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Warum Sie noch nicht da sind, wo Sie gerne hinwollen

Von Ralf Senftleben25 Kommentare

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Manchmal hat man das Gefühl, festzustecken. Man will etwas im Leben erreichen. Aber es haut einfach irgendwie nicht hin. Solche Phasen sind ziemlich frustrierend, weil wir uns dann hilflos, ohnmächtig oder wie ein Versager fühlen. Wir würden es ja gerne anders machen, aber wir wissen einfach nicht, wie wir es anstellen sollen.

Wenn man an so einem Punkt angekommen ist, dann ist es am besten, die eigene Situation einmal ganz in Ruhe von oben zu betrachten. Noch besser ist es sogar, wenn man für einige Tage die gewohnte Umgebung verlässt, damit man wieder auf neue Gedanken kommt.

Denn was wir denken, hängt zu einem großen Teil von unserer Umgebung ab. Sind wir immer in der gleichen Umgebung, denken wir auch immer die gleichen Gedanken. Wechseln wir die Umgebung, dann sehen wir die Welt oft aus einer anderen Warte und kommen so auf neue Ideen und Lösungsansätze.

Wollen Sie also andere und vielleicht bessere Gedanken denken, dann müssen Sie dazu manchmal erst Ihre gewohnte Umgebung verlassen. Für kleinere Blockaden reicht es meistens, sich mal einen Tag Auszeit zu nehmen und sich ins Café zu setzen oder einen langen Spaziergang in der Natur zu machen. Für größere Geschichten muss man aber tatsächlich für einige Tage von zu Hause weg, damit man wirklich neue Gedanken denken kann.

O. k. … nehmen wir an, Sie haben es geschafft, sich aus Ihrer gewohnten Umgebung zu lösen. Sie sind jetzt bereit dafür, mit einem frischen Blick auf Ihre kniffelige Situation zu schauen. Aber wie stellen Sie das an? Dafür finden Sie hier einen kleinen Fragenkatalog. Nutzen Sie diese Fragen, um zu beleuchten, warum Sie noch nicht da sind, wo Sie hinwollen. Übrigens kann es auch sehr viel bringen, diese Fragen mit jemandem durchzugehen, der Sie gut kennt und dem Sie vertrauen.

Zu den Fragen:

„Wollen Sie es vielleicht zu stark?“

Möglicherweise sind Sie noch nicht da, wo Sie hinwollen, weil Sie es übertreiben.

Kennen Sie Menschen, die zu verbissen an eine Sache herangehen und durch ihren Übereifer alles kaputt machen? Das kann im Job passieren. Aber genauso, wenn wir uns um eine Frau oder einen Mann bemühen.

Es ist gut, sich zu engagieren. Aber unsere Ziele brauchen auch ein bisschen Luft zum Atmen. Und sich zu sehr zu engagieren kommt oft auch verzweifelt, ängstlich und unattraktiv rüber.

Es ist gut, etwas wirklich, wirklich, wirklich zu wollen. Das schafft Energie, Fokus und Schaffenskraft. Aber es ist auch gut, sich eine gewisse Gelassenheit zu bewahren und ein bisschen loszulassen.

Die meiste Energie geht von einem aus,

Paradox, aber es ist irgendwie so.

„Wollen Sie es vielleicht zu wenig?“

Möglicherweise sind Sie noch nicht da, wo Sie hinwollen, weil Sie nicht genug wollen.

Manchmal sagen wir zwar, dass wir etwas wirklich wollen. Aber eigentlich stimmt das gar nicht.

Und als Resultat gehen wir dann nur halbherzig an unser Ziel heran. Oder wir erfinden Ausreden, warum wir bisher noch nichts für unser Ziel tun konnten.

Aber trotzdem sagen wir weiter, dass uns das Ziel wichtig ist. Aber wir behaupten es nur, weil andere es von uns erwarten. Oder weil die Gesellschaft das so vorgibt. Oder weil wir noch irgendwelche Botschaften unserer Eltern im Ohr haben.

Aber all das sind nicht selten Lippenbekenntnisse. Wir tun nur so, als ob uns die Sache wichtig ist. Sich das einzugestehen ist natürlich hart und braucht schon ein bisschen innere Stärke.

Aber wenn Sie feststecken oder keine Motivation haben, dann kann das daran liegen, dass Ihnen Ihr Ziel eigentlich gar nicht so wichtig ist. Wenn das der Fall ist, ist es oft das Einfachste, das Ziel loszulassen und mit den Konsequenzen zu leben.

„Schlagen vielleicht verschiedene Herzen in Ihrer Brust?“

Möglicherweise sind Sie noch nicht da, wo Sie hinwollen, weil Sie innerlich zerrissen sind.

Entweder wir wollen etwas oder wir wollen es nicht. So einfach ist das doch, oder?

Nein, so einfach ist es leider selten. Nein, meistens sind die Dinge kompliziert. Weil wir kompliziert sind.

