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Was will ich wirklich?

Von Ralf Senftleben27 Kommentare

Trotz Finanzkrise leben wir hier in Deutschland in einer tollen, aber gleichzeitig auch ein bisschen schwierigen Zeit.

Die Zeit ist toll, weil jedem von uns nie zuvor so viele Möglichkeiten offen standen, sich privat oder beruflich zu verwirklichen, auch wenn sich viele dieser Möglichkeiten vielleicht nicht bewusst sind.

Und schwierig ist die Zeit, weil es den meisten von uns nicht leicht fällt, sich in diesem Dschungel der abertausenden Möglichkeiten zurechtzufinden.

Gerade weil es so viele Möglichkeiten gibt, schlagen sich viele Menschen mit der Frage herum:

Was will ich eigentlich wirklich vom Leben?

Vor 100 Jahren war das einfacher, da gab es gar nicht so viele Auswahlmöglichkeiten. Wenn dein Vater Bauer war, bist du auch Bauer geworden. War dein Vater Offizier, bist du auch zur Armee gegangen. Und als Frau wurde man Hausfrau und Mutter. Punkt.

Und was wenn ich heute vor der Frage stehe, was ich mit meinem Leben anstellen will? Das ist dann ein bisschen so, als wenn man sich als Kind in einem großen und gut sortieren Spielzeugkaufhaus genau ein Spielzeug aussuchen soll. Überforderung pur.

Haben Sie auch schon mal darüber nachgedacht, was Sie wirklich wollen vom Leben? Und waren Sie auch ein bisschen überfordert, weil Sie sich nicht entscheiden konnten?

Dann sind sie nicht allein. Ich habe in den letzten Jahren viele Menschen kennengelernt, die schon lange ohne Erfolg auf der Suche waren, nach dem, was sie wirklich vom Leben wollen, die auf der Suche waren, nach ihrem Platz im Leben, ihrem Lebenssinn, nach ihrer Berufung.

Und was diesen Menschen oft gemeinsam war, ist dass sie in ihrem Kopf suchen und nicht in der Welt da draußen. Sie versuchen es, durch Nachdenken herauszufinden, was sie wollen und drehen sich dabei ständig im Kreis. Die Antwort liegt aber oft nicht in unserem Kopf. Ja oft noch nichtmal in unserem Herzen. Die Antwort liegt außerhalb von uns selbst.

Denn woher soll ich denn wissen, ob ich ein Talent fürs Musizieren habe, wenn ich noch nie ein Musikinstrument in der Hand gehabt habe? Woher soll ich wissen, ob es meine Berufung ist, tolle Holzmöbel herzustellen, wenn ich noch nie eine Tischlerei von innen gesehen habe? Oder woher soll ich es wissen, ob meine Aufgabe im Leben ist, andere Menschen durch Geschichten zu unterhalten, wenn ich noch nie eine Geschichte geschrieben habe?

Wenn Sie auf der Suche nach Ihrem Platz im Leben sind, dann müssen Sie schon einmal mit diesem Platz in Kontakt gekommen sein, um zu wissen, ob das Ihr Platz ist. Und dazu müssen Sie raus in die Welt gehen und sich in Kontakt mit so vielen, möglichen Dingen bringen wie möglich.

Die wenigsten finden, das was sie wirklich bewegt in ihrem Kopf. Im Kopf findet man einige Hinweise und Anhaltspunkte, in welcher Richtung man weitersuchen sollte. Aber was Sie wirklich wollen, finden Sie nur durch Ausprobieren.

Sie müssen sich dazu aus dem Wohnzimmer heraus bewegen und Erfahrungen machen, zum Beispiel, indem Sie Kurse belegen, in Ihrer Freizeit in Betriebe hineinschnuppern, Handwerkern bei der Arbeit zuschauen und fragen, ob sie helfen können, indem sie durch die Welt reisen die Augen offen halten, welcher Platz oder welche Tätigkeiten oder welche Aufgabe zu Ihnen spricht.

