Lebenskunst: Das eigene Leben auf gelassene Art gestalten
Von Ralf Senftleben • 35 Kommentare
Ich kenne zwei grundsätzliche Ansätze, anhand derer wir nach Glück und Zufriedenheit streben können.
Der eine Ansatz geht ungefähr so: Lebensschmerz entsteht dann, wenn unsere Erwartungen und die Wirklichkeit auseinander fallen. Da sich die Wirklichkeit meistens nicht so einfach ändert, nur weil wir uns das wünschen, ändern wir deswegen also besser unsere Erwartungen an andere und das Leben nach dem Motto: "Wer keine Erwartungen hat, kann auch nicht enttäuscht werden." Bestens, Problem gelöst!
Der andere Ansatz verfolgt hingegen die Idee, dass wir unser Leben selbst mitbestimmen und gestalten können. Wir überlegen zuerst, wer wir selbst sind und welche Umstände wir brauchen um uns wohlzufühlen und um glücklich und zufrieden zu leben. Und dann handeln wir und suchen oder erschaffen uns diese Umstände.
Das sind die beiden grundsätzlichen Richtungen zu mehr Glück und Zufriedenheit. Und das Gute ist, dass sich beide Ansätze nicht ausschließen. Im Gegenteil: Sie ergänzen sich aufs Beste.
Die Verfechter der “Keine Erwartungen”-Fraktion glauben zwar manchmal, dass Ziele, Träume und Wünsche schmerzhaften Erwartungen schaffen, aber es gibt einen gelassenen Mittelweg, der beide Ansätze vereint.
Das hört sich dann ungefähr so an:
Natürlich würde ich bevorzugen, wenn ich in einem kleinen Häuschen am Meer wohnen und dort meine Romane schreiben würde. Aber ich kann auch glücklich sein und mein Leben genießen, solange ich noch bei der Versicherung arbeite und in meiner Mietwohnung wohne. Trotzdem tue ich jeden Tag etwas dafür, meinem Ziel näher zu kommen.
Oder:
Natürlich würde ich es bevorzugen, wenn ich bald einen sicheren, lebenslangen Arbeitsplatz hätte, mit vielen tollen Kollegen und viel Spaß. Aber solange ich noch auf Arbeitssuche bin, kann ich auch daraus das Beste machen, meine Zeit mit sinnvollen Dingen füllen und mein Leben genießen. Und ich tue jeden Tag etwas dafür, meine Chancen auf einen guten Job zu verbessern.
Auf der einen Seite Wünsche und Ziele zu haben und auf der anderen Seite locker zu bleiben, schließen sich nicht aus. Diese beiden Aspekte sind vielmehr eine sehr starke Kombination.
Die eher leistungsorientierten Ziele-Fans haben andere Bedenken. Sie sagen: "Na toll, wenn ich meine Erwartungen aufgebe, dann habe ich ja gar keinen Drive mehr. Dann fehlt mir ja die Motivation mein Ziel zu verfolgen."
Erstaunlicherweise habe ich hier oft das Gegenteil erlebt. Denn hohe Erwartungen ans Leben und die eigene Umwelt erzeugen,, wie oben beschrieben Schmerz und Unzufriedenheit und kosten uns Energie und Kraft. Und das ist genau die Kraft, die uns oft fehlt, damit wir unsere Ziele systematisch und gelassen verfolgen wollen.
Ich bin vielen Menschen begegnet, die sich selbst ausbremsen und wenig gebacken bekommen, weil sie zu hohe Erwartungen ans Leben und auch an sich selbst haben. Und das kommt in meinen Augen eben oft daher, dass diese Menschen viel Energie damit verschwenden, dahin zu schauen, was sie nicht haben und dass sie deswegen enttäuscht sind.
Wenn diese Menschen nun ihre Erwartungen herunterschrauben würden (an sich selbst und ans Leben), dann hätten sie mehr Zeit und Energie zur Verfügung, ihre Ziele und Träume in die Tat umzusetzen. Und sie würden dann paradoxerweise ihren Erwartungen eher gerecht werden.
Ziele haben, diese verfolgen und die eigenen Erwartungen klein halten. Das ist ein schöner Weg um durch Leben zu navigieren. Man nennt es auch Lebenskunst.






Hallo Ralf,
ich finde diesen Beitrag einfach nur passend und goldrichtig.
Ich habe selber gespürt, wie ich mich durch zu hohe Erwartungen an mich selber und an meine Mitmenschen ausgebremst habe und sehr krank wurde.
Ohne Erwartungen, wie wer sein sollte, macht das Leben für mich einfacher, ich fühle mich los gelöst von meinem Denken und habe viel mehr Energie, mich auf das zu konzentrieren, was ich selber für mich tun kann.
Ganz toller Beitrag
Danke
Barbara
Ich glaube, das Leben funktioniert nur nach Erwartungen, genauer gesagt nach der inneren Erwartungshaltung. Letzen Endes bekommen wir das, was wir erwartet haben, nicht das, was wir uns zurecht formuliert haben. Eine Erwartung bekundet eine Absicht, ein Ziel. Aber die beste Zielplanung nützt nichts, wenn wir unsere Augen vor der inneren Erwartungshaltung verschließen und meinen, sie durch eine äußere Zielsetzung überdecken zu können.
Zu hohe Erwartungen sind m.E. nichts als eine innere Erwartungshaltung, enttäuscht zu werden. Sie entspringt der Angst vor Ablehnung, sich ungeliebt zu fühlen, "sowieso nicht das zu bekommen, was man will". Wenn man sich selbst ausbremst, kann man nicht enttäuscht werden, man erfährt potentiell keine vermeintliche Ablehnung von außen, weil es komischerweise ja nicht geklappt hat. Nur: Man fügt sich selbst permanent Schmerzen zu, weil "man nicht gut genug ist". Kein Wunder, dass der Gedanke krank macht.
Ich denke, man braucht seine Erwartungen nicht klein halten, es reicht ein gesunder Realismus ;-) Es würde sich aber lohnen, seine innere Erwartungshaltung zu überprüfen: Beabsichtige ich wirklich, was ich erwarte? Was steckt hinter meiner Erwartung?
