Gib Ruhe, Körper!
Von Tania Konnerth • 26 Kommentare
Wie gehen Sie eigentlich damit um, wenn Sie merken, dass eine Erkältung im Anmarsch ist oder dass Sie müde sind? Wenn Ihr Körper Ihnen durch Schmerzen oder einem Gefühl von Zerschlagenheit signalisiert, dass er Aufmerksamkeit oder Ruhe braucht?
Sehr viele Menschen gehen bei körperlichen Symptomen so vor, dass sie diese ignorieren oder, wenn das nicht geht, nach einer Pille greifen, die den Körper wieder funktions- und einsatzfähig macht. Und es gibt ja auch gegen fast alles ein Mittel: gegen Kopf- und Bauchschmerzen, gegen Sodbrennen und Blähungen, gegen Müdigkeit und gegen innere Unruhe…
Die Frage, die sich da nur stellt, ist Folgende: Was tun wir uns selbst damit an, wenn wir in dieser Weise über die Signale unseres Körpers hinweggehen? Nicht nur, dass wir uns dadurch ein ganzes Stück von uns selbst abschneiden (nehmen wir unseren Körper doch auf eine gleichsam „abgetrennte“ Weise wahr, also nicht als „Ich“, sondern als etwas, was mich stört), viel entscheidender ist das, was wir uns damit selbst sagen: nämlich, dass wir zu funktionieren haben.
Körperliche Symptome sind immer Zeichen, die wir uns selbst geben. Wir zeigen uns damit z.B., dass etwas zu viel ist, dass wir eine Pause brauchen oder dass wir mit etwas kämpfen. Viel sinnvoller als diese Zeichen zu ignorieren oder durch Medikamente zu unterdrücken ist, sich mit ihnen zu befassen. Zu verstehen, was sie uns sagen wollen. Von ihnen zu lernen.
Denn, und das wird immer wieder vergessen: Dieser Körper sind wir selbst. Mit Kopfschmerzen sagen wir uns selbst etwas, genauso wie mit Magenbeschwerden, Müdigkeit oder ähnlichem.
Sich selbst nicht nur zuzuhören, sondern auch zu verstehen versuchen, WAS wir uns mit einem Symptom mitteilen wollen, ist ein erster Schritt auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden und auch Gesundheit. Sicher, das kostet Zeit und das führt auch dazu, dass wir mal nicht so leistungsfähig sind, wie wir es von uns erwarten. Letztlich aber rächt sich der Raubbau, den wir mit unserem Körper treiben und das sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene.
Überlegen Sie doch vielleicht gleich jetzt, wie Sie das nächste Mal, wenn es Ihnen körperlich nicht gut geht, damit umgehen können: Wie können Sie sich selbst zeigen, dass Sie bereit sind, zuzuhören und dass Sie bereit sind, etwas Gutes für sich zu tun?






Liebe Tania,
sehr schöner Artikel! :o)
Wie wahr, wie wahr... Es ist ja auch so leicht und bequem, mal eben eine Pille einzuwerfen, als nach den Ursachen zu forschen. Denn das kostet Zeit und Mühe...
Weißt du, was das Skurrile dabei ist? Wenn wir die Ursachen kennen und diese eliminieren etc., dann kommt es zu keinen Symptomen mehr. Ergo sparen wir langfristig Geld für die Pillen. Was aber viel wichtiger ist: Wir ersparen uns Schmerzen und den Verlust von Lebensqualität! Ist es nicht so? Was meint ihr?
Das erinnert mich an die Baumfäller-Methaper. Der Baumfäller, der mit einer stumpfen Säge versucht, einen Baum zu fällen. Ohne Erfolg. Da schlägt ein Passant vor, doch einfach mal die Säge zu schärfen. Darauf der Baumfäller: "Nein, dafür habe ich keine Zeit!"
Viele Grüße :o)
René
Ich sehe das mit gemischten Gefühlen. Einerseits mit denen der Physiotherapeutin und andererseits mit denen der chronischen Schmerzpatientin.
