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Die Kraft der Negativität…

Von Ralf Senftleben63 Kommentare

Nehmen wir an, Sie haben etwas Gutes geleistet. Vielleicht haben Sie etwas Tolles gekocht. Oder Sie haben ein ausdrucksstarkes Bild gemalt. Oder Sie haben im Büro einen guten Bericht geschrieben.

Und weil Sie es gut gemacht haben, bekommen Sie 9 nette, lobende, positive Rückmeldungen auf Ihr Tun. Aber Sie bekommen auch eine gemeine, abwertende, kritische Anmerkung zu dem, was Sie geleistet haben.

Was wird Sie jetzt mehr beschäftigen? Sind es die neun bestärkenden Feedbacks? Oder ist es die eine hässliche Bemerkung?

Wenn es Ihnen genauso geht, wie den meisten von uns, dann wird Sie die Kritik mehr beschäftigen. Vielleicht entwertet die eine Kritik in Ihrem Empfinden sogar Ihre Leistung. Und das, obwohl das Verhältnis von Gut zu Schlecht 9 zu 1 steht.

Irgendwie ist das schon seltsam, oder? Das Schlechte scheint in unserem menschlichen Empfinden deutlich schwerer zu wiegen, als das Gute.

Das führt mich zu einer interessanten Idee: Wenn wir also die negativen Dinge viel stärker wahrnehmen, als die positiven Aspekte des Lebens und wenn wir die positiven Aspekte eher ausblenden, dann bedeutet das eines:

Und zwar, dass die Welt objektiv betrachtet wesentlich besser ist, als wir sie empfinden.

Es ist nicht die Welt da draußen, die durchgängig negativ ist. Es ist die Brille, durch die wir schauen, die die Wirklichkeit verzerrt.

Wir leben hier zum Beispiel in einem reichen Land, wir haben Frieden, niemand muss hungern oder frieren, die Sterblichkeitsrate bei Kleinkindern ist extrem niedrig im Vergleich zu vielen anderen Ländern. Mehr als 90% der arbeitsfähigen Menschen haben Arbeit und der Rest muss nicht betteln oder verhungern, sondern wird vom Staat unterstützt. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist bei uns sehr hoch und der Arbeitgeber zahlt bei den meisten von uns sogar etwas zu unserer Krankenversicherung dazu. Und bei uns kann man kostenlos zur Schule gehen und kostenlos oder zu sehr geringen Gebühren studieren.

Aber worüber reden wir mit unseren Nachbarn oder Kollegen? Über die Dinge, die nicht stimmen.

Und bevor jetzt der große Aufschrei losgeht: Ja, natürlich gibt es Missstände und Ungerechtigkeiten. Genauso, wie es eben die vielen positiven Seiten unseres Lebens hier in Deutschland gibt.

Ich sage nicht, dass wir alle nur noch mit einer rosaroten Brille durch die Gegend laufen und die Missstände ignorieren sollten. Ich sage nur: Freunde,… nehmt mal ab und zu einen tiefen Atemzug und schaut bitte auch mal hin, was es alles Gutes gibt.

Denn wenn man nur auf die schlechten Dinge schaut (und unser Gehirn scheint uns ja dazu zu verleiten), dann kommt man irgendwann zu dem Schluss, dass wir in einer schlechten, ungerechten, zynischen Welt ohne Mitgefühl leben. Das tun wir aber nicht. Wer sich die Mühe macht, nach dem Guten in der Welt zu suchen, der wird überall fündig werden. Man muss dazu nur erst einmal verstehen, dass wir alle diesen Negativfilter im Kopf haben.Und man muss diesen Filter dann bewusst übersteuern.

Warum soll man auch mal auf das Gute schauen?

Ganz einfach: Damit man die Hoffnung und den Glauben an das Gute nicht verliert. Und damit man handlungsfähig bleibt. Denn Hoffnung, Glauben und Handlungsfähigkeit braucht man, wenn man wirklich etwas zum Besseren in der Welt verändern will.

Mal nebenbei: Stellen Sie sich vor, Sie stellen etwas wirklich Gutes auf die Beine. Und Sie bekommen 9 positive Rückmeldungen darauf und einer kritisiert Ihr Tun wieder auf eine hässliche Art. Und stellen Sie sich vor, Sie würden daraufhin mit den Schultern zucken und sagen:

„Du und deine Kritik, Ihr habt gerade 9:1 verloren. Ist also dein Problem, nicht meins! :-)

Das wäre doch auch mal was, oder?

  1. Ralf schreibt am 25. November 2010 um 12:55

    Es gibt einfach schöne Fragen, die einem das Leben erleichtern. Dazu gehört auch wie du es angesprochen hast:

    Wer besitzt das Problem?

    oder:

    Ist das nicht Interessant?

    Das schafft einen gewissen Abstand zwischen einem selber und der Situation/Gegebenheit und hält einem die affektive Handlung vom Hals :)

  2. Nils schreibt am 28. November 2010 um 06:09

    Hallo Herr Senftleben,

    bitte teilen Sie mir die Anschrift der kostenlosen Krankenversicherung mit. Ich würde gern wechseln.

    Gruß

    Nils

  3. Klara schreibt am 28. November 2010 um 06:39

    Guten Morgen Ralf,
    es ist ja schon witzig, aber genau diese Situation die Du heute beschreibst hab ich gerade letzte Woche erlebt.
    Ich habe einen Malkurs für Anfänger gemacht, wo leider auch Fortgeschrittene dabei waren. Kurz und gut ich kam mir eigentlich ziemlich hilflos vor. Die anderen hatten alle schon eine gewisse Erfahrung und konnten die Anweisungen der Leiterin ohne Probleme umsetzen. Nur ich wußte leider meistens nicht was sie von mir wollte, da ich die Fachbegriffe nicht konnte und so machte ich halt dann was ich für richtig hielt.
    Und jedesmal als sie dann wieder bei mir vorbeischaute war natürlich gerade das was ich gemacht hatte falsch.
    Ich mußte praktisch dann immer wieder rückwärts arbeiten und hatte so nicht sehr viel Freude an meiner Arbeit.
    Zum Schluss hat sie sich dann Zeit für mich genommen und selber einiges auf menem Bild "in Ordnung" gebracht. Sie meinte abschließend ich solle mein Bild " Mein Hilf mir Bild" nennen.Diese Aussage beschäftigt mich nun seit 4 Tagen, obwohl mich meine Kinder und Freunde für das schöne Bild gelobt haten.
    Anfangs dachte ich ich hätte den Kurs umsonst gemacht - aber nun sehe ich dass ich sehr wohl viel gelernt habe. ich habe aus meinen und den Fehlern der Leiterin gelernt wie man es besser machen kann
    In Zukunft werde ich auch denken " deine Kritik - 9:1 verloren)
    vielen Dank für die guten Ratschläge
    ich wünsche allen einen wunderschönen ersten Advent
    K.Burger

  4. Gundis schreibt am 28. November 2010 um 07:04

    Wenn ich für eine Arbeit, von der ich selbst überzeugt bin, neun positive Kritiken und ein negatives Feedback erhalte, zweifele ich nicht an meiner Leistung. Vielmehr beschäftigt mich die Frage, warum die Person XY meine Leistung nicht anerkennen will. Wie lange ich mich damit beschäftige, hängt wiederum davon ab, von wem die Kritik kommt. Handelt es sich um einen Konkurrenten, brauche ich nicht lange zu grübeln, da ich weiß, was in antreibt. Schwieriger wird es, wenn das Negative von einem Menschen kommt, der mir eigentlich wohl gesonnen ist. Damit verschiebt sich aber das Problem. Es geht nicht mehr um meine Leistung, sondern um die in meinen Augen ungerechtfertigte und damit ungerechte Behandlung durch einen Mitmenschen und um seine Motivation.
    Verletztes Gerechtigkeitsempfinden ist m. E. auch der Grund für die Beschäftigung mit dem „Negativen“, und zwar unabhängig von der tatsächlichen wirtschaftlichen Situation. Der Mensch vergleicht sich und seine Leben ständig mit seinem Umfeld. Dabei gilt das Motto „Je näher desto wichtiger“. Deshalb ist z. B. das Einkommen seines Kollegen für ihn wesentlich interessanter als das Durchschnittseinkommen in Polen. Erhält er für die gleiche Leistung den gleichen Lohn wie sein Kollege, ist er zufrieden. Erhält sein Kollege 5 % mehr, gibt es Unfrieden. Dabei spielt es kaum eine Rolle, dass es in Polen für die gleiche Arbeit 50 % weniger gibt, oder dass es ihm eigentlich überdurchschnittlich gut geht.