Ich glaube nicht, dass das Leben nach unserer inneren Erwartungshaltung oder nach unseren Erwartungen funktioniert.
Das würde ja überspritzt bedeuten, die Erwartung Bundeskanzler zu werden, würde auch dazu führen, oder Soldaten, die in den Krieg ziehen müssen, hätten auch den Wunsch, bzw. die Erwartungshaltung. Ich denke, das ist völliger Unsinn.
Der Mensch ist meiner Ansicht nach nicht frei zu tun, was er möchte, sondern frei darin zu tun was ihm möglich ist.
Wir können durchaus mit bewußter Anstrengung etwas tun, aber eben nur sehr begrenzter oder ausbleibender Wirkung im Hinblick auf das Ziel.
@hubert - warum nicht. wenn du das zeug zum bundeskanzler hast ;-)
na im ernst, ich glaube, dass wir uns unserer erwartungen an uns (innen) und an die anderen (außen) ab und an einer genaueren überprüfung unterziehen dürfen/sollten.
um bei deinem beispiel zu bleiben: will ich bundeskanzler werden, muss ich mich für politk interessieren, engagieren. es reicht dann nicht das stammtischgespräch. dann geht es nur über eine partei und den dort an mich gestellten erwartungen muss ich mich auch stellen etc. etc. frage ist, ob ich das alles dafür zu tun bereit bin. (ICH bin es z.b. nicht ;-)
oder soldaten: werde ich soldat, habe ich damit eine erwartung an mich. geht aber einher mit der erwartung der bundeswehr an mich ...
ich glaube, darum geht es hier auch nur bedingt. die frage ist, was erwarte ich von mir und wie gehe ich auf diesem weg. wie gehe ich in der zwischenzeit mit mir um. gehe ich den weg verbissen und ohne freude oder geniesse ich in jedem augenblick (der mir bewusst ist) den weg. überprüfe dabei auch ab und an, ob das ziel noch meiner inneren vorgabe entspricht ... was sagen mir die steine, die in meinem weg liegen? was zeigt sich mir? was fühlt sich für mich gut und richtig an und wie geht es denen, die mir wert sind damit.
so - das so meine gedanken hierzu am sonntagmorgen. und jetzt geht es zum brunch und da werde ich schon auf dem weg fühlen, ob ich auf MEINEM weg bin. welche erwartungen habe ich an mich, an die, die ich dort treffe, an den tag, das wetter ... oder nehme ich das was kommt und finde darin das, was ich suche. zum beispiel ;-)
ps:
herzlichen DANK am teilhaben lassen an diesen geDANKEN von mir an ralf und alle anderen mitschreiben.
Ich hab alles schon durch:
* Erwartungen/Träume/Wünsche gehabt und darauf bestanden, dass sie erfüllt werden. Natürlich hat es nicht geklappt.
* Erwartungen/Träume/Wünsche gehabt und gedacht, ich kann das Leben überlisten, um zu bekommen was ich will - hat auch nicht geklappt.
* Erwartungen/Träume/Wünsche sind noch immer da - nun lass ich mich vom Leben führen, hab Geduld (gaaanz schwierig!) und Zuversicht, dass es zum richtigen Zeitpunkt (den entscheiden NICHT wir) passieren wird. Und es kommt - zwar immer sehr knapp davor, aber es kommt genau das, was ich zu diesem Zeitpunkt brauche.
Mein nächstes "Lebensprojekt" ist Spanien - nicht Urlaub (der ist schon gebucht) - nein UMZIEHEN!
Hab vor Jahren auf die Rückseite meines Kalenders dafür das Jahr 2010 geschrieben.
Hab 2008 DIE Chance gesehen, es früher durchzuziehen. Nix da! :)
Ok, dann lerne ich einfach weiter Spanisch und knüpfe wichtige Kontakte, die mir dann 2010 zugute kommen.
Ich bin sicher, dass ich dann übersiedeln kann und alles so läuft, sodass es mir gut gehen wird.
Paso a paso - Schritt für Schritt.
Es bringt gar nichts, einfach zu springen.
Die Landung ist ungewiss und tut meistens weh.
Also, meine Lieben, einfach die Erwartungen in kleine zielführende Schritte auf dem oft langen Weg zum Erfolg umwandeln.
Eine Freundin sagte vor kurzem zu mir: Jetzt hör schon auf, immer mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, es hat sich immer alles zum Guten gewendet, als du es am notwendigsten brauchtest.
Wow! Hätte nicht gedacht, dass dies auch den anderen auffällt. :)
Danke übrigens an das Leben!
toller Beitrag ,
danke dafür ,
ich habe jahrelang , viel zu lange , denke ich jetzt , immer viel zu kleine Brötchen gebacken , hab gedacht , die schmecken auch ganz gut , aber irgendwann wurde ich einfach nicht mehr richtig satt . Da blieb immer mehr so ein Hunger nach mehr .
meine Erwartungen an das Leben waren zu klein für meine Bedürfnisse , ich habe zuwenig erwartet , ich kam nicht weiter,hab mich gebremst , hab auf Sparflamme gelebt , dachte , es reicht für mich .
Ich merke jetzt , meine Ziele waren so klein , ich hab sie irgendwann gar nicht mehr gespürt , ich stecke sie jetzt viel , viel höher an , und komme damit viel weiter . Allerdings habe ich nicht den Anspruch , diese hohen Ziele auch alle zu erreichen , es sind sozusagen Richtziele , die mir die Richtung zeigen , die ich lange nicht mehr gesehen habe . ich versuche , nicht zu verzweifeln , wenn diese Ziele so weit von der Realität entfernt sind , aber ich brauche sie als Motor und Motivator . Bringt mich gut voran . in diesem Sinne
lg
christin
Vielen Dank für die vielen Beiträge, auch wenn ich in meinem Leben zum Teil andere Resultate erzielt habe.
Ich denke, dass die alte Philosophen-Weisheit, dass uns das Leben dahin lenkt, wohin wir unsere Aufmerksamkeit und unsere Aktivitäten ausrichten.
Ich betreibe seit ca. 40 Jahren systematische Lebensplanung und achte sehr auf die Vermeidung von mich einschränkenden Glaubenssätzen. So habe das meiste, selbst wenn es nicht immer vollständig in meinem Einflussbereich lag, erreicht.
