und wie wir sind. Wir lernen, uns anzunehmen mit all dem, was uns manchmal das Leben schwer macht. So widersinnig das klingen mag, so hat sich genau diese Strategie für mich als höchst nützlich herausgestellt.
Überlegen Sie doch einmal: Die meisten (vielleicht sogar alle) Verhaltensweisen und Eigenarten haben wir nicht zufällig entwickelt, sondern sie sind Reaktionen auf Erlebtes. Irgendwann einmal haben uns diese Strategien gute Dienste geleistet. Z.B. hat uns unser innerer Kritiker davor bewahrt, von anderen kritisiert zu werden oder er hat uns zu Höchstleitungen angetrieben. Oder unsere Unfähigkeit zu wirklicher Nähe hat uns davor geschützt, verlassen zu werden. Und unsere Unzuverlässigkeit davor, zu berechenbar zu werden. Usw.
Indem wir verstehen, welchen Nutzen uns eine unerwünschte Verhaltensweise bringt, können wir ihren Wert erkennen und sie annehmen. Und genau dadurch wird das möglich, was wir wollen: wir können uns von ihr lösen, weil wir erkennen, dass sie eben in manchen Situationen unangemessen ist. So kann mich meine Angst vor Nähe zwar davor schützen, verlassen zu werden, aber gleichzeitig erzeugt sie Schmerz, weil ich einsam bin. Wir begreifen, warum wir uns in bestimmten Situationen eben so und nicht anders verhalten. Das einmal klar zu erkennen, ermöglicht es, nicht länger gegen das, worunter wir leiden anzukämpfen, sondern wir können beginnen, andere Verhaltensweisen auszuprobieren, die in der jeweiligen Situation erfolgsversprechender sind.
Das Verstehen und das Ja zu dem was ist, bringt unendlich viel Erleichterung. Wir sind nicht „krank“ oder „falsch“. Wir sind einfach. Und so wie wir z.B. als Kinder lernen, dass man mit einer Gabel zwar prima Kartoffeln essen kann, aber dass wir für die Suppe einen Löffel brauchen, so können wir auch lernen, dass unser Ehrgeiz in manchen Situationen sehr nützlich ist, in anderen aber kontraproduktiv. Und diese Erkenntnis öffnet die Tür dahin, flexibler zu werden. Nicht der Ehrgeiz (die Unzuverlässigkeit, die Wut, die Unpünktlichkeit etc.) sind das Problem, sondern der Zwang so zu reagieren. Und meiner Erfahrung nach fordert ein Ankämpfen gegen das, was ist, genau diesen Zwang geradezu heraus, während ein „ja“ löst und auflöst und uns Wahlmöglichkeiten schenkt.
Können Sie mit diesem Gedanken etwas anfangen?





ich kann mit diesem Gedanken sogar sehr viel anfangen, und ich finde er kommt in der gängigen Selbsthilfeliteratur viel zu kurz.
Bin froh, dass er jetzt auf ZZL auftaucht - hier hat mir der Gedanke schon viel zu lange gefehlt und das war mir unangenehm aufgefallen.
Liebe Grüße
Mika
Liebe Tania,
deinen Artikel finde ich sehr wichtig! Er relativiert den Selbst- und Fremdanspruch permanenter Arbeit an sich selbst. Mich selbst annehmen wie ich bin und doch auch hinterfragen. Mein Verstehen und Gespür für kausale Zusammenhänge ist mir für mich wichtig. Ich muss nicht jeden Dekanstoß zum Projekt machen, das ergibt sich durch
mein Erkennen meist von selbst.
Liebe Grüße,
Irmy
Wunderbar! Was für ein verständnisvoller Ansatz! Ich selbst habe inzwischen auch die Nase voll von diesen platten Ratgebern a la "Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner", "Sorge dich nicht, lebe" usw usw. Ich nenne sie immer Imperativ-Bücher, die sind ungefähr so hilfreich wie die Aufforderung "Sei spontan". :-)
Ich verfolge ZZL regelmäßig und mit großem Interesse. Sehr interessant und aufschlussreich finde ich in diesem Zusammenhang die Voice-Dialogue-Methode, die den gleichen liebevollen Ansatz hat wie oben beschrieben. Das Buch "Die Intelligenz der Psyche" von Artho S.Wittemann kann ich daher nur empfehlen. Hingegen vermute ich, dass "Werde was du bist" von Piero Ferrucci schon eher in die Richtung Imperativ-Buch geht, obwohl doch das Ziel das Gleiche ist, nämlich Psychosynthese. Aber ich hab's noch nicht zu Ende gelesen, vielleicht wird's ja noch besser. Interessant scheint mir, dass, obwohl ein ähnliches "Seelenmodell" zugrunde gelegt wird, in den Büchern bzw. den entsprechenden Therapie-Richtungen eine ganz andere Form bei der Umsetzung oder Vermittlung gewählt wird. Mich beschleicht beim Lesen von Ferrucci genau das beschriebene Gefühl "mit mir ist was nicht in Ordnung".
Diese ganze pathologische Sichtweise stört mich auch sehr. Besser finde ich es, von Selbstverwirklichung oder Heil-werdung statt von Therapie zu sprechen. Therapie ist in unserem Sprachgebrauch leider auch schon negativ besetzt. Dabei bedeutet das Wort im griechischen Ursprung "Gottes-Verehrung", und das klingt doch toll, oder? Wir bemühen uns, immer ganzer und heiler zu werden. Zeit für einen neuen Ratgeber: "Werde wie Gott", das wird bestimmt ein Kassenschlager.
Birgit
Hermann Hesse:
"Die Welt ist nicht da um verbessert zu werden .....
Auch ihr seid nicht da um verbessert zu werden. Ihr seid aber da, um ihr selbst zu sein......
.....damit die Welt um diesen Klang, um diesen Ton, um diesen Schatten reicher sei.
Sei du selbst, so ist die Welt reich und schön!
Sei nicht du selbst, sei Lügner und Feigling, so ist die Welt arm und scheint dir der Verbesserung würdig."
Gut, oder?
Allen noch einen wunderschönen Tag.
Max
@Birgit
Imperativ-bücher, den Ausdruck find ich gut, das trifft es genau. Ich hab's satt, dass ich mich ständig selbst optimieren soll à la "wir müssen nur wollen" usw., damit ich mir dann irgendwann mal gnädigerweise ein Stückchen "innerer Ruhe" (noch so ein Ideal) verdient habe.
Natürlich gibt es Dinge, an denen ich versuche zu arbeiten. Aber es muss nicht ständig an allem rumgefummelt und verbessert werden, wir sind doch Menschen.
Alles lIebe
mIka
Vielen Dank für diesen wertvollen Artikel!
Je mehr man Menschen verändern will, desto größer ist die Gefahr, dass diese in (infantilen) Trotz fallen. Je größer dieser Trotz ist, desto geringer ist die Chance auf eine Weiterentwicklung.
Dieses Phänomen funktioniert übrigens auch gut bei Organisationen. Es wird viel zu leicht übersehen das zu würdigen, was gut ist - oder - welche Teile des Puzzles bereits gut zusammen passen.
Viele Grüße
Gerhard Kranz
Veränderungen habe halt nicht nur positive, sondern auch ihre negativen Seiten.
