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Die goldene Regel

Von Ralf Senftleben38 Kommentare

Sie kennen bestimmt auch die goldene Regel:

Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.

oder anders gesagt:

Behandele andere so, wie du auch behandelt werden möchtest.

Ich denke, dazu nicken die meisten von uns. Wenn sich jeder daran halten würde, dann würden wir wahrscheinlich in einer deutlich besseren Welt leben.

Wenn Sie Lust auf eine heftige Portion Selbsterkenntnis haben, dann schreiben Sie doch mal Antworten auf die folgende Frage auf:

Was erwarte ich von anderen Menschen in Bezug darauf, wie ich behandelt werden möchte?

Machen Sie also eine Liste mit Ihren Erwartungen an andere.

Ich will z.B., dass andere ehrlich zu mir sind, mich fair behandeln, mein Chef soll mich wertschätzen, meine Kinder sollen nicht alles als selbstverständlich nehmen, ich erwarte von anderen, dass sie mich nicht betrügen usw. usw.

Es kann sehr erhellend sein, wenn man mal die eigenen Erwartungen geballt untereinander geschrieben sieht.

Und dann kommt der harte Teil in Form der zweiten Frage:

Inwiefern genüge ich meinen eigenen Erwartungen an andere Menschen? Behandele ich selbst andere so, wie ich gerne behandelt werden möchte?

Hier 2 typische Beispiele:

(1) Wie fühlt es sich an, wenn Sie beklaut oder betrogen werden? Hatten Sie das schon mal? Verbinden Sie sich doch mal kurz mit dem Ärger, der Wut, der Ohnmacht und der Enttäuschung. Können Sie das fühlen? Und haben Sie schon mal bei der Versicherung geschummelt, eine Raubkopie gemacht, einem Freund eine CD gebrannt, ein Computerspiel eine DVD kopiert? Oder vielleicht bei der Steuererklärung getrickst? Haben Sie also schon jemals betrogen? (Oder ist das vielleicht "etwas gaaanz anderes"? ;-)

(2) Wie fühlt es sich an, wenn Sie erfahren, dass man hinter Ihrem Rücken über Sie redet? Sie kommen in den Raum und plötzlich schweigen alle. Oder Sie erfahren von einem Kollegen, dass ihr Chef geringschätzig von Ihnen gesprochen hat. Wie fühlt sich das an? Und haben Sie selbst schon mal hinter dem Rücken über andere geredet, gelästert?

Ich will gar nicht moralisch werden, denn ich bin ja auch nicht perfekt und schaffe es auch nicht, andere immer so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden will. Aber ich finde, es ist zumindest etwas, wonach man streben kann.

Möchten Sie, dass die Welt freundlicher wird, dann seien Sie freundlicher. Möchten Sie Respekt, dann behandeln Sie andere respektvoll. Wollen Sie, dass die Menschen um sie herum ehrlich zu Ihnen sind, dann seien Sie ehrlich.

Oder noch anders gesagt: Geben Sie das in die Welt, was Sie zurückbekommen möchten.

  1. Beate schreibt am 7. November 2008 um 17:58

    Danke! Danke! Danke!

    Diese Regel halte ich für eine der wichtigsten überhaupt!!!

  2. Irina schreibt am 7. November 2008 um 18:57

    total einverstanden!

  3. Beate schreibt am 8. November 2008 um 05:46

    ... einen kleinen Hinweis habe ich noch zu dieser "Goldenen Regel"..., sie stammt aus der Bibel... genau so wie viele andere "Weisheiten"...
    Ich habe das Buch, das ich früher nie verstanden habe, vielleicht aber auch nie verstehen konnte oder wollte, als einzig wahren "Ratgeber" für mich entdeckt...

  4. UKH schreibt am 8. November 2008 um 07:20

    Hallo,

    *So wie man in den Wald hineinruft, schallt es wieder raus!*

    Wobei die Natur nun auch noch ein Wörtchen mitzureden hat :-).
    So drücke ich es gerne so aus: "Was man sät, das erntet man". Daraus schlussfolgernd kann ich nur das ernten, was ich auch säte.