  5. MaGa schreibt am 28. November 2010 um 07:05

    Vielen Dank, Du hast das so richtig schön dargestellt. (Vor allem 9:1 verloren! Ich werde das im Hinterkopf speichern.

  6. Ralf Senftleben schreibt am 28. November 2010 um 07:11

    Nils, das stimmt. KV kostet natürlich etwas (Ich habs im Text korrigiert). Danke für den Hinweis.

  7. Gabi schreibt am 28. November 2010 um 07:16

    Guten Morgen Ralf,
    ich danke dir für diese wunderbaren Denkanstösse. Ich erlebe solche Situationen laufend und ich denke schon lange darüber nach, wie es mir gelingen kann die 9 positiven Rückmeldungen oder 9 x Lob viel wichtiger zu nehmen, wie eine einzige negative Aussage.
    Einen schönen 1. Adventsonntag und liebe Grüße aus Tirol!

  8. Edda schreibt am 28. November 2010 um 07:24

    Kostenlose Krankenversicherung? Wo gibt es die?

  9. Wilfried schreibt am 28. November 2010 um 07:33

    Hallo Ralf,
    ich nutze die Gelegenheit des treffenden Artikels mal für ein großes Lob. 9-1 eurer Artikel sprechen mich an, machen mich mal nachdenklich oder lassen mich schmunzeln. 9-1 der Kommentare eurer Leser vermitteln mir den Eindruck, dass die "Welt" nicht, wie oft dargestellt oder geäußert,vor die Hunde geht, sondern voll von Mitmenschen ist, die , im Sinne Kants, ihren eigenen Kopf zum Denken gebrauchen.
    Und 9-0 für die Erkenntnis, dass es möglich ist, altruistisch,also das Wohl Aller im Sinn habend, zu handeln - in eurem Falle eine so wertvolle Internetplatform zu schaffen - und sich selber dabei nicht zu übergehen - also eine Verbindung zu einem " Geschäftsmodell" herzustellen und dabei klar, aufrichtig und fair eure Interessen und Fähigkeiten einzubringen. Damit meine ich konkret das Rückgaberecht für eure " Produkte"- ich habe es selber schon ausprobiert. Wenn ich mit euch bislang also noch nicht ins " Geschäft" gekommen bin - nicht traurig sein- dafür empfehle ich euch weiter- aus Überzeugung.Und es ist ja auch noch nicht "aller Tage Abend". Herzlichen Gruß, Wilfried

  10. Silvia schreibt am 28. November 2010 um 07:56

    euch allen Lesern und Ihenen Herr Sanftleben, wünsch ich von ganzem Herzen einen schönen ersten Advent.
    Dieses 9 zu 1 ist so ein wunderschöner Gedanke, diesen werd ich nun in mein Gedankengepäck nehmen, und ihn immer wieder raus holen, wenn es einmal Kritik ; hageln ; sollte, ich bin mir sicher, die Sonne wird darauf gleich wieder scheinen
    Silvia

  11. Rudi schreibt am 28. November 2010 um 08:14

    guten Morgen,

    es ist richtig, zumindest erkenne ich es immer wieder an mir selbst und meinen Gedanken, daß die negativen Erfahrungen in unserem Denken viel mehr Raum einnehmen als die positiven.

    Ich nenne das gerne die "Negativ-Autobahnen". Nun, man hat ja letztlich immer die Freiheit, zu entscheiden, womit man sich mehr befassen will: Um beim heutigen Beispiel zu bleiben, mit dieser einen negativen Aussage oder eben mit den 9 positiven.

    Wenn´s dann nicht gelingen sollte, sich auf die positive Resonanz der Arbeit zu konzentrieren, dann hilft vielleicht ein Ritual, ich nenne es Freude- und Dankbarkeitsbuch:
    Ich schreib mir jeden Tag (kostet nicht viel Zeit) auf, worüber ich mich am Tag gefreut habe und worüber ich dankbar sein kann. Dann sollte es mir nach einer gewissen Zeit gelingen, meine Gedanken automatisch in Richtung der positiven Erlebnisse zu lenken.

    ich wünsche allen einen schönen 1. Advent

    Schöne Grüße, Rudi

  12. Ute S. schreibt am 28. November 2010 um 08:19

    Hallo,

    die Adresse der kostenlosen Krankenversicherung hätte ich auch gerne. Auch die, der kostenlose Schule. Eins meiner Kinder konnte nicht die höhere Schule besuchen, da ich mir das Fahrgeld von 94 Euro nicht für 2 Kinder leisten kann :-(

    Sont bin ich recht froh, auch dass wir Fieden im Land haben. Was mir nicht gefällt,ist, dass wir vermummte Ploizisten haben, die auf solch eine Art Macht demonstrieren und dass wir in den Irak-Krieg verwickelt sind.

    9:1 ja, das ist richtig, auch, dass mir selbst schon passierte, dass eine negative Rückmeldung meinen ganzen Freudenturm zum Einstürzen brachte.

    Werde nun mal bissi mehr Augenmerk darauf richten von wem die 1 kommt.
    Danke für diesen schönen Artikel.

  13. Alsu schreibt am 28. November 2010 um 08:26

    Lieber Herr Senftleben,
    ein schöner und ermutigender Artikel. Nur ein paar kleine Korrekturen: es ist in Deutschland schon lange nicht mehr so, dass niemand "hungern und frieren" muss. Im Gegenteil. Ich bin im Osten Deutschlands im sozialen Bereich tätig, und kann Ihnen berichten, dass es nicht wenig arbeitssuchende Familien gibt, in denen Hunger und Kälte Alltag sind. So die arbeitssuchende Mutter zweier chronisch kranker Kinder, die sich im Winter zwischen Heizung und Essen entscheiden muss, Kinder, die für ihr Alter viel zu klein sind, weil das Geld für mehr als eine Mahlzeit täglich nicht reicht(und zum Monatsende oft nicht einmal das), Rentnerinnen und Rentner, die sich aufgrund der hohen Preise und ihrer geringen Rente keine Heizkosten leisten können. Dazu kommen Menschen ohne Obdach und ohne Chance auf Wohnung in vielen großen Städten Deutschlands (70000 sind es im Großraum München laut Bericht einer sozialen Organisation), die Menschen, die um Arbeiten zu können in einen Ballungsraum gezogen sind, und weil sie die Mieten nicht aufbringen können, auf dem Campingplatz leben. Im Winter ist es dort bitter kalt. Es gibt weit über 200000 Menschen in Deutschland, die keine Krankenversicherung haben, weil sie durch das Netz gefallen sind und keine Chance mehr haben, wieder aufgenommen zu werden. Erst letzte Woche bin ich mit dem Fall eines jungen Mädchens von 19 Jahren konfrontiert worden, die ihre Wohnung verloren hat und nun auf der Straße steht, weil ihr die ARGE seit Monaten eine Sanktion auferlegt hatte. Geld zu Essen hatte sie während dieser Zeit nicht und war auf die Mildtätigkeit ihrer Bekannten angewiesen. Was nun aus ihr werden soll, im Winter - ich weiß es nicht. Menschen "in der Mitte der Gesellschaft" (also solche mit einem guten Einkommen)nehmen diese Zustände nicht wahr, weil kaum darüber Berichtet wird, und weil die Illusion "In Deutschland sind alle versorgt" auch gut für die Überwindung eigener Ängste ist. Positiv zu denken ist wunderbar. Darüber das Elend vor der eigenen Haustür zu übersehen ist es nicht.
    Ihnen einen schönen ersten Advent

  14. Ivana schreibt am 28. November 2010 um 08:40

    Ich unterschreibe das zu fast 100%, die kostenlose Krankenversicherung (wenn man nicht gerade Unterstützung vom Staat bekommt), würde mich aber doch sehr interessieren ;-)

    Viele Grüsse,
    Ivana

  15. Walburga schreibt am 28. November 2010 um 09:15

    Lieber Ralf, danke für diesen Artikel!

    Zitat: "Es ist die Brille, durch die wir schauen, die die Wirklichkeit verzerrt."

    Nun, ich schaue sehr gerne durch eine positive Brille und ich lebe gut damit. Schwierig wird es allerdings, wenn in meiner Umgebung 9 Menschen überwiegend dunkle Brillen aufhaben und ich die einzige bin, die anders ist. Aber auch dadurch lasse ich mich nicht entmutigen. Und dann möchte ich anderen sehr gerne anstecken mit meinem Mut. Denn ich bin der Meinung: Es ist für mich nicht zwingend und grundsätzlich so, dass das Schlechte im menschlichen Empfinden schwerer wiegt als das Gute ...

    ... es liegt an jedem selbst.

    Herzliche Adventsgrüße

    Walburga

  16. Mechthild schreibt am 28. November 2010 um 09:31

    Hallo!
    Das ist mein erster Kommentar und der lautet: Danke für eure immer wieder hilfreichen und niveauvollen Rundbriefe. Ich habe schon viel für mich daraus lernen können. Und oft passten sie auch genau zu meiner Lebens- oder Tagessituation.

