Sind Sie eine kreative Kraft in dieser Welt?
Von Ralf Senftleben • 79 Kommentare
Heute fühle ich mich ein wenig polemisch. Deswegen erlauben Sie es mir bitte, Menschen für den Moment mal grob in zwei Gruppen zu unterteilen:
Die eine Gruppe von Menschen erschafft etwas, sie produziert, sie bringt Dinge in die Welt. Das sind die kreativen Macher.
Und dann gibt es die anderen, die das kritisieren, was andere produzieren und erschaffen. Das sind die Kritiker.
Ja, ja, ich weiß. Das ist natürlich stark vereinfacht. Aber ich habe heute meinen differenzierungsfreien Tag
Also.. die kreativen Macher in unserer Gesellschaft erschaffen Werte. Sie schreiben Bücher, komponieren Musik, sie bauen Unternehmen auf, sie betreiben Blogs und sie entwickeln neue Autos, die weniger Benzin verbrauchen. Oder im Kleinen stricken sie Socken für ihre Lieben, sie machen ihren Garten zu einem Ort der Freude oder sie erzeugen durch ihre liebevolle Präsenz für ihre Familie einen Ort der Geborgenheit.
Während ich das schreibe, leuchtet mir wirklich ein bisschen das Herz. Ich persönlich glaube nämlich daran, dass es der Sinn des Lebens ist, Dinge zu erschaffen und in die Welt zu bringen. Dinge, die ein Ausdruck meiner selbst sind und die das Leben stärken und bereichern.
Auf der anderen Seite haben wir die Kritiker. Das sind diejenigen, die die Werke der anderen bewerten, kritisieren, manchmal loben aber meist zerpflücken, oft madig machen und klein reden.
Ja… was wären die kreativen Macher nur ohne die Kritiker?
Ähm… vielleicht glücklicher?
Kritiker kritisieren erstaunlich oft, ohne es selbst besser zu können. Manchmal kann man sogar den Neid und die Mißgunst spüren und die Entäuschung über sich selbst, weil der Kritiker es selbst nicht geschafft hat. Oder weil er nicht die Traute hatte, sich mit dem eigenen Schaffen selbst aus dem Fenster zu lehnen.
Aber seien wir fair. Haben die Kritiker nicht auch oft Recht mit ihren Bewertungen?
Ohne Frage! Na klar haben sie das!
Denn, wenn wir Dinge erschaffen, dann ist nicht jeder Wurf ein kreatives Meisterwerk. Meister werden meisterlich, indem sie sich von ihrer anfänglichen Mittelmäßigkeit nicht aufhalten lassen. Und man kann an allem etwas finden, das nicht perfekt ist, wenn man nur lange genug sucht. Genauso, wie man an allem etwas Gutes finden kann, wenn man sich die Mühe macht.
Oft ist ein Arbeitsergebnis, ein Werk oder eine Idee auch einfach Geschmackssache. Was einer gut findet, ist für jemand anderen ganz fürchterlich. Und umgekehrt.
Und häufig werden Dinge kritisiert, weil sie nicht zu den eigenen egozentrischen Wünschen und Bedürfnisse passen. Aber wenn ich als Fleischfan in ein Vegetarierkaufhaus gehe und mich dann aufrege, was sagt das dann über meine Intelligenz aus?
Das Problem mit Kritik ist, dass sie oft Mut, Kraft und Energie bei den Schaffenden zerstört. Jemand der anfängt, sich kreativ auszudrücken, der ist oft verletzlich und unsicher. Hier kann eine kritische Bemerkung das Ende der Schaffenskraft bedeuten, die vielleicht sonst nach einiger Zeit wunderbare Ergebnisse hervorgebracht hätte.
Gerade Anfänger in ihrem kreativen Schaffen zu bewerten, zu kritisieren und zu verurteilen, das ist beinahe schon Körperverletzung. Da werden zarte Pflänzchen zertrampelt, bevor sie die Chance hatten, groß und stark zu werden.
Kritik, auch wenn sie oft gut gemeint ist, richtet Schaden an. Sie entmutigt, sie zieht einem Kraft ab und sie säht Zweifel. Kritik macht die Welt nicht besser. Sie macht die Welt schlechter.
Natürlich kann uns eine konstruktive, positive Kritik in unserem Schaffen wirklich manchmal weiterbringen. Aber das gilt nach meiner Erfahrung in erster Linie für die Fortgeschrittenen, die Profis und die wirklichen Könner. Ich muss erst einen gewissen Stand erreicht haben, damit ich Kritik einordnen und nutzen kann. Und selbst dann kommt es auf die Form der Kritik an.
Ich schreibe diese Zeilen natürlich nicht nur, um mal ein bisschen Dampf abzulassen. Ich schreibe hier auch, weil ich Sie dazu einladen will, öfter ein kreativer Macher und seltener ein Kritiker zu sein. Denn es ist meine Überzeugung, dass die Welt dadurch ein bisschen besser wird.
Investieren Sie also bitte Ihre Lebenskraft darin, Dinge in die Welt zu bringen, die Ihr Leben und das Ihrer Mitmenschen bereichern. Erschaffen Sie etwas, anstatt das zu bemosern, was andere tun.
Seien Sie eine kreative Kraft in dieser Welt, die Dinge hervorbringt, die andere erfreut, deren Leben bereichert oder die anderen weiterhilft.
Seien Sie ein kreativer Macher, denn dadurch machen Sie die Welt besser.





Ich glaube, es braucht alle: die Macher, die Bewahrer und die Zerstörer (=Kritiker) damit die Welt funktioniert, weil jeder von Ihnen die Schwächen der Anderen ausgleicht. Ich glaube auch, in jedem von uns steckt all das: in einem Bereich sind wir Macher, das hindert uns nicht daran, in einem anderen Bereich zu den den Kritikern (oder gar Nörglern) zu gehören. So kann zum Beispiel jemand sehr kreativ eine Firma aufbauen, andererseits zum Kritiker werden, weil ihm das neue, innovative Haus des Nachbarn nicht gefällt...
Damit die Welt funktioniert kann man auf Kritiker sehr gut verzichten. Die meisten zerstören anstatt durch die Kritik was positives zu bewirken. Bei mir hat immer Kritik mehr Schaden angerichtet als umgekehrt. Wenn man Kreativ ist und etwas neues macht ist man am Anfang sehr unsicher und wartet entweder auf die Zusage oder Ablehnung des dritten. Ob man nun den Weg weitergeht und die Lücken oder Unvollständigkeiten füllt oder das ganze aufgibt hängt sehr viel mit der Kritik in Verbindung.
Dazu fällt mir nur ein, was Robert Lembke einmal gesagt hat:
Neid hat man sich verdient und Mitleid bekommt man geschenkt.
Viele Kritiker vergessen, dass sie selbst nicht größer werden, wenn sie andere klein machen.
Man kann Kritik auch als misslungenes Lob verstehen. Derjenige, der kritisiert, macht sich ja die Mühe, etwas auszudrücken, was den Betroffenen auch weiterbringen kann.
Deshalb immer erst überlegen, was ist das Gute am Schlechten?
Jürgen Gräbel
Macher und Kritiker in einer Person, auch das ist möglich! Nur wenn ich weiss, worüber ich rede, etwas vom Fach verstehe, kann ich auch konstruktive Kritik üben. Immer mit dem Hintergrund, jemanden/etwas weiterzubringen und weiterzuentwickeln. Für mich ist wichtig, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern vom eigenen Standpunkt (ICH) aus die Sichtweise zu schildern. Kritik ist immer etwas schmerzhaft. In der frühesten Vergangenheit sind wir stets kritisiert worden, wenn wir aus Sicht eines anderen einen Fehler gemacht haben, trotzdem es aus der eigenen Sicht doch richtig war. Und so reagieren die meisten auch abweisend auf Kritik, es tut einfach weh. Wohl dem, der danach nachdenkt und schaut, ob die Kritik nicht doch etwas Gutes in sich trägt. Ich habe für mich persönlich gemerkt, dass ich bei dieser Art von Schmerzen schaue, warum genau es so weh tut. Nur der Kritik wegen oder könnte ich mich damit doch verbessern/verändern?! Das löst den Schmerz schnell auf. Ausserdem: Die Welt ist voll mit allzu netten, oberflächlichen Ja-Sagern, die nichts auf die Reihe bringen, aber andere gerne kritisieren, um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken und um besser da zu stehen (Ego wichtig machen). Ich nehme vor diesen Unfehlbaren und Unbelehrbaren gerne Reißaus, beidseitige Kritik bringt da selten etwas Konstruktives hervor, weil sich die Ebenen gegenseitig schlichtweg nicht ansprechen und sogar blockieren.
Es wird immer mehr Kritiker als Macher geben, weil auch intelligente und konstruktive Kritik leichter zu "produzieren" ist als der Aufbau einer Firma oder eines Vereins, um nur zwei Beispiele zu nennen. Ich bin immer ein großer Detailkritiker gewesen, aus dem Wunsch heraus, etwas Gutes nicht durch sinnlose Details oder Vorgehensweisen zu verderben. Aber vielleicht ist dies auch eine Art und Weise, die Macher gelegentlich zu verärgern.