Schwimmen lernt man eben nicht, indem man darüber nachdenkt, wie kalt das Wasser wohl ist, wie es sich wohl anfühlt, wenn man im Wasser ist und wie man sich am besten im Wasser bewegt. Schwimmen lernt man, indem man vorsichtig und unter Anleitung ins Wasser steigt und die Arme bewegt. Und erst dann weiß man, ob das Schwimmen etwas für einen ist.

Wie ist das bei Ihnen? Fragen Sie sich auch manchmal, wo Ihr wirklicher Platz im Leben ist und wozu Sie da sind auf dieser Welt? Wenn ja, dann suchen Sie nicht länger in Ihrem Kopf, sondern gehen Sie in die Welt hinaus und fangen Sie an, Erfahrungen zu machen.

  1. Kristian schreibt am 26. März 2009 um 20:35

    Ja, ich frage mich oft, was ich im Leben will. Fast jede Woche aufs Neue. Aber ich denke man braucht folgendes: Ein großes Ziel, eine Vision auf die man hinarbeitet. Das was man erreichen will. Und jeden Tag und jede Woche sich klar machen, was man für dieses Ziel machen muss. Schritt für Schritt zum Ziel. Zur Vision. Zu einem glücklichen Leben.

  2. Sunnie schreibt am 27. März 2009 um 07:30

    Kann es sein, dass dem Erreichen des optimalen Glücksfaktors einfach zu viel Bedeutung geschenkt wird?
    Das gibt es nicht, immer nur Glück, immer nur Befriedigung immer nur Erfolg, immer nur Geld. Die Mischung macht's und dazu gehören eben auch eine Portion Mut, Tapferkeit und Beharrlichkeit. Durch Medien wird dem Menschen suggeriert, dass er nur in Ordnung ist, wenn er den richtigen Weg für sich wählt, außerdem gesund, schön, reich, erfolgreich, glücklich u.s.w. ist. Das ist kaum zu realisieren, wie oben bereits beschrieben und die richtige Entscheidung zu treffen kann dauern. Zwischenzeitlich vergeht die Schulzeit, die Zeit der Berufsausbildung und noch ein bisschen mehr Zeit. Dann ist man 30 und hat mit "seinem" Leben noch gar nicht angefangen und die spannenste Zeit im Leben erregungsfrei verpasst.
    Der Anfang ist dann auch viel schwerer, denn welcher Arbeitgeber zum Beispiel möchte einen Mitarbeiter haben, der bewiesen hat, dass er sich nicht entscheiden kann.
    Deshalb sehe ich als erstes und und wichtigstes Kriterium für die Gestaltung des Lebensweges die finanzielle Unabhängigkeit. Das heißt nun nicht, dass man sich nicht die Zeit für ein Studium oder eine Ausbildung nehmen sollte, sondern das heißt, dass es das erste und wichtigste Ziel sein sollte. Wenn man einen Beruf erlernt, der nicht das Optimum darstellt aber z.B. am Arbeitsmarkt eben gerade gefragt ist oder für den man umziehen muß, ist man immer noch besser dran, als wenn man gar nichts macht oder die Ausbildung dauernd wechselt auf der Suche nach Spaß und Glück. Aus der finanziellen Unabhängigkeit heraus entsteht die Freiheit, das zu tun, was gefällt und der Lebensweg gestaltet sich dann meist wie von selbst, ohne lange Glückssuche oder Entscheidungswege.
    Was die Nutzung der Möglichkeiten betrifft, da kann ich Ralf nur zustimmen. Je mehr man kennen lernt, desto besser kann man auch bewerten, wie man vorgehen möchte. Und auch dazu gibt es immer wieder viele Möglichkeiten. Alle Chancen zu nutzen ist cool und bringt von alleine Spaß ins Leben, aber auch das kostet etwas, nämlich Mut, Tapferkeit und Beharrlichkeit!