    Diejenigen, die diesmal NUR an der "kostenlosen Krankenversicherung" angedockt haben, haben 9:1 verloren.
    Einen schönen 1. Advent für alle!
    Mechthild

  17. ellibelli schreibt am 28. November 2010 um 09:35

    Guten Morgen alle zusammen,
    die rosarote Brille kann für Momente die Welt rosig zaubern, aber wenn du sie wieder absetzt, sieht alles wieder so aus wie vorher!
    Natürlich kommt es auf den Blickwinkel und die Sichtweite an und auf dein Gehirn, das dir sagt, das ist nicht das, sonders es ist das, wie ich es sehen will.
    Viele Dinge stehen dazwischen, die uns einen optimistischen Blick verhindern, denn unser Gehirn hat sie nunmal zugelassen oder lässt sie zu. Das ist wie ein Pferd mit Scheuklappen, das kann auch die Helligkeit nicht sehen und stolpert über seine eigenen Beine!
    Ich kenne viele solche Pferde und so alt sie auch werden , sie sehen ganz wenige schöne , wunderschöne Seiten unseres Lebens und machen mit ihrer " Denkweise" ganz viel kaputt.
    Ich kann denken:" Das ist aber ein furchtbarer dunkler Tag !"Ich kann aber auch denken: " Oh, ein dunkler Tag, schön, dann werde ich es mir gemütlich machen und viele Kerzen anzünden!"

  18. Susanna Haller schreibt am 28. November 2010 um 09:37

    Guten Morgen Herr Senftleben, vielen Dank für das Zitat, es wird uns sehr helfen. Wir haben in unserer Gemeinde gemeinsam einen Ratgeber mit Inhalt gefüllt, so wie wir uns einen "Roten Faden" zu den Problemen im Alltag vorstellen, den wir brauchen wollen. Sein Inhalt begleitet den ganzen Lebensbogen, vom Werden bis zum Sterben. Wir haben unsere Kenntnisse, unsere Erfahrung zusammengelegt. Für einzelne Themen holten wir die Mitwirkung von Fachpersonen. Ein richtiges sogenanntes Bottom-up-Projekt, von der Basis, der Bevölkerung her initiiert, das lange Zeit braucht, um zu Werden - ein erster Punkt auf der Guthabenseite. Die erst ideelle, später die feste Unterstützung der Gemeinde, wie Inserate für die Anlässe und kostenlose Raumnutzung, behielt uns unseren guten Mut weiterzumachen - Punkt zwei.
    Das Projekt wird von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz als Innovatives Projekt getragen, der dritte Punkt - und so gab es in den vergangenen fünf Jahren viele Gut-Punkte, so lange ist es her, als wir 2005 die Idee angedacht. Alle Arbeit wurde von allen Mitwirkenden bis nun hin zum Druck in freiwilligem Engagement gearbeitet. Ein weiterer, oder vielmehr eine ganze Geschenktruhe voller Gut-Punkte –
    Das was uns am meisten freut, ist, dass der Solidaritätsgedanke für seine Mitmenschen und für die jüngere Generation, sowie für die ältere Generation, bei dieser Arbeit immer wieder an erster Stelle steht. Alle die mitmachten bis heute, wollten dass Andere von ihrer Erfahrung und ihrem Wissen profitieren können sollen. Ältere wie Junge hatten diesen Wunsch.
    Daneben liefen auch genügend kritische Eingaben.
    Dazu gehört auch jene der Effizienz, in der schnell lebigen Zeit von heute, vermag kaum mehr jemand zu warten, um konsumieren zu können. Oder was brauchen wir einen Ratgeber, ich hol mir das Wissen ganz schnell im Internet, wenn ich es dann brauche – sie wurden mit den oben genannten Gedanken alle widerlegt.
    Das macht uns weiterhin Mut.
    Nun wagen wir etwas, das als Rückmeldung auch Kritik beinhalten wird, mit der wir umzugehen lernen werden.
    Ich denke, dass sich bei allem Wirken unser Denken zum Positiven hin beeinflussen lässt, wenn wir davon ausgehen, dass wir damit umgehen lernen werden.
    Wir haben schon zu Beginn beschlossen, dass dieser Ratgeber, als einziger auf dem Markt, ein lernender Ratgeber werden soll. Er wird als Verlagswerk mit einer ISBN-Nummer herausgegeben und wünscht sich in seinem Vorspann Rückmeldungen. Er will hören/lesen wie er ankommt, was vertiefter, oder weniger interessant, wo erweitert werden soll usw. Oder wo Fehler drin stehen, das kann trotz aller Augen, die in im Vorfeld prüfen geschehen.
    Der Ratgeber wird zudem von einer wissenschaftlichen Studie begleitet, evaluiert werden – wir werden also sicher lernen mit Plus und Minus umzugehen.
    Damit soll der Ratgeber laufend erneuert aufgelegt werden, und für einzelne Lebensabschnitte, wie Familie oder Alter, weitere auf die selbe Weise aufgebaute Partner-Ratgeber bekommen.
    Unsere Erfahrung ist, dass Kritik immer auch hilfreich sein kann, um vielleicht schwache Stellen im eigenen Tun, oder im Werk gestärkt werden sollten.
    Wenn wir die positive Seite der Kritik sehen können, enthält sie oft ein Öffnen einer neuen Tür, oder eines neuen Weges bereit.
    Wichtig dabei ist, wie viel und was wir von der Kritik zulassen wollen. Hier sich ein Filter aufbauen können, um den Mut immer zu behalten, ist ein lebenslanges Lernen.
    Einen recht friedlichen 1. Advent an alle.
    Susanna

  19. Helena schreibt am 28. November 2010 um 10:08

    Lieber Ralf,

    Deine Worte helfen mir besser durch das Leben zu gehen. Ich denke viel nach und sauge das Negative zu viel in mich auf, das macht mich müde. Es ist wie Du schreibst, wir befinden uns in einem Strudel des negativen, obwohl diese Welt so ein Wunder ist und wir immer noch in einem reichen Land leben. Wenn ich mich so umhöre und mich unterhalte denke ich, niemand ist einfach mal zufrieden. Jeder lässt kein gutes Haar am anderen. Das belastet mich. Weil ich weiß, wenn ich mich umdrehe wird auch an mir kein gutes Haar gelassen. Aber wenn ich Deine Artikel lese spüre ich das positive in mir, und spüre, dass die Welt auch gut sein kann und das man sie auch gut sehen darf. Vielen Dank hierfür, weiter so und ich wünschte es gebe mehr "Ralf´s" hier in Deutschland!

    Ganz liebe Grüße und ich freue mich auf Deinen nächsten Newsletter!
    Helena

  20. Elisabeth schreibt am 28. November 2010 um 10:32

    Guten Tag,
    bevor ich diesen Artikel gelesen habe dachte ich gerade wie schön ich es habe und wie gut es mir geht, in einer beheizten Wohnung zu leben, genügend zu essen zu haben und auch sonst keine Not leiden zu müssen.
    Ich neige manchmal dazu mich zu bedauern, dass ich mir kein Auto leisten kann und selbst das sehe ich an diesem Tag nicht mehr mit innerem Bedauern.
    Meine Lust zu lesen kann ich stillen und meine Freude zu malen auch.
    Es geht mir einfach gut und dafür bin ich am heutigen Tag unendlich dankbar.

