Lärmgeschädigt?
Von Tania Konnerth • 22 Kommentare
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber es gibt eine Sache, die mich wirklich zermürben kann: und das ist Lärm. Ich kann mich bei Krach nicht konzentrieren, er zerrt an meinen Nerven und er macht mich schlecht gelaunt.
Nun gewinne ich den Eindruck, dass viele Menschen Lärm gar nicht mehr wahrnehmen. Sie sind rund um die Uhr von so vielen Geräuschen umgehen, dass offenbar ihre Lärmtoleranz deutlich größer ist als meine. Aber: wirkt sich der Lärm nicht dennoch auch auf sie aus?
Ohne dazu wissenschaftliche Studien zitieren zu wollen, möchte ich die These aufstellen, dass so manches Problem seine Ursache in einer zu starken Geräuschkulisse haben kann, wie z.B.:
- Konzentrationsstörungen und Unaufmerksamkeit,
- Reizbarkeit und Aggressionen,
- Kopfschmerzen,
- Stressgefühle
- und anderes mehr.
Nun lässt sich nicht jeder Lärm abschalten. Wer an einer großen Straße wohnt, hört die Fahrgeräusche der Autos, wer in der Nähe eines Flughafens lebt, muss mit den Start- und Landegeräuschen der Maschinen leben. Aber es gibt viele, viele Geräusche, die wir abschalten können!
Achten Sie doch einmal darauf, mich welchen Geräuschquellen Sie sich quasi ständig umgeben: Läuft bei Ihnen vielleicht auch immer das Radio? Oder schalten Sie gewohnheitsmäßig den Fernseher an, der dann nebenbei läuft? Reden Sie und Ihre Lieben vielleicht lauter als es nötig ist? Müssen Sie die ganze Zeit die Musik Ihrer Lieben hören oder das Geräusch von Computerspielen?
Gerade im Alltag tut es gut, mal ganz bewusst für Ruhe zu sorgen. Richten Sie doch einfach mal so etwas wie stille Stunden ein, in denen alle in der Familie angehalten sind, Geräusche zu vermeiden. Gewöhnen Sie sich an, leise miteinander zu reden und bitten Sie darum, die anderen mögen Kopfhörer aufsetzen, wenn sie Musik hören oder Computerspiele spielen. Nutzen Sie ruhig hin und wieder Ohrenstöpsel, um für Stille zu sorgen.
Momente der Ruhe können uns aufatmen lassen, probieren Sie es aus. Zunächst ist die Stille vielleicht seltsam und Sie haben das Bedürfnis, sie zu füllen. Lassen Sie das zu, Sie werden sich schnell daran gewöhnen und dann vielleicht das erleben, was ich spüre, wenn es ganz ruhig ist: Meine Seele atmet auf und seufzt wohlig.





Vielen Dank für diese weisen & in meinen Augen wahren Worte, die ich gerne meinem Mann in die Hand drücken würde. Ich bin auch so ein Typ Mensch, der sehr gerne mal Stille um sich hat. Er braucht seinen Fernseher. Wehe, der geht kaputt...
Leider liest er nichts ausser Lokalteil der Tageszeitung.
Ihren Ausführungen, liebe Frau Konnerth, stimme ich voll und ganz zu - sie sprechen mir aus der Seele.
Leider kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen. Lärm ist eines der großen Übel unserer Zeit - und die Menschen merken es nicht einmal.
Oft hat es auch mit mangelnder Rücksichtnahme zu tun und auch mit Primitivität. Manch einer meiner Arbeitskollegen verstehen z.B. unter einer "Besprechung" nur ein sich gegeneinander überschreien. Man läßt den anderen nicht aussprechen sondern überschreit ihn einfach.
Blöd, wenn man - wie ich - ein stiller Mensch ist. Man kommt nicht zu Wort.
Leider scheint diese Unsitte abzufärben, es scheinen immer mehr Menschen so zu sein. Und Lärm nehmen diese Menschen gar nicht mehr wahr.
Fast auch wieder beneidenswert, oder?