Wir wollen etwas, aber ein anderer Teil in uns will es auch wieder nicht. Oder wir wünschen uns etwas ganz stark, haben auf der anderen Seite aber auch Angst vor den Konsequenzen, wenn unser Wunsch wirklich in Erfüllung gehen würde.

Wenn wir wegen unserer Wünsche und Ziele zwiegespalten sind, dann erleben wir das ganz oft als verwirrend und schmerzhaft. Hier hilft es oft nur, den eigenen Bedenken und Gefühlen auf den Grund zu gehen und die Plus- und die Minus-Seite der eigenen Wünsche klar zu benennen.

Und dann gilt es, eine wirkliche Entscheidung zu treffen.

JA oder NEIN.

Nein, die möglichen Nachteile sind mir doch zu riskant. Ich entscheide mich dagegen. Und damit ist die Sache erledigt. Oder ich lege die Idee zumindest erst einmal für ein halbes Jahr auf Eis.

Oder:

Ja, ich will das! Und ich werde mit möglichen negativen Konsequenzen meiner Entscheidung irgendwie klarkommen.

Entscheiden Sie sich also und bringen Sie Klarheit in Ihr Leben.

„Gehen Sie vielleicht falsch an die Sache ran?“

Möglicherweise sind Sie noch nicht da, wo Sie hinwollen, weil Sie planlos sind und keine vernünftige Strategie haben, um Ihr Ziel zu erreichen.

Denn es hilft nichts, etwas noch so sehr zu wollen, wenn wir falsch an die Sache herangehen. Die Welt ist in den letzten Jahren komplexer und komplizierter geworden. Und ist es manchmal nicht offensichtlich, wie der Weg aussieht, um ein Ziel zu erreichen.

Manchmal sind die Schritte zum eigenen Ziel sogar kontra-intuitiv, d. h., der Weg ist genau das Gegenteil von dem, was man aus dem Bauch heraus vermutet hätte. So wie bei Aktien, wo die wenigen Schlauen dann kaufen oder verkaufen, wenn die Masse aus dem Bauch heraus genau das Gegenteil tut.

Wollen Sie einen neuen, besseren Arbeitsplatz, an dem Sie wirklich etwas bewegen können? Oder wollen Sie endlich einen Partner finden? Wollen Sie sich selbstständig machen? Oder Ihre Finanzen sanieren? Für all diese Vorhaben gibt es schlaue oder weniger schlaue Vorgehensweisen.

Am besten ist es, sich hier jemanden zu suchen, der Ihnen ähnlich ist und der genau Ihr Ziel schon erreicht hat. Lernen Sie also von jemandem, der weiß, wie es geht, weil er es schon einmal getan hat. Und Vorsicht: Viele Menschen, die Ihnen erzählen, wie es geht, haben es selbst noch nicht geschafft. Schauen Sie bei Ihren Lehrern also immer darauf, was diese ganz konkret erreicht haben. Oder zumindest, was deren Schüler erreicht haben.

„Machen Sie vielleicht immer wieder die gleichen Fehler?“

Die Definition von Wahnsinn ist laut Albert Einstein: Immer wieder das Gleiche zu tun und dabei aber jedes Mal andere Ergebnisse zu erwarten.

Kennen Sie Frauen, die sich immer wieder die falschen Männer aussuchen? Oder Menschen, die immer wieder auf Investmentmöglichkeiten hereinfallen, die eigentlich zu gut sind, um wahr zu sein? Oder Menschen, die sich das 10. Buch zu einem Thema kaufen, obwohl die 9 Bücher vorher schon nicht geholfen haben, weil mehr zu wissen offensichtlich nicht das Problem war?

Wir Menschen gehen meistens intuitiv und aus dem Bauch an unsere Ziele heran. Und wir tun dann für unsere Vorhaben oft das, was uns spontan so einfällt. Oder noch häufiger tun wir das, was die anderen auch tun, um dieses spezielle Ziel zu erreichen.

Das klappt manchmal auch. Und erstaunlich oft klappt es eben auch nicht. Weil die erste spontane Lösung, die uns einfällt, selten die beste Lösung ist.

Aber das ist ja auch grundsätzlich nicht schlimm, solange wir aus unseren Fehlversuchen lernen.

Wenn wir aber nach dem Prinzip Hoffnung immer wieder das Gleiche versuchen und hoffen, dass es diesmal anders wird, dann haben wir ein Problem.

Hier helfen Ihnen die folgenden 4 Schritte.

  1. Ich frage mich: Was genau habe ich alles versucht, um mein Ziel zu erreichen?
  2. Ich frage mich: Welche Schritte haben mich näher an mein Ziel gebracht? ( Und hier ehrlich mit sich sein und nichts schönreden)
  3. Wenn eine Vorgehensweise geklappt hat, gehe ich den Weg weiter und mache mehr davon.
  4. Aber wenn etwas nicht geklappt hat, versuche ich etwas anderes.

Diese 4 Schritte sind DAS universelle Erfolgsrezept, vorausgesetzt, man stellt sich die ersten beiden Fragen häufig, ist ehrlich mit sich und handelt auch dementsprechend.