Als Therapeutin sage ich auch zu einem Patienten, der sich das Knie verletzt hat, daß die Schmerzen, die er hat, ein Zeichen sind "Bis hier hin und nicht weiter!". Er sollte also erstmal Ruhe einkehren lassen. Seine Bewegungen sollten im aushaltbaren Bereich bleiben.
Ein Rückenpatient sollte nicht auf dem Sofa vor sich hinleiden, sondern er braucht Bewegung. Verfällt er in eine Schonhaltung, werden die Schmerzen eher schlimmer, da die Musklen verspannen.
Ich denke, hier muß man unterscheiden. Jeder Patient ist anders.
Und heutzutage ist es ja leider so, daß man nicht nur auf den Körper hören kann, sondern daß z.B. der Beruf auch noch mitredet. Wenn ich nochmal auf meine Wenigkeit zurückkomme und durch meine Schmerzen auf Pausen dränge, komme ich ja überhaupt nicht mehr zum Arbeiten. Mal ganz abgesehen davon, daß ohne Medikamente mein Sein sehr unangenehm wäre...
ja, stimmt unser Körper ist gescheiter als wir selbst
Hallo,
**»»Mit den Augen eines Körpers gesehen««** (Kurzfassung)u.k.h.
"Wer nicht hören will, muss fühlen"
sagt ein Sprichwort und dann?
Ein Schmerzmittel?!
Ich bin häufig zutiefst berührt, wenn ich mit ansehen muss, wie sich ein Mensch zugrunde richtet!
Da sagt die Werbung: "Nimm doch ne Schmerztablette, wenn die Beine wehtun!"
Die Beine hatten eigentlich gemeint: "Uff, mach doch mal ne Pause, wir können nicht mehr, es ist uns zuviel geworden, was du da tust! Lass das doch!!!!"
Jedoch, wir haben gerade "keine Zeit" auf unseren Körper zu hören, weil wir damit beschäftigt sind unser Ziel erreichen zu müssen...
*Hm, der Körper sagt: mach langsam!*
Doch, wir müssen noch soooo viiiel erledigen...
*Dann wird der Körper müde, eigentlich würde er gerne schlafen gehen!*
Doch, wir haben das passende parat: Einen Kaffee und ein Vitamindrink und wir sind wieder fit...
*Der Körper schreit: hör jetzt auf damit!*
Doch wir verstehen es nicht, wir machen Fitness-Training, um der Müdigkeit ein Schnippchen zu schlagen...
Ach - immer dieser Stress!
*Der Körper kann nicht mehr schreien, er ist erschöpft!*
Kein Problem: dafür gibt es Vita..... eine Kur aus der Apotheke!
Und weiter gehts.
Und dann?
Eines Tags macht es "bauzerlie"
und dann
nichts geht mehr!
Ab ins Krankhaus.... Herzinfarkt!
*Ach, sagt der Körper, hättest Du auf mich gehört!*
Ich wünsche Allen eine schöne und gesunde Zeit ;-)
Hallo Ursula,
toller Beitrag! :o)
Du hast meines Erachtens in diesem Dialog genau das niedergeschrieben, was ganz still und heimlich in unserem Körper und unserem Geist abläuft. Noch ein wenig Manipulation durch die Werbung (Nimm ne Pille und dir geht's wieder gut...) und zack ist das Rezept fertig: Wie ruiniere ich meine Gesundheit...
War das jetzt zu heftig formuliert? Ich sag' mal so: Könnte es nicht sein, dass erschrecken ein Quentchen Einsicht in die Wirklichkeit bedeutet? Eine Wirklichkeit, die wir bisher verdrängt haben? Was meinst du? Was meint ihr?
Und dann kommt "wie aus heiterem Himmel" der Krebs, der Herzinfarkt, der Burn-Out etc.
Übrigens hab' ich mir gerade deine Web-Site angeschaut. Deine Texte gefallen mir gut! :o)
Viele Grüße
René
Hallo
**Zeitzeichen!*
"Wer heute keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen."
