Manchmal sperren wir uns selbst in einen Käfig
Von Ralf Senftleben • 84 Kommentare
Waren Sie schon mal in einer Situation, in der Sie unzufrieden oder unglücklich waren, in der Sie aber verblieben sind, weil alle Alternativen dazu noch schlimmer erschienen? Ich vermute, dass die meisten von uns schon mal in einer solchen Situation gesteckt haben.
Nehmen wir ein typisches Beispiel: Jemand hat einen Job, bei dem er schon morgens um 9:15 Uhr anfängt auf die Uhr zu schauen, obwohl er erst um 9:00 Uhr gekommen ist.
Der Job ist fürchterlich. Die Arbeit langweilig. Der Chef… na ja, Sie wissen schon…
Und das geht nun schon seit 5 Jahren! Aber es gibt schließlich auch gute Gründe dafür, in diesem Job zu bleiben:
Ich muss z. B. in meinem Job bleiben,
- weil ich meine Familie ernähren muss,
- weil meine Familie es nicht verstehen würde, wenn ich beruflich noch einmal anfangen würde,
- weil ich weniger Geld verdienen würde,
- weil das doch alles unrealistisch ist,
- weil ich bestimmt keinen anderen Job finde,
- weil ich es sonst bestimmt noch schlechter treffe,
- weil ich mich nicht traue, einfach zu kündigen,
- weil meine Kollegen sonst enttäuscht sind,
- weil es ja hier eigentlich ganz bequem ist
- usw. usw.
Das Gemeine an solchen Gründen ist, dass viele davon nur auf unbewiesenen Vermutungen beruhen. In vielen Fällen wissen wir nicht, ob die angenommenen Gründe auch wirklich stimmen. Da sind wir wieder beim Thema letzter Woche, wo es darum ging, dass vieles was wovon wir überzeugt sind, einer genaueren Überprüfung nicht stand hält.
Versteht meine Familie es wirklich nicht? Habe ich sie denn gefragt? Ist es wirklich so, dass ich hinterher weniger Geld verdiene? Oder verdiene ich langfristig gesehen sogar mehr? Sind meine Kollegen wirklich enttäuscht? Und wenn, ist das mein Problem? Muss ich wirklich meine Familie ernähren oder kann das vielleicht übergangsweise mein Partner übernehmen? Oder kann mir ein Verwandter für die Übergangszeit Geld leihen?
Wenn wir ehrlich mit uns sind, dann haben wir meistens eine Menge Gründe für unser Tun, die bei genauerem Hinsehen einfach nicht wahr sind. Oder unsere Gründe sind übertrieben, stark verallgemeinert, unbewiesene Vermutungen oder durch ein bisschen Überlegen ziemlich leicht auszuheben.
Wie ist das bei Ihnen? Sind Sie gerade in einer Situation, die Sie sich anders wünschen würden? Und bleiben Sie trotzdem in dieser Situation, weil es ja schließlich gute Gründe dafür gibt oder weil es eben nicht anders geht? Dann möchte ich Sie dazu einladen, Ihre Gründe mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
- Suchen Sie die Gründe, die gegen die Veränderung sprechen.
- Und dann überprüfen Sie jeden der Gründe, indem Sie fragen:
- Ist das wirklich wahr?
- Kann ich das wirklich wissen, dass es so kommt?
- Gäbe es hier vielleicht auch andere Möglichkeiten?
Wenn Sie sich diese Fragen zu Ihren Gründen stellen, dann kann es passieren, dass sich der eine oder andere Grund dabei in Luft auflöst. Und dann sind Sie der Freiheit wieder ein kleines Stück näher gekommen.





Hallo
ich denke es hat auch immer etwas mit der Angst zu tun, dass man etwas verlieren könnten.
Persönlich frage ich mich " Was kann ich dazu gewinnen?"
Loslassen ist nicht immer einfach und Verständnis für das Verhalten zu bekommen noch weniger, die weiß ich aus Erfahrung.
An einer Stelle meines Lebens bin ich das Risiko eingegangen, als ich feststelle, dass es im Leben keine Sicherheiten gibt außer mich selbst.
Ich sagte mir no risk no fun! Oder auch wagste nix - gewinnste nix. Ok! Ich riskiers!
Zurückblickend kann ich sagen: Es hat sich gelohnt! Mit jedem Stück ja zu mir selbst bin ich ein Stück dem näher gekommen, was ich wirklich leben will.
Andererseits habe ich Menschen erlebt, die diesen Schritt nicht wagten, dabei standen die Voraussetzungen für ein wunderbares Gelingen und den Erfolg sehr gut. Sie sind nicht losgegangen und verharrten. Sie verharren heute noch und sind unglücklicher und unzufriedener denn je.
Wissen, wie es sich anfühlt, den Schritt zu wagen kann man nur, wenn man es auch ausprobiert hat!
Herzliche Grüße
Ursula
»»Wissen, wie es sich anfühlt, den Schritt zu wagen kann man nur, wenn man es auch ausprobiert hat!««
Genial! Es dauert sicher lange bis man zu so einer bahnbrechender Erkenntnis gelangt.
Gruß von einem höchstgradig verzweifelten der all die Tipps seid Jahren nicht umsetzt. Es brodelt in mir wenn ich sowas lese.
Hallo Michael,
schade, du scheinst sehr viel deiner Energie in selbstbemitleidende Kommentare zu stecken. An anderer Stelle las ich von dir, dass du dir Tipps zur sofortigen und
100%igen Lösung deiner Probleme von Tania und Ralf wünschst. Dabei weißt du selbst, dass es keine Instant - Lösungen gibt, du hast ja schon viel ausprobiert.
Schau dich doch mal bei Zeit und Leben um, es gibt jede Menge hilfreicher Artikel über viele Lebensbereiche über Einstehllungen usw. Dass da nichts dabei sein sollte,
den ersten Schritt, in eine von dir gewünschte Richtung zu gehen, ist für mich gar nicht vorstellbar.
Bei dir hab ich den Eindruck, dein Leben soll sich sofort zum Positiven hin verändern, doch bitte ohne Eigenbeteiligung. Weckt mich, wenn es soweit ist.
Liebe Grüße ~ Irmy
Was weißt Du schon über meine Lebensweg und was ich schon versucht habe und wenn man feststellt das sich seid JAHREN eben wirklich NICHTS in meinen EINSTELLUNGEN zum positiven ändern dann kann ich nur sagen das ich echt kurz vorm ausrasten bin. Ich wünsche mir keine Instantlösung aber es kotzt mich einfach tierisch an, das NICHTS aber auch wirklich NICHTS sich in meinen tiefen Überzeugungen ändert.
Weißt Du wenn ich solche Tipps höre oder lese, das ist wie als wenn im Gefängnisvorhof eine Samba Gruppe tanzt und sing : Guck mal ist das Leben schön und ich durch das Gefängnisfenster zugucken muss.
Hallo Michal,
natürlich kenne ich deine Lebensumstände nicht, ich beziehe mich nur auf das, was ich hier von dir lese. Mir ist eben auch deine negative Einstellung zu dir selbst und möglichen Hilfsangeboten aufgefallen.
Was willst du wirklich?
Über die Möglichkeit, dir professionelle Hilfe zu suchen, weißt du sicher Bescheid. Hilft es dir, wenn dir ja sonst nichts zu helfen scheint, wie du sagst, hier zu jammern?
»»Mir ist eben auch deine negative Einstellung zu dir selbst und möglichen Hilfsangeboten aufgefallen. ««
Prima. Gut erkannt. Und die konnte ich bisher auch noch nicht ablegen. Die paar wenigen Stärken die ich bei mir finde kann ich nicht wertschätzen. Wenn ich die Eigenschaften die ich an mir mag auf eine Wage legen würde, dann wären auf der Seite 50kg und auf der Seite welche Eigenschaften ich nicht mag wären 5 Tonnen.
»»Was willst du wirklich? ««
Am liebsten würde ich ja schreiben anders sein als ich bin aber ich denke am meisten wäre mir geholfen mich selbst und meine guten Eigenschaften wertschätzen zu lernen aber im Moment bin ich eher näher am Grab als sonst wo. Mich macht das alles furchtbar zornig. ES ist tatsächlich so, als würde ich aus einem Gefängnisfenster heraus beobachten wie andere das Leben genießen. Schon alleine dieser kleine Satz meine negative Einstellung zu mir bringt mich auf 180 weil es STIMMT und viele Therapien genau das Gegenteil bewirkt haben nämlich das meine negative Einstellung zu mir selbst noch SCHLIMMER wird. Wie sollte ich auch eine positive bekommen wenn man immer nur auf meinen schlechten herum hackt. Verdammte Scheiße ich bin einfach nur hochgradig verzweifelt
Hallo Michael,
ich bin Irmy.
Weißt du ich denke, es ist deine ~Leidenschaft~ dich selbstquälerisch im Kreis zu drehen. Das lass ich dir. Diese Tendenz hab ich überhaupt nicht, deshalb beende ich
unseren Dialog.
Alles Gute für dich!
Irmy
Fragt sich nur wer am Ende zufriedener lebt die Menschen die hier im Internet solch weise Sprüche klopfen wie diesen hier:
»Wissen, wie es sich anfühlt, den Schritt zu wagen kann man nur, wenn man es auch ausprobiert hat!«
ich kenne in meinem Umfeld genügend Menschen die machen sich über solche Dinge nicht die geringsten Gedanken und auf mich wirken sie alles andere als unglücklich und deshalb habe ich auch erstmal ZZL als meine Startseite entfernt bevor ich mich noch mehr aufrege.
Hallo Michael,
sehr schade, wenn Du Dich missverstanden fühlst und dies für Dich ein Grund ist, ab sofort diese Seite zu meiden.
Ich glaube einfach eine Chance weniger auf Veränderung.
»Wissen, wie es sich anfühlt, den Schritt zu wagen kann man nur, wenn man es auch ausprobiert hat!«
Auch wenn Du diesen Spruch als Phrase abtust, ich kann ihn nur bestätigen, dass es so ist, selbst dann, wenn er nicht zum Erfolg führt - will mal sagen, den erhofften, ist ja noch nicht aller Tage Abend.
Ein Rückschritt ist ja nicht zwangsläufig ein Misserfolg, gibt jedoch eine Chance für Kurskorrekturen.
Von einer, die sich vor Jahren auf den Weg gemacht hat,
immer öfter dem Pessimismus etwas mehr Optimismus zu entlocken und ich habe viele Kämpfe gefochten mit mir und meinen Gedanken.
Und ich weiss sehr wohl wie es sich anfühlt, wenn man mit dem Rücken an der Wand klebt und kaum den Funken Licht am Ende des Tunnels sah.
Ich danke meinen Freunden, die für mich da waren und sind, wenn ich mich so gefühlt habe wie Du es hier schreibst.
Sie schenkten Halt, doch meinen Weg kann nur ich gehen,
sofern ich meine Bedürfnisse achte.
Ja ich habe viel Lehrgeld gezahlt und doch ist die Lust auf das Leben, mein Leben zu gestalten und eine optimistischere Ader pulsieren zu lassen, stärker denn je.
Bei manch anderem, gehen Veränderungen schneller, ich kann akzeptieren, dass ich mich da wohl im Schneckentempo und zu oft noch im Kreis bewege, auch Schnecken werden ans Ziel kommen, wenn sie den Kreisverkehr verlassen, sie werden mal ruhen und glauben nichts geht und dann geht es doch weiter.
Ich bin offen für Neues, weil ich Veränderungen für mein Leben suche und dafür erscheint es mir wichtig, dieses Neue ohne Vorbehalte anzunehmen und dann zu sehen, gibt es da etwas für mich.
