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Wenn das Leben uns einen Weckruf schickt …

Von Tania Konnerth16 Kommentare

Wir Menschen sind schon erstaunlich leidensfähig. Wir brauchen meistens einen gewaltigen Anlauf, bevor wir Lebensumstände ändern, die uns unglücklich oder unzufrieden machen. Es ist eben so … Ich kann ja doch nichts machen. In meinem Alter noch etwas ändern!?

Manch einer quält sich jeden Tag in einen ungeliebten Job, obwohl er irgendwo weiß, dass er seine Lebenszeit verschwendet. Lieber auf Nummer sicher gehen … und wenn ich erst in Rente bin.

Ein anderer erträgt einen Partner, der ihm nicht gut tut… immer noch besser, als alleine zu sein, oder?

Von außen betrachtet ist es immer wieder erstaunlich, was Menschen ertragen, nur damit sie nicht aus den eingefahrenen Gewohnheiten ausbrechen müssen. Aus Angst vor Veränderung oder aus Angst, die eigene vermeintliche Sicherheit aufgeben zu müssen.

Das Lustige ist, dass wir das bei anderen problemlos sehen können. Unserer Freundin raten wir, sich endlich von diesem “Scheißkerl” zu trennen, während wir uns selbst jeden Tag auf der Arbeit zu Tode langweilen. Aber wenn wir selbst in einer unbefriedigenden Situation stecken ist es natürlich etwas ganz anderes. Ist es aber nicht. Es ist immer das gleiche Prinzip.

Wir ertragen eine unschöne Situation, weil wir Gründe dafür haben. Und diese Gründe sind manchmal real. Aber meistens ist es eben “nur” Angst vor Veränderung, Angst vor dem Unbekannten, Angst vor sozialem Abstieg oder vor dem eigenen Versagen. Manchmal sind es auch schlechtes Gewissen oder Schuldgefühle.

Und genau deswegen sind Krisen nützlich, wie zum Beispiel ein Jobverlust oder eine Trennung. Manchmal brauchen wir so einen Knall, der uns sagt: “Bis hier hin und nicht weiter”. Krisen erhöhen den Druck etwas zu ändern. Sie treiben uns aus der Bequemlichkeit und unserem Sicherheitsdenken heraus. Plötzlich heißt es: sich ändern oder untergehen. Und das brauchen wir manchmal, um uns über unser Leben und unsere Prioritäten klarzuwerden.

Wenn man die Biografien von Menschen liest, dann stolpert man erstaunlich oft über Sätze wie: “Und dann bin ich schwer krank geworden. Und das war im Nachhinein gesehen das Beste, was mir passieren konnte.”

Oder: “Und dann habe ich meinen Arbeitsplatz verloren und das war schmerzlich. Aber dadurch war ich gezwungen, mein Leben neu zu überdenken und deswegen bin ich meinem damaligen Arbeitgeber sogar heute dankbar.”

Eine Krise ist eben oft ein Weckruf, ein Signal des Lebens, das wir nicht ignorieren können.

Nicht dass das Leben uns zwischendurch schon mal kleine Signale schicken würde: Diffuse psychosomatische Krankheiten, Migräne, Verspannungen, Stimmungsschwankungen, anhaltende Traurigkeit, das Gefühl von Sinnlosigkeit … das alles sind Signale, dass etwas in unserem Leben im Ungleichgewicht ist.

Aber die meisten von uns sind ziemlich gut darin, diese Signale zu ignorieren oder nur die Symptome zu bekämpfen. Aber da es die Lebensumstände sind, die uns krank machen, bringt es natürlich auf Dauer nicht viel, an den Symptomen herumzudoktern. Und deswegen brauchen wir manchmal eine Krise, die wir nicht ignorieren können.

Wenn Sie sich also das nächste Mal in einer kleinen oder vielleicht auch einer größeren Krise befinden, dann denken Sie doch vielleicht daran, dass das nicht unbedingt schlecht sein muss, selbst wenn Sie in diesem Augenblick verwirrt, ängstlich oder verletzt sind.