„Haben Sie es vielleicht noch nicht lange genug versucht?“

Möglicherweise sind Sie noch nicht da, wo Sie hinwollen, weil Sie es noch nicht lange oder nicht oft genug versucht haben.

Diese Frage ist die schwierigste unter den Fragen hier im Artikel.

„Ist meine Herangehensweise an mein Ziel falsch? Oder habe ich es einfach noch nicht lange genug versucht?“

Wenn ich zum Beispiel das Haus meiner Träume gefunden habe und bisher 5 Banken meinen Finanzierungsantrag für das Haus abgelehnt haben, dann ist die Frage:

„Bin ich auf dem falschen Weg oder habe ich es einfach noch nicht lange genug versucht?“

Diese Frage zu beantworten ist enorm schwierig. Und zwar, weil man die Antwort wirklich nicht wissen kann.

Es kann ja sein, dass man wirklich auf dem Holzweg ist. Oder es kann sein, dass man es nur noch ein einziges Mal mehr versuchen muss, um Erfolg zu haben.

Thomas Alva Edison, der Erfinder der Glühbirne, soll ja 1000 Versuche gebraucht haben, bis seine Glühbirne funktioniert hat. Durchhaltevermögen und Unbeirrbarkeit zahlen sich also aus.

Aber was ist mit all den Menschen, die mit dem gleichen Durchhaltevermögen an ihre Projekte herangegangen sind und die letztlich trotzdem gescheitert sind? Von diesen Menschen erfährt man ja nichts.

Manche Ziele erreicht man dadurch, dass man einfach länger durchhält als die anderen.

Andere Ziele erreicht man auch nicht, wenn man es 30 Jahre versucht, eben weil die eigene Herangehensweise nicht zielführend ist.

Was kann man hier machen? Wie findet man heraus, ob man die Herangehensweise wechseln sollte oder es einfach weiter versuchen muss?

Es hilft hier auch wenig, andere Menschen zu fragen. Die einen werden sagen: „Halt durch, Junge.“ Die anderen werden sagen: „Mensch Mädel, du verrennst dich doch.“

Was diese Frage angeht, gibt es also keine gute Antwort. Hier hilft einem tatsächlich nur, auf seinen Bauch zu hören.

Aber: Wenn Sie eine Sache allerdings erst 3 Mal versucht haben und schon aufgeben wollen, dann ist die Frage relativ einfach zu beantworten: Ja, dann haben Sie es sehr wahrscheinlich noch nicht lange genug versucht.

Wenn Sie die Klavierstunden nach 6 Monaten aufgeben, weil Sie noch kein Virtuose sind, haben Sie es nicht lange genug versucht.

Oder wenn Sie nach 10 Bewerbungen das Handtuch schmeißen, haben Sie es noch nicht lange genug versucht.

So … jetzt haben Sie hier im Artikel 6 Fragen kennengelernt. Diese Fragen helfen Ihnen vielleicht herauszufinden, warum Sie noch nicht da sind, wo Sie gerne hinwollen:

Ich hoffe, diese Fragen bringen Sie ein klein wenig weiter, wenn Sie mal irgendwo feststecken. Und nicht vergessen: Am besten stellt man sich diese Fragen, wenn man seine gewohnten 4 Wände verlassen hat. Viel Glück und Erfolg für Sie.

  1. Sandra schreibt am 8. Februar 2011 um 10:07

    Lieber Ralf, liebe Leser,

    toller Artikel und sehr gute Fragen! Spontan fällt mir sogar noch eine ein.

    Wie soll mein Ziel eigentlich aussehen. Ich habe z.B. Schwierigkeiten damit ein Ziel einwandfrei zu definieren. Es gibt ein Gefühl wo ich hin will, aber es hat so lange gedauert, bis ich einigermaßen konkrete Ziele beschreiben und definieren konnte. Ist das erstmal gemacht, ist es fast einfach diese Ziele auch zu erreichen oder umzusetzen (soweit es meinem Talent und meinen Fähigkeiten entspricht).

    Ich liebe z.B. Tagträumen. Aber auch hier gilt, ich brauche ein Bild, eine Idee, ein Ziel, damit es sich gut anfühlt.