Wenn nicht, dann kann ich warten, ob mich etwas anderes anspricht. Wenn die Zeit reif ist dafür, wird es klick machen und es fühlt sich für mich immer besser an, das Heute zu sehen und einfach zu leben.
Ich würde mich gern mal mit Dir unterhalten, einfach so, sofern Du eine Unterhaltung ohne Vorbehalte für wünschenswert erachtest und andere Meinungen einfach ohne Wertung akzeptieren könntest. Sie könnten ja auch den eigenen Horizont erweitern, mir geht es oft so.
Meine email-Adresse ist hier bekannt und Du kannst sie dir gern mitteilen lassen. Einfach Tania Konnerth oder Ralf Senftleben anfragen, sie ist hier hinterlegt.
Bis später mal.
Ich fühle mich eher provoziert denn missverstanden weil es mir seid Jahren einfach nicht gelingt meine Einstellung zu mir selbst und zum Leben zu ändern. Das bedeutet das ich scheinbar zu doof dazu bin. JA. Provoziert fühle ich mich. Ich weiß das es nicht mehr lange dauert bis zum total Ausraster. Seid Jahren gelingt es mir nicht eine liebevolle Einstellung zu mir selbst und zum Leben zu bekommen. Es ist doch völlig logisch das man immer zorniger wird wenn man liest man muss die Dinge *einfach* nur wagen. Paradox ist es sich liebevoll zu betrachten wenn man seid Jahren merkt das man auf der Stelle trampelt oder gar Rückschritte macht. Ich bin einfach auf 100 000
»Sie schenkten Halt, doch meinen Weg kann nur ich gehen,
sofern ich meine Bedürfnisse achte.«
Es gibt aber auch Bedürfnisse die kann ich mir NICHT alleine erfüllen da bedarf es des Willen eines anderen Menschen und wenn diese Bedürfnisse JAHRZEHNTE lang in keinster Weise erfüllt werden dann wird man auch so wie ich.
Michael, Du schreibst selbst, Du fühlst Dich provoziert.
Es ist Dein Gefühl wie Du Worte aufnimmst.
Ich glaube, es sind Gedanken von Menschen, die die Situation wie sie Deine Worte verstehen (als Hilferuf auf Veränderung) aus Ihrem eigenen Erleben und ihren eigenen Gefühlen ändern würden. Der Weg dahin ist z.B. für mich der richtige und könnte für Dich auch der Weg sein, muss aber nicht Dein Weg sein, weil nur Du weisst, was Du möchtest.
Somit bleibt es ein Gedanke eines fremden Menschen, der sich Zeit nimmt Deine Situation zu verstehen und glaubt, Dir einen Gedanken zu schenken, der Anregung sein könnte ihn einfach als diesen Gedanken zu betrachten und zu fühlen, sagt er mir etwas oder eher nicht, mehr nicht und schon gar keine Provokation.
Wie will man sich unterhalten, wenn jedes Wort eines Andersdenkenden bereits eine Abwertung oder Provokation unterstellt wird. Es ist auch ein scheussliches Gefühl für denjenigen, der sich aus bestem Bemühen, seine eigenen Erfahrungen wohlgemerkt, teilt, sich öffnet und somit auch verletzlich macht, weil er selbst als Provokateur bezeichnet wird.
Kam bei Dir schon mal ein Gedanke auf, wie sich "DEIN" Provokateur fühlen könnte?, der aus freien Stücken Hilfe anbot.
Wo bleibt Dankbarkeit - einfach anzuerkennen, es war ein Geschenk ganz allein für mich. Ein Geschenk von Herzen, was unerwartet kam und ohne Erwartung, dass mir ein Gegengeschenk gemacht wird. Mein Geschenk ist es, wenn ich hilfreich sein konnte bzw. wenn meinem Hilfsangebot Achtung geschenkt wird, eine Unterhaltung auf gleicher Augenhöhe möglich ist, wertfrei. Ein Austausch unterschiedlicher Gesichtspunkte zu einem Thema. Es gibt halt viele Wege, die nach Rom führen und auch Umwege können reizvoll sein und bereichern.
Es kommt einfach auf meinen eigenen Blick an, gehe ich offen oder mit Vorbehalten in ein Gespräch.
Ich kann mich noch sehr gut an meine missglückten Versuche erinnern, in einem Buch, wo es zwei Bilder gab.
Und zwei Sichtweisen von Studenten, die einen entdeckten im Bild eine Alte Frau. und ein Teil sah im gleichen Bild eine junge Frau. Ich konnt mich noch so sehr anstrengen und die Konturen im einzelnen fast nachmalen, ich sah immer wieder die alte Frau und war fast am verzweifeln, weil ich wusste, dass es stimmen muss, was da geschrieben stand.
Ich lies es einfach im Raum stehen und las dieses Buch weiter.
Nach ein paar Tagen schaute ich die Bilder wieder mal an, weil es mir keine Ruhe lies und plötzlich sah ich diese junge Frau beim ersten Blick.
Für mich ein tolles Aha-Erlebnis - das Verständnis - zu begreifen, dass ich aus allem, das Positive entdecken kann, auch wenn es mir im ersten Augenblick anders erscheint. Es kommt auf meine innere Einstellung an.
Für mich plötzlich der Weg innerlich ruhiger zu werden.
Und ich bin dankbar, mich selbst auf dies Buch eingelassen und den Worten Glauben geschenkt zu haben.
Ich selbst bin ein Mensch, der vielen guten Gedanken, ein aber...anhängt. Mir selbst, war dies nie bewusst, ich hab mir dies auch immer angehört. Jetzt fällt es mir öfter selbst auf, vor allem beim Schreiben, dann kann ich über mich selbst Schmunzeln, weil ich plötzlich nach dem Wort aber...den SAtz beenden kann oder ihm eine andere Richtung gebe, die Möglichkeit, eine Lösung zu finden.
Und ich bin den Menschen sehr dankbar, die mich mit meinen Macken annehmen konnten und sich nicht verletzt fühlten, dass ich stur war, zweifelte, meine "Aber" immer noch erschienen und ihre Meinung weiterhin kundtaten. Dies sehe ich als Ihre Stärke an, Ihr Selbstbewusstsein, Ihre Freundschaft, mir nicht zum Mund zu reden und zu wissen, wenn man Änderung sucht, wird man früher oder später seinen Weg finden und bis es soweit ist, schenke ich Halt, bin ich Ansprechpartner, wenn der Wunsch auf Unterhaltung gesucht wird.
Und ich sehe mich da noch immer am Anfang auf meinem Weg.
"Es gibt aber auch Bedürfnisse die kann ich mir NICHT alleine erfüllen da bedarf es des Willen eines anderen Menschen und wenn diese Bedürfnisse JAHRZEHNTE lang in keinster Weise erfüllt werden dann wird man auch so wie ich."
Sicher gibt es Bedürfnisse, die man sich alleine schenken kann, aber zu zweit ausgelebt sehr viel schöner sind,
dem Herz und der Seele mehr entsprechen.
Und es einem Wunder gleich kommt, wenn mir dieser Mensch begegnet. Der ebensoviel Lust darauf verspürt, Zeit gemeinsam zu geniessen, zu gestalten und sehr schön eine gewisse Nähe miteinander teilen zu können.
Das Menschen so werden wie Du - ist eine Vermutung Deinerseits, Du kannst dies nicht wissen, ob der Mensch, dieses Dein Bedürfnis sucht.
Du kennst nur Dich wirklich oder bist auf dem Weg, Dich zu sehen, zu fühlen, deinen Bedürfnissen Raum zu schenken, sie zu leben. Du kannst nur für Dich sprechen.
Was Andere betrifft, liest Du den Kaffeesatz zwischen den Zeilen, doch wissen kannst Du nicht und schon gar nicht, dass dies, was man glaubt im Anderen zu sehen, wahr ist.
Er bleibt ein Spiegel meiner Seele.
Und dies ist gut zu wissen, erfahre ich doch, wie unbewusst meine Gedanken fliehen.
Und ich habe schon vielen Unrecht getan, weil ich versucht habe zwischen den Zeilen zu lesen. Es kann richtig sein, wenn ich meiner Intuition vertraue.
Am meisten habe ich mir selbst unrecht getan, mich gestresst, mir ein Bein gestellt, mich in meinen eigenen Gedanken gefangen, den Abzweig aus dem Kreisverkehr nicht gefunden, meinen roten Faden des Lebens gesucht, meine Aufgabe im Leben.
Ich bin noch immer auf der Suche und ich glaube daran,
noch lernfähig zu sein - schmunzel - weil ich mir meine Offenheit bewahre.
Ich erfahre so immer öfter, was ich nicht mag, lerne mich selbst besser kennen und glaube daran, dass es einfach neue Wege gibt, die meinen Gefühlen besser entsprechen werden, wenn noch nicht heut, dann morgen, es wird....
Allen einen wunderschönen Sonntag, war ein toller Sonnenaufgang.
PS: Vor Jahren hat mir ein Freund mal gesagt,
Geduld ist eine Tugend, die man lernen kann.
Wo ich so ungeduldig bin.
Doch ich weiss, dass es so ist, habs erst gestern wieder an mir selbst erfahren. Ich wollte nicht geduldig sein, die verschobenen Gegebenheiten anerkennen und meinen Kopf durchsetzen, weil ich geordnete Arbeitsbedingungen nach einem Umzug brauche. Es sollte nicht sein, es ging schief und als Denkzettel auch noch ein Schaden, der mich so geärgert hat, dass ich wütend war mit mir, dies rauslies und noch dazu die empfangene Mithilfe minderte. Ein scheusliches GEfühl, es ist passiert, kann es nicht rückgängig machen. Mich entschuldigen für meinen Unmut.
Doch mein Grummeln änderte nichts an der Situation.
Jetzt übe ich mich in Geduld und erledige zwischenzeitlich etwas anderes.
Alles braucht seine Zeit, man kann nicht einfach einen Schritt überspringen, er holt mich wieder ein und lehrt mich, ihn noch einmal zu gehen, mit der Hoffnung achtsamer zu sein, geduldiger.
"man muss die Dinge - einfach - nur wagen"
Ja Michael - so ist es - einfach wagen, wenn es mir oder Dir ein Bedürfnis ist, einfach Dinge zu tun, weil ich Lust drauf habe.
Und weil ich dies Bedürfnis hatte, etwas zu wagen, kann ich auch manchmal daraus resultierende Fehler besser akzeptieren. ich brauche nichts zu bereuen.
Und für mich hat das Wort EINFACH eine grosse Bedeutung erfahren. Weil ich glaube, dass mein Denken bisher immer gehakt hat, ich mich im Kreise gedreht habe, weil ich nicht glauben konnte, dass vieles, was ich ändern möchte - so EINFACH sein kann. Weil ich dem Wort EINFACH - keinen Wert beigemessen habe. Einfachheit und Glücksgefühl für mich nicht stimmig schienen.
Das Dinge einfach geschehen, wo ich die Kompliziertheit in den Dingen entdecken wollte, gesucht habe, das komplizierte zu verstehen, wo es nix kompliziertes gibt.
Wenn ich für mich definieren kann, was mir für mein Leben wesentlich ist, welche Bedürfnisse ich habe und diese Bedürfnisse anerkennen kann und nicht missachte,sie lebe - erscheint mein Leben immer öfter in einem andern Licht - mir fallen Lasten ab, weil ich loslassen kann, mein Leben wird leichter und einfacher.
Es klingt sicher etwas abgefahren,
je mehr ich loslassen kann, um so leichter fühle ich mich, mein Leben wird einfacher und doch fühle ich mich reicher,
weil ich mein Gefühl innerer Zerrissenheit auflösen kann und mich meinem Gefühl nach Ganzheit wieder nähere.
Ich fühle mich jetzt auf meinem Weg - wohl wissend, dass noch der eine oder andere Stolperstein wartet, doch ich habe die Kraft wieder aufzustehen.
