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Schreiben Sie ein Drehbuch für Ihr Leben

Von Ralf Senftleben10 Kommentare

Jeder Mensch hat ein Bild von sich selbst im Kopf. Und dieses innere Bild hat einen großen Einfluss auf die eigene Zukunft. Wer sich z. B. selbst als erfolgreichen Menschen sieht, wird eher wie ein erfolgreicher Mensch handeln und letztlich eher ein erfolgreicher Mensch werden als jemand, der sich selbst als Versager sieht. Was wir über uns selbst denken und wie wir uns selbst sehen, beeinflusst unsere Realität maßgeblich.

Tückisch ist, dass die inneren Bilder oft unbewusst sind, die wir von uns selbst haben. Aber genau darin liegt auch wieder eine Chance, denn wenn anfangen, uns dieser inneren Bilder bewusst zu werden, können wir sie verändern. Und ändert man nun gezielt die inneren Bilder über sich selbst, können kleine Wunder passieren. Genau das ist der Ansatz vieler Therapie- und Selbsthilfe-Methoden.

Selbsthypnose, mentales Training oder Affirmationen … all diese Methoden zielen letztlich darauf ab, unser Bild von uns selbst oder unser Selbstkonzept zu verändern und so Verhaltensänderungen und Änderungen in unserem Erleben zu bewirken.

Und ich möchte Ihnen heute eine ganz einfache Methode vorstellen, mit der Sie Ihre inneren Bilder von sich selbst verändern können. Bei dieser Methode werden Sie zum Drehbuchautor Ihrer Zukunft und Sie beschreiben eine Situation, in der Sie genau das schon erreicht haben, was Sie sich wünschen.

Nehmen wir an, ich wünsche mir einen neuen, erfüllenden Arbeitsplatz, weil ich mit meinem augenblicklichen Job unzufrieden bin. Dann könnte meine Beschreibung wie folgt aussehen:

"Ralf steht morgens auf und er freut sich schon auf den Tag mit all den spannenden Aufgaben, die sein Beruf mit sich bringt. Er genießt seinen Morgen und lässt alles ganz langsam angehen, flexible Arbeitszeiten machen es möglich.

Ralf ist sehr glücklich darüber, dass er in der Firma den ganzen Tag das tun kann, was er am meisten mag und dafür auch noch bezahlt wird. Und Ralf freut sich auch darüber, dass er mit so wunderbaren Kollegen zusammenarbeiten darf, die alle am gleichen Strang ziehen, kompetent und begeistert sind und die die Arbeit genauso als erfüllend und sinnvoll erleben, wie er. Und so sind seine Kollegen nicht nur Kollegen, sondern auch seine Freunde.

Und Ralf erlebt es als großen Luxus, dass er einen persönlichen Assistenten hat, der ihm selbstverantwortlich die Dinge abnimmt, die er nicht so gerne tut. Das ist sooo prima.

Ralf ist auch sehr dankbar für seinen Arbeitsplatz. Sein Büro ist ruhig, luftig, hell und geräumig und immer sehr gut aufgeräumt. Und Ralf hat immer die beste und schnellste Ausrüstung und hervorragende Arbeitsmittel zur Verfügung. Es macht einfach Spaß in diesem Büro zu arbeiten."

Diese Szene ist in der dritten Person beschrieben. Sie können statt "Ralf steht …" aber auch in der Ich-Form schreiben ("Ich stehe …"). Das ist Geschmacksache. Probieren Sie einfach aus, was für Sie besser funktioniert, hier gibt es kein richtig oder falsch.

Eine solche Wunschszene tatsächlich einmal zu schreiben, ist an sich schon eine schöne Sache. Aber wirklich spannend wird diese Übung, wenn Sie sich Ihre Beschreibung dann einmal die Woche oder vielleicht sogar einmal pro Tag vornehmen, sie durchlesen und das Bild verinnerlichen. Sie können Ihre Beschreibung auch verbessern, verfeinern und sie neu schreiben, so dass das Bild immer attraktiver und attraktiver wird.

Probieren Sie das doch einmal aus. Überlegen Sie sich einen Wunsch oder ein Ziel und beschreiben Sie, wie es sein wird, wenn dieser Wunsch erfüllt oder das Ziel erreicht ist. Und dann nehmen Sie sich Ihre Beschreibung regelmäßig vor und verändern so Schritt für Schritt Ihre Bilder im Kopf… und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bekommen was Sie sich wünschen.

  1. UKH schreibt am 2. November 2008 um 07:08

    Guten Morgen,

    das klingt spannend und interessant.
    Ja, mal so richtig der Phantasie freien Lauf zu lassen und seine eigene Lebensgeschichte schreiben.

    Mir ist für mich persönlich aufgefallen, dass ich wohl schon oft zu Feder gegriffen hatte und es einen dicken Stolperstein gab oder auch zwei, den oder die es galt zu bewältigen um die Regisseurin in meinem Lebensfilm zu sein...

