Im Urlaub hab’ ich ganz viel vor!
Von Tania Konnerth • 27 Kommentare
Kennen Sie das auch? Sie haben Urlaub und wollen diese Zeit ausgiebig für sich nutzen: Sie denken daran, einen Malkurs zu besuchen, endlich mal Sport zu machen, all die Bücher zu lesen, die schon lange darauf warten und sich ausgiebig mit Freunden zu treffen.
Doch dann kommt alles ganz anders…
Vielleicht bekommen Sie gleich zu Beginn eine Erkältung. Die zieht sich hin, so dass sie knapp zwei Wochen damit beschäftigt sind. In dieser Zeit sind Sie vor allem eines: müde. Sie schlafen und dösen viel. Wenn Sie sich dann besser fühlen, können Sie sich nicht so recht konzentrieren – nicht aufs Lesen und auch nicht aufs Malen. Leute zu treffen, dazu haben sie nicht die rechte Lust. Und ehe Sie es sich versehen, ist der Urlaub vorbei und Sie haben die Zeit leider gar nicht so nutzen können, wie Sie es vorgehabt haben.
Ähnlich ging es mir in den letzten Wochen und ich denke, genau so geht vielen Menschen. Und viele Menschen begehen dann den Fehler, mit alle dem zu hadern. Wütend auf sich zu werden, weil man wieder nichts von dem schafft, was man endlich tun wollte.
So aber verstärkt man die Situation eigentlich nur.
Was wir manchmal wirklich brauchen, ist eine Auszeit. Eine Zeit des Nichtstuns. Ohne Pläne, ohne Vorhaben, ohne Absichten.
Doch die wenigsten von uns können das zulassen. Wir wollen unseren Urlaub möglichst vielfältig nutzen – schließlich haben wir doch sonst kaum Zeit für all die Sachen! Damit aber geben wir uns selbst eben genau das nicht, was wir wirklich brauchen: Ruhe und Erholung. Und so sorgt unser Körper eben z.B. durch eine Krankheit dafür, dass er seine Auszeit bekommt.
Ich hatte mir meinen Urlaub auch anders vorgestellt, keine Frage. Auch ich hatte viel vor. Aber mein Körper wollte seine Ruhe. Auch ich habe damit zunächst gehadert. Doch dann ließ ich los. Es nützt nichts, dagegen anzukämpfen. Im Gegenteil: wenn wir es annehmen und uns eine Auszeit ohne Wenn und Aber gönnen, können wir unsere Batterien wirklich einmal wieder richtig aufladen. Wir haben dann am Ende unseres Urlaubs vielleicht keinen gelesenen Bücherstapel vorzuweisen und keine Bilder, die wir zeigen können – aber wir sind das, was ein Urlaub zum Ziel hat: erholt.
Unser Körper ist manchmal schlauer als unser Kopf.





Genau so erging es mir auch immer im Urlaub, ich sammelte schon Monate vorher auf einer Liste die Dinge, die ich im Urlaub erledigen wollte, natürlich bei weitem zu viel, sodass ich auf keinen Fall alles schaffen konnte. Nach dem Urlaub der Blick auf die Liste der noch immer unerledigten Dinge und ein nicht zufriedenstellendes Gefühl, nich alles geschafft zu haben.
Dies hat sich bei mir schlagartig geändert, seit ich nach dem Prinzip von GTD (Getting Things Done) von David Allen arbeite, d.h. ich vermeide diese Spitzen, indem ich laufend meine Dinge erledige, weil ich laufend eine Liste führe, die ich abarbeiten möchte.
Dadurch hat sich das ungute Gefühl, zuwenig im Urlaub erledigt zu haben, gelegt und ich kann den Urlaub wieder besser genießen.