    Liebe Grüße, Sandra

    • Barbara schreibt am 13. Februar 2011 um 06:45

      Hallo Ralf,
      der Artikel ist gut:-) Meine ganz persönliche Erfahrung gerade in der letzten Zeit ist: Es ist wahr, die Herangehensweise an ein Ziel ist das Wichtigste. Ich bin in eine neue Stadt gezogen und habe seit November über 100 Bewerbungen geschrieben. Ich wollte nicht mehr ins Büro, das hat mein Pilgern auf dem Jakobsweg ergeben. Ich wollte mit Menschen arbeiten. Und so habe ich eine Bewerbung nach der anderen geschrieben. Dazu kam, ich konnte Stellen bekommen, jedoch schlecht bezahlt. Ich nahm sie nicht an, nicht aus Geldgier, sondern weil ich meine beiden studierenden Kinder unterstützen möchte. Ich war jedesmall niedergeschlagen, wenn ich das Gehalt hörte. Und dann erklärte ich den Personal-Menschen beim letzten Vorstellungsgespräch, dass ich mehr Geld bräuchte und ich bekam die Stelle zu wesentlich besseren Konditionen. Ich bin sehr froh darüber und jetzt ist das nächste Ziel, die Stelle gut ausfüllen mit mir. So geht es immer weiter. Ziele haben ist toll, dass muss ich mir auch klar machen, es ist nicht nur anstrengend sondern auch schön. Und nicht zu früh aufgeben obwohl ich nicht wusste, ob ich mit meinen 50 Jahren überhaupt hier eine gut bezahlte Stelle finden werde, bei denen ich mit Menschen zu tun habe, ist echt eine kleine Kunst. Und es nicht zu sehr wollen, damit ich nicht zu sehr depri wurde und gelähmt dadurch, dass es nicht in den ersten Monaten klappte, auch.
      Toller Beitrag Ralf.
      Was ich noch fragen möchte, warum gibt es eigentlich das Forum nicht mehr? Ich bin den Jakobsweg gepilgert einige Monate und danach war es nicht mehr da. Das interessiert mich.
      Lieben Gruß
      Barbara

    • Anne Krüger schreibt am 13. Februar 2011 um 21:20

      Liebe Sandra - und alle anderen hier!

      In vielen der Kommentare habe ich wertvolle Zeilen gelesen und ich finde es auch tröstlich, ganz offensichtlich nicht alleine zu sein mit meinen Problemen und Gedanken.

      Sandra, wie hast Du es letztlich geschafft, konkrete Ziele zu formulieren?? Daran knapse ich seit Jahren - es fällt mir unglaublich schwer, zu definieren, was ich denn eigentlich will... vielleicht hast Du einen "Geheimtipp",

      LG
      Anne

    • Judith Wischhof schreibt am 14. Februar 2011 um 08:49

      Hallo Barbara,

      das Forum findest du jetzt auf www.forum-treffpunkt-leben.de :-)

      Viele Grüße
      Judith

  2. Susanne Jordan schreibt am 8. Februar 2011 um 14:08

    Hallo, lieber Ralf, hallo an alle ebenso Zielfindenden und -erreichenden, fürwahr, das liest sich mal wieder wohltuend gut und schlüssig ----- der Schlüssel liegt für mich wie so oft im Wahr-nehmen des eigenen Wollens - tja, und hier finde ich mich wieder mitten in meiner Inventur auf der Lebenshälfte... wie lange die wohl noch andauert? Mutig und beherzt, leider manchmal auch unnötig widerwillig, versuche ich seit ich 40 bin, herauszufinden, welche Ideen, Bedürfnisse, Werte und Wünsche tatsächlich die mir eigenen sind und welche Impulse mehr fremdbestimmt und ferngesteuert in mir wohnen. Dabei sind Beharrlichkeit und Geduld eine gute und unterstützende Begleitung, die sich ab und an leider auch gern rar macht... nur gut, dass Milde und Nachsicht mir selbst gegenüber bereits tapfer - wenn auch noch in den Kinderwanderschuhen - zur Seite stehen.
    In diesem Sinne, bin ich dankbar für jede Anregung und Bestärkung auf diesem Pilgerpfad zwischen Sein und Tun, zwischen Wollen und Können.
    Gute und ganz gezielt freundliche Grüße von Susanne

  3. Britta schreibt am 13. Februar 2011 um 08:48

    Hallo Ralf,

    bei mir ist es eindeutig die Frage der inneren Zerrissenheit, die es mir erschwert, meine Ziele zu erreichen. Vor einer Woche habe ich mich entschieden, meinen Job nach nur 1,5 Jahren zu kündigen und eine neue Herausforderung anzunehmen. Eine neue Herausforderung heißt bei Menschen wie mir, ein neues Risiko einzugehen. Aber ich habe mich entschieden, mit den neg. Konsequenzen zu leben, weil die neue Tätigkeit das ist, was ich wirklich möchte.

    LG Britta

    • Nadine Winkler schreibt am 14. Februar 2011 um 09:29

      Super Artikel. Ihr motiviert mich immer wieder aufs Neue.

  4. Beate Jovanovic schreibt am 13. Februar 2011 um 09:26

    Einen wunderschönen guten Morgen Ralf,

    vielen Dank für die ispirierenden Worte.
    Es passt auch wunderbar zu meiner jetzigen Situation und das ist mit Sicherheit kein Zufall. Danke...

    Wir Menschen neigen sehr gerne dazu, uns etwas schön zu reden, oder auch keine konkreten Vorstellungen zu haben, wie in Wirklichkeit unser Ziel aussehen soll. Ich persönlich bin immer noch auf der Suche, was mein WARUM ist und werde mir diese Frage so oft stellen, bis ich auf den Grund komme.