Sebastian Kneipp
Alles Liebe und viel Zeit...
Höher, schneller, weiter ist heute oftmals die Devise. Und das zeigen uns nicht nur unsere ganz offensichtlich dauergedopten Vorzeigesportler.
Im Fernsehen dann die "quick-and-dirty"-Lösung für unsere Zipperlein: Sodbrennen - eine Tablette, statt mal auf den fetten Braten zu verzichten. Verdauungsstörungen - ein Pülverchen, statt sich mehr zu bewegen und ausgewogener zu essen. Schmerzen welcher Art auch immer - schnell eine Schmerztablette, statt einmal genau hinzufühlen, was mir da weh tut (und ob das evtl. einen tieferen Sinn hat). Und so weiter und so fort.
In den USA ist die Pharmaindustrie bereits einen Schritt weiter gegangen. Ganzseitige Anzeigen in Hochglanzmagazinen zeigen glückliche Menschen am Strand, beim Muschelsuchen, im Familienkreis. Ganz unten steht dann: Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie das brauchen, fragen Sie Ihren Arzt.
Was brauche ich da, bitte schön? Eine Pille, die mir beim Muschelsuchen hilft?
Beworben werden hier übrigens Psychopharmaka gegen Depressionen.
Sind wir froh, dass wir Medikamente und Mittel und Wege haben, viele, viele Krankheiten zu heilen, die noch vor wenigen Jahrzehnten den sicheren Tod bedeutet hätten.
Aber nehmen wir uns doch auch hin und wieder einmal die Zeit hinzuschauen, auf unseren Körper zu hören. Wenn der reagiert, ist es ohnehin bereits höchste Eisenbahn.
Ihnen allen einen erholsamen Sonntag und eine sonnige Woche.
Kirsten Erlenbruch
hallo,
das ist ja allen ganz gut und schön, aber was macht ein mensch, dem von heute auf morgen der krebs diaknostiziert wird. den bleibt nichts weiter übrig als sein leben mit einer pille noch etwas lebensert zu machen.
Aus meiner eigenen Erfahrung lerne ich wieder sehr viel über
meinen Körper. Wir haben verlernt auf die Signale zu achten.
Wir trauen unseren eigenen Gefühlen ja schon nicht mehr.
Seit einem halben Jahr bin ich an Brustkrebs erkrankt. Zum
Glück habe ich mich schon vorher mit der Ganzheit von Körper, Geist und Seele beschäftigt. So wußte ich, dass die
Ursache nur bei mir selber zu suchen ist und ich nicht die
Verantwortung für meinen Körper bei den Ärzten abgeben kann.
Wenn ich aber erzähle, dass meine Krankheit etwas mit meiner Seele zu tun hat, ernte ich oft verständnislose Blicke.
Seele ist nicht wissenschaftlich greifbar. Wer nur an das
glaubt, was wissenschaftlich bewiesen ist, begrenzt sich
ungemein.
Ich glaube, das mein Körper der Spiegel meiner Seele ist und ich durch Tabletten nur die Symptome bekämpfe aber
nicht die Ursache.
Ich würde mir wünschen, dass es mehr Ärtzte gäbe, die eine ganzheitliche Heilmethode praktizieren.
Ein toller Beitrag, der hoffentlich viele zum Nachdenken anregt.
Es gibt Millionen von Krankheiten die man bekämpfen kann!
ABER:
Man hat nur EINE Gesundheit für die man alles tun sollte!
Die meisten Menschen kämpfen immer gegen Krankheiten an, alles sie bekämpfen NEGATIVES!
Wäre es nicht viel besser, wenn man FÜR die EINE Gesundheit kämpft, für etwas positives und alles tut damit man diese erhält und es einem gut geht? Ich finde es besser FÜR etwas zu kämpfen als GEGEN etwas anzukämpfen!
In dem man in die POSITIVE Richtung blickt anstatt sich an NEGATIVEM fest zu halten!
