Kontakt
Facebook
Twitter
RSS
Gästebuch
Wöchentlicher Newsletter

Möglich oder nicht möglich?

Von Tania Konnerth23 Kommentare

Unser Gartentor ist ein interessantes Studienobjekt, denn an ihr zeigen sich zwei grundsätzlich unterschiedliche Persönlichkeitstypen. Das Tor klemmt ein bisschen und man muss es leicht nach oben anheben, um es öffnen zu können. Wer einfach nur die Klinke der Gartenpforte herunterdrückt, kann den Eindruck gewinnen, dass die Tür verschlossen ist.

Nun gibt es zwei Ausprägungen, wie Menschen mit diesem Tor umgehen:

Die einen probieren es und nehmen an, das Tor sei verschlossen. Vielleicht machen sie noch einen zaghaften Versuch, das Tor doch zu öffnen, aber es wird schnell deutlich, dass sie davon ausgehen, dass es nicht geht. Von Paketzustellern dieser Kategorie haben wir dann regelmäßig einen Benachrichtigungszettel im Briefkasten.

Die andere Sorte Mensch probiert es einmal und noch einmal und versucht dann verschiedene Strategien, um das Tor zu öffnen. Hier zeigt sich sofort, dass sie grundsätzlich davon ausgehen, dass das Tor offen ist. Von Paketzustellern dieser Art bekommen wir das Paket dann immer direkt zugestellt. :-)

Einmal die Tatsache beiseite lassend, dass wir das Tor reparieren sollten, finde ich diese Beobachtungen höchst spannend. Entscheidend für unseren Erfolg könnte demnach viel weniger sein, ob etwas tatsächlich möglich ist als viel mehr, ob wir denken, dass etwas möglich oder eben unmöglich ist.

Und wow, das öffnet doch Türen, oder nicht?

  1. Beate schreibt am 17. März 2009 um 10:42

    Guten Morgen, und zunächst einmal ein herzliches Willkommen nach Ihrem Urlaub...

    Ihr heutiger Artikel passt genau zu einem Bild, das ich mir eben zur Inspiration für einen Willkommensbrief an unseren neuen Bischof herausgesucht habe..., jetzt kommen mir ganz viele Gedanken...

    Dafür ein herzliches Dankeschön!

  2. Hubert schreibt am 18. März 2009 um 00:19

    Ja sicherlich, das kann Türen und auch neue Horizonte öffnen.
    Persönlich gehe ich auch schon mal so weit, dass wenn das Tor verschlossen ist, einfach rund ums Grundstück, ob noch ein zweiter Eingang oder so etwas vorhanden ist - obwohl ich kein Zusteller bin.
    Aber ich denke man sollte nicht den Fehler machen und denken, das jeder Postbote, der nicht zur Experiementierfreundigkeit neigt,generell es für nicht möglich hält das Tor zu öffnen.
    Es kann gut sein, dass er den führ ihn leichteren Weg wählt.

  3. Heide schreibt am 22. März 2009 um 09:15

    Hallo Hubert,

    du hast mich zum Weiterdenken gebracht:

    Neben der persönlichen Einstellung ("Die meisten Türen sind offen" - "Fast alle Türen sind verschlossen") kommt es sicher darauf an, wie wichtig einem die jeweilige Sache ist.

    Will man unbedingt durch diese Tür gehen, dann probiert mans immer und immer wieder, manchmal (ungünstigerweise) immer auf dieselbe Art oder eben in allen möglichen Arten und Weisen oder man versuchts wie du auch mal "hintenrum".

    Ist es einem dagegen nicht so wichtig, dann lässt mans nach einem oder mehreren vergeblichen Versuchen sein und wendet sich anderen Dingen zu.

  4. Vera schreibt am 22. März 2009 um 09:33

    Ist es nicht vielmehr die innere Einstellung, ob wir Zugang zu Dingen des alltäglichen Lebens haben oder nicht ? Ob sich dieses besagte Tor nun öffnet hängt wohl davon ab wieviel uns daran liegt. Und ganz neben bei: ich würde es nicht unbedingt reparieren.

  5. a.claudia schreibt am 22. März 2009 um 09:42

    herrlich!
    dieses beispiel, wie mensch ticken kann. der eine so, der andere anders. mit seinen ureigenen jeweiligen strukturen, prägungen vielleicht. da kann ich glatt bis zu adam und eva (und lilith) zurückdenken - und die tür zum paradies. und komme dann weiter zu der frage, was und wo wohl das paradies eines einzelnen ist. was er dann für sein paradies zu tun bereit ist. in jedem augenblick seines lebens ... und wie es der gemeinschaft derer die draußen und / oder derer, die drinnen sind mit alledem geht ...
    wow - ein weites feld. und worauf soll/will/kann/darf ich mich dabei konzentrieren? was soll/will/kann/darf ich bei alledem im blick behalten?!
    um alledem auf den grund zu gehen, bedarf es in meinem fall mehr als nur ein sonntag vormittag ;-)

    schönen dank - für's erste - für den exkurs :-)