    Es erfordert Mut etwas zu unternehmen, wenn wir spüren, dass wir so nicht weiterleben wollen. Wenn wir unglücklich mit den Umständen sind, hilft es uns nichts auf eine Änderung zu warten, weil es sehr wahrscheinlich noch schlimmer sein wird. Es hilft nur eins: die Verantwortung für das eigene, so wertvolle Leben in die eigenen Hände zu übernehmen und mit den Konsequenzen rechnend diesen lähmenden Zustand zu verlassen.
    Die meisten Menschen leben in den Ruinen ihrer Gewohnheiten und wundern sich, dass das Leben keine anderen Perspektiven bietet.

    In Dankbarkeit für jede Erfahrung, die mir immer mehr Kraft und Zuversicht schenkt

    Beate

    • Lydia schreibt am 13. Februar 2011 um 16:40

      Liebe Beate
      Ein wunderschöner Kommentar. Die Aussage mit dem "In den Ruinen unserer Gewohnheiten leben" hat mich sehr angesprochen.
      Danke und liebe Grüße

  5. Vorsichtige schreibt am 13. Februar 2011 um 09:51

    Hallo zusammen,

    ein wertvoller und wichtiger Beitrag! Sich manchmal zu fragen, warum etwas nicht zum gewünschten Ziel führt und was ich dann daran noch verändern kann, welche anderen Wege ggf. auch noch zum Ziel führen könnten - wenn da nicht die Angst vor Veränderung sich manchmal unerhört viel Raum nehmen würde.

    Sich zu fragen, was denn wäre, wenn ich mein Ziel erreicht hätte, was dann anders in meinem Leben ist. Also, (m)ein Ziel "ökologisch" zu checken. Oft kann dann klar werden - dass jetzt noch nicht meine Zeit gekommen ist, oder bestimmte Dinge müssten zunächst geebnet werden, damit ich JA zu meinem Ziel sagen kann.

    Was wäre denn, wenn ich Erfolg hätte, wie würde sich mein Leben verändern - mir macht dieser Gedanke schon etwas Angst. Ist schon verrückt. Für mich ist es wichtig, dass ich mir meine Ängste genau anschaue, die Widerstände akzeptiere und Wege finde, wenn ich etwas wirklich will, es trotzdem zu versuchen.

    Danke für diesen Gedankenanstoß!

  6. Sylke Hörhold schreibt am 13. Februar 2011 um 09:59

    Hallo Ralf

    Herzlichen Dank für diesen wertvollen Anstoß zu Beginn der Woche.
    Der Sonntag ist immer mein "PLantag" für die Woche und mir fällt auf - wie schon bei den Vorhaben für das Jahr - dass ich mich in bestimmten Lebensbereichen anscheinend in einer Zeitschleife bewege. :)
    Deshalb ist es wirklich gut, auch einmal beiseite zu treten und etwas die Draufischt zu gewinnen.
    Deine Fragen sind dafür ganz ausgezeichnet geeignet.
    Vielen Dank also dafür!

    Einen gesegneten Sonntag
    wünscht

    herzlich

    Sylke

  7. Hubert schreibt am 13. Februar 2011 um 10:35

    Zugegeben, mir kommen bei einer Autofahrt, beim Joggen oder am Meer oft auch bessere Gedanken und Einfälle als vor einem leeren Blatt Papier am Schreibtisch.
    Allerdings scheint es aber keine zwingende Bedingung zu sein. Kant hat ja Königsberg bekanntlich nie verlassen und trotzdem sind ihm ganz gute Ideen gekommen. Gut, er hat nicht darüber nachgedacht, ob er ins Büro gehen soll oder nicht, aber die Fragen waren nicht weniger schwer zu beantworten.
    Trotzdem weist der Artikel auf viele Dinge hin, die immer wieder falsch gemacht werden.
    Die Frage, ob man so viel oder zu wenig will, ob man die richtige oder falsche Strategie wählt, lässt sich in der Tat oft nur durch gute Informationsgewinnung und durch Ausprobieren in Erfahrung bringen.
    Der Fehler kann oft nur darin bestehen „nichts zu tun“. Obwohl: Auch hier muss man einschränkender Weise sagen es im Leben auch wieder Situationen gibt, wo es das einzig richtige zu sein scheint. Einem früheren Bundeskanzler wurde das mal als Lieblingstugend nachgesagt. Vielleicht der Grund warum er so erfolgreich und so lange im Amt war.
    Das muss jeder für sich selber ausprobieren.
    Und noch etwas zum Ausprobieren und um die Frage von Barbara nach dem Forum zu beantworten:
    Es gibt ein Nachfolgeforum von Zeit zu leben, dass jetzt Forum-Treffpunkt-Leben heißt.
    Wer Lust hat kann da mal vorbeischauen. Ich setze hier keinen Link rein, weil ich es mit dem Werbeverbot ernst nehme, aber dieser Hinweis denke ich, sei gestattet.