Ich galube vielen Menschen ist nicht bewußt was sie mit ihrem Verhalten manchmal anrichten.Ich finde konstruktive Kritik - wenn sie dazu dient ein Verhalten oder Handeln zu bessern sehr wichtig - aber viele vergessen dass Kritik auch ganz viel zerstören kann, oder Menschen in ihrer Entwicklung hemmt und nicht fördert.
Diese mail heute spricht mir aus dem Herzen. Ich werde den Tag jetzt mit einem " kreativen Frühstück" beginnen und bedanke mich für die tolle Begleitung in die neue Woche
Klara
Ja, ich bin eine kreative Macherin! Die Welt ist zwar noch nicht auf mich aufmerksam geworden... vielleicht hab ich's auch nur noch nicht bemerkt?... und will ich das überhaupt? Jedenfalls lasse ich mich von keiner Kritik (mehr) aufhalten!
Ein solch gesundes Selbstvertrauen musste ich mir allerdings erarbeiten. Sehr vielen Menschen gelingt das nicht mehr, wenn von Kindesbeinen an ihr kreatives Schaffen Kritikern (Eltern!) und Nörglern (Lehrer, Chefs) ausgesetzt waren. Irgendwann heulen viele Kreative mit den Wölfen: sie solidarisieren sich resigniert mit den Nörglern.
Lasst euch gesagt sein, liebe Kreative: es ist nie zu spät!
Herzliche Grüße
Angelika Fleckenstein
Danke für den interessanten Beitrag. Macher zu sein ist nicht immer einfach. Seine Ideen anderen überzeugend zu vermitteln oft noch schwerer. Kritik sollte man aushalten, wenn man ein Macher ist, auch wenn es oft sehr schwer fällt und manchmal fast zur Zerstörung der eigenen Person führt. Bin ich aber überzeugt von meiner Idee/ meiner Arbeit - erhalte ich Zuspruch anderer - dann halte ich die Kritik aus.
Ich habe das selbst gerade in einem großen Projekt erfahren. Leider musste ich da auch Neid erfahren. Neid erscheint mir als der schlimmste Killer für einen Macher, weil man sich dagegen kaum wehren kann. Ich musste viel aushalten. Allerdings habe ich auch eine Schlussfolgerung gezogen: Manchmal muss man Aktivitäten/ Idenn zurückschrauben, um die anderen nachzuholen. Denn oft breschen Macher zu schnell nach vorn und vergessen die Andren mitzunehmen und das führt dann oft zu heftiger Kritik, die dann auch häufig unsachlich ist. Wenn man diesen Balanceakt hinbekommt, wird man die Kritiker besser überzeugen. Als Macher ist man auch Kritiker. Ich habe mir aber angewöhnt, erstmal nach dem Positiven zu schauen, dann zu besprechen, was verändert, verbessert werden sollte. Damit gelingt es mir oft, meine Kritik gut zu vermitteln und Veränderungen anzuregen.
Hallo Herr Senftleben,
Ihren Artikel empfinde ich ein bißchen "zerrissen".
»Aber seien wir fair. Haben die Kritiker nicht auch oft Recht mit ihren Bewertungen?
Recht? Bewertungen?
In dem Moment, in dem ich über Andere urteile, kritisiere oder bewerte,
urteile ich immer über mich selbst und verdamme einen Teil in mir selbst, nämlich den Teil, den ich im Innern nicht ansehen will.
Wie formulierte es Hermann Hesse so treffend?
"Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf"
Der Mensch geht immer bei und will andere Menschen oder etwas an ihnen verändern, nur nicht bei sich selbst.
Die Macht der Gedanken...mit unseren Gedanken formen wir unsere Welt, auch Sie.
"Ganz egal, was Du denkst - dass Du bist, Das bist Du"
In diesem Sinne wünsche ich einen sonnigen Sonntag
Marlene
Als langjähriger Abonnent bin ich enttäuscht - um nicht zu sagen entsetzt - über diesen Beitrag. Eine so undifferenzierte Darstellung lässt für mich nur die Hypothese zu, dass Sie da jemand ganz schön erwischt hat... Schade!
Einen Menschen liebevoll auf etwas aufmerksam machen, ist keine Kritik. Sie dient als Hilfe und ist ein Geschenk. Oftmals nutzen die Menschen aber die Kritik, um ihre eigenen schlechten Gefühle loszuwerden. Dann sind sie nicht in der bedingungslosen Liebe, sind nicht im inneren Gleichgewicht, können sich selbst nicht so annehmen wie sie sind, sich selbst nicht lieben.Ist es nicht so, dass wir immer wieder auf uns selbst zurück geworfen werden, um zu lernen? Und wenn ich mich nicht mehr als "Opfer" verstehe, dann kann ich meine entstehende Lebensfreude und Liebe mit den anderen teilen und kann dazu beitragen, dass diese Welt eine bessere wird. Ich bedanke mich für die immer wieder anregenden Artikel des Newsletters.
Fred, du hättest mal die erste Version dieses Beitrags lesen sollen, diese ist ja schon die weichgespülte Fassung :-) Und nein, hier geht es nicht um mich. Ich kann Kritik ganz gut aushalten. Es geht mir um den Grundsatz.
An Astrid
»Einen Menschen liebevoll auf etwas aufmerksam machen, ist keine Kritik.« Nicht? sondern?
In dem Moment, in dem ich jemanden auch nur liebevoll auf etwas aufmerksam mache- ist ja netter verpackt -entziehe ich ihm Liebe.
Jeder Versuch, jeanden zu verändern, ist mit dem Entzug von Liebe verbunden, weil der Wunsch, die Person zu verändern, beinhaltet, dass sie etwas falsch macht- sich verändern muss.
Bedingungslose Liebe jedoch ist ....Liebe - ohne wenn und aber.
Gruss
Marlene
Kritik ist oft nix anderes als Eigenlob
Zuerst: Einen wunderschönen Sonntag an alle!
Als Künstlerin und kreativer Mensch sprechen mich diese Zeilen sehr an. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir alle hier auf der Welt sind, um uns aus zu drücken. Jeder von uns hat einzigartige Fähigkeiten und Begabungen, die der Welt nützlich sein können.
Natürlich hat auch jeder Mensch die Fähigkeit, zerstörerisch auf die Umwelt und seine Mitmenschen ein zu wirken.
Aus eigener Erfahrung kenne ich den kreativen Geist in mir, aber mein schärfster Kritiker wohnt ebenfalls hier!
Der innere Dialog zwischen Kreativität und Kritik ist für mich die grosse Herausforderung.
Und das spiegelt sich dann auch im Außen.
Grundsätzlich stößt mir immer wieder auf, dass wir von Kindesbeinen an beurteilt werden. Wir werden gelobt und getadelt, benotet, bewertet.
Einfach-Sein..........das wärs´s!
Ein Tipp: Solange eine Idee oder ein künstlerisches Werk noch im Entstehen ist, also noch ein zartes Pflänzchen, noch nicht fertig und vom innenren Kritiker noch nicht abgesegnet ist, sollte man noch nicht damit nach außen gehen.
Ein Pflänzchen zieht man auch erst einmal auf der Fensterbank groß und setzt es nicht gleich mitten in den Garten. Das würde es einfach nicht überleben!
Viel Erfolg und Mut für alle, die ihre kreativen Ideen der Welt zur Verfügung stellen!
Dieser Artikel ist nicht nur weich gespült,
er ist völliger Blödsinn.
Alleine Ihr Grundsatz, Menschen in Gruppen einzuteilen!!
An Ihrem Artikel erkennt man wunderbar,
dass Sie gut mit Kritik umgehen können.
Ich denke, dass Leben bewegt sich in nahezu allen Bereichen zwischen den verschiedenen Polaritäten. Deshalb kann man den Beitrag auch auf sehr viele Bereiche übertragen. Gut und Böse, positiv und negativ denkend (...) usw.
Aus diesem Grund braucht man die Kreativen sowie auch die Kritiker.
Jedoch denke ich, dass auch ein Kreativer ein Kritiker sein kann und das eine nicht das andere ausschließt.
Deshalb sage ich mal ganz KRITISCH, dass mir dieser Aspekt in Ihrem Kommentar fehlte ;-D
Bitte: noch mehr "differenzierungsfreie Tage" mit solch erfrischenden, aus dem Herzen sprechenden Beiträgen! :-)
Mit sportlichen Grüßen ...
Hallo Herr Senftleben,
ich finde es großartig, mit welcher Weisheit, Wissenschaft und Sorgfalt sie die Lektionen in ihren Kursen aufgebaut haben. Ich freu mich schon immer auf den Sonntag morgen - ist an diesem Tag der Start für neue (Selbst-)Erkenntnis-Reihen.
Wir Delfine müssen zusammenhalten. Der Versuch uns auszurotten läuft seit geraumer Zeit. Nicht solange her, da sind so manche von uns auf dem Scheiterhaufen gelandet.
Noch haben wir das Internet um uns zu finden.
Aber bei uns, bisher in Völkern organisierten Menschen, geht es ordentlich auf und ab. Mann stelle sich die Zeit vor 2.600 Jahren in Nordindien vor ... war da nicht eine ähnliche Zeit des Zugewinns an Erkenntnis, des Willens um friedlicher Auseinandersetzung? Wie oft hat sich seit her immer wieder alles verdunkelt?
Wie ist es heute? Strukturen zerbersten, das Ziel immer mehr Geld anzuhäufen und Instabilität verbreitet sich rasend...
Zugegeben, da stecken auch riesen Chancen drin. Strukturen zerbrechen - auch weil sie untauglich wurden. Neue könnten gestaltet werden - wo sind die Gestaltungs-Ideen? Wer liefert sie ;-)
Gäbe es mehr Delfine hätte die Unwissenheit unter den Menschen es schwerer. Wir könnten den Planeten, der für uns alle Wesen da und nur geliehen ist, z.B. nachhaltig bewirtschaften ...
Dazu müssten wir nicht mal den Kapitalismus abschaffen - sondern nur der vereinzelt bereits auftauchenden Spielart "Win-Win" den Vorzug geben anstatt in immer schädlicher zu spielen.
Mit delfinischen Grüssen
Wolfgang Hopp
Bitte stellen Sie den Newsletter an meine email/adresse ein,
Beiträge nach dem Motto "gewollt und nicht gekonnt" bereichern die Menschen nicht, im Gegenteil.
Sie sollten mal in sich gehen, bevor Sie Ihre polemischen Gedanken weitergeben, was erzählen Sie den Leuten hier eigentlich? Zeit zum Leben.....gstatten Sie mir in LÄCHELN,
ein LÄCHELN wie Buddha....
Ihnen eine gute Zeit weiterhin
Marlene
Hallo zusammen,
"wenn ich mit einem Finger auf andere Menschen zeige, zeigen mind. drei Finger auf mich selbst" ;-)
Verhält es sich nicht ebenso wenn ich die Kritiker nicht haben möchte, wenn ich sie als 'negativ' empfinde, wenn ich sie 'verurteile'? Ebenso, weil ich damit Kritiker kritisiere, mich dadurch im Grunde ja auch in die Rolle eines Kritikers begebe?
Nachdenkliche Grüße
Anneliese
Lieber Ralf,
danke für diesen wundervollen Anstoß. Auch wenn ich zu den Machern gehöre, so kritisiere ich doch auch oft. Ich werde in Zukunft darauf achten, wie ich das tue und schreibe mir diese beiden Worte auf einen Zettel, damit ich auch dran denke ;o)
Vielen Dank und einen wundervollen Sommersonntag an alle.
ich freue mich schon jeden sonntag morgen auf die zeit-zu-leben-mail.
dass ich eine kreative macherin bin, brauch ich eh nicht zu erwähnen. (ich tu es aber trotzdem ;-): barbaralehner.twoday.net)
trotzdem bin ich ein bissl gespalten. ja, ich bin am anfang heulend durch den wald gerannt und hab mir geschworen, nie wieder eine zeile zu schreiben. das war nicht schön. ich hätte mir damals gewünscht, dass man behutsamer mit mir umgeht.
jetzt grad hab ich eine trainerausbildung gemacht und bei meinen übungspräsentationen wurde ich ständig gelobt. zum einen zählte dieses lob nicht viel, weil alle ständig gelobt wurden, zum anderen hätte ich mir wirklich mehr konstruktive kritik gewünscht, um mich weiterzuentwickeln.
und ich glaub, genau das ist die kunst. da zu differenzieren, wie man mit den menschen umgeht, damit sie gefordert, aber nicht überfordert werden. bei kritik darf es nicht darum gehen, selbstbewusstsein kaputtzutrampeln, um sich selbst besser zu fühlen. kritik kann aber auch dünger sein, der pflänzchen erst zum blühen bringt.
Lieber Ralf Senftleben!
Ich kann Ihren Gedanken gut folgen, besonders dass man schon eine gewisse Lebenserfahrung braucht, genügend inneres Stehvermögen braucht mit Kritik kreativ umzugehen, dieser einerseits vermögen zu hören was gesagt wird und zugleich versuchen zu verstehen welche Beweggründe diese wohl haben wird.
Mir persönlich hilft immer sehr wenn ich mich in dieser Situation bemühe zuzuhören wie Momo, dieses kleine Mädchen dass nur zuhörte und die sprechenden Menschen dadurch selbst leichter zu Lösungen, zu Ideen kommen und letzendlich besser zu sich selbst finden konnten.
Allen wünsche ich einen guten Start in die neue Woche.
Augustin Maitz, Heiligenkreuz am Wassen
Ich glaube hier wird einiges durcheinandergemixt und dieser ungenießbare Brei wird auch noch von einigen gefressen!
Wir können natürlich, wenn wir etwas beginnen ("machen"}, in der Steinzeit anfangen oder aber aus eigenen U N D anderen Erfahrungen profitieren! Zum „Machen” gehört I M M E R Kritik! Das mindeste ist Selbstkritik! Ich würde mich als Kritiker und Macher bezeichnen. Bevor ich etwas beginne habe ich mich stets informiert und mich anfangs in meinem Schaffen daran orientiert! ...und ich bin sehr viel vielseitig geworden! Aber auch Kritik kann man kritisieren und das tun die Gegner der Kritik ja auch kräftig ohne zu merken, was sie da gerade tun! Kritik sollte auch kritisiert werden und das auch als Selbstkritik! Zum Beispiel ist die Fotographie eines der vielen Hobbies von mir, die ich übrigens alle weitgehend professionel betreibe! Wenn ich dann sehe wie jemand "Oma" fotographiert und nicht merkt, daß die Person daneben halb durchgeschnitten wird, habe ich Anfangs dies erwähnt, nicht verletzend sondern nur erklärt, und obwohl dies ja relativ leicht besser gemacht werden könnte, kam die Kritik meist nicht so gut an! Nun muß der Kritiker sich natürlich fragen warum, d.H er muß seine Kritik selbstkritisch betrachten und in meinem Fall war schnell klar, daß der Anspruch an ein Bild ja sehr unterschiedlich war! Bei mir der mehr künstlerische, ästhetische Aspekt, bei den meisten anderen Erinnerungen festhalten (Beide Gründe zu Fotografieren haben ihre Berechtigung und lassen sich natürlich auch nicht vollständig voneinander trennen. Man kann sich natürlich auch fragen, kann man nicht zumindest krasse Fehler auch in Erinnerungsfotos vermeiden???) und wenn man eine Erinnerung an "Oma" haben will, ist die Person daneben oft ohne Bedeutung! In solchen Fällen habe ich nicht mehr kritisiert, aber auch nicht gesagt wie toll die Bilder wären! Waren sie ja auch nicht!
Ich mag es übrigens auch nicht, wenn ich etwas herstelle, z.B. ein Photo, ein Ring oder einen Anhänger und das/der ist mir misslungen, wenn dann jemand kommt und sagt daß/der sei ja ganz hübsch, obwohl ich ihn um seine ehrliche Meinung gefragt habe und im Gespräch dann klar wird, daß er dann auch der gleichen Meinung ist! Wenn ich um ehrliche Kritik bitte, sollt nicht so ein Gefasel wie der ist ja hübsch kommen! Ist er eben nicht! Ich hoffe aus dem oben gesagten wird klar, daß "machen" und konstruktive Kritik zusammengehören! “Daß ist Mist" ist Mist, wenn dann nicht kommt warum!
Im übrigen, derjenige der sich von Kritik in seiner Schaffenskraft gehemmt fühlt, er nennt sich bezeichnenderweise Shiva (In der indischen Mythologie der Gott der Zerstörung und Erneuerung) sollte sich fragen, ob er nicht spätestens nachdem ihm dies bewußt wurde, gelernt hat trotz oder, wie ich meine mit der Umsetzung der Kritik zu wachsen? Mach ich es mir nicht zu leicht, wenn ich die Schuld immer nur bei anderen suche? Spätestens wenn ich weiß, was mich wirklich oder scheinbar gehemmt hat, kann ich beginnen etwas zu verändern und sollte es auch! Der Sinn des Lebens ist für mich zu wachsen und das macht übrigens auch Spaß!
Im übrigen, gefällt mir der Beitrag von Katja und Susanne recht gut, bei Fred weiß ich nicht so recht was er meint! Nimmt man dann die ansatzweise guten Kommentare von einigen anderen Frauen hinzu, wird klar, die guten Kommentare kommen mehrheitlich von Frauen, sind sie vielleicht nachdenklicher? Um unsachliche Kritik zu vermeiden, mit "gut" meine ich nicht mit mir übereinstimmen, sondern von unterschiedlichen seiten Beleuchten! Gute Kritik ist im Übrigen nicht so leicht wie einige "Macher" glauben! - und "machen" heißt nicht immer gut machen! Also B E I D E S etwas differenzierter sehen!
Leider leben wir in einer Zeit, in der Kindern aus ärmeren Verhältnissen in der Schule schon beigebracht wird, wie man später am Besten mit Hartz IV zurecht kommt, anstatt die Kreativität zu fördern. Meiner Meinung nach steckt in jedem Menschen Kreativität. Aber leider wird Sie meistens in früher Kindheit schon unterdrückt ( wie Sie so schön sagen, als zartes Pflänzchen ) und als „Luftschloss“ abgetan. Dabei fängt doch alles erstmal mit einem „Luftschloss“ an, das man mit Kritik schon anfängt abzureißen, bevor es die ersten festen Mauern bekommt. Im Übrigen möchte ich noch Grüße an Frau Angelika Fleckenstein richten: „Sie sprechen mir mit Ihrem Kommentar aus dem Herzen.“
Das ist ein sehr schöner Beitrag, es könnte natürlich auch so sein, dass wenn ich Kritiker kritisiere, ich selbst kein so reiner Erschaffer bin. Ich gebe Dir Ralf in allem Recht. Es könnte nur sein das ich vor lauter Selbstgerechtigkeit selbst zum Kritiker werde. Und wenn ich mich mit Kritikern beschäftige, wo ist dann meine Aufmerksamkeit? Ich denke es geht nicht darum immer wieder auf unsere Dualität zu verweisen, denn es gibt nunmal noch Gegensätze. Das Licht zu stärken um die Dunkelheit zu vertreiben finde ich richtig. Der Dunkelheit mehr Raum zu geben als sie verdient, ist gefährlich. Wenn ich Kritiker kritisiere bin ich schon in der Kritikfalle.
Alles Gute für Dich Lars
Kritik beinhaltet sowohl den demotivierenden Aspekt (destruktiv) als auch den motivierenden (konstruktiv). Und wir tragen beides in uns. Destruktive Kritik entspringt entweder aus der eigenen Unzufriedenheit (je unzufriedener ich zur Zeit mit mir selbst und meinem Leben bin, desto eher fange ich an, zu 'nörgeln') oder aus zu großem Perfektionismus (nichts ist gut genug - besonders für den, der selbst ein kreativer Macher ist). Die destruktive Kritik kann sich hierbei gegen andere oder mich selbst richten. Wobei ich letzteres für schlimmer halte, weil wir es oft nicht einmal merken, dass wir uns selbst herunter ziehen, während wenn wir andere kritisieren, bekommen wir Feedback.
Kritik hat aber auch etwas motivierendes - eine Einladung, die eigenen Ideen zu hinterfragen, andere Aspekte zu erkennen und insgesamt besser zu werden. Als kreativer Macher WILL ich sogar kritisiert werden und ärgere mich dann über weich gespültes (verlogenes!) Feedback, mit dem ich absolut nichts anfangen kann. Jemand, der ständig jammert, dass die bösen Kritiker ja alles kaputt machen, ist meiner Ansicht nach auf der Verliererstraße und wundert sich dann, dass 'immer alles' schief geht - weil er selbst die Opferrolle einnimmt. Er glaubt auch nicht wirklich an seine Idee, wenn diese nicht auch ein wenig Gegenwind vertragen kann.
Gegen Keime werde ich nur resistent, wenn ich mich ihnen aussetze - eine keimfreie Umgebung macht mich um so anfälliger und ist eine Gefahr für meine Gesundheit. Was bedeutet das also übertragen auf Kritik? Je mehr ich Kritik ablehne, desto anfälliger bin ich dafür. Oder: wie 'gesund' ist meine Kreativität?
Kritik ist wie so vieles ein Sender-Empfänger Problem. Ein guter Kritiker kann sich in den anderen hinein versetzen und passt seine Kritik an den Empfänger an: ist das ein Anfänger oder ein 'Profi'? Ist er selbstbewusst oder unsicher? Und - ganz wichtig: Hat er nach meiner Meinung gefragt oder nicht?!
Die optimale Kritik beginnt immer mit etwas positivem (oder wenns gar nicht anders geht, etwas diplomatischem, das positiv klingt (a la Biolek - wenn ihm etwas nicht geschmeckt hatte, sagte er immer: das schmeckt interessant ^^), so blieb er freundlich ohne zu lügen. Dann kann man (ehrlich!) Kritikpunkte anbringen, am Besten mit eigenen Ideen für Lösungsansätze.
Als kreativer Macher frage ich übrigens immer nach Feedback, und erwarte dann eine ehrliche Meinung und kein nichtssagendes, unehrliches Lob, das für mich absolut nutzlos, wenn nicht gar schädlich ist.
Oh welch tooler Artikel!! Am liebsten moechte ich ihn an all die Kritiker weiterschicken, die schon so manches zarte Pflaenzchen durch ihr bewertendes Wort vernichtet haben.
Vielen Dank fuer diese Worte! Auf dass sie all die Leser (wenigstens heute) zu kreativen Machern werden lassen...
Viele Gruesse
Flo
Hallo,
ich finde, es gibt nicht Macher und Kritiker.
Sondern Macher..und Menschen, die machen lassen.
Ein gutes Buch zu diesen Charakteren ist ein Roman aus 1947, den man neu aufgelegt immer noch kaufen kann.
Der Ursprung (im Original "Der ewige Quell) ..von Ayn Rand.
Das Buch ist 1:1 auf Heute übertragbar.
Schönen Sonntag Allen :-)
Tjah...wie man es auch dreht und wendet: es ist ein ewiger Kreislauf.
Anna
Also mir haben Ihre Gedanken sehr gefallen, weil ich selbst gerne Dinge anreisse und dabei nicht entmutigt werden möchte.
Ich frage mich allerdings gerade: wenn wir nun den Kritiker kritisieren, kritisieren wir ja selbst.
Ist das nun nicht irgendwie absurd?
Wir sind alle Schöpfer; die einen bewusst, die anderen unbewusst. Der bewusste Schöpfer hat erkannt ,wie er sich ein glückliches ,leichtes, erfolgreiches Leben erschafft. Der unbewusste Schöpfer noch nicht.
Er muss erkennen, wie denke ich ,was belastet mein Unterbewußtsein , mit wem oder was bin ich noch nicht in Frieden(Vater, Mutter, Geschwister, Partner, Expartner,Chef, etc.)Wem sollte ich vergeben?
Liebe ich mich oder leide ich unbewusst unter Selbsthass ? Welche von mir abgelehnte, verdrängte Emotionen machen mir mein Leben schwer (Emotionen die seit unserer Kindheit in uns sind wie Wut, Angst, Minderwertigkeitsgefühl, Ohnmacht usw. lassen unser inneres Kind leiden) Ich nehme diese unangenehmen Emotionen , die ich in der Kinheit selbst erschaffen habe an und fühle sie bejahend, immer dann . wenn sie mir mein "Spiegel" mein Nächster zeigt.
Welche Wünsche habe ich , welche Talente schlummern in mir, was bringt mein Herz zum Singen?
Der innere Kritiker versucht mir immer wieder zu sagen, dass diese Theorie zu einfach ist und nicht zum Erfolg führt.
Solange ich so darauf reagiere ,mich selbst und andere verurteile , hat mein Unbewusstes die Oberhand und ich schaffe Minderwertigkeit, Ohnmacht, Angst, Hilflosigkeit Verzweiflung, Schmerz, Schuld , Depression, Scham, Neid , Eifersucht , Hass, Leere, Krankheit und vieles mehr.
Ungelöste Verstickungen mit Schlüsselpersonen machen mich zum Opfer und ich kann die Schöpfermacht in meinem Leben nicht leben .
Ich finde es sogar anmaßend, andere zu kritisieren. Wer gibt uns das Recht dazu? Erhebt man sich durch Kritik nicht über die anderen? Es gibt viele Beispiele, wo Menschen durch Kritik krank geworden sind, sich zurückziehen. Es ist immer ein bisschen Fingerspitzengefühl notwendig, wenn man andere auf Fehler hinweist. Oft kommt Kritik auch zustande, wenn einem etwas schief gegangen ist. Dann wird ein Schuldiger gesucht, obwohl man vielleicht selbst schuld daran hatte. Es ist aber gut, dass man einmal angeschubst wird, um über ein solches Thema nachzudenken.
Guten Morgen Ralf!
So wie sie Ihre Sichtweise dargelegt haben, gibt es nichts daran zu kritisieren; ist halt Ihre Sicht der Dinge. Das hier doch einige "kritisieren" zeigt, dass manche Menschen mit der Sichtweise anderer nicht umgehen können.
Natürlich brauchen wir Macher und Kritiker. In jedem von uns steckt beides (und noch mehr) drin. Es kommt darauf an, wie man es betrachtet.
Betrachten Sie den Macher z.B. als Kapitän eines Schiffes, den Kritiker als 1. Steuerman, der dem Kapitän in seinem Tun zur Seite steht. Wie auf einem Schiff gibt es nun im wahren Leben auch noch mehr Positionen und Rollen, die je nach persönlicher Neigung unterschiedlich und mit entsprechenden Erfolg/Misserfolg ausgelebt werden. Für mich ist es wichtig, seine Rollen zu erkennen und diese auch zu gesund zu leben; wobei ich mit "gesund" meine, dass man dann z.B. kritieren auch lernen kann, so dass es nicht weh tut, sondern den Macher unterstützt.
Leider melden sich heutzutage immer öfter Menschen erst dann zu Wort, wenn sie etwas zu meckern haben. Das scheint dann ihre Art von "Ich brauche Aufmerksamkeit"-geschrei zu sein. Leider gibt es für diese Meckerei auch immer Zuhörer.
Schönen Sontag noch
Ganz schön viel Kritik an Kritikern !
Der Aufruf "ein kreativer Macher zu werden, weil man dadurch die Welt verbessert" sollte meiner Meinung schon etwas mehr durchdacht werden.
Kreative Macher sind auch z.B. Ingenieure die Ölbohrinseln vor Küsten bauen, vielleicht mit der guten Absicht die Welt mit notwendiger Energie zu versorgen. Darf dann auch nicht kritisiert werden, wenn dann so ein Werk nicht so ganz gelingt?
Kreative Macher sind auch Architekten die manchmal sehr gelungene Bauwerke schaffen. Aber wenn dann mal ein nicht gelungenes Hochhaus einen ganzen Stadtteil verschandelt, darf da dann nicht kritisiert werden?
Wolfgang
Ich als Erwachsener kann inzwischen mit Kritik umgehen, aber wie sieht des mit unseren Kindern aus?
Wenn ein Lehrer oder die Mitschülern ein Kind kritisieren, was ergibt das für Resultate? Ich habe in der Erwachsenenbildung selbst erlebt, wie Menschen regelrecht Angst davor haben, Fehler zu machen oder kritisiert zu werden. Das geht so weit, daß diese Menschen wider besseres Wissen die Meinung der Mehrheit oder - viel schlimmer - die der Meinungsführer als richtig annehmen.
Was wir brauchen, ist eine Fehler- und Kritikkultur. Wir müssen vor allem lernen, Kritik von Emotionen zu trennen. Ich habe gelesen, daß beispielsweise über 75% aller Deutschen mit den Ideen der Linkspartei bezüglich der HartzIV-Gesetze übereinstimmen. Wieviel wählen sie konsequenterweise auch??
Ich meine, wer in der Lage ist, mit Kritik umzugehen, der ist auch in der Lage, konsquente Entscheidungen, die notfalls von der Mehrheit abweichen, zu treffen.
Wenn ich neue Software entwickle, dann freue ich mich über jede konstruktive Kritik. Mit Kritik in der Form "das funktioniert nicht", kann ich wenig anfangen und ignoriere sie, wenn keine Fakten nachgeliefert werden.
Hallo,
ich hab eine Redensart im Ohr, die dazu passt:
Diejenigen, die es können, tun es.
Die anderen reden ( lehren ) darüber.
Habe einmal eine sehr schöne Zeile gelesen, die hier wunderbar herpasst:
Mut zum Dilletantismus!
- Wer beurteilt im übrigen, was gut oder schlecht, schön oder hässlich ist? Im Moment des Erschaffens gibt jeder sein Bestes.
ich bin öfters in allen drei klassen vertreten! einmal schreibe ich gedicht,manuskripte = buch - dann bin ich aber auch ein kritischer mensch! ich finde ohne kritiker, die einem plausibel zeigen, wo es klemmt gehts auch nicht! dann bin ich auch öfters einer der dann nix macht! tja
Ein Loblied auf die Schaffenden, auf die Macher und auf solche, die es werden wollen.
Klar, Kritiker sind nicht sonderlich beliebt. Insbesondere die von außen oder die, die nichts anderes tun als zu kritisieren, aber selbst nichts auf die Reihe bringen. Deren "Taten" bestehen im ausgesprochenen oder geschriebenen Wort. Sind Kritiker also doch auch irgendwo kreativ Schaffende?
Was ist mit dem Dauerprogramm, das fast unzensiert und unkontrolliert 24 Stunden in einem selbst abläuft: Der "innere Kritiker"? Dieser "innere Kritiker" läßt Bemühungen schon scheitern, bevor sie in aktives Handeln umgesetzt werden.
Hallo liebes Team,
danke für diesen treffenden Beitrag !!!
In verschiedenen Bereichen, sei es Schule, Freizeit oder Ehrenamt erlebe ich, dass sich vor allem in den letzten Jahren die "Kritiker" versuchen durchzusetzen. Ziel ist oft ein persönliches Angehen egal von welcher Position aus, da die eigene Unzulänglichkeit nicht angenommen werden kann. Ein "Danke"-"Bitte" oder "Entschuldigung", ein "das war super", "du siehst gut aus" ... oder Ähnliches ist solchen Menschen unbekannt. Und wie heißt es, die Minderheiten von heute sind die Mehrheiten von morgen ??? Dann hilft nur ein stabiles Selbstwertgefühl und ein Ausgleich durch "Höherwertiges", auf das man vor allem im Notfall zugreifen kann !!!
Eine Idee ist so real wie ein Wolkenkratzer.
m.Dikti
Ich zähle mich zu den kreativen Machern - aber es war ein langer Weg auch Kritik im jeweiligen Kontext stand zu halten. Ich unterscheide da durchaus zwischen konstruktiven Anregungen und missgünstiger Abwertung.7
Hallo
Ich teile die Menschen eigentlich nicht in Macher und Kritiker ein sondern eher in Gebende und Nehmende.
Ich selbst bin mal das EINE mal das ANDERE.
Jemand über den ich mich ärgere ist oft ein Gebender,
denn durch sein Verhalten zeigt er mir was mich stört.
Ich muss/sollte nur mal genau hinschauen, dann kann ich
viel über mich selbst erfahren.
Denn wenn sich jemand über mich ärgert,
weiss ich, ich habe es nicht böse gemeint,
habe nicht bewusst geärgert oder verletzt.
Ich habe mich nur dem Anderen in meiner Gestalt gezeigt.
Auf Augenhöhe.
Dem anderen hat das nicht "geschmeckt" deshalb ärgert er sich.
Doch worüber eigentlich?
Darüber das ich eine andere Meinung habe?
Darüber das ich ihm begegne?
Es ist ein weites Lernfeld.
Noch einen guten Fussballsonntag
Helga
Mir g´fallt die Anregung von Ralf sehr.
Man muss net immer viele Worte finden.
G´fühl is vül wichtiger, wenngleich´s da sicher verschiedendste Ebenen und Zustände gibt.
hallo ralf,
du hast den nagel wieder auf den kopf getroffen.
genauso ist es.
jedoch wird sich der selbstbewusste und damit positiv denkende kreative selten von kritikern einschränken lassen.
in diesem zusammenhang ist es sehr interessant die kommentare zu deiner aus meiner sicht überzeugenden aussage zu lesen.
ralf, weiter so.
gruß,
dieter.
Hallo Ralf,
um erstmal die Frage zu beantworten: Ich glaube, ich bin beides :-) Ein kreativer Mensch - und ab und zu sicher auch eine Kritikerin.
Und ich glaube, das auch die Kritiker gar nicht unbedingt so schlecht sind. Aber es kommt drauf an, wie kritisiert wird. "Der Ton macht die Musik". Es ist doch möglich, das man freundlich kritisiert, ohne, das man dem Gegenüber damit gleich den Boden unter den Füßen weg reisst.
Wenn ich z.B. kreatives geschafft habe -ob beim backen, beim basteln oder Dekorieren...- dann will ich doch auch nicht, das man mir beim beurteilen das Blaue vom Himmel lügt, sondern mir ehrlich seine Meinung sagt. Ob ich dann gleicher Meinung bin und Besserungen vornehme, kann ich ja immernoch entscheiden.
Wer kreativ ist, sollte auch die Kritik vertragen können. Und vielleicht hat der kritiker ja sogar nich eine Idee, was man verbessern könnte. :) Muss ja nicht alles im argen enden. Wie gesagt: Kritik ist ok, aber im freundlichen Ton.
Einen schönen Sonntag abend wünscht euch allen,
Nina (Poldy)
Ich gehöre zu den kreativen Machern als auch zu den Kritikern. Ohne konstruktive Kritik, wären meiner Ansicht nach die Macher benachteiligt. Jenes insofern, dass sie nicht auf gewisse Punkte aufmerksam gemacht werden. Demzufolge regt Kritik zum Nachdenken - manchmal auch zum Umdenken an. Und das an sich kann nur positiv sein! Wohl bemerkt, ich rede von der Kritik, die sinnvoll, ehrlich und wohlwollend angebracht wird. Und das immer mit
einem humanen Fingerspitzengefühl. So eine Kritik sollte immer willkommen sein, denn sie ist förderlich im Schaffen. Die Kehrseite der Medaille ist die unsachliche Kritik der Neider, auf die man wahrlich verzichten kann.