    Schöne Grüße an diesem phantasievollen Sonntag

  2. Meera schreibt am 2. November 2008 um 10:26

    Diese Anregung ist für mich wie eine Antwort.
    Bin derzeit durch eine heftige Krankheit ziemlich eingeschränkt und frage mich natürlich wozu ich die Zeit der
    unfreiwilligen Ruhe nutzen sollte.
    Mein Leben wird durch ganz neue Impulse völlig auf den Kopf gestellt und ich bin immer wieder hin und her gerissen zwischen "richtig und falsch".
    Im tiefsten Inneren weiss ich schon was richtig ist, aber die Umsetzung ist schwer.
    Schreibe Dein Drehbuch ist eine konkrete Antwort auf die ich mich gerne einlasse.
    Danke.
    Liebe Grüsse
    Meera

  3. Norbert :-) schreibt am 2. November 2008 um 11:55

    Hallo, Ralf!

    Ja, das funktioniert.

    Allerdings funktioniert es noch besser, wenn man sich dazu eine Kollage mit Bildern macht, die dieses Ziel stellvertretend darstellen. Diese Kollage hängt man sich dann im Büro oder an einem Platz, an dem man häufig ist, auf, um sein Ziel immer im Blickpunkt zu haben.

    Herzliche Grüße
    Norbert :-)

  4. Wally schreibt am 2. November 2008 um 14:50

    Ich möchte gerne mal wissen, ob damit (o.g.) tatsächlich schon jemand eine Wunscherfüllung bekommen hat?
    Und ist es genauso eingetroffen?

    Ich freue mich, wenn sich jemand meldet.
    Danke
    lg Wally

  5. Uschi schreibt am 3. November 2008 um 09:43

    Ja, es funktioniert! Ohne wenn und aber! Denn diese Worte solltest du, liebe Wally, einfach vergessen. Stehe auf und wandle- dein Glaube hat dir geholfen. So ist es, so einfach. Glaube, dass du es verdient hast, ab sofort das Leben zu leben, dass dich glücklich macht- ohne wenn und aber- und tue einfach, treffe deine Entscheidungen und gehe deinen Weg. Sehr gut passt dazu auch der heutige Beitrag v. 2.11. Denn allzu oft bremsen uns Familie, Freunde und Verwandte aus Angst, dass wir nicht mehr so viel Zeit für sie haben werden, wenn wir unser Ding machen. Ich habe viel zu lange Zeit mit diesen Schuldgefühlen gelebt und bin auf der Stelle getreten. Irgendwann hat es dann "Rums" gemacht. Ich stand nicht mehr grenzenlos zur Verfügung und das hat die Spreu vom Weizen getrennt. Manche Beziehung ist dabei auf der Strecke geblieben, ein lieber Mensch, der mir wichtig war, ist aber nach einer langen Zeit wieder in mein Leben getreten und wir verstehen uns jetzt besser und respektieren uns. Und jetzt läuft alles wie erträumt. Mit viel Liebe, Geduld und Ausdauer baue ich mir meinen Lebenstraum. Ich stehe in der Mitte der Treppe zum Erfolg und gehe step by step dem Ziel entgegen. Ich treffe Menschen, die mit mir gemeinsam diesen Weg gehen und wir unterstützen uns gegenseitig. Es fügt sich alles wie ein Puzzle aneinander und es entsteht allmählich das gewünschte Bild. Ohne wenn und aber!

  6. Wally schreibt am 3. November 2008 um 09:58

    Lieben Dank Uschi für deine Antwort!

    Es kommt immer mehr in mein Bewußtsein und solche Antwort wie deine hat mir geholfen und motiviert mich jetzt erst recht.
    Schön, dass du schon in der Mitte der Treppe stehst, das ist schon ganz schön weit gekommen, finde ich.

    Es ist sehr super, wie wie alles wie ein Puzzle aneinanderfügt, das soll und wird bei mir auch so sein. Ich freue mich.

    Gut auch, dass hier nochmal erwähnt wurde: "ohne wenn und aber!" Das muß tief ins Bewußtsein rein und wird es sicher auch.

    Herzlichen Dank!
    lg Wally

  7. Gaby schreibt am 3. November 2008 um 16:08

    Hallo Ralf,

    danke für diese Anregung. Ich werde das gleich einmal ausprobieren. Ohne wenn und aber. Bin gespannt, ob es mir in irgendeiner Weise hilft. Ich glaube, schon.

    Liebe Grüße
    Gaby

  8. Helga schreibt am 3. November 2008 um 18:33

    Moin, Tanja
    Es ist das gleiche, wie das Buch
    ;Die Macht ihres Unterbewusstseins.
    Ich habe dadurch einen lieben Mann gefunden und das ist schön.In Gedanken sich auszumalen, was wir uns wünschen
    und wenn es dann irgendwann passiert, ist man der glücklichste Mensch.Alles Gute Helga

  9. renate schreibt am 8. November 2008 um 12:06

    Hallo,
    ich träume schon mein Leben lang, habe noch nie das bekommen, was ich mir wünsche,vielleicht einen TRropfen davon.schöne grüße renate

  10. Darius schreibt am 8. Dezember 2008 um 10:40

    Manchmal helfen auch negative Bilder von sich selbst. Vor einem halben Jahr habe ich mir meine Situation in der Zukunft vorgestellt. Da war ich immer noch an meinem Ausnutz-Arbeitsplatz in einer Musikschule. Die plastischen Bilder haben mich so angeätzt, dass ich gekündigt habe und meinem eigenen Klavier-Unterricht-Kramm mache. Ich bereue es nicht.

    Liebe Grüße

    Darius