Und diese Kraft finde ich wieder in mir selbst.
Dafür bin ich sehr vielen Menschen, Freunden (auch virtuellen - nie real begegneten) dankbar.
Und auch mir selbst bin ich wieder dankbar, weil ich sehr viel Lust verspüre, dieses Geschenk Leben zu leben.
Einfach mit meinen Gedanken und Gefühlen im HEUTE sein, bei mir.
Hallo Michael,
warum willst du eigentlich deine Einstellung zu deinem Leben ändern?
Welchen Genuss /welche Vorteile hast du davon, so zu sein, wie du heute bist?
»»Das bedeutet das ich scheinbar zu doof dazu bin.««
Das sehe ich nicht so, sondern es scheint mir eher ein Hinweis darauf zu sein, dass dies für dich nicht die richtige Lösung ist, oder dass der Weg nicht attraktiv genug für dich ist.
Anstatt dich immer wieder damit zu frustrieren, dass du nicht bist, wie du sein solltest(wer entscheidet das eigentlich?), wäre es ein anderer Weg zuerst einmal zu akzeptieren wie du bist.
Was alle anderen hier schreiben kann immer nur ein sehr individueller Weg sein, der für den/die passt, die ihn gegangen sind. Es gibt keine allgemeingültigen Lösungen.
Just my two cents
murphy
Ich habe in diesem Zusammenhang mit Teilnehmern eines Projektmanagementseminars ein Entscheidungsmodell entwickelt, daß wir PAMIR-Modell nannten.
PAMIR bedeutet:
- Plus
- Annahmen
- Minus
- Interessant
- Risiko
Das Modell basiert auf dem PMI-Modell von DeBono. Wir hatten das zu folgender Tabelle erweitert:
Plus | Minus | Interessant |
Ppunkt|Ann.|Ris.|Mpunkt|Ann.|Ris.|Ipunkt|Ann.|Ris.|
(Ich hoffe,die Darstellung klappt einigermaßen.)
Das heißt, war hatten eine Tabelle mit 9 Spalten. Die Pluspunkte, Minuspunkte und Interessepunkte haben wir in der Gruppe mit Hilfe von ABC-Listen ermittelt (nach Vera F. Birkenbihl). Man kann auch Brainstorming machen.
Danach hatten wir eine Reihe von Eintragungen. Als nächstes hatten wir dann versucht herauszufinden, welche Annahmen wir gemacht hatten. Und als letztes haben wir eine Risikobewertung vorgenommen, das funktionierte am besten mit Werten zwischen 0 und 9 ( 0=kein Risiko, 9=inakzeptables Risiko ).
Dieses Modell liefert in der Regel - wenn es sorgfältig gemacht wird! - wichtige Aussagen zu Entscheidungen.
Also, wenn ich in meinem Job unzufrieden bin, dann mache ich eine PAMIR-Liste und kann dann eine fundierte Entscheidung treffen.
Warum bleibt man in einer Situation, die nicht gut für einen ist? Mir geht es aktuell so, dass ich mit mir kämpfe, ob bzw. wie ich eine Beziehung/Freundschaft/Affäre (irgendein Mittelding) beende.
Ich weiß, dass es mir so wie es ist auf Dauer nicht gut tut. Ich weiß auch, was und wie es funktionieren könnte. Und ich weiß, dass das im Augenblick nicht möglich ist, weil noch zu vieles an ungeheilten Verletzungen da ist. Ich will es beenden, doch ich merke, dass das Ziel der Knackpunkt ist. Will ich es beenden, weil es gut für mich ist? Oder will ich es beenden, weil ich damit eigentlich gleichzeitig etwas Neues mit dem anderen beginnen will, was aber im Augenblick gar nicht geht?
Ganz tief in mir weiß ich, dass ich es für mich beenden muss. Ich weiß, dass ich dabei auch eine Freundschaft beenden muss. Endgültig Abschied nehmen. Das tut weh. Tue ich es nicht, tue ich mir auch weh. Es ist also momentan die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub.
Ich habe natürlich keine Ahnung, was die Zukunft bringt. Klar ist mir, dass es mir auf jeden Fall besser damit gehen wird, wenn ich auf mich aufpasse. Ich habe allerdings noch Angst davor, alle Brücken zum anderen abzubrechen. Das wiederum ist das, was ich nicht wissen kann. Aber ich möchte mich mit dem Bewusstsein entscheiden, dass das die Konsequenz sein kann, die dann auch für mich o.k. ist. Keine Erwartungen und Hoffnungen mehr, was das Verhalten einer anderen Person angeht. Nur so ist das stimmig. So weit bin ich noch nicht.
Da ich Gott sei Dank einen wunderbare Therapeutin habe, bin ich zuversichtlich, dass ich mich für mich entscheiden werde.
Also: es ist tatsächlich die Angst vor Folgen, die ich nicht kenne und nicht kennen kann. Wie schaffe ich Raum für etwas Neues und lasse gleichzeitig die Vorstellung los, wie das Neue auszusehen hat?
Lieben Gruß
Sanne
Hallo Landtraum :
»Ja Michael – so ist es – einfach wagen, wenn es mir oder Dir ein Bedürfnis ist, einfach Dinge zu tun, weil ich Lust drauf habe.«
Und wenn einem sowas jahrelang immer wieder eingehämmert wird und ich eben NICHTS wage ist es eine Teufelsspirale nach unten bei der zwangsläufig die Selbstachtung völlig nach unten sinkt. Letztendlich kann man doch die ganzen Tipps und Ratgeber auf einen Satz zusammen fassen. "Es gibt nichts gutes, außer man tut es" und da ich diesen Ratschlag seid Jahren aus irgendwelchen Ängsten nicht umsetze kann ich auch keinen liebevollen Blick mehr auf mich richten und fühle mich durch solche Sätze provoziert ist doch logisch oder?
Hallo Murphy
»warum willst du eigentlich deine Einstellung zu deinem Leben ändern?«
Weil es mir erstens immer wieder eingehämmert wurde und zweitens weil ich mir mit sowas eben ständig selbst im Wege stehe. Was nützt mir eine negative Einstellung? NICHTS. Aber ich werde sie leider nicht los.
»Welchen Genuss /welche Vorteile hast du davon, so zu sein, wie du heute bist?«
Die Frage ist sehr gut. Da werde ich noch mal drüber nachdenken. In erster Linie habe ich bestimmt den "Vorteil" das ich mich keinen Konflikten aussetzen muss und mich nicht weiterentwickle. *Ironie aus*
»Anstatt dich immer wieder damit zu frustrieren, dass du nicht bist, wie du sein solltest(wer entscheidet das eigentlich?), wäre es ein anderer Weg zuerst einmal zu akzeptieren wie du bist.«
Ich bin davon felsenfest überzeugt, das das der einzige Weg zur Zufriedenheit ist. Dieses sich selber akzeptieren gelingt mir aber leider nicht. In einer Klinik hat man mir das spät abends auch mal gesagt ich solle mich akzeptieren wie ich bin. Bezeichnenderweise war der *allererste* Gedanke am nächsten Morgen als ich wach wurde : NEIN, NEIN NEIN. Ich kann mich so nicht akzeptieren. Wo kommt nur ein sooo gestörtes Verhältnis zu mir selbst her? Ich möchte mich bedanken für all die jenigen die mir geantwortet haben und mich entschuldigen das ich dieses Thema so zu meinem gemacht habe. Falls mir noch jemand was antworten möchte ich bin unter discho add freenet.de zu erreichen damit dieses öffentliche rumjammern mal endlich aufhört hier. Allerdings fehlt mir oft die Energie auf längere Mails einzugehen. Ich hätte viel lieber im realen Leben Kontakte als hier vor dem dämlichen PC zu hocken und mir irgendwelche theoretischen Gedankenkonstrukte reinzuziehen.
aus Euren Berichten lese ich den steten "Kampf" mit sich selbst heraus. Die Akzeptanz des eigenen "Ich" ist Grundlage der Selbsterkenntnis, der Weiterentwicklung der Seele. Geduldig muss man sein, sich Zeit geben. Jeder hat ein Teufelchen und ein Engelchen auf den Schultern. Fehler sind all zu menschlich.
Die teilweise Verzweiflung welche aus Euren Zeilen sprechen erschüttert, macht traurig.Jeder muss seinen eigenen Weg finden, gehen, erkennen.
Mir selbst hat das i-net, sehr auch ZZL, in meinen schweren Zeiten geholfen.
Viele Tips passten nicht auf mich, viele Ratschläge halfen nur teilweise, aber doch fand ich stets ein Lichtlein, was mich weiterbrachte.
Meine kleine Schritte-Technik war am hilfreichesten. Konnte, wollte ich aus Angst, oder was auch immer, nicht zu weit in die Zukunft sehen, da diese unvorstellbar für mich war, dachte ich nur an den nächsten Schritt, der nötig war um mein Leben wieder lebenswerter zu machen. Die Seele heilt nur langsam, man muss ihr geduldig Zeit geben. Auch wenn es unvorstellbar ist, es geht doch. Etwas bleibt schon zurück, aber da wir auch lernen können unsere Gedanken zu kontrollieren, zumindest teilweise, können wir auch dazu übergehen diese im rechten Moment zu stoppen und uns zu etwas zuwenden, was uns erfreut, zumindest besänftigt. Wie man mit Agressionen und Wut fertig wird, weiß ich nicht, denn diese Eigenschaften kenne ich nicht als die meinen. Manchmal wäre es hilfreich, mal kurz auszuflippen um dann wieder ruhig zu werden.
Wichtig ist zu lernen in sich zu ruhen. Das Leben wirft uns stets Stolpersteine in den Weg. Um das zu bewältigen sind innere Ruhe und Ausgeglichenheit nur hilfreich.
Allen, welche auch den andauernden "Kampf" mit sich selbst kennen und leben wünsche ich viel Erfolg dabei.
-der Weg ist das Ziel-
In diesem Sinne einen schönen Sonntag
Bine
Lieber Ralf
Zuerst möchte ich an Dich und Tanja ein großes Lob aussprechen für die vielen Vor- und Ratschläge, Gedanken und Fragestellungen.
In deinem Newsletter zum Thema Zufriedenheit, Veränderung und unbewiesene Vermutungen sprichst du den Verstand an. Und der macht natürlich was "ER" will ( unsere berühmtes kleines Teufelchen ) .
Ich habe in den letzten 10 Jahren gelernt, die Dinge zu akzptieren so wie sie sind. Natürlich schalte ich meinen Verstand nicht aus, der Punkt ist, dass er deutlich weniger Gewichtung bekommt. Dadurch kommen unglaubliche Energiepotentiale zustande. Zudem vertraue ich mehr und mehr auf meine innere Führung und lasse mich mehr und mehr von Ihr leiten. Auf einmal entdeckst du, dass wesentlich weniger Widerstände in deinem Leben aufkommen und sich derartige Fragestellungen, wie im Newsletter beschrieben, keinen Platz mehr finden.
Sehr hilfreich waren die Bücher von Eckhart Tolle ( vor allem das Buch mit dem Titel: Jetzt, die Kraft der Gegenwart) Dieser Weg passt derzeit zu mir, mal schauen, wann eine neue Abzweigung kommt, ich freue sehr darauf.
Wichtig ist mir zu sagen, dass auch dies nur eine Möglichkeit und ein Weg ist unter Millionen anderer Möglichkeiten.
Herzliche Grüße
Gerhard
PS: mehr demnächst auf meiner Webseite
Hallo
es gab eine lange Zeit in meinem Leben wo ich auf der Suche war. Ich suchte, um zu finden was ich "zu Tun liebe".
Gefunden habe ich die Erkenntnis es ist besser zu "lieben was ich Tue".
Lange habe ich mit diesem Satz gehadert, doch langsam erfüllt er mich mit Gelassenheit und Zufriedenheit.
Jetzt hetze ich nicht mehr, sondern bemühe mich jeden Handgriff liebevoll auszuführen. Gelingt nicht immer, doch es fühlt sich gut an wenn es mir bewusst wird.
Helga
Hallo!!
Zunächst möchte ich vor allem "landtraum" meine Anerkennung für die langen und wirklich engagiert ausgeführten Kommentare aussprechen. Mir kommt es so vor, als ob du einen Kampf und den mit viel Überzeugungswillen führst, den eigentlich der Michael selbst führen sollte.
Zu dessen Worten fallen mir solche Headlines ein wie - "Die Angst vor einem möglichen Erfolg" (wie wäre es für ihn, wenn es ihm plötzlich richtig gut ginge - ), "Depression ist eine Sucht" - er braucht und zieht sich anscheinend allmorgendlich seine Tasse "Depresso" rein.
Ist dir, Michael, schon einmal der Gedanke gekommen, dass dieses Gefängsnis, hinter dessen Gittern zu dich siehst, real gar nicht existiert, sondern dass du es dir selbst gebaut haben könntest - vielleicht umgekehrt eher als Schutz vor deiner Außerwelt, der du dich auf diese Weise womöglich entziehst?
Möchtest du wirklich aus dieser Welt gehen mit der Vorstellung, dass du dir alle Gelegenheiten hast entgehen lassen, ohne sie überhaupt kennen zu lernen und die du abgelehnt hast, ohne sie wirklich ergriffen zu haben? Keiner kann Erfahrungen für dich machen, sie dir vorweg nehmen, das musst du schon selbst tun. Und genauso wenig kann keiner für dich dein Leben leben, dieses Geschenk behandelst du bisher ebenso achtlos wie dich selbst. Natürlich kannst du dich verabschieden, das ist deine Entscheidung, auch wenn dies hart klingt, dann hast du endlich recht mit deiner Überzeugung, du bist du doof für diese Welt. Was du bis jetzt perfekt kannst, ist deine Zeit zu verplampern mit deiner Suche nach Argumenten, die dich in deinem Selbsthass bestärken, und dafür gibst du auch noch Gott und der Welt die Schuld. Ich wünsche dir, dass du eventuell doch klug genug bist, um endlich zu begreifen, dass das Leben ungerecht, unabwägbar ist, dass wir keinen Anspruch darauf haben, dass das, was wir als Geschenk und Chance mitbekommen haben, gleichzeitig eine Eintrittskarte zu weiteren Vergünstigungen ist. Dass wir aber eine Verantwortung für uns haben, und damit auch die Freiheit , uns um die Dinge, die das Hiersein auf diesem Planeten lebenswert machen, zu bemühen, sie uns zu erkämpfen, und die dann, wenn wir sie aus eigener Kraft erreicht haben, für uns wertvoll werden. Lies´ mal das Buch "Der kleine Prinz" von Saint-Exupéry und dort das Kapitel, wo er über den Wert seiner Rose spricht. Vielleicht verstehst du dann, was ich und die Mehrzahl der Kommentatoren auf dieser Seite meinen.
»Ist dir, Michael, schon einmal der Gedanke gekommen, dass dieses Gefängsnis, hinter dessen Gittern zu dich siehst, real gar nicht existiert, sondern dass du es dir selbst gebaut haben könntest«
Diesen Satz meinst Du jetzt nicht wirklich ernst oder? Sorry für wie blöd hälst Du mich eigentlich?
Hallo zusammen,
zu den hier geführten Kommentaren,die ich nicht alles ganz gelesen habe, möchte ich nur anmerken, daß ich die geschilderten Situationen nur zu gutkenne.
Ich kam irgendwann auf meinem Weg zu Byron Katie. Habe ihre Bücher gelesen und ihre Methode voll in mein Leben integriert.
Es ist immer in Ordnung, so wie es gerade ist, weil es die Realität, die Wahrheit ist. Kämpfen wir dagegen an, weil wir es gerne anders hätten, führen wir Krieg gegen die Realität . Die Folge, wir verlieren immer. Originalsatz B.K.
Es gibt auch viele Info´s im Internet über Byron Katie.
Wenn man sich für die Bücher interessiert, sollte man mit dem Buch "Lieben was ist" beginnen.
You Tube bietet auch viele Video Mitschnitte an, damit man sie erleben kann, wie sie diese Technik anwendet.
Es ist Befreiung pur.
Einen schönen Sonntag
»Keiner kann Erfahrungen für dich machen, sie dir vorweg nehmen, das musst du schon selbst tun.«
Weißt Du Movie Du urteilst hier über mich ohne auch nur eine geringste Ahnung davon zu haben was solche Sätze in mir auslösen weil Du die Hintergründe gar nicht kennst. Was soll ich denn mit solchen Sätzen anfangen? Glaubst Du wirklich das weiß ich nicht das ich meine Erfahrungen selber machen muss? Grrrr
Solche Sätze mit den Erfahrungen treiben mich noch mehr zum Selbstmord hin. Hälst Du mich wirklcih für so blöd das ich das nicht wüßte?
Liebe Foristen
vor 16 Monaten habe ich einen dicken Strich unter meine über 20 Jahre anhaltende Erfolgsgeschichte innerhalb einer grossartigen Unternehmung gezogen.
"Warum denn das?", werden Sie sich zu Recht fragen.
Dazu eine kurze Geschichte.
Die Firma, für welche ich zwei Jahrzehnte tätig war, wurde an einen Weltkonzern verkauft und damit die gesamte Führungsspitze ausgewechselt. Sehr bald schon fühlte ich mich im Kreise dieser Gemeinschaft nicht mehr wohl und ich trug mich mit dem Gedanken die Unternehmung zu verlassen. Es begann eine äusserst schwierige Ablösungsphase für mich, während welcher ich mich mit genau jenen Fragen beschäftigte, welche in unserer 8-Punkteliste aufgeführt sind.
Ich hatte das Glück einen Menschen zu kennen, der mir auf einfachste Weise zeigte worauf es ankommt. Am Telefon schilderte ich ihm mein Problem. Wir trafen uns an einem neutralen Ort.
Er begrüsste mich mit einem kräftigen Handschlag und meinte:"Bevor wir uns setzen, möchte ich Dir zwei Fragen stellen. Deine Antworten werden darüber entscheiden, ob wir unsere Unterhaltung fortsetzen, oder unsere Wege gehen werden". Nun war ich natürlich sehr gespannt.
Meine Antworten müssen ihn überzeugt haben. Es ergab sich ein äusserst konstruktives Gespräch daraus, welches mir bis heute noch in bester Erinnerung ist.
Vor einem Jahr habe ich meine eigene Firma gegründet. Den Wunsch dazu hegte ich schon Jahre. Den Mut dieses Vorhaben zu realisieren fand ich in jenem Gespräch.
Soviel kann ich Ihnen verraten, das Thema Selbstvertrauen hat dabei eine übergeordnete Rolle gespielt.
Heute möchte ich Ihnen ganz einfach sagen, haben Sie Vertrauen zu sich. Auch wenn Sie bereits Grossartiges geleistet haben, Sie haben bis heute lediglich einen ganz kleinen Teil dessen erlebt, wozu Sie tatsächlich im Stande sind. Glauben Sie an sich und Ihre Zukunft wird sie zum Staunen bringen.
Ich grüsse Sie herzlich
Hallo Michael,
ich glaube, so kommen wir hier nicht weiter. Ich habe das Gefühl, dass alle Ideen und Vorschläge hier dazu führen, dass du dich immer ohnmächtiger und schlechter fühlst. Und ich habe auch das Gefühl, dass du hier etwas suchst, was dieser Austausch nicht leisten kann.
Natürlich kennt hier keiner deine Situation und niemand kann einschätzen, wie schlecht es dir geht. Hier wirst du deswegen immer nur allgemeine Tipps und Ideen bekommen, die nicht auf deine Situation zugeschnitten sind.
Wirkliche Hilfe, die zu dir und zu deiner Situation passt, kannst du nur im persönlichen Austausch mit einem Arzt, Coach oder Therapeuten bekommen. Deswegen möchte ich dir wirklich ans Herz legen, dir Hilfe in dieser Richtung zu suchen.
Schöne Grüße und alles Gute für dich,
Ralf von "Zeit zu leben"
Hallo Michael,
ziemlich weit oben schreibst du: "Die paar wenigen Stärken die ich bei mir finde kann ich nicht wertschätzen. Wenn ich die Eigenschaften die ich an mir mag auf eine Wage legen würde, dann wären auf der Seite 50kg und auf der Seite welche Eigenschaften ich nicht mag wären 5 Tonnen."
Ist dir schon einmal der Gedanke gekommen und hast ihn dann auch festgehalten: Es gibt wenig, was NUR Stärke oder NUR Schwäche ist.
Ungeduld wird negativ gesehen, das zeigt ja schon das "Un-" an. Aber wie vieles an guten Dingen gäbe es nicht, wenn nicht irgendjemand ungeduldig gewesen wäre?
Zögerlichkeit wirft man sich auch gerne vor. Aber ist es nicht so manches Mal von Vorteil, wenn man eben nicht voranstürmt, sondern etwas langsam angeht?
...
Vielleicht könntest du ja so manches der 5 Tonnen einfach auf die andere Seite legen?
Naja, "einfach" ist es sicher nicht und zuweilen wirds auch von selber wieder zurückrutschen - aber einen Versuch ist es doch wert-
Mir hat geholfen, dass ich meine Stärken aufgeschrieben habe und das Blatt aufgehängt habe. Es ist ein schönes Gefühl immer wieder zu lesen, was man gut kann.
Du schreibst, dass du gelernt hast, deine Schwächen zu verurteilen und sie ändern zu wollen.
Alles, was du gelernt hast, kannst du auch wieder verlernen. Oft allerdings mühsam, einfach deshalb, weil man vieles "automatisch" tut.
Und es hilft wirklich, sich so anzunehmen wie man ist.
Ein Beispiel, nein, "mein" Beispiel, an dem mir das zum ersten und entscheidenden Mal bewusst geworden ist.
Ich habe "Schnittlauchlocken", d.h. schnurgerades Haar, was hat es mich Geld und Mühe und Zeit gekostet, mir einen Lockenkopf zu machen, bzw. machen zu lassen!
(Bitte, sag jetzt nicht: Du hattest auch nicht meine Probleme! - Ich hatte auch andere - aber bei diesem "simplen" Beispiel ist MIR die Bedeutung des Annehmens einfach zum ersten Mal bewusst geworden.)
Und die Lösung? Eines Tages sagte ich mir: Du hast eben keinen Lockenkopf! Was kannst du mit deinen Haaren anstellen (lassen), dass es auch ohne Locken ok ist?
Und es kam eine Frisur heraus, die ich nun schon jahrelang habe - zu meiner vollen Zufriedenheit. Sie schaut gut aus, ist praktisch und ich muss nicht ewig an meinen Haaren rumpusseln!
Seit diesem "Zufallsergebnis" frage ich mich immer wieder, wenn mir bewusst wird, dass ich mich ändern will: Gibt es nicht auch die Möglichkeit, dass ich dieses mein So-Sein einbaue ins Leben?
Und bisher hat es sie immer gegeben oder ich habe erlebt, was man auch immer wieder mal lesen/hören konnte, dass sich Schwierigkeiten verflüchtigt haben, nachdem man sie nicht mehr bekämpft hat.
Der Kästnerspruch: "Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es." ist auch ein Lieblingsspruch von mir.
Ich ergänze ihn aber oft mit der chinesischen Weisheit: "Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt." (und manchmal muss dieser erste Schritt ziemlich klein sein, damit man ihn wagt.)
Viel Glück auf deinen Weg!
An Michael!
Du reißt in deinem Beitrag von 13.oo meinen Satz bezüglich der selbstgebuten Gefängnismauern aus dem Zusammenhang - lies´ ihn erst einmal vollständig, bevor du dich sofort wieder nur zu einer Entgegenung aufgefordert siehst. Vielleicht gehört auch das zu deiner Gesamtproblematik.
Zum anderen möchte ich dir ganz klar sagen, dass ich mich mit deiner weiteren Bemerkung von 13.o9 Uhr (Selbstmordabsichten) erpresst und manipuliert fühle. Lass´ dir klar sagen: Du - nur du - bist für dich verantwortlich.
Was willst du eigentlich mit deinem Geschrei und deinen mehr oder weniger versteckten Androhungen hier - Mitleid, Aufmerksamkeit? Wenn du wirklich Hilfe brauchst, dann mach´ dir zuvor klar, ob du überhaupt Hilfe möchtest. Ansonsten könnte sich mich als die Teilnehmer, der dir seine Zeit und Gedanken als Hilfe anbietet und schenkt, unter Umständen missbraucht fühlen. Für mich ist der Dialog mit dir hiermit beendet.
Auch ich habe endlich losgelassen:
Ich habe meinen unbefristeten, gut bezahlten aber unbefriedigenden Job nach 3 Jahren (mit Mitte 30) gekündigt und eingetauscht in eine unbekannte Zukunft.
Der Schritt war ganz leicht, nur die "Vorarbeit" war schwer, d.h. all diese positiven als auch negativen Erwartungen loszulassen.
Im Moment bin ich frei von allen Verpflichtungen und ich war Backpacken in Kanada. Dort wollte ich eventuell bleiben. Da es mir nicht so gut gefiel hab ich wieder losgelassen und bin zurückgekommen.
Ich genieße diese Freiheit und nehme mir die Zeit mein weiteres Leben unabhängig von dem Gedanken an meinen CV zu planen, soweit mir das eben jetzt möglich ist. Auf einige Fragen gibt es einfach noch keine Antworten.
Jetzt gehe ich einen Schritt nach dem anderen und folge dabei meinem "Gefühl" bzw. meiner "inneren Stimme". Ich will noch mehr reisen und meine Berufung finden, egal was ich dafür tun muss. Solange ich mit Freude und Sinn im Leben belohnt werde.
Movie schrieb:
»Lass´ dir klar sagen: Du – nur du – bist für dich verantwortlich. «
Ja also. Warum fühlst Du Dich dann von mir erpresst? Wenn ich für mich verantwortlich bin kann ich tun und lassen was ich will wie Du weiter oben schon schriebst. Warum fühlst DU Dich dann aufeinmal verantwortlich für das was in meinem Kopf vorgeht?
Lieber Michael (oder soll ich besser "böser" schreiben, da Du scheinbar gerne die Dinge verkehrtherum siehst? - kleiner Scherz - )
Nur ein paar kurze (es wurde schon viel von anderen LIEBEN Menschen versucht....) Anmerkung von mir (auch für andere Leser evtl interessant - damit sich nicht alles um Michael dreht):
Eigenverantwortung übernehmen
Ziele herausarbeiten
Entscheiden
Handeln
Zwei Buchtipps:
"Lebe Deine Stärken!" von Jörg Löhr
"Aufwachen - Dein Leben wartet: Die erstaunliche Macht der Gefühle" von Lynn Grabhorn
Zum Thema
Ich habe gerade meinen ungeliebten Job aufgegeben!!
Ich kann allen nur sagen, es fühlt sich super an!!!
Ich nehme mich und meine Gefühle ernst. Das ist der größte Wert den ich haben - und mir geben - kann. Da sind alle "tollen Gründe" die gegen die Jobaufgabe sprechen ein Sch..... dagegen.
Wenn ich mir nicht selber diesen Wert beimessen kann, wer kann/tut es dann? Gehen nicht andere so mit mir um, wie ich mit mir selber umgehe? Wenn da etwas dran ist, kann ich es auch umkehren - ich gehe mit mir selber um, wie ich möchte, dass andere mit mir umgehen.
D.h., ich kann mir meine Zukunft so gestalten wie ich es möchte (vorausgesetzt ich akzeptiere die Konsequenzen). Ist das nicht toll!!?
Jetzt kann sich jeder überlegen, was das für ihn selber bedeutet (auch Michael).
Liebe Grüße
Ich schreibe hier nicht mehr für Michael, das wäre sinnlos, wie auch sein letzter Beitrag hierzu zeigt. Da kommt nichts wirklich rüber.
Ich schreibe etwas auch für mich.
Nachdem ich den Kommentar von Ralf Senftleben zu diesem Austausch gelesen hatte, war für mich die Sache auf den Punkt gebracht. Danke Ihnen.
Ich habe mich danach noch gefragt, was mich an dieser ganzen Geschichte innerlich doch etwas in Rage gebracht hatte - das hat ja auch immer etwas mit einem selbst zu tun. Es war etwas mir ganz Altbekanntes - das Schlechte-Gewissen-Machen. Darauf reagiere ich zugegebenermaßen inzwischen fast allergisch. Ich hatte hier das starke Empfinden, jemand macht nicht nur alle Welt für seine Unfähigkeit, sich dem Leben zu stellen, verantwortlich, versucht in teilweise aggressiver Form viele Menschen im Forum anzugreifen und ausschließlich ins Unrecht zu setzen, teilweise regelrecht vorzuführen, sondern ich sah mich durch meine dargestellte Sichtweise ("..ihn dadurch noch mehr zum Selbstmord hin zu treiben") auch noch für diese mögliche Konsequenz schuldig gemacht. Und dieser ungerechtfertigte Vorwurf, diese permanenten Schuldzuweisungen waren es, die mich zu recht deutlichen Worten trieben. Im Nachhinein war es dennoch im Ergebnis eine gute Erfahrung - dass ich mir diesen Schuh nicht mehr angezogen habe, dass es nicht mehr funktionierte, mir Schuldgefühle zu machen und dass ich sie mir selbst auch nicht gemacht habe, gerade nach dieser Bemerkung, die dazu bestens geeignet war, und - dass ich für mich eingestanden bin - dass das gelungen ist - ganz tief aus meinem Inneren heraus, dafür bin ich dankbar und das war diese Investition heute wert.
Ich wünsche allen Teilnehmern eine richtig gute Woche, auch Michael
Hallo Movie,
ich fühle Dir nach! Du sprichst mir aus der Seele.
Ich war kurz davor dazu auch etwas zu schreiben ... habe mich aber glücklicherweise zurückgehalten, wollte nicht noch Öl ins Feuer gießen.
Ich freue mich für Dich, dass Du die Schuhe abgegeben hast!
Dir auch eine super tolle Woche!
Konkret in meinem Job habe ich die Gefühle,daß ich wenn möchte und gefrustet bin z.Zt. nicht.
Aber ich kenne das nur allzu gut in Freundschaften oder Beziehungen; wenn ich nämlich in Situationen oder Gesprächen bleibe, obwohl alles in mir schreit: Ich will weg hier, ich mag das nicht. Hier fällt es mir immer noch extrem schwer, zu gehen oder ehrlich mein Gefühl verbal zum Ausdruck zu bringen. Und es geht mir schlecht dabei und schlecht damit. Daran arbeite ich gerade und kann es im Moment oft nur mit Notlügen; das heißt ich gehe mutig aus der Situation oder dem Gespräch, bin aber zu meinem Gegenüber nicht ehrlich. Aus genau denselben Gründen, wegen derer ich vorher da geblieben bin; nämlich meinem Gegenüber nicht wehtun zu wollen, aus Angst wenn ich ehrlich bin, nicht mehr gemocht, nicht mehr geliebt zu werden. Es ist schwer.........
Das ist es, was ich zu dem Thema sagen wollte und bedanke mich hiermit auch ganz herzlich für den Newsletter. LG
Es heißt natürlich:
Konkret in meinem Job habe ich die Gefühle,daß ich weg möchte und gefrustet bin z.Zt. nicht.
Sorry, Tippfehler!
Movie schrieb:
»Ich hatte hier das starke Empfinden, jemand macht nicht nur alle Welt für seine Unfähigkeit, sich dem Leben zu stellen«
Ich glaube wirklich Du leidest an Wahrnehmungsstörungen.
Lieber Michael,
ich habe den heutigen Schlagabtausch immer mal wieder verfolgt...
Ich will an dieser Stelle auch gar nicht weiter darauf eingehen, denn ich finde, es hier schon so viel dazu gesagt worden, und teilweise (das ist meine Meinung) auch schon soviel Eigenbeweihräucherung von sich gegeben worden...
Du schreibst an einer Stelle, dass es Dir viel lieber wäre, persönliche Kontakte zu haben, als hier (mehr oder weniger anonym) zu schreiben...
Das kann ich gut verstehen...
Ich würde Dich gerne kennen lernen... ob ich Dir helfen kann, das weiss ich nicht, aber ich finde, Du bist ein Mensch, der nicht gedankenlos durch das Leben geht und das tue ich auch nicht...
Also, wenn Du das ebenfalls möchtest, dann melde Dich... schreibe mir zurück (hier) und ich teile Dir mit, wie und wo Du mich erreichen kannst.
Gruß
Grisella
Hallo,
genau diesen Job hatte ich! Fast 10 Jahre lang. Zugegeben am Anfang war es nicht so, aber wie das als Seiteneinsteigerin im öffentlichen Dienst oft ist, war mein Enthusiasmus nach wenigen Jahre dahin. Aber einen sicheren Job im öffentlichen Dienst gibt man doch so schnell nicht auf!
Irgendwann habe ich dann mit meinem Partner darüber geredet, und einen Monat später gekündigt! Ich arbeite heute zwar auch wieder im öffentlichen Dienst, aber an einer Universität und nicht mehr in der miefigen Kommunaltverwaltung!
Ich kann nur sagen, ich habe diesen Schritt nicht einen Tag bereut! Ich brauchte aber auch die "elenden" Jahre erstens um wirklich den Absprung zu schaffen und zweitens um es heute täglich zu feiern.
Daher kann ich nur jeden bzw. Jede ermuntern, der/die in einer ähnlichen Situation steckt: Kündigt einen solchen öden Job! Ihr habt nur dieses eine Berufsleben und damit besseres verdient.
Das kenne ich auch sehr gut...und es ist wirklich nicht leicht aus einer Lebenssituation rauszukommen, die man eigentlich lieber verändern möchte. Man verharrt förmlich darin.
Es ist nicht nur die Angst davor, dass das was folgt schlechter sein könnte oder dass man scheitert. Es ist auch die Frage: "Was will ich eigentlich?"
Weitere Stichworte sind Begeisterung, Selbstvertrauen und Motivation.
@Michael, die Tipps die hier gegeben werden, sind kein Rezept für ein besseres Leben. Es sind Anstöße, um darüber nachzudenken. Es gibt keine Garantie, dass wenn man A mit B verbindet, das Regal nachher fertig ist und steht. So einfach ist es nicht.
Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ZZL versucht, den Leuten hier einzutrichtern: "Wenn Du das machst, wirst Du glücklich und Deine Probleme lösen sich in Luft auf."
Ich würde es auch als unseriös empfinden, wenn solche Versprechen gemacht würden. Postivies Denken muss man lernen, und es ist ein langer Porzess, der Niederlagen einschließt. Das wollen viele Menschen nicht hören. Sie wollen hören, dass man das Leben von heute auf morgen bequem ändern kann mit ein paar netten Formeln, die man sich eintrichtert. Am Anfang ist das berauschend und es funktioniert....kurzfristig. Langfristig gesehen bleibt das Leben harte Arbeit an sich selbst. Wenn man sich das mal bewusst gemacht hat und anders damit umgeht, wird man lernen, wie man gute Ratschläge oder Gedankenanstöße für sich nutzen kann.