Hallo Ralf, wie du mir aus dem Herzen sprichst, das glaubst du gar nicht!
Ich bin dir sehr dankbar über diesen Beitrag, denn ich bin ein Macher mit Herz und Seele und dazu noch immer , seit43 Jahren mit Kindern tätig. Ich spüre schon über all die Jahre hinweg, dass die Macher auch die Welt und die Sele der Kinder erobern können und ihnen somit ganz viel der Lebensqualität vorleben, die notwendig ist, um diese Welt zu erhalten, um das Gute im Menschen zu wecken nd ihn dazu beflügeln, dass er dafür eintritt!!!!Ich lese deine Artikel seit drei Jahren sooo gern,aber antworte nicht immer aus Zeitgründen. Sie helfen mir in meinem täglichen Leben!!! Du bist ein Macher!!!
Vereinen wir nicht immer Beides in uns? Denkt an die Polaritäten! hell - dunkel, süss - sauer, etc.
Das Eine bedingt das Andere!
Unsere Aufgabe ist doch eher zu versuchen ein Gleichgewicht zu schaffen.
Kritik bedeutet ebenfalls Reichtum. Es bringt neue Gedanken und Wege hervor.
Warum muss Kritik negativ sein?
Achten wir doch mehr darauf sie positiv anzubringen! Das geht sogar sehr gut, motiviert und bereitet Freude!!!
Freude, sich weiter zu entwickeln.
Ich sage eher, vielen Dank für alle m u t i g e n Veröffentlichungen, die meine Gedanken, Gefühle und eigene Krativität anspornen!!!
Jutta Dahmen
Ralf:
als "Kritiker" sage ich: habe schon "bessere" Beiträge von Dir gelesen. Als kreativer (selbstwertfühlender, selbstbewusster, selbstkritischer) "Macher" sage ich: ich gebe jeweils mein momentan Bestes, jedoch g e b e ich, immerhin.
Ob es jemand nehmen möchte oder lieber kritisieren oder besser noch integrieren, transformieren, das lasse ich frei.
Und das alles gestehe ich Dir und allen anderen kreativen Machern auch zu.
Anne schreibt um 11.41: es gibt nicht Macher und Kritiker.
Sondern Macher... und Menschen, die machen lassen. Gefällt mir (wie vieles aus den heutigen postings).
Andereseits - auch ein Kritiker (m/w) ist ein Macher. Und auch der Konsument (m/w) macht ja etwas, neben dem Konsumieren. Vielleicht etwas nicht so Elitär, Spektakulär, die Menschheitsentwicklung voran Stürmendes. Aber dennoch Liebenswertes... Also bitte keinen erhabenen Dünkel.
Ja ich bin "kreativer Macher", "kon- und destruktiver Kritiker" und "liebenswerter Konsument" zugleich, und ich fühle mich dabei überhaupt nicht unwohl. Im Gegenteil.
Das wunderbare "ZeitzuLeben" genieße ich einerseits, andererseits kritisiere ich gelegentlichen so empfundenen geistigen Leerlauf, und letztlich lasse ich mich inspirieren, provozieren für eigenes Denken und Machen.
So bleibt mir - nach so vielen positiven Regungen an diesem 4:1 Abend - noch danke zu sagen für Dein / Euer kreatives Machen, und den Reichtum der Kommentare vor mir.
Liebe Grüße! Manfred
Es ist eine Sache, als Kritiker die kreativen Ideen zu bewerten, im Sinne von schön oder nicht so gut. Was aber ist, wenn der Sinn kreativer Werke an sich in Frage gestellt wird? Ich habe leider so einen Kritiker in meinem Umfeld. Ich bin fotografisch kreativ, und wenn ich dann stolz meine neuesten Machwerke (meist digitale Verfremdungen) präsentiere, kommt grundsätzlich die Frage: "Und wozu soll das gut sein?" oder "Und was kann man damit nun machen?"
Dieser Kritiker sieht die Welt ausschließlich aus praktischer Perspektive. Was keinen praktischen Nutzen hat, wird abgwertet. Ich finde das schade. Leider bleibt mir immer wieder die Sprache weg, wenn ich mit der Nutzen-Frage konfrontiert werde.
Insofern würde ich, wenn wir schon beim Einteilen sind, die Menschen in erdgebundene Praktiker und schöngeistige Idealisten einteilen. :-)
Ich bin heute zum ersten Mal ganz erstaunt über den Zeit zu leben Newsletter. Sie sind doch sonst immer so differenziert unterwegs?
Für mich kann ich sicher sagen, dass ich beides bin, also Macher wie Kritiker. Und ich brauche auch beides in meinem Umfeld. Die Tatsache, dass so viele Menschen zu diesem Thema schreiben, dass es ihnen "aus dem Hernzen spricht", zeigt aus meiner Sicht allerdings, wie Kritik verstanden und meist auch selbst geübt wird. Könnte es nicht sein, dass ich einen Mesnchen kritisiere, weil ich ihn und/oder seine Idee schätze? Könnte es nicht sein, dass ich einfach nur etwas gesehen habe, was der andere möglicherweise übersehen hat und ihn bei seinem Projekt vielleicht ins Straucheln bringen könnte?
Viel interessanter allerdings finde ich die Frage: was macht uns an Kritik so traurig und in der Folge zornig? Warum hassen wir "die Kritiker" so?
Es hat sicher etwas damit zu tun, dass wir sie so gut kennen...
Lieber Ralf,
zum Thema Macher oder Kritiker ist genug gesagt. Ich möchte mich bei dir heute für einen Satz bedanken, der vielleicht im Thema ein wenig untergegangen ist, mir aber mal wieder - wie so häufig bei euren Denkanstößen - ein sogenanntes AHA-Erlebnis gebracht hat:
Meister werden meisterlich, indem sie sich von ihrer anfänglichen Mittelmäßigkeit nicht aufhalten lassen.
Vielleicht war das nicht nur für mich sondern auch für einige andere eurer Leser mal wieder ein Anstoß, die eigene Leistung nicht überkritisch zu beurteilen bzw. vorschnell zu verurteilen und sich selbst den Raum zu geben, nicht alles von Anfang an perfekt zu beherrschen.
Und sich darauf zu besinnen, dass das Üben auch Spaß machen kann!
Danke!
Kritiker können anfeuern oder zerstören. Es kommt immer auf das WIE an. Ich kann ein zartes kreatives Pflänzchen stärken und dennoch konstruktive Ideen beisteuern, wie aus dem Pflänzchen ein starker Baum werden kann. Ein Glück ist, dass es starke Pflänzchen gibt, die auch unter schwerster destruktiver Kritik noch wachsen und mit viel Kraft über sich herauswachsen. In diesem Sinne wünsche ich allen zarten kreativen Pflanzen ganz viel Power und allen Kritikern mehr Erleuchtung und Liebe im Herzen, damit aus Kritik konstruktive Unterstützung wird.
Ulrike
Hallo Ralf,
ja, ich glaube auch, durch Beispiel geben, d. h. positive Akzente setzen, dem Weiterkommen der Menschheit dienen etc. kann mehr für den Fortschritt erreicht werden. Diejenigen, die das als Denkanstoß annehmen können und nutzen, tragen fortan zum positiven Weiterkommen bei, diejenigen, die es nicht annehmen, werden vielleicht über andere Wege erkennen, dass es um ein großes Ganzes geht - und wenn nicht, sind sie einfach zu bedauern.
Auch auf die Gefahr hin, dass das arrogant klingt (natürlich ist es kein bisschen so gemeint), ich halte nichts von missionarischem Eifer.
Ich habe meine Überzeugungen, die Weisheit jedoch "nicht mit Löffeln gefressen", so dass ich hoffentlich immer wach und kritisch bleiben kann und in meinem persönlichen Umfeld mitwirken möchte, die Welt ein bisschen besser zu machen.
Vielleicht wäre es für dich auch interessant, etwas über den Báhá´i-Glauben zu erfahren. (Jaaa, ungefragte Ratschläge sind auch so ne Sache ... ist ja auch kein Ratschlag!)
Lieben Gruß,
Karin
Guten Morgen...
...und danke für den Anstoß!
Das Thema lässt gerade Wut in mir hochsteigen: Lasse ich mir z.B. deshalb meine Liebe zum Malen vergrätzen, weil ich nun mal kein Picasso bin - weil mich Kritik - beeindruckt und mich daran hindert, überhaupt wieder das Malen aufzunehmen?
Weiss aber selbst nicht, ob ich andere zu sehr kritisiere - als ermutige. Eines weiss ich aber genau: ich bin meine größte Kritikerin und mache mir damit meine eigene Kreativität madig. Das will ich ändern!
Beste Grüße,
Anette
moin zusammen
Mut zum Dilletantismus!
- Wer beurteilt im Übrigen, was gut oder schlecht, schön oder hässlich ist? Im Moment des Erschaffens gibt jeder sein Bestes.
das gefällt mir...so wie die Anstösse, die hier immer wieder gegeben werden, auch oder vor allem über sich selber ,also ich über mich, nachzudenken.
