Was stark macht…
Von Tania Konnerth
"Nennt mich nicht Ismael!" von Michael G. Bauer. – München.: Hanser, 2008. – ISBN: 3446230378. – ca. 13,- EUR (gebunden)
Jede/r von uns dürfte sich noch daran erinnern, wie in der Schule eine seltsame Frisur, auffällige Kleidung oder auch einfach nur Sommersprossen ausreichen konnten, vom Klassenbully dauerhaft gehänselt zu werden. In dem vorliegenden Buch ist es der Name "Ismael Leseur", der zu genau solchen Mobbing-Attacken führt. Der vierzehnjährige Ismael reagiert darauf wie die meisten: er zweifelt an sich selbst, hasst seinen Namen und wünscht sich, unsichtbar zu werden.
Doch damit lässt sich das Mobbing nicht stoppen…
"Nennt mich nicht Ismael" ist ein witziges Buch über ein ernstes Thema. Sehr gekonnt und mit viel Verständnis für die Sorgen und Nöte Jugendlicher beschreibt der Autor den Alltag in einer englischen (Jungs)Schule und er zeigt auch, wie man Mobbern begegnen kann: nämlich mit der Macht der Sprache.
Das Buch ist so unterhaltsam wie nützlich, denn es macht Jugendlichen Mut, für sich und andere einzustehen und sich nicht zum Opfer machen zu lassen. Die Charaktere sind herrlich gezeichnet, der Wortwitz genial und die Geschichte spannend. Da kann man über das kleine Manko einiger Übersetzungsschnitzer hinweglesen.
Fazit: Ein rundum empfehlenswertes und höchst unterhaltsames Buch für Jugendliche, die eine Portion Mut und Selbstvertrauen gebrauchen können.
Bewertung: ![]()
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