Hallo Michael,
es macht mich sehr sehr traurig, wenn ich lese, wie schwer Du es Dir machst. Wir kennen Deinen Lebensweg nicht und bestimmt hast Du schon viel Schlimmes erlebt. Aber Andere Menschen auch. Weißt Du, ich war 4 Jahre alt, als ich beschließen mußte für mich selbst Verantwortung zu übernehmen um mich nicht fertig machen zu lassen. Ich bin als unerwünschter Erdenbürger meine ganze Kindheit und Jugend lang tagtäglich mit grenzenlosem Haß und Mobbing traktiert worden und es gab bereits in meiner frühen Kindheit den dringenden Wunsch nicht mehr zu leben. Damals konnte ich noch keine Ratgeber lesen. Ich mußte mir selbst helfen. So traurig wie diese Zeit in meinem Leben war, sie hat mich sehr sehr stark gemacht. Ich habe für mich ein paar einfache und sicher sehr kindliche Regeln aufgestellt, an die ich mich mein ganzes Leben lang (so gut es ging) gehalten habe und ich habe nie einen Therapeuten gebraucht, bin seit vielen Jahren glücklich verheiratet, habe zwei erfolgreiche erwachsene Kinder und bin im Beruf selbst auch sehr erfolgreich. Wenn Du meine Regeln wissen willst, Hier sind sie:
1. Heute ist für mich ein wunderschöner Tag.
2. Ich bin gesund und lebe, also kann ich auch was schaffen.
3. Was Andere über mich denken interessiert mich nicht, ich schade ja niemandem.
4. Bei Entscheidungen gehe ich immer den schwierigeren Weg, denn meist ist er der bessere.
5. Es gibt nur hier und jetzt. Ich tue was und konzentriere mich voll darauf. Andere Gedanken lasse ich nicht zu.
6. Wenn ich mich umbringe habe ich nur die Scheiß-Zeit erlebt und auf das Schöne was noch kommen kann verzichtet. Deshalb schaffe ich das jetzt auch noch eine Weile.
Den Anspruch, dass das Leben ausschließlich schön sein muß habe ich nicht. Ich mache einfach aus jedem Tag das Beste, was man machen kann. Zeiten, in denen scheinbar nichts mehr geht, nutze ich um zu Lernen. Auf diese Weise habe ich auch schwierige Zeiten, Zeiten schwerster Krankheit und das alltägliche Unglück, was einem so passiert bis jetzt einigermaßen gut gemeistert. Natürlich klappt das nicht jeden Tag und manchmal auch eine gefühlte Unendlichkeit nicht. Vor Kurzem hat mich der Terror meiner Kindheit mal wieder eingeholt und mich ganz schön aus der Bahn getragen, aber auch das ist wieder vorbei gegangen und siehe da, hinter dem schwarzen Vorhang schien auch wieder die Sonne.
Ich hoffe, meine Gedanken können Dir ein ganz klein wenig helfen. Ich habe heute hier das Letzte Mal geschrieben, denn so weit wollte ich mich eigentlich nie öffnen. Ich habe es für Dich getan.
Alles Gute für Dich,
Max.
Hallo an alle !
Eines möchte ich doch noch kurz klarstellen weil ich denke das es einfach immer noch nicht herübergekommen ist, warum ich so agressiv bin. Ich mache NICHT die Welt für meine "Unfähigkeiten" verantwortlich wie es ein werter User hier schrieb. Ich werde so agressiv weil ich verstanden und begriffen habe das ich handeln muss, es aber leider nicht tue. Ich sehe das schöne im Leben, den Duft der Natur, kann mich selbst über ein Lächeln oder ein Gespräch freuen aber es reicht eben nicht aus um daraus genügend Kraft zu schöpfen. Das was mich belastet zieht mich mehr runter. Da hilft es mir LEIDER auch nicht wenn ich mir vor Augen führe das es Millionen Menschen auf der Welt gibt, die verhungern. NEIN ich erwarte keine Unversal Lösung ich bin so aggressiv weil viele viele gute Impulse und Anregungen in all den Jahren LEIDER nicht dazu geführt haben offener zu werden und ein positives Weltbild zu bekommen. Ich WEIß das es Menschen gibt die sicher wesentlich mehr Grund hätte zu jammer und auch das macht es nicht besser wenn ich dann sehe das ich nicht aus dem Quark komme. Ich kann eben einfach manche "Standard Floskeln" nicht mehr hören wie "Verantwortung übernehmen" und "Wer wagt gewinnt" weil ich weiß das sie wahr sind und mich an einem sehr empfindlichen Punkt treffen. Ich kann jetzt noch 10 Jahre hier auf Zeit zu Leben weiterlesen das ich mich entscheiden muss zu leben oder es tun. DAS macht mich so agressiv das ich es EBEN nicht tue. Es war mir wichtig das noch mal klarzustellen das ich NICHT die Welt für mein Leben verantwortlich mache aber ich mache mich NICHT dafür verantwortlich das ich überhaupt auf dieser Welt bin. Und die ist eben in meinen Augen alles andere als nur schön und easy. Ich habe es mir nicht ausgesucht auf dieser Welt zu sein. Aber nicht jeder Mensch besitzt nun mal den selben Kampfgeist. Das gibt es große genetische und erzieherische Unterschiede. Wenn ich unter Menschen bin bekomme ich große Komplexe das ist doch alles Mist. Also vielen Dank noch mal an alle und Verzeihung für meinen agressiven Ton der sich nicht gegen eine bestimmte Person richtet sondern eher dagegen das ich die Impulse seid Jahren nicht wirklich verinnerlichen kann und einfach nicht ins handeln gerate. Ich würde mir dennoch wünschen wenn das kreisen um meine Person hier mal ein Ende nimmt und bedanke mich für alle Antworten.
Ungewollt, hatte ich mit meinem Kommentar, den Fokus auf Michael gelenkt und deshalb schließe ich mich seinem Wunsch an.
Ralf, es tut mir leid wegen deines guten Artikels.
Irmy
@Michael,
den Widerstreit zwischen "es ändert sich ja nichts, egal, was ich versuche" und "bin ich zu blöd etwas zu ändern" und "isch schaffe se einfach nicht" und "eigeltich klingt es einfach, aber..." kenn ich sehr gut. Ich habe verschiedene "Stimmen" dazu im Ohr - ein innerer Dialog, der mich begleitet.
Im NLP-Trainig hatten wir mal so eine Situation, bei jeden hat die Veränderung gewirkt, nur ich hinkte wieder mal hinterher, obwohl ich es mir sehr wünschte diesen Schritt zu tun.
Da hat mir meine Trainerin gesagt:" Don't worry about - Du kannst mit den Einwänden ja mal einen Deal machen, dass sie Dir erlauben einen Tag so zu tun, als ob es geklappt hätte"
Da hab ich erst mal herzlich gelacht - so ein Schwachsinn!
Ich hab's dennoch ausprobiert und siehe da, es hat sich an meinem Innenleben tatsächlich etwas verändert und ich hatte die Chance zu entscheiden, ob mir das gefällt und ich mir noch eine Tag gönne und vielleicht noch einen oder ob ich es ganz übernehme oder wieder lasse. Für mich war es wichtig diese inneren Stimmen zu erleben und zu lernen sie wertzuschätzen - sie haben mich exterm behindert, doch als sie entstanden sind hatten sie eine positive Absicht. Sie haben nur verpasst, dass ich sie mittlerweile vielleicht gar nicht mehr brauche, weil ich mich weiterentwicklelt habe.
Vielleicht spricht dich das an, sieht möglich aus oder gibt ein Gefühl von "schau mer mal"
Grüsse aus den Bergen von der Uschi
Ich kann einiges aus Michaels letzten Beitrag gut nachvollziehen. Die Ohnmächtigkeit nicht handeln zu können kenne ich recht gut. Mir fällt es manchmal sehr schwer eine Sache anzugehen, weil ich hauptsächlich an das Endergebnis denke. Alles erscheint dann wie ein großer Berg, der einfach nur unbezwingbar wird.
Ich habe auch manchmal den Wunsch es gebe eine Instantlösung für viele meiner Probleme...aber will ich es dann wirklich? Wenn ich genau überlege, dann sind es oft die Hindernisse, die mich geformt haben und mir Kraft gegeben haben.
Ich muss mir auch immer wieder vor Augen halten, dass man kleine Ziele verwirklichen kann und man versuchen kann sich über kleine Erfolge zu freuen.
Ich nehme mir immer vor über diese kleinen Schritte eine Art Erfolgstagebuch zu führen...das ist aber gerade auch ein Vorhaben, wo ich mich noch nicht aufraffen konnte es auszuführen. ;-)
Max sei stolz auf Dich was DU da geschafft hast. Ich habe oft genug beobachtet, das aus Menschen die in jungen Jahren viel schlimmes erlebt haben, ganz ganz starke Persönlichkeiten werden. Hut ab. Vor solchen Leistungen habe ich immer sehr großen Respekt.
Hallo Michael,
Ich glaube ich kann dich ein wenig verstehen. Verstehe auch alle anderen. Klar, jede/r meints gut aber habe alle ihre eigene Perspektive.
Aber: hast du schon mal Familienaufstellung probiert?
Gruß
Im Moment "er"lebe ich gerade eine (berufliche) Lebensphase, in der ich es schwierig finde, mich zu befreien. Ich habe einen tollen Job, der jedoch leider aus "Kostengründen" auf 40% befristet bis Ende Jahr reduziert wird (weil mein Chef eine junge Kollegin eingestellt hat, die 100% arbeitet ;-))Dennoch habe ich vor wenigen Tagen ein Jobangebot, das lukrativ und sicher ist, ausgeschlagen. Einfach weil mein Bauch NEIN gesagt hat. Die Firma und deren Einstellung hat mir einfach nicht gepasst. Wirtschaftlich ist mir diese Entscheidung gar nicht leicht gefallen, da mein Verdienst einen wesentlichen Beitrag zum Haushaltsbudget leistet. Ich habe mit einer jungen Kollegin darüber gesprochen und sie sagte zu mir ganz selbstverständlich: "Du musst einfach glauben. Da kommt was Besseres auf dich zu." DU MUSST EINFACH GLAUBEN (das hat weder mit Kirche oder Esotherik zu tun), das ist einfach ein Urvertrauen. Sie hat mich so überzeugt mit diesem einfachen Satz, dass ich mich von meinen Existenzgedanken befreien konnte. Vielleicht ist das der Schlüssel: DU MUSST EINFACH GLAUBEN.
Ich wünsche allen, die im Zweifel sind, dass sie EINFACH GLAUBEN.
Herzlichst Su
@Su
Urvertrauen ist ein schönes Wort in diesem Zusammenhang und trifft es sehr gut. Ich denke das funktioniert in der Praxis gut, wenn man offen ist und ausgeglichen. Das hat auch nichts mit Traumtänzerei zu tun oder damit, sich hinzusetzen, Däumchen zu drehen und abzuwarten, was passiert. Das Urvertrauen nimmt etwas vom Krampf des Unbedingt Erreichen Müssen.
Wirklich ein wichtiger Teil, um aus dem Käfig herauszufinden.
Also ich finde das ja auch super und trifft auch z.B. auf Job zu, jedoch gibt es auch noch ein Sprichwort das heißt: es folgt selten was besseres nach.
Hiermit möchte ich nur mal meine Männerbeziehungen erwähnen, ich habe mich auf der Suche nach dem "idealen" Mann von Mann zu Mann in 30 Jahren nur verschlechtert.