Tut gut, jedenfalls mir und meistens fühle ich wohl dabei.
ist das schon Kritik?
klar doch, ist auch so gemeint.
Kritik = Beurteilung und Abwägung nach meinen subjektiven Kriterien.. einer Sache und nicht einer Person.
Dann ist kritisieren gut und wichtig, wenn nicht der Mensch, sondern sein Denken und Handeln bewertet wird.
Wie soll ich sonst wissen, was ich gut oder schlecht mache?
PS.:
Ich dachte immer, jemand, der komische Dinge tut, ist komisch. Jetzt weiß ich, dass die Leute komisch sind, die andere als komisch bezeichnen.
Paul McCartney
Hallo zusammen,
natürlich ist Kritik an sich nichts Verwerfliches und gehört dazu, damit sich Dinge und Gedanken auch entwickeln können. Kritik soll aber nicht verletzen, und die Lust am Weitermachen ersticken. Sie soll Ansporn sein, es beim nächsten Mal besser oder anders zu machen.
Was mich stört sind die Nörgler, die ewig schlecht Gelaunten und "Immer-ein-Haar-in-der-Suppe-Finder". :-(
Andererseits glaube ich, dass wir alle beides in uns haben, das Kreative und die Kritik. Ich kann manchmal ganz schön kreativ sein, aber manchmal auch ein richtiger Miesepeter. Kommt meist auf die Stimmung an - nobody ist perfect...
Sonnige Grüße aus Hannover-Kleefeld
(zurzeit in kreativer Gemütslage ;-)))))
Hallo zusammen,
natürlich ist Kritik an sich nichts Verwerfliches und gehört dazu, damit sich Dinge und Gedanken auch entwickeln können. Kritik soll aber nicht verletzen, und die Lust am Weitermachen ersticken. Sie soll Ansporn sein, es beim nächsten Mal besser oder anders zu machen.
Was mich stört sind die Nörgler, die ewig schlecht Gelaunten und "Immer-ein-Haar-in-der-Suppe-Finder". :-(
Andererseits glaube ich, dass wir alle beides in uns haben, das Kreative und die Kritik. Ich kann manchmal ganz schön kreativ sein, aber manchmal auch ein richtiger Miesepeter. Kommt meist auf die Stimmung an - nobody ist perfect...
Sonnige Grüße aus Hannover-Kleefeld
(zurzeit in kreativer Gemütslage ;-)))))
Als kreativer Mensch oder Macher, muss man nicht unbedingt nur etwas herstellen. Man kann doch auch Macher von Komplimenten und Worten sein, die uns selbst und andere fördern, anpornen zum weitermachen.
Die Kritiker braucht es manchmal auch. Sie sind dazu da, dass wir unser Vorhaben vor uns selbst bestätigen, bejahen. Sie machen uns zuweilen etwas unsicher. Wenn wir unser Vorhaben dann aber trotzdem weiter umsetzen, heisst das doch, dass wir "komme was wolle" voll von dem überzeugt sind, was wir tun und das gibt uns ja dann die Kraft uns selbst zu sein und uns selbst zu verwirklichen.
Lustigerweise sind es zuweilen manchmal genau die Kritiker, die uns später dann ein Lob schenken. Worte und Meinungen sind alle nur momentan, alles verändert sich ständig. Bleiben wir nicht am gesagten hängen. Spüren wir unsere Gefühle, gehen wir durch sie durch und lassen wir Veränderung zu.
Guten Tag,
Sie sprechen mir echt aus der Seele, ich bin ein absolut kreativer Mensch und mein Freund (seid 6Jahren) ist der absolute Kritiker.
Fast alle meine "Werke" werden gerade am Anfang nur Kritisiert (meißtens empfinde ich das als Angriff), jetzt bin ich kein zartes Plänzchen das sich einfach zertrameln lässt, allerdings benötige ich so viel mehr Energie für die Umsetztung meiner Ziele, so das diese Energie dann an anderen Stellen wieder fehlt. Das führt dann oft zu Agressionsanfällen. Was kann man tun um "Imun" zu werden und sich einfach gar nicht davon beeindrucken zu lassen?
Danke Ralf,
für das gute Thema,was mich das ganze Leben schon begleitet.
Ich bin eher Kreativ,und immer Kritisiert worden,was mich noch mehr Verunsicherte.
Heute stehe ich darüber,und manchmal freue ich mich sogar,wenn ich wieder Kritik bekomme,dann denkeich,nicht mein Problem,das Problem hat der/die,nicht ICH.
Ich denke heute,das die Menschen sehr Neidisch sind,und auch gerne Kreativ wären,was ich scon bei meinen Enkelkindern auch beobachten kann.
Für mich ist ein Kreativer Mensch,auch ein Gefühlsmensch,und der Kritiker lebt mit dem Kopf.
Wünsche allen eine liebevolle Kreative Woche Eva.
Hallo Ralf,
immer wieder ein schönes "Wort zum Sonntag" von Ihnen!
Wobei ich beim Lesen doch den Eindruck gewinne, dass hier unlängst gewonnene Erfahrungen mit eingeflossen sind. Ich persönlich halte es gern 1:1 mit Kreativität und Kritik je nach Bequemlichkeit. Aus meinen Erfahrungen mit anderen Mitmenschen kenne ich es so, dass je mehr Energie (wozu ja auch Kreativität gehört) in eine Sache geflossen ist desto grösser ist auch die Kritik (oder Distanz) gegenüber dem Schaffen anderer.
Viele Grüsse,
Gunnar
Ich bin für Dualismus - mal Macher, mal Kritiker. Beides hält sich in meinem Idelafall die Waage. Mehr Harmonie darf ich nicht verlangen.
G e r t i
DANKE, DANKE !!
Beim Lesen des Beitrags dachte ich, genau - mehr Kreativität soll unter's Volk ... Die Kommentare waren dann aber doch eher Kritiklastig. Schade, sind wir denn wirklich so auf Sender/Empfänger von Kritik eingestellt?
ich bin vor ca. 2 Jahren sozusagen kreativ explodiert und probiere mich in immer anderen Techniken aus. Damit hat sich automatisch mein Focus verschoben: wenn sich Hinz über Kunz das Maul zerreißt, beteilige ich mich nicht daran, weil mir meine Zeit dafür zu schade ist bzw. weil ich schon wieder neue Ideen ausbrüte.
Ein "Projekt" selbst auszuspinnen, zu prüfen und schließlich zu realisieren in einer Person ist so ein erfüllender Prozeß und gibt soviel Selbstvertrauen , da können mir evtl. Kritiker nix anhaben.
Deswegen wirkich nochmal der Aufruf an alle, selbst kreativ zu werden, das gibt sehr viel mehr Energie, als uns Kritik abzieht !!!
Hallo Ralf,
Du hast ein Thema angesprochen, welches mich und meine Familie in letzter Zeit sehr beschäftigt. Kritik ist wichtig,aber sie muß richtig ausgedrückt werden um den , der kritisiert wird, zum Überlegen zu bringen. Was kann ich besser machen?
In der letzten Zeit habe ich oft erlebt, dass Kritiker erst einmal sich selber betrachten sollten. Sie kritisieren ihre Mitmenschen ohne Mitgefühl und ohne Achtung. Ich habe ein kleines Enzelhandelsgeschäft und erlebe jeden Tag viel Kritik. In der heutigen Zeit ist es nicht einfach dieser "verwöhnten Gesellschaft" das Richtige zu bieten.
Ich gebe mir sehr viel Mühe um den Menschen Dienstleistung zu bieten, die in den großen Supermärkten verloren gegangen ist.Wenn ein Kunde mein Geschäft betritt, dann ist er mein Kunde und ich bemühe mich ihn ganz persönlich zu bedienen und zu beraten. Wenn Dir allerdings schon jemand ( das kommt sehr oft vor)einen Ausdruck aus dem Internet mit Preisangeboten vorlegt und Dich dann fragt : Was machen Sie mir für einen Preis, dann kannst Du nicht immer gelassen sein. Wir als Einzelhändler bekommen vom Großhändler einen hören Einkaufspreis, wie im Internet im Verkauf. Man möchte wirklich gern kundenfreundlich sein, aber die eigene Existenz spielt auch eine Rolle. In der heutigen Gesellschaft ist alles auf" Geiz ist geil" ausgelegt, aber wo bleibt der Mensch als Mensch? Das Konsumverhalten steht so im Vordergrund,daß der Verbraucher nur noch eine Marionette der Werbung ist.