Ich habe schon als Jugendlicher mein Traumhaus geplant. (realisiert)
Ich habe mir als junger Mensch vorgenommen, im Alter finanziell unabhängig zu sein. (realisiert)
Ich habe über 20 Jahre davon geträumt, ein Haus in Süd-Frankreich zu haben. (realisiert)
Ich habe 15 Jahre meine Frühpensionierung mit 55 Jahren finanziell und mental "vorbereitet". (realisiert)
Ich habe mehrere Jahre davon geträumt, einmal einen Marathon laufen zu können. (realisiert)
Ich denke, dass wenn wir uns große realistische Ziele setzen, an die wir auch selbst glauben, uns selbst keine unnötigen Grenzen setzen und auch selbst regelmäßig für ihre Realisierung arbeiten, dann können wir fast alles schaffen.
Ich wünsche allen, dass Sie für sich den Mut aufbringen sich große Ziele zu setzen und bis zur 'Realisierung durchhalten.
Jürgen Gräbel
Hallo an Alle,
das sind ja wieder sehr interessante Beiträge!
Im Großen und Ganzen bin ich auch der Meinung, dass die meisten Menschen ihre Ziel zu weit unten ansetzen.Zumindest habe auch ich mich selber immer wieder ausgebremst, obwohl ich doch eigentlich soooo viel erreichen wollte und das Leben allegemin doch eher spannend ist und viel bieten kann...(Selbstvertrauen, Selbstwert, Mut etc. sind nicht immer ausreichend für "Großes")
Glückwunsch an Jürgen Gräbel und meine ehrliche Anerkennung. Schön, wenn man weiß, was man will und es dann auch noch erreicht!
Doch eines möchte ich, bei den ganzen "Erwartungen" doch erwähnen...Es gibt trotzdem Situationen im Leben, da bricht die ganze Erwartungshaltung erst einmal zusammen. Das betone ich nur, weil ich da kein Einzelfall bin!
Z.B. Todesfälle geliebter Menschen!
(bei mir war es meine älteste Tochter vor 9 Jahren und an ihrem Beerdigungstag hat sich mein Vater erschossen)
Noch einmal, das sind Themen, die alle Menschen täglich betreffen können oder unendlich viele Menschen schon betroffen hat! (es gibt natürlich auch noch ganz andere herausfordernde Umstände)
Herzliche Grüße und gute Wünsche, die sich auch erfüllen
Sylke
Hallo,
so ungefähr hab ich auch mal gedacht, Tatsache ist das meine Familie Alles das macht, was ich mir gewünscht habe, schon als Kind ausgenutzt wurde, warum weiß ich nicht.
Ich habe kein Ziel erreichen können.
Was macht man eigentlich, wenn man nur ausgenutzt wird.Hat eigentlich jemand eine Antwort!!!!!!
Viel Spaß noch renate
Einen wunderschönen Sonntag,
das hier bringt es doch auf den Punkt
Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden
Folgendes habe ich für dazu noch im andere Block (paßt dort aber auch) bemerkt:
danke für die anregenden Worte. Diese Einstellung ist wunderbar und hat mir schon immer geholfen, meine bisherigen Lebenskrisen durchzustehen. Sie werden mir sicher auch helfen, die für mich jetzt wieder mal sehr schwere Zeit zu überleben. In diesem Sinne bin ich dankbar, dass mir Gott oder wer auch immer diese Gabe anscheinend mit in die Wiege gelegt hat. Da ich kein guter "Auf-den-Punkt-Bringer" bin, hat mich diese Zusammenfassung sehr gefreut.
Eine schöne Zeit wünsche ich allen
liebe renate,
wie wäre es mit AUFHÖREN!
zum ausnutzen gehören ZWEI. der/die eine, die's tut, und der/die andere, der's mit sich machen lässt.
und warum lässt du das mit dir machen?
ich wünsche dir allen mut, zu ändern, was du ändern kannst, nämlich DICH.
mit vielen lieben grüßen
claudia
Ich möchte mich noch einmal melden, da mich die vorstehenden Beiträge sehr an das Gesetz der Resonanz bzw. Anziehung erinnern.
Viele Menschen, die mit ihrer Situation nicht zufrieden sind, weil sie zum Beispiel sich ausgenutzt fühlen, konzentrieren sich m. E. zu sehr auf ihre nicht zufriedenstellende Situation, statt sich auf das zu konzentrieren, was sie statt dessen gerne haben möchten. Unser Geist folgt aber immer dem, was wir uns intensiv vorstellen.
Zu dem vorgenannten Erfolgsgesetz gibt es viele inspirierende Bücher. Wen es interessiert, kann mich gerne anschreiben.
Jürgen Gräbel
Hallo an alle für mich guten Beiträge,
Glückwunsch für Jürgen Gräbel,das er immer an sich geglaubt hat.Ich habe mich auch in meinem Leben bis ich 50Jahre wurde gerne als Opfer gesehen,und mich dem Frust anderer als Blitzableiter zu geben.
So,dann war Schluß,ich wurde unbequem,auch für meine Familie,es folgten einige Trennungen die mit Schmerzen verbunden waren,stellte gleichzeitig fest,mein Ego wuchs und auch meine Erwartungshaltung an mich und andere,gefolgt von Druck an mich selbst,habe es schon länger erkannt,meine Erwartung runterzuschrauben,nicht einfach,ich frage mich,mein Leben ist anstrengender geworden als wie ich noch Opfer war,möchte gerne lernen den anderen in seiner Einzigartigkeit zu Akzeptieren,dann hätte ich doch Ruhe und Gelassenheit und Toleranz und meine Erwartungen wären auch gemindert....alles nicht einfach.Sonnengrüße aus dem Sauerland die Eva!
Hallo Renate,
das hier habe ich mir vor längerer Zeit aus dem Internet herausgesucht. Bei eventuellen "Hängern", lese ich es gerne:
Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.
Ich danke allen, die mich belogen haben;
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
Sie haben mir zugemutet Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
Sie haben meinen Mut geweckt.
Ich danke allen, die mich verlassen haben;
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
Sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben;
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.
Vor allem aber danke ich allen,
Die mich lieben, so wie ich bin;
Sie geben mir die Kraft zum Leben!!!