Denn Krisen haben ihre Berechtigung und sind oft der Start von etwas Neuem, Besseren.

Und wenn ich diesen Gedanken wirklich verinnerlicht habe, dann wird auch die Angst kleiner.

  1. Martin schreibt am 8. Mai 2009 um 04:37

    Mir ist noch aufgefallen, dass viele Menschen denken, die Unzufriedenheit, in der man möglicherweise gerade lebt, ist "normal" - in dem Sinn, dass das bei andren auch so ist. Mag sein, dass es so ist, aber nur weil andre in Ihrem Trott bleiben, müssen wir das doch nicht, oder?

    LG!
    Martin

  2. Kristina schreibt am 8. Mai 2009 um 07:29

    Oh ja, wie wahr! Jede Krise ist die Chance zum Wachstum...ich bin mittlerweile sehr dankbar für jede, denn dann zeigt mir mein Leben, was nicht stimmt.
    Ich lerne jeden Tag mehr, meinen Körper und meine wirklichen Bedürfnisse wahr zu nehmen und dann danach auch zu handeln. Ist manchmal sehr schwer, ganz bei sich zu bleiben (ich habe auch oft Angst, Menschen in meinem Umfeld zu verletzen), aber am Ende lohnt es sich immer.
    Und wenn ich frühzeitig die ganzen kleinen Anzeichen wahr nehme und mich ihnen widme, dann hab ich keine wirklich großen Krisen mehr und der Schmerz hält sich in Grenzen...

  3. lilifee schreibt am 8. Mai 2009 um 08:01

    was für ein artikel!!!!!
    gerade jetzt passt er ganz wunderbar auf mich.
    mir ist es genauso ergangen,wie es dort beschrieben wird.
    ich habe die schlimmste krise meines lebens durchlebt.
    doch mit sehr viel kraft,mit therapeutischer hilfe und mit der hilfe von wirklichen freunden habe ich es geschafft.
    ich kann nur bestätigen was Ralf geschrieben hat.
    im nachhinein bin ich sehr dankbar für diese krise.
    sie hat mich gelehrt besser auf mich selber aufzupassen,hat mir gezeigt ,sehr viele dinge in meinem leben ,mit sehr viel mehr wert wieder zu betrachten.
    lieber Ralf,danke für diesen artikel,der mir all diese dinge wieder bewußt gemacht hat.

  4. Birgit schreibt am 8. Mai 2009 um 08:24

    Ich habe mich letztes Jahr auch in einer solchen Krisensituation befunden, wie sie Ralf geschildert hat. Aus dieser Krise heraus habe ich mich dazu durchgerungen, eine Beziehung zu beenden und versuche jetzt, alleine zu leben. Das ist nicht leicht und ich denke oft, dass es zu zweit eigentlich tatsächlich schöner ist (und bequemer!). Hinzu kommt, dass es nicht leicht ist, das Gefühl des "Gescheitertseins" zu verarbeiten.

    Dennoch habe ich meine Entscheidung nicht bereut. Bequemlichkeit macht eben auf Dauer nicht zufrieden. Ich muss mich jetzt in vieler Hinsicht mehr anstrengen. Das gibt mir die Gelegenheit, viel über mich selbst zu lernen. Auch in Bezug auf meinen Job bin ich gerade dabei, mich nach einer anderen Stelle umzusehen. Allerdings habe ich einen Satz von einer Freundin im Ohr: "wohin du auch gehst, du nimmst dich immer selber mit".

    Das führt zu der Frage, wie viel Anteil ich selber an meiner Unzufriedenheit habe und wie viel tatsächlich "nur" den äußeren Umständen geschuldet ist. Weggehen, Beziehungen beenden, Jobs kündigen, all das kann zunächst einmal helfen, aktuelle Krisen zu überwinden. Aber wenn ich nicht außerdem die Ursachen für die entstandene unbefriedigende Lebenssituation erforsche, besteht die Gefahr, dass ich nur vor mir selber davon – und in die nächste Krise hinein - laufe.

  5. Sunnie schreibt am 8. Mai 2009 um 09:15

    Ja Birgit,
    man nimmt sich selber immer mit. Genau das ist es, was ich auch empfunden habe, als ich den Artikel las.
    Viele meiner Probleme und Unzufriedenheiten lösten sich in Wohlgefallen auf, wenn es mir gelang organisatorische Maßnahmen umzusetzen.
    Deshalb überlege ich mir jetzt immer zuerst, was ich versuchen kann um die Unzufriedenheit durch das Verändern meiner Handlungen (und manchmal auch Einstellungen)zu beheben.
    Mir fällt es zum Beispiel unheimlich schwer Routinearbeiten zu erledigen und wie das Schicksal es wollte, landeten diese Tätigkeiten ungewöhnlich oft bei mir. Deshalb war ich meinen Mitmenschen oft gram (oft auch sehr). Irgendwann habe ich beschlossen, die Zeit besser für mich zu nutzen. Ich habe das Hörbuch entdeckt, je nach Tätigkeit Romane, Sprachlernprogramme oder auch beruflich Qualifizierendes. Plötzlich habe ich mich jedesmal auf diese Arbeiten gefreut, weil sie jetzt einen Nutzen für mich hatten. Komischerweise machen die Menschen um mich rum jetzt viel öfter ihren Kram selber seit ich mich nicht mehr ärgere. Oder bilde ich mir das nur ein?

    Später stieß ich dann, eigentlich aus beruflichen Gründen, auf Katy Byrons "The Work". Das Konzept hat mich am Anfang überhaupt nicht überzeugt. Irgendwann habe ich es dann mal an einem konkreten Beispiel ausprobiert um mitreden zu können.
    Ich war begeistert. Innerhalb von 20 Minuten konnte ich eine Unzufriedenheit dauerhaft at Akta legen, die mich jahrelang ziemlich aufwühlend beschäftigt hat. Keine Ahnung, was da im Gehirn abgeht, aber ich fand es toll.
    Wenn's mal wirklich brennt, nutze ich dieses Werk. Vielleicht ist das ein Tipp für Dich.
    Die Kurzanleitung gibt es kostenlos im Internet. Bei mir war sie ausreichend.

    Man muß ja nicht gleich sein ganzes Leben wegwerfen, wenn mal was nicht optimal läuft.

    Schönes Wochenende, Sunnie

  6. Kristina schreibt am 8. Mai 2009 um 11:56

    Hallo Birgit,

    ich denke Weggehen, Beziehungen beenden, Jobs Kündigen etc. sollte gut überlegt sein. Für mich hat das immer so einen Beigeschmack von "Weglaufen". Sich der "Unzufriedenheit"/Krise stellen sollte in meinen Augen der erste Schritt sein. Und dann sollte man sich fragen, was kann ich ändern? Was will mir mein Leben zeigen? Und diese Fragen ziehen nicht immer gleich ein Weggang, eine Trennung oder Kündigung nach sich. Ich bin der Meinung, die meisten Menschen wählen zu schnell den Weggang, dabei lernen sie aber nichts. Sie nehmen ihre Wunden mit. Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder an genau derselben Stelle stehen -nur diesmal wahrscheinlich mit anderen Menschen und mit noch größeren Schmerzen...

    LG Kristina

  7. Ingolf schreibt am 8. Mai 2009 um 21:23

    Der Artikel von Ralf Senftleben ist gut - und passt auch irgendwie zu meiner Situation.
    Allerdings finde ich den Beitrag von Birgit äußerst zutreffend:
    ZU Birgit schreibt am 08.05.2009 10.24
    Das führt zu der Frage, wie viel Anteil ich selber an meiner Unzufriedenheit habe und wie viel tatsächlich "nur" den äußeren Umständen geschuldet ist. Weggehen, Beziehungen beenden, Jobs kündigen, all das kann zunächst einmal helfen, aktuelle Krisen zu überwinden. Aber wenn ich nicht außerdem die Ursachen für die entstandene unbefriedigende Lebenssituation erforsche, besteht die Gefahr, dass ich nur vor mir selber davon – und in die nächste Krise hinein – laufe.