Hubert
Liebe Tania,
das kenne ich nur zu gut. Mittlerweile kann ich es auch zulassen, weil ich weiß, dass mein Körper sich holt, was er braucht. Ich hadere aber immer noch mit der Frage, ob ich mich nicht vor dem Urlaub zu sehr verausgabt habe. D.H. eigentlich weiß ich, dass ich über meine energetischen Verhältnisse gelebt habe und frage mich, ob und wie ich es schaffen kann, meinen Körper nicht immer wieder so "runterzuwirtschaften". Oder ist das einfach normal? Oder wie lässt sich im normalen Alltag der Kopf freimachen um ein Bild zu malen? Das Zeitfenster dafür kann ich mir schaffen, aber Kreativität auf Knopfdruck führt bei mir zu nichts. Leere. Sonst gäbe es ja auch nicht das Verlangen diese Seite im Urlaub endlich ausleben zu wollen. Es gibt noch viel zu lernen...
Ja, inzwischen arten selbst Urlaub und Auszeit in Stress aus. Da wollen wir dann all' das abarbeiten, was wir im Alltag nicht schaffen. Wir geben uns nicht mehr dem Genuss hin 1 spannendes Buch in Ruhe zu lesen, sondern schielen schon auf den ganzen Stapel, den es noch "abzuarbeiten" gibt. Damit wir später mitreden können.
Wir stopfen die freie Zeit voll mit Arztbesuchen, Behördengängen, dem Aufräumen von Kellern und Kabinetten, dem Abarbeiten von vermeintlich längst überfälligen Einladungen.
Muss das eigentlich alles sein?
Denken wir einmal zurück an die "Großen Ferien" als wir noch Kinder waren. Wie wunderbar und schier endlos sich da ein Meer von freier Zeit vor uns ausdehnte. Wir sind draußen herumgestreift, haben mit Freunden gespielt oder im Gras gelegen und den Wolken beim Vorbeiziehen zugesehen. Und wenn es ein spannendes Buch gab, dann waren wir so vertieft, dass wir geradezu Zeit und Raum um uns herum vergessen konnten.
Seien wir froh, dass unser Körper schlauer ist als wir und irgendwann sein Recht auf Ruhe fordert. Legen wir uns (soweit möglich) genussvoll ins Bett, lassen uns ein wenig bedienen, verschlafen ganze Tage oder schauen Kinderstunde im Fernsehen (wunderbar). Und wenn es uns ein wenig besser geht, lesen wir mal wieder mit Genuss ein Buch das uns einfach nur Spaß macht (auch wenn es gerade nicht auf der Bestseller-Liste steht).
Weniger ist eben oft doch mehr ;-))
Allen Mitlesern wünsche ich eine entspannte Woche.
Heute ist der letzte Tag meines Urlaubs und ich habe ganz schön viel geschafft. Ich war nicht krank. Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich zu den wichtigen Sachen nicht gekommen bin. Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich den ganzen Tag vertrödele - aber halt, wenn ich zurückschaue, habe ich doch einiges geschafft. Ich glaube, der Schlüssel zu diesem Gefühl ist: Druck, Disziplin. Wenn wir auf der Arbeit sind, haben wir einen innerlichen oder äußerlichen Zeitplan, Termine, und müssen dies oder das bis dann und dann fertig haben. Wir merken uns, was wir erledigt haben, weil wir es müssen. Ausserdem wird das, was wir gemacht haben, von anderen wohl gewertet und gewürdigt - wir bekommen eine Resonanz. Wenn ich im Urlaub aber nur den halben Stapel Bügelwäsche fertig kriege, oder drei Kapitel eines Romans lese, ist da niemand, der das wahrnimmt.
Da ich in ein paar Jahren in den Ruhestand gehe, habe ich mir fest entschlossen, mir einen Terminplan aufzubauen, den brauche ich wirklich, um meinem Tag einen Rahmen zu geben, auch wenn ich mich nicht immer daran halte. Vielleicht baue ich auch einen Tag - oder nur ein paar Stunden -"absolutes Faulenzen" ein, damit ich dies mit gutem Gewissen tun kann!
Naja, eigentlich logisch. Wenn ich von Urlaub zu Urlaub lebe, mir in die Urlaube viel reinpacke, dann streikt irgend etwas und stellt das her, was dringend benötigt wird = Ruhe & Erholung. Der Körper entspannt mit einem Aufatmen am 1. Urlaubstag und wird offen für das, was herumfliegt: Bakterien, Viren, Keime.
Vielleicht wäre es sinnvoll, sich auch in der urlaubsfreien Zeit so viele Ruhepausen einzubauen, damit der Körper dieses große Aufbäumen am 1. Urlaubstag nicht braucht.