Liebe Tania!
Ein sehr guter und wichtiger Askept den Du da ansprichst, vielen Dank dafür.
Oft liegen die Gründe, warum wir eine bestimmte Sache machen, weit in der Vergangenheit und sind uns eben nicht bewußt.
Das wir das Verhalten erst dann ändern können, wenn uns dieser bewußt wird, liegt für mich auf der Hand.
Diese Zusammenhänge herauszufinden ist machmal garnicht so einfach. Oft sind es sehr persönliche, unverarbeitete Ereingbisse aus unserer Kindheit, die uns als Erwachsener dazu veranlassen, unangemessen zu reagieren.
Erst wenn wir diese entdecken und auflösen, können wir uns verändern oder besser: wir können uns dann weiter entwickeln.
LG
Michael
Ich stimme dem zwar zu, muss aber sagen, dass ich verschiedene Therapien gemacht habe und es schon auch immer sehr darum ging "Ja" sagen zu dem was ist.
Ich bin auch nicht ganz einverstanden, dass man das so voneinander trennen kann, das Annehmen und das Ändern. Schliesslich muss man ja um etwas anzunehmen (und wenn das nur die eigenen Einstellungen, Empfindungen etc. sind) auch etwas ändern: seine Haltung die man diesbezüglich hat.
Es gibt solche und solche Therapeuten und auch bei der Selbsthilfeliteratur gibt es sehr viele verschieden Ansätze.
Es gibt tatsächlich viele Bücher, die schon im Titel den Leser sehr von oben herab behandeln. Oft hängt dies aber auch mit den Übersetzungen zusammen bzw. den idiotischen Titeln, die man für die deutsche Ausgabe wählt.
Ich versuche es mit dem Spruch "Nimm davon was Dir gefällt, und lass den Rest hier", der in vielen 12-Schritte Gruppen wie den Anonymen Alkoholikern etc. immer wieder erwähnt wird. Ich glaube, ich konnte aus jeder Therapie und jedem Selbsthilfebuch für mich etwas nützliches für die Arbeit an mir selbst ziehen.
Hallo Tania,
vielen herzlichen Dank für diesen tollen Denkanstoß, der "zufällig" genau im richtigen Moment für mich kommt. DANKE!
Liebe Grüße. Kelly
liebe Tanja,
wieder einmal - absolut wert voll - dein ge danke :)
irgendwo hab ich mal gelesen "ich bin wie ich heute bin, für heute in ordnung" das mit einem lächeln im gesicht gesagt tut einfach gut. Einfach SEIN durch EINFACH sein :) YvD
alles Liebe
yvonne
Liebe Tanja,
was Du schreibst ist auf nüchterne Weise ausgedrückt das was ich auch lerne um es an andere weiterzugeben: es geht nicht darum, anders zu sein, sondern auf wunderbare und vollständige Weise ganz sein Selbst zu sein; je mehr wir das tun, um so wohler fühlen wir uns in unserer Haut; wenn wir leben mit einem Selbstverständnis das besagt: was auch immer ich denke, fühle, tue oder sage, gehört zu mir; und umgekehrt: was auch immer Du denkst, fühlst, sagst oder tust, gehört zu Dir.
Dann lebt jeder sein eigenes Leben, und aus der Fülle dessen, was daraus entsteht, ist es das Natürlichste der Welt, an Andere zu verschenken, was uns selbst zuteil wurde: herzliche Verbundenheit in der STille unseres Herzens und volle Bejahung unseres Seins.
Liebe Grüße von Philippa
danke Tanja,
Ihr Beitrag ist so wichtig. Danke. Sie sprechen mir aus der Seele. Manchmal ist das integrieren bzw. annehmen ein langer und beschwerlicher Weg. Nur durch gute und hilfreiche Beratung kommst du selbst weiter.
Virginia Satir mit der Deklaration der Selbstachtung. "Ich bin ich" kann ich dazu noch empfehlen.
Liebe Grüsse von Andrea
liebe tanja,
genau das ist es!!! ..es wird oft nicht auf das "sich annehmen wie man ist", sondern "sich ändern, wie die gesellschaft und die menschen um einen herum einen wollen" hingewiesen. und genau das ist doch das, was in der kindheit immer wieder verkehrt gemacht wird: ändern und nicht so annehmen! es heisst nicht umsonst "individuum"! und auch ich kann mich erst seit ein paar jahren so annehmen, war ein langer weg... max, dein beitrag von hermann hesse ist klasse! :-)
lieben gruss u. einen sonnigen tag von angela
Liebe Tania,
es war mir eine herzensfreude deinen wundersamen artikel zu lesen, denn er spricht (nicht nur) mir aus dem herzen.
zwar lautet die überschrift: Sei anders!
doch letztlich geht ja eben nicht darum anders zu sein, meist im sinne von "wieder zufunktionieren", sondern zu dem zu werden was wir wirklich sind! dann "funktionieren" wir nicht mehr im sinne der gesellschaft, doch dann sind wir umso wertvoller FÜR die gesellschaft!
so genannte "therapheuten" könne gar nicht therapieren, weil sie vom GANZEN wenig bis keine ahnung haben und sich lediglich auf die kleinen auswirkungen selbstbezogener empfindungen eingehen. es wäre so, als würden physiker immer noch darüber rätseln, warum alles auf der unterseite des planeten nicht runterfällt! (lach)
im ernst, es gibt soviel mehr, als das, was wir mit unserer (noch) eingeschränkten wahrnehmung erfassen, soviel mehr, daß wir umsetzen könnten, wenn wir nur die in uns veranlagten und brach liegenden fähigkeiten wieder aktivieren. denn dann zeigt sich rasch, das der mensch und sein dasein nicht nur von dem täglichen geschehen als solches beienflußt wird, sondern noch weit aus mehr, als er ahnt, ABER genau davor wollen uns die meinungsmacher und die unterhaltungsindustrie abhalten, denn dann bräuchten wir sie allesamt nicht mehr - WIR könnten uns unsere eigene meinung bilden!
und wie wahr, niemand ist "krank" im spirituellen sinne - denn JEDER ist wie er ist und das ist gut so, denn erst durch diese mannigfaltigkeiten an multi-komplexen wesenheiten Mensch, ist das leben und erleben erst interessant und bietet weitaus mehr, als es die unterhaltungsindustrie anzubieten vermag, geschweige denn zu kreieren.
in diesem sinne:
Sei was du bist und liebe dich selbst mit ALLEM drum und dran, denn du mensch bist wunderbar, so wie du wirklich bist. versuch nicht etwas zu sein, was du weder bist, noch sein willst, es verursacht nur leiden und dann bist du tatsächlich krank im sinne von in "disharmonie sein" und zwar mit dir selbst!
für mich selbst weiß ich, daß ich, wenn ich nicht sein darf, was ich bin, ich verrückt werde!
denn was für eine welt wäre das, in der unglücksein sein normal ist, in der kämpfen, kompromisse schließen, sich und andere belügen sogar noch anerkennung finden?
dann doch lieber ver-rückt sein, um mitten unter all diesen "kranken - dishamonisierten" bestehen zu können.
also lach ich mir einen und gehe froh und munter meines wegs, denn wenn ich nicht sein darf, was ich sein will, dann will ich auch nicht sein müssen, was ich nicht bin!
mit herzlichen grüßen
thomas stern
©2008 der traveller
Vielen Dank für diesen Beitrag.
