Kontakt
Facebook
Twitter
RSS
Gästebuch
Wöchentlicher Newsletter

Nicht nur quatschen, sondern handeln!

Von Ralf Senftleben12 Kommentare

Möchten Sie manchmal schneller ins Handeln kommen, wenn etwas in Ihrem Leben nicht stimmt, statt zu lange unter der Situation zu leiden? Wenn ja, habe ich hier einen einfachen und sehr wirkungsvollen Trick für Sie.

Wenn wir irgendeinen Missstand oder ein unerfülltes Bedürfnis in unserem Leben erkannt haben, sagen wir oft so etwas wie:

“Ich müsste mal …”

An dieser Stelle bleiben die meisten stehen und wenden sich wieder dem Alltag zu und es ändert sich nichts.

Besser ist es an diesem Punkt einfach konkret zu werden und sich fragen:

Sie merken den Unterschied?

Die vage, schwammige “Ich müsste mal…”-Formulierung hat keine Kraft irgendetwas zu bewegen. Da gähnt man nur.

Wenn Sie sich dagegen solche Konkretisierungs-Fragen wie oben stellen, bekommt die Sache gleich Zugkraft und Verbindlichkeit. Und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auch wirklich etwas unternehmen.

Ok, oft will man das natürlich gar nicht, weil man ahnt, dass man noch nicht den Biss hat, wirklich etwas zu ändern. Aber wenn Sie wirklich etwas ändern wollen in Ihrem Leben, dann werden Sie besser konkret, denn damit steigt die Wahrscheinlichkeit enorm, dass Sie ins Handeln kommen.

Man nennt das auch, etwas zu “operationalisieren”.

Das bedeutet, aus einer vagen Idee konkrete, überprüfbare Schritte zu machen. Denn wenn Sie eine Idee operationalisieren, erscheint sie uns plötzlich machbarer und realistischer und wir spüren im Normalfall mehr Motivation, auch wirklich etwas zu unternehmen.

Das ist übrigens auch das Geheimnis von wirklichen Machern, also Menschen, die nicht nur quatschen, sondern ihr Leben wirklich in die Hand nehmen. Macher handeln schnell und entschlossen, weil sie sehr schnell konkret werden in ihren Gedanken und Handlungen.

Und das kann jeder lernen. Wie? Einfach öfter fragen:

"Was bedeutet das jetzt konkret? Was sind die nächsten Schritte?"

Und dann legen Sie los.

  1. moleskine schreibt am 24. Juli 2009 um 11:13

    "Wann genau will ich wann genau tun?" - genau ;)

    "Wann genau will ich wann genau nicht mehr tun?" - später ;)

  2. Norbert :-) schreibt am 24. Juli 2009 um 13:01

    Hallo, Ralf!
    Klasse Ansage!
    Herzliche Grüße
    Norbert

  3. Ralf Senftleben schreibt am 24. Juli 2009 um 18:16

    moleskin, oha, danke für den Hinweis, jetzt stimmt es.

    Und Norbert, Danke schön.

  4. Jürgen Gräbel schreibt am 25. Juli 2009 um 16:56

    Für mich war es immer hilfreich, mich bei größeren Vorhaben mit wohlwollenden Partnern/innen zu beraten und deren Meinung einzuholen.
    Dadurch entsteht für mich eine Verpflichtung zu starten, weil ich mich auch ihnen gegenüber in der Pflicht fühle, da ich ihre Zeit beansprucht habe.
    Eine ergänzende Frage ich für mich auch:
    Was passiert, wenn ich nichts unternehme?
    Albert Einstein hat einmal sinngemäß gesagt: "Es grenzt an Schwachsinn, wenn man meint, dass sich etwas verändert, wenn man alles beim Alten belässt."
    Also Hintern hoch und anfangen. Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
    Jürgen Gräbel

  5. Petra schreibt am 25. Juli 2009 um 19:42

    ...und Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das selbe tut und ein anderes Ergebniss erwartet...

    Petra

  6. Jürgen schreibt am 26. Juli 2009 um 00:59

    Häufig ist es so, dass wir uns schon allein durch den Wunsch, das "Richtige" zu tun, so lange vom Handeln abhalten, wie wir der Meinung sind, dass noch nicht alles perfekt für den Start vorbereitet ist.