Genauso habe ich es erlebt.
Da ich als Krankenschwester teilweise schwer arbeiten mußte, habe ich die Altersteilzeit in Anspruch genommen und habe nun unendlich viel Freizeit und nutze sie!!
Und andere auch.
Ich mußte hier helfen und dort helfen, bekam Besuch, der irgendwie länger dauerte als geplant.Fuhr dann zur kranken Tochter,wo alle schwer erkältet waren ( macht nichts, ich bekomme das nicht) passte aufs Enkelkind auf und im Anschluß kam ein anderes Enkelkind für 5 Tage zu mir.
Und und und
Dann schmiß es mich auf's Lager, wie ich seit Jahren nicht mehr gelegen hatte.
Eine Erkältung vom Feinsten.
Schwere Bronchitis und keine Stimme mehr.
Ich wollte trotzdem noch weiter da sein für die anderen, bis ich erkannte : mein Körper hat HALT gesagt.
Ich war in der Lage, NEIN zu sagen, um endlich mal für mich da zu sein.
10 Tage lag die Lilo flach...
dann konnt' sie wieder helfen...lach
Was habe ich daraus gelernt?....hoffe ich....
Früher nein sagen können und nicht erst, wenn der Körper das Notsignal geben muss.
Und vor allen Dingen: annehmen und erkennen, was unser Körper uns sagen will,denn er weiß es oft besser als wir.
Loslassen können.
Wir werde nicht immer gebraucht und ein anderer kann es ganz leicht übernehmen und wir können uns gehen lassen und einfach schlafen,schlafen,schlafen.
Bis wir gesund sind.
Ach, tut das gut, zu hören, daß es vielen Menschen so ergeht. Dieser ewige Druck, nicht genug geschafft zu haben. Auch ich kann schwer abschalten. Doch ich merke immer wieder, wenn ich vor einem TUN die Entscheidung treffe, jetzt nur dieses zu tun, z.B. den Brief zu schreiben, die Küche aufzuräumen, daß ich dann wirklich bei dieser Arbeit bin und das andere ausblenden kann. Achtsamkeit kann helfen, sich innerlich von dem Blick auf das Viele zu befreien. Es ist ein immerwährendes Üben. Doch es gelingt immer öfter. Und das macht Mut. Und dann ist auch der Urlaub wieder freier für Ruhe und Erholung.
Herzliche Grüße und allen , die sie noch vor sich haben
Schöne Ferien!!!
Zitat: "Unser Körper ist manchmal schlauer als unser Kopf."
Hallo Ihr Lieben,
ich glaube, dass unser Körper IMMER(!) schlauer ist, als unser Kopf!. Wir sollten lernen, mehr und öfter auf unser "Sprachrohr der Seele" zu hören.
Herzliche Grüße,
Thomas Göller
(www.Feng-Shui-Coach.de)
Ich kann das nur bestätigen. 6 Wochen war ich jetzt zur Kur weg und in den ersten Tagen danach wollte ich gleich wieder in die Vollen gehen. Aber mein Körper hat mir gleich gezeigt, dass das mit ihm nicht zu machen ist. Also - lasse ich es jetzt eben langsam angehen.
Hallo Tania und alle,
"alles ist gut - wie es ist" wünsche allen eine wohlfühlwoche!!
frohe grüsse Monika
Mich hat die Geschichte mit Gott in diesem Newsletter sehr berührt. Danke.
Ja, ich halte das, was du erlebt hast, auch für völlig normal. Unsere Seele, unser Körper, unser Geist brauchen mehr als Optimierungen, Stress, Leistung und ein durchorganisiertes Leben. Um einmal unsere Seele sprechen zu lassen, bedarf es auch Ruhe, sonst können wir nicht hören, was sie uns zu sagen hat. Müdigkeit, Krankheit und Lustlosigkeit sind die Notbremsen der Seele. Ich kenne das von vielen Wochenenden, an denen ich viel schlafe und einfach nur auf der Couch liegen und dösen kann.
