Immer feste druff!
Von Tania Konnerth • 6 Kommentare
Wissen Sie, worin die meisten Menschen ziemlich gut sind? Sich selbst schlecht zu machen!
Achten Sie einmal ganz bewusst bei sich und auch bei anderen darauf, wie schnell wir bereit sind vor anderen unsere Leistungen klein zu machen, über unsere Schwächen zu reden, uns selbst ins Lächerliche zu ziehen und uns regelrecht selbst fertig zu machen!
Das beginnt mit eher harmlosen Aussagen wie "Ich bin immer soooo ein Tollpatsch." oder "Ich habe zwei linke Hände.", geht über "Na, eine Schönheit bin ich nicht gerade." oder "So fett wie ich bin…" bis hin zu wirklich heftigen Aussagen wie "Hoffen wir, dass keiner merkt, dass ich nichts kann." oder "Vielleicht ginge es der Welt besser ohne mich." Solche Sätze werden fast immer mit einem Lachen dahingesagt, witzig, selbstironisch. Aber das Lachen ist selten echt und wirklich lustig ist es auch nicht.
Natürlich ist es eine positive Eigenschaft, auch mal über sich lachen zu können und ja, einen Witz über sich zu machen, kann manche Situation entschärfen. Aber man sollte gut aufpassen, dass das nicht zum Selbstläufer wird und dann eine andere Qualität annimmt. Schnell geht es nämlich nicht mehr um die Fähigkeit, sich selbst humorvoll zu sehen, sondern um z.T. ätzende Selbstkritik.
Es macht etwas mit uns, wenn wir uns vor anderen schlecht und klein machen. Wir tun es oft aus Unsicherheit und versuchen, damit potentiellen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Was wir aber damit erreichen ist, dass andere uns anders sehen. Wir nehmen ihnen ein bisschen die Chance, uns unbeeinflusst zu sehen und sich ein eigenes Bild zu machen. Auch kratzt es ganz gewaltig an unserem Selbstwertgefühl, wenn wir uns vor anderen immer wieder selbst schlecht machen.
Sollten Sie sich hier wieder erkennen, dann kann ich Ihnen nur dazu raten, etwas zu ändern. Probieren Sie, Ihre Unsicherheit Stück für Stück auszuhalten, ohne aller Welt zu sagen, wie dumm, schlecht, albern oder dick Sie sind. Leicht ist das nicht, aber glauben Sie mir, die Unsicherheit wird nachlassen, je öfter es Ihnen gelingt, Ihre Schwächen nicht größer zu machen als sie tatsächlich sind. Denn genau das tun Sie damit, wenn Sie alle auf etwas aufmerksam machen, was vielen vielleicht nicht einmal in den Sinn gekommen wäre.
Die Unsicherheit selbst ist übrigens schon ein gutes Beispiel: Wenn Sie merken, dass Sie vor anderen unsicher sind, kann es durchaus helfen, einmalig zuzugegeben, dass man gerade unsicher ist. Es tut gut, das auszusprechen, es kann die Situation auflockern (denn: wer kennt das nicht?) und uns dabei helfen, etwas mehr Sicherheit zu gewinnen. Wenn Sie aber mehrfach laut so etwas sagen wie: "Ach Gott, ich bin immer soooo nervös. Ich kann mich einfach nicht entspannen, vor so vielen Menschen. Ich werde dann immer ganz kribbelig. Und mir fällt oft gar nichts mehr ein. Nein, vor anderen zu reden ist wirklich ein Alptraum, das kann ich überhaupt nicht." usw. usw. Sie merken vielleicht schon beim Lesen, wie sich das anfühlt, oder?
Wenn Sie nun stattdessen dann, wenn Sie sich anderen gegenüber unsicher fühlen, ruhig bleiben und sich auf Ihre Atmung konzentrieren, wenn Sie erst einmal ein bisschen im Hintergrund bleiben und andere agieren lassen, können Sie sich in Ruhe akklimatisieren und ein Gefühl für die Menschen bekommen. Es kann gut tun, sich einer Person anzuvertrauen, indem Sie sagen: "Ich fühle mich ja zu Beginn immer ein bisschen unsicher in Gruppen." – das reicht dann aber auch. Kein Grund, sich selbst an den Pranger zu stellen!
Nehmen Sie sich mit dem, wie Sie sind, liebevoll selbst an und machen Sie sich nicht selbst das Leben schwer, indem Sie die ganze Welt ausdrücklich auf Ihre vermeintlichen Unzulänglichkeiten hinweisen. Schwächen einzugestehen, wenn es ansteht, ist eine Sache – sie als Schlagzeile in die Tagespresse zu setzen, eine ganz andere






Häufig macht sich jemand auch selbst öffentlich (also vor mindestens einer anderen Person) schlecht, weil er hofft, dass die/der Zuhörer protestieren. Was jedoch - der Mensch ist träge - selten passiert. Dann bleibt die so erhoffte Bestätigung aus, stattdessen wird aus dem Schweigen Zustimmung. Und das bestärkt den Zweifel an sich selbst.
Mhm, lieber Ralf, hört sich an, als hättest du dich ganz kräftig über die Kritikk von wem geärgert?
Ja, die doofen Meckerer. Die wird es aber immer geben. Und es ist up to us, das zu händeln. Wir ändern die Welt nicht, auch nicht mit guten Appellen.
Anita
Mhm, lieber Ralf, hört sich an, als hättest du dich ganz kräftig über die Kritikk von wem geärgert?
Ja, die doofen Meckerer. Die wird es aber immer geben. Und es ist up to us, das zu händeln. Wir ändern die Welt nicht, auch nicht mit guten Appellen.
Anita
Ein mexikanischer Millionär hat mal folgenden Satz geprägt:"Wohltat verändert die Welt nicht!"Und wurde wegen diesen Satz zu einen der größten abzockern bekannt!
Ja, Wohltat ändert nichts, aber sie tut hin und wieder guuut!
Kommt viel zu selten vor, dass jemand etwas gutes tut.
Dabei spenden doch die Schönen und Reichen jede Menge für gute Zwecke. Das macht sie sympathischer!oder?
M.Dikti
Oh, das ist genau mein Thema. Eins davon. Ich habe ein derart mieses Selbstwertgefühl, dass es mich fast erleichtert, allen anderen mitzuteilen, wie mangelhaft ich bin - bevor sie es selbst merken!! Ich denke, dass ich wirklich viele Fehler habe, viele Wissensdefizite, auch privat vieles im Argen liegt - und dafür versuche ich mich dann mit dem hey-ich-weiß-selbst-wie-mangelhaft-ich-bin zu ENTSCHULDIGEN! Ja, ich entschuldige mich für MICH. Das ist richtig schlimm.
GRATULATION ZU DIESEM AUSGEZEICHNETEN KOMMENTAR.SENDEN SIE IHN BITTE AN MÖGLICHST VIELE JOURNALISTEN SOWOHL BEI DEN PRINTMEDIEN ALS AUCH ZU DEN FERNSEHKOMMENTATOREN UND NACHRICHTENSPRECHERN.VOR ALLEM DIE TEILS UNERTRÄGLICHE VERMISCHUNG VON INFORMATION UND MEINUNG WIRD IMMER UNERTRÄGLICHER.
JÜNGSTES BEISPIEL DIE "ALLESBESSERWISSER" MIT KOMMENTAREN BEI DER WELTMEISTERSCHAFT:
BITTE WEITERSO UND EINE GLÜCKLICHE UND ERFOLGREICHE ZEIT: