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Drehen Sie doch mal am Lautstärke-Knopf

Von Ralf Senftleben23 Kommentare

Wenn zwei sich streiten setzt sich oft nicht der durch, der die besten Argumente hat. Nein, es sind oft die mit der lautesten Stimme, die am Ende das bekommen, was sie wollen.

Man könnte auch sagen: Lautstärke ist stärker als Vernunft.

Und das gilt nicht nur für zwischenmenschliche Konflikte! Das Phänomen “Laut setzt sich durch” verhindert in unserem alltäglichen Leben, dass wir uns um die Dinge kümmern, die uns eigentlich am wichtigsten sind.

Denn das, was uns wirklich wichtig ist, ist oft in unserem normalen Tagesablauf nicht präsent, laut und auffällig genug. Und so geht es unter. Es geht unter in der alltäglichen Routine, zwischen den kleinen Nickeligkeiten des Lebens und vielen kleinen, sinnfreien Zerstreuungen, wie zum Beispiel Fernsehen, Computerspielen oder ziellosem Internetsurfen.

Und so bleiben Romane ungeschrieben und Bilder ungemalt. Tolle Geschäftsideen bleiben nur eine Idee, statt umgesetzt zu werden. Menschen bleiben trotz Einsamkeit allein, statt sich um Kontakt und Partnerschaft zu bemühen. Oder sie ertragen ungeliebte Jobs über Jahre, statt sich weiterzubilden und die eigenen Chancen zu vergrößern.

Der Alltag und die vielen Ablenkungen des Lebens schlucken unsere Träume. Nicht weil wir schwach sind. Oder weil wir keine Selbstdisziplin haben. Nein. Es liegt einfach in unserer menschlichen Natur, dass wir uns um die Dinge zuerst kümmern, die am lautesten sind.

Und unser Alltag ist laut. Unsere bestehenden Routinen und Gewohnheiten sind laut. Die kleinen Problemchen des täglichen Lebens sind laut. Und unsere Träume und das, was uns wirklich wichtig ist im Leben, flüstern oft nur ganz leise und man hört es meist nur im Urlaub oder in ganz ruhigen Momenten. Und dann packt uns die Sehnsucht und wir werden manchmal ganz traurig, weil wir sehen, was wir uns eigentlich selbst antun.

Gibt es für dieses Problem eine Lösung?

Na klar, die gibt es. Und sie ist eigentlich ganz einfach.

Sie müssen einfach die Lautstärke Ihrer Träume erhöhen. Machen Sie das, was Ihnen wichtig ist, im Alltag präsenter und sichtbarer. Erinnern Sie sich ständig selbst an das, was mehr zum Teil Ihres Lebens werden soll. Werden Sie zum Fürsprecher und Lobbyisten für Ihre Werte, Ihre Träume und Ihre Wünsche. Machen Sie das, was Ihnen am wichtigsten ist, so unübersehbar und unvergessbar, dass Sie nicht daran vorbeischauen können, auch wenn Ihr Alltag noch so turbulent ist.

So können Sie erreichen, dass das, was Ihnen wirklich wichtig ist, genug Raum bekommt.

  1. Ulrich Pranskat schreibt am 18. April 2010 um 06:05

    Hallo aus Köln,

    nach dem lesen des Artikels, fällt mit nur "boah, ein.

    Wie wahr, wie wahr.

    Das nächste was mir durch den Kopf schoss, mir fehlt wohl irgendwo der richtige Stromanschluss, nicht genug Saft auf der Leitung, um mal lauter zu sein.

    Nun denke ich nach, weshalb es so ist.

    Angst, vielleicht.
    Möchte, so nicht unbedingt auffallen.

    Der Volksmund sagt ja "Gut gebrüllt Löwe", nur so bin ich nicht.
    Auch sagt man ja "Wer laut wird hat meistens nicht recht",
    kann ich so, auch bestätigen.

    Nur die Gedanken an das Thema wühlt mich doch sehr auf.
    Wiederstand, gegen das leise sein, bildet sich.

    Vielleicht fundiertes und nachvollziehbares laut sein, könnte mir gefallen, nur hier stehen mir meine, nein die erzogenen Verhaltensgrundsätze meiner Eltern im Weg, oh je die nächste Baustelle.
    Egal, werde ertsmal üben, laut zusein ohne andere einzuschüchtern und denen keine Angst zu machen, wer weiss, wer weiss.