Lieben Gruß, Thomas
Danke,endlich mal was zum umsetzen.Wir kommen nur so weiter,wenn wir das Beste aus allem machen und nicht soviel wollen.Das Ego will,aber Gott möchte was anderes,daß zu erkennen und umzusetzen,dazu gehört Demut. Gruß Elke
Bin ganz erstaunt, dass es so vielen Menschen ähnlich ergangen ist wie mir.
Erst als sich mein Wille meinem Körper ganz ergeben hat, konnte ich langsam gesunden und wieder Kraft schöpfen.
Weiss aber immer noch nicht so genau, wie ich es künftig handhaben soll:
Wenn ich meinen Ferien keine Struktur gebe, laufe ich seelich in ein Tief.
Die Herausforderung besteht vermutlich im Lernprozess, das richtige Mass zu finden....nicht immer ganz einfach.
Mal etwas provokant gefragt:
"Ist euch euer Leben so wenig wert, dass ihr sogar euren Urlaub mit Arbeit verplant?"
Wenn soviel an Arbeit übrig bleibt, dass ihr euren Urlaub braucht, um es zu bewältigen, dann habt ihr euch m.E. einfach übernommen.
Beste Grüße
Ralf
Liebe Tania
ich teile dieselbe Erfahrung, aber nicht nur im Urlaub sondern auch am Wochenende und in der Freizeit am Abend nach der Arbeit. Ich kann einfach oft nicht stillstehen, weil es immer so viele Dinge zu erledigen gibt. Doch je mehr man daran denkt und versucht zu planen, desto weniger schafft man. Dieses Wochenende habe ich es endlich einmal geschafft, wirklich Ruhe zu geben und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Die wichtigen Dinge, die zu erledigen sind, ergeben sich dann plötzlich von ganz allein. Und wenn man es dann auch noch schafft, nicht mit sich zu hadern, hat man einen unglaublichen Freizeit- und Erholungserfolg ! Das kann ich nur empfehlen ! Es sind nicht immer die großen Urlaube, die wir brauchen, sondern die vielen kleinen Momente (5-10 Minuten) jeden Tag, die man mit mehr Gelassenheit füllen kann. Das gibt einem unglaublich viel Kraft. Ich übe mich weiterhin darin.
Viele Grüße
Tania
Hallo,
auch ich habe lernen müssen und muss es auch heute immer noch, auf meinen Körper zu hören. Nicht nur 8 - 10 Stunden am Tag im Beruf, nein es musste mehr sein. Trainerausbildung über 10 Jahre neben dem Beruf, zuletzt die höchste Lizenz zum A-Trainer und die Zusatzausbildung zum Mentaltrainer geschafft und dann, der große Streik meines Körpers. Es hat mich damals völlig aus der Bahn geworfen und ich habe heute noch damit zu kämpfen.
Aber heute weiß ich - eigentlich wusste ich es schon vorher -, dass ich nur dann wirklich gut sein kann, wenn ich mir öfters eine Auszeit nehme und alle "Fünfe grad sein lasse". Also lebe ich dies heute auch so und genieße es auch, einen ganzen Tag am Wochenende im Bett zu verbringen.
Liebe Grüße
Gabi
Hallo Tania,
da hab ich immer gedacht, sowas passiert nur mir. Deshalb tut es gut zu hören, dass es dir und auch den anderen Mitlesern auch "passieren" kann, trotz der ganzen psychologischen und mentalen Hilfsangebote. Das macht das Ganze doch recht menschlich und man merkt, dass man trotz seiner möglichst positiven Gedankenwelt, doch nicht alles so ganz im Griff hat.
Aber wie schon die Anderen auch angemerkt haben: Unser Körper sorgt schon für uns und für sich und lässt uns nicht im Stich.