  8. Ranita schreibt am 13. Februar 2011 um 10:45

    Hallo,
    danke – der Artikel ist toll und hat bei mir den Nagel auf den Kopf getroffen. Habe ihn gleich zweimal gelesen und werde ihn auch aufheben.

    liebe Grüße
    Ranita

  9. Bernadette schreibt am 13. Februar 2011 um 12:00

    Hallo,
    tut einfach nur wieder gut zu sehen, dass ich das Problem nicht alleine hab:-) Hinzufügen möchte ich auch, dass ich glaube, dass es wichtig ist, immer wieder aufzustehen, wenn denn etwas nicht geklappt hat und sich selbst zu verzeihen. Ich habe schon so manche 'Fehlentscheidung' getroffen, die sich anschließend für meine Entwicklung einfach nur gut und passend angefühlt hat. Dies tröstet mich. Ich lerne vom Leben. Das Leben ist so vielfältig und es bringt mich manchmal genau dahin, wo dringend eine Entscheidung überfällig ist. Vom Kopf her habe ich mir schon so manches Mal selbst etwas vorgemacht und dann hat das Leben mir mal wieder gezeigt, dass es doch nicht so funktioniert, wie ich es vom Kopf her dachte.
    So lerne ich mich kennen - so kapituliere ich immer wieder vor dem Leben - und vertraue einer Höheren Macht (Gott) meine Machtlosigkeit an. Ich bin und bleibe als Mensch unvollkommen, kann immer wieder nur lernen, kann ausprobieren, mich entscheiden neue Wege zu gehen. Doch wer weiß, wofür es wieder einmal gut ist, dass alles anders gekommen ist als ich es denn vor hatte:-)
    Liebe Grüße
    Bernadette

  10. luise woidschützke schreibt am 13. Februar 2011 um 12:47

    Hallo ,

    eigentlich inspirieren mich die Artikel immer wieder und immer wieder denk ich ; jetzt, jetzt muß ich die Zeit nutzen, um genau diese so wertvollen und guten Ratschläge zu befolgen, zu nutzen aber irgendwie hat es der bernhardiner große innere Schweinehund immer wieder geschafft , mich abzulenken und mich auf andere Gedanken zu bringen, denn alles geht ja auch morgen zu erledigen , wo es doch heute so viele wichtige Dinge zu erledigen gibt.....aber wer bestimmt denn, was richtig und was wichtig ist?
    der Artikel heute trifft den Nagel mehr als auf den Kopf und wieder mal muß ich all die 6 Fragen mit einem <<JA<< beantworten und nach Einstein seiner These bin ich sehr wohl auf dem Weg zum <<Wahnsinn<<;)
    Der Artikel heute hat mich ermutigt; ich habe ihn ausgedruckt--ich habe eine Pilgerroute herausgesucht<< die Pilgerroute der Starken Frauen- immerhin mit über 50 und sehr großer Bewegungsarmut heißt es< klein anfangen;)Ich bin gespannt auf mich selbst, werde ich durchhalten? werde ich endlich zu Ergebnissen kommen? werde ich den verlorenen Mut finden? ich laß es Euch wissen
    liebe Grüße Luise

  11. Manni schreibt am 13. Februar 2011 um 14:05

    Hallo,
    das mit dem "einfach mal die Umgebung wechseln" kann ich nur bestätigen. Es ist absolut wohltuend mal die "Luft" zu wechseln und andere Gedanken auf sich einwirken zu lassen.
    Mit den Zielen habe ich so meine Probleme. Ich glaube, dass wir uns viel zu oft durch Ziele bzw. durch das Erreichen wollen von Zielen verbiegen lassen und dann ganz leicht aus unserer Mitte heraus gerissen werden.
    Ich selber achte vielmehr darauf, was in meinem Leben nicht in Ordnung ist --- dies ist sehr stark durch ein Bauchgefühl bestimmt --- und dann vertraue ich darauf, dass "das Leben" mir seinen (nämlich meinen) Weg zeigen wird. Das bedeutet zuallererst, dass ich wachsam sein muss und mich oft genug auch in sehr viel Geduld üben muss.
    Ich versuche mir nicht zu sehr schon auszumalen, was und wie sich etwas ändern könnte/müsste (=Ziele), sondern lasse "das Leben" wirken. Und siehe da, schon mehr als einmal ist eine Veränderung eingetreten, von der ich vorher nie gedacht hatte, dass sie so möglich wäre und die doch für mich genau richtig war.
    Schöne Grüße
    Manni

  12. Gabi schreibt am 13. Februar 2011 um 19:11

    Hallo zusammen,
    ein sehr interessanter Artikel, der genau zu meiner jetzigen Situation passt. Ich werden ihn mir zu Herzen nehmen und ich hoffe das er etwas bewirkt, dann ich bin mittlerweile ziemlich gefrustet wegen meinem beruflichen Stillstand.
    Herzlichen Dank auch an die, die den Beitrag kommentiert haben. Eure Erfahrungen und Einsichten sind wirklich sehr hilfreich. Ich wünsche allen noch einen schönen Sonntagabend.
    Liebe Grüsse
    Gabi