Jeder von uns sollte jeden Tag auf SEINE, die EINE Gesundheit achten, die wir alle haben!
Hallo an Alle,
Gast schreibt:
"das ist ja allen ganz gut und schön, aber was macht ein mensch, dem von heute auf morgen der krebs diaknostiziert wird. den bleibt nichts weiter übrig als sein leben mit einer pille noch etwas lebensert zu machen."
Sie haben recht, ich habe hier auch den Eindruck das Medikamente in den Kommentaren nur noch als ein Art falsche Methode beschrieben werden. Medikamente können das Leben tatsächlich sehr erleichtern und in vielen Fällen sehr hilfreich sein. Manchmal sind es gerade Medikamente die einem die nötige Ruhe und Zeit geben über sich selbst nachzudenken.
Im übrigen denke ich dass es nicht so leicht ist, von einem Symptom auf eine Aussage des Körpers zu kommen. Wir Menschen neigen dann immer dazu die nahe liegenden Dinge in betracht zu ziehen, eine "wenn dann Beziehung" zu schaffen. Oft sind die Probleme aber viel tiefer. Also nicht immer "Ich arbeite zu viel" oder "Ich brauche mehr Ruhe". Diese Interpretation bringt uns dann in Konflikte wie z.B. "Ich muss ja arbeiten schließlich muss ich Geld verdienen".usw.
Um wirklich heraus zu finden was der Körper sagen will können Methoden wie Hypnose (der innere Heiler/in), Autonomietraining oder NLP Körperkommunikation genutzt werden. Diese Methoden sind auch hilfreich bei einer Krebserkrankung oder ähnliche schwerwiegenden Erkrankungen, denn sie stärken die Selbstheilungskräfte. Die Selbstheilungskräfte können schon alleine viel bewirken, sie unterstützen aber auch die medizinische Therapie enorm. Natürlich braucht man nicht darauf zu warten bis Krankheiten auftreten. Ich halte es für sinnvoll immer mal wieder den Körper oder den Geist zu rate zu ziehen um Wohlbefinden zu erreichen und dauerhaft aufrecht zu erhalten.
Eine schöne Woche voller Wohlbefinden, Lusterfüllung, Sicherheit und Bedürfnisbefriedigung!
wünsch euch
Robert
Ich betrachte das Leben als eine Sinuskurve, die mal gute Zeiten als auch schlechte Zeiten innehat. Aber gerade in schlechten Zeiten - meinen seelischen Tiefs - da merke ich meinen Körper insbesondere die innere Unruhe und Nervösität. Teilweise gelingt es mir dennoch, mich zum Sport wie Tennis oder Joggen zu bewegen, um damit zu beweisen, dass mit mir alles körperlich in Ordnung ist.
Somit ist es bei mir seelisch bedingt.
In schlechten Zeiten, nahezu alle sechs Wochen auftretend, und darüber hinaus, ist mir die Einnahme eines natürlichen Medikamentes wie Johanniskraut sehr wichtig.
Aber das wichtigste wäre allerdings, erstmal Abstand von dem eigentlichen Problem zu bekommen. Denn daran liegt das Problem an sich. Meinem Körper geht es gut, wenn es mir auch seelisch gut geht und auch Zufriedenheit vorherrscht. Dem ist es aber z.Zt. nicht so.
Anthony Robbins "Grenzenlose energie" meint dazu:
"Da gibt es etwas in Deinem leben, was Dir Dein Körper sagen will, was nicht in Ordnung ist. Löse das Problem, dann wird es auch wieder gut gehen."
Ich behandle seit Jahren Patienten mit der Hypnotherapie. Ich versuche deren Befindlichkeiten ihnen immer so zu erklären:
Der Mensch besteht aus Körper (Soma), Geist (Logik, Bewusstsein) und Seele (Unterbewusstsein).
