Wie Sie manche Enttäuschung vermeiden können
Von Ralf Senftleben • 5 Kommentare
Kennen Sie das auch, dass Sie sich im Vorfeld von einer Sache ganz viel versprochen haben und später hat sich das Ganze aber als herbe Enttäuschung herausgestellt? Ich glaube, das ist den meisten von uns schon passiert.
Ganz besonders bitter ist das bei Vorhaben, in die wir eine Menge Arbeit investiert haben. Ich persönlich habe das jedenfalls nicht nur einmal erlebt
Deswegen habe ich es mir auch zur Angewohnheit gemacht, mir bei neuen Vorhaben vorher eine ganz entscheidende Frage zu stellen. Und zwar:
Was will ich eigentlich genau damit erreichen? Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass mich mein Vorhaben näher an das bringt, was ich erreichen will?
Dazu ein Beispiel: Vor 13 Jahren war ich bei einem Software-Unternehmen als Software-Entwickler angestellt und nach 2 Jahren habe ich gemerkt, dass ich mich in der Firma nicht mehr wohl gefühlt habe. Deswegen habe ich gekündigt und mir eine neue Stelle bei einer anderen Firma gesucht. Und da war ich nach 5 Monaten am gleichen Punkt. Die Arbeit war langweilig und hat mich nicht ausgefüllt.
Mmhhh… was war das Problem? Es war nicht die Firma, an sich und die Arbeit, die mir keinen Spaß gemacht hat. Es war das Leben als Angestellter. Und in meinem zweiten Job habe ich mir quasi mehr vom Gleichen gesucht.
Hätte ich mir damals die Frage gestellt: “Was will ich mit dem Arbeitsplatzwechsel eigentlich erreichen? Und wie wahrscheinlich erreiche das, was ich will?”, dann hätte ich mir einen anstrengenden Umweg erspart. So habe ich es auf die harte Tour gelernt.
Deswegen mein Tipp an Sie: Stellen Sie sich die Frage von oben, bevor Sie sich ein Ziel setzen, eine Entscheidung treffen oder ein neues Vorhaben beginnen. Mit dieser Frage können Sie sich also einiges an Umwegen, Frust und Enttäuschungen ersparen. So eine kleine Frage und so eine große Wirkung.
Das ist mal wieder ein wunderbares Beispiel dafür, dass man sich das Leben deutlich einfacher machen kann, wenn man lernt, gute Fragen zu stellen.






Hallo
ein interessantes Thema!
Ein "kleiner Perspektivenwechsel" ;-)
Ent-täuschung hat auch immer etwas mit Selbst-Täuschung zu tun.
Eine Erwartungshaltung, die ich mir aufbaute wird nicht erfüllt.
Dies trifft häufig ein, wenn diese an "andere", also an das Außen gerichtet ist und von dort nicht in dem Maße zurückgezahlt wird, wie man es sich vorstellte.
Oft zu hoch gesteckt Forderungen oder Ziele, die letztendlich auf den eigenen Anspruch an Perfektion gespickt mit Ungeduld und auch häufig Verständnislosigkeit zurückzuführen sind, und nicht erreicht werden konnten.
Da ein Schwerpunkt der Enttäuschung die Erwartung an das "Zurückbekommen" darstellt, wäre zunächst zu überdenken, ob ich investierte, um mit den Worten einer Gärtnerin zu sprechen, denn ich vergleiche gerne das Leben mit einem Garten, also - ob ich das richtige säte?
Bekanntlich bekommt man zurück, was man säte, wenn ich z.B. Brennessellen säe, so kann ich nicht erwarten Rosen ernten zu können. Wenn ich gar nichts säe… hm, ja dann, gibt’s vielleicht auch gar nicht zu ernten…
Die Frage, was will ich erreichen - was ist mein Ziel ist hier gut angebracht.
Was genau sollte ich säen, um ernten zu können, was ich mir wünsche. Was muss ich step by step tun, um dahin zu kommen, damit die Ernte auch wächst und gedeiht und Früchte tragen kann....
Ein schönes Wochenende
wünscht Ursula
Ja Ralf, das stimmt und da fällt mir ein, für mich wichtiges, Zitat ein:
Die Qualität der Fragen, die wir stellen,
bestimmt die Qualität unseres Lebens.
~Anthony Robbins~
Hallo,
noch tiefer als mit der beschriebenen Methode geht es wie folgt: Setz Dich einer vertrauten Person gegenüber und lass Dir die gleiche Frage stellen. Wenn Du eine Antwort gesagt hast, stellt Dir Dein Gegenüber die gleiche frage noch mal. Du antwortest mit einer neuen Antwort...nach 30 Minuten kommst Du vielleicht dahin was wirklich essentiel ist.
Gruß
Uwe
(Personal Trainer und Aufsteller)
"Enttäuschung: Die Depression als Reaktion auf Produktion von Illusion."
© Jutta Schulte, (*1961)
Ich denke, dass was man aussendet, kommt zurück, posiv wie negativ. Andererseits hat alles seinen Sinn, man lernt und wächst gerade an Entäuschungen und Niederlageen.