    Einen schönen Tag für alle.
    Sunnie

  3. Uwe schreibt am 27. März 2009 um 13:51

    Glück, Unglück, Sinn, Unsinn das Denken in diesen von uns selbst erfundenen Kategorien engt uns doch stark ein. Wer definiert mir bitte verbindlich was Glück ist oder was Sinn macht. Für den einen mag der Sinn darin bestehen so viel Geld wie möglich zu machen, der andere sieht seinen Sinn darin anderen Menschen zu helfen. Ist der eine schlechter als der andere?
    Vielleicht sollten wir uns darauf konzentrieren, das was wir tun richtig und mit voller Konzentration zu tun.

    Ich glaube wir vergeuden zu viel Energie mit solchen Fragen. Irgendwie geht mir ein Spruch durch den Kopf, der so oder so ähnlich lautet :"Pläne sind das, was man macht während das Leben ganz anderst verlauft"

    Ich finde momentan ist eine Bewegung im Gange die einen Druck aufbaut, man muss glücklich und zufrieden sein. Am besten natürlich rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.

    Weg damit, ich lasse mich vom Leben leiten und vertraue dem Schicksal, Gott oder dem großen Geist wie auch immer man es nennen mag.

    Gruß Uwe

  4. Michael schreibt am 27. März 2009 um 20:43

    Mir wird immer klarer was ich wirklich will. Nämlich möglichst bald für immer *friedlich* einschlafen und nie wieder zu irgendeiner Form von Bewußtsein zu gelangen.

  5. lessi schreibt am 27. März 2009 um 22:24

    Es ist wirklich wahr, dass es schwer ist sich in dem Dschungel der Möglichkeiten zu entscheiden ... nur - merke ich, um so mehr ich ausprobiert habe, umso mehr kristalliert sich die "Essenz" heraus. Was macht mich glücklich? Lautet die Frage und ist auch gleichzeitig die Antwort.

    Handeln - ist für mich das was zählt. Gleich ob ich das bin, oder andere.

  6. Arielle schreibt am 28. März 2009 um 09:33

    Mir kommt die jetzige Zeit vor wie die Situation auf der Titanic vor dem Zusammenstoß mit diesem hässlichen Eisberg. Alle tanzen und singen, während das Schiff sich sicher auf seinen Untergang hin bewegt.
    Es gibt gerade heute Menschen, die sich aufgrund von Arbeitslosigkeit, Krankheit und Armut nicht im großen Spielzeugmarkt der Möglichkeiten bedienen können.Die Folgen, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Angst vor der Zukunft, kennen wir auch.
    Man kann kein ganzes Leben lang nur glücklich sein!
    Warum eigentlich nicht? Glück heißt für mich nicht, dass ich pausenlos euphorisch und fröhlich bin. es ist vielmehr das Vertrauen in die Sinnhaftigkeit meines Lebens, die mich ein Leben lang beglücken kann.

  7. Ralph Szeymies schreibt am 29. März 2009 um 08:47

    alleine bist du gar nichts....
    wie eine schneeflocke göttlich einmalig ist und doch nur im schneeschauer lebt und bedeutung hat,
    fallend oder schwebend, in gedanken oder handelnd.

  8. marita schreibt am 29. März 2009 um 08:56

    Lieber Michael,
    für immer friedlich einschlafen und nie wieder zu irgendeiner Form von Bewußtsein kommen? Also - "fertig gelebt"? Das kann doch nicht sein. Das ganze Leben ist ein auf und ab, Leid und Freude, und alles hat seine Berechtigung. Ich habe aus den Tiefs immer was gelernt - natürlich erst im Nachhinein, erst muß man das mal aushalten, aber es kommen immer wieder bessere Zeiten. Nein, friedlich einschlafen - das ist jetzt zu einfach und das kommt sowieso. Bis dahin gibt es auch immer wieder etwas Schönes, das uns begegnet - man muss es nur sehen. Manchmal sind es die kleinen Dinge. In letzter Zeit ist mir so viel Krankheit und Tod in meinem Umfeld begegnet, dass ich einfach nur froh bin, dass ich gesund bin und noch alles tun kann.