Liebe Grüße
Hi
das mit dem "einfach übernommen" spricht sich so leicht. Sorry, aber das ist so ein typisch schlauer Spruch. Man hat das ja nicht geplant und man merkt es erst, wenn's zu spät für den bereits "übernommenen" Aufgabenberg ist und für die Zukunft nimmt man es sich natürlich gleich vor... Für mich war es wichtig, rechtzeitig im Alltag die Masse an Arbeit einzugrenzen, was schwierig aber, nicht unmöglich ist. Kleine Auszeiten helfen, Abstand zu gewinnen. Der Abstand war bei mir notwendig, um einen Ausweg zu finden. Mir ist dann das Glück zugeflogen (so was ähnliches hatte ich beim Universum bestellt...), daß meine Frau alle 4 Wochen ein Wochenendseminar in der Schweiz besucht. Ich fahr dann immer mit, habe aber den ganzen Tag für mich, nehme mir soz. tagsüber meine Auszeit - ich kann nur sagen eine Wohltat für die Seele, die dann baumeln kann so lang sie will, und der Körper kommt auch zur Ruhe, es ist genug Zeit für Sport, und noch mehr Zeit zum Nachdenken, Verarbeiten, tolle Bücher lesen stundenlang. Einfach für alles GENUG ZEIT (wie im Urlaub) - das tut gut. Dadurch hab ich während der Arbeitswoche auch Abends genug Kraft, die Kleinigkeiten abzuarbeiten, die früher alle für den Urlaub aufgespart waren. Ich glaube, diesen Teufelskreis konnte ich damit durchbrechen.
Es müssen ja nich gleich die Schweizer Berge sein, aber übersetzt in Euer Leben gibt es mit Sicherheit auch Möglichekeiten. Wünsche allen, ebenfalls eine gute Lösung zu finden.
Viele Grüße, Bernd
ermutigend!
Denn auch ich war von meinen Ferien etwas enttäuscht: die ersten Tage viel zu erschöpft, um irgendwas zu machen; danach habe ich mich um kranke Verwandte gekümmtert, weil es einfach nötig war, und so ging der Urlaub im Nu vorbei, und das Wetter hatte auch nicht ganz mitgespielt...
Da ist es dann beruhigend zu wissen, daß es anderen genauso geht und man nichts "falsch gemacht" hat, sondern vielleicht manchmal weniger mehr ist...
Geh du vor, sagt die Seele zum Körper.
Auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf dich.
Ich werde krank, dann wird er Zeit für dich haben,
sagt der Körper.
*Bigbigsmile*
Mir ist es dieses Jahr auch so ergangen. Allerdings gingen von meinem 3-wöchigen Sommerurlaub 2 Wochen für Ausbildung "drauf". Und gegen Ende dieses Lehrgangs... Stirnhöhlenkatarrhh... Abbruch und ab nach Hause... toll... Zum Glück kann ich die versäumten Tage nächstes Jahr nachholen. Und zum Glück hatte ich noch eine dritte Ferienwoche, in der ich es mir gut gehen liess, ohne "Hausaufgaben" und dergleichen ;-)).
Als ich den Bericht las, dachte ich: Ja genau.. es ist wichtig, auf unsere Intuition zu hören, doch genau so wichtig ist es, die Signale unseres Körpers zu beachten und entsprechend zu handeln, statt sie zu ignorieren, so nach dem Motto: "der Wille ist stärker als der Körper" oder "ja jetzt musst du halt durchbeissen"... nur zwei von den üblichen "Floskeln", die man oftmals zu hören kriegt.
Der Text von Chrissy finde ich genial und sagt mit wenigen Worten alles...
@Chrissy: Mit deiner Erlaubnis würde ich diesen Text gerne in meine Sammlung der Zitate und Sprüche aufnehmen.
Um diese Konzentration aller privater Dinge im Urlaub zu vermeiden, ist es meiner Meinung nach wichtig, sich gezielt im Alltag Auszeiten zu nehmen und all die kleinen anfallenden Dinge wie Arzt- oder Behördengänge zwischendurch zu erledigen, indem dafür z. B. Überstunden abgebaut werden. Ich beschäftige mich mind. 5x wöchtenlich mit meinem Pferd. Ein schöner Ausritt ist wie ein Kurzurlaub für mich! Ich kann nur sagen, dass der Alltag dadurch wesentlich entspannter verläuft.
Hurra,
ich bin nicht allein.
Ich habe den zweiten Tag Urlaub fast schon hinter mir und meine "To do Liste" liegt noch unberührt vor mir...
Was soll´s ... Morgen ist auch noch ein Tag, oder Übermorgen :-)
Ich wünsche Euch allen eine stressfreie Woche!
Gruß
Oliver
"Nimm alle Dinge wichtig, aber keine völlig ernst"
Mein Urlaub läuft seit letztem Jahr unter diesem Motto.