    Allen einen schönen Sonntag
    Elisabeth

  21. guido schreibt am 28. November 2010 um 10:33

    hallo herr senftleben,

    dieses ist mein erster kommentar zu ihren newslettern. dieses sprang mir in den augen, denn es ist wohl der kern der "frohen" botschaft:

    "Ganz einfach: Damit man die Hoffnung und den Glauben an das Gute nicht verliert. Und damit man handlungsfähig bleibt. Denn Hoffnung, Glauben und Handlungsfähigkeit braucht man, wenn man wirklich etwas zum Besseren in der Welt verändern will."

    ich glaube nicht, dass wir handlungsfähig sind, weil wir uns einen spruch vorsagen, der mit glauben und hoffnung zu tun. wir handeln unbewusst und neurophysiologisch konditioniert. alles andere ist wunschdenken. wenn jemand kein urvertrauen besitzt oder mutlos geworden ist, oder beides, das neuronale netz ist quasi etwas ausgeleiert, dann können sie tausend mal ihre mantras von hoffnung und glauben vorsingen - es nützt nix. die betroffene person hält sich nur angewidert die nase und denkt sich..."" vor allem dieser satz über eine "bessere welt"... das ist wieder sooo simpel gestrickt. ohhhmmmm, also in tibet möchte ich nicht leben - sie vielleicht ?!

    die welt ist wie sie ist, sie hängt, für meinen geschmack, an einem seidenen faden. alles im zwischenmenschlichen leben hängt an einem seiden faden. dass das menschliche miteinander überhaupt funktioniert, ist ein wahres wunder. ein wunder, dass man nicht erzwingen kann ! und dennoch hat alles mit manipulation zu tun. DAS ist das einzige, was dauerthaft die menschen zusammenhält. DAS und gier und neid und vor allem reize. wir sind leider nicht in der lage, zu differenzieren, deshalb ist der menschliche geist anfällig für manipulationen jeglicher art.

    selbst diese betrachtung von mir der welt, wie ich sie sehe, ist nicht gut oder schlecht, nicht hilfreich oder schädlich, sie ist EINE betrachtungsweise von realität. eine selbstgewählte... ?

    herzlichste grüße

    guido

  22. pralinschen schreibt am 28. November 2010 um 10:55

    Hallo in die Runde,

    gerade zum richtigen Zeitpunkt wurde dieses Thema angesprochen

    Ich fahre gleich zur Arbeit - voll mit positiven Gedanken und der Gewissheit 9 : 1 für mich :-)

    Danke für den Hinweis...

  23. Jutta Bauer schreibt am 28. November 2010 um 10:58

    Guten Morgen,

    ein schöneres Thema zum 1. Advent könnte man nicht haben!!!
    Herzlich Dank dafür...
    Genial diese Sichtweise und auch anwendbar und optimal, um die manchmal negativen Gedanken über die Welt und alles was damit zusammenhängt auch anders betrachten zu können!
    Man muss sich nur überwinden und sich darüber klar werden, dass das positive jedem Menschen mehr gibt, sich mur kurz über das "negative" Gedanken machen und abhaken»!!!!

    Das habe ich als guten Impuls für meine kommende "oche gebraucht, danke dafür!!!!!!!

    Herzliche Grüße von der weißen Winterwelt auf der Ostalb
    in Aalen-Württemberg
    von
    Jutta B.

  24. movie schreibt am 28. November 2010 um 11:01

    Ein bisschen musste ich schmunzeln beim Lesen einiger Beiträge, weil sich auf fast lustige Weise durch das Fokussieren vieler genau auf den einzigen "Fehler" von Ralf bezüglich der kostenfreien Krankenversicherung der ansonsten sehr stimmige und ein wesentliches Problem thematisierende Text, das die meisten bestens aus ihrer eigenen Erfahrungswelt kennen, irgendwie selbst bestätigte.-
    Dabei geht es ja im Wesentlichen um etwas anderes. Dass das vielleicht auch vor allem denjenigen, die jeden Cent umdrehen müssen und von dieser Problematik verständlicherweise ziemlich beherrscht sind, aufgestoßen ist, zeigt für mich umso deutlicher auf, wie stark die Beschaffenheit des Filters von unserer eigenen subjektiven Wahrnehmung abhängig ist. Wenn mich Kritik im Innersten besonders hart trifft, obwohl ich und auch mein weiteres Umfeld eigentlich mit dem Ergebnis meiner Leistung zufrieden sind, dann signalisiert mir das einmal mehr, dass es um mein Selbstbewusstsein nicht gerade zum besten bestellt ist. Den Hinweis auf 9:1 werde ich mir merken!
    Danke für diesen bereichernden Artikel zum 1. Advent!

  25. Ursula Ruth schreibt am 28. November 2010 um 11:17

    Ja, und Nein. Mir ist der Beitrag zu oberflächlich.
    Erstens: Von den 9 positiven Feedbacks sind einige auf dem Nährboden der Höflichkeit gewachsen, also in der Sache aussagenlos, auf der Beziehungsebene positiv.
    Zweitens: Lernen tun wir mehr aus Kritik als aus Lob. Alos ist es nicht dumm, dem Kritiker Raum zu geben, und den nicht einfach als Verlieren wegzuwischen.
    Drittens: Ich bin viel radikaler: auch wenn das Verhältnis 1 : 9 wäre, sollte man das Positive am eigenen Projekt wertschätzen. Denn das Schlimmste ist, wenn zwischen Gut und Schlecht Mehrheitsentscheide getroffen werden. Oh nein, so abhängig sollte man sich niemals von anderen Menschen machen, weder von den Höflichen noch von den Kritischen!
    Ich schlage vor, dass man selber reflektiert und überprüft, ob man auf dem richtigen Weg ist oder nicht.
    Man stelle sich vor, Kopernikus hätte sich von der Meinung anderer Menschen beirren lassen! Hat er Gott sei Dank nicht.
    einen schönen Adventssonntag
    Ursula

  26. Ulrich Pranskat schreibt am 28. November 2010 um 11:46

    Hallo zusammen,
    es ist doch herrlich, hier in Köln-Porz, schönes Wetter,wohnen im 7 Stock, ein 180° Panoramablick in Richtung Köln, in der Wohnung, lecker warm, Kerzen brennen hier auch, nicht nur eine, mit vielen Kerzen ist es eine schöne Gemütlichkeit, im Hintergrund schöne Musik, nä wat is dat doch schön.

    Habe mir die bisherigen Kommentare,12 Uhr, durch gelesen und stelle fest, das bei einigen, falsch und negativ genannt werden, und da kommt mir eine Frage in den Kopf:
    Falsch...zu was? Negativ, zu was?

    Falsch geht ja nur wenn man weiss das es auch ein Richtig gibt, oder besser.Warum ist etwas falsch wenn man es nicht kann, oder es nicht direkt gelingt?
    Genau so mit dem Negativ, wenn ich mich mit irgend etwas beschäftige, was mir neu erscheint, kann das wirklich negativ sein nur weil das jemand sagt? Nein.

    9:1, ist schon ein angenehme Darstellung, zu was auch immer.
    Nun mal Hand aufs Herz, es ist leider, doch so, das sehr viele Menschen sehr häufig einem zustimmen, zu was auch immer, obwohl sie es gar nicht so meinen, nur um ihre Ruhe zu haben, oder weil sie sich nicht, für das was sie denken, zu Rechtfertigen.
    Vielleicht aus Erklärungsnot oder aber sie möchten sich nicht so wirklich mit einem Beschäftigen.

    Oha, das kennen ich zu genüge.

    Kennt ja jeder, man wird gefragt, na wie gehts?
    Die meisten wollen es ja gar nicht, so wirklich wissen, oder?
    Wenn ich dann Nachfrage, ob man es wirklich wissen möchte....tja 9:1 ist das Gespräch zu Ende.Ist auch gut so.
    Wäre in diesem Fall positv.

    Mir gelingt es sehr häufig, viel gutes zu tun, und sei es nur, falls mich jemand sehr grimmig anschaut, ihm ein Lächeln zu senden, gut das 9:1 Verhältniss ist dann 1:9, aber seien wir doch mal objektiv, das sind immer 10%, ist doch schon mal was.
    Kommt halt immer darauf an aus welcher Sicht man es betrachtet.Persönliche Filmempfehlung:
    Patch Adams, Club der toten Dichter.

    Und falls man sich doch mal Ärgert, weil man sich doch soviel Mühe gegeben hat und trotzdem kommt was negative...inne halten, 5sec, ein kurzes Lächeln senden...abwarten, und sich Überraschen lassen.

    Wenn es nicht klappen sollte, schnell einen Spiegel suchen....sein verärgetes Gesicht anschauen......und feststellen, das man sich, so ja auch nicht sehen möchte.

    Euch allen noch eine schöne und angehme Zeit,
    mit sich und Euren lieb gewonnenen Menschen.

    LG Ulli

  27. Hans-Rudolf Koch schreibt am 28. November 2010 um 13:00

    Hallo Ralf,
    diesen Gedanken stimme ich voll und ganz zu. Ähnliches ging mir kürzlich durch und den Kopf. Und dann dachte ich mir: würden Politiker, Regierende und Wirtschaftsführer dies auch so sehen, würde dies nicht nur die Stimmung heben, sondern auch zu tragfähigeren und weitsichtigeren Lösungen führen.

    LG aus der Schweiz
    Hans-Rudolf

  28. Geißlein schreibt am 28. November 2010 um 13:05

    Liebe Leute,

    da schreibt Herr Senftleben einen wunderbaren Artikel zu einem wunderlichen Vorgang in unserem Hirn, nämlich, dass wir Negativmagneten sind und was passiert?

    Es gibt Leute, die sich echt freuen. Schön.

    UND: es gibt Leute, die auf der versehentlich fehlerhaft angegebenen KV rumhacken. Ich habe nicht nachgezählt, aber es sind doch sehr viele für einen derart banalen Fehler.