    Drücke mir selbst die Daumen, ist doch ein seltsamer Gedanke,macht mir aber Mut.

    Schönen Sonntag noch und eine gute Zeit......Ulli

  2. Peter Fischer schreibt am 18. April 2010 um 06:30

    Anstatt die Lautstärke der Träume zu erhöhen hilft mir, die Türe zu all dem Getöse zeitweise zuzumachen. Würde ich den zweiten Lautstärkeregler (den meiner Träume) nur nach oben drehen, hätte ich vor allem noch mehr Lärm um mich herum.
    Zurückziehen der Sinne in der Mediation hilft dagegen, die Stille hinter all dem täglichen inneren und äußeren Getöse zu erleben.

    Aus dieser regelmäßig erlebten inneren Stille heraus relativieren sich zum einen die ganzen vordergründigen Marktschreier. Zum anderen unterstützt es meine Achtsamkeit im täglichen Leben. Damit fällt es mir leichter, meine Träume und Wünsche im täglichen Leben zu leben.

    Viele Grüße, Peter

  3. Soheila Mojtabaei schreibt am 18. April 2010 um 06:38

    Hallo,
    schönes Bild "Lautstärke-Knopf der Träume".Das klingt wie schöne Musik im meinen Ohren und kommt nächstes Bild zustande "Tanz mit Träumen".

    Was noch einfacher ist: Täume in Bilder packen, anders gesagt, Symbole für die Träume finden und in Form von Bildern oder Gegenständen(Statu)überall sichtbar hängen oder stellen. Z.B. in der Küche,im Flur, auf dem Schreibtisch oder an der Wand über Schreibtisch, das Bild als Bildschirmschöner in Computer, wie gesagt so viel davon dir herum, dann braucht das Bewusstsein gar nichts mehr zu machen, das Unbewusste nimmt das wahr und mit der Zeit lernt das und macht das zum Eigen (Autopilot:-)))
    Ist das nicht fantastisch?

  4. Thorsten Krause schreibt am 18. April 2010 um 07:37

    Hört sich gut an! Funktioniert nur leider nicht. Meiner Meinung nach liegt es an der eigenen Natur. Ich bin z.Z. mit Burn out zuhause. Ich soll mich ausruhen und Kraft tanken und daß seit ca. 6 Wochen. Mir fällt zunehmend auf, daß meine Frau und meine Kinder jeden Tag irgend einen Auftrag haben: Mein Reifen ist kaputt, Fahrradhäuschen bauen,Kette springt immer ab. Das unschöne Gartenhäuschen wollten wir doch schon immer abbauen, Aquarium vom oberen ins untere Stockwerk umziehen, wir könnten mal dies, wir könnten mal das.... es sind oftmals nur kleine Dinge, aber da sie es alleine nicht können, muß ich ran. Diese Gedanken sind nicht nur laut, sie sind außerdem präsent. Mein Wunsch einmal im Leben nach New York zu kommen hingegen klebt in Form einer selbst gebastelten New York Karte an der Wand oder steht in einem Bildband im Schrank. Hin und wieder hole ich diesen raus und Träume.... stelle diesen wieder weg und das Leben, das laut ruft holt mich zurück.

    Was ist das Problem? Es gibt keinen, der sagt: Hey was ist mit New York??? Was ist mit den Jazz-Clubs, die du besuchen willst. Hallo, was ist mit deinem Geld, warum gibst du das für andere Dinge aus, die dir jetzt wichtiger erscheinen...(weil andere laut rufen) du willst doch nach New York???

    Diese Personen gibt es nicht und sie rufen auch nicht laut und sind vor allem nicht Präsent, wenn ich sie brauche.

    Im Gegenteil, sie scheinen sich sogar zurückzuziehen.

    Was tun???

    Trotzdem vielen Dank für die wöchentlichen Gedanken, sie tun mir immer sehr gut.