- Paulo Coelho
und das ist auch nicht schlecht:
Was ist Leben?
(aus dem Internet!)
Leben ist eine Gelegenheit, nutze sie.
Leben ist Schönheit, bewundere sie.
Leben ist Wonne, koste sie.
Leben ist ein Traum, verwirkliche ihn.
Leben ist eine Herausforderung, stell dich ihr.
Leben ist Pflicht, leiste sie.
Leben ist eine Reise, vollende si
Leben ist ein Spiel, spiele es.
Leben ist teuer, schätze es.
Leben ist Reichtum, bewahre ihn.
Leben ist Liebe, genieße sie.
Leben ist ein Geheimnis, lüfte es.
Leben ist ein Versprechen, erfülle es.
Leben ist Leid, überwinde es.
Leben ist Kampf, nimm ihn an.
Leben ist eine Tragödie, sei gefasst.
Leben ist ein Abenteuer, wage es.
Leben ist Leben, erhalte es.
Leben ist Glück, mach es.
Ich wünsche dir einen starken Willen, Mut und Kraft dazu!
Der Film "The Secret"...und der "Moses Code" sind auch sehr zu empfehlen...
Dr. Gräbel wird sie vermutlich kennen oder ähnliche Themen!?
Es grüßt aus Hannover
Sylke
Jawohl, diese Themen kenne ich.
Für mich ist es ein inneres Bedürfnis, mich permanent mit dieser Art des Denkens zu beschäftigen, da ich weiß, dass ich diese Kenntnisse für mich permanent pflegen "muss".
Ich vergleiche die Beschäftigung mit dieses Philosophien mit Fremdsprachentraining.
Die Umstellung meines Denkens ist für mich "inneres Fremdsprachentraining", denn es ist nicht meine "innere Muttersprache".
Auch meine Französischkenntnisse entwickle ich nur durch permanentes Training weiter.
Deshalb studiere ich immer wieder die guten Angebote div. Autoren. Meine persönliche Weiterentwicklung arbeite ich dann auch stets in meine Veröffentlichungen ein. Der Feind des Guten ist immer das Bessere.
Jürgen Gräbel
Hallo an alle,
ich weiß genau wie es ist, mit den großen Erwartungen und auch wie es sich anfühlt, wenn diese sich einfach nicht so einstellen wollen, wie eben erwartet...
Ich komme am Besten klar,wenn ich einfach loslasse.
Meine Oma sagte immer:kämpfe, wenn du das Gefühl hast, dass es das Wert ist und gebe auf, wenn du sicher bist, dass es sich zu kämpfen nicht lohnt.
Leider habe ich zu der Zeit nicht mal Ansatzweise gewusst, was sie damit meint und es ist lange Zeit in Vergessenheit geraten.
Erst jetzt, als ich aufgehört habe Erwartungen an mich zu erfüllen und ein Burnout mich aus der Bahn warf, weil ich falschen Zielen hinterher gejagt bin, fiel es mir wieder ein.
Fazit: Wie recht sie doch hatte...
Mir wäre sicher einiges erspart geblieben, aber gelernt hätte ich aus den Erfahrungen bei Weitem nicht so viel.
Ich erwarte immernoch Großes vom Leben, aber eben nicht mehr so engstirnig und einfältig.
Ich bin nur froh, dass es mir jetzt, mit einigen Erkenntnissen reicher , besser geht.
Liebe Renate,
sage einfach nur ein Wort: NEIN
Begründe es nicht und rechtfertige Dich nicht,such nicht nach Ausreden, warum Du nein sagst, sondern sag es einfach, wenn Dein Bauchgefühl dir ein Zeichen gibt.
Du wirst fühlen, wie befreit du dann bist.
Bestimme über Dein Leben und lass es nicht bestimmen.
Alles Gute für dich!!!
Schönen Sonntag, oder besser schöne neue Woche...
Yvonne aus dem immer noch verschneiten Österreich
Hallo Renate,
ich bin begeistert von deinen 1. Versen. Nachdem mich mein Lebenspartner verlassen hatte, ich meinen geliebten Außendientjob vorloren hatte und mein Sohn auch noch ausziehen wollte, war ich nur noch depressiv, am Boden zerstört. Es hat einige Monate gedauert, bis ich Stück für Stück wieder Lebensmut faßte. Der Inhalt deiner Verse beschreibt genau die Chancen, die uns aber auch durch all die vermeidlichen unglücklichen Unstände gegeben werden. Ich begann zu lesen, entdeckte meine Leidenschaft für alternative Heilmethoden, lernte neue interessante Menschen kennen, stellte fest, dass man durchaus auch allein sehr schöne Urlaubsreisen machen kann usw. Wie Dr. Gräbel schon zum Ausdruck brachte, wenn wir aufhören, im Verlust zu leben, sondern uns innerlich mit den Dingen beschäftigen, die wir uns wünschen, eröffnen sich uns immer mehr Gelegenheiten, zum inneren Reichtum zu gelangen. Heute, nach etwa 7 Jahren, als ich begann, scheinbar nur noch auf Talfahrt zu sein, bin ich von meinem Leben begeistert, von meiner teilweisen völlig anderen Sichtweise auf die Dinge und von den Menschen und Gegebenheiten, denen ich seitdem begegnet bin.
@Jürgen Gräbel
Der Satz "inneres Fremsprachentraining" trifft es perfekt, danke für diese Metapher!
Genauso kann ich es mir erklären: Die innere Erwartungshaltung ist quasi die innere Muttersprache, das Umstellen des Denkens, der Haltung etc. ist wie das Erlernen einer neuen Fremdsprache: Es braucht Zeit, Geduld, am besten tägliches Training, man muss gucken, welcher Lehrer, welches Lehrbuch zu einem passt... und es nützt alles nichts ohne Ausprobieren! So wie man die Sprache nur durch Sprechen lernt, lernt man das innere-Haltung-Ändern nur durch Tun. Alle guten Bücher, Gedanken, Seminare und -Verzeihung- webseiten nützen nichts, wenn man es selbst nicht versucht und tut.
Ach ja, sagt nicht de Shazer zu dem Thema: Wenn man was ausprobiert und es hilft: weitermachen. Und hilft es nicht, dann was Neues ausprobieren!