Nun halte ich an dem fest was ich habe, denn es ist immer noch besser, als mein Lebensende alleine zu verbringen, was mich noch mehr ins Unglück stürzen würde.
michael du bist ein richtiges opfer. überflieg mal das, was du da von dir gibst...dann wirst du auch feststellen, dass du ein richtiges opfer bist.
Da ich schon dreimal todunglücklich war, dass aus einer Chance nichts wurde - und ich dann erlebt habe, dass etwa ein Jahr darauf etwas kam, was viel, viel besser war und das ich nicht bekommen hätte, wäre der erste "Glücksfall" eingetroffen - seither vertraue ich darauf, dass es auch in anderen Fällen so ist, auch wenn es nicht sooo offensichtlich ist.
@An alle die sich hier um Michael kümmern:
Ich hatte einmal eine depressive Freundin im Bekanntenkreis. Ich habe wirklich mein bestes gegeben, versucht sie aufzumuntern und Ratschläge gegeben. Das hat alles nur das Gegenteil bewirkt. Es hat mich wirklich überrascht wie unterschiedlich Sichtweisen sein können und wie man alles umdrehen kann.
Nun weiß ich nicht was konkret in Michael vorgeht, aber zumindest diese Phänomene scheinen mir ähnlich zu sein.
Ralf Sanftleben hat Recht: Das ist der falsche Ort für diese Art von Hilfe, so gerne das auch jeder tun würde. (Ich finde die große Hilfsbereitschaft übrigens geradezu überwältigend)
Ich habe gerade mal gegoogelt und folgende Seite gefunden: http://www.angst-und-depri.info/umgang.html
Mir hat das die Augen dafür geöffnet, dass ich bei der Freundin einiges falsch gemacht hatte...
Der Freundin geht es heute übrigens wieder besser. In dieser Welt scheint auch das Unmögliche noch möglich zu sein. :-)
Hallo, Luise,
habe mometan ziemlich viel zu arbeiten. Deshalb kam ich erst jetzt eben dazu, mich einzuklinken und - dabei deinen lieben Wunsch für eine tolle Woche zu entdecken und mich sehr darüber zu freuen. Herzlichen Dank dafür und auch dir eine gute, konstruktive und erfüllende Zeit und jede Menge Power.
Bis bald einmal wieder.-
Movie
Hallo Movie,
der herzliche Dank geht zurück! Kann ich alles gut gebrauchen.....
wie gesagt: bis bald einmal wieder.... - Luise
Hallo Ihr alle,
jetzt habe ich mir die Zeit gegönnt und alle kommentare gelesen. Natürlich auch die Kommentare für und von Michael.
In all diesen komentaren fehlte mir der hinweis auf die Göttliche ordnung.Warum verkrampfen wir a lle uns und wollen immer noch versuche alle Menschendavon zu überzeugen wie und warum wir so sind ,wie wir sind. Kann es nicht einfach so sein, das Gott gewollt hat das wir alle siese Erfahrungen auf schwere oder leichte weise machen. KÖnnte es nicht so sein, das wir alle auf diese Weise für unsere Zulunft vorbereitet werden? Versthen wir nicht erst dann die anderen Menschen in Ihren Dramen wenn wir es selbst erlebt haben. Eine liebe Freundin erlebte leider das loslassen ihres eigenen Wilens auf sehr anstengende Weise. Doch heute sagt sie erst diese erfahrung hat sie dazu gebracht andere Verhaltensweisen und Glaubensmuster zu verstehen. Lassen wir also Michael, Michael sein und vertrauen wir darauf , wenn wir nur gute und liebevolle Gedanken in das kollektive Feld senden, das es auch Ihn und all die anderen erreichen wird wenn es an der Zeit ist. Denn eines habe ich gelernt in den vielen Jahren meiner Depression alles hat seine Zeit und seine Göttliche Ordnung.
So nun habe ich mich auch noch eingemischt,doch auch mein Ego kann ich nicht ganz begraben.
Somit Euch allen Gottes segen und eine gute Woche
A.TH.
Ich habe mir eben mal in aller Ruhe diese Kommentare hier durchgelesen und meine, dass ZZL Denkanstöße geben kann, mehr aber auch nicht. Man sollte vielleicht von Seiten Tania und Ralf öfter mal moderieren und klar machen, dass ZZL für schwerstdepressive Menschen keine Alternative zum Arztbesuch, Therapeutenbesuch oder Klinikaufenhalt sein kann.
Liebe Grüße
Elke
*Tania Konnerth schreibt:*
Liebe Elke,
ich denke, genau das machen wir - aber dosiert. Viele Menschen, die depressiv sind, haben bereits diverse Therapien hinter sich und man erzählt ihnen nicht wirklich viel Neues, wenn man sie auf professionelle Hilfe hinweist. Viel wichtiger für sie ist oft, einfach mal sein zu dürfen und angenommen zu werden damit, wie es ihnen geht.
Ja, ein Angebot wie "Zeit zu leben" hat seine Grenzen, aber ich glaube, dass das auch den Betroffenen selbst glasklar ist.
Herzlich,
Tania vom "Zeit zu leben"-Team
Elke schrieb:
»»Ich habe mir eben mal in aller Ruhe diese Kommentare hier durchgelesen und meine, dass ZZL Denkanstöße geben kann, mehr aber auch nicht.««
Nichts anderes machen Ärzte und Therapeuten auch. Gegen manche Therapeuten die ich kennengelernt habe sind solche Webseiten wie Zeit Zu Leben eine wahre Goldgrube. Ich bin felsenfest davon überzeugt, wenn ich Therapeuten gehabt hätte die so gewesen wären, wie solche Webseiten, wäre es so weit nicht gekommen.
Wenn es nicht gelingt Einstellungen und erst recht verhaltensweisen zu ändern, wenn mir einfach der GLAUBE und die Überzeugung fehlt, meine Wünsche und Ziele zu erreichen dann kommt eben sowas dabei heraus.
@ Michael,
das heißt also, Du glaubst an NICHTS!
Das glaube ich Dir wiederum nicht. Denn sonst würdest Du hier nicht so vehement nach Aufmerksamkeit suchen.
Also glaubst Du (Opfer) doch vielleicht daran, daß andere (Retter) Dich von Deinem Schmerz erlösen (retten)können.
Sollte das so sein; schmink es Dir ab, habe ich auch ne ganze Zeit lang "geglaubt". So funktioniert das Leben leider nicht.
LG
»Also glaubst Du (Opfer) doch vielleicht daran, daß andere (Retter) Dich von Deinem Schmerz erlösen (retten)können.«
Ich frage mich wirklich oft, wie manche Menschen leichtfertig auf die Idee kommen mich als Opfer zu bezeichnen was ich selber nie getan habe.( außer als Opfer das ich überhaupt auf der Welt bin) weil dafür kann ich nun wirklich nix. Meine Beobachtung ist immer und immer wieder, das Menschen die sich über vieles gar nicht so viele Gedanken machen weitaus entspannter leben. Die ganzen Scheiß Therapien der letzten Jahre haben mich so gemacht. Vor Jahren war ich nicht so drauf wie jetzt. Wo hast Du nur die Idee her ich würde auf einen Retter warten ? ? ?
Vielleicht wollen manche Menschen auch einfach nur *verstanden* werden und nicht mit immer wieder dem selben Einheitsbrei "Verantwortung übernehmen" "Wer nicht wagt der nicht gewinnt" "Sich selbst akzeptieren" "Sich als Opfer sehen" bombadiert zu werden. Wie wollen einen die professionellen Helfer, (ein Wort was ich sowie so nicht mehr hören kann), es gibt keine professionellen Menschen, wie wollen die einem helfen, wenn sie nicht versuchen, den Menschen individuell zu verstehen. Ich hatte weder in den Therapien das Gefühl, das mich ein einziger verstanden hat, noch habe ich das Gefühl, das hier ein einziger verstanden hat, warum ich so aggressiv geworden bin. Es werden einfach immer nur die pauschalen Einheitsfloskeln, Vokabeln und auch Vorwürfe benutzt.
Schnupperstern schrieb:
»»So funktioniert das Leben leider nicht.««
So, so. WIE funktioniert das Leben denn?
Lieber Michael,
ich glaube zu spüren, daß Du Dich so dicht gemacht hast, daß Du aus den Worten der Anderen immer nur das negative herausziehst. So wie Du es in Deinem inneren Schmerz gebrauchen kannst oder mußt.
Opfer, Retter..... das sind Oberbegriffe aus der Psychoanalyse. Und ich habe sie bewußt in Klammern gesetzt, weil ich mir vorgestellt habe, daß Du sie bestimmt schon oft gehört hast. Und nicht mehr hören kannst oder willst.
Wie Leben funktioniert? Ich denke, indem Du Dir selbst hilfst; nach innen schaust und versuchst herauszufinden, was so weh tut da drinnen und wo es herkommt.
Meine Erfahrung mit Therapie ist die, daß ich "professionelle Helfer" dazu hernehme um mir zu helfen, mein Gedankenchaos im Kopf zu ordnen. Aber die Gedanken sind alle meine....und bis jetzt waren es immer Puzzlesteinchen, die sich zu gegebener Zeit ineinandergefügt haben.
Aggressiv sein ist garnicht so schlecht, denn es bedeutet, daß Du Energie in Dir hast und weiter willst. Gehe weiter und rette Dich selbst!
War das für Dich einigermaßen verständlich?
LG
Weisheit oder Dummheit?
Betreffend "Michael vom 26.07.2008 02.19" Kommentar: "Gruß von einem höchstgradig verzweifelten der all die Tipps seid Jahren nicht umsetzt. Es brodelt in mir wenn ich sowas lese."
Häufig sind Tipps keine Aufzeigung brauchbarer Alternativen, sondern gut gemeinte Ratschläge. Und Ratschläge sind auch Schläge!
"Komm steht doch auf und beweg dich vorwärts!" Hmm? Wenn ein Hilfesuchender nur die Kraft dazu hätte!
"Komm versteh doch! So kannst du es besser machen!" Hmm? Wenn ein Hilfesuchender doch den Verstand bzw. den geistigen Horizont hätte, den Inhalt der angebotenen Hilfe umsetzbar (nutzbar) verstehen zu können!
Ist man unfähig Tipps verstehen, sowie umsetzen zu können, bedarf es zumeist mehr als nur kluger Worte. Es bedarf einer Hand die einem gereicht wird und einem dort hin führt wo man hin soll.
Verständlich, dass sich Schmerz erfüllte Hilflose über für sie selbst unnutzbare Tipps ärgern!
Oder?
REP von Reifeentwicklungsprozess.
@ REP,
eine Nachricht wie Deine macht mich jetzt aber sauer!
Ich darf behaupten, daß ich auch einmal sehr verzweifelt war und keinen Ausweg mehr wußte. Ich dachte damals auch, daß schon jemand kommt und mir "hilft" und alles ist wieder gut.
Aber erst als ich die Hand ausstreckte und um Hilfe bat, fand ich Menschen, die sie nahmen und mich ein Stück des Weges führten.
Nur weil jemand verzweifelt ist, fehlt es ihm noch lange nicht am geistigen Horizont - das ist eine Abwertung sondergleichen -.
Meiner Meinung ist die Art und Weise der Handlung, die Michael hier tut, auch eine Art von - um Hilfe bitten - und ich fand die Assoziation von Schlagen in dem Wort - Ratschlag - schon immer als Unsinn. Die Menschen, die ihre Worte - so auch ich - in gutgemeinter Weise und mit Hoffnung für ihn geschrieben haben, wollen bestimmt keine Macht oder Schmerz ausüben.
Er wird sich - und davon bin ich überzeugt - schon seine Gedanken gemacht haben. Denn ich finde, seine Wortwahl zeugt nicht von einem unintelligenten Menschen.