  13. Kirsten schreibt am 13. Februar 2011 um 19:57

    Hallo an alle,
    das heutige Thema spricht mich schon sehr an.Ein Gefühl von Zerrissenheit kenn ich gut und die Unklarheit ,was man möchte kann einem echt zusetzen und depressiv machen.Mein Weg ist, dass ich im persönlichen Leben Vergangenes klären muss für mich,um mein Ziel erst einmal sehen zu können.So ein Weg kann auch erst mal ein Schritt zurück gehen...und loslassen muss man dann.Dafür braucht man eine Menge innnere Stärke.Die hoffe ich zu finden.Und der Weg für eine neue Liebe ist eben auch nicht nur einfach, da haben mich meine Kräfte verlassen.So kläre ich jetzt erst einmal, wo ich mit mir überhaupt stehe. Das ist ,glaube ich, schon mal ein guter Ansatz.Und ein paar Tage raus ohne viel Trubel, danach ist mir schon lange.Werde es bald angehen.Schönen Abend noch...Kirsten

  14. Bernhard schreibt am 14. Februar 2011 um 00:16

    Hallo, Ihre Alle !

    Ich bin davon überzeugt, daß das Erreichen eines Zieles weniger von Ausdauer und festem Willen abhängt, sondern ich mir die Frage stellen muß, was kommt danach. Wenn ich nach Reichtum strebe und ihn erreicht habe, was motiviert mich dann ?

    Ich bin der Meinung, erst einmal tief in sich selbst zu schauen und dann zu fragen, was willst Du wirklich. Einen kleinen Bauch wegzutrainieren, der ihn gerade so symphatisch macht, ist keine gute Idee. Immer das zutun, was gerade aktuell ist, gut in der Regel nie gut.

    Ich finde, jeder von uns ist auf seine Art eigenartig und jeder besitzt Fäheigkeiten, der nur jeder für sich kennt. Auf diese Fähigkeiten aufzubauen bringt nach meiner Meinung nicht nur Freude für einen selbst, sondern auch die Anerkennung vieler Menschen.
    Wie sollten uns nicht "uniformieren", nur um andere zu gefallen oder einem Trend zu folgen.

    Wenn ich eine eigene Firma gründen möchte, dann suche ich nach meinen Stärken und nicht nach dem, was andere tun. Wer in den Fußstapfen anderer tritt, hinterläßt keine Spuren. Jeder sollte seine Stärken finden und kennen und darauf aufbauen.

    Bernhard

  15. Brigitte Frey schreibt am 14. Februar 2011 um 03:07

    Hallo.
    Mir hat dieser Artikel sehr gut gefallen. Ich persönlich habe viel erreicht und bin mit dem bisher Erreichten auch zufrieden. Was ist dafür MEIN Rezept?
    Eine Vision zu haben, von dieser überzeugt zu sein und diese dann mit Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit zu verfolgen auch wenn Probleme auftreten. Sich nicht von schwierigen Situationen oder von anderen Menschen entmutigen lassen. Der eintretende Erfolg ist sehr befriedigend.
    (Ich habe eine humanitäre Organisation aufgebaut.)

  16. Marion schreibt am 14. Februar 2011 um 09:35

    lieber Ralf,

    interessante Fragen und Antworten zu denen mir ganz aktuell auch noch etwas anderes einfällt, das ich gerade zu Beginn einer Liebesbeziehung erlebe:
    Neben einer inneren Zerrissenheit kann auch die eigene Vergangenheit im Weg stehen. Wenn jemand sich damit nicht ausgesöhnt hat, immer noch Groll gegen frühere Partner hegt und Ihnen die ganze Schuld an den Trennungen gibt, jede Menge Energie noch dort hinein legt und auch beim neuen Partner ständig darüber redet, dann ist er doch nicht wirklich frei für eine neue Beziehung, oder? Das erlebe ich gerade mit dem Mann, in den ich mich verliebt habe. Er wurde von anderen Frauen sehr verletzt und ich spüre wie er mich "prüft", wie er ständig beurteilt (z.B. meine Vergangenheit), um sich so absichern zu wollen, dass ihm das Gleiche mit mir nicht wieder passiert. Es fehlt ihm offensichtlich der Glaube und das Vertrauen in mich ... und aktuell hat er sich "zum Nachdenken" von mir zurück gezogen. Das tut schrecklich weh, aber ich vermute, dass er einfach zu viel Angst hat, um sich wieder verletzlich zu machen und ganz auf mich einzulassen.