Sorry,
ich meinte Sylke und die tollen Zeilen von Paulo Coelho
Wie gut sind Sie in der Kunst des Lebens?
--» man übt sich ;-)!
nur Mut!
liebe Grüße!
Der Beitrag trifft voll auf mein Leben zu. Ich hatte schon immer Ziele, mal große, mal kleine. Mit angemessenen Erwartungen an mich selbst. modifiziere ich meine Ziele so, dass ich sie erreichen kann, also Erfolg und Zufriedenheit, um die es ja letzt endlich geht, nicht ausbleiben. Dann folgen logischer Weise neue Ziele. Aber davor genieße ich es erstmal, ein Ziel erreicht zu haben und erfreue mich an meiner eigenen Leistung. Ich bin seit 20 Jahren eine allein erziehende Mutter, habe zwei mal studiert, das letzte mal mit zwei kleinen Kindern und schon allein lebend. Voriges Jahr habe ich mir ein altes Haus (BJ 1925) gekauft. Das saniere ich jetzt gerade, meine Söhne helfen mir dabei. Alle haben mich für verrückt gehalten. Das habe ich bestätigt und die Unkenrufe nicht ignoriert, sondern sie ernst genommen, um letztendlich doch nicht drauf zu hören. Weil ich Einwände immer damit abgewogen habe, was mich zufrieden macht. Und das kann kein anderer für mich wissen. Die Entbehrungen: ein Jahr ohne Bad, Kohlen schleppen, um jeden Schuhladen einen großen Bogen machen, auf Friseur und Kosmetik verzichten, nicht essen gehen, das sind keine wirklichen Entbehrungen- für mich. Dieser Verzicht steht in keinem Verhältnis zudem was ich bekomme. Dabei bin ich Bad und Dachboden zweimal angegangen, weil ich mir was nicht richtig überlegt habe. Dafür weiß ich jetzt umso besser, worauf es ankommt.
Die Unken unken nicht mehr und meine Freunde finden mich einfach mutig oder beneiden mich um mein Fleckchen Erde. In der Männerwelt steh ich hoch im Kurs, mehr Respekt kann man sich als Frau nicht wünschen (kleiner Nebeneffekt). Jeder hilft mir wo er kann und ich hab super nette Nachbarn. Von netten Menschen umgeben sein, ist für mich wichtiger, als alles andere. Unter den Bedingungen halte ich die längere Bauphase auch gut aus, die auf Grund eines Gehalts und wenig Kredit nicht zu umgehen ist. Denn hohe Schulden hätten mich wieder nicht ruhig schlafen lassen, und dann wäre die Zufriedenheit im Eimer. Neulich sagte eine Sportsfreundin zu mir: "Du hast dir einen Traum erfüllt und mir würde das im Traum nicht einfallen." Wir haben herzlich gelacht, denn wir sind beide sehr zufrieden mit uns selbst. Eine Lebensmaxime von mir lautet: "Was dem einen sein Uhl ist, ist dem anderen sein Nachtigall" (ist von einem Dichter). Dazu muss man halt den Ton der Nachtigall kennen.
Das mögen für den einen oder anderen kluge Sprüche sein. Aber mir geht es echt so, dass ich eher Kräfte für meine Zufriedenheit mobilisieren kann, als dafür, mich mit der Unzufriedenheit abzufinden. Na und zu hohe Erwartungen hat doch jeder mal, wichtig ist doch, dass man sie als solche erkennt und bereit ist, sie rechtzeitig runter zu schrauben. Das ist wie, als hätte man sich vermessen und dann misst man eben noch mal. Ehrgeiz ist nicht gleich Verbissenheit.
Ich wünsche jedem Leser, dass er das findet, was ihn zufrieden macht und natürlich auch den Mut, dazu zu stehen.
Hallo Brigitte,
deine Darstellung der Dinge ist sehr treffend.
Ich habe in den letzten Jahren so ziemlich alles vergeigt, was man hätte vermasseln können und dabei gar nicht geschätzt, was ich denn schon alles erreicht habe.
Immer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
Immer pedantisch darauf bedacht, perfekt zu sein und die hohen Erwartungen erfüllen zu müssen, welche an mich gestellt zu sein schienen.
Ich war so damit beschäftigt, dass mir nicht einmal in den Sinn gekommen wäre, dass nicht die "Anderen" diese Erwartungshaltung an mich stellten, sondern ich mir selbst diese Maßstäbe setzte.
Ich hatte nach drei Jahren Ehe, mit schlagkräftigen Agumenten, endlich den Mut diesem Myterium zu entfliehen.
Erst nach dieser Entscheidung erwachte ich aus der Erstarrung und fing wieder an zu leben.
Doch die Erwartung an mich war so hoch und unrealistisch, dass ich das eigentliche Ziel aus den Augen verlor.
Ich lies mich scheiden, lebte mit meinen zwei kleinen Kindern allein, machte die Matura nach, arbeitet in Führungspositionen, erfüllte mir Träume und Ziele ganz nebenbei, ohne es zu merken, bis ich keine mehr hatte.
Ich wollte immer noch perfekter sein, heischte nach Anerkennung und übernahm mich dabei so sehr, dass ich letztes Jahr im Oktober im Krankenhaus landete.
Diagnose: Burnout, Depressionen und Alkoholmissbrauch.
Schlafen konnte ich nicht, also arbeitete ich oft Nachts oder zog um die Häuser, immer von einer gewissen Unruhe getrieben.
Erst nach dem völligen Zusammenbruch erkannte ich, dass es nicht die Anderen, sondern ich allein an diesem Zustand schuld war.
Raub an der körperlichen Gesundheit, zwangen mich förmlich aufzuwachen.
Heute bin ich froh, dass mein Körper mir schmerzlich, aber doch eindringlich signalisierte, jetzt ist Schluss.
Depressionen und Alkohol ergänzen sich hervorragend, sind auf Dauer aber tödlich.
Die immer wieder aufgebrachte Energie perfekt sein zu müssen und Fehler zu vertuschen, Erwartungen zu erfüllen brachten mich zu Fall.
Für diese Erkenntnis habe ich fast 10 Jahre gebraucht.