  9. tine schreibt am 29. März 2009 um 09:33

    ich finde auch, daß die Lösung der Fragen nicht im Kopf zu finden ist - über den Sinn des Lebens, glücklich sein, seine Berufung finden. Damit quäle ich mich in beruflicher Hinsicht schon seit mehreren Jahren. Was will ich, was kann ich, wo ist mein Platz? Wenn man einen sicheren Job hat, ist man leicht dazu verleitet sich auch vieles schön zu reden. Es gibt so viele Gründe dort zu bleiben! Es ist ein sicherer Job, bin schon 15 Jahre dort, was will ich wirklich machen, was kann ich, ist ein anderer Job auch in einem halben Jahr noch schön? Ich werde gerade schmerzlich daran geführt, daß man sich dort leiten lassen soll, wo es leicht geht, wo man sich wohl fühlt, wo man geschätzt wird, wo die Arbeit Spaß macht und keine "Belastung" ist, wo man wertgeschätzt wird. Da nützt mir alles schön reden nichts - mit verünftigen Gründen kann ich mich nicht auf ewig selbst belügen. Und ich werde gerade das zweite Mal dermaßen an meine Grenzen geführt, daß ich mich endlich dazu entscheiden kann, den sicheren Hafen - diesen Arbeitgeber, diese Arbeit - zu verlassen. Ich kann nicht ewig gegen meine Berufung, meine Überzeugung, gegen meine Persönlichkeit leben. "Schwere" Erkenntnis, aber nun habe ich es verstanden. Da kann ich privat noch so viel Glück haben - eine tolle Familie, einen wunderbaren Sohn, Mann etc.
    Veränderung macht mir manchmal Angst. Leider verhindere ich dadurch auch sehr viele Chancen, die auf mich warten. Diesen Mut entdecke ich gerade, daß es endlich an der Zeit ist, von den schönen Dingen im Leben, im Beruf auch träumen zu dürfen, und sie sich auch gönnen zu dürfen. Dafür ist es für mich unglaublich wichtig achtsam mit sich umzugehen, zu schauen wo es mir gut geht, wo ich mich wohl fühle. Das ist meine Richtschnur. Da will ich hin, dort ist mein Platz....

    Ich habe viele lange Jahre "nur" funktioniert, das getan was anlag, was man von mir erwartet hat. Endlich habe ich erkannt, daß ich mich unendlich von mir entfernt habe. Jetzt bin ich auf der Suche nach meinem Leben, nach meinem Weg. Es erfordert Mut, aber es lohnt sich!
    In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Sonntag!

  10. Uwe schreibt am 29. März 2009 um 09:35

    Hallo,

    ich glaube wir machen uns wirklich ganz stark etwas vor, wenn wir uns vorgaukeln oder vorgaukeln lassen das Leben müsste immer lustig und frei von Sorgen, Nöten und Schmerzen sein. Das ist eine irrationale Annahme. Es wird immer wieder bergab gehen, wenn es vorher bergauf ging. Ich war schon arbeitslos, ich bin schon nächtelang Taxi gefahren, habe aus der Not heraus mit LKW fahren begonnen. Einfach um Geld zu verdienen. Ich habe mich aber in all der Zeit niemals damit als unabwendbares Schicksal abgefunden. Inzwischen habe ich ein eigenes kleines Unternehmen, habe drei Jahre BWL studiert. Es ist hart, keine Frage man frägt sich auf dem Weg oft, warum tust du dir das an?
    Auch jetzt bin ich sicher nicht am Ende angelangt. Es wird auch mit dem Unternehmen mal auf mal ab gehen. Vielleicht scheitert es auch gänzlich. Auch diese Möglichkeit besteht. Aber dann geht eine neue Tür auf durch die ich gehen werde. Habt Mut und Vertrauen.

    Gruß Uwe

  11. gustav schreibt am 29. März 2009 um 10:59

    Das Leben als buntes ewiges Glück, das sich wie im Supermarktregal auffrischen lässt, ist natürlich naiv. Aber genauso verkehrt ist es, sich nicht zu fragen, ob es nicht auch andere berufliche oder private Möglichkeiten gibt, wenn die aktuelle Situation unzufrieden macht.