Als Mensch mit Tendenzen zum "Borderline-Syndrom" ist genau das wichtig: sich selbst zunächst einmal sehen und anerkennen. Dann können die massiven emotionalen Achterbahnfahrten, die man bei sich erlebt und die der Partner auch noch aushält besser einsortiert werden.
Ich habe die Dinge aus meiner Kindeheit lediglich verdrängt, wollte mich der Gesellschaft anpassen und habe genau das erlebt: das Abspalten der eigenen Persönlichkeit. Nun bin ich dabei, zu lernen, mich anzunehmen.
Viele Grüße
Dobo
Danke, danke Tanja, für diese erlösenden Zeilen!
Ich bin auch längst an diesem Punkt, nix mehr ändern zu wollen, nach vielen Suchbewegungen und Irrwegen.
Leider findet man das "Ändern", das "Diszilinieren" ja auch in fast allen religiösen Strömungen und Praktiken.
Da ich ja auch Kommunikationsberatungen auf der Basis Gewaltfreier Kommunikation mache, habe ich vielfach erlebt, wie dadurch die Wut zu kurz kam. Ich und auch meine Klienten wollten sie einfach wegbügeln.
Mein Erfahrung: so funktioniert es nicht.
Nach wie vor finde ich Wut auf Dauer nicht sehr konstruktiv, doch als Fingerzeig für mein echtes Sein und Wollen.
Und das willich nicht ändern.
Schöne Woche noch,
Charlotte
Hallo Tania,
wenn jemand so einen Rat-"Schlag" bekommt wie eingangs Deines Beitrages geschildert, sollte er/sie sich vielleicht nicht nur fragen, wozu diese (angeblich zu ändernde) Eigenschaft gut ist, sondern auch, was an der Situation für jemanden selbst falsch ist, die zu diesem Rat-"Schlag" geführt hat. Und wenn diesen Schlag ein Therapeut versetzt hat, sollte man ihn sofort wechseln, denn er hat den Beruf verfehlt. Der sollte nämlich als erster dahinter kommen und den Proess zum Umdenken beim Klienten fördern.
Das hängt eben auch stark mit dem zweiten Thema Deines Newsletters von heute zusammen: Wir haben alle unser Skript bei uns, das uns sagt, was wir MÜSSEN. Leider hat nicht jeder einen so klugen Opa wie Du :-))
Herzliche Grüße, auch an Ralf
Erhard
Hallo Tanja,
ich denke es kommt immer auf die Situation an.
Wenn man Erfolgsbücher ließt um sich weiter zu entwickeln,
ist das ja kein Druck von Außen.
Manches Mal sollte man sich unterordnen oder einordnen
können, manchmal besser nicht.
Viele Grüße
René
Hallo Tania,
Deinen Artikel stimme ich nur bedingt zu. Sicherlich sind die meisten Ratgeberbücher zu oberflächlich, aber eine gute Therapie kann man nicht in den gleichen Topf werfen. Bei einem guten Therapeuten lernt man zu erkennen, warum man sich bestimmte Verhaltensweisen angewöhnt hat und das diese für eine bestimmte Zeit ihren Zweck erfüllt haben. Aber sicherlich hat man einen gewissen Leidensdruck, wenn man mit einer Therapie anfängt, und gerade am Beispiel von "zu viel Angst vor Nähe" erkennt man, dass diese Vermeidungshaltung einen selbst auf lange Sicht unglücklich macht. Eine Therapie, bei mir war es der Fall, hilft dabei sich mit allen seinen Stärken und Schwächen zu akzeptieren. Und durch diese Selbstreflexion lernt man zu sich selbst zu stehen und nur aus eigenem Bedürfnis heraus, an Verhaltensweisen, die einen unglücklich machen, zu arbeiten.
Danke für den Denkanstoß und die lebhafte Diskussion.
Herzliche Grüße, Sabine
Man lernt und traut sich tatsächlich erst mit den Jahren,so zu sein wie man ist,auch wenn man dafür Konflikte bewältigen muß!
Früher war ich so ein harmoniebedürftiger Mensch und hab mich oft unterbuttern lassen,nur um keinen Streit zu haben,wollte es immer allen recht machen!
Bin zwar kein "Streithammel" aber ich laß mir längst nicht mehr alles gefallen!
Und es geht mir dabei wirklich besser als früher!
Wieviele ziehen ihr Ding durch ohne Rücksicht auf Verluste,wie oft bin ich schon verletzt worden...
Gehe nun auch meinen Weg und es läßt sich halt manchmal nicht vermeiden andere vor den Kopf zu stoßen.
Da sitzen wir doch alle im gleichen Boot!
Man kann es nie ALLEN recht machen!
Und ich verlange auch nicht daß man es mir immer recht macht,
Leben und leben lassen!!!
Das können viele nicht!
Hallo zusammen,
die Gedanken lösen bei mir vielschichtige Gefühle aus.
Die eine Seite ist die, dass es mir wichtig ist, ich selbst zu sein. Authentisch zu sein und zu bleiben. Mir selbst treu zu bleiben.
Anderseits halte ich es auch für gefährlich, alles, was verändert werden könnte und vielleicht sogar gut ist, vor dem Hintergrund des ersten Aspektes sein zu lassen.
Für mich liegt mein Weg darin, abzuwägen. Gibt es Verhaltensweisen, die meine Verhaltensweisen - ACHTUNG - ergänzen und die ich so mag, dann kann ich sie adaptieren. Wenn nicht, eben nicht.
Wie ihr merkt, ist für mich der Aspekt der freien Entscheidung wichtig. Ich entscheide, was ich ändere und was nicht. Damit bin und bleibe ich Herr des Geschehens.
Es ist vielleicht manchmale ein Gratwanderung. Aber genau darin liegt für mich auch das SPANNENDE.
Herzliche Grüße
Jürgen
Hallo Tanja und Ralf
und auch alle Leser hier
Hier ein Zitat v. Thomas-der Traveller:
»»» in diesem sinne:
Sei was du bist und liebe dich selbst mit ALLEM drum und dran, denn du mensch bist wunderbar, so wie du wirklich bist. versuch nicht etwas zu sein, was du weder bist, noch sein willst, es verursacht nur leiden und dann bist du tatsächlich krank im sinne von in "disharmonie sein" und zwar mit dir selbst!
für mich selbst weiß ich, daß ich, wenn ich nicht sein darf, was ich bin, ich verrückt werde!
denn was für eine welt wäre das, in der unglücksein sein normal ist, in der kämpfen, kompromisse schließen, sich und andere belügen sogar noch anerkennung finden?
dann doch lieber ver-rückt sein, um mitten unter all diesen "kranken – dishamonisierten" bestehen zu können.
also lach ich mir einen und gehe froh und munter meines wegs, denn wenn ich nicht sein darf, was ich sein will, dann will ich auch nicht sein müssen, was ich nicht bin!
mit herzlichen grüßen
thomas stern
©2008 der traveller «««
Da kann ich eigentlich gar nichts mehr hinzufügen.