    Herzliche Grüße

  5. Heide schreibt am 9. November 2008 um 10:08

    Tania schreibt: "Möchten Sie, dass die Welt freundlicher wird, dann seien Sie freundlicher. Möchten Sie Respekt, dann behandeln Sie andere respektvoll. Wollen Sie, dass die Menschen um sie herum ehrlich zu Ihnen sind, dann seien Sie ehrlich."

    Das stimmt!!

    Aber es ist besonders wichtig im Umgang mit Kindern: Nur wer zu Kindern freundlich und ehrlich ist und ihnen mit Respekt begegnet, der wird von ihnen auch so behandelt - und er tut etwas dafür, dass die Welt in Zukunft freundlicher wird.

  6. Hanni schreibt am 9. November 2008 um 10:29

    Heute fühle ich mich auch angesprochen zu antworten. Ja, das Zitat heisst in der Bibel "Alles was Ihr wollt, das Euch die Menschen tun, so tut auch ihnen." Das finde ich sehr schön ausgedrückt, nämlich auf die positive Weise.
    "Wollen Sie, dass die Menschen um sie herum ehrlich zu Ihnen sind, dann seien Sie ehrlich."
    Leider ist das nicht so, dass man unbeedingt Ehrlichkeit zurückbekommt, wenn man ehrlich ist. Das Gegenteil ist oft der Fall, das musste ich am eigenen Leibe erfahren.
    Aber, seid versichert, ich gehe trotzdem nicht von meinem Weg der Ehrlichkeit ab. Sonst könnte ich keine Selbstachtung mehr haben.
    Schöne Sonntagsgrüße von
    Hanni

  7. Selma7 schreibt am 9. November 2008 um 11:13

    "Oder noch anders gesagt: Geben Sie das in die Welt, was Sie zurückbekommen möchten."

    Es gibt nichts Gutes außer man tut es,
    es gibt nichts Schlechtes außer man läßt es.
    Klappt nicht immer und niemand ist fehlerfrei aber es bleibt die Maxime meines Wollens.
    Wenn es mal schief gegangen ist, ist jeder auf Vergebung angewiesen.

    Ebenfalls herzliche
    Sonntagsgrüße

  8. Andrea Gabriele schreibt am 9. November 2008 um 11:47

    . . . das ist aber kein Rezept, Andere sind nicht immer
    freundlich und das muss man irgendwie ertragen lernen.

  9. Monika schreibt am 9. November 2008 um 12:36

    Interessant finde ich die allgemeine Zustimmung und die Hinweise, dass es nicht immer fruchtet. Ich schreibe, weil mich die Offenheit des Artikels gefreut hat. Genauso offen möchte ich antworten: Wie steht es wirklich mit der Balance unseres Tuns zwischen Erwartungen an andere und deren Erwartungen an uns? Ich glaube, dass dies ein Thema von weitreichender Bedeutung ist; eine Auseinandersetzung mit dieser Frage kann nicht nur das eigene Leben verändern.

  10. Ulrich P. schreibt am 9. November 2008 um 12:47

    Hallo zusammen,

    es sind schöne aufrichtige Worte...so wie man selbst behandelt werden möchte....mal offen gedacht, wer ist nicht verletzt oder gekränkt oder sogar wütend,wenn man sich sehr freundlich anderen gegenüber verhält und das Gegenteil kommt zurück?
    Selbst ich kann mich nicht von negativen Gefühlen frei sprechen,wenn es mir passiert.
    Wer kann schon von sich behaupten, das man selten ungerecht gehandelt hat! Ich nicht!
    Ich finde es auch nicht schlimm falls mal die Nerven blank liegen.Ich bin Mensch, genau wie mein gegenüber auch,nicht unfehlbar, unberechenbar und manchmal sogar ungerecht.
    Mir fällt es manchmal sehr schwer Gerechtigkeit walten zulassen, halt weil es mir schlecht geht.Vielleicht ist es bei unserem Gegenüber genau so, das er uns gegenüber feindselig erscheint obwohl wir freundlich waren...wer weiss ...wer weiss.
    Mein Ziel ist es immer, genau daran zu denken wenn mir mal, nichts, Gutes wiederfährt.
    Es ist mir persönlich schon angenehm wenn ich es spüre das es so auch anderen Menschen geht...
    der Weg ist das Ziel...
    und wir sind was wir sind....MENSCHEN!
    Wünsche allen noch einen schönen Sonntag und ein guten Wochenanfang....Ulrich