    Dass viele Menschen nur im Kopf nach Alternativen suchen, hängt aus meiner Sicht mit zwei Dingen zusammen: Zum einen sind schwierige Lebenssituationen oft so anstrengend und kräfteaufreibend, dass schlicht der Mut bzw. die Kraft fehlt "in die Welt hinaus zu gehen".

    Andererseits gibt es nicht wenige Menschen mit einer mittleren Begabung für viele Dinge. Ob ich jogge oder schwimme, musiziere oder schreibe - immer finde ich etwas Gefallen und auch etwas Missfallen. Aber nie eine bleibende Begeisterung und schon gar nicht, mich selbst oder "meinen Platz".

    Für mich persönlich ergibt sich daraus die Erkenntnis, dass es nicht darauf ankommt, die richtige Entscheidung im Meer unzähliger Optionen zu treffen, sondern richtig mit den Optionen umzugehen. Und das heißt, sich zu freuen, dass es Alternativen gibt und dass diese aber genauso gut und schlecht sind, wie das, was ich habe. Nur komme ich mit manchen besser klar. Und das muss ich ausprobieren.

    Kurz gesagt: Es kommt nicht auf die Wahl des Spielzeugs an, sondern auf den richtigen Umgang damit.

  12. Blumenkind schreibt am 29. März 2009 um 11:02

    Snd wir nicht alle als Stehaufmännchen auf diese Welt gekommen? Und wenn einem selbst einmal der Schwung fehlt um wieder hoch zu kommen, wird von irgendwoher ganz sich wieder ein Trall kommen. Nur was ist besser...darauf zu warten oder sich selbst zu bewegen?

  13. Blumenkind schreibt am 29. März 2009 um 11:12

    Hallo Gustav, sicher hast du recht, ich denke nur dass wir uns oft unserer Möglichkeiten gar nicht bewußt sind, bzw. damit überfordert sind. Leider sehen wir ja oft auch nur einen minimalen Bruchteil unserer Möglichkeiten, nur welchen "Filter" man dabei einsetzt hat jeder selber in der Hand.Und wie zufrieden man mit seiner Wahl ist:)

    Schöne Grüße vom blumenkind

  14. Susanna Haller schreibt am 29. März 2009 um 11:44

    Meine Gedanken gehen ein wenig andere Wege:
    Die Frage nach dem Sinn im Leben wird nie zuende sein. So wie wir uns dauernd verändern, können auch die Bedürfnisse an das Leben anders werden.
    Wenn jedoch meine Bedürfnisse an das Leben nicht nur meine sind, bekommt der Gedanke auch einen wervolleren Sinn. Gleichzeitig erfahre ich, dass ich nicht alles allein machen muss, um an Ziele zu gelangen. ich darf auch nicht alles haben - das Leben ist ein Geschenk!
    Der Sinn im Leben hat letztendlich mit ganz einfachen Dingen zu tun: mit Liebe, mit Mut, Hoffnung, Glauben dass es einen Wert hat, mit Dienen, Dankbarkeit und auch Demut, dass es so sein darf, wie es gerade ist. Denn was war, kommt nicht zurück - und was wird, dazu legen wir gerade mit dem Jetzt wo wir leben und unserer Einstellung zum Leben, wo wir mitten drin stecken, das Fundament.
    ich wünsche Euch einen recht frohen Sonntag
    Susanna

  15. DeeOne schreibt am 29. März 2009 um 11:55

    Natürlich ist es schwer eine berufliche Richtung zu finden. Ich stelle mir schon lange die Frage wo meine Berufung liegt. Es ist oft sehr schwer keine Antwort parat zu haben. Aber Glück liegt nicht nur im richtigen Beruf, nicht nur im Erfolg. Natürlich macht Erfolg aus berufung mit glücklich. Aber das Glück ist allgegenwärtig. Glück liegt in den Menschen die uns zu schätzen wissen und uns lieben. Glück ist aufzuwachen und die Vögel zwitschern zu hören mit einem leichten Geruch des anbahnenden Frühlings in der Nase. Glück ist, das alltägliche zu schätzen zu wissen. Man sollte sich nicht unter Druck setzen lassen und den Blick auf das Selbstverständliche richten. Es gibt so viel, was uns bewusst wird und was uns glücklich macht. Mit dieser Energie und dem Vertrauen in das Leben, werden wir alle unseren Weg finden. Wir dürfen nur nicht aufhören Wertzuschätzen, was uns umgibt. Auch negative Erfahrungen gehören dazu, wie der Tag zur Nacht gehört, passen hell und dunkel. Was wäre Liebe, wenn es Leid und Schmerz nicht gäbe? Alles wäre ohne das Gegenteil nichts und das Eine folgt auf das Andere. Darauf können wir blind vertrauen.