Ich ging in eine privat Klinik und begann dort an mir zu arbeiten.
Ich machte das 12 Wochen Selbstcoaching und habe so alles gelesen, was zu diesen Themen am Markt zur Verfügung stand.
Jetzt gehe ich alles viel ruhiger an.
Ich habe mir ein halbes Jahr eine Auszeit genommen.
Die einzige Erwartung an mich: gesund werden.
Früher hätte ich mich geschämt, nicht zu arbeiten, heute genieße ich es einfach auf der Terrasse zu sitzen und auf die verschneiten Berge zu schauen.
So markaber es klingen mag, ich bin Stolz auf mich, weil ich loslassen konnte und nichts tue und dabei auch noch glücklich bin.
Ich wünsche allen, dass sie das finden wonach sie suchen oder genießen angekommen zu sein.
Ich bin endlich angekommen und genieße mein Leben ohne Alkohol und Depressionen.
Dafür bin ich dankbar.
Alles liebe Yvonne
Meine Familie genießt es sichtlich und die von mir so sehnlich gewünschte Harmonie stellte sich wie von selber ein.
Hallo, sehr 'zerknittert' vom Wochenende lese ich sehr aufmerksam die Kommentare und kann mich teilweise in ihnen erkennen. Ich werde meine Erwartungshaltung an Partner und mich - vor allem an mich - unter Einbeziehung dieser Aspekte sehr genau überdenken, vielen Dank für diese vielen Anregungen und Anstöße.
Wenn ich die Beiträge so lese, kommt mir ein Zitat von David Dunn im Sinn: "Das Glück muss entlang der Straße gefunden werden, und nicht am Ende des Weges."
Sein Ziel immer vor Augen, sollte man jedoch nicht das Glück des Augenblickes vergessen.
Seit einiger Zeit lebe ich danach- und ich bin so glücklich und ausgeglichen, wie noch nie in meinem Leben. Auch wenn es Rückschläge oder besser gesagt, Umwege auf meinem Lebensweg gibt, mein Ziel lasse ich nie aus dem Auge. Doch ich lebe im Hier und Jetzt und genieße jeden Augenblick :-) Wer sagt mir denn, dass ich nur glücklich sein kann, wenn ich mein Ziel erreicht habe? Die Energie, die ich an die Zukunft hänge, feht mir in der Gegenwart- da, wo ich lebe.
Wir Menschen haben immer den Drang dazu, Energie in der Vergangenheit und in der Zukunft zu bündeln, was uns in der Gegenwart schwächt. Deswegen bin ich der Meinung, Verganges soll verziehen werden und Zukünftiges (was man erwartet) sollte losgelassen werden. Nur dann hat man die nötige Kraft im Hier und Jetzt, um seine Zukunft so zu gestalten, wie man sie will.
Ich wünsche allen viel Einsicht, klare Ziele, Kraft und Konsequenz und viel Glück und Liebe in diesem tollem Leben! Gestaltet es nach eurem Plan, denn es gehört euch allein! :-)
Wow, hier tut sich ja einiges ;-) danke für die vielseitigen Beiträge! Danke Sylke, Brigitte und Yvonne.
Das mit den Erwartungen ist bei mir so eine Sache. Manchmal merke ich erst gar nicht, dass ich welche habe. Manchmal traue ich mich nicht, welche zu haben. Manchmal sind sie riesengroß...
Als ich den ersten Abschnitt von Ralfs Text gelesen habe, kam der Inhalt bei mir so an: manche Menschen glauben, es funktioniert, seine Erwartungen herunterzuschrauben, aber ich glaube nicht, dass das so einfach möglich ist...
In meiner letzten Beziehung habe ich gemerkt, dass mir meine Erwartungen einerseits total im Weg standen. Andererseits waren sie auch Wegweiser dafür, was mir in einer Partnerschaft wichtig ist.
Aber wie ist das nun: kann ich mir den passenden Mann an meiner Seite selbst "backen"?
Oder meine aktuelle Situation: ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Ich steige nach dem Studium wieder in den Beruf ein. Habe ein wunderbares Stellenangebot, nur leider nicht an dem Ort, an dem ich derzeit leben möchte. Oder doch? Welche Ziele, Erwartungen, Visionen haben mehr Gewicht?
Worum gehts? Abschied nehmen von Menschen, Orten und Erfahrungen, die mir sehr wichtig geworden sind? Was ist dran? Finanzielle Sicherheit, Familienbande und Verwurzelung oder Neuland erkunden, vielleicht erstmal arbeitslos sein, nicht wissen, was kommt, dafür aber scheinbar mehr kreative Unterstützungs-und Weiterentwicklungs-Möglichkeiten?
Zum Erschaffen der für mich günstigen Umstände brauchts viel Vertrauen, Mut, Kreativität, Ausdauer, Durchhaltevermögen. Daran fehlts bei mir so manches Mal. Ich finde, so einfach lässt sich die eigene Wirklichkeit auch nicht erschaffen. Ein wenig Glück und Fügung gehört wohl auch dazu. Daher entscheide ich mich in Zeiten wie diesen erstmal für die finanzielle Sicherheit...und lerne dabei sofort wieder etwas über mich.
Es ist schön, das Leben und das, was uns im Leben bewegt, miteinander zu teilen.
Andrea
Hallo und guten Abend,
nach dem ich die Beiträge gelesen habe und die Pro und Contra Haltung so ein bischen "studiert" habe, konnt ich feststellen dass beide Seiten in mir kurz aufflackerten und ich sowohl die Gedanken von Hubert hatte bzw habe wie auch von Dr. Gräbel. Nach genauerer Betrachtungsweise habe ich aber eine etwas andere Meinung insgesamt. Erwartungen und Ziele sind nette Spielsachen und man kann sich daran orientieren wenn man das möchte. es hilft bestimmt auf einem Weg zu bleiben und nicht zu sehr abzuschweifen, aber bei nicht erreichen der Ziele oder nicht Erfüllung der Erwartungen geht oft eine Enttäuschung mit einher. Deshalb aber nicht zu erwarten oder keine Zielverfolgung (Wünsche) zu haben ist fast nicht möglich. Die ZEN Meister haben hierzu folgende Lösung. Auf dem Lebensweg stellen sich täglich neue Aufgaben, erfülle diese an diesem TAg so gut du sie kannst. Wie eine Gartenarbeit, an einem TAg die Beete oder an einem anderen die Wege anlegen unsw. irgendwann wenn Du jede Arbeit jeden TAg zu 100% deiner Möglichkeiten erfüllt hast ergibt sich dann ein Ergebnis und dieses wird so sein wie du dich angagiert hast.