    Das bringt mich dazu, dass ich denke, dass hier noch viel passieren muss in den Köpfen, damit das Positive zumindest gleichwertig gewertet wird, an höher wage ich gar nicht zu denken.

    Wer nur darauf wartet, dass andere Fehler machen, muss in sich doch arg klein sein. Das ist schade und tut weh, wenn man sich so fühlt. Ich kenne sich KLEIN-FÜHLEN aus eigener Erfahrung.

    Seitdem ich die Zeit zu Leben-Seite gesehen habe und regelmäßig dort lese und bereits viele Anregungen für mich und andere gefunden habe, bin ich auch sehr dankbar, dass es DAS gibt. Es gibt diese Seite. Es gibt Menschen,die auch für andere Menschen über den Tellerrand schauen, Erkenntnisse mitteilen und sich mitteilen.

    Dafür bin ich dankbar! DANKBARKEIT ist überhaupt ein Schlüssel nicht immer negativ zu sehen.

    Gestern kam ich vom Einkaufen und befüllte meinen Kühlschrank und plötzlich fühlte ich eine enorme Dankbarkeit in mir, dass ich das so einfach kann. Die Negativ-Kritiker finden das gewiss albern etc., aber dieses Gefühl ist einfach gut!

    9 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger auf dieser Welt. Wir in der "ersten" Welt leben auf Kosten der sog. "dritten" Welt! Und bei dem Glück, dass ich da habe, hier geboren zu sein und nicht woanders, habe ich KEINEN Anlass aber auch gar keinen, mich darüber zu kaprizieren, dass Herr Senftleben das mit der KV verwechselt hat.

    Das mal nur am Rande, ich könnte mich in epischer Breite zum heutigen Thema auslassen und dem zu 100 % Recht geben, jedoch erschien mir dieser "Folgefehler", der ein eigenes Thema Wert ist, aktuell erwähnenswert.

    Schönen Sonntag!

    Geißlein

    P. S.: Oder war die Erwähnung der kostenfreien KV gar kein Versehen? Sondern ein Reaktionstest? Und ist das, dass ich jetzt nur die Negativ-Denker extrapoliert habe, nicht manipuliert? Hier schließt sich der Kreis...

  29. Balancer schreibt am 28. November 2010 um 13:10

    mmmmhh. Vordergründig hört es sich für mich gut an, aber irgendetwas störte mich.....

    Warum sollte ich mir überhaupt diese Gedanken machen. Wenn ich irgendetwas gut gemacht habe, ist es so. Dann fühle ich mich gut - Punkt.
    Wenn mich 9 Leute loben, freue ich mich.
    Wenn mich einer kritisiert, dann ist es so.
    Ist es so wichtig für mein Wohlbefinden, was ein anderer denkt. Es sind seine Gedanken, seine Meinungen.

    Ich müsste dann doch auch voraussetzen, dass meine Gedanken und meine Meinungen eine "Generalrichtigkeit" haben und schon rutsche ich wieder in ein Dilemma mit Andersdenkenden - ich nähre meinen Frust doch selber.
    So möchte ich mich nicht den Tag über beschäftigen - und vielleicht auch noch die Nacht.

    In meiner Welt sind wir nicht in der Lage, die Welt objektiv zu betrachten, also warum sollten wir uns schon im Vorwege mit einer positiven oder negativen Bewertungsbrille bekleiden. Die Welt ist doch so, wie sie ist, weder besser noch schlechter.
    Und die Strategie der Beurteilung bringt mich in den Vergleich - und schon setze ich mich mit negativ und positive auseinander. Oh Gott, wie anstrengend, dann lasse ich alles lieber, wie es ist.

    So, draussen ist klare, schöne Luft, wie geschaffen für einen Spaziergang und meinen Nachbarn höre ich schimpfen über die hohen Energiekosten und die Kaminbesitzer, die in ihrem Sparwahn mit den Öfen und dem feuchten Holz die Luft verpessten.
    Shit happens. Einen schönen Sonntag
    Balancer

  30. Tester schreibt am 28. November 2010 um 13:21

    Schöner Beitrag! Leider, aus meiner Erfahrung, auf den beruflichen Alltag nicht übertragbar. Dort wird nämlich nur das schlechte angesprochen, für's "Gute" wird man ja bezahlt und es wird erwartet... In meinen Augen leider absolut falsch, leider aber Tatsache.
    Gruß

  31. dieter schreibt am 28. November 2010 um 14:34

    hallo ralf,

    wieder alles richtig, was du sagst, und trotzdem werden viele das ganze im alltag nicht "umdenken" können.

    hier mein unschlagbares, praktisches , schnell wirkendes mittel zum positiven "umdenken":

    seit jahren führe ich ein persönliches erfolgstagebuch, wo ich konsequent alle persönlichen ( auch kleinen ) erfolge , positive erlebnisse usw.in ein normales schulheft notiere.

    durch diese konzentration auf das positive bei mir und anderen, bei täglichen erlebnissen, hat das negative im kopf immer weniger platz, weil der gedankenspeicher immer gut mit pos. infos gefüllt ist.

    das aufschreiben ist wichtig, weil man sich mit den pos. infos verstärkt befasst,und eine umfangreiche dokumentation entsteht, die man immer wieder nachlesen kann.

    unserem gehirn ist es egal, ob ein pos. erlebnis tatsächlich stattgefunden hat, oder ob ich es mir nur durch nachlesen nochmal ins gedächtnis zurückgerufen habe.
    jedesmal entsteht das gleiche erfolgs- und glücksgefühl im kopf.

    das erfolgstagebuch ist eine unschlagbare praktisch sofort einsetzbare kraftquelle.

    appell an alle:
    bitte probiert es mal aus, und ihr werdet tolle pos. veränderungen bei euch erleben.

    gruß,
    dieter.

  32. Thomas schreibt am 28. November 2010 um 14:40

    Hallo Herr Senftleben,

    vielen Dank für den immer wieder zu Denkanstößen anregenden
    Newsletter.

    Dieses mal kann ich Ihnen aber leider nicht vollkommen zustimmen, da Sie hier, meines erachtens nach, zwei Dinge vermischen.

    Ja, es ist richtig, dass es uns mehr als gut geht und dass wir keinen (echten / triftigen) Grund zu klagen haben. Das ist eine Sache. Kritik an uns oder an etwas von uns gemachtem (z.b. eine Tätigkeit etc.) eine andere.

    Die von Ihnen hier aufgeführte Zählweise finde ich eine tolle Idee Kritik zu relativieren und in das richtige Verhältniss zu setzten. Sie kann aber leicht dazu verleiten, dass die Auseinandersetzung mit der Kritik verloren geht (Kritik kann ja durchaus ein Hinweiss auf abstellbare Mängel / Schwächen etc. sein. (z.B. weil ja 9 gesagt haben es war gut, ist der eine "halt der eine der immer kritisiert"))

    Noch einen schönen Sonntag

    Grüße

  33. Ralf Senftleben schreibt am 28. November 2010 um 14:47

    Thomas, ja klar, Kritik ist tatsächlich manchmal nützlich. Aber auch ganz oft nicht.

    Siehe auch: http://www.zeitzuleben.de/p/6252/Richtig-kritisieren---Wann-wo-wie-und-wie-viel.html

  34. Caro schreibt am 28. November 2010 um 15:23

    "Die Energie folgt der Aufmerksamkeit" :)

  35. Boels schreibt am 28. November 2010 um 16:04

    Von KOSTENLOSER Krankenversicherung kann nun wirklch keine Rede sein, auch wenn man sich um eine positive Sichtweise bemüht. Da ich vom Arbeitgeber keinen Anteil zur Krankenversicherung erhalte, zahle ich bei einer Halbtagsstelle 390€ Krankenversicherung im Monat!!!!!!

  36. Uli schreibt am 28. November 2010 um 16:37

    Danke!
    Das war genau das richtige für mich. Es hat mir sehr gut getan.
    Wer das schrieb: Eine von neun! ;-))

  37. Manni schreibt am 28. November 2010 um 17:37

    Nun, ich habe für mich festgestellt, dass JEDE Kritik an dem, was ich gemacht habe, einen Kern enthält, den ich verstehen kann. Der also quasi ein kleines Stück Wahrheit enthält.
    Dies hilft mir den Gegenüber (den Kritiker) zu verstehen und ich sehe mich darin gespiegelt (das Leben will mir etwas zeigen).

    Ich gebe gerne zu, dass positive Resonanz absolut notwendig ist (wohl für jeden Menschen) und ich mir ein Leben in einer Umgebung, die ausschließlich negativ ist, schwerlich vorstellen kann.