Vor zwei Jahren hatte ich auch eine ellenlange Liste mit Dingen, die ich im Urlaub erledigen wollte... eine Sache hab ich grade mal geschafft. Deswegen mach ich jetzt keine Listen mehr... schaue was kommt... und erledige Dinge nach Lust & Laune... so schaffe ich viel mehr als wenn ich mich unter Druck setze weil ich eine Liste mit "wichtigen" Sachen habe.
Und wenn ich nicht alles schaffe, was ich mir vorgenommen habe... na und? Was soll´s...? Sooo wichtig kann´s ja nicht gewesen sein.
Ein Bischen mehr Gelassenheit schadet nicht, finde ich :-)
Gruß an alle "Urlaubs-gestressten"... und alle nicht-gestressten auch
Neret
Tja,
ein Beamter meldet sich krank und nimmt die 2 Wochen Urlaub ein andermal...
Nicht so bei Selbständgigen und beruflich sehr Engagierten!
Aber vielleicht kannst Du das ja auch in Herbst- oder Winterferien nachholen...
Alles Gute!
Hallo Tanja,
ja, wer bestimmt in unserem kÖRPER ?
In letzter Zeit kann man zu diesem Thema immer mehr Beiträge finden.
Sehr schön finde ich die Darstellung von Vera.F. Birkenbihl über das verältnis von Bewußtsein und Unterbewußtsein
" 15 mm contra 11 Km "
Wenn man im Unterbewußtsein vorallem die "Körperfunktionen" sieht, wird einem schnell klar wie bescheiden unser Einfluß eigentlich ist und welche Energie und Ausdauer notwendig ist, um sich zu ändern.
Ich habe eine Menge Bücher zum Selbstmanagement und der gleichen gelesen. War immer der Meinung man bracht nur die entsprechende Einstellung um etwas zu verändern. Nach dem man mir mit 40 Jahren sagte ich muß mich mit "meinem Parkinson" anfreunden, habe ich vorallem in letzter Zeit auch durch die vielen Beiträge - eine etwas andere Sicht erhalten. Unser Körper vergisst nichts !! Am Ende siegt das Fleish doch wieder über den Geist !
Sehr schön zu lesen dazu auch H-G Häusel; Think Limbic! ; Haufe-Verlag 2005
Viel Spaß und vorallem baldige Genesung
Ganz und gar zutreffend, das mit dem Körper, der sich sein Recht nimmt, - immer! Hab es gerade besonders anschaulich erlebt - und danke deshalb besonders für diese Themenwahl - im September 2007, - dem Monat, in dem ich 60 (!) Jahre mit ein und demselben Mann verheiratet bin, -freischaffend beide im nicht einfachen Feld der Bildenden Kunst. Wir haben beim Interview gesagt: sehr interessant war's alle Zeit (und ist es noch gleichermaßen) aber sehr anstrengend auch ...
Also: ich hab zwar die Signale sehr wohl gehört (ging, wie öfter schon, lange hin) aber dann hab ich auch sehr gestaunt über die Treffsicherheit bei der Wahl der Beschwerde, - denn unüberhörbar (meine Schmerzensseufzer) - und keineswegs zu übersehen die äußeren Zeichen der um den halben Leib blühenden "Gürtelrose" (von der ich bis dahin nur gehört hatte). Wenigstens war kenntnisreiche Hilfe zur Stelle, um sofort zu reagieren. Jetzt, in der 4.Woche sage ich (wie auch gleich zu Anfang schon: Danke! Danke!! Das hat in meiner Sammlung von "Selbst-Überstressung" wirklich noch gefehlt für einen tatsächlichen Neuanfang! War aber auch Zeit, - damit die Lebenszeit mir noch reichen könnte, zu "sagen", was ich gerne noch sagen möchte...
So, und jetzt lese ich, was alle anderen geantwortet haben auf Tanjas Themenvorschlag. Danke, liebe Tanja, das ist zeitgenau eingetroffen - wie ein liebes "JA" zu meinem Vorhaben, "es" jetzt wirklich besser anzugehen, wenn's (auch) um mich selber geht. Danke! Hilde