Note 1, mit ganzen 5 Sternen dazu * * * * *
Mein Leitspruch lautet:
"Kein Mensch ist auf die Welt gekommen,
um so zu sein, wie andere ihn haben wollen"
Ich habe mich früher immer verbiegen lassen, damit andere mit mir ´zufrieden sind´.
So dachte ich damals.
Das ist nun seid einigen Jahren nicht mehr der Fall. Ich gehe mit meinem Kopf, meinen Gefühlen, meinen Entscheidungen MEINEN Weg.
Und sollte es mal so sein, das ich etwas ändern möchte, dann mach ich das von mir aus, und nicht, weil irgendwer das gern möchte oder es mir geraten hat.
Ich bin ich und das wird immer so bleiben.
Bin stolz drauf. ;o)
Liebe Grüße an alle
Nina
Ich habe gar nicht alle Artikel gelesen, nur den von Max und der kam mir sehr zupass.(Ich liebe die Literatur von Hermann Hesse.)
Seit ich denken kann versuche ich mich zu verändern, weil ich den Eindruck gewonnen habe, niemanden recht zu sein. Meine Art, mein Auftreten, meine Gefühle und letztendlich ich selbst
bin irgendwie falsch angelegt. Das hat mich kostbare Jahre gekostet, um fest zu stellen, ich bin völlig richtig so wie ich bin. Diese Erkenntnis kam nicht von ungefähr, sondern ich bin durch viele Tiefs und Hochs gegangen bis ich endlich begriffen habe - ich will so bleiben wie ich bin- einige Einschränkungen ausgenommen natürlich.
Veränderungen können immer auch positiv sein, und sich zu verändern auch, aber sich verbiegen auf Gedeih und Verderben kann letztendlich kein dauerhauftes Ziel sein.
Liebe Tania,
endlich spricht es mal jemand aus: Veränderung um jeden Preis ist kein Ziel. Sie ist nur als Kurskorrekur sinnvoll und kann nur genau dosiert werden, wenn wir vorher gemessen haben, wie weit (und warum) wir vom gewünschten Kurs abgewichen sind.
Übrigens sagt schon Jesus: "Erneuert euch", d.h. werdet wieder euer besseres Selbst.
Bravo und danke!
Christian
Erstmal bin ich von den ganzen Beiträgen hier total begeistert. Herzlichen Dank.
Ich habe von mir den Eindruck "Ich weiss nicht wer ich bin".
Ich habe mich in der Kindheit schon so verloren bzw. bin so gebrochen worden, dass ich das Gefühl habe nicht ich zu sein. Ich komme mir als Person so wurzellos vor, suche mich, doch irgendwie fühle ich mich blind mir selbst gegenüber.
Man sagte mir mal das ich eine Maske tragen würde, dass stimmt. Stellenweise konnte ich für Sekunden diese vor mir selber mal etwas runterziehen und was ich kurz erblickt habe hat mir nicht gefallen. Doch irgendwie klebt diese Teil auf meinem Gesicht als wäre es mit Patex angebracht worden.
Das Gefühl ist so als hätte ich auf meinen Augen einen blinden Fleck der mich nicht sehen läßt wer ich bin.
Wie findet man sich um dann auch zu sich zu stehen?
Ja, wie Sie richtig schreiben "viele Therapieansätze - eben nicht alle. Bei der Gestalttherapie zum Beispiel ist genau das ein Basisfundament der therapeutischen Arbeit, dort nennt es sich "Paradoxon der Veränderung". Und: sich anzunehmen, wie man gerade ist - das ist auch schon "Arbeit" und braucht viel Mut.
Hallo Tania,
Du schreibst: "Wir lernen „ja“ zu sagen zu dem, was, wer und wie wir sind. Wir lernen, uns anzunehmen mit all dem, was uns manchmal das Leben schwer macht."
Ist das nicht auch eine Änderung? offensichtlich kann man sich ja noch nicht so (positiv) annehmen, wie man ist: sonst müßte man es ja nicht lernen.
Habe mal den Spruch gelesen "der schlechteste Rat, den man manchen Leuten geben kann ist "sei Du selber"".
In Deinem Artikel ist wohl mehr gemeint: bleib cool und lerne Dich zu lieben und freue Dich auf Änderungen ohne krampfhaftes Müssen oder so ähnlich...?
mlG Nikolaus (Nick)
habe morgen ein Gespräch mit einem Supervisor, bei dem es um Veränderung geht.
Wie gut, dass ich jetzt weiß, dass ich im Grunde so bleiben darf, wie ich bin,
nur es dankbar annehmen
und mich selbst annehmen
mich selbst verstehen
ich sein
sein und
bewusst leben...
da hat Zwang keine Chance
Hallo Tanja,
diese Gedanken sind genauso relativ passend oder nicht passend, wie die üblichen Veränderungs-Vorschläge. Manche Verhaltensweisen von Menschen schaden. Sie schaden nicht nur sich selbst sondern auch in hohem Maße den Menschen um den/die Betreffende/n herum.
Beispiel: Co-abhängigkeit /Helfersyndrom.
Das "sich-selbst-annehmen" ist eine Grundvoraussetzung, um in der Folge eine Veränderung anzustreben. Dieses "sich-selbst-annehmen" hat den gleichen Stellenwert und ist ebenso schwierig zu bewerkstelligen, wie die folgenden notwendigen Veränderungen.
Jedoch OHNE Veränderungswillen/absicht ist ein "sich selbst annehmen" per se nicht sonderlich wirkungsvoll oder sogar wenig sinnvoll. Es bleibt ja bei der Beziehungsstörung und bei dem täglich neu entstehenden Schaden für sich, für den Partner, für die Kinder. Sich gewissermaßen unter der Prämisse einzureden: "so bin ich halt" reicht nicht aus.
Deshalb denke ich, mit kleinen Zweifeln und Defiziten ist es sehr, sehr sinnvoll, einfach auf liebevolle Weise lächelnd die kleinen Ecken an sich zu betrachten, sofern das Selbstwertgefühl dafür ausreicht.
Für Menschen, denen eine Therapie helfen könnte, sowohl Selbstwert und Alltagsverhalten zu verbessern, wäre es fatal, wenn sie es sich bequem machen würden und eine weitere Lebensphase lang mit Hinweis auf Akzeptanz des eigenen Verhaltens den Kopf in den Sand stecken könnten.
Deshalb ist für mich beides ein einziger Vorgang, beides unerlässlich - sich selbst zu akzeptieren, mit allen Ecken oder Defiziten, dann aber die krank machende Störung mit dem Wunsch zu einer Verbesserung anzugehen. Und in diesem Zusammenhang wäre es wunderbar, wenn andere Menschen "mich" so akzeptieren könnten, wie ich bin und mit Hilfestellung und Verständnis vorurteilsfrei bei der Veränderung einfach nur da sein würden.
Liebe Tania,
danke für diese wunderbaren Worte! Das ist sehr wichtig, denn erst dadurch, dass ich mich selbst so annehme, wie ich bin, kann ich wirklich in die Selbstverantwortung gehen und etwas in meinem Leben verändern - wenn ich es selbst will!
Danke auch für die immer wieder interessanten Newsletter!
Herzlichst
Jona Mo
Hallo zusammen!