  11. Movie schreibt am 9. November 2008 um 13:11

    Hallo!°

    Aus tiefstem Herzen möchte ich Tanja rechtgeben, dass die Losung: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst-.." oder "Was ihr einem meiner geringsten Schwestern oder Brüder getan hast, das habt ihr mir getan.." stimmt, bzw. so stimmen möge und Gutes mit Gutem vergolten wird. Und es gibt sie, die Beispiele, die das belegen. Es gibt auch welche, die zeigen, dass wir, wenn wir uns nach diesen Vorgaben verhalten, nicht erwarten können und dürfen, dass "Gleiches mit Gleichem" vegolten wird, dass Rücksicht mit Schwäche, Großzügigkeit mit einem Freibrief für unbegrenztes (Aus-)Nützen, Ehrlichkeit und Offenheit mit Naivität, Selbstlosigkeit mit einem Selbstbedienungsladen verwechselt werden. Diese Welt ist nicht gerecht, ist nicht per se moralisch, sondern solch ein ethisch soziales Verhalten muss erlernt und vor allem vorgelebt werden. Da gebe ich Heide absolut recht, dass da bei unseren Kindern begonnen werden muss, indem man ihnen diese Werte autentisch vermittelt.
    Und dennoch - letztlich kann die erlebte Realität uns nicht vor unserer Verantwortung anderen Menschen gegenüber entbinden, wir sind uns Rechenschaft über unser Tun und Lassen schuldig, unabhängig vom Verhalten unserer Umwelt. Wobei ich eingestehe, dass mir das mitunter und auch zunehmend schwer fällt im Angesicht eigener Erfahrungen und demzufolge Frustrationen.
    Es gibt hierzu allerdings noch einen Aspekt, der nicht zu vernachlässigen sein sollte - die durch ungute Erfahrungen ausgelöste erforderliche Selbstreflexion des eigenen Verhaltens, die oftmals der Schlüssel dazu ist, denn oftmals ist das, was wir zurückbekommen, der Spiegel unseres eigenen Verhaltens, und diese Reaktionen im Kontext genauer und ehrlich zu analysieren hilft mitunter enorm zu erkennen, wodurch Plus-/Minus-Rückmeldungen unseres Gegenüber oder unserer eigenen Person ausgelöst worden sind.
    Was mir manchmal auch hilft, - nicht alles Geschehen auf die eigene Person zu beziehen und die eigene Befindlichkeit und Bedürftigkeit nicht außer acht zu lassen. Dann werde ich eher einer Gesamt-Situation gerecht und erwarte von anderen nicht mehr, als ich selbst vermag und bin weder zu sehr von anderen oder entsprechend von mir enttäuscht. Was mich immer wieder aufbaut ist die mitunter in den Augen anderer erkennbare Überraschung und auch manchmal Dankbarkeit für ein freundliches, respektvolltes oder auch würdigendes Verhalten, das auch mir ein gutes Gefühl des Mit-Sich-Selbst-Im-Reinen-Seins vermittelt.
    Uns allen in der kommenden Woche viele gute und bereichernde Begegnungen

  12. Tania Konnerth schreibt am 9. November 2008 um 13:19

    Ich habe leider erst gerade entdeckt, dass sich ein kleiner Fehler eingeschlichen hat - der Text ist nicht von mir, sondern von Ralf. Habe das gleich einmal korrigiert.