  38. Monika schreibt am 28. November 2010 um 17:43

    hallo Ralf,
    es wird so dringend Zeit, deine Kolumne zu loben und dir zu sagen, wie gut sie mir fast jedes mal tut (immer komme ich nicht dazu, sie zu lesen, dann wird sie abgespeichert und später gelesen) auch diesmal hast du wieder voll ins Schwarze getroffen.
    Vielen, vielen Dank dir dafür. Mir geht es dank dir wieder gut, einfach durch deinen Denkanstoss.

    Ganz lieben Gruß
    Monika

  39. Jörg Berbig schreibt am 28. November 2010 um 17:44

    Hallo Ralf,
    nach drei Jahren kommentarlosen (aber nicht fruchtlosen) Lesens der ZzL newsletter muß ich heute mal meinen Senf loswerden. Oft wird mir ein Hang zur Schönrednerei vorgeworfen weil ich beispielsweise den Ausblick aus meinem Grossraumbürofenster (könnte glatt ein Caspar-David- Friedrich-Motiv sein) richtig geil finde. Klar, mich nerven die manchmal abstrusen Forderungen meines Arbeitgebers. Wieterhin ist es öde, jeden Tag ins Büro ins Büro zu fahren, das Essen in der Kantine ist auch so lala .... und überhaupt. Da kann das CDF-Motiv schon mal verblassen, dennoch ist gegenwärtig, manchmal fällt es mir schwer, es auf den Schirm zu holen aber das Leben besteht nunmal nicht nur aus Schlechtigkeiten. Meine zweitbeste Freundin pflegt zu sagen (man verzeihe mir die Wortwahl): "In jedem Sch...haufen liegt irgendwo ein Klumpen Gold."
    Eine schöne Adventszeit an Alle Jörg

  40. Volker Specht schreibt am 28. November 2010 um 18:15

    Lieber Ralf!

    Ich bin für absolute Meinungsfreiheit. Der Zehnte, der sich total negativg äußert, hat das Recht dazu. Ich brauche allerdings die Meinungen anderer nicht teilen. Dass Menschen unterschiedliche Meinungen haben, ist unwahrscheinlich gut. Ich höre mir die Meinungen anderer Menschen an. Dann entscheide ich, ob ich davon etzwas übernehmen kann. So kann ich von anderen Menschen lernen und muss nicht erst durch "Learning by Doing" oder "Try and Error" lernen.

    Die gesetzlichen Krankenkassen und die privaten Krankenversicherungen in Deutschland sind NICHT KOSTERNLOS!!! Bitte auch den Unterschied zwischen Krankenkassen und Krankenversicherungen beachten!

    Licht und Liebe für Alle!

    Volker Specht

  41. maggie schreibt am 28. November 2010 um 18:22

    vielen Dank für die wirklichen guten Newsletter jede Woche, gibt immer gute Denkanstöße und ist ein greifbarer Beweis für etwas Gutes in meinem/unserem Leben. Vielen Dank Ralf und Team.
    Das mit der KV hat mich auch gleich angesprungen, habe grade letzte Zeit vieles selber bezahlt, trotz nicht wenigem KV-Beitrrag im Job!Aber gleichzeitig dachte ich, vielleicht war das Absicht im Newsletter ... wohin der Fokus geht... Sei's drum. Das 9:1 kann man auf vieles übertragen. Eben den Fokus bewußt auf das Positive lenken. Um das vielleicht zu üben. Wenigstens die nächsten Tage :-)
    Das ist wohl der Sinn dieses Newsletters.
    Ich empfinde privat große Dankbarkeit für das, wie ich jetzt mein Leben lebe, leben kann. War eine Zeitlang nicht so. Deswegen nachfolgendes:
    Ich gebe den Vorrednern recht, die sagen, daß wenn man in finanziellen engen Verhältnissen oder menschlich schwierigen Umständen lebt, die Denkweise schwer zu verwirklichen ist. Jedoch ist es vielleicht Antrieb die eigenen Dinge anzugehen in einer anderen Richtung, eben nicht aufzugeben ein anderes Ziel in der gewünschten Richtung anzustreben. Das heißt eben auch nicht zu resignieren und sich den Umständen zu ergeben, sondern den berühmten A.... zu erheben und etwas zu tun. Kleine Schritte erst, jedoch kommt dann eines zum anderen. Ist der erste Schritt getan gehen bestimmte Türen auf. Das Durchgehen durch eben jene ist auch mit sich ergebenden Konsequenzen verbunden, das ist das, was einem vorher erschrickt, da es neues Terrain ist und man eben die berühmte Verantwortung dafür tragen muß. Meine Erfahrung ist
    (im Rückblick) daß es zu neuen Erkenntnissen führt, zu neuen anderen Lebensumständen und ganz anderer Stärke als vorher...
    Betrachtet man die mediale Umwelt/Politik/Machenschaften allerorten möchte man an der Menschheit verzweifeln. Aber was bringt das? Außer Ohnmacht? Also den negativen Strömungen öffentlich dargestellt stehen mindestens gleich viel positive Strömungen - im privaten - entgegen.
    Es gilt den geistigem und materiellem Positiven die gleiche gebündelte öffentliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, oder Gehör zu verschaffen, in den Köpfen zu verankern... zu leben etc. so in der Richtung: ... alles ist eins, das Eine ist in allem...
    Das Wie ist die Frage! Ich denke sogar, daß das die Frage dieses Jahrhunderts ist. Vieles ist auf dem Weg...
    Erkenntnisse, Wahrnehmungen, Bewußtheit, wenn man auf dem Weg ist begegnet einem das überall. Wie gesagt, es ist u.a. der Fokus den man auf etwas richtet... und die Frage, wem man diesen Fokus überläßt!
    Mir fällt es im Alltagsgeschehen auch nicht leicht, den Fokus bewußt zu halten. Man ist müde, erschöpft vom Alltagsgeschehen usw. jeder kennt das! Wichtig ist meiner Ansicht nach, das zu erkennen, daß das vorübergeht und sich, wenn möglich eine Auszeit zu gönnen, sei es ein Spaziergang - alleine - Sport - etwas, das man gerne tut, es sind dies Dinge, bei denen man bei sich selbst ist. Und daraus erwächst Kraft, Erkenntnis und Handeln.
    In diesem Sinne eben auch, die Entscheidung, den Fokus auf 9 zu 1 zur richten :-) .
    Sehr gerne lese ich die Kommentare und Gedanken zu den Newslettern. An Dieter: Super Idee mit dem Erfolgstagebuch!! Danke allen Schreibern.
    Gut zu wissen, daß "Unbekannte" einem gedanklich gar nicht so weit entfernt sind :-) .
    In diesem Sinne, noch eine gute 1. Adventswoche.

  42. Manfred schreibt am 28. November 2010 um 18:46

    Noch einen.... Komme gerade von einem Rhetorikseminar zurück. Nach viel Einübung mußte jeder/jede eine 5-Minuten-Rede halten - danach Feedback. Viel Zustimmung zu meinem Redebeitrag, meine Eigeneinschätzung war auch OK. Dann der eine.... Weißt du, am Anfang das Beispiel empfand ich.... Brachte mir eine etwas unruhige Nacht, weil es an meinem Selbstverständnis und Selbstvertrauen rüttelte... Heute derselbe Redebeitrag - redigiert/korrigiert. Was kam dabei raus.... Ich änderte ihn, und kein Mensch konnte ihn mehr als Manfreds Stil erkennen.... Ich habe (wieder) was/das gelernt.... Bleib du selbst.
    PS: Das mit dem Feedback/Kritik iss ja son Dingen....
    Ansonsten lieber Ralf und Mitschreiber... danke für die Beiträge.

  43. Soheila schreibt am 28. November 2010 um 19:03

    Hallo Ralf,

    dein Artikel ist super Volltreffer.

    Die meisten von uns sind der großer Kritiker eigener Person. So eine Kritik von einem kommt unserem Unbewussten bekannt vor.
    Gerald Hüther, der Gehirnwissenschaftler, sagte mal, dass das Unbewusste nur das Gewohnte liebt und macht:-(((

  44. Ingolf schreibt am 28. November 2010 um 20:30

    Guten Abend,

    grundsätzlich stimme ich Ihren Gedanken zu.
    Aber wenn das Verhältnis nicht 9:1 aussieht, sondern z.B. 7:3, dann sieht es schon anders aus...
    Auch wenn sie sehr gute Arbeit geleistet habenm es Ihnen aber andere (Kollegen etc.) neiden.
    Übrigens: "[...]und wir haben eine kostenlose Krankenversicherung. Und bei uns kann man kostenlos zur Schule gehen und kostenlos oder zu sehr geringen Gebühren studieren."
    Tja, kostenlose Krankenversicherung wäre schön - und kostenlsoe Schule können Sie - zumindest in Großstädten - auch bald vergessen. Die werden nämlich immer schlimmer, da schickt man sein Kinde nicht mehr hin (wenn man es sich irgendwie leisten kann und das Kind aufgenommen wird...).