Ich bin auch ein (leider) sehr lärmempfindlicher Mensch, der sich oft nach Ruhe sehnt. Da ich aber in einem Haus zusammen mit 18 weiteren Parteien wohne und es um uns herum natürlich auch noch viele Häuser mit vielen Menschen gibt, ist Ruhe manchmal ein wahrer Luxus. Oft wünsche ich mir, da weniger empfindlich zu sein und ich arbeite auch daran, aber Lärm stresst mich einfach und die Rücksichts- oder Gedankenlosigkeit vieler Menschen macht mich zeitweise auch wütend. Wenn gar nichts mehr hilft, nehme ich Ohropax...
Nun es ist ja auch so,daß jeder etwas anderes als Lärm empfindet.
Meine Nachbarn lieben Klaviermusik und Klavierspielen.Für mich ist es Lärm.
Solche Beispiele gibt es wohl viele.Mein Sohn ist schon so rücksichtsvoll und nutzt Kopfhörer wenn er am PC spielt oder seine Musik hört.
Aber gegen das Schlagzeug,daß im Sommer unbedingt täglich bei geöffnetem Fenster gespielt werden muß bin ich machtlos.
Dafür störte es einen anderen Nachbar,daß ein Freund von mir mit einem Motorrad zu Besuch kam.Wobei dieser wirklich nur An- und Abgefahren ist und das sehr diszipliniert.
von Ohropax bekomme ich sehr schnell Ohren bzw. Kopfschmerzen.Und mir ist das Gefühl an sich unangenehm.Also bleibt mir wohl nichts weiter als den Lärm hinzunehmen.Bzw zu versuchen ihn für mich auszublenden.
Andrea
Ist der von mir wahrgenommene Lärm aussen nichts anderes als das Echo des Lärms in meinem Inneren? Das frage ich mich, wenn ich bemerke, dass mich der Lärm anderer wieder einmal stört. Dieses Bemerken, dieses Beurteilen von Luftschwingungen anderer (nichts anderes ist nach meiner Meinung Lärm physikalisch)ist für mich Aufforderung in mein Inneres zu schauen. Und ich erkenne, dass ich selbst aus der Sicht anderer Lärm produziere. Für diese Selbsterkenntnis bin ich den anderen dankbar und schon wird es stiller im Innern und im Aussen. Oder wie Friedrich von Schiller treffend formulierte:
"Willst Du Dich selber erkennen, so sieh, wie die anderen es treiben. Willst Du die anderen verstehen, blicke in Dein eigenes Herz"
Hallo,
ich ruhe mich auch aus, wenn ich die totale Stille habe.
Leider ist das sehr selten der Fall, ich habe immer selten
ruhige Wohnungen.
Lärm ist leider nicht nur ein Zeichen unserer Zeit. Die Mediziner sagen ganz klar, dass Lärm ebenso schädlich für den Menschen ist wie eine falsche, ungesunde Lebensweise.
In meinem Alltag habe ich soweit möglich alle Lärmquellen abgeschafft oder reduziert. Einen Fernseher gibt es nicht mehr. Musikalische Dauerberieselung habe ich ersetzt durch bewusstes Hören der Musik, die mich interessiert.
Mein Rat: Öfter mal einen Spaziergang in eine ruhige Gegend machen. Das kann der nächste Wald sein. Oder der Weg rund um einen See. Dort draussen kann ich entspannen und habe wirkliche Ruhe.
[quote]
Richten Sie doch einfach mal so etwas wie stille Stunden ein[/quote]
Hach, wie schön wäre es die Bundesstraße hier vor dem Haus endlich ein paar Stunden lang sperren zu können... Oder zumindest schweren LKWs das Vorbeifahren zu verbieten, so dass nicht jedesmal das Haus bebt. Wogegen nämlich auch Ohropax nutzlos sind...
Ich bin auch ein sehr geräuschempfindlicher Mensch. Vermutlich weil ich aus einer sehr lauten Familie stamme.
Wie viele sonnige Stunden im Garten sind mir schon durch die lärmenden Nachbarskinder vergällt worden.....
Aber die Erziehungsberechtigten (ich möchte sie lieber Erziehungsverpflichtete nennen) lassen alles gewähren. Mittags, Sonntags, spät Abends. Egal wann.