Wenn die Seele sich nicht entfalten kann -sozusagen unglücklich ist - wendet sie sich zuerst an den Geist. Wenn dieser jedoch nicht reagiert oder reagieren will, bleibt der Seele nur noch die Möglichkeit, sich über den Körper verständlich zu machen.
Beispiel:
Peter arbeitet zuviel. Der Job ist zwar sehr gut bezahlt, aber er hat in der Woche 20 Überstunden, keine Zeit mehr für seine Freundin, und wenn er abends nach Hause kommt, fällt er erschöpft ins Bett. Die Seele (Unterbewusstsein) hat schon vor Wochen dem Geist signalisiert, dass ihr dieser Stress zuviel ist. Der Geist (Logik) antwortet der Seele: "Ja ich weiß! Wir haben keine Erholungsphasen, und das Leben macht im Moment auch nicht allzu viel Spaß - aber das Geld stimmt halt! Lass uns so weitermachen!"
Die Seele hält noch einige Zeit aus, aber dann wird es ihr "zu bunt" und sie wendet sich an den Körper (Soma): "Hallo Körper! Mir langt es! Ich hab die Nase voll! Mach was!"
Der Körper hilft und es kommt (z.B.) zu einem Schnupfen --» "NASE VOLL"
Dies war ein einfaches Beispiel. Bei längeren (unterdrückten) Problemen oder Störungen jedoch, werden die körperlichen Symptome (Somatisierungen) immer heftiger.
SOBALD DER KÖRPER REAGIERT, IST ES EIN HILFESCHREI DER SEELE!!
Seht euren Körper als euren Lebensgefährten! Pflegt ihn!
Und bei Erkrankungen - hört au8f seine Hilfeschreie und unterdrückt nicht einfach die Symptome!!!
Wenn bei unserem Auto ein Warnlämpchen leuchtet, kleben wir doch auch nicht einfach ein Pflaster drüber, oder??
Von Herzen
Christiane Krohn
...auch ich habe viele zuvor genannten Stationen durchlebt (..viel Arbeit, keine genügenden Ruhepausen, Stess, keine Zeit, Pillen usw)!
Seit einigen Jahren betrachte ich meinen Körper wie mein Volk, alle Zellen sind kleine Bevölkerungsgruppen, jede kann sich melden und die Sorgen mitteilen (kleine Bobo's!)
Will ich mal nicht hinhören, kommt es zu "Manifestationen" oder soagr zum "Streik"! Unterdrücke ich diese, kommt es früher oder später dazu, dass das "Uebel" im Untergrund sich weiterverbreitet, die folgen kennen wir!
Ich bin und muss zugestehen, dass ich bei ehrlichem Analysieren, bei jedem Gebrechen, Schmerz, usw den Grund in meinem früheren Verhalten finde. Akzeptiere ich dies, kann ich meine Zellen umprogrammieren (meine Bevölkerung aufklären und auf die Anliegen eingehen), und somit mein Verhalten ändern.
Fazit: Je besser ich zu meinem Volk stehe und auf seine Anliegen eingehe, umso besser fühle ich mich!
Zu dem vorgekommenen Beispiel "Krebs von heute auf morgen": Auch der Krebs, wie jedes andere Leiden auch, kommt nicht von heute auf morgen. Ich bin im Jahr 2005 auch "ganz plötzlich" einfach ohnmächtig umgefallen, Diagnose hochgradiger Gehirntumor. Im Laufe der Zeit ist mir aber immer klarer geworden, was sich in meinem Kopf über Jahre alles angesammelt hatte bis es krachte. Dass die Krebstherapie natürlich nicht ohne aggressive Methoden funktioniert, bestreitet niemand. Das sollte einen jedoch nicht daran hindern, gerade in dieser extremen Situation seinem Körper und seiner Seele höchste Achtsamkeit entgegenzubringen.
Stress, zu wenig Bewegung und zu wenig Ruhe, unausgeglichene Ernährung, »» energetische Erschöpfung »» starke Zunahme an Zivilisationskrankeheiten = sehr unangenehme Spuren unserer Zeit
Ich weiss zwar, dass ich selbst für die eigene Gesundheit verantwortlich bin, aber bei der Umsetzung happerts doch an verschienen Ecken. Und das leider in der ganzen Familie.