  6. Jens Schaprian schreibt am 22. März 2009 um 09:46

    ... ist eine Tür wirklich verschlossen, ist es nicht meine Tür oder ich habe den Schlüssel noch nicht! ... ist ein Tür auf meinem Weg offen, dann trete ich ohne nach Hinten zu schauen hinein! ... klemmt eine Tür etwas, kann sanftes Drücken oder ein kurzer Stoß den Weg freimachen, auch wenn es mal etwas weh tut....
    ... bei einer feuchten Holztür, die klemmt, hilft einfach Geduld ;-)

  7. Brigitte schreibt am 22. März 2009 um 09:48

    Ich gehe davon aus, dass die meisten Türen geöffnet werden können und ich habe selbst diese Erfahrung gemacht, nachdem ich eben nicht so schnell aufgegeben und es auf verschiedenen Wegen versucht habe. Allerdings glaube ich auch, dass es sich manchmal nicht lohnt dranzubleiben und man viel (Lenbens-)Zeit daran verschwendet eine geschlossene Tür zu öffnen und währenddessen eine andere, bereits geöffnete Tür übersieht, hinter der sich etwas viel Lohnenderes befindet.

  8. Rena Berger schreibt am 22. März 2009 um 10:01

    Guten Morgen allen,

    das ist ja wieder ein spannendes Thema. Wie ich diese Woche jemanden besuchen wollte, fand ich es einladend und toll, das das Gartentor offen stand. Aber ansonsten würde ich auch gucken, ob sich nicht ein anderer Weg finden liesse, *lach - mein Paket loszuwerden.

    Viele liebe Sonntags-Grüsse aus Bremen

  9. Erika R. schreibt am 22. März 2009 um 10:24

    Man sollte sich vornehmen sein Ziel zu erreichen und nicht schon frühzeitig aufgeben, weil man befürchtet nach noch mehr Mühe dann noch frustrierter zu sein.
    Plan und Autosuggestion sind hier angesagt um das Tor zu öffnen und .... manchmal ein bißchen Glück.
    Man muß auch nicht jedes Tor knacken. Was will ich dahinter finden? Lohnt sich das für meine Ziele?

    schöner Denkanstoß der Artikel!

    Grüße aus Oberursel

  10. Ute schreibt am 22. März 2009 um 10:26

    Es kommt meiner Meinung auch darauf an, ob man den Mut hat diese Tür zu öffnen. Auis Angst es könnte es was negatives dahinter sein, läßt man es vielleicht sein. Und natürlich auch der Aspekt der Veränderung spielt hier eine Rolle, denn unter Umständen muß ich ja an mir was verändern, wenn ich da durch gehe. Oder vielleicht muß ich auch nur meine Verhaltensweise ändern, das fällt vielen schwer. Danke !

  11. sabrina schreibt am 22. März 2009 um 10:55

    ...manchmal denke ich, dass viele Menschen und ich selber auch, oft vor einer verschlossenen Tür stehen und nicht verstehen das Sie auch links oder rechts gehen können. So rütteln Sie und schütteln Sie an der Tür und verstehen nicht dass Sie eventuell gar nicht erst hindurch gehen sollten oder eben auch einen anderen Weg finden müssen um auf diesem Weg noch Erfahrungen zu sammeln oder Menschen zu treffen die essentziell wichtig sind und dafür da dass wir hinter dieser Tür auch wirklich glücklich werden. Manchmal kann uns eine verschlossene Tür auch vor großen Fehlern bewahren. Ich denke es ist grundsätzlich so dass etwas Falsch ist wenn es schwierig ist.... denn nur wenn etwas einfach geht bin ich im Fluss des Lebens. Darauf vertraue ich ... und verschlossene Türen sind nicht grundsätlich ein Zeichen dafür das etwas falsch ist...sondern dafür das man andere Wege gehen sollte die das gleiche Ziel verfolgen.

    In diesem Sinne...allen einen wundervollen Sonntag!

  12. clara schreibt am 22. März 2009 um 11:22

    Manche Türen öffnen sich leichter, wenn man die Vorzüge der Tür anhebt.
    Wie eben die Klemmende auch.
    Bleibt es einseitig - naja, dann hatte das Klemmen seinen Grund.
    Man muss wohl genau hinschauen, wie sie bestellt ist.

  13. Stefan Moosbauer jun. schreibt am 22. März 2009 um 11:30

    Servus,

    mit einem Lächeln, wenn ich meine Haustüre wiederfinde.

    Meine Haustüre lässt herzlich grüßen Ihr Gartentürl. Sie zwickt und klemmt genauso. Und genauso konnte ich beobachten dabei. Mich und andere.