    Ich kann dem nur beipflichten - und Kristinas Aussage:
    Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder an genau derselben Stelle stehen -nur diesmal wahrscheinlich mit anderen Menschen und mit noch größeren Schmerzen...

    Sämtliche Unzufriedenheiten, Frust, innere Unruhe, inneres Getrieben-Sein etc. hat immer zuerst mit einem selbst zu tun.
    Wenn ich z.B. im Job gemobbt werde oder anderweitig todunglücklich bin, muss ich natürlich etwas ändern (wahrscheinlich den Arbeitspltz wechseln). Doch oft entstehen negative Gefühle aus einer persönlichen Einstellung heraus, die objektiv betrachtet nichts mit dem Umfeld zu tun hat. Das Problem liegt bei mir.
    Und immer gleich weglaufen, sich trennen etc. "verschleppt" das Problem nur. Im nächsten Job, beim nächsten Partner wird' früher oder sppäter genauso.

    Grüße,
    Ingolf

  8. Michael schreibt am 9. Mai 2009 um 09:41

    Ich habe einen tiefen festen Schlaf.

  9. Lisa schreibt am 10. Mai 2009 um 10:31

    Der Artikel hat mich nochmal erinnert, Danke ;-)

    Und ich halte es auch für wichtig abzuwägen, also nicht immer alles hinschmeissen und dann zu glauben, alles wird besser, oder immer zu sagen, ich muss mich nur verändern und alles wird besser.

    Es gibt halt Situationen, da ist es angebracht schnell zu handeln und manchmal reicht auch eine innere Veränderung, praktisch wenn man spürt/weiß was einem gerade weiterhilft :0)

  10. Petra schreibt am 10. Mai 2009 um 20:00

    Der Artikel ist toll und regt zum nachdenken an. So auch bei mir. ich hatte erst eine schwere Krise, bin nicht "weg gelaufen" habe mich ihr gestellt und bin auf dem besten Weg sie zu meistern, hoffe ich jeden falls. Ich hatte in der schweren Zeit Menschen die mir geholfen haben, zugehört haben und noch zuhören. Es gab viele Veränderungen, manche sind geschafft andere brauchen noch Zeit. Denn was sich über einen langen Zeitraum entwickelt hat bis es zur Krise wurde kann aus meiner Sicht nicht in ein paar Tagen abgeändert werden. Ich arbeite daran und halte mich an den Spruch "Beginnen ist Kraft, vollenden können ist Stärke"
    LG Petra

  11. Christiane schreibt am 11. Mai 2009 um 10:17

    Ein wunderschöner Artikel - und so wahr! Gerade in Zeiten äußerer Krisen finde ich es gut, sich mal auf das zu besinnen, was eigentlich die eigene Lebensqualität ausmacht. "Sicherheit" alleine kann es nicht sein - und sie ist, bezogen auf die äußeren Umstände, sowieso ein seltener werdendes Gut.

    Das Spannungsfeld, das Birgig beschreibt, ist ebenfalls wichtig. Es gibt notorische "Weglaufer/innen", die genau wie am PC meinen, man könne alles, was schwierig oder nicht ganz befriedigend ist, einfach abschalten und sich etwas Neues, dann hoffentlich Besseres zulegen. Doch wird auch das Neue dann schnell seine Mängel zeigen und man hastet nur noch suchend herum.

    Die Situationen SELBST GESTALTEN, in denen man sich befindet - das wird m.E. viel zu wenig in Betracht gezogen!

  12. glücklich wunschlos? schreibt am 11. Mai 2009 um 17:25

    Ich mache gerade den Selbstcoaching Kurs und finde es in diesem Zusammenhang schwierig zu unterscheiden, wann es gilt, durchzuhalten und wann nicht. Meine Erfahrung in einer über 20jährigen Beziehung, die ich immer auch mal wieder hinschmeissen wollte, ist, dass es nach jeder "Krise" besser und tiefer wurde. So gesehen finde ich den Artikel etwas verwirrend. Auch ansonsten bin etwas skeptisch mit der Idee, dass wir Krisen brauchen, es gibt ja auch genügend Leute, die auf der Strecke bleiben. Wenn man so eine Krise überstanden hat, dann fühlt sich das natürlich gut an. Trotzdem ist die eigentliche Frage doch, warum Menschen nicht in der Lage sind, ohne Krise "zu wachsen" und ihr Leben zu gestalten, das ist doch nicht normal, dass wir eine schwere Krankheit brauchen, um hinterher zu wissen, was uns wichtig ist. Warum wissen wir das denn vorher nicht?