    Herzlich an alle,
    Tania vom "Zeit zu leben"-Team

  13. Marion Dikti schreibt am 9. November 2008 um 13:46

    Neue Weisheiten kann es nicht genug geben.
    Was man sät, das erntet man.
    Oder auch Dankbarkeit hilft uns über manches hinweg.
    wunderschönen Sonntag noch Marion

  14. Anneliese schreibt am 9. November 2008 um 14:11

    Hallo zusammen,

    ich empfinde Ehrlichkeit, Höflichkeit, Verständnis, Mitgefühl, Respekt usw. sehr wichtig, eigentlich fast als Grundlage, um gut miteinander umgehen zu können.
    Ich möchte gerne die Menschen um mich rum so annehmen können wie sie sind - dennoch gelingt es mir oft auch nicht, zB wenn ich mich von jemanden sehr verletzt fühle.:-(
    Ich möchte mein Handeln aber nicht von meinen Erwartungen abhängig machen, dh dass ich nicht etwas nur tue damit mich andere Menschen genauso behandeln wie ich sie. Wenn mein Beweggrund freundlich oder ehrlich etc. zu sein nur ist weil ich erwarte dass mein Gegenüber es dann auch ist, dann
    wäre es für mich berechnend.
    Außerdem: wenn ich zu mir stehen kann wenn ich mal jemand anschnauze weil ich schlecht drauf bin, dann kann ich es auch annehmen dass mich mal jemand anschnauzt weil er/sie schlecht drauf ist. Das soll aber kein Freibrief sein dass ich schimpfend und schreiend durch die Gegend laufe. :-)
    Im Endeffekt trifft auch damit für mich dann das zu, was Ralf geschrieben hat:
    "Geben Sie das in die Welt, was Sie zurückbekommen möchten."
    Ich möchte gerne dass man mich annehmen kann, auch wenn ich mal schlecht drauf bin. Deshalb muss ich mich selbst auch so annehmen können, denn erst dann kann ich auch die anderen Menschen so akzeptieren wie sie sind und diese dann wiederum evtl. auch mich. :-)

    Liebe Grüße
    Anneliese

  15. Sigrid schreibt am 9. November 2008 um 14:46

    Hallo,

    ich möchte mich dem Schreiben von Ulrich anschließen. Ulrich hat mir voll und ganz aus dem Herzen geschrieben.

    Es ist wirklich schwer Gerechtigkeit, Freundlichkeit usw. walten zu lassen wenn es mir schlecht geht und ich dies einem ehemaligen "guten" Freund, Mitmenschen zu verdanken habe.

    Der Weg ist das Ziel...
    und wir sind was wir sind....MENSCHEN!

    Ein schöne Woche wünscht Sigrid

  16. winfried schreibt am 9. November 2008 um 14:53

    ... im Laufe der Zeit bin ich zu der für mich nützlichen Erkenntnis gekommen, möglichst keine bewussten Erwartungen gegenüber anderen zu haben, auch wenn ich davon nicht ganz frei bin.
    Der Vorteil: ich bleibe offener und spontaner und deute z.B. Worte oder Taten Dritter eher im situativen Zusammenhang, statt in der Farbe meiner Erwartungsbrille.
    Überraschungen und Chancen der Gestaltung sind so größer. Und der Grad der Verstrickung in rechtfertigendes oder unfreundliches Handeln ist, so meine erfreuliche Bilanz, niedrig. Sonnige Grüße winfried

  17. freedom schreibt am 9. November 2008 um 15:11

    Grundsätzlich kann ich dass alles "unterschreiben". Nur hiermit habe meine Probleme:

    "eine Raubkopie gemacht, einem Freund eine CD gebrannt, ein Computerspiel eine DVD kopiert? Oder vielleicht bei der Steuererklärung getrickst?"