    Ich finde ein Stutzigwerden, Stirnrunzeln, Hilflosigkeit, Resignation, sogar die Tätlichkeit in der Gewalt finde ich, rücksichtslos, mit einem Anflug von Empörung. Das alles finde ich bei anderen.

    Und bei mir? Ich reagiere immer gleich. Mit einem verschämten Lächeln. Und genau das ist es. Scham. Aus tiefstem Grunde gibts etwas bei mir, das anders ist, etwas mit Handlungsbedarf, aber ich handle nicht.

    Meine Haustüre und ich, wir beide kommen sehr gut zurecht. Ich habe sie gut und fest im Griff. Das braucht sie. Einen festen Griff, das ist die Klinke alleine schon, und meine Hand dazu, die genauso fest die Klinke umschließt, und mit einem leichten Zug und anheben dabei, lässt sie sich spielend öffnen. Ich muss nur ein ganz kleinwenig anheben dabei.
    Und da ist etwas besonderes dabei.
    Ich muss es nicht. Ich mache es einfach automatisch.

    Eines muss ich noch. Ich muss mir überlegen ob ich muss oder ob ich es möchte.
    Nämlich die Scham darüber abzulegen, was ist wie es ist, so nach dem Gedanken von Erich Fried, oder die Ursache zu beseitigen, über das Übel das mich beschämt. Jetzt gerade stelle ich nämlich fest, dass ich mich noch nie darüber geschämt habe, über meine Haustüre, wenn ich alleine bin mit ihr. Ich schäme mich immer dann, wenn es andere erleben, was ich für eine Haustüre habe.

    Das ist aber auch zu blöd! Das? Das bin ich.

    Mit einem Lächeln

    Gartma S.

  14. Konstantin Stevanovic schreibt am 22. März 2009 um 11:37

    Ja hallo und auch von mir einen schönen Sonntag euch.

    Ja man kann da bekanntlich Streiten über den Sinn oder Unsinn von Denkweisen/Strukturen. Ich kann mich jedoch auf diesem Punkt als einig mit euch erklären als das alle Türen und Tore in der einen oder anderen Art auf gehen. Und auch das es an der jeweiligen Art zu denken liegt ob etwas geht oder eben auch nicht. Aber wo ich den Denkansatz ändern mußte um das es möglich wurde mein eigenes ICH aus zu bilden; ist einfach der Umstand, das ich lernen mußte mit meinen Stärken und Schwächen um zu gehen. Um meine Stärken brauchte ich mir nie Gedanken machen da wußte ich das kann ich das ist kein Problem. Jetzt war die Herausforderung für mich, mich um meine Schwächen zu kümmern und siehe da eines Tages erkannte ich das meine Schwächen meine größeren Stärken waren. Somit brauchte ich mir um meine Einstellung auch keine Gedanken mehr zu machen. Dazu gehört das man ein gut funktionierendes Gehirn und eine schnelle Auffassungsgabe hat und die gilt es meines erachtens nach Auszubilden. Denn wer gut denken kann, der kann auch besser handeln.

    So euch noch einen super Sonntag und viel Spaß euch im Leben und ich hoffe das euch mein Artikel ein Stück weit des Weges hilft, den Ihr euch vorgenommen habt.

  15. Elisabeth schreibt am 22. März 2009 um 11:43

    Ein Gartentor ist eine gute Sache, ich kann im Garten sein und über den Gartenzaum einen Plausch halten mit Menschen die vorübergehen aber anhalten!
    Öffnen möchte ich meine Gartentür nicht unbedingt allen. Wenn ich die Tür öffne, lade ich ein ,ein Stück an meinem Leben teilzunehmen.
    Spannend ist beides: die flüchtigen Begegnungen, die vorüber gehen und das Gespräch im Garten, vielleicht wird daraus mal eine Einladung ins Haus - wer weiß !
    Herzlichen Gruß an die Zaungäste
    Elisabeth

  16. Zippo Zahnstein schreibt am 22. März 2009 um 14:41

    Ja, wow, das öffnet wirklich Türen; ein zuverlässiges Mittel der psychologischen Diagnostik. Man kann auch die Grundstücksbesitzer, die zum Gartentor gehören, in zwei Typen einteilen: die einen, die ein schönes, großes Tor haben, das einladend offen steht, und die anderen, deren Tor geschlossen ist und die es über längere Zeit nicht reparieren, wenn es klemmt.

  17. Angelika schreibt am 22. März 2009 um 14:51

    Hallo alle,

    ich bin auch dafür. daß es immer auch andere Wege gibt, um ein und das gleiche Ziel zu verfolgen. Öffnet sich eine Tür nicht auf Anhieb...nochmals probieren. Öffnet sie sich nach mehrmaligem Probieren nicht... sich einen anderen Weg, eine andere Methode ausdenken, oder...eine andere Tür suchen und öffnen.