Glauben die wirklich dass es kinderfreundlich ist einfach alles geschehen zu lassen? Ich finde sie betrügen ihre Kinder um Erziehung, Manieren und die Sensibilisierung für die Bedürfnisse Anderer.
"Ruhe in Frieden Sozialisation"
Ich selbst habe den "Vorteil" (naja), das ich tatsächlich den Lärm regelrecht abschalten kann, weil....ich bin Hörgeräteträger. Wenn ich das Gerät ausschalte, höre ich rein überhaupt nichts. Ist ein Cochlear Implantat weil normale Hörgeräte nicht mehr helfen konnten (Nebenwirkung von Krebstherapie).
Aber was ich früher gerne gemacht habe, war das was Matthias geschrieben hat:
Zitat:
Mein Rat: Öfter mal einen Spaziergang in eine ruhige Gegend machen. Das kann der nächste Wald sein. Oder der Weg rund um einen See. Dort draussen kann ich entspannen und habe wirkliche Ruhe.
Im Wald spazieren gehen ist sehr sehr angenehm. Die Vögel zwitschern, ja, aber sehr schön ! Das Rauschen der Bäume auch sehr angenehm. Das ist mit Lärm nicht zu vergleichen sondern eher mit Entspannungsmusik.
Auch am See ist es sehr schön. Ich kann dem Matthias da voll und ganz zustimmen.
Sonst würde ich auch empfehlen ans Meer zu fahren. Das rauschen vom Wasser und die angenehme Luft dazu, herrlich !
Ich wünsche euch allen ein schönes und auch ruhiges Wochenende.
Leider sind viele Menschen nicht gerade sehr rücksichtsvoll wenn es um Vermeidung von Lärm geht.
Der erste Griff meiner Arbeitskollegin ist morgens der zum Radio. Obwohl sie überhaupt nicht zuhört, und so mit auch nicht mitbekommt welcher Schwachsinn von ihrem Lieblingssender da einem zugemutet wird, muss die Kiste dudeln, und das 8 Stunden am Tag. Die Bitte um ein leiser stellen wird zwar angenommen, doch leider hält die "Ruhe" nie lange an. Der Wunsch das Kabel des Radios durchzuschneiden ist da manchmal übermächtig, doch das ist ja dann eine Sachbeschädigung. Ich habe früher zu Hause gerne zwischendurch Musik gehört, doch das ist mir durch die Dauerberieselung völlig vergällt
Stille Stunde usw. - das klingt wirklich traumhaft.
Praktischer Rat ist allerdings teuer: Wie schaffe ich mir Ruhe in einem Mehrfamilienhaus in der Stadt, in dem rücksichtslose Eltern (heutzutage leider die Mehrheit) und ihre entsprechend mies erzogenen Rotznasen hausen?
Oh ja, je älter ich werde, desto empfindlicher reagiere ich auf Geräusche. Ich wohne an einer der meist befahrenen Strassen in München, und habe Nachbarn, die einfach die Türen zu knallen (Holz auf Holz, relativ laut). Und eine neue, bezahlbare Wohnung in zentraler Lage ist in München etwas schwierig..
Ich war gerade bei einem 10-tägigen Schweigeseminar in den Alpen, Vipassana-Medtitation, wunderbar. Keine Autogeräusche, man/frau hörte "nur" die Tiere in der Natur, die Tiere des Bauerns nebenan und der Wind war zu hören...
PS: ich bin gerade in Berlin für ein paar Tage, da wird sogar in der U-Bahn telefoniert, mehr Krach, Gebimmel, Gelaber, in München ist der Empfang der Handys in der U-Bahn, zum Glück, noch nicht möglich und noch nicht gewollt.
Danke, dass Sie es mal ansprechen, Frau Konnerth. Auch ich gehöre zu den Menschen, die sich durch Lärm leicht ablenken lassen bzw. dadurch die Fähigkeit zu tiefer Konzentration verlieren. Bin zwar noch vergleichweise jung (Mitte 20), habe aber den Eindruck, dass die Lärmbelästigung überproportional zugenommen hat. Neben Autos (warum muss jeder Hanswurst jeden Mini-Weg mit der "Karre" zurücklegen) und spielenden Kindern (nichts dagegen, aber andere Menschen haben *auch* Bedürfnisse) stören mich vor allem Handy-Telefonierer im Zug. Früher war Pendelzeit für mich Lese- und Arbeitszeit; heute ist sie größtenteils vergeudet durch die akustische Umweltverschmutzung einer grenzprimitiven Umwelt mit Dauerrede- und Beschallungsbedürfnissen.