Leider lässt es meine Zeit nicht immer zu, den sonntäglichen Leitartikel und auch die entsprechenden Beiträge zu lesen.
Heute ist mal so ein Tag und ich muss sagen, manchmal ist mir das viele "Therapeutische Gedankengut" doch ein bischen viel. Viele Gedanken und Überlegungen, die ich heute in den Beiträgen gelesen habe, entsprechen schon auch dem, was mir so durch den Kopf geht.
Aber ein Gedanke hat sich nun einfach bei mir aufgedrängt:
Wir lernen doch jeden Tag etwas Neues, etwas dazu und hat das nicht automatisch zur Folge, dass sich auch bei uns dadurch etwas ändert, dass wir uns verändern? Manchmal sogar ohne uns darüber bewusst zu werden. Deshalb sollten wir eigentlich immer bereit sein uns zu ändern, nicht unser "Ich", sondern vielleicht nur Einstellungen, Verhaltensweisen o.Ä. Ändern ja, aber nicht anpassen oder "seine Fahne nach dem Wind drehen" oder einfach nur angepasst sein.
Es wäre fatal, wenn sich bei uns nichts ändern würde und hat sich nicht schon jeder mehr als einmal gefragt: wenn ich das heute noch einmal entscheiden müsste, würde ich es anders machen.
Es ist doch einfach so, dass unser Leben ständig im fluss ist, also können auch wir nicht unverändert bleiben.
Ich ddenke, wir sollten uns mit einem Gedanken immer wieder selbst konfrontieren: Komme ich mit mir so wie ich bin zurecht, gefalle ich mir so, kann ich mich selbst so aushalten oder möchte ich für mich selbst anders sein.
Das allein darf uns aber nicht leiten, den jeder von uns ist Teil einer Gesellschaft (manche mehr, manche weniger) und auch diese Zugehörigkeit, dieses Dazugehören ist Verpflichtung. Eines dürfen wir nie außer Acht lassen: wir sind nicht nur "Ich", sondern auch "Du".
In diesem Sinne,
Johannes
ein herzliches Hallo an alle,
vielen Dank für den Beitrag, ein notwendiger und wichtiger Denkansatz, weil wir uns mehr oder weniger ein ganzes Leben lang damit beschäftigen, wer wir sind oder "sein sollen".
Einen Aspekt möchte ich mit einem Zitat aus Anthony de Mello's Buch "Warum der Vogel singt" hinzufügen:
"Jahrelang war ich neurotisch. Ich war ängstlich und depressiv und selbstsüchtig. Und jeder sagte mir immer wieder, ich sollte mich ändern. Und jeder sagte mir immer wieder, wie neurotisch ich sei.
Und sie waren mir zuwider, und ich pflichtete ihnen doch bei, und ich wollte mich ändern, aber ich brachte es nicht fertig, sosehr ich mich auch bemühte.
Was mich am meisten schmerzte, war, dass mein bester Freund mir auch immer wieder sagte, wie neurotisch ich sei. Auch er wiederholte immer wieder, ich sollte mich ändern.
Und auch ihm pflichtete ich bei, aber zuwider wurde er mir nicht, das brachte ich nicht fertig. Ich fühlte mich so machtlos und gefangen.
Dann sagte er mir eines Tages: "Ändere dich nicht. Bleib, wie du bist. Es ist wirklich nicht wichtig, ob du dich änderst oder nicht. Ich liebe dich so, wie du bist. So ist es nun einmal."
Diese Worte klangen wie Musik in meinen Ohren: 'Ändere dich nicht, ändere dich nicht ... ich liebe dich.'
Und ich entspannte mich, und ich wurde lebendig, und Wunder über Wunder, ich änderte mich!
Jetzt weiß ich, dass ich mich nicht wirklich ändern konnte, bis ich jemanden fand, der mich liebte, ob ich mich nun änderte oder nicht."
Ich wünsche mir und allen, dass uns "Liebe" im Sinne von Mit-Menschlichkeit geschieht, damit sich niemand hinter seinen Vermeidungs- und Bewältigungs-Strategien verstecken muss.
Dagmar
Ein wunderbarer Gedanke und sehr hilfreich!
Wenn man ihn konsequent zu Ende denkt, kann ja nur etwas Positives herauskommen. Auch in den Schwächen den positiven Kern erkennen - das führt ja in jedem Fall zu einer optimistischen Grundhaltung.
Man muss ihn natürlich auch für seine Mitmenschen gelten lassen und sie so akzeptieren wie sie sind.
Schön so etwas am Anfang der Woche zu lesen. Danke!
Eva
Auch ich finde den Gedanken von Tania sehr wundervoll. Nur gelingt mir diese "Selbstannahme" noch nicht so wirklich. Bin schon seit ca. 2 Jahren in therapeutischer Behandlung und muss an dieser Stelle meinen Therapeuten für seine Arbeit loben. Er hat es verstanden (obwohl ich ihn mehrfach darum gebeten habe) mir keine Rat-"Schläge" zu geben und mich so anzunehmen wie ich bin. Dabei hat er mich ständig liebevoll begleitet und mir Hinweise gegeben, die mich zur Weiterentwicklung befähigt haben. Allerdings stelle ich fest, dass das bei mir ein sehr langwieriger Prozess ist, bei dem ich einiges an Geduld aufbringen muss. Mittlerweile habe ich auch eine Reha-Massnahme von der Rentenversicherung zugesagt bekommen. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt, wann es endlich los geht. Ich hoffe, dass die Therapeuten in der Kur auch den Gedanken von Tania als Grundvoraussetzung für ihr Arbeiten mit den Patienten verinnerlicht haben. Dies scheint für mich bei allen anderen Ansätzen, die ich auch schon gelesen habe (gut finde ich auch den Gedanken mit den "Imperativ"-Büchern, die ich auch zu Genüge bei mir in den Regalen stehen habe, der beste Weg zu sein, um ein glückliches Leben führen zu können.
Gruß
Josef
Liebe Tania,
ein wunderbarer Impuls für mich am Montagmorgen, mich und meine Reaktionen mal aus einer anderen Richtung zu beleuchten. Fühlt sich gerade so an, als hättest du mir "das Ei des Kolumbus" gezeigt! :-) Herzlichen Dank!!!!!
Hallo,
zu so vielen komentaren gibt es nicht mehr viel uhinzuzufügen. Außer das es ein gutes kleines Buch gibt. Es heißt "Leide nicht Liebe. " Genau diese Thema wird in diesem Buch angesprochen mit soviel Bodenständigkeit und Alltagstauglichkeit.
Ansonsten bin ich auch der Meinung sich selbst so zu nehmen wie man ist. Allerdings habe ich gelernt auf Resonanzen zu achten und diese schaue ich mir genauer an. Noch in diesem Moment wenn sie auftauchen.
Ist es Ego oder bin es ich?
Einen wunderbaren tag
A. Th
Hallo!