Wie motiviert man sich und vor allem die Kinder, um rechtzeitig selbst das Ruder in die Hand zu nehmen?
Unsere Familie nutzt ein Hilfsmittel, um wenigstens einige Spuren unseres Falschverhaltens auszubügeln:
Denn nebst erholsamen Waldspaziergängen und vernünftiger Lebensweise stehen heute auch sehr wirksame moderne Mittel zur Verfügung, welche Regeneration und Heilung nachgewiesenermassen stark unterstützen.
Um uns regelmässig gut zu erholen, legen wir uns täglich 8 Minuten auf eine BEMER 3000 Matte (es gibt auch einen Sessel). Dabei findet man Ruhe und beschleunigt und verbessert die Regeneation (dank stark verbesserter Mikrozirkulation, Sauerstoffversorgung und Energieproduktion der Zellen).
Diese Methode ist nicht nur den Spitzensportlern vorbehalten. Jeder kann sie nutzen, der seine Leistungreserven und Stresstoleranz erhöhen möchte oder muss.
Aber etwas Zeit nehmren und hinlegen muss sich jeder selbst!
Immer wenn ich nicht aufgepaßt habe und es treten Folgen ein,dann bleibt mir nichts anderes mehr übrig als zu "Beten" und die Angelegenheit ( auch das Unwohlsein in jeglicher Art)an unseren "Herrgott" abzugeben.
Denn ER ist der größte Arzt und Helfer und weiß immer für uns kleinen Menschen den besten Weg.
Probieren "Sie" es einfach aus und glauben das "Er" hilft.
Alles Liebe allen Lesern. Claus-Jürgen.
Das ist ja alles gut und schön und ich versuche auch auf meinen Körper zu hören, wenn er "Laut" gibt. Aber als Angestellte kann ich mir nicht einfach mal eine Auszeit nehmen oder mal kürzer treten. Ich arbeite für 4 Vorgesetzte, die auf meine körperlichen Befindlichkeiten keine Rücksicht nehmen.
Werde ich krank, heißt es leicht "Vielleicht sollten Sie sich doch einmal überlegen, eine andere Stelle zu suchen. Sie sind den Anforderungen nicht mehr gewachsen mit 52 Jahren."
Bewerbe ich mich um eine andere Stelle, wird es schwierig, weil ich ja mit 52 Jahren schon zum alten Eisen gehöre und nichts mehr leisten kann. Deshalb kann man mich nicht einstellen.
Meinen Lebensunterhalt muß ich mir aber schon verdienen, denn selbst ein nicht mehr ganz so junger Körper kommt ohne Essen, Trinken, Wohnen etc. nicht aus.
Also was tun? Vielleicht hat ja jemand das Ei des Kolumbus erfunden. (Ich bin übrigens Teamassistentin und nicht etwa Managerin)
Also, da möchte ich Britta doch zustimmen.
Nicht alle Lebenssituationen kann man so gestalten, dass sie hundertprozentig zu den eigenen Bedürfnissen passen. ich bin z. B. sehr wetterfühlig. Gehe ich also nur noch an Sonnentagen arbeiten und ausserdem hat meine Seele gerade dann einen ausgeprägten Bedarf an Spaziergängen und Sportaktivitäten. Wie soll ich damit umgehen??? Ferner spricht mein Körper schon länger zu mir. Das habe ich gemerkt. Aber was er eigentlich sagen will, das habe ich trotz vielfacher Versuche nicht wirklich herausbekommen. Mit meiner Gesundheit holpert es total (bin sehr häufig mal so ein bis zwei Tage krank, aber nie so richtig schlimmt), eine längere Krankschreibung unter der Bedingung nicht zu kriegen. Ich habe schon das Gefühl, mal für eine Weile vielleicht gar nicht nichts machen zu wollen, aber zumindest weg vom üblichen Trott zu wollen. Und wie finde ich heraus, was meine Müdigkeit sagt,(ich habe keine Schlafstörungen, sondern bin eher ein zu guter Schläfer), was meine müden Füße signalisieren?