*Seufz*
Ich habe immer das Gefühl, dass die meisten Menschen mit dem ständigen selbstverursachten Geräuschpegel vermeiden wollen, dass sie sich in ihren Gedanken einmal mit sich selbst beschäftigen müssen. Ich glaube, sie wollen auf gar keinen Fall mit sich selbst konfrontiert werden.
Ganz schlimm und schon fast verbrecherisch empfinde ich den Lärm, den Horden von Motorradfahrern an schönen Wochenenden in der freien Natur verursachen. Da wird oft sogar noch an der Maschine manipuliert, damit diese ja richtig Lärm macht.
Auch die jungen Menschen, die am Wochenende in die Disco gehen und sich dort einem Lärmpegel aussetzen, der mit einem startenden Düsenjet vergleichbar ist, ruinieren freiwillig ihre Gesundheit.
Leider habe ich im Laufe meines Lebens (44J) erst in den letzten Jahren mit den negativen Seiten des Lärms Bekanntschaft gemacht. Ich konnte kein Fernsehen, Musik oder selbst einfach Gespräche zwischen Menschen nicht mehr ertragen. Als körperlichen Reaktionen schlichen sich allmählich Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Bluthochdruck, Angstzustände ein. Für meine Familie nur noch bedingt im Alltag verwendbar (grins). Erst eine Kur mit Meidung aller Störfaktoren brachte mich wieder zu einem geregelten Leben.
Als Jugendlicher hätte ich mir das nicht vorstellen können. Da spielte ich noch in einer Rock-Band (das ist echt laut).
Meiner Meinung nach liegen die Ursachen, wie schon vielfach genannt, in der kontinuierlichen Reizüberflutung im Alltag.
Ständig Berieselung durch Musik (Zuhause, in der Arbeit, im Supermarkt, Kneipe, selbst bei der medizinischen Massage) sowie Fernsehen. Aber auch viel Lesen (ich bin eine Leseratte), sowie optische Vergewaltigung durch Info-Leinwände an Bahnhöfen, Geschäften, Fußgängerzonen tragen dazu bei, das Faß zum Überlaufen zu bringen. Dabei hat wohl jeder von uns seine persönliche Reizschwelle. Meine ist sehr niedrig.
Da ich inzwischen gelernt habe bei Bedarf die meisten Verschmutzer, soweit möglich, abzustellen, geht es mir wieder besser. Dadurch nimmt meine Lebensqualität wieder zu, statt ab. Nicht "mehr", sonder "weniger" ist mehr. Stille Orte aufsuchen, Löcher in die Luft gucken oder eine Tätigkeit mit Achtsamkeit nachgehen, können dabei sehr entspannend sein.
Und das ist echt Schwerstarbeit. Einschalten geht leicht, aber Abschalten ist verdammt schwierig. Und das übe ich jeden Tag.
Um mit einem Zitat zu enden:
"IN DER RUHE (wörtlich auch Stille) LIEGT DIE KRAFT"
... gut, dass auch das Thema Lärm einmal aufgegriffen wurde. Danke Tanja!
Ich wohne selbst in der Nähe einer Autobahn und eines Gastbetriebes - und weiß was es heißt, durch Lärm gestört zu werden.
Allerdings bin ich der Meinung, dass der Lärm außen lauter wird, je "lauter" es in uns selbst ist.
Man kann sich wirklich hineinsteigern - und der Lärm wird wirklich lebensbedrohlich. Man kann ihn aber einfach auch nur akzeptieren (wie so vieles im Leben) - und er verliert seine Bedrohlichkeit.
Ich arbeite wirklich schon eine Weile am Problem "Lärm". Ich sehe ihn als eine Herausforderung, in mir selbst Stille zu schaffen, die durch nichts von außen unterbrochen werden kann.