Mein Sohn war jetzt einige Wochen in Südamerika in einem sehr armen Land. Er ist in dieser Wohlstandsgesellschaft hier aufgewachsen und wir haben uns bemüht, ihn nicht zu sehr zu verwöhnen. Bei uns ist so vieles Selbstverständlich, wo von andere Menschen nur träumen.Er hat in diesem armen Land soviel Menschlichkeit erlebt und keine Kritik am eigenen Dasein. In unserer Gesellschaft wird Kritik überall geübt.Wir sind nicht in der Lage das was uns das Leben bietet ohne Kritik anzunehmen. Kritik ist wichtig ,aber sie muß zum Nutzen der Menschheit und unser aller Wohl sein. Bei uns nimmt sich der Einzelne zu wichtig, er lebt nur für sich selbst. Die Gemeinschaft ist wichtig und nur wer das erlebt hat, weiß was Leben wirklich ist.
Viele Grüße von Sabine
Es sind beide Seiten, die kreieren: die kreativen Macher und die kreativen Kritiker. Ich gehe davon aus, daß die innere Haltung entscheidend ist. Ist es nicht oft so, daß Macher aus einem unhaltbaren Zustand heraus kreativ werden? Ist es nicht oft so, daß Kritiker zuerst aus Unverständnis heraus kritisieren. Bedenken wir auch unseren inneren Kritiker. Ich finde es spannend, beide Seiten zu betrachten, denn beide spornen zu mehr Lebensqualität an. Viele Grüße von Gabriele Fleer
Lieber Herr Senftleben,
vielen Dank für diesen wieder so wunderbaren und einfühlsamen Newsletter!!
"Meister werden meisterlich, indem sie sich von ihrer anfänglichen Mittelmäßigkeit nicht aufhalten lassen." - Diesen Satz habe ich mir sofort notiert. Er baut mich einfach nur auf. Seit meiner Jugend schreibe ich sehr gern, dass dies mein Beruf werden soll, wurde mir erst vor einem Jahr klar. Nach einem langen, ungeraden Weg voller Dinge, die mich eigentlich überhaupt nicht interssieren und nur Kraft kosten. Nun habe ich zwar bald meinen (erquälten) Magisterabschluss (Politikwissenschaft) in der Tasche, dennoch habe ich mich zum weiteren Studieren in Leipzig am Deutschen Literaturinstitut beworben...und wurde abgelehnt. Seither hege ich Zweifel, bin demotiviert, einfach enttäuscht.
Ihr Satz hat jedoch den Schalter wieder umgelegt. Danke dafür!
Leider bin ich noch viel zu viel Kritiker, aber ich arbeite täglich am Macher! ;-)
Liebe Grüße
Katrin
Wenn man durch die Städte geht sieht man viele Denkmale.
Für Dichter, Maler, Schauspieler, Sänger etc...
Aber ein Denkmal für einen Kritiker hab ich noch nie gesehen.....
Ist es nicht ein Naturgesetz, dass es schon immer
Gonisten und Antagonisten gibt?
Hallo Ralf,
es ist schon interessant, die einzelnen Ansichten zu diesem Thema zu lesen. Kritiker und Kritiker sind aus meiner Sicht zweierlei, denn positive Kritik um der Sache wegen ist für die Entwicklung unserer Gesellschaft,Wirtschaft, Kultur und Bildung immer angebracht, um Irrwegen und Fehlern in unserer schnelllebigen Zeit bei der Bewältigung unserer Aufgaben konstruktiv zu begegnen. Diese Kritik ist den "Machern" auch willkommen, aber da gibt es die anderen, die grundsätzlich mit inhaltsloser Kritik an allem, was andere Menschen im Interesse der Gesellschaft neu gestalten, verbessern und entwickeln wollen herum diskutieren, ohne selbst in der Lage zu sein, konstruktive Vorschläge zu unterbreiten. Diese Art der Kritik ist unangebracht, denn sie kostet Zeit und Geld, bremst somit die Fertigstellung und Umsetzung vieler kluger Ideen und Projekte.
Freundliche Grüße
Reinhardt
Hallo Ralf Senftleben,
danke auch für diesen, für mich wertvolen Beitrag !
Hierzu: wie schön klingt das Wort "Feed back".....wie schön klingt das Wort "Rückmeldung" oder "meine Sicht der Dinge ist..." und wie negativ besetzt ist das Wort "Kritik"........
Liebe Grüße
Paula Alena
Ja, Ja, Ja - lieber Ralf,
leider kam ich erst heute dazu, den NL zu lesen.
Da ich Trainerin für Kreativitätstechniken bin, beschäftige ich mich mit dem Thema natürlich sehr, auch mit den Killerphrasen und den inneren und äußeren Kritikern.
Und es ist in der Tat so, dass wir in Deutschland kaum eine Fehlerkultur haben, es zwar oft so gesagt wird, dass wir nur aus Fehlern lernen, aber dennoch jeder gleich schreit oder wir uns schlecht fühlen.
Am deutlichsten habe ich das Beispiel in Erinnerung, als ich meine erste Zeichnung gemacht habe. Da war bestimmt jede Menge "falsch" und zu kritisieren. Die Perspektive, die Schatten usw. Ich hatte eine Malerin als Freundin, die all das nicht bemängelte, sondern mich ermutigte, weiter zu machen.
Später habe ich wunderbare Aquarelle gemalt, Gouache-Bilder und hatte kleine Ausstelllungen.
Wenn Sie mich erst mal nur auf die Fehler hingewiesen hätte, hätte ich sicher nie wieder einen Stift oder Pinsel in die Hand genommen.
Außerdem funktioniert Kreative Ideenfindung auch nicht, wenn gleich der Hammer zuschlägt. Da MUSS Raum sein für verrücktes Spinnen und scheinbar unmögliche Gedanken. Sonst säßen wir heute noch am Feuer und würden Mammuts jagen.
Und was das Machen angeht: da liebe ich das Zitat, das sinngemäß lautet: lieber fehlerhaft begonnen, als perfekt gezögert.
Ich liebe eindeutig Menschen, die etwas in die Hand nehmen, tun, umsetzen, erschaffen, kreieren und mit Herzblut dabei bin, auch wenn nicht alles auf Anhieb 100%ig ist - erheblich mehr als die schlauen Redner, die aber nie was gebacken kriegen.
Du siehst, du bringst auch meine Emotionen in Wallung. Wunderbarer Beitrag!
Ich komme gerade von einer Seminarwoche aus dem Bereich Bildende Kunst. Neben dem eigentlichen Kurs gab ein sonorer Herr eine Probestunde Aktzeichnen. Anfangs sagte er gerade die Anfänger sollte nicht zu hohe Ansprüche an sich stellen, gab auch fachlich eine gute Einführung. Als er dann aber herumging kamen Kommentare wie "die sieht ja aus wie eine Barbie-Puppe", "Lass mich mal gucken (schnappt sich den Stift und malt in der Skizze der Teilnehmerin") bis hin zu Auslachen einer Teilnehmerin. Am Ende der Stunde standen alle im Kreis wie die Erstklässler, die Lust auf weiteres Tun in dem Bereich war verflogen und der Gedanken nichts zu können schwebte über allen. Ich habe mich nur geärgert über den a .. S ... und versucht das mal auf anderer Ebene zu betrachten und frage mich: was ist das Ziel? Was ist das Ziel der jeweiligen Kritik, danach würde ich sie bewerten. Wenn nur die Eitelkeit gepflegt werden soll, dann ist der Gegenüber kein Kritker sondern hat ein Problem mit seinem Selbtwertgefühl. Fordernde, konstruktive Kritik mit den Ziel der Verbesserung und Horizonterweiterung empfinde ich als positiv.
Lieber Herr Sanftleben,
vielen Dank für diesen wunderbaren und einfühlsamen Newsletter. Ich bin durch den Artikel gerade ein anderer Mensch (innerlich) geworden.
Es wäre schön, wenn man häufiger so aufbauende Artikel finden könnte, die eine negative Stimmung sofort in eine positive agierende umwandeln.
Ich schreite jetzt an die Tat meiner Umgebung etwas Bereichendes zu erschaffen.
Liebe Grüße
Carmen
konstruktive Kritik bringt mich weiter. Was mich stört sind Menschen, die an allem und jedem "herumkritteln". Oft sind das leider die Menschen, die mit Ihrem eigenen Tun nicht wirklich zufrieden sind und nichts auf die Reihe bekommen.
Da könnte ich dann manchmal explodieren. Ich habe aber gelernt (auch mit Eurer Hilfe und Anregung) dass mich das nicht weiter bringt. Mir gehts dann schlecht und die Anderen kritisieren weiter.
Ich versuche gerechtfertigte Kritik anzunehmen und den Anderen einfach nicht mehr zu zuhören.
ganz egal, ws wir tun, wenn wir es mit Freude tun, die in unseren Augen lächelt, verzaubern wir unser Umfeld damit.
Natürlich nicht alle, diejenigen, die gerne und ohne Unterlass den Kopf in den Sand stecken wollen, den ganzen Tag nur Schwarz sehen, nein, denen hilft unsere Einstellung, die Dinge zu sehen nur wenig. Aber es kommt vor allem darauf an, nicht in diesen Sog des Missmutes hineingezogen zu werden, sondern die positive Einstellung zu bewahren.
Ich wünsche allen mehr Sonne im Gesicht.