Eine andere Art von Wunschzettel
Von Ralf Senftleben • 19 Kommentare
Als Kinder haben die meisten von uns zu Weihnachten einen Wunschzettel geschrieben. Da haben wir all das, was wir gerne haben wollten, auf ein Stück Papier gekritzelt. Damals wussten wir ziemlich genau, was wir uns wünschten. Heute schaffen wir das nicht mehr so einfach, ohne zu zensieren aufzuschreiben, was wir wollen.
Der besondere Charme an diesem Wunschzettel war, dass wir erst einmal restlos alles aufgeschrieben haben, was wir wollten – egal wie groß und unerreichbar vielleicht auch manche unserer Wünsche waren. Wir wussten zwar, dass wir nicht alles davon bekommen würden, aber wir waren uns sicher, dass der Weihnachtsmann eine weise und gerechte Entscheidung treffen würde, welche von den Wünschen den Weg zu uns finden würden.
Vielleicht ist das etwas, was nicht nur als Kind Sinn macht. Wir wünschen uns etwas und überlassen es dem großen Weihnachtsmann für uns zu entscheiden. Wer dieser große Weihnachtsmann für Sie ist, können Sie sich selbst aussuchen. Vielleicht das Universum, das Leben oder Gott. Das liegt ganz bei Ihnen.
Machen wir daraus eine Übung: Schreiben Sie einfach einmal alles auf, was Sie sich wünschen und vertrauen Sie darauf, dass das Richtige für Sie passieren wird. Auf einen solchen Wunschzettel gehören
- Dinge, die Sie haben wollen (z.B. einen Sportwagen oder eine tolle Wohnung),
- Dinge, die Sie (besser) können wollen (z.B. jonglieren oder singen),
- Dinge, die Sie tun wollen (z.B. weniger arbeiten oder nach Südamerika fahren)
- alles, das Sie sein wollen (z.B. gelassener oder lebendiger),
- Gefühle, die Sie öfter fühlen wollen (z.B. Lebensfreude oder Sicherheit) oder
- Dinge, an die Sie glauben wollen (z.B. "Ich kann dem Leben vertrauen").
Gehen Sie ruhig kindlich naiv an die Fragestellung "Was wünsche ich mir?" heran und schreiben Sie alles auf, ohne zu zensieren, ohne Wenn und Aber, ohne realistisch zu sein und ohne wie ein Erwachsener zu denken.
Und dann legen Sie Ihren Wunschzettel irgendwo hin und vertrauen, dass alles passieren wird, was für Sie persönlich richtig ist.





»Und dann legen Sie Ihren Wunschzettel irgendwo hin und vertrauen, dass alles passieren wird, was für Sie persönlich richtig ist.«
Und sie meinen das klappt?
Der Glaube versetzt bekanntlich Berge! ;-)
Aber die Idee ist sehr schön und eine nette Anregung für einen gemütlichen Abend, denn es stimmt schon, dass Kinder viel offener und unbefangener mit Wünschen umgehen. Irgendwie kommt einem das als Erwachsener abhanden.
Es ist sogar schon erwiesen, dass das klappt und es ist eine übliche Technik in modernen psychologischen Beratungen. Allerdings ist darauf zu achten, dass keine Negativ-Formulierungen dabei sind (wie "weniger arbeiten", stattdessen z.Bsp. "mehr Freizeit"). Das Prinzip dahinter ist, neben dem positiven Effekt der Beschäftigung mit seinen Wünschen und Zielen, dass, wenn wir Dinge visualisieren, sie auch eher in unser Leben treten können. Wir bekommen, was wir uns wünschen, nicht alles, und manchmal nicht sofort, aber vieles davon irgendwann. Wir begegnen dem, an das wir glauben (siehe auch "Konstruktivismus"). Ausprobieren :-)
Mit nur Vertrauen wird es selten funktionieren. Aber ich finde es spannend zu sehen, wie die Dinge in Bewegung geraten, gerade weil wir uns damit beschäftigen. Das "hemmungslose" kindliche Wünschen ist gerade Thema Nr.1 in meinem neuen Blog.