Ich lehre eine Kampfkunst und hier ist es das selbe.Täglich ide Grundübungen, wöchentlich ein bischen Kunst und ab und an die hohe Kunst ergibt irgendwann den Meister. Aber ihn zeichnet aus dass die Grundübungen trotzdem beherrscht werden und auch weiter trainiert werden. Und hier liegt der Knackpunkt. Das erreichen der Ziele und Wünsche und Erwartungen ist fast immer mit der "Erlösung" der täglichen Anstrengung verbunden. wenn ich das erreicht habe, dann muss ich nicht mehr.....
Wer aber gerne tut der erreicht auch gerne und wird nicht enttäuscht wenn er nicht erreicht oder Erwartungen nicht erfüllt werden, da er ja gerne tut was er tut. Erreicht er es dann doch wird er doppelt belohnt. Sowohl das erreicht Ziel ist eine Berreicherung wie auch der Weg dahin.
DAs ist zwar nicht immer einfach aber machbar. Schönen Abend noch.
Verflixt, woher weiß dieser Herr Senftleben, dass ich hier bei einer Versicherung sitze und doch lieber einen Roman schreiben würde? (beides stimmt wirklich... obwohl - die Kollegen würde ich auch vermissen...)
"Best of both worlds", ja, das klingt gut!
Ich habe mich jahrzehntelang damit unter Druck gesetzt, dass ich wenn, dann doch bitte sofort und zu 100% Lebenskünstler sein wollte - wenn das (natürlich) nicht gelang, war ich halt wieder der gescheiterte Mensch in seinem Hamsterrad, Opportunitäten untergeordnet. Es gelingt mir erst seit kurzem, allmählich zuzulassen, dass man auch von jedem etwas sein kann... und ich werde zunehmend glücklicher damit. Schon erstaunlich, wieviel Druck man sich selber macht...
Danke, RS, für die vielen Denkanstöße!
Ich kann mit der Setzung von Zielen wie Traumhaus oder Marathon nicht allzuviel anfangen. Ziele ergeben sich bei mir aus dem Leben selbst und dessen Gelegenheiten. Dann blitzt vielleicht einmal ein Wunsch auf, so was wie Haus oder neues Auto oder so. Das ist aber nur ein kurzer Gedankenblitz. Trotzdem habe ich bislang alles bekommen, was mir auf diese Weise so durch den Kopf gegangen ist. Ohne, dass ich es wirklich angestrebt habe. Wenn ich mir vorstelle, als Ziel einen Marathonlauf zu haben, würde ich sehr schnell zum Ziel kommen. Ich würde nämlich sehr schnell und sehr weit weglaufen.
Das hängt schon damit zusammen, dass mir die Phantasie fehlt, wozu so was gut sein sollte. Bei mir müssen Ziele immer einen Nutzen haben, damit ich motiviert dabei bleiben kann. Schön ist es, wenn dieser Zweck nicht nur mir, sondern auch Anderen etwas nützt. Dann macht es mir Freude, jeden Tag das Notwendige dafür zu tun. Dann macht es mir auch Freude zu entspannen, meine Erfolge zu feiern, Dann macht das Leben Freude.
Sonnige Grüße,
Sunnie.
Hallo und danke an Alle die Ihre Meinungen, Ideen,
Techniken und Überzeugungen niedergeschrieben haben.
Auch wenn man nicht alle Meinungen teilen muss. Empfinde ich trotzdem jeden Beitrag als sehr Wertvoll, als Anreiz zu Gedanken über Sich selbst.
Mich haben die Ausführungen von Dr. Jürgen Gräbel überzeugt.
Ein schönes Zitat, kenne ich von Paul A. Meyer aus den USA, er schrieb.
"Erfolg dass ist das fortschreitende Verwirklichen, vorher festgesetzter, erstrebenswerter Ziele"
Der Realismus ist das wichtigste, den wir neigen sehr dazu uns selbst zu END-TÄUSCHEN. In dem wir den Weg nicht ausreichend kennen und damit die notwendigen Punkte nicht ausreichend beachten. Uns meistens mit Einfachheit täuschen.
Das was Mir vertraut ist und was Ich beherrsche fällt mir leicht und bereitet mir Freude. Das unsichere versuchen und damit auch das Fehlermachen ist das was mich frustet und unglücklich macht.
Wie eine Wage neigen sich dann die Einstellungen und die Überzeugungen. Das beherrscht unsere Werte und das Vertrauen in uns.
Es ist egal wie groß meine Wünsche sind. Sie müssen mich motivieren. Diese Motivation bereitet mir Lebensfreude.
So wird der Weg das Ziel und die Kunst der kleinen Schritte wird zur Lust. Die schöne Gewissheit einen notwendigen Schritt zu tun.
Jeder hat einen anderen Weg der sich daraus zusammen setzt was er alles dafür tun muss seine Ziele und Wünsche zu erreichen.
Der Malermeister braucht bei vollem Einsatz 4,5 Jahre, zu 8-10 Stunden pro Tag um seinen Meisterbrief zu erreichen. Er weis vorherr, dass er in der Zeit nach der Arbeit noch lernen muss und Geld braucht für die Meisterschule den Lebensunterhalt usw. Er weiß das er privat Stabilität braucht und für einen Ausgleich sorgen muss bevor er einen Bornout bekommt. Er weis wo seine Defizite sind und wo er stark ist. Er weis, dass seine Umwelt angepasst sein muss und dass er für abendliche Alkoholtouren keine Energie übrig hat. Bewusst oder Unbewusst das ist verschieden.
Er lenkt seine Energie seine Konzentration auf sein Ziel.
Und er kennt die einzelnen Abschnitte des Weges durch Erzählungen von anderen.
Wo fange ich an ist eine wichtige Frage? Dazu muss ich wissen wo ich bin.