Am genialsten finde ich die Auflistung! Das sind genau die Dinge, mit denen man sich selbst unter Druck setzt, weil sie so gut klingen - dankbarer sein, loslassen, Grenzen ziehen usw. Aber wenn ich das alles wäre, dann wäre ich nicht mehr ich selbst. Ich bin gerade in der letzten Zeit zu dem Schluss gekommen, dass ich aufhören will, mich verändern zu wollen. Ich habe mich damit so unter Druck gesetzt, dass ich wirklich krank geworden bin. Jetzt möchte ich nur noch üben, mich mit meinem ganzen Unperfektsein und meinen Fehlern und Macken gerne zu haben. Wenn wir das alles nicht hätten, dann wäre das Leben doch witzlos - da wäre gar keine Gelegenheit mehr für das ganze Gefühls-Auf-und-Ab, das genau das Leben ausmacht! Ab sofort bleibe ich so, wie ich bin! Und das macht mir Spaß! Jippie!
Viele Grüße an alle!
Mareike
Ich lese gerade das Buch "Emotionale Klärung" von John Ruskan. Es geht darin, um die Integration von Gefühlen....um Gefühle wieder wahrzunehmen, zu akzeptieren und zu integrieren. Je mehr man sich gegen Gefühle wehrt, um so größer und wichtiger werden sie. Ich finde den Gedanken toll =)
Liebe Tanja,
auch ich habe genau diese Erfahrung gemacht. Bei mir war es so dass ich durch einen Burnout 15 Kilo zugenommen habe und mir das natürlich nicht gefällt. Zumal ich jemand bin der sich schon immer zu dick fand :-)
Allerdings ist eines klar: sich von einem Burnout erholen und Diät machen geht nicht! Der Körper holte sich in der Zeit, in der ich so zugenommen hatte, die nötigen Ressourcen wieder die den Nervenzellen helfen, sich wieder richtig zu vernetzen. Das half mir wiederum aus meinem Burnout. So akzeptiere ich nun mein Übergewicht, und ich weiß irgendwann kommt auch wieder die Zeit, die Pfunde los zu werden. Das geht allerdings auch ohne "innere Selbstbeschimpfung" und ohne Selbstquälung, wenn die Zeit reif ist. Das nenne ich "liebevoll mir mir selbst umgehen" und mich so zu akzeptieren wie ich bin.
Liebe Grüße an alle von
Maggie
Ein herzliches "hallo" aus dem Land Tirol
Passender hätte es nicht kommen können.
Dieses "JA" zu sich selber sagen ist wohl etwas vom Schwersten.
Natürlich kann ich hier nur für mich schreiben ;-)
Wie soll ich zu mir ja sagen, wenn die Menschen, denen ich vertrauen hätte dürfen sollen, mich ständig in frage gestellt haben?
In meiner Therapie und auch beim Familienstellen ging es immer wieder darum, den Eltern Verständnis entgegenzubringen, da der Mensch immer genau das tut, was er eben kann. Ja, ich habe mir dieses Verständnis im Blick auf deren Biografie erarbeitet und es machte mir auch keine Schwierigkeiten, ihnen ihre Erziehungs....schwächen.... um nicht zu sagen ...fehler... zu verzeihen, zumal ich auch bei meinen Kindern Fehler gemacht habe.
Mir ist aber trotz Verständnis und Verzeihen ein großes Potential an Selbstzweifeln geblieben, was sich natürlich sehr stark auf mein Selbstvertrauen auswirkt.
Ich sage euch aus eigener Erfahrung:
Wer kein bzw. wenig Selbstvertrauen hat, ver-traut auch anderen wenig bis gar nicht.
Mit diesem Thema schlage ich mich mit meinen 62 Jahrwen immer noch herum.
Das, was mir zur Zeit hilft, ist:
mich so wenig wie möglich mit anderen zu vergleichen.
Vielleicht führt mich das an meine Einzigartigkeit heran und die/den eine/n oder andere/ LerserIn auch.
Liebe Grüsse an euch alle, aber ganz besonders an dich, liebe Tania
Es gibt ein Auflösen/Abschwächen des Leidens .. das hat Buddha schon vor mehr als 2500 Jahren entdeckt. Der Beitrag, der übrigens sehr sehr gut ist, deckt sich mit dem Grundlegenden Wissen des Buddhismus.
Also .. bleibt nicht stehen, macht weiter .. Peter.
Danke. Immer wieder eine freudiger Augenblick, wenn ich den Newsletter erhalte. Schön, dass es euch gibt. Bis zum nächsten Online-Rendevous :)
Wow,
da sind aber richtig viele Beiträge zusammengekommen! Ganz herzlichen Dank für alle die vielen Gedanken, Reflektionen, Ergänzungen und Weiterführungen. Ich freue mich, ein Thema gefunden zu haben, was so bewegt und nehme hier einige Anregungen für weitere Texte mit :-)
Herzlich an alle,
Tania vom "Zeit zu leben"-Team
Dieser Gedanke hat mir den heutigen Tag gerettet, vielen Dank. Es ist eine Erleichterung, einmal zu hören, dass man einfach sein darf, einmal einfach fühlen darf, was da ist, ohne sich schuldig, schlecht, verantwortlich, falsch zu fühlen. Und dass man dann ganz in Ruhe schauen kann, was man noch braucht aus diesem 'Rucksack' den man mit sich herumträgt als in diese panische Aufbruchsstimmung mit ihren amerikanisch-motivierenden Durchhaltepraolen zu verfallen - du kannst alles, wenn du willst - ja, toll. Das unterstellt, dass ich, wenn ich nicht kann, einfach nicht genügend Willen habe und dementsprechend mich sogar noch viel schlechter fühle.
Liebe Tanja, danke, dass du mir heute den Gedanken mitgegeben hast, dass ich einfach ich selber sein darf, dass ich das Recht dazu habe und dass ich das schon alles irgendwie hinkriegen werde. :)
„Wir lernen „ja“ zu sagen zu dem, was, wer und wie wir sind. Wir lernen, uns anzunehmen mit all dem, was uns manchmal das Leben schwer macht. So widersinnig das klingen mag, so hat sich genau diese Strategie für mich als höchst nützlich herausgestellt“
Das hört sich sehr leicht an, aber wie immer im Leben, ist das was so leicht sich anhört, besonderst schwer umzusetzen. Ich musste nach einer Zeit, nach sehr langer Zeit, erst mal erkennen: wer bin ich. Dabei geholfen hat mir ein Bericht über Persönlichkeitstypen und ihr korrespondierenden Persönlichkeitsstörungen. Vorher einige Bücher, die mich sehr aufgewühlt haben, weil ich mich plötzlich in meiner Art, in meinem Charakter darin wieder gefunden habe. Ich denke heute, jeder hat Persönlichkeitsstörungen, vor allem in meinem Alter (48 Jahre) sind diese weit verbreitet. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.