  16. Beate schreibt am 29. März 2009 um 13:11

    Tun, was vor der Nase liegt, dabei möglichst froh sein, sich nach den - unvermeidlichen Tiefs - möglichst rasch wieder auf die schönen und positiven Seiten konzentrieren...
    Meine Erfahrung ist, dass ich auf diese Weise schrittweise mein Potenzial verwirkliche, ohne ständig um meine Bedürnisse zu kreisen.
    Die Herausforderungen, die uns scheinbar vom Weg abbringen, sind mal größer, mal kleiner. Aus einigem Abstand betrachtet, trägt aber ALLES zu unserem Wachstum bei.

  17. Gabriele Fleer schreibt am 29. März 2009 um 20:38

    Die Frage nach "Was will ich wirklich?" hat für mich mit der Frage zu tun, was für mich wirklich wesentlich ist in meinem Leben. Wenn ich mich mit mir und meinem Leben, was ich vom Leben will und was das Leben von mir will (!!), dann kann ich für mich sagen und ausdrücken: sinnvoll leben, mir selbst in die Augen schauen können, die kleinen Freuden des Alltags erkennen und jedem Menschen, inklusive mir selbst, mit Liebe und Respekt zu begegnen. Ich finde, dies ist ein reiches Leben!
    Gabriele

  18. andi schreibt am 29. März 2009 um 22:40

    Dieses Thema spielt in unser aller Leben wahrscheinlich eine große Rolle. Es spielt wahrscheinlich deshalb eine so große Rolle weil wir die Möglichkeit haben etwas zu verändern.
    Für mich hat die Suche erst so richtig angefangen. Ich habe schon so vieles probiert und es gibt so vieles was ich noch probieren muss.Es hat so vieles Spaß gemacht und die Dinge die keinen Spaß gemacht haben waren trotzdem die Erfahrung wert. Ich bilde mich ständig weiter und je mehr ich lerne um so mehr will ich wissen. Ich probiere neue Sportarten aus und merke wie toll das leben sein kann wenn man sich bewegt und will mehr davon. Ich unternehme etwas mit meiner Familie und genieße es.Ich glaube die Familie ist das Einzige wobei ich mir sicher bin, dass das meine Bestimmung ist.
    Ich wünsche allen noch eine tolle Suche

  19. Michael schreibt am 30. März 2009 um 08:35

    »Gustav schrieb:
    "Ob ich jogge oder schwimme, musiziere oder schreibe – immer finde ich etwas Gefallen und auch etwas Missfallen. *Aber nie eine bleibende Begeisterung* und schon gar nicht, mich selbst oder "meinen Platz".«

    Bei mir wohl. Für schöne Dinge wie z.B. schöne Musik gibt es bei mir eine bleibende Begeisterung.

  20. Jörg schreibt am 30. März 2009 um 09:35

    Soll ich ein Kind in die Welt setzen oder nicht? Das ist die Frage, die mich umtreibt. Schwimmen kann ich ausprobieren und wenn es mir missfällt - ok, suche ich mir eine andere Sportart. So ist es bei allen Dingen: Bei Missfallen: Umtausch, Geld zurück, verkaufen,... . Doch die Entscheidung für ein Kind kann ich nicht rückgängig machen. Die bleibt. Und das Kind auch. Nix mit Umtausch. Vor der Entscheidung stehe ich und es fällt mir unheimlich schwer. Und meine Partnerin setzt mich unter Druck: Entscheide Dich, sonst...
    Tja, und nun?
    Wie komme

  21. Jürgen schreibt am 30. März 2009 um 11:23

    Hallo Jörg,

    erst einmal: ist das mit Deiner Partnerin wirklich ok? Oder müsste das erst einmal geklärt werden?
    Und Kinder kann man ja auch 'ausleihen'. Freunde, Bekannte freuen sich immer über ein freies Wochenende und Du hast anschließend mit Sicherheit ein Gefühl für Kinder.
    Wie sieht das mit einer Patenschaft aus?
    Also ran an die Kinder und dann sich entscheiden!