    Viele Grüße aus Berlin,
    Ingolf

  45. Heide schreibt am 28. November 2010 um 20:39

    Hallo Ralf,

    ich war bis jetzt komplett fasziniert und begeistert von Ihren Beiträgen.
    Auch der Beitrag 9:1 ist von der Sache her sehr gut und trifft den Nagel auf den Kopf.

    Allerdings muss ich zum ersten Mal gegen bestimmte Inhaltsteile protestieren.
    Auf die KV werde ich nicht mehr eingehen ;-)
    Allerdings finde ich es gewagt, zu behaupten, dass in Deutschland niemand hungern und frieren muss. Ganz so ist das nicht. Auf viele "Penner" trifft das nämlich zu.

    Auch falls 90% der Arbeitsfähigen Arbeit haben, so verdienen sehr viele (auch Vollzeitbeschäftigte) nicht genug, um ihr Leben damit bestreiten zu können und sind auf Staatszuschüsse angewiesen.

    Der Bevölkerungsanteil der keine Arbeit hat und vom Staat unterstützt wird - speziell HartzIV-Empfänger -, ist nicht zu beneiden. Das ist wirklich Existenzminimum und für die meisten der Betroffenen diskriminierend und demütigend.
    Dazu gehören auch viele Menschen, die wegen Arbeitsplatzverlust Insolvenz anmelden mussten und letzlich auch HartzIV-Empfänger sind. Falls diese eine neue Arbeit gefunden haben, unterliegt das, oft geringe, Gehalt der Pfändung (Pfändungsfreigrenze seit vielen Jahren:
    989,99 EUR mtl.). Arbeit ist zwar gut, aber nicht die Fahrtkosten. Wenn der Arbeitgeber großzügiger Weise Fahrtkostenzuschuß zahlt, ist das völlig unsinnig, weil dieser versteuert und sozialversichert werden muss und der klägliche Rest dann auch zum pfändbaren Gehalt gehört.

    Diese Betroffenen müssen zwar nicht verhungern aber meistens sehr spartanisch und sozial abseits leben.

    Schulen sind auch nicht komplett kostenlos: Es wird zwar kein Eintritt verlangt, aber Kopiergeld, z. T. Büchergeld, diverse Bücher müssen selbst beschafft werden, Fahrgeld fällt an, ganz zu schweigen von Klassenfahrten. Letztere sind natürlich kein Muss, womit wir wieder bei der Diskriminierung wären.

    Dass Studiengebühren gering sind ist relativ:
    Für eine Geringverdiener- bzw. Arbeitslosenfamilie oder eine alleinerziehende Mutter, die neben dem Studium nicht zusätzlich arbeiten kann, weil sie sich um das Kind kümmern muss, ist es schlichtweg unmöglich diese Gebühren aufzubringen.

    Deshalb bin ich der Meinung, dass diese "Themen" nicht so pauschal abgefertigt werden und in Ihren Beiträgen besser nicht vorkommen sollten. Das kommt provokant bzw. oberflächlich rüber und kann sowieso nur von Betroffenen real beurteilt werden.

    In Deutschland ist zwar vieles geregelt, aber für die "rosarote Brille" ist schon lange kein Platz mehr.

    Ich freue mich auf Ihren nächsten Beitrag!

  46. idi schreibt am 28. November 2010 um 20:50

    negative kritik ist immer ein guter maßstab, ob ich alles gegeben habe, denn wenn ich alles gegeben habe, lässt die kritik mich kalt. wenn ich nicht alles gegeben habe und faul war, nehme ich die kritik an und überlege, wie ich es nächstes mal besser machen kann. - - - in letzter zeit lerne ich, auch mal kritik nicht anzunehmen, wenn ich nicht 100 prozent gegeben habe, einfach weil meine neue arbeit so sehr stressig ist, dass ich mal ein bisschen großzügiger mit mir werde. da ist also der tipp von herrn senftleben eine gute idee. danke. gruß idi

  47. Theresia schreibt am 28. November 2010 um 21:11

    In diesem Zusammenhang träume ich schon lange von einer Tageszeitung, die nur von all den guten Dingen berichtet, die so geschehen. Wieviel Mut könnten positive Nachrichten den Menschen machen. Kräfte mobilisieren, inspirieren ... Warum steht in diesen Blättern immer nur Krieg und Kampf und so viel Grausamkeiten statt wundersamer Ereignisse. Es gibt so viel Gutes in der Welt.

  48. Heinz Würfele schreibt am 29. November 2010 um 07:47

    Guten Morgen,

    die kostenlose Krankenversicherung habe ich noch nicht gefunden.
    Die Ratschläge sind für mich ok, allerdi´mgs ist die Welt
    nicht nur gut, es gibt eben auch das Böse, nur sollten
    wir uns da, genauer informieren.

  49. Susanne schreibt am 29. November 2010 um 07:51

    @Nils und Edda
    ja, die Krankenversicherung kostet etwas. Aber wir bekommen für relativ wenig Einsatz eine (trotz den Einschränkungen der lezten Zeit) immer noch sehr gute Versorgung.
    Einfach mal das Positive im Auge behalten!
    Natürlich ist in Deutschland auch nicht alles umsonst und alles Zucker schlecken - aber son Blick übern Zaun hilft uns doch festzustellen, wie gut es uns immer noch geht.
    Ich war als alleinerziehende Mutter auch schon des öfteren in finanziellen Engpässen - aber es geht immer, wenn man sich etwas einschränkt und von seinen hohen Ansprüchen runterkommt.

  50. Susanne schreibt am 29. November 2010 um 08:16

    Hallo,

    9:1 ist eine wichtige Botschaft. Mir war die zweite Botschaft des Artikels, nämlich dass es uns hier in Deutschland unheimlich gut geht und dass das leider kaum noch jemand wahrnimmt aber noch wichtiger. Endlich schreibt das mal jemand! Darüber müsst noch viel öfter geschrieben werden, machen Sie weiter so!!

    Herzliche Grüße,
    Susanne

  51. Klaus-Wilh. Thiel schreibt am 29. November 2010 um 09:27

    Hallo Herr Seftleben, Ihr Denk-Angebot ist gut und kann uns helfen unsere Perspektiven neu zu ordnen.
    Ich würde gerne Ihre Ideen später noch lesen und kann es leider nicht.
    Trotzdem: Ihre Gedanken anregungen sind eine reine Fundgrube für mich. Danke.
    Gruß
    K-W.thiel

  52. Reinhard schreibt am 29. November 2010 um 10:13

    Hallo, Ralf!

    Die Newsletter lese ich gerne, bringen immer Anregung und nachvollziehbare Gedankengänge und geben Hilfe im Alltag. Bin also grundsätzlich mit dem Geschriebenen zufrieden.

    Ein Auszug von 9:1 ist mir sofort ins Auge gefallen, hat mich etwas gestört.
    "....und wir haben eine kostenlose Krankenversicherung. Und bei uns kann man kostenlos zur Schule gehen..."

    Dem muß ich absolut widersprechen. Aber es geht uns hier in Deutschland gut, das stimmt.

    Gruss, Reinhard

  53. Beate schreibt am 29. November 2010 um 15:35

    Zur Ergänzung des aufmunternden Artikels möchte ich folgenden Denkanstoss geben, der eine etwas andere Situation zum Thema Kritik schildert:
    Ich bin ein Mensch, der normalerweise von Anderen akzeptiert und als "gut" bewertet wird. Mache ich einen Fehler und höre Kritik, so denke ich sofort, dass ich in den Augen der Anderen jetzt "schlecht" bin. Dabei sehen die Anderen das gar nicht so! Ein kleiner Bruchteil an mir, der als negativ bewertet wird, macht mich nicht automatisch zum "schlechten" Menschen.
    Hinzu kommt noch, dass ich ja über die Kritik nachdenken und daraus lernen kann. So habe ich beim nächsten Mal in dieser Sache mehr Erfolg und entwickele mich weiter!

  54. JR schreibt am 29. November 2010 um 16:45

    Das mit dem 9:1 kann man so und so sehen.

    Ein ehrlich gemeinter kritischer Kommentar ist mir im Zweifelsfall lieber als neun geheuchelte Zustimmungen.

    Davon mal abgesehen, kann man fast aus jeder Kritik auch etwas Sinnvolles mitnehmen.