Aber ich möchte hier nicht über andere schreiben, sondern bei mir bleiben. Seit ich weiß, was mit mir in bestimmten Situationen los ist, kann ich mich akzeptieren, kann auch eher mir verzeihen und andre um Verzeihung bitten. Kann Abstand zu mir nehmen und schauen, ob zum Beispiel von meinem Gegenüber eine Kränkung, eine versteckte Andeutung vorliegt. Da hatte ich immer Schwierigkeit, ja ich war eine Super-Mimose. Heute bin ich nur noch eine Mimose, ich habe es angenommen, bin vom Charakter her sensibel, empfindsam, und durch Erziehung dazu geworden. Was ich auch weiß, ist, wenn meine Eltern gewusst hätten, was sie mit Ihrer Art bei mir anrichten, sie hätte es unterlassen!!! Es war nie eine Absicht dahinter, sie taten ihr bestes. Sie waren auch wieder Kinder ihrer Erziehung. Und gaben vieles, besseres Wissen, weiter. So geht dies über Generationen, jedenfalls bei mir. Ich habe die Gelegenheit, dies bei meinem Sohn zu durchbrechen, dies geht aber nur mit dem „ja“ zu mir. Mit dem erkennen meiner Fehler und dem annehmen. Mit Nachsicht und Güte zu meiner Person. Und mit Liebe zu mir selbst. Ich verzeihe mir und hoffe man verzeiht mir.
ja, liebe Freundin, wir scheinen einige Gemeinsamkeiten zu haben ;-)
Pass gut auf dich auf!
Lg mariandl
Liebe Tania
Liebe Mit-Leser
Auch ich finde Deinen Ansatz vom letzten Mailing toll: Annehmen wie man ist! Etwas vom schwersten was es gibt, denn wir wissen oft nicht, wer und was wir sind. Mir scheint, als hätte ich im Buch "Die Intelligenz der Psyche" von Artho S.Wittemann dazu einige richtige Denkanstösse und Erklärungsversuche gefunden. Denn dort wird gefragt: wer in uns, ist so oder manchmal auch ganz anders? Wer in uns will, dass wir so oder so handeln? etc.
Mir war es ein Anliegen, dieses tolle Buch weiter zu empfehlen....nun sehe ich, das Birgit dies bereits getan hat;-)
Also viel Spass beim lesen und herzlichen Dank an das Team für die vielen tollen Denkanstösse jede Woche!
Andrea
1.) " Bedenke , dass nichts existiert , das von Dauer ist.
Das einzig Dauerhafte ist die Veränderung. "
2.) " wenn Du nicht länger in der Lage bist ,
eine Situation - die Dich leiden läßt - zu ändern ,
bist Du gefordert ,
Dich selbst zu ändern."
3 ) oder aber frei nach meinen worten :
" Stillstand ist das Ende - Stillstand ist der Tod "
was ist los mit Euch ? Kein `Imperativ` Buch , kein Therapeut oder wer auch immer kann diktieren , wo und wie ich mich verändern möchte.Tempo und Inhalt von Veränderung bestimme ich immer mit selbst -zur Not unter Mithilfe Therapie!Wenn es dann sein sollte , dass andere das Tempo u. Inhalt bestimmen , bin ich schon soweit vom gesellschaftlichen Miteinander entfernt , dass Änderung überlebenstechnisch dringend erforderlich für mich. Oder aber ich habe aufgegeben und verlasse mich nur noch auf Arznei (Psychopharmaka - Narkotika ...)
Ein herzliches Hallo an alle Suchenden und Gebenden!
Seit ca. einem Jahr mache ich ab und zu Stippvisiten auf diesen Seiten, eigentlich bin ich inzwischen einer der Dauergäste ;-) und finde Trost in dem Sinne, dass ich hier keine "absoluten Wahrheiten" und Patentrezepte finde, sondern immer daran erinnert werde , dass ich mit dem Standpunkt grundsätzlich auch die Ansicht ändere. Solange ich körperlich mobil und geistig flexibel bin ändere ich meine Postionen, was viele Mitmenschen irritiert, während mich das Gegenteil verunsichert manchmal auch extrem nervt.
ch kann diese "sei immer und überall glücklich, egal unter welchen umständen"-mantras echt nicht mehr hören. immer dieser selbstoptimierungsdruck, dass ich angeblich mein leben noch nicht genug ausschöpfe. "wie, immer noch nicht glücklich, immer noch keinen traumjob? tja, selbst schuld" -so lautet doch der subtext.ich bin ein mensch und daher aus den unterschiedlichsten gründen nicht immer glücklich, genau wie alle anderen auch.
das nervt mich auch an ZZL. leider finde ich, dass zuviele artikel in diese einseitige richtung gehen. wir haben nunmal nicht ALLES IMMER in der hand.
deshalb hat mir der artikel von tania so gut gefallen, da ging es darum, sich einfach mal so anzunehmen wie man jetzt schon ist und nicht immer noch besser, positiver usw. werden zu müssen.
ich bin ein sehr positiver mensch, der schon viele kleine geschenke bekommen und wertgeschätzt hat. aber diese einseitigen erfolgsmantren kann ich echt nicht mehr hören.
tania, das ist für mich der beste artikel, den ich bis jetzt auf ZZL - und auch sonst auf ähnlichen seiten, selbsternannten "erfolgsbüchern" etc. - gelesen habe, und ich bin echt schon lange dabei. Sie haben für mich den nagel auf den kopf getroffen, vielen dank dafür. mehr davon!
ich finde übrigens ja sagen zu sich selber gar nicht so schwer, wie es hier viele erwähnen.
ich finde es aber unglaublich schwer, dem verführerisch klingenden machbarkeitswahn nicht doch wieder zu sehr nachzugeben und mich dadurch wieder von mir selbst ablenken zu lassen und mich schuldig für mein immer noch fragmentarisches selbst zu fühlen - und das, obwohl nach all der lektüre von erfolgsbüchern doch wissen müsste, wies geht ;-)
eine ironie in sich. die pseudo-positiven "verbesserungstips", durch die ich mich besser fühlen soll, lenken mich letztendlich von mir b - und ich fühle mich schlechter, weil ich unvollkommen bleibe.
nun ja, so ist halts leben.
liebe grüße an alle sinnsucher.
Liebe Tanja,
ENDLICH!!!!!!!!!!! und DANKE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Das ist mein Lieblingsthema. Erst mal vielen Dank für die immer wieder guten Newsletter.
Bisher war ich immer stille Leserin und meist auch Zustimmerin.
Aber diesmal muss ich mehr als zustimmen.
All die krampfartiegn Veränderungstechniken der verschiedensten Therapieformen und Erfolg(Persönlichkeits)seminare (auch NLP) haben bei mir stets ein ungutes Gefühl ausgelöst.
Warum soll ich so sein wie der oder die, um erfolgreich, glücklich und gesund sein zu können?
Nee, nee - jeder Einzelne hat dafür ein Riesenpotenzial in sich selbst. Dafür muss man sich auch nicht VERÄNDERN sondern ERKENNEN.
Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung!
Auch die Quantenphysiker haben erkannt, dass durch blosse Beobachtung Veränderungen stattfinden.
Veränderung ja - aber nicht der Veränderung wegen - die geschieht sowieso - in der Stille, der Selbstannahme und der Annahme all dessen, was ist und geschieht.
Herzliche Grüße aus Dresden
Liebe Tanja,
dieser Artikel ist einfach wunderbar! Mich selbst anzunhemen wie ich bin und auch hinzuschauen, welchen Nutzen mir meine Verhaltensweisen geben (oder gehabt haben) ist so etwas wertvolles und bereicherndes für mich. DOch musste ich es erst einmal lernen. Ich habe mich selbst besser kennengelernt und bin daher im wahrsten Sinne des Wortes "Selbst-Bewusster" geworden.