    Einem Freund eine Kopie von einer CD/DVD zu machen ist nichts falsches und erst recht kein Raub! Das FA raubt uns Bürgern unser Geld, welches der Staat bzw. die Poliker dann vergeuden (500.000.000.000€ für ach so "arme" Banken etc.). Weiter darf er (der Staat) uns dann immer mehr überwachen...

    Steueroptimierung ist Selbstverteidigung, es bedeutet dass eigens verdiente Geld vor dem Zugriff der Räuber zu schützen! Selbst die Bibel warnt vor zu viel Steuern, da sie ein Volk zerstören und knechten! Hier trifft der Begriff Raub zu, da man etwas weggenommen bekommt.

    Meine Meinung. Schönen Sonntag :-)

  18. Anna schreibt am 9. November 2008 um 16:18

    Eine wunderbar rosarote Welt!
    Unter normalen Umständen klappt es mit der "sei Freundlich und die Welt ist freundlich zu dir".
    So lange, bis man etwas mit Narzisten, Sadisten und Soziopaten zu tun gehabt hat.
    Nichts ist schlimmer als ungerecht fertig gemacht und ausgebeutet zu werden.
    Schlimm deswegen, weil unsere Glaube an das Gute und Gerechte durch solchen Menschen gestört wird.
    Ich habe nichts gegen Fairnes, ich finde es wunderbar und strebenswert. Sowas funktioniert aber nur dort, wo es von beiden Seiten als strebenswert gesehen wird.

  19. Heide schreibt am 9. November 2008 um 16:21

    freedom,

    mit deiner Meinung gehe ich nicht einig:
    Ich denke, solche Ansichten öffnen Betrug und Unehrlichkeit Tür und Tor.

    Man kann z.B. wahrlich der Meinung sein, dass die Steuerlast ungerecht verteilt ist, dass Steuergelder falsch ausgegeben oder vergeudet werden. Aber dass Steuern von vorneherein "Raub" sind, ist sicher nicht richtig.

    Und erst Recht kann man nicht "Selbstjustiz" üben. Man kann nur versuchen, die - zugegeben geringen - Einflussmöglichkeiten auf die Politik, bzw. die Politiker, allgemein gesprochen auf die Verantwortlichen zu nützen.

    Eine Raubkopie ist kein Unrecht?
    Auch hier kann man manches Vorgehen nicht unbedingt billigenswert finden. Aber grundsätzlich möchte ich nicht um die Erträge meiner Arbeit gebracht werden, also ...

  20. Hartmut schreibt am 9. November 2008 um 16:50

    Hallo zusammen,

    ich finde alle Kommentare in ihrer Vielfalt sehr bereichernd. Was mir noch in den Sinn kommt ist die Notwendigkeit der Wertschätzung. Mir tut es unendlich gut, wenn ich merke, mein Gegenüber schätzt mich als Person und zeigt es mir auch, z.B. durch ein paar Minuten echte Aufmerksamkeit, durch ehrliche Anerkennung, durch konkretes Nachfragen oder durch eine freundliche Geste. Ich gebe mir Mühe, so mit meinen Mitmenschen umzugehen. Das geht am Besten, wenn man sich selbst geliebt weiß. „Seht, wie viel Liebe unser himmlischer Vater für uns hat, denn er erlaubt, dass wir seine Kinder genannt werden - und das sind wir auch!“ (Die Bibel in 1. Johannes Kapitel 3, Vers 1).

    Einen guten Start in die neue Woche

  21. Elisa schreibt am 9. November 2008 um 18:01

    ich finds super was sie geschrieben haben!
    Vorallem wird jetzt jeder, der den Artikel gelesen hat, versuchen das auch in die Tat umzusetzen!
    und das verändert die Welt ein bisschen zum besseren!

  22. Claudia schreibt am 10. November 2008 um 08:38

    Ihr Text impliziert für mich leider, dass "ich" mich schon falsch verhalte.

    Sicherlich weiß ich, was Sie meinen, aber das finde ich schon sehr ungünstig.