  5. Christine Carmen schreibt am 18. April 2010 um 07:45

    Wahre Worte zum Sonntagmorgen,

    ja, das Getöse um einen herum,lässt oft nicht zu, die eigene innere Stimme zu hören, oder sind es besser die inneren Stimmen, die ja auch unterschiedlich laut zu Wort kommen. Meist haben die Zweifler das Sagen- Veränderung erfordert Mut, bedeutet Chaos, ist unbequem, bedeutet, Sicherheit aufzugeben.
    Und ist es nicht wirklich sehr bequem, sich Selbst nicht hören zu müssen - sich abzulenken, von dem was wirklich wichtig ist, sich ins Getöse zu stürzen, um sich selbst und das was man wirklich will, nicht spüren zu müssen???

    So kann ich gleich noch gedanklich an Eueren vorherigen Artikel anknüpfen, liebe Tanja, lieber Ralf - Worte die wie Brücken sind: Brücken zu sich Selber bauen, indem ich wieder Zugang zu mir bekomme,zu dem was mir wirklich wichtig ist.

    Ich arbeite schon einige Zeit an mehr Achtsamkeit gegenüber mir Selbst, um all meine inneren Stimmen zu Wort kommen zu lassen, deren Dialog zu hören - meine Intuition zu stärken. Mein Weg für mehr Achtsamkeit ist Yoga. Seitdem hat sich sehr viel in meinem Leben geändert. Ich verändere mich gerade beruflich, mache in meinem "mittleren Alter" nochmal eine Ausbildung um beruflich ganz neue Wege zu gehen, mich danach selbständig zu machen - alles vor einiger Zeit noch absolut undenkbar, weil mit zu vielen Ängsten und Unsicherheiten besetzt.

    Ich denke und das ist es, was ich jetzt, da ich mich auf den Weg gemacht habe, fühle - es lohnt sich, sich Selbst auf die Spur zu kommen, die Brücke zu sich selbst zu bauen, auf sein Bauchgefühl zu hören. Sicherheit ist ein Aspekt, der neben dem "sich Sicher fühlen" auch einengt, erstickt und Energien blockiert.

    Und man muß dafür nicht unbedingt den Lautstärkeregler hochdrehen, sondern sich einfach mal eine Auszeit aus dem Getöse des Alltags nehmen, dann wird automatisch die innere Stimme lauter. Viel Freude beim Lauschen und keine Angst vor dem, was zu Tage kommt!

    Sonnigen Sonntag für Alle

  6. S. Lemm schreibt am 18. April 2010 um 08:03

    Manchmal reicht es mir, für ein paar Minuten am Tag bewusst den Alltagslärm abzuschalten. Dann sind auch leise Träume laut genug.

  7. Gautam schreibt am 18. April 2010 um 08:42

    JA!

  8. Thomas W. schreibt am 18. April 2010 um 11:43

    Ein wundervoller Beitrag. Im Leben, in der Diskussion mit anderen insbesondere im Beruf muss ich sicher auch manchmal lauter sein als die Anderen. Da kann ich nicht erwarten, dass sie die leise Stimme durchsetzt, auch wenn sie recht hat.

    Bei meinen persönlichen Zielen heißt es eben, den Alltag und die kleinen Dinge, die sich immer wieder in den Vordergrund drängen, zurückzudrängen und für eine zeitland auszuschließen. Ich bin auch eher der Meinung, dass die ich die Laustärke der lauten Dinge runterdrehen muss, anstatt die der anderen erhöhen, aber das ist ein Detail.

    @Thorsten: Wenn ich Deinen Beitrag lese, schreit es mich an: DU MUSST ES TUN! Natürlich gibt es die Personen nicht, Du musst der Anwalt von Dir werden. Natürlich weißt Du das und wahrscheinlich ist es in einer Burn-out Situation besonders schwer. Aber ich wünsche Dir die Kraft für Dich einzutreten. Nur erwarte nicht dass Du damit bei anderen offene Türen einrennst. Wie häufig heißt es auch hier, die Komfortzone zu verlassen.

    Genießt die Sonne!