  17. Bernhard schreibt am 14. Februar 2011 um 18:08

    Noch mal an Alle :-)

    Ich finde es sehr schön, wenn jemand etwas erreicht und stolz darauf ist. Und ich finde, das Recht, stolz zu sein, hat jeder. Diejenigen, die alles mies reden und von Allem abraten, sind genau jene, die immer wieder gescheitert sind. Und Erfolg,...das muß man einmal klar sagen, gibt es nicht zum Nulltarif. Das erfordert Schweiß, Arbeit, Zeit und Ausdauer. Der 100m-
    Läufer, der auf dem obersten Treppchen steht, ist bestimmt zigmal gescheitert, bis er sein Ziel erreicht hat; will sagen: Niederlagen sind ebenso wichtig wie der Erfolg selbst. Wer nie das UNTEN kannte, kann das OBEN überhaupt nicht schätzen. Mein Ziel werde ich auch erreichen, aber habe keinen festen Zeitplan. Ist die Zeit für ein Ereignis gekommen, kann keine Macht der Erde das Ereignis verhindern. Ist die Zeit noch nicht gekommen, kann keine Macht der Welt den Vorgang beschleunigen.

    Alle, die ein Ziel haben....haltet fest. Denn es wird geschehen. Wie steht es schon geschrieben:

    Klopfet an und es wird Euch aufgetan; bittet und es wird Euch gegeben ( NT)

    Noch alles Liebe und Gute :-)

    Bernhard

  18. massiti schreibt am 16. Februar 2011 um 13:46

    am häufigsten fehlt die Motivation - da ist das Gejammer groß, von wegen ich schaff die ganze Arbeit nicht bis ich schaff es einfach nicht meinen Partner zu verlassen, obwohl uns doch nichts mehr verbindet.

    ins Cafe gehen und von außen drauf gucken hilft d auch nciht mehr - man muss auch WOLLEN!!!

    naja, da finden sich ja genügend Anregungen auf zeitzuleben

  19. Mia schreibt am 18. Februar 2011 um 11:33

    Ein Kommentar zur inneren Zerrissenheit: Neben der Möglichkeit, sich seine Prioritäten zu überlegen und sich wohl oder übel für eine der beiden Varianten zu entscheiden, gibt es meiner Meinung nach sehr häufig noch andere Wege. D.h. für mich kann es so aussehen, als ob ich mich zwischen A oder B entscheiden muss, dabei würde es durchaus Möglichkeiten geben, die zwei Dinge unter einen Hut zu bringen... aber sehr häufig ist man dafür nicht kreativ genug, oder eben zu dicht dran und braucht einen Tapetenwechsel oder die Hilfe anderer (Stichwort "Ideenkorb"). So ist es ja vielleicht auch möglich, anstatt zu kündigen und sich selbständig zu machen erst einmal nur das Pensum zu reduzieren? Vielleicht ein offensichtliches Beispiel, aber ich denke, häufig sehen wir nur noch das "entweder - oder" und können andere Wege nicht erkennen.

  20. Klara schreibt am 20. Februar 2011 um 17:58

    Danke für die Inspirationen, die schon ein erster Schritt sind, die Gedanken aus dem täglichen Trott zu holen und neue Betrachtungswinkel auszuprobieren.

    Ein Ortswechsel war für mich manchmal sehr hilfreich, manchmal aber auch nicht, weil ich sich selbst mitgenommen habe und durch meine Gedanken auch wieder ähnliche Menschen und Ereignisse angezogen habe, die gerade der inneren Stimmung entsprechen. Spätestens zurück zu Hause sind dann die guten Vorsätze schnell wieder verflogen.

    In der Lebensmitte wird es für mich immer schwieriger zu erkennen, was ich wirklich will, weil es zu vieles gibt, was ich absolut nicht mehr will und es schon so viele tolle Dinge gibt, die ich schon gesehen und gemacht habe und es immer schwieriger ist, Neues zu entdecken. Wenn ich mich mit meiner Grossmutter vergleiche, habe ich schon 20 mal mehr erlebt und 1000 mal mehr gesehen als sie, obwohl ich nur halb so alt bin.

    Es ist schwierig, die ganzen Urteile im Kopf, die man durch Erfahrungen über Menschen und Unternehmen gesammelt hat, abzulegen und wieder jungfräulich an Dinge ranzugehen.

    Das blockiert mich beruflich sehr oder ich bin nicht geduldig genug, auf die richtige Gelegenheit zu warten. Ich war bis Ende 30 sehr mutig, habe viel ausprobiert, mich immer wieder in neue Situationen begeben, alle 2 bis 3 Jahre meine Tätigkeit gewechselt, weil ich unzufrieden war und nun ist das, was ich wirklich will, sehr besonders und sehr begrenzt und es erfordert sehr sehr sehr viel Geduld, nicht von meinen hoch gesteckten Zielen abzuweichen und mich nicht mehr nur mit dem zweit- oder drittbesten zufrieden zu geben.

    Ich merke, dass einige Menschen in meinem Umfeld und der Staat nicht sehr zufrieden damit sind, wenn man kein robotermäßiger "Leistungsträger" ist, sondern versucht, nur noch das zu machen, was man wirklich will. Viele verstehen das nicht, gerade die, die damit zufrieden sind, irgendwo frustriert ihre Zeit in einem Unternehmen abzusitzen, bis sie in Rente gehen.