  55. Sibel schreibt am 30. November 2010 um 13:28

    Was ist eigentlich, wenn es 9 Ja-Sager und 1 ehrliche Person im Raum gibt? ;)

    Liebe Grüße,
    Sibel

  56. Rosemarie Jost schreibt am 30. November 2010 um 14:03

    Hallo lieber Ralf und Fan-Gemeinde,
    ich komme gerade aus dem Krankenhaus und bin dankbar für eine gute, liebevolle Pflege. Wie oft dachte ich, wenn ich mein Essen bekam an solche Situationen in den Krankenhäusern in Afrika. Dort gibt es nur Behandlung. Die Pflege wird von den mitgereisten Angehörigen übernommen. Da hätte ich als Alleinstehende schlechte Karten !Vielleicht gäbe es mal eine Banane für mich. Ja, es geht uns gut in Deutschland. Aber wenn wir die Presse verfolgen, müssen wir uns immer wieder sagen: Nur schlechte Nachrichten lassen sich gut verkaufen. Also ich bin auch für das Verhältnis 9:1.
    Liebe Grüße Rosemarie

  57. Roswitha schreibt am 30. November 2010 um 20:33

    Danke, lieber Ralf, für die Aufmunterung, dass ich die Brille, mit der ich in die Welt schaue wechseln kann.
    Liebe Grüße Roswitha

  58. Klara Specht schreibt am 1. Dezember 2010 um 02:06

    Vielen Dank wiedermal für den Denkanstoss.

    Das mit der Krankenkasse ist mir nicht aufgefallen, weil ich mich eher auf die Meta-Message konzentriert habe.

    Mir ist dazu aufgefallen, dass es einfacher ist, auf Kritik zu reagieren als auf Lob, weil es für mich persönlich vertrauter ist.

    Meine Grosseltern und Eltern sind in einem Kritik-System aufgewachsen und haben das an mich weitergegeben. Lob gab es in meiner Kindheit nicht. Ich habe 9 Dinge richtig gemacht und eine Sache falsch. Die guten Dinge und Entwicklungen wurden ignoriert aber die eine falsche Sache wurde laut abgewertet, es gab Schläge und es wurde mir immer wieder gehässig vorgehalten.

    Obwohl es für Kinder so wichtig ist, Fehler zu machen, denn nur aus Fehlern lernt man. Das gilt meiner Meinung auch für das Erwachsenenleben. Aber es herrschte damals Mangel und hierachische Strukturen, in denen es meistens um Unterdrückung und Macht ging, auch in der Liebe. Alles sehr negativ. Positivität konnte unter den Bedingungen selten entwickelt werden. Insofern ist das Negativitätsproblem meiner Meinung nach nicht nur eine physische Fehlleistung des Gehirns sondern auch ein gesellschaftliches Erbe, was an uns weitergegeben wurde.

    Durch meine Erfahrungen in der Kindheit habe ich einen ätzenden Kritiker in mir behalten. Egal, wie toll ich Dinge mache und wie viel Bestätigung und Anerkennung ich von aussen erhalte, da ist immer der Gedanke, es war nicht gut genug und irgendeiner wird es merken. Vielen Freunden von mir geht es genauso.

    Insofern ist es für mich ein Weg von innen nach aussen. Erst wenn ich mit dem, was ich tue, zufrieden bin, kann mich Kritik von aussen nicht mehr berühren. Das ist viel Arbeit, weil man seine Gedanken immer wieder hinterfragen muss. Dazu habe ich mir bewusst eine Auszeit genommen und mich ein Jahr vom Berufsleben zurückgezogen, denn es hat mir persönlich nicht geholfen, immer nur im Aussen zu kämpfen.

    Die Zeit hat mir gut getan aber ich merke nun, dass ich ziemlich einsam bin, wenn ich auch ohne grosse materielle Werte, ohne Statussymbole sehr zufrieden und dankbar über mein Leben bin. Im Gegensatz zu früher, wo ich viel Geld verdiente, hilft mir meine Situation, mich auf die wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren, dankbar zu sein, mit dem was ich habe und kreativ im Kopf zu bleiben.

    Viele, wie auch ich früher, sind im Jammerhamsterrad gefangen, sind nie zufrieden und schaffen sich immer neue Feindbilder aussen, um weiter Opfer sein zu können. Vor allem wird tagelang gejammert, obwohl die Situation schon längst vorbei ist, längst vergangen, nicht mehr aktuell JETZT. Feindbilder wird man immer und überall finden. Es kommt meiner Meinung nach auf die innere Einstellung an, wie man die Welt sehen möchte, nicht auf die äußeren Umstände.

  59. Karin Schirrmeister schreibt am 2. Dezember 2010 um 09:19

    Hi Herr Senftleben,
    das ist so genial beschrieben! Ja und genauso ist es auch! Hab ich schon einigen Freundinnen auch so erklärt aber es fruchtete nicht so recht.
    Jetzt schicke ich denen diesen Artikel!
    Wenn das nicht hilft dann - selber schuld!

    Herzliche Grüße, Ihre Post ist immer ein Segen!
    Karin Schirrmeister

  60. chrissi christian schreibt am 2. Dezember 2010 um 17:09

    hallo herr senftleben,

    ich hab von Ihnen schon einige gute anregungen bekommen und mittlerweile freue ich mich schon fast auf Ihre mails, die den sonntag immer etwas verschönern. ich hab für mich schon einiges begriffen, das mir vorher immer entgangen war, vielen dank dafür.

    sofort, als ich den text gelesen habe, fiel mir fussball ein und ich dachte darüber nach, dass wir so viele dinge jeden tag richtig tun und nur wenige ab und an falsch. statt uns wie die fussballer über den sieg zu freuen, denken wir über dieses eine gegentor nach. wir empfinden es als selbstverständlich, dinge richtig zu tun, anderen zu helfen und uns ständig zu bemühen, aber mal ehrlich, wie selbstverständlich ist es wirklich?

    eltern zb versuchen jeden tag ein vorbild zu sein, über sich hinaus zu wachsen und ihren kindern das beste mitzugeben. viele leute tun jeden tag in ihren jobs das beste, ohne je viel anerkennung zu bekommen und sie machen es trotzdem. ehrenamtliche helfer bemühen sich, anderen ein besseres leben zu ermöglichen und meist kümmert es keinen menschen, ob sie sich dabei völlig kaputt machen. sie tun es trotzdem, weil es wichtig ist.

    diese tatsachen vergisst man meistens, wenn man sich in negativen gedanken über die kleinen fehler ergeht, die man irgendwann im leben gemacht hat und nicht vergessen kann. also lasst uns öfter mal ins gedächtnis rufen, was man im leben schon alles auf die reihe gebracht hat und das verhältnis zu den fehlern relativieren.

    lg

  61. Sabine Oevermann schreibt am 3. Dezember 2010 um 11:11

    Hallo Herr Senftleben!

    Ich bin ein großer Fan von Ihren News-Letter und muss sagen, es hilft was sie schreiben! Besonders das 9:1 ! Auch Ihre anderen guten Tips die man von Ihnen bekommt! Ich bin im Bereich der Kinderfreizeit tätig und wenn es nach den Kindern ginge hätte ich sogar ein 10:0 also alles gut! Aber die Eltern sind das 9:1 ! Nicht nur das die Schule die Kinder Stressen, auch noch die Eltern im Freizeitbereich und das finde ich sehr schade! Irgendwie habe ich im Moment auch das Gefühl, das sich die Kinder zwischen 6 - 10 Jahren auch schon viel zu viel vornehmen bzw. von den Eltern aufs Auge gedrückt bekommen! ! Man könnte meinen, die haben mit der Schule nicht genug zu tun! Naja, muss ja jeder selber wissen! Da ich auch so sein Sensibelchen bin, hat mir Ihr 9:1 sehr geholfen den Kopf nicht hängen zu lassen! Sollen doch die Eltern Ihre Kinder stressen, bei mir im Voltigierunterricht soll es ihnen gut gehen und einfach nur Spaß haben! Vielen Dank , für Ihre wöchentlichen guten Tips!
    Eine Schöne Adventszeit!
    Herzliche Grüße
    Sabine

  62. Toni Halter schreibt am 4. Dezember 2010 um 04:43

    Guten Tag Ralf Senftleben
    Bravo,
    Sie tragen mit Ihren Gedanken viel dazu bei, dass wir mit wachen Sinnen durchs Leben gehen.
    Einmal mehr Herzlichen Dank für Ihre generell guten Beiträge.
    Alles Gute und ich freue mich auf weitere Inspirationen.
    Herzliche Adventsgrüsse
    Toni

  63. Bea schreibt am 8. Dezember 2010 um 18:39

    Nochmal zum Thema Krankenversicherung: KINDER von Angestellten sind in Deutschland tatsächlich kostenlos versichert.
    Euer Beitrag ist toll! 9:1 - das werde ich mir merken! Vielen Dank, Ralf. Und Euer Super-Newsletter ist ja doch gratis! Liebe Grüße von Bea.