  23. Torsten schreibt am 10. November 2008 um 09:53

    Das Thema ist ein sehr wichtiges - dem Spruch kann ich jedoch nur halb wirklich zustimmen - Viel Besser finde ich:

    Behandele andere Menschen so wie sie behandelt werden wollen (nicht wie ich behandelt werden will) - Dies wird in vielen Fällen einen großen Unterschied ausmachen

  24. Willi schreibt am 10. November 2008 um 10:36

    In dem ich mit mir achtsam umgehe,verletze ich auch mein gegenüber nicht.
    Wir legen oft eine schnelle Bewertung gegenüber andere fest,
    ohne zu merken, wie verletzend ich sein kann. Ohne Verletzung meinem gegenüber und mit Mitgefühl erreiche ich oft mehr.
    -Die Gefühle des Anderen müßen respektiert werden.
    -Wir wissen oft nicht,welche unangenehme Situation er im Moment erlebt.
    Wir sind "Menschen", mit unterschiedlichen Empfindungen und Gefühlen. eine Bewertung im Umgang mit Anderen von mir, ist grundsätzlich falsch.

    Wenn ich mit Respekt,Offenheit,Vertrauen und Liebe behandelt werden möchte, dann muß ich die gleiche Einstellung zu mir haben, um anderen Menschen so zu begegnen.
    In einer Zeit wo Unzufriedenheit,Mißtrauen und oft Gleichgültigkeit herrschen, verlieren sich die Werte der Höflichkeit mit den Umgang mit anderen Menschen oft.

  25. Hille schreibt am 10. November 2008 um 10:38

    " Ein Tropfen verändert das Meer"
    Jedem Wort, das hier geschrieben wurde, ging ein Gedanke und evtl. auch ein Gefühl voraus. Alleine dadurch, hat sich etwas bewegt, alles ist in Schwingung. Jeder, der sich mit einem Gedanken an das Gute beteiligt, verändert, macht die Welt besser. Wir dürfen hier immer weitermachen, brauchen nie stehen bleiben, nehmen kleine und große Wunder war, kommen in die Dankbarkeit und immer mehr in die bedingungslose Liebe. Sind wir in der bedingungslosen Liebe schrumpfen die Erwartungen.

    Die höchste aller Schwingungen ist die Liebe.
    (-wenn wir uns da befinden, haben wir keine Erwartungen mehr)

    Bevor wir im Außen anfangen, zu handeln oder Wunder zu entdecken, ist es gut bei uns SELBST zu starten. Dieses bedarf enorm Geduld, Vertrauen und endlose Liebe, doch jeder, ja, jeder Schritt den wir in diese Richtung machen, führt uns zu einem wundervollen Leben.
    Wenn wir fallen, kann es weh tun, dennoch versuchen gleich wieder in der Liebe zu sein,
    die Erwartungen schrumpfen
    und Leichtigkeit und Fülle verbreiten sich!!!!

    Wir nehmen dann eine Krise nicht mehr als "KRISE" war, sondern als WANDEL.

    Die Zeit in der " Mein-Leben-Akademie " ist endlos, dennoch wachse ich in jedem Moment durch jede Verbindung.

    Ich freue mich auf eure Begegnungen auf dem Lebensweg nach ganz oben und wünsche euch alles Liebe (:-)

    Hille

  26. Uschi schreibt am 10. November 2008 um 13:31

    Danke für den Gedankenanstoß. Ich fühle mich ertappt. Habe auch schon mal eine CD für jemanden kopiert, weil ich ihm was Gutes tun wollte und mir nichts dabei gedacht. Aber es stimmt schon. Damit beweise ich nur Mangelgedanken. Und es fühlt sich auch gar nicht edel an.