    Doch die "perfekten" Bedingungen gibt es nicht. Deshalb ist es entscheidend, überhaupt etwas zu tun, das zumindest mal in die Richtung geht, die man sich vorstellt. Korrekturen sind dann immer noch möglich, aber eben erst, wenn man bereits auf dem Weg ist. Stillstand kann nicht verändert werden, außer eben durch Bewegung. Auch ein Flugzeug startet, ohne dass es 100% auf dem Kurs zum Bestimmungsort ist. Es verlässt den Flughafen nur in der Himmelsrichtung, die dem Ziel am nächsten kommt. Auf dem Flug selbst wird dann der Kurs immer und immer wieder korrigiert, auch abhängig von äußeren Begebenheiten wie der Witterung und ballonfahrenden Milliardären ;-)

    Die oben aufgeführten Fragen helfen hervorragend dabei, die Richtung zumindest einmal grob festzulegen, in die wir überhaupt wollen. Sobald wir sie beantwortet haben, heißt es losmarschieren. Und sobald wir das tun, kommt der Weg uns entgegen. Will sagen: Es werden uns Menschen oder Situationen begegnen, die uns den nächsten Schritt weisen. Sie haben nur darauf gewartet, dass wir auf sie zukommen. Kein Wegweiser holt uns von zu Hause ab. Wir müssen auf den Wanderweg des Lebens gehen, um an den Weggabelungen die helfenden Schilder zu entdecken!

    Liebe Grüße,
    Jürgen

  7. Sina schreibt am 26. Juli 2009 um 10:52

    Hallo in die Runde.

    Ich meine das nennt man Selbstdisziplin, oder? Das innere Kind zu "erziehen" und begleiten auf seinem Lebensweg = also sich selbst. Ein "nein" zu sich zu sagen und es auch zu MEINEN. Klar sein. Und bleiben. Konsequent.
    Und bei einem "ja" dieses sich mit einem guten Gefühl erlauben.

    "Wofür", fragt man sich möglicherweise? Es tut doch "so gut" sich "gehen zu lassen"?

    Vielleicht dafür, dass man sich auch DANACH noch GUT fühlt.
    Wir kennen es aus der Erfahrung...

    Herzliche Grüße, und gute liebevolle Disziplin uns selbst gegenüber,

    Sina

  8. Anja schreibt am 26. Juli 2009 um 11:59

    Hallo in die Runde,

    mein problem ist, dass ich immer nur augenscheinlich weiß was ich nicht will, aber nicht mehr was ich will. alles ist verschwommen, ziele und wünsche sind nicht mehr vorhanden. ich habe mich ewig hin und her gewunden und mich vor einer entscheidung gedrückt. dann habe ich sie getroffen und nun kann ich nicht mehr damit leben bzw. habe ständig bauchschmerzen und herzrasen. die fragen sind gut, aber ich finde keine antworten.

    Viele Grüße
    Anja

  9. dani schreibt am 26. Juli 2009 um 18:37

    Es ist wirklich so, dass es einfacher ist sich gehen zu lassen, so scheitert es immer bei mir wenn ich um einige Kilos kämpfe die ich abnehmen will. Das geht einige Wochen gut und dann passiert irgendwas und dann ess ich wieder viel mehr als ich sollte. Dann lass ich mich gehen, ich arbeite seit Jahren daran.

  10. Anna schreibt am 28. Juli 2009 um 05:34

    Und das kann jeder lernen. Wie? Einfach öfter fragen:

    "Was bedeutet das jetzt konkret? Was sind die nächsten Schritte?"

    Und dann legen Sie los.

    Diese konkreten Fragen können sehr unangenehm werden ... aber auch sehr hilfreich.
    Bei einer neuen Arbeitsstelle wurde ich zu Beginn ermuntert, Fragen zu stellen ... leider bekam ich oftmals als Antwort, dass machen wir immer schon so ... Nicht sehr ermutigend das Ganze. Als ich dann irgendwann gekündigt habe, war die Verwunderung groß ... und man war traurig, dass ich nicht noch mehr Fragen stellen wollte. Nein, ich hatte einfach die Lust daran verloren. Nach einer gewissen Auszeit haben wir es dann nochmal miteinander versucht und siehe da ... meine Fragen wurden ehrlich beantwortet und wir haben viel Neues und auch Altes miteinander entdeckt. Die Arbeit machte nun sehr viel Freude.

    nochmals vielen Dank für die interessanten Denkanstöße und eine erholsame Sommerpause.

  11. G. Keil schreibt am 30. Juli 2009 um 12:46

    Wenn ich immer nur das tue, was ich heute kann, werde ich immer bleiben, was ich heute bin

  12. Claudia schreibt am 2. August 2009 um 14:39

    Hallo, liebe Runde,
    bei "unkonkreten" Vorsätzen hilft es mir, eine Art Vertrag mit mir zu schließen, sei es vor dem Spiegel (ich sage mir meine Vorsätze ins Gesicht!) oder sogar schriftlich. Dann wird es verbindlich. Wichtig ist aber auch, sich für eingehaltene Vorsätze regelmäßig zu belohnen, z.B. durch den Kauf eines schönen Buches, einer neuen Pflanze, einer Creme oder durch einen besonderen Museumsbesuch, Einladung einer guten Freundin usw.
    Vielleicht ja eine Anregung an alle......

    Claudia