Ob Michael vielleicht eine schwerwiegendere psychol. Störung hat oder nicht, kann in diesem Forum wirklich niemand wissen und dies würde ich auch nie unterstellen.
Abschließend möchte ich noch aus eigener Erfahrung behaupten, daß kein Tipp unnütz ist. Wenn er nicht geeignet ist, eine momentane Situation zu bearbeiten, dann vielleicht später, wenn der Kopf und das Herz wieder etwas klarer sehen. Ohne die Tipps helfen vielleicht jemand anderem?!
LG
Antwort an: „Schnupperstern - vom 07.08.2008 16.53“
Ein Hilfesuchender kann in seinem geistigen Horizont ein Defizit bezüglich der Bewältigung von Situationen oder Belastungen aufweisen. Was aber nichts über den Gesamt- Entwicklungsstand dessen geistigen Horizont aussagen muss.
Ein Hilfesuchender der einer schmerzlichen Ohnmacht unterliegt und eine Hilfe angeboten bekommt, mit welcher er nichts Ausreichendes anzufangen vermag, ist oftmals enttäuscht und reagiert verletzt.
Der weise Erfahrene holt einen Hilfesuchenden bei seinem Entwicklungsstand (betreffend der zu behandelnden Angelegenheit) ab und führt ihn liebevoll an den Entwicklungsstand wo er hin will bzw. hin soll.
Eine allgemeine Aufzeigung von Alternativen und Möglichkeiten, ist in der Regel nicht negativ zu bewerten. Leser und Zuhörer können daraus Lösungsansätze, Hilfswerkzeuge zur Lebensbewältigung, etc., sowie Hoffnung und Zuversicht erlangen. Keine Frage!
Manchmal reicht jedoch nur eine Aufzeigung von Alternativen und Möglichkeiten nicht aus um einem Hilfesuchenden tatsächliche Hilfe zu gewähren. Dann braucht es mehr, als nur kluger Worte! Oftmals eine Hand die einem ohne erst Bitten zu müssen gereicht wird und einem liebevoll führt. Denn häufig haben Hilfesuchende nicht mehr die Kraft oder nicht die Fähigkeit beholfen (angemessen) um Hilfe bitten zu können. Oder?
So zumindest hat es mich die Wahrheit gelehrt.
Der Spiegel “REP von Reifeentwicklungsprozess“.
Noch was!
Der Landeshauptmann von OÖ hat einmal gesagt: “Wir brauchen keine Besserwisser! Wie brauchen Besserkönner (Bessermacher)!”
Nun eine Frage! Wie viele Leser haben erkannt, dass einer Hilfe sucht und wie viele Leser haben tatsächliche Hilfe angeboten? Bedenkt mal das Verhältnis! Wer redet nur und wer tut etwas?
Ist die Welt nicht voller Besserwisser? Und wo sind die Bessermacher?
*Tania Konnerth schreibt:*
Hallo,
herzlichen Dank für die Beiräge. Wir bitten nur um Verständnis, in diesem Blogbereich bitte nicht für eigene URLs zu werben - die können unter "Die besten Websites" eingetragen werden, danke schön :-)
Herzlich,
Tania von "Zeit zu leben"
@ REP,
wir befinden uns hier in einem Internet-Blogbereich und nicht in der reelen Welt. Hier kann man, meines Erachtens nur mit Worten versuchen zu "helfen"! Eine andere Alternative gibt es nicht!
Ich wünsche es mir von Herzen, daß Du - wer auch immer hinter dem REP steht- ein "Bessermacher" bist.
LG Schnupperstern
Hallo Schnupperstern!
Sicherlich befinden wir uns hier in einem Forum. Und es ist auch klar, dass man hier nur mit Worten zu helfen versuchen kann. Aber die Frage ist, welche Worte man wann wählt.
Also! Wenn es nicht Michaels Absicht ist die Leute in diesem Forum zu verarschen etc., dann würde ich Folgendes sagen.
Vielleicht benötigt Michael zuerst einfach mehr Worte wo und wie er unkompliziert was zum Lachen, Spaß, Freunde (Gesellschaft), Gemütlichkeit, liebevollen Umgang, Sex, etc. bekommen kann und dann erst Worte wie er seine Psyche bearbeiten kann? Sozusagen zuerst die Auflockerung und Kräftigung und danach erst die Bearbeitung der eigenen Psyche?
So, nun muss ich mich jedoch für immer verabschieden. Habe ja nur auf einen Kurzbesuch vorbei geschaut. Es wird Zeit wieder die Form eines Bessermacher anzunehmen! ;-)
REP von Reifeentwicklungsprozess.
Hallo Karl,
Er begrüsste mich mit einem kräftigen Handschlag und meinte:"Bevor wir uns setzen, möchte ich Dir zwei Fragen stellen. Deine Antworten werden darüber entscheiden, ob wir unsere Unterhaltung fortsetzen, oder unsere Wege gehen werden". Nun war ich natürlich sehr gespannt.
Ich habe Deinen Beitrag mit Interesse gelesen. An der obigen Stelle, hat mich die Neugierde gepackt. Was waren das für zwei Sätze? Vielleicht bist Du ja bereit, sie mich wissen zu lassen.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute
Marienkäfer
Habe mit Überaschung diese Dialog gelesen !! (von Michael)
Meine Meinung dazu:(eine Meinung von vielen!?)
REP-Gratulation hast den Punkt getroffen !
Michael hat so viel Gute Ratschläge in Kopf das kann auch
nichts werden.
Mein Rat: werde sie schnell wieder Los !
Mach dir neue Ideen,Ziele,Erwartungen.
viel gluck!! (kein Schreibfehler) bin einmalig hier!
by by !
Bin neugieriger Weise noch mal vorbei gekommen. ;-)
Betreffend Frank, zurückkommend zum Fall Michael.
Ich habe mir ab 2000 eine immer mehr geringer entwickelte psychologische Form angeübt.
(Um zu Lernen was es bedeutet psychisch in Raum und Zeit gebunden zu sein, was es bedeutet im Leben zu surfen, wie Liebe und eine Liebesbeziehung funktioniert, was eine artgerechte Integration in die menschliche Gesellschaft bedeutet, etc…)
Dadurch bin ich auf einem Tiefpunkt angekommen, wo mir folgende Erkenntnis hilfreich war.
Schmerzt das Haben-Wollen unaufhörlich, erscheint es klug zuerst loszulassen und in der Ruhe Kraft, sowie einen klaren Blick zu sammeln. Danach einen Neustart beginnen.
Nach dem Motto: “Man kann sowieso nicht alles gleich haben. Aber was heute nicht ist, kann morgen noch werden. Und! Mit Ruhe und Gemütlichkeit geht es zumeist angenehmer. Denn vom Hadern wird kaum etwas besser.”
Doch um nicht klug zu schei…! Als Mensch zu leben, ist wahrlich nicht einfach! Ähnelt das menschliche Leben doch einem "blinde Kuh" Spiel. Echt gruselig! Aber, dafür kann man als Mensch auch viel Spiel und Spaß haben. ;-)
REP von Reifeentwicklungsprozess.
Äh, betreffend "blinde Kuh" Spiel hab ich noch schnell was zum Schmunzeln gebastelt. ;-)
Der Mensch.
Der Mensch hat ein emotionales Unterbewusstsein.
Blind da es mittels Verstand nicht sehen kann.
Von jeglichem Realismus abgeschnitten.
In seinem Wesen gleichend einem kleinen Kind.
Sitzend auf der Schulter seines Trägers.
Des Trägers Augen mit Händen verdeckt.
Emotional verblendet irrt der Mensch herum.
Vor Blindheit sich die Nase stets anstoßend.
Geknebelt durch die Kraft der Emotionalität.
Blind durch Verblendung aus inneren Blindheit.
Und doch genährt durch sein kleines inneres Kind.
Wenn gelassen mit einer Kreativität weit wie ein Ozean.
So lehrte es mich die Wahrheit.
Der Lernende,
REP von Reifeentwicklungsprozess.
Ups! Wenn ich nur aufhören könnte, aufhören könnte, aufhören könnte.... Ich armer Sklave, ich armer Gefangene. ;-)
Hab ich vergessen zu erwähnen!
Der Mensch ist wie ein Spiegel. Was in ihm hinein gegeben wird, bekommt man zumeist heraus. Oder anders gesagt! Was er in sich hinein gibt, bekommt er zumeist heraus. Besonders im emotionalen Sinne!
So, nun wird es aber wieder Zeit meine große Klappe zu halten. Bin ja auch nicht mehr wirklich klug. ;-)
REP von Reifeentwicklungsprozess.
Ich habe mir die Zeit genommen, alle Infos und Ratschläge über den Text von "Michael" zu lesen.
Ist es nicht so, dass man sich nur "verändern" kann, wenn man im Innersten auch dazu bereit ist? Wie heisst es so schön: "Aus Fehlern lernt man". Aber dies ist leicht gesagt. Wenn man nicht bereit dazu ist, macht man immer wieder die gleichen (oder ähnliche) Fehler. Deshalb stimmt das Sprichwort: "Hilf dir selbst, sonst hilft dir niemand" auf jeden Fall.
Liebe Grüsse
Pingpong
Ad. "Pingpong"- Kommentar:
Was ist, wenn das Bewusstsein eines Menschen etwas (Veränderung, Lernen aus einem bestimmten Fehler, Weiterentwicklung, etc.) will, zu dem sein Unterbewusstsein noch lange nicht bereit ist?
Braucht es dann nicht zumeist kluge Strategien die entsprechende Erfahrungen bzw. Fachwissen benötigen?
Doch hilf dir selbst, wenn du nicht fähig bist, dir selbst helfen zu können. Lei, Lei!
REP von Reifeentwicklungsprozess.
Stimmt, das Unterbewusstsein muss bereit sein. Dieses ist wie ein kleines Kind, das einfache und bildliche Informationen benötigt, um verstehen zu können. Wenn Michael dies akzeptiert und übt, wird er erkennen, dass das Leben wunderschön, äusserst bunt und "lebenswert" ist.
@ Michael:
Falls du dies doch noch lesen solltest (Ich bin so frei und dutze frecherweise trotz Nichtkennens), wäre es interessant mehr zu den vergangenen Szenen zu erfahren.
Ich habe zwar nicht alle Kommentare und Äußerungen verfolgt, dennoch habe ich eine gewisse ähnliche Tendent ausmachen könne.
Ändern wollen, ändern müssen, nicht ändern können.
Selbstwertgefühl, Selbstakzeptanz usf. bleiben stets auf der Strecke. Ich habe dazu meine eigene Theorie und mir ist bei meiner Eigenanalyse (die seit enorm vielen Jahren währt) etwas bewusst geworden.
Melde dich einfach mal, vielleicht kann man einen einen zwanglosen Textplausch halten. Denn ich behaupte einfach mal, dein Wesen eher nachvollziehen zu können als viele andere, und das mag auch an meiner eigenen Vergangenheit liegen.
Wir sind Frei und als Menschen auf der Welt.
Menschsein ist so einfach.
Warum wollt ihr was anderes sein ?
Ist euch Menschlich sein nicht mehr genug ?
Auf was wartet ihr denn ?
Seit einfach Menschen,mehr nicht !!!!
@ Ein Freund:
Selig sind die, die blind sind. Denn sie müssen sich selbst nicht im Spiegel ertragen.
@ Otto V... cooler Name.
Was Glaubst du sieht ein Vogel,wenn er sich
im Spiegel sieht ?
@ Ein Freund:
Wenn er blind is, nix.
Und wenn er net blind is, erkennt er sich selbst im Anderen net.
Ja, ja, selig san de Blindn. Eh scho kloar. Oda?
Er sieht aber auch was da hinter ist.
Nicht nur den Spiegel.
Ein Blinder Vogel würde nicht lange Leben,wenn sich keiner
drum kümmert.