    Viel Spaß
    Jürgen

  22. Monika schreibt am 30. März 2009 um 18:55

    was ich wirklich will?
    Lebendig sein, intensiv leben, was manchmal auch einfach intensives mich-hängen-lassen bedeuten kann, nachdenken, bis wieder ein impuls zum handeln kommt.
    "Lebe jeden Moment und gestalte ihn so, dass er es wert ist, sich daran zu erinnern" - das hat irgendein alter Grieche gesagt. finde ich super, ist ein hohes ziel, aber sowas braucht man im leben.
    Ja, vielleicht ist es das, was ich will: mein leben so gestalten, dass ich viele schöne erinnerungen habe, dass ich jeden abend sagen kann: heute wieder etwas gelernt, erfahren, erlebt, das mich in meiner entwicklung weiterbringt oder einfach freude gemacht hat.
    Das ist natürlich kein konkretes ziel wie z.b. ich will medizin studieren, und ich beneide jeden, der so ein konkretes ziel hat, weil ich mir manchmal so ziellos herumirrend vorkomme. ich frage mich wirklich, wie es kommt, dass manche so sicher wissen, was sie wollen und eine vielzahl so planlos (scheint zumindest so) herumirren... oder ist doch wieder der weg das ziel?
    ich kann mir diese frage noch nicht so richtig beantworten bzw. die antwort fällt mal so mal so aus, je nach stimmung. zur zeit fühle ich mich mal wieder als herumirrend und ich bin gespannt, wohin mich das leben führt.

    viel spaß beim leben
    monika

  23. Diana schreibt am 31. März 2009 um 11:09

    Hallo,
    ich schreibe hier zum ersten Mal. Ich sehe viele Menschen um mich herum, die aus wirtschaftlichen Gründen in ihrer Situation harren, die sich nicht verändern wollen oder auch können. Sicher ist es wünschenswert, das im Leben zu erreichen, was wir wirklich wollen. Aber manchmal muss man auch Umwege nehmen und "Standzeiten" in Kauf nehmen, um ein Ziel zu erreichen. Das ist wie beim Stau: ich kann ihn umfahren, nehme ein paar Kilometer Umweg in Kauf oder ich warte und harre aus, um letztlich doch ans Ziel zu kommen. Ich selbst arbeite seit Jahren in meinem Ausbildungsberuf und erst jetzt, da die Kinder größer sind und ich 40 Lenze jung bin, werde ich mich umorientieren und versuchen, was neues anzugehen, was mich mehr ausfüllt und worin ich mehr Sinn sehe, als in meiner derzeitigen Arbeit.
    Und was die Kinder angeht:Kinder sind eine Bereicherung,wir messen aber vieles an unserem materiellen Status. Kinder "leben" nun einmal,sie essen und trinken und brauchen Kleidung. Jeder, der aktiv mit seinen Kindern lebt, wird diese niemals als lästig oder anstrengend erleben(Ausnahmen sind Zahnen und Pupertät). Sie geben uns einen Einblick in eine Welt, die wir viel zu früh verlassen haben. Das ist genial und bereichert ungemein.In diesem Sinne allen einen schönen Frühlingstag.

  24. Edeltraud schreibt am 1. April 2009 um 12:50

    Lieber Jörg,

    ich schreibe Dir meine Sicht der Dinge und des Lebens zu Deinem Thema Kinde ja oder nein.

    Ich habe eine 19-jährige Tochter und einen 17-jährigen Sohn. Obwohl ich meinem Leben viele Jahre zu kritisch und teilweise auch negativ denkend gegenüberstand, war ich komischerweise in Bezug auf meine Kinder von der Stunde Null an vollkommen positiv und in der Wertschätzung.