  9. lilifee schreibt am 18. April 2010 um 12:43

    @THORSTEN,dann fahre nach New York!!!!!......
    Aus eigener Erfahrung kann ich dir erzählen,dass ich vor 3 Jahre quasi von heute auf morgen in einer 8wöchigen Reha
    mußte.Ich habe mir viele Gedanken darüber gamacht,wie zuhause ohne mich alles laufen sollte.
    Es lief wunderbar.
    Kurz vor Weihnachten war ich wieder zuhause.
    Es war wunderbar.Die Wohnung war ---auch ohne mich---adventlich geschmückt und alle Weihnachtsgeschenke gekauft.
    Thorsten,mache deinen Traum wahr----fahre nach New York.
    Lebe im hier und jetzt----ich habe es erlebt---morgen kann vieles schon zu spät sein.
    Trau dich!!!!!....

    lilifee

  10. Andrea schreibt am 18. April 2010 um 18:34

    Eine spannende Überlegung. Versuchsweise habe ich die Stimmen in meinem Kopf, die laut sind und sich ständig wiederholen (Kritik, Ärgernisse,..) mal leiser gedreht. Und die zarten Stimmchen (Wünsche, Träume, Ideen,..), denen habe ich mehr Raum und auch Lautstärke gegeben. Es hat sich wahrlich ausgezahlt und ich fühle mich viel glücklicher und zuversichtlicher als sonst. So leicht kann es gehen:))
    LG
    Andrea

  11. Brigitte schreibt am 18. April 2010 um 21:37

    Vielen Dank für dieses schöne Bild des Lautstärkeknopfs, der nun in meinem Kopf entstanden ist!

    Ich bin gerade mit einem Buch von Barbara Sher fertig und hatte noch etwas mit dem Thema Zeitmanagement zu kämpfen (z.B. Zielplan für die nächsten Jahre an die Wand hängen).
    Aber nun empfinde ich Barbara Sher´s Vorschläge nicht mehr als Druck, sondern als Lautstärkeknopf.

    Herzliche Nachteulengrüße,
    Brigitte

  12. Susanna schreibt am 18. April 2010 um 22:03

    Ich bedanke mich bei dieser Gelegenheit für Ihren Newsletter, den ich regelmäßig lese, beizeiten auch weiterleite... Ich bin davon überzeugt, dass Menschen, wenn sie es selbst für möglich halten, Ihre Ziele, oder sagen wir auch Träume, erreichen können. Plötzlich bekommt man unerwartet Hilfe, hat unerwartet Glück... Dankbarkeit und Demut sind Wegbegleiter, man kann auch ruhig unbescheiden sein, ganz geschenkt ist aber wohl nichts, ein Buch schreibt sich nicht von selbst, ein Bild will gemalt werden... Doch die schöpferische Energie beginnt zu fließen, sobald man sich in Position bringt :) Das ist meine Überzeugung nach der ich lebe. Ich danke Ihnen nochmal und finde, dass Sie einen großartigen Beitrag für unsere Kultur und Gesellschaft leisten. Liebe Grüße aus Oberösterreich von Susanna

  13. Melanie schreibt am 19. April 2010 um 06:23

    Das ist eine interessante Anregung...ich denke darüber nach wie das auf mich zutrifft. Ich glaube bei mir ist es ähnlich, allerdings schreit mich die Hausarbeit an, wenn ich nach hause komme. Oder meine Katzen, die beschäftigung wollen. Oder meine Verpflichtungen, Termine etc.
    Aber es ist so, dass ich, selbst wenn meine Wünsche laut schreien würden (was sie manchmal tun), keine Zeit für sie habe.
    Ein anderer Gedanke war, man ignoriert seine Innere Stimme sehr oft, auch diese ist wohl zu leise. Natürlich weiß ich nicht immer ob sie recht hat, aber manchmal will ich die wahrheit einfach nicht von ihr hören. Zb. Entscheidungen wie "Soll ich mich von meinem Partner trennen?", "Soll ich mir einen neuen Job suchen?", "Will ich so in die Zukunft?" usw. Manchmal ist ein "JA!" einfach zu komplizert und man nimmt den einfachen weg, auch wenn er auf dauer nicht der angenehmere ist.

  14. fazo schreibt am 19. April 2010 um 06:37

    "Dachtet Ihr der Löwe schliefe,
    nur weil er (heute) noch nicht brüllte?"

    Friedrich Schiller

    ... liest jeder vorsichtig auf meiner Bürotür !