Viele Grüße
Sonja
Natürlich sind Krebs und andere tödliche Krankheiten schlimm und lassen sich wohl auch nur mit einer positiven Grundeinstellung medizinisch angehen.
Davon aber mal abgesehen:
Manchmal ist ein Schnupfen aber auch nur ein Schnupfen...
Danke Tania für diesen Denkanstoß. Wie schon öfter, kam er gerade zur richtigen Zeit. Ich fühle mich erschöpft, müde und antriebslos. So wie hier zu öfter zu lesen ist: meine Seele schreit um Hilfe. Und zwar mit Hilfe des Körpers, denn der Gesit hat nicht reagiert.
Gott sei Dank bin ich schon so weit, das zu erkennen und grundsätzlich immer zu wissen - nur hören und danach handeln tu ich halt nicht immer ;-).
Jetzt nehme ich einen neuerlichen Anlauf, viel öfter auf meinem Körper bzw. auf die Seele zu hören und beiden zu geben, was sie brauchen. Ich möchte nicht so weit kommen, dass es unumgänglich wird, Tabletten oder andere Medikamente einnehmen zu müssen.
In diesem Sinne wünsche ich allen eine entschleunigte Zukunft, reich an Gedanken, Hören, Sehen und Fühlen.
PS: noch was: ich finde es überlegenswert, ob es wirklich wahr ist, dass man keine Zeit hat, auf seinen Körper zu hören, weil man unbedingt Geld verdienen muss. Muss ich das wirklich? Brauche ich soviel Geld und all den [unnützen] Luxus? Zum Preis einer vielleicht unheilbaren Krankheit in späteren Jahren? Vielleicht nur damit ich auch das habe und machen kann, was mein Nachbar tut und hat?
Grundsätzlich sehe ich das alles auch so, nur hapert es doch oft an der Umsetzbarkeit. Mein Körper sendet Signale, ich erkenne oft auch woher die kommen, und ich weiß sogar manchmal was er möchte - aber sehr oft gibt es einfach keine Möglichkeit, ihm das zu geben. Beispiel: Kontakte, Freunde, Partner: was soll ich machen, wenn ich einfach nicht die Leute bzw. den Partner kennenlerne, mit denen möglich ist was ich mir wünsche? Ich kann sie mir ja nicht backen.
Ähnliches trifft oft auch auf den Job zu, vor allem wenn man die 50 überschritten hat. Da sagt es sich leicht, such Dir was anderes, aber das was man sucht gibt es zwar vielleicht, nur bekommt man es nicht.
Hallo, wieder ist das Thema ein Treffer ins Schwarze!
Sicher ist es vernünftiger frühzeitig auf die Signale des Körpers zu hören. Ich bin seit Jahren Schmerzpatient und sicherlich würde ich mir meinerseits einen wesentlich eingeschränkteren Schmerzmittelverbrauch wünschen,doch ist es mir nur teilweise möglich, mich auf die Bedürfnisse meiner Seele als Auslöser der Beschwerden einzulassen.
Wenn man Mitte 40 ist und sich eine Umschulung bietet , sind die Möglichkeiten sich zeitweise herauszunehmen, um aufzutanken reduziert. Besonders mit Familie (3 Kids). Ich bemühe mich jedoch immer wieder eine entschleunigte Zeit einzuschieben. Lesen oder eine Knuddelrunde mit der Jüngsten, oft gelingt es leider nicht.
Ich wünsche allen eine Woche mit Zeit um auf sich selber zu hören! Elke
Hallo!
Ich hab euch was zum nachdenken:
"Geh du voran,"
sagt die Seele zum Körper,
"auf mich hört er nicht,
vielleicht hört er auf dich."