    Für mich waren und sind die Beiden das größte Geschenk meines Lebens. Zu erleben, wie Kinder heranwachsen und sich entwickeln ist dermaßen schön. Auch wenn Du eine Entscheidung gegen Kinder fällst - wer weiß, ob Du nicht auch diese Entscheidung später zutiefst bereust.

    Bei meinen Kindern konnte ich auch erleben, wie richtiges Denken zu immer noch besseren Ergebnissen führt. Auch die bedingungslose Liebe, die Dir durch die eigenen Kinder entgegengebracht wird, wirst Du kaum durch jemand anderen erfahren. Allein dieses Erleben lohnt schon die Entscheidung für Kinder. Sicher muss jeder selbst wissen, was er will und dass Deine Partnerin das Bestehen der Partnerschaft davon ableitet, ob Du für Kinder bereit bist, kann ich gut verstehen. Wenn es in Ihrer Lebensplanung wichtig ist, dann muss Sie u.U. einen anderen Partner suchen.

    Falls Du nur aufgrund irgendwelcher Ängste etc. daran zweifelst, eigene Kinder zu bekommen, dann empfehle ich Dir, Dir viele viele Gedanken zu machen, was für ein Reichtum in Dein Leben treten kann und wird, durch eigene Kinder.

    Liebe Grüße
    Edeltraud

  25. Falko schreibt am 1. April 2009 um 19:22

    Was will ich vom Leben!?
    Seit Anfang des Jahres it mir klar geworden, wo es in der nächsten Zeit bei mir hingeht.
    Ich habe schon länger Spaß an der Organisation, Planung und vorallem Verfolgung von Projekten.
    Und deshalb bin ich offiziell seit heute (nein kein Aprilscherz) Gewerbetreibender. Ein selbstständiger Berater und Projektmanager. Es fühlt sich so toll an und ich habe so viel erledign und schaffen könne, das hätte ich im Ganzen Dezember nicht geschafft, was heute auf meiner Todo-Liste alles abgehakt werden konnte :)

    Ich hoffe, es geht so wie es jetzt ist einfach weiter.

  26. Manuela Todzi schreibt am 7. Juni 2009 um 12:21

    Klar, muß Jeder von uns sich die Frage beantworten "Was will ich wirklich?" Nur ist das schon alles?
    Respekt, Achtsamkeit, Dankbarkeit und Demut sowie Liebe und Hingabe müssen im Alltag als aktive Wertschätzung auch gelebt werden. Und hier ist auch die Betrachtung der Gemeinschaft wichtig. "Welchen Nutzen stifte ich für die Gemeinschaft durch mein Tun". Und das hat nichts mit Selbstleugnung zutun, viel mehr mit der realistischen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Potentiale. Jeder Mensch, der nichts für die Gemeinschaft tut, wird sein kleines privates Glück nicht finden. Wir sollten immer daran denken, dass wir als einzelner Mensch ein Teilstück eines Ganzens sind und unser Tun oder auch Nichttun das Ganze berührt. Wir wirken immer, ob wir wollen oder nicht. Somit ist bereits abzuleiten wie wichtig uns Handeln, unsere Gedanken, also jeder Mensch ist. In diesem Sinne sollten wir uns ernst und wichtig nehmen und sehr klar entscheiden, was wir wirklich wollen, um es dann zu tun.

    Manuela Todzi

  27. Joachim Hans Knoth schreibt am 18. November 2010 um 22:37

    Den Beitrag finde ich lesenswert. Denn er fasst zusammen, was ich eigentlich zu diesem Thema denke.
    Trotzdem finde ich es sehr schwer, meinen Platz im Leben zu finden. Vielerorts herrscht Respektlosigkeit und die Frechheit und Treistigkeiten der Mitmenshen nimmt immer mehr zu. Das ist so ein Punkt, der es mir schwer macht, mich noch irgendwohin zu begeben. Und beruflich ist viels nur noch Lüge und Betrug.
    Wie will ich mich da noch auf etwas freuen?