  15. Wilfried schreibt am 19. April 2010 um 09:27

    Hallo, prima, das ist wirklich gut. Das mach ich wirklich. Hihi, bin mal gespannt. Gruß

  16. Marlies Grytz schreibt am 19. April 2010 um 15:49

    hi ich bin kunsttherapeutin und finde dieses thema ebenfalls spannend. ich arbeite z.z mit hospizbegleitern und hatte beim letzten mal das thema engel/schutzengel. war schon interessant die verschiedenen gedanken- und glaubensmuster kennen zu lernen und sich berühren lassen. dieses thema wird in einem nächsten settin in den raum gestellt, bin mal auf die ergebnisse gespannt. da kann dann jeder für sich zu hause seine träume malerisch verwirklichen. danke für die wöchentlichen anregungen. es sind immer augenblicke zum inne halten.

  17. anne baum schreibt am 21. April 2010 um 08:05

    Hallo,

    Persönlich stecke ich gerade in einer sehr schwierigen Situation. 2007 habe ich mit einer nebenruflichen sehr anstrengenden Weiterbildung begonnen, obwohl die Durchfallquote 67-70 % beträgt, weil ich spürte, dass ich mich dringend weiterbilden muss, um im Job bestehen zu können.
    Die Zwischenprüfung konnte ich noch ablegen, aber dann war es eine totale Überforderung für mich und ich habe die Abschlussprüfung nicht geschafft.
    Jetzt habe ich einen Burnout, musste meinen Job aus gesundheitlichen Gründen aufgeben und die ganzen drei Jahre der Weiterbildung waren fast umsonst, da ich keinen Schein vorweisen kann.

    Meinen Traum, einen besseren Job zu finden, musste ich aufgeben und es fällt mir unglaublich schwer, positiv in die Zukunft zu sehen.

    LG
    Anne

  18. Jette schreibt am 21. April 2010 um 16:20

    Lieber Thorsten Krause; vielleicht schaust du ja noch einmal in die Kommentare. Mich hat dein Auszug einer Geschichte angesprochen, so dass ich gerne einen Kommentar schreiben möchte ;-)
    "- Hey (das ist ein lautes HEY!), was ist mit deinem Traum, einmal nach NY zu fahren?? Willst du´s nicht von Herzen (das ist ein lautes Wort!)? Die Musik... Jazz, Riesen-Großstadt... Hudson Bay, Brodway... oder doch eher die Clubs in den Seitenstraßen? Wie wär´s, wenn du eine Sparsocke in deine Tasche packst und immer, wenn du dir etwas kaufen möchtest, das "nicht Not tut" legst du das Geld statt auf den Verkaufsthresen in die Socke!! - Socke gut, alles gut ;-)" (Ich höre es ziemlich laut und deutlich!)
    Weißt du was?! genau das sollte ich auch tun... ich plane, seit drei ... oh nein, es sind bestimmt schon 5 Jahre oder noch mehr?? Ohgottogottogott... nach Canada zu fahren... dann fehlt mir der passende Urlaub bzw. das nötige Kleingeld; dann fehlt mir der passende Partner und zwischendurch habe ich einfach keine Lust mehr... es wird ja doch nicht so, wie ich es mir wünschen würde... es fehlt eben immer irgendetwas... : mit meiner tollen Sparidee hätte ich innerhalb dieser 3,75 - 10 Jahre schon eine super Cross Country Reise finanzieren können, wette ich ... well, I chose differently - irgend etwas war lauter; Ende letzten Jahres habe ich mich jedoch tatsächlich an eine konkrete Planung herangemacht und habe mich dann jedoch zunächst einmal für einen Jobwechsel entschieden... das ist für jetzt okay... aber es ist halt immer irgend etwas und wenn es irgendwann der letzte Atemzug ist - na, ich bleibe gespannt ob meiner Aufschieberkünste. Trotzdem habe ich mich endlich mal wieder darüber gefreut, einen Urlaub zu planen - selbst das war mir zwischenzeitlich flöten gegangen (die Freude darüber)!! Das war eine richtig blödes Gefühl.
    Ich wünsch dir was, besonders die nötige Ruhe und Gelassenheit und vielleicht auch mal, einen kaputten Reifen Reifen sein lassen - der ist nach der Reise in die USA auch immer noch da zum Reparieren oder hat, oh Wunder, einen anderen Retter gefunden?!
    ;-) Viele Grüße, Jette