  27. Julia schreibt am 10. November 2008 um 16:25

    Hallo,
    ich schließe mich den obigen Komentaren an. Ich finde, es ist sehr wichtig diese Werte unseren Kindern zu vermitteln, damit sie das Gute von dem Bösen unterscheiden können. Was mich nur etwas stört ist, das der stärkere Akzent in dem Satz "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst-.." auf "liebe deinen Nächsten" gesezt wird!!!
    LIEBE DICH SELBST! BEHANDELE DICH RESPEKTVOLL! TU DIR NICHT WEH! UND BEHANDELE DEINEN NÄCHSTEN SO! Gib DIR und jedem anderen Menschen eine Chance! Aber DU muss DIR nicht alles gefallen lassen. SEI MUTIG und beschütze DICH und andere, die die Deine Hilfe brauchen.

  28. Jan schreibt am 10. November 2008 um 17:45

    Alle Kommentare die ich hier gelesen habe stimmen zum größten Teil. Ich denke, die Herausforderung liegt darin zwischen Beruf und Privatleben zu unterscheiden - denn da verschwimmen sehr oft die Grenzen von Respekt und Achtung.

    Ein schöne Woche!

  29. annegret sattler schreibt am 11. November 2008 um 09:23

    Ich finde die Anregung auch sehr gut. Für mich gibt es allerdings noch einen schönen weiteren Rückschluß dazu. Mit dieser Einstellung sehe ich nicht nur mich und mein eigenes Verhalten bewußter, sondern ich schaffe den nötigen Abstand für (mehr) Verständnis für das einfach nur menschliche Verhalten der anderen, wenn mal wieder was "schiefläuft". Es hilft mir in schwierigen Situationen toleranter zu sein, denn ich nehme mich selbstkritischer wahr. Und damit handle ich ja auch wieder so wie ich es mir von anderen wünsche: wenn halt mal doch alles blöd läuft - dann gibt es auf der anderen Seite Verständnis, Toleranz, Geduld und trotz allem Achtung.
    Wunderbar. Ich wünsche allen Lesern sehr viel Erfolg dabei!!!

  30. Christiane Bach schreibt am 11. November 2008 um 16:31

    "Behandele andere so, wie du auch behandelt werden möchtest."

    Wer also alles immer möglichst billig einkaufen möchte, sollte auch selber seine Dienste entsprechend anbieten. Und wer am liebsten alles umsonst will, soll mit gutem Beispiel voran gehen und freigiebig seine Habe verteilen...

  31. Schüttelfrost schreibt am 12. November 2008 um 16:25

    Anna, Du hast so recht: "Unter normalen Umständen klappt es mit der "sei Freundlich und die Welt ist freundlich zu dir". So lange, bis man etwas mit Narzisten, Sadisten und Soziopaten zu tun gehabt hat. Nichts ist schlimmer als ungerecht fertig gemacht und ausgebeutet zu werden."

    Mir erging es vor kurzem so, ungerechtfertigt fertig gemacht worden zu sein durch mobbingähnliches Verhalten. Die Folge waren längere Krankheit, wobei die Krankenkasse sich auch noch weigerte zu zahlen. Sorry, da klingen mir solche Worte zum Teil wie Hohn in den Ohren ...

    Ich habe in dieser Zeit aber auch viel Zuspruch und Unterstützung erfahren. Das führe ich auf den guten Allgemeinzustand der Stimmen in meinem Waldstück zurück (wie es in den Wald hineinruft, ...)

    Euch viele gute Behandlungen
    Schüttelfrost

  32. Lilly M. schreibt am 14. November 2008 um 07:43

    Herzliches Grüß Gott an alle,
    das ist so wahr, was Ihr da geschrieben habt. Wenn es uns gelingt, die Sätze: Was du nicht willst, das man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu.
    Oder ...Was Du willst, das mach zuerst..
    in unser Leben als Selbstverständlichkeit aufzunehmen, dann wird es heller in dieser Welt. Wir können nur bei uns selbst anfangen und ich wünsche uns allen, dass dies bald sein wird. Viele gute Begegnungen und Erkenntnisse wünscht Euch Lilly