Erst wenn ich ein möglichst klares Bild habe kann ich den Weg finden. Der Motivierend ist und ein Tun erst ermöglicht.
Im Augenblick lesen Sie diesen Text weil er vielleicht eine Möglichkeit der Informationssammlung ist oder zur Entspannung oder weil Sie einfach noch kein Ziel haben.
Oder vielleicht ist Ihr Ziel ein guter Kritiker zu sein oder oder. :-)
Ein Ziel / Wunsch ist ein Grund weiter zu machen egal wie der Weg aussehen mag. Egal wo man anfangen muss.
Vielleicht ist der Grund, der einen oder anderen Ressignation, der Wunsch, dass die END-TÄUSCHUNGEN aufhören. Und damit hat der Eine oder Andere sein Ziel vielleicht schon erreicht.
Sorry Rechtschreibung ist nicht meine Stärke aber ich arbeite dran.
Lg an Alle
Hallo Adam,
diese Worte von dir treffen total auf den entscheidenden Punkt:
Es ist egal wie groß meine Wünsche sind. Sie müssen mich motivieren. Diese Motivation bereitet mir Lebensfreude.
So wird der Weg das Ziel und die Kunst der kleinen Schritte wird zur Lust. Die schöne Gewissheit einen notwendigen Schritt zu tun.
Ohne Motivation läuft fast nichts (wirklich Erfreuliches) und das Gefühl der großen und kleinen Freude/n ist/sind das Entscheidende!!!
(die Rechtschreibung ist nur unwesentlich...richtig auszudrücken, was man "aussagen" will, ist viel wichtiger!
Das scheinst du ja gut zu können...)
Einen schönen Tag wünscht euch allen
Sylke
Wie schön, dass seit Friedrich dem Großen jeder auf seine Art glücklich werden darf.
Wenn ich einige meiner Zielrealisierungen aufgezeichnet habe, wollte ich damit ausdrücken, dass wenn man sich längerfristige Ziele setzt und diese durch zielgerichtetes Denken und Handeln langfristig verfolgt, dann kann man praktisch alles erreichen.
Dass das so ist, ist mittlerweile sogar durch die Quantenphysik und Quantenbiologie wissenschaftlich bewiesen.
Unmöglich ist nur das, was wir für unmöglich halten.
Für mich ist es im meinem Leben immer wichtig, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf und allen privaten Belangen zu haben.
Wenn ich bei meinen Seminarteilnehmern oder Lesern immer wieder sehe, wie wegen der beruflichen Anspannung die Ehen oder die Gesundheit auf der Strecke bleiben, dann erschreckt mich dabei immer wieder, dass das oft als "normal" angesehen wird.
Wenn man so fest daran glaubt, dann kommt es auch so, wie herbei ge/befürchtet.
Jürgen Gräbel
Hallo Herr Gräbel,
ich würde sagen, da ist das "kollektive Unbewusste" am Wirken, wenn Negatives als "normal" angesehen wird.
Es ist wohl meistens auch leichter, sich auf größere positive Ziel auszurichten, wenn man wenigstens schon mal in solche Erfahrungen und Möglichkeiten "reingeschnuppert hat", als wenn solche Ziele mehr in der Theorie und oft weit weg sind. (Filme, Zeitungen u. Bücher z.B.)
Unsere Erfahrungen prägen doch oft auch unsere Erwartungen. Sich darüber zu erheben kostet oft viel Mut und benötigt eben auch (Selbst-)Vertrauen/Selbsticherheit/Selbstbewusstsein...
Aber natürlich haben Sie Recht!
Viel Erfolg weiterhin wünscht, nicht nur Ihnen
Sylke Dettlaff
spannened
so viele teilnehmer-ich fühle mich energetisch aufgeladen-danke
ursache und wirkung-alles unterliegt nach meiner erfahrung einem grossen gesetz-kein schicksal,eine kraft die mich in das lebendige einbindet.staunend betrachte ich alles,denn alles hat SINN.meine sinne schärfen,neugierig zu erforschen ,warum es ist, wie es ist-akzeptieren,dass es nicht anders sein kann,
öffnet immer neue türen zum selbstverständnis.
MUTTERSPRACHE als erwartungshaltung zu überwinden,macht mich wagemutig,unabhägig und ernsthaft-leben ist lebensgefährlich-diese zerbrechlichkeit führt mich dazu,mich neu wahrzunehmen-wer bin ich wirklich?
das zu erforschen gelingt mir nur,wenn ich keine erwartungen habe-
nur eine ABSICHT:
der wahrheit zu dienen und sie zu suchen.
durch eure beiträge werde ich bewusster-danke-
frohe stunden-mit wem und wo auch immer-alles ist möglich!
wenn ich mich nicht darum kümmere bewußter zu werden für mich und meine ziele - aber auch gleich dem leben den freiraum lasse etwas zu erreichen - etwas zu planen - wie kann ich dann menschen begegnen die vergleichbare ziele haben, die gleiche interessen haben am leben - die interessierte sind das leben zu gestalten
ich habe darüber hinaus noch die finanziellen und kognitiven möglichkeiten mich hin zusetzen und dieses aufzuschreiben, mit freunden darüber zu reden - was mir wichtig ist - was ihnen wichtig ist - bücher zu lesen, seminare zu besuchen und mein leben be-wußter zu gestalten für meine ziele - d.h. für mein wohlbefinden - für meine gesundheit - für die kreativität mein leben zu gestalten und das von anderen mit zu beeinflussen
das wort lebenskunst beinhaltet - sich bewußt gedanken zu machen über ein bild oder eine skulptur und dann zu gestalten - ist es bei jedem von uns nicht genau so - es bleibt immer die energie die in das bild hineinfließt und die äußeren gegebenheiten geben vielleicht auch noch eine weitere gestaltung
wenn ich keine klaren ziele habe - wenn ich mich mit menschen umgebe oder situationen die mir nicht gut tun - fressen diese energie - die ich wesentlich besser in eine positive richtung lenken kann und ich auch ein feedback erhalte und es gibt so viele gute dinge im leben - auch wenn es nur der schmetterling im garten ist - der das leben bereichert auch wenn er kein ziel war - aber ein geschenk des lebens