  13. Michael schreibt am 12. Mai 2009 um 07:54

    «das ist doch nicht normal, dass wir eine schwere Krankheit brauchen, um hinterher zu wissen, was uns wichtig ist. Warum wissen wir das denn vorher nicht?«

    Sehe ich auch so. Ich muss auch nicht erst eine Erbsensuppe essen um zu wissen das mir eine Linsensuppe nicht schmeckt.

  14. charly schreibt am 12. Mai 2009 um 08:18

    Ja, warum wissen wir das vorher nicht?? Für mich ist das auch ein Phänomen. Aber die Realität zeigt es. Da ist der Kollege, der immer dicker wird. Sport treiben? Keine Zeit! Der Ehemann, der plötzlich öfter "so ein Herzklopfen" hat. Mit dem Rauchen aufhören? Fehlanzeige, geht nicht. Der Freund, der schlechte Blutwerte hat - und sich zu Mittag 'ne fette Bratwurst mit Pommes holt.... Der Bekannte, der seine Kinder nur noch schlafend kennt, weil er täglich 12 Stunden und mehr arbeiten MUSS. Beispiele gibt es endlos. Und wann fängt das Umdenken endlich an? Genau, wenn die Krise da ist in Form von Gichtanfällen, Herzkaspern, Trennungen und, und, und... Offenbar ist der Mensch nicht in der Lage, vorausschauend zu denken und langfristige Vor- und Nachteile zu erkennen. Meine Tochter studiert Biologie und meinte kürzlich, das dies sogar wissenschaftlich untersucht und erwiesen sei. Wir können leichter das Kurzfristige sehen, die leckeren Pommes, die bequeme Couch, das Lob vom Chef. Vielleicht ist ja das Umdenken deshalb für viele sooo schwer. Unmöglich ist es aber nicht, das ist die gute Nachricht :-)

  15. glücklich wunschlos? schreibt am 12. Mai 2009 um 19:07

    "Vielleicht ist ja das Umdenken deshalb für viele sooo schwer". Ich glaube diese Sachen haben eher damit zu tun, dass wir nicht mehr fühlen, und zwar unseren Körper. Wenn das natürliche Gefühl dafür, was wir brauchen und was uns guttut, erstmal futsch ist, dann gibt es irgendwie keinen Halt mehr. Ausserdem belohnt die westliche Kultur es ja auch, dass Leute Raubbau mit sich treiben. Wir sind halt nur vernunftbegabt, aber Begabung allein macht auch keinen Meister, lerne ich gerade im Selbstcoaching. Durchhalten ist angesagt.

  16. Jürgen Gräbel schreibt am 17. Mai 2009 um 11:28

    Alles im Leben hat seinen Preis.
    Wenn jemand mit seinem Job unzufrieden ist und täglich mit Ärger im Bauch zu Arbeit geht, dann ist das der Preis für die Unentschlossenheit.
    Wenn jemand sein Leben mit einem ungeliebten Menschen teilt, dann zahlt er auch seinen Preis, in dem er auf ein glücklicheres Leben "verzichtet".
    So könnte man die Beispiele fortführen.
    Ich kann von mir auch ein Lied davon singen, und manchmal muss man zu seinem Glück regelrecht gezwungen werden.
    Viel zu spät erkennt man dann die neuen Chancen, die die neue Situation bietet.
    Ich denke, durch eine vorausschauende Planung mit der Einbeziehung von Chancen und Risiken kann den Entschluss zu einem weitreichenden Schritt erheblich erleichtern.
    Denn wirklich "Schlimmes" kann in unserem Land nicht passieren.