Liebe Grüße
Elke
ich finde das auch eine nette idee. man muss das ja auch nicht bierernst nehmen. andererseits kann es auch die möglichkeit sein, sich einmal wieder im klaren zu werden: was will ich eigentlich wirklich im leben?!
und man kann den zettel in der tat irgendwo verstauen, über das jahr wird man ihn in den hintergrund schieben und vergessen, da ist es um so lustiger und interessanter, wenn man ihn ende nächsten jahres wieder findet, und vielleciht doch einiges von der liste streichen könnte, oder??
allen lesern eine schöne adventszeit und ein frohes fest!
Eine sehr gute Idee !! Ich nehme das heute mal in Angriff und vielleicht können wir in einem Jahr mal darüber schreiben, was sich so erfüllt hat! Ich wünsche allen eine wundervolle, friedliche Weihnachtszeit und Mitgefühl mit allen Lebewesen.
In diesem Sinne
Eva :) :) :)
Diese Anregung kommt für mich genau im richtigen Moment, denn ich merke, das ich zwar viel für die Zukunft plane, aber alles nur realistische Sachen. Ich werde mich noch heute Abend hinsetzen und meinen Wunschzettel ohne Rücksicht auf Realisierbarkeit anfangen. Ich wünsche allen eine schöne Advendtszeit und frohe Weihnachten.
Es klappt ! Ohne Gedanken daran, dass Träume wahr werden können, hatte ich vor Jahren in ein Heft geschrieben, was ich mir alles wünsche, leider waren es nur materielle Dinge, aber für mich zu dem Zeitpunkt völlig unrealistisch und darum auch wieder völlig in Vergessenheit geraten. Das Heft hatte ich später mal wieder gefunden und darin herumgeblättert, dabei habe ich auch meine "Träumereien" wieder gefunden. Ich war dann doch sehr überrascht genau die Dinge zu haben, die dort aufgeschrieben waren, sogar eine Gitarre, die ich dann noch nicht einmal benutzt habe.Der Zeitraum der Erfüllung war sogar recht kurz, worüber ich noch mehr gestaunt habe. Also ...
Der Weg ist das Ziel^^
aber wir wissen doch alle das zwischen Theorie und Praxis "Universen " liegen können ;)
das funktioniert
ich habe das selbst zweimal gemacht in meinem Leben
ich habe alles erreicht, was ich wollte
das zweite Mal kann man es im Forum nachlesen: Brief an eine einsame Frau
es ist eine Kraft, die stärker ist, als jeder Muskel:
die Kraft des Unterbewußtseins
Also ich bin jetzt 23 und mache das jedes Jahr so.. mit dem Wunschzettel schreiben habe ich nie aufgehört. Und auf den schreibe ich auch nicht nur materielle Dinge... das einfachste ist zB., das Schnee immer mit draufsteht...
naja ob es in Erfüllung geht, ich weiß nicht, ich habe sicher nicht alles bekommen was draufsteht und schneien tut es ja sonst auch recht selten... aber darum geht es gar nicht.
Also bei mir zumindest nicht. Wie vorher schon mehrere geschrieben haben, es geht einfach darum, einmal aufgeschrieben zu haben, was man sich wünscht. Es ist ein tolles Gefühl sich auch unmaterielle Dinge einfach mal wünschen zu können, einfach mal eine Liste mit Wünschen.
Manchmal schreibe ich so eine Liste auch zu Silvester - keine guten Vorsätze, sondern Wünsche. Und ich schreibe sie mitten im Jahr. Einfach für mich, damit ich weiß was ich will, vielleicht als Motivation, letztendlich einfach, um diesen Wunsch ein mal ausgedrückt zu haben. Irgendwie hilft das.
Ich wünsche mir schon jahrelang gesund zu werden, aber bisher ging mein Herzenswunsch nicht in Erfüllung. Geht wirklich jeder Wunsch in Erfüllung?
Ja, eine schöne Anregung mit dem Wunschzettel, danke!
Ich habe auch noch Wünsche, díe ich gleich für mich formulieren werde. Ich traue mich nämlich nicht, Wünsche überhaupt auszusprechen. Das ist doch eigentlich ganz schön traurig, oder?
Also ich lege gleich mal los und hoffe, dass es noch einige Menschen mehr tun werden.
Wünsche sind ja was Schönes - und es müssen auch nicht alle in Erfüllung gehen.
Eine wunschvollen Abend für alle!
Hallo liebe Leser,
ich finde die Idee mit dem Weihnachtswunschzettel ganz toll.