  33. Bernadette Fuchs schreibt am 18. November 2008 um 15:52

    Ich möchte noch einen wichtigen Gedanken hinzufügen:
    Wie sieht es eigentlich mit meinem eigenen Umgang mit mir selber aus? Behandele ich mich selbst immer so wie ich gerne von anderen behandelt werden möchte? Hege ich gute, wohlwollende Gedanken für mich selbst? Habe ich gelernt, mich so kennenzulernen wie ich bin, oder mache ich mir selbst noch was vor und versuche meine eigenen Schwächen zu verstecken, weil ich sie in Wirklichkeit gar nicht akzeptieren kann bzw. will??? Das alles halte ich für ganz wichtige Fragen auf dem Weg zum wohlwollenden Umgang mit anderen Menschen... Ich hatte es lange Zeit schwer, anderen Menschen zu vertrauen. Eines Tages kam ich bei dem Gedanken an: "Kann ich mir überhaupt selbst vertrauen?" Nein, ich konnte es nicht, da ich mich gar nicht wirklich gut um mich selbst kümmerte. Ich erwartete es zwar von anderen, tat es aber nicht wirklich selber! Hier darf ich auch heute noch jeden Tag lernen und es tut mir immer wieder gut, mich auch selbst so zu behandeln, wie ich mir das von den anderen wünsche:-)
    Zeigen wir nicht manchmal zu schnell mit dem Finger auf die anderen?
    Herzliche Grüße
    Bernadette Fuchs

  34. Petra schreibt am 19. November 2008 um 08:52

    Ich schließe mich Bernadette an - sehr schön. Wie oft legen wir unser Augenmerk auf die Anderen - wollen gut sein um Annerkennung zu bekommen....und manches Mal verlieren wir uns selbst, sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

    Für mich gilt: zurück zu den Wurzeln, also zu MIR

    Danke für den Gedankenanstoß - passt gerade in mein Leben

    Petra

  35. Walter schreibt am 27. November 2008 um 02:52

    Behandle Deine Mitmenschen so wie Sie behandelt werden müssen.
    Ich bin de Meinung, man kann nicht mit allen Menschen gleich gut auskommen kann, also stelle ich mich auf die Menschen ein und behandle Sie auch. Ich Versuche in jedem Menschen etwas positives zu erkennen und die Sache in den Vordergrund zu stellen.

  36. Walter schreibt am 27. November 2008 um 02:52

    Behandle Deine Mitmenschen so wie Sie behandelt werden müssen.
    Ich bin de Meinung, man kann nicht mit allen Menschen gleich gut auskommen kann, also stelle ich mich auf die Menschen ein und behandle Sie auch. Ich Versuche in jedem Menschen etwas positives zu erkennen und die Sache in den Vordergrund zu stellen.

  37. Heiner schreibt am 27. November 2008 um 13:15

    Schöne Diskussion. Diese Maxime der Bibel ist eine ganz uralte Weißheit. Und der Hinweis, das das nicht immer klappt ist auch wahr und - auch uralt. Denn auch dafür hat die Bibel Ihr Zitat. Wundersamer Weise sogar genau beim gleichen Autor und im gleichen Kapitel, nur 6 Verse (Matthäus 7, Vers 6) vorher.

    »Gebt das Heilige, das euch anvertraut ist, nicht den Hunden! Und eure Perlen werft nicht den Schweinen vor! Die trampeln doch nur darauf herum, und dann wenden sie sich gegen euch und reißen euch in Stücke.« (Text Gute Nachricht Bibel, bei Luther etwas anders). Die Vorform des "kategorischen Imperativs" kommt dann in Vers 12. Schon verblüffend, oder?

    Liebe Grüße
    Heiner

  38. Josephine schreibt am 1. Dezember 2008 um 21:43

    "Wer die Welt verbessern will, sollte bei sich selbst beginnen." (..und am besten auch dort aufhören)

    Hab ich aus einer Biografie von Erich Kästner, ich glaube aus einem Brief von ihm an sich selbst :)