    Viele Grüße,
    Angelika

  18. Rainer Berger schreibt am 22. März 2009 um 16:10

    Hallo alle
    zuletzt will ich noch vermerken, daß dieser übersituative briefzusteller zielführend sich selber und der Post dient, dem Briefkastenbesitzer aber die Erfahrung von gestörtem Postzugang (nicht alle Zusteller sind so engagiert) verweigert. In vielen Betrieben werden Reibungsverluste von Provisorien durch die Phantasie der Mitarbeiter nicht sichtbar. Man sollte die Bescheidenheit dieser Mitarbeiter die auf ihre Zielerreichung verzichten und so unbeabsichtigt die Störungen entschleiern. höher einschätzen.
    gruß an Tania von Rainer in Stuttgart

  19. Margit Kovács-Ernst schreibt am 22. März 2009 um 22:09

    31.Dezember 1971: ich war 21 Jahre alt, kam aus Ungarn nach Wien und wollte nach Deutschland. Als ich bei der deutschen Botschaft dem Pförtner mein Anliegen erklärte, meinte er, dass am Silvester niemand mehr da ist, um mir sagen zu können, ob ich nach Deutschland einreisen könnte. Daraufhin
    sagte ich, dass ich bei ihm sitzen bleiben würde bis der zuständige Beamte kommt. Ich war ÜBERZEUGT, dass er den holen wird. So geschah es auch. Der kam, nahm meine Daten auf, schickte mich ins Flüchtlingslager nach Traiskirchen bei Wien und versprach mir, dass ich legal nach Deutschland weiterreisen kann, wenn ich ihm die Wahrheit gesagt habe. Am 04.03.1972 bin ich dann, wie versprochen, mit einem deutschen Paß in München angekommen. Tja, mein Vater hat Recht behalten "neben jedem Tor gibt es eine kleine Tür", die ich bisher immer gefunden habe. Es war lediglich eine Frage der Zeit.

  20. Ernst schreibt am 23. März 2009 um 06:56

    Der Positive sieht in jeder Schwierigkeit eine Möglichkeit.

    Der Negative sieht in jeder Möglichkeit eine Schwierigkeit.

    lG aus Wien

    PS: Sesam öffne Dich!

  21. Martin Roos schreibt am 23. März 2009 um 07:23

    Manchmal muss ich auch akzeptieren, dass es geschlossene Türen gibt. Ich muss nicht alles, was zu ist öffnen. Und ich muss auch nicht bei allem, was klemmt, alle Hebel in Bewegung setzen.

  22. Lisa schreibt am 23. März 2009 um 09:38

    Ich finde Ihre Kommentare sonst wirklich interessant, nun muß ich hier mal sagen, anhand eines Gartentorbeispiels auf die Persönlichkeit schließen zu lassen, das halte ich nun für einen recht einseiteigen Gedanken.

    Gehe ich alleine nur von den vielen verschiedenen kulturellen Unterschieden eines jeden Einzelnen aus, dann lassen sich da schon Rückschlüsse ziehen, die nicht auf die Person zu münzen sind. Bei manchen Freunden von mir wäre es eine Beleidigung zu versuchen reinzukommen, die gehen davon aus, will ich Besuch haben, so öffne ich mein Gartentor oder halte es in einem Zusatand, das man es leicht öffnen kann!
    Einer Freundin aus Finnland ist Privateigentum und Privatsphäre heilig, sie würde einen Teufel tun, daran rumzurütteln.

    Ich würde mir auch überlegen, wenn es denn zu ist, ob auch das nicht seinen Grund hat. Und der Besitzer vielleicht seine Ruhe haben will, was ich durchaus als einen hohen Wert ansehe, die Grenzen von anderen zu achten.

    Ein Gartentor stellt nun mal eine räumliche Begrenzung da, und fordert den anderen auf, diese Begrenzung zu respektieren.
    Es schließt also auch auf den Besitzer und das er sich einen Schutzraum gesucht/hergestellt hat.
    Und unter diesem Aspekt finde ich die Einteilung von Personen, die vor diesem Tor stehen, sogar richtig vermessen......

    Herzliche Grüße
    Lisa

  23. Walburga schreibt am 25. März 2009 um 12:43

    So viele verschiedene Gartentore, wie es geben kann ... kleine, große ... hohe oder niedrige ... moderne oder alte ... mit Klinke oder ohne ... aus Holz oder Metall, einfache oder verschnörkelte ... grüne, braune, blaue, weiße, rote ...

    so viele unterschiedliche Sichtweisen und Anregungen bringt dieses Bild zutage. Ist das nicht einfach wunderschön?

    Übrigens ... mein Tor steht immer weit offen ;-)

    Liebe Grüße

    Walburga