"Ich werde krank werden,
dann wird er Zeit haben,"
sagt der Körper zur Seele.
Ich wünsche allen eine schöne Woche & Zeit für sich!!
Hallo,
das sehe ich zwar im Prinzip genauso, mit dem Hinhören, allerdings versuche ich auch hier, einen Mittelweg einzuhalten. Also zwischen ignorieren - bzw. Symptome mit der chemischen Keule unterdrücken - und etwas soviel Aufmerksamkeit widmen, dass es schon hypochondrisch ist. Wie bereits jemand schrieb: Ein Schnupfen ist manchmal wirklich nur ein Schnupfen. Und obwohl auch meiner Meinung nach zweifelsohne ein unbedingter Zusammenhang zwischen Gesundheit und Psyche besteht, hat doch auch der Körper noch sein Eigenleben und reagiert einfach auf bestimmte äußere Einflüsse. Zusammenhang erkennen, ja bitte. Aber an jede Kleinigkeit solange denken und sie ananlysieren, bis wirklich ein Problem draus wird, ich glaube, das ist auch nicht der richtige Weg.
Herzliche Grüße
Juliane
Habe diesen Tipp leider erst heute entdeckt, deshalb auch erst heute mein Kommentar dazu:
Tanja und @andere, ich gebe Dir/Euch vollkommen recht damit, dass es besser ist, immer zuerst zu fragen, was will mir mein Körper mit diesem oder jenem Zipperlein sagen und dann die Ursachen zu erkennen und zu eleminieren anstatt sofort zu chemischen Keulen zu greifen.
Ich habe dies selbst jahrelang so gehalten, mir immer wieder meine Auszeiten vom Job genommen, wenn ich merkte, es läuft etwas nicht mehr ganz rund, und das notfalls auch wochenlang. Zugegeben, das ist nicht in jedem Job möglich, in meinem ging das zum Glück. Konnte sogar relativ problemlos die Arbeitsbereiche wechseln, wenn ich merkte, die Beschwerden hingen mit meinem unmittelbaren Arbeitsumfeld zusammen.
So bin ich viele viele Jahre relativ gesund und medikamentenfrei geblieben, bis dann etwas eintrat, was ich tatsächlich nicht mehr deuten konnte. Zunächst ein Kribbeln in den Händen (was ich auf das Kisten tragen beim Umzug schob und deshalb zur manuellen Therapie ging), das leider nie wieder nachließ, dann Gleichgewichtsstörungen, plötzliche Müdigkeit immer wieder, Erschöpfungszustände und immer wieder Stolpern und Umknicken und ein Bandscheibenvorfall aus heiterem Himmel. Nach einer langen Odyssee zwischen Internisten, Orthopäden, Neurochirurgen und Psychologen landete ich in einer psychosomatischen Abteilung eines Krankenhauses ("nun wollen wir doch al sehen, wovor sie nicht länger davonlaufen sollen"), wo ich nach wochenlangem Aufenthalt unter Essgestörten, Angstpatienten usw. schließlich die Diagnose bekam: Multiple Sklerose! Diese verschlechterte sich dann kontinuierlich, mit oder vielleicht auch wegen der Medikamente, um die ich von da an keinen Bogen mehr machen konnte. Nach nur drei Jahren saß ich bereits im Rollstuhl, obwohl ich mich zuvor bereits von allen psychischen Belastungen (Arbeit, schlechte Ehe) "befreit" hatte. Und nun habe ich (noch) meine eigene Wohnung, Pflegestufe 2 (werde jetzt drei beantragen) und kann imgrunde fast nichts mehr allein tun ausser an meinem PC zu sitzen und an besseren Tagen wie heute noch ein wenig zu tippseln. Tabletten nehme ich jetzt so ungefähr 25 am Tag, darunter auch morphinhaltige. Und ich frage mich immer immer wieder, was hätte ich anders machen können, auf welche Zeichen hätte ich achten sollen, um diese vermutlich bereits genetisch bedingte chronische, unheilbare Krankheit abwenden zu können?