Meine kleine Tochter ( 5 Jahre ) hat einen wunderschönen Wunschzettel geschrieben bzw. geklebt und gebastelt. Und genau dort kann ich von meinem Kind lernen. Einfach etwas zu
tun oder sich wünschen zu dürfen, ohne genau zu wissen ob sich dieser Wunsch auch erfüllt. Ich glaube wenn man seine Wünsche schriftlich formuliert fällt es viel leichter an der Realisierung dieser zu arbeiten. Und selbst wenn nicht alles gleich gelingt hat man es wenigstens probiert.
Eine schöne Adventszeit und die besten Wünsche für alle.
Marco
Das ist seit langem der erste Artikel zum Thema "Wünschen", der mich inspiriert! Vor allem die Kategorisierung der Wünsche lässt mich wieder auf Ideen kommen.
Dass es nützen kann, ist für mich recht klar. Der hier diskutierte Wunsch "weniger Arbeit" bzw. "mehr Freizeit" ist ein gutes Beispiel: ich empfinde mich fortwährend als "zuviel arbeitend", doch wenn ich genauer hinsehe, sehe ich auch, wie ich mir "Freizeit erschleiche". Die ich dann aber nicht als solche ansehe, wenn ich weiter mit der ToDoList im Kopf und schlechtem Gewissen etwas "Unproduktives" tue.
Eine "Wunscherfüllung" im Sinne von "mehr Freizeit" wäre recht wahrscheinlich, denn ich bräuchte ja nur umdenken / umorganisieren...
Ich werde mir diese vielen Wünsche auf kleine Zettelchen schreiben und sie dann von einer Brücke in den Fluss runterfliegen lassen :-))
Hallo und guten Abend zusammen,
nun ich habe mir hier nicht alles Kommentare durch gelesen, aber der erst ist mir doch sehr aufgefallen.
Schade das ich hier nicht genau diesem User antworten kann.
Ich würde ihn dann bitten sich doch mal die Webside von Ella Kensington anzuschauen. Dort findet man auf der linken Navigationsleiste eine Seite mit dem Namen "Glückstipps" - anklicken und sich gezielt in dieser Sammlung den Glückstipps nachlesen.
Ganz gezielt vom 9.11.2006; 22.3.2006; 31.08.2007; 25.9.2007 und 30.9.2007 durchlesen.
Ich finde diese Ausführungen so überzeugend, das man garnicht mehr anders kann, als sich noch mehr mit dieser Realitätsgestaltung und diesen unvorstellbaren Möglichkeiten weiter zu beschäftigen.
Es gibt in dieser Richtung noch so viele Informationen im Netz. Bitte nicht anzweifeln, bevor man sich nicht wirklich informiert hat - und dann mal in der Vergangenheit zurück schauen, wie oft hat sich nicht schon was erfüllt was man sich gewünscht hat?
Herzlichst Hannelore
Liebe Hanna Osterwinter, bin auf die Website von Ella Kensington gegangen und habe mir seitdem nach und nach schon 4 Bücher bestellt und auch schon zwei davon gelesen. Ich bin begeistert und glücklich :)
Danke für den Tipp !!!
LG Eva
die Erfahrung, sich Ziele aufzuschreiben, zeigt bei mir, dass Ziele eintreten... es gibt allerdings noch ein paar Tipps dazu: wenn man die Ziel auch visualisiert, dass heißt, sich Bilder zu den Zielen an die Wand hängt und es jeden Tag anschaut.... plötzlich und unbewußt nimmt das Unterbewußtsein den Befehl auf: das Ziel zu verwirklichen.
Es ist verblüffend, aber es ist mir heute gerade wieder passiert. Am Donnerstag habe ich ein Ziel visualisiert, heute, vier Tage später ist die Visualisierung Wirklichkeit geworden.
Aber keine Angst... ich habe weitere Ziele. Wichtig ist immer, wenn ein Ziel sich verwirklicht hat, sich selbst zu hinterfragen, welche Träume man noch hat und ob man daraus Ziele formulieren .... und visualisieren kann.
Wer das nicht glaubt, macht einen entscheidenden Fehler: Er schreibt sich seine Ziel nicht schriftlich auf, möglicherweise hat er gar keine. Und wenn er es sich nicht aufschreibt, dann kann er sie auch nicht visualisieren.
Er kann nur hier kundtun, dass es Humbug wäre. Aber für das, was mir durch diese Technik schon gelungen ist, kann ich Zeugen benennen, die das bestätigen. Und die mit derselben Technik auch schon Träume verwirklich haben und immer noch leben.