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Verbessern Sie das Verhältnis zu sich selbst!

Von Ralf Senftleben9 Kommentare

Heute möchte ich Ihnen eine Methode zeigen, die ich selbst seit Jahren regelmäßig benutze und mit der Sie das Verhältnis zu sich selbst verbessern können. Ok, worum geht es nun in dieser Methode? Es geht darum, dass Sie wenigstens 3 Mal pro Tag ganz gezielt und bewusst etwas tun, was Sie wirklich gerne machen oder, dass Sie sich etwas gönnen, was sie wirklich genießen.

Jetzt werden Sie vielleicht sagen: "Gute Idee!" und schon ist der Gedanke wieder vergessen. Aber das wäre wirklich bedauerlich. Sie verpassen so eine ganz einfach umzusetzende Chance, Ihr Leben nachhaltig wesentlich netter und schöner zu machen.

Was können Sie tun, damit Sie sich auch wirklich 3 Mal pro Tag etwas Gutes tun? Das ist im Prinzip ganz einfach:

Schritt 1 – Treffen Sie eine wirkliche Entscheidung (ein Comittment), dass Sie diesen Tipp für die nächsten 14 Tage konsequent ausprobieren, um zu sehen, wie er Ihr Leben verändert. Ohne eine wirkliche Entscheidung und die damit einhergehende Verbindlichkeit wird aus Ihrem Vorhaben sonst schnell etwas, was man eigentlich noch tun wollte, aber dann eben doch nicht tut.

Schritt 2 – Nachdem Sie Ihre wirkliche Entscheidung getroffen haben und die Entschlossenheit spüren, diese Methode wirklich anzuwenden, schreiben Sie eine möglichst lange Liste mit all den großen und kleinen Dingen, die Sie

Je länger Ihre Liste ist, desto besser.

Schritt 3 – Nehmen Sie sich Ihre Liste jeden Tag heraus und überlegen Sie sich, was Sie sich heute Gutes tun können. Die Gefahr ist groß, dass diese kleinen Nettigkeiten im Alltag untergehen. Deswegen ist ein bisschen Planung gefragt. Überlegen Sie sich also täglich genau, mit welchen 3 Kleinigkeiten Sie sich heute selbst etwas Gutes tun können. Und setzen Sie Ihren Plan auch wirklich in die Tat um. Schieben Sie es nicht auf morgen. Erfinden Sie keine Entschuldigungen. Und erlauben Sie es sich nicht, es einfach zu vergessen.

Probieren Sie diesen Tipp einfach einmal für 14 Tage aus und Sie werden erstaunt sein, welche positiven Änderungen Sie in der Qualität der Beziehung zu sich selbst wahrnehmen werden. Versuchen Sie es.

Es lohnt sich wirklich.

  1. ... schreibt am 14. April 2007 um 10:49

    Leben wir nicht schon Tag für Tag viel zu sehr dafür, uns etwas Gutes zu tun? Wird uns nicht ständig in der Werbung suggeriert, wir müssen - ja dürfen! - uns belohnen? Dafür, daß wir jeden Tag von neuem aufstehen und zur Arbeit gehen? Dafür, daß wir freundlich und hilfsbereit zu unserem Nächsten sind? Für Dinge, die völlig selbsverständlich sein sollten?
    Wir leben doch schon mitten in einer Gesellschaft, in der wir selbst egoistisch im Mittelpunkt stehen, in der wir Kind bleiben dürfen (Thema Infantilisierung der Gesellschaft) und Belohnungen für Alltägliches schon selbstverständlich sind!
    Seien wir gut zu uns selbst, aber vergessen wir nicht, daß wahres Glück vom menschlichen Miteinander kommt, und nicht von der täglichen, egoistischen "Pseudo-Seelenpflege".

  2. Gisa20 schreibt am 14. April 2007 um 21:30

    Bei diesem Thema geht es doch nicht um große Dinge die man
    sich gönnen soll!
    Jeder von uns muß täglich sein Pensum schaffen.
    Bin seit Jahren alleinstehend, gehe arbeiten, nebenher
    alle anfallenden Aufgaben und Probleme alleine bewältigen.
    Dann gibt es kaum Menschen, mit denen man mal ein paar Worte
    reden, bzw. sein Herz ausschütten kann.
    Es sind die vielen kleinen Dinge, die das Leben noch
    lebenwert machen. Wie zum Beispiel:
    ein schöner Sonnentag, die Blumen im Garten, in Ruhe mal ne Kaffeepause, Rätsel lösen, Zeitung lesen, einfach mal bummeln, mit Familie/Freunden telefonieren, nachdenken,
    den Tag bewußt erleben...
    Von Kindertagen an habe ich immer gearbeitet und war auch immer für andere da, an mich selbst dachte ich immer zuletzt - da hat sich bis heute noch nichts geändert.
    Was ist daran egoistisch???