Ihr Beitrag zum Thema erkennen, annehmen, lösen und verändern wird mir in Zukunft sicher weiter helfen, noch bewusster auf mich selbst zu schauen und zu erkennen.
Vielen Dank für diese bereichernden Worte.
Herzliche Grüße
Joachim
Liebe Tania, mit deinem Gedanken des Annehmens unseres Selbst hast du anscheinend was auf den virtuellen Tisch gebracht, was in der Luft schwingt. Ich möchte ihn mit 2 Aspekten ergänzen
1. den Gedanken des sowohl als auch .. und
2. die soziale Umgebung und ihre Ansprüche
Schauen wir uns das Sowohl als auch an. Vielleicht haben wir einige Jahre (oder Jahrzehnte) das Pendel zu sehr auf die Forderung gelegt: Verändere dich, passe dich an, erweitere deine Möglichkeiten durch Selbstmanagement, mentales Training, Aufbau weiterer Persönlichkeitsanteile, Auflösen alter Muster und Mechanismen und was auch immer. Viele, viele haben es versucht, sich damit beschäftigt und landen DOCH wieder in dem Engpass, der Grübelfalle, kommen nicht weiter. Also REICHT es irgendwie und uns tröstet der Gedanke, wir sind so okay wie wir sind, wir nehmen uns an, wir werden mit uns bester Freund und halten zu uns.
Wie wäre es, wenn dieses "ES RECHT JETZT" auch eine Botschaft ist? Vielleicht des zu viel des Guten? M.E. geht es in dieser Frage nicht um das "entweder Weiterentwicklung oder Selbstannahme", sondern in das Sowohl als auch und das rechte Maß. Mich annehmen UND weiterentwickeln, vielleicht eben gerade dadurch. Die Verantwortung für die Jonglage mit diesen Möglichkeiten gehört m.E. zum Menschsein dazu.
Andererseits bemerke ich auch in meiner Arbeit als "Menschenbegleiterin", das der Druck in Job und Privatleben hoch ist und immer mehr steigt. In sozialen Berufen z.B. gibt es schlechtere Bezahlung und damit auch weniger Freiraum für Regeneration, dafür aber immer mehr Belastung und fordernde Aufgaben. Bewusstes Selbstmanagement soll hier helfen, um sich vor Burnout zu schützen. Aber wann ist das Maß voll? Wird da nicht Unmögliches, d.h. für die viele Menschen nicht machbare Leistung verlangt?
Schauen wir auf das Gefühl des "Es REICHT" und verstehen dieses als Kompetenz, verweist es m.E. auch auf politische Dimensionen, die manchmal vor lauter Selbstmanagement außer Acht geraten.
Andererseits habe ich auch Schwierigkeiten mit Naturellen, die sich nicht bewegen wollen, nicht bereit sind, über die eigenen Strategien nachzudenken und zu erweitern.
Also, finden wir die Balance und die Kraft, Dinge zu ändern die wir ändern können, die Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die nicht zu ändern sind UND die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Herzliche Grüße
Bärbel
hallo bärbel,
dein kommentar ist ganz toll! danke!
auf mich persönlich trifft es total zu, dass ich einfach einen "overload" habe, was sog. selbstveränderung betrifft. ich kann es nicht mehr hören, habe mich jahrelang intensiv damit beschäftigt, wurde immer wieder frustriert zurückgeworfen, da ich unrealistisch hohe ansprüche in mir hatte wekcen lassen...
ich kann kein anderer mensch werden. ich kann mich nicht passend machen für etwas, was sih zwar gut anhört, aber nicht zu mir passt. ich kann mir nur ein leben suchen was zu mir passt, so wie ich jetzt schon bin.
aber natürlich habe ich einen ganz persönlichen einflussbereich, der sich nutzen und erweitern lässt. heutige "selbsthilfe"(erfolgsbücher und so weiter) wekct aber oft viel zu absolute und unrealistische erwartungen, die nichts mehr mit der einzelnen individuellen persönlichkeit und dem tatsächlich machbaren zu tun haben.
meiner meinung gibt es keine allgemeingültigen regeln für erfolg und glück.
Danke ! Ein toller Beitrag ...Gegen etwas anzukämpfen, sei es ein Verhalten oder eine Situation , lässt uns noch mehr daran kleben. Annehmen, loslassen und sich selbst lieben ... das beendet den Kampf. Muss gestehen, dass ich mich bei einigen Themen doch noch in Kämpfe verwickeln lasse * smile
Ich finde die ZZL-Seiten sehr wichtig und gut, und möchte Kontakt mit den anderen Lesern bekommen.
Ich möchte mich NICK anschließen.
Es kommt darauf an, was man möchte! Sich selbst zu ändern kann man nur aus eigenem Antrieb erfolgreich tun. Sich selbst ändern heißt, Denken, Verhalten und Gefühle ändern, um sich selbst besser zu fühlen oder zu mehr zu erreichen.
Natürlich sind Titel im Imperativ auch missverständlich, im Grunde geht es aber denke ich darum, anderen eine Hilfe zu sein.
Ich bin auch therapieerfahren und habe niemals auch nur im Entfertesten eine Machtausübung oder Manipulation erlebt. Im Gegenteil, es ging immer darum, eigenes Verhalten zu verstehen, eigene Gefühle zu verstehen und zu lernen, damit umzugehen. Und das hat mir sehr geholfen. Ich würde es jedem empfehlen - sofern er diese Arbeit an sich selbst wirklich tun möchte! Denn nur dann macht sie Sinn.
Gegen etwas anzukämpfen innerlich und innere Widerstände zu spüren ist doch völlig in Ordnung. Nicht nur das, es ist ein sehr wichtiges Signal, um uns zu schützen vor Belastung, Schmerz etc. Wichtig ist, den Widerstand wahrzunehmen und ihn dankend anzunehmen als Teil unseres Wesens, um dann zu schauen, woher er kommt. Dann kann ich damit arbeiten.
Konkrete Beispiele wären hier wirklich hilfreich.
Ich habe hier nicht alle Beiträge ganz durchgelesen.
Aber ich kann einen kleinen Tipp dazu beitragen. Loslassen und verändern beginnt bei mir im Kopf mit dem Satz: ALLES HAT SEINE ZEIT! Wenn mir Menschen oder Gewohnheiten nicht mehr in den Kram passen - DANN HATTEN SIE BIS DAHIN IHRE ZEIT! (Bei mir oder mit mir) Der Glaube daran hat viel bewegt in meinem Leben.
Bleib DU selbst. Keiner kann es besser!
Das ist mein Lebensmotto! Gott, wäre es langweilig, monoton, abartig, wenn wir alle gleich wären und alle gleich handeln "müssten". Der Artikel ist hervorragend! Man sollte über die Sucht dieser sogenannten "Selbsthilfebücher" berichten, die mehr Schaden statt Hilfe zufügen können. Man erwähne nur das Buch von Rhonda Byrne "the secret" - wo führt das Ganze hin! Bleiben wir doch mit beiden Füssen auf den Boden und geniessen das Leben, so wie es ist und wie WIR sind, einzigartig.
Letztens habe ich in der Serie "Desperate Housewives" einen Satz gehört, den ich mir sofort aufschreiben musste: "Ich brauche niemanden, der mir sagt, wie ich mich fühle!"