Mir hat dabei das Buch von Eckhard Tolle, "Jetzt" - sehr geholfen. Sein Leitspruch: Das Leben muss man so nehmen, wie es JETZT ist, ohne zu bewerten, zu urteilen, ohne sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Einfach leben, wie es ist. Leben ist immer Herausforderung - heißt immer: Fallen und Aufstehen. Ohnre Herausforderung gibt es keine Entwicklung. Und Herausforderungen sind nun mal meist nicht angenehm.
Also - wir dürfen uns auch über unser "Lärmproblem" freuen, weil es uns weiterbringt, wenn wir es zulassen - es lässt uns tief ins uns nach Ruhe schürfen. Und dabei kann man schon mal auf einen Diamanten treffen (O;=
Und niemals vergessen: der Lärm entsteht immer in der Stille - und die können wir wahrnehmen, auch mitten in der lauten Welt ....
Hallo zusammen,
ich denke wirklich, dass die ständige Lärmberieselung, Telefoniererei und MP3-Beschallung eine Übertönung der eigenen Gedanken ist. Es ist nicht einfach, sich mit sich selber zu befassen. Schaut mal Leuten zu, die einen Moment Stille ertragen müssen, die ertragen das nur wenige Augenblicke. Alte und auch Junge, ich habe gestern im Zug eine junge Frau beobachtet. Ich wurde bald selber nervös, wie die an sich rumgezupft, an den Nägeln gekaut, SMS geschrieben, telefoniert hat. Übrigens, meine Kolegin schaltet auch als erstes den Radio ein wenn sie kommt. Manchmal ertreage ich es besser, manchmal schlechter.
Ich wünsche euch jeden Tag einen Moment der Stille.
Liebe Tania, das ist wirklich eine Plage, die Umweltverschmutzung durch Lärm. Ich wohne seit Jahren in einem Dorf, in ruhiger Lage am Waldesrand. Und nun haben wir eine laute Straßenbaustelle, die den ganzen Sommer dauern wird, direkt am Haus. Der Berghang, der ins Rutschen kam, wird mit viel Beton und Stützpfeilern befestigt, auf 120 m Länge. Mir tun alle Menschen leid, die immer laut wohnen müssen. Es macht nervös, agressiv und verdirbt die Laune. Statt Ohropax habe ich mir aus der Apotheke "Earplugs" geholt, das ist so eine Art Knetmasse, das hilft ganz gut.Lohnt sich, das auszuprobieren. Grüße von Hanna.
ausserst empfehlenswert die Sendung und Buecher von Joachim Behrendt : vom Hoeren der Welt und die Welt ist Klang etc.
ach die Gedenkminute die eingelegt wird bei bestimmten anlaessen sahen, dass eine Minute des Schweigens die hoechte Ehrung fuer die Seele sind.
Ich lebe in einem sehr lauten Land und empfand Deutschland wie einen Friedhof im Vergleich. Es erstaunt mich dass ihr euch ueber Laerm beschwert.
die Laermverschmutzung nimmt auch von tag zu tag zu .. ueberall
genauso wie die Lichtverschmutzung...
"Tunnelhören" ?
Die permanente akustische (und auch optische) Reizüberflutung ist meiner Meinung nach leider alltägliche Tatsache. Abstellen kann man die Lärmquellen normalerweise nicht, aber man kann sich selbst Ruheinseln und Ruhephasen schaffen, indem man bewußter mit "Lärmquellen" wie Radio, Fernsehen usw. umgeht. Im beruflichen wie auch sonstigen Alltag wird es kaum möglich sein, an den äußeren Umständen etwas zu ändern. Ein Gedanke hierzu läßt mich seit längerer Zeit nicht los: kann es denn nicht möglich sein, wie den sogenannten Tunnelblick, auch ein "Tunnelhören" zu trainieren? Mir käme das sehr zunutzen, da ich beruflich sehr viel im Kundenverkehr eingebunden bin, und es im allgemeinen Lärm oftmals sehr schwer und belastend sein kann, sich auf ein Gespräch mit seinem Gegenüber zu konzentrieren. Gibt es hierzu Ansätze oder Methoden im NLP, oder hat jemand hierzu schon selbst eine effektive Methode entdecken können?