  3. Andrea Gabriele schreibt am 15. April 2007 um 13:39

    Es sich bzw. mir GUTGEHEN ZU LASSEN ist eine EMOTIONALE ENTSCHEIDUNG, das ist mit jetzt ganz klar geworden, es geht also gar nicht so sehr um äußere Dinge, sondern um das
    z u l a s s e n, das POSITIVE, HEILSAME ENERGIE auch mal MIR ZUFLIESSEN DARF ohne ANSTRENGUNG und ich das BEWUSST als Geschenk annehme.
    Man/Frau kann nämlich immer NOCH TIEFER gehen, auch mit sich selber, um nicht immer nur angespannt an der OBERFLÄCHE zu bleiben. www. ameisen.cc/sternfeld

  4. Frank Benkert schreibt am 15. April 2007 um 18:17

    Ich sehe dies als eine Methode, um den "Akku aufzutanken". Gerade wenn man unter hoher Anspannung steht ist die Gefahr groß, den ganzen Tag mit fast leeren Batterien zu agieren mit dem Resultat einer ineffizienten Arbeitsweise, schlechter Qualität der Arbeitsergebnisse und schlechter Kommunikation. Das "an sich selbst denken" in dieser oder auch einer anderen angemessenen Form kommt also letztlich der Gesundheit und den Mitmenschen (Kollegen, Familie, ...) zu Gute.

  5. Silvia schreibt am 15. April 2007 um 19:38

    Mir fällt hierzu das folgende Bibelzitat ein: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Doch wie soll das funktionieren, wenn ich mich selbst nicht liebe? Wenn ich mir nicht ab und zu die Zeit nehme, mir selbst etwas Gutes zu tun und einfach auch mal an mich zu denken? Denn nur, wenn ich gut zu mir selbst bin, kann ich meine Akkus aufladen und positiv auf andere zugehen. Also mal wieder ein sehr guter Tipp, lieber Ralf, über den das Nachdenken lohnt. Danke dafür!

  6. Brigitte schreibt am 15. April 2007 um 19:56

    Diesen Vorschlag finde ich sehr gut. Genaugenommen mache ich das schon seit einer geraumen Zeit.
    Hinter mir liegt eine schwere Zeit in der ein paar Dinge zusammenkamen. Dabei war ich irgendwann so weit, dass ich mehr oder weniger nur funktionierte.
    Sinnvoll leben kann man aber nur, wenn man das Leben auch mit allen Sinnen wahrnimmt. Und nur wenn es einem gut geht, kann man auch arbeiten, sein Leben gestalten, Beziehungen bereichern und andere unterstützen.
    Sicher kann man diese Haltung auch als Egoismus interpretieren. Ich glaube aber dass es notwendig ist für sich gut zu sorgen und dies gerade ein achtsames Leben in der Gemeinschaft fördert.
    Diese kleinen Momente des Innehaltens erinnern immer wieder daran und deshalb an dieser Stelle: "Danke für den Anstoß".

  7. Eike schreibt am 16. April 2007 um 07:48

    Das spricht mir so aus dem Herzen. Ich habe lange gebraucht, um zu erkennen, dass man NICHT egoistisch ist, wenn man sich um sich selbst gut kümmert. Denn nur, wenn man seine eigenen "Batterien" immer wieder einmal auflädt, kann den "Strom" - die Liebe - bedingungslos, also ohne Erwartungshaltung, an andere weitergeben. Ich habe in jeder Hinsicht übertrieben, immer hier gerufen, wenn es etwas zu tun gab. Den Partner vergöttert, bis er nicht mehr konnte und die Flucht ergriff - aber nicht weil ich so viel Liebe in mir hatte, sondern weil sie mir fehlte und weil ich dachte, ich bekäme Glück und Zufriedenheit von anderen. Seit ich erkannt habe, dass die nur in einem selbst zu finden ist und man sich selbst gut behandeln und in sich ruhen muß, damit das, was man für andere tut, nicht zur Opferhaltung wird. Es ist kein leichter Weg - aber es ist kein Egoismus, wenn man sich einen gesunden Selbstschutz antrainiert. Denn dann ist das, was man gibt, auch wirklich echt. Ich wünsche allen hier einen sonnigen Tag!

    PS: Mit einem Augenzwinkern möchte ich noch sagen, dass ich es amüsant fand, das man einen deutschen Begriff in Deutschland mit einem englischen Wort in Klammern erklärt... ich glaube, ich hätte es auch ohne diese Ergänzung verstanden, die sich im übrigen so schreibt: commitment - Nix für ungut! Ich liebe Eure Seiten!!! :-)

  8. Patrick schreibt am 20. April 2007 um 20:19

    Ich finde die Methode klasse und werde sie ab morgen ausprobieren. Danke dem Zeit zu leben.de- Team für die Veröffentlichung der Methode!

  9. ma.magdalena schreibt am 26. Oktober 2008 um 15:41

    mir ist es sehr sehr schwer gefallen mir diese Zeit fuer mich zu nehmen, und wie ich sehe, haben auch andere diese Schwierigkeiten. Lesen war Spiel, malen war Spiel und und und war Spiel und all das kam natuerlich erst nach der Arbeit. Nahm ich mir nun ein Buch und setzte mich hin, schrien mich alle moeglichen dinge an die noch erledigt werden "mussten", bevor ich "spielen" durfte. Heute sind meine Spiele meine "Rettungs-und Auftankinseln" ... auf denen ich mich eigentlich viel laenger aufhalten wollen wuerde... :)... aber auf die ich mich eben auch immer wieder und regelmaessig zurueckziehe. diese Aufenthalte sind zu einer Prioritaet geworden.
    werde trotzdem mal eine lange liste anlegen :)