  19. Sonja Thümmel schreibt am 22. April 2010 um 05:53

    Hallo Ulli,
    Dein Kommentar war wirklich toll! Ich bin auch ein Mensch der eher leisen Töne, die aber eine starke Kraft entwickeln können, weil das, was man so von sich gibt, meist durchdacht ist und die Leute aus Erfahrung wissen, dass es sich lohnt, zuzuhören. Was Du den anderen vermittelst, gilt auch für Dich: höre deinen leisen Tönen zu und freue Dich, dass Du so effizient kommunizieren kannst!
    Welche Werte halten Dich und geben Dir neueun Saft auf Deine Leitungen? Liebe Grüße, Sonja

  20. Peter Maier schreibt am 24. April 2010 um 07:20

    Hallo,
    Ihre Worte in dem Brief mit dem Titel: "Drehen Sie doch mal am Lautstärke Knopf" sind zu vergleichen mit einer aufblühenden Frühlingswiese auf der im Moment eine besonders schöne Blüte ins Auge fällt.

    Den Menschen, die sie sehen können wird Sie den ganzen Tag über im Gedächntnis bleiben.

    Den Menschen die ihr auch noch zugehört haben wird sie einen ganzen Tag Freude bereiten.

    Den Menschen die sie darüberhinaus auch noch verstanden haben, wird sie helfen, ihr Leben zum eigenen Wohlbefinden zu verändern.

    Das wünsche ich allen, die Ihren Weg noch suchen.

    DANKE und die besten Grüße sendet Ihnen
    Barbara Maier

  21. Karin schreibt am 24. April 2010 um 11:41

    In meinem beruflichen Alltag arbeite ich jeden Tag sehr bewusst daran, die leisen Töne unbedingt zu hören und ihnen Raum zu geben, weil ich täglich spüre, wie wichtig sie sind. Da ich mit Kindern arbeite, gibt es hier unendlich viel zu tun, weil sehr viele von ihnen - oft genug von den Erwachsenen um sie herum - daran gehindert werden, auf ihre innere Stimme zu lauschen und die unspektakulären Dinge zu beachten. Zum Glück gelingt es Kindern auf ganz erstaunliche, wunderbare Weise trotzdem oft recht schnell, Zugang zu diesen Schätzen zu finden, Ressourcen zu erkennen und zu schaffen.
    Sie sind so unglaublich stark, dass ich jedem Erwachsenen wünsche, in dieser Hinsicht Kinder als Lehrer zu erkennen und das Kind in sich selbst wiederzufinden um es anzunehmen, was eine großartige, positive Kraft freisetzen könnte.
    Neben meinem lauten Berufsleben ist es für mich persönlich sehr wichtig, jeden Tag eine stille Zeit zu finden, in der ich in mich hineinhorchen kann und mein inneres Ich Beachtung findet. Dadurch gewinne ich Kraft, Energie und Gelassenheit, was offensichtlich auch für andere spürbar ist und somit wiederum auch anderen Menschen hilft. Alles hängt eben zusammen.

    Schönen Samstag!

  22. Ulrich Pranskat schreibt am 5. Mai 2010 um 12:03

    Hallo Sonja,
    danke für Deine aufrichtigen Worte,haben mehr wie gut getan.
    Meine eigenen Werte sind in grunde für mich nicht so wichtig, viel mehr achte ich darauf das es auch passend ist...bei mir.
    Kopf und Bauch müssen fast immer im ausgeglichenen Verhältniss zu mir stehen.
    Keine allzu großen Abweichungen.Dann klappt es schon,auch ohne Nachbarin...grins....
    Saft auf eine Leitung bekomme ich dadurch das ich das Leben führe, welches ich möchte, sonst nichts.

    Beste Grüße aus Köln...liebe Sonja...Ulli

  23. Ulrich Pranskat schreibt am 5. Mai 2010 um 13:05

    Hallo Sonja,
    danke für Deine aufrichtigen Worte,haben mehr wie gut getan.
    Meine eigenen Werte sind in grunde für mich nicht so wichtig, viel mehr achte ich darauf das es auch passend ist...bei mir.
    Kopf und Bauch müssen fast immer im ausgeglichenen Verhältniss zu mir stehen.
    Keine allzu großen Abweichungen.Dann klappt es schon,auch ohne Nachbarin...grins....
    Saft auf eine Leitung bekomme ich dadurch das ich das Leben führe, welches ich möchte, sonst nichts.

    Beste Grüße aus Köln...liebe Sonja...Ulli