Wie man einen Elefanten verspeist
Von Tania Konnerth • 8 Kommentare
Sie kennen sicher die Antwort auf die Frage, wie man einen Elefanten verspeist? „Stück für Stück.“
Nun steckt in dieser Scherzfrage eine Binsenweisheit, die jedem von uns klar sein dürfte: Große Aufgaben und Anforderungen lassen sich am besten bewältigen, wenn wir sie in handliche Einzelschritte aufteilen.
So weit, so gut. Aber in der Praxis sind auch Binsenweisheiten manchmal schwer umzusetzen…
Wie oft machen uns z.B. unsere Sorgen einen Strich durch die Rechnung! Wir können uns bestens über die einzelnen Schritte im Klaren sein, die für ein Projekt oder eine Problemlösung nötig sind – aber oft reicht schon ein kleiner Zweifel aus, um sich wieder über das Gesamtprojekt Sorgen zu machen.
- „Wird das wirklich klappen?“
- „Was, wenn das so nicht hinhaut?“
- „Was soll nur werden, wenn…?“
Und einsdreifix sind wir wieder dabei zu versuchen, den Elefanten als Ganzes zu schlucken, mit der Gefahr, daran zu ersticken.
Meiner Erfahrung nach hilft hier vor allem eines: das bewusste Gegensteuern und das wieder und wieder. Sich immer wieder selbst zurückholen, wenn man dabei ist, sich allerlei schlimme Verläufe auszudenken. Sich auf den nächsten Schritt zu konzentrieren und diesen abzuarbeiten. Dann kommt der nächste.
Natürlich ist es gut, immer auch mal wieder auf das große Ganze zu schauen, was es nicht gerade leichter macht, sich nicht verrückt zu machen. Aber wir können lernen, den Gesamtblick möglichst neutral zu gestalten, also wie eine Art Orientierungsflug:
- „Wo stehe ich?“
- „Wo will ich hin?“
- „Was muss ich beachten?“
- „Was könnte alles geschehen?“
- „Wo kann ich Hilfe bekommen?“
- „Was ist mein Plan B?“
Dann aber ist es wichtig, wieder zurück auf die Detailebene zu gehen und sich an den nächsten Schritt zu machen. Wenn wir uns auf das konzentrieren, was jetzt ansteht, kommen wir in Aktion. Wir können etwas tun und das ist oft die beste Medizin gegen kräftezehrende Sorgenszenarien.
Wann immer sie gedanklich und emotional schon wieder in der Zukunft weilen, denken Sie an den Elefanten – als Ganzes werden Sie ihn nie und nimmer schlucken können.






Das bewusste Gegensteuern und die ständige Standortbestimmung ist unabdingbar ein gewünschten Ziel zu erreichen. Jeder Kapitän auf hoher See muss ständig seinen Standort neu bestimmen, um die Abdrift durch Wind und Strömung zu berücksichtigen und gegenzusteuern, ansonsten wird er den sicheren Hafen nicht erreichen. Wir sind der Kapitän unseres Lebens.
Wenn die Angst zu gross ist, dann rate ich, für kurze Zeit "Scheuklappen" aufzusetzen. Es ist für den Anfang erlaubt, wie ein Anfänger-Tänzer einmal nur auf die eigenen Füsse zu schauen und Schritt für Schritt sich den Weg zu erobern.
Es kommt meist ganz von alleine wieder so viel Sicherheit und Vertrauen zurück, dass sich der Kopf hebt und der Blick sich weiten kann.
--ich habe mal gedachte ich könnte ALLES allein---
Arbeit , Hausaufgaben mit den Kindern , beim Sport dabeisein
mit meiner Oma einkaufen , Freundschaftspflege und natürlich einen 5 Pers.- Haushalt schmeißen !!!-irgendwann war die Luft raus... verständlich !!
Ich habe die Aufgaben verteilt und gelernt um Hilfe zu bitten.
so fährt meine Mutter jetzt mal mit zum Fußball bei den Kindern . Ich mache GROßPUTZ mit meiner Freundin zusammen , bei Ihr und bei mir ..so sind wir zusammen und helfen uns gegenseitig..und fürein Stück Kuchen oder so ist ist auch Zeit
Hallo Miteinander,
So ein Gesamtprojekt in einzelne Abschnitte zu zerlegen, ist nicht immer ganz einfach. Theoretisch eher noch als praktisch. Manchmal kann man den ersten Schritt nicht fertig machen, weil man auf eine Sache warten muss. Dann fängt man doch schon mal mehrere Sachen an...
Und dann vor Allem rechtzeitig gegensteuern, wenn man wieder mal in den übernächsten Schritt abtriftet, ist wohl die Kunst. Mir geht es jedenfalls so, dass ich wieder mal zu viel Dinge auf einmal machen will und dann mehrere Sachen nur angefangen habe. Nun mache ich mir zwar wieder einen Plan und es geht auch eine Weile gut. Aber so ganz konsequent zu sein, fällt mir schwer.
Dennoch fange ich lieber an, auch wenn es noch nicht perfekt organisiert ist, als ewig zu warten oder nichts zu tun. Erst mal den Fuß in die Tür und dann läuft auch vieles von allein.
Und an der perfekten Organisation arbeiten wir halt weiter ;-)
Liebe Grüße
Peter
Mir persönlich hilft besonders stark mein Glaube zu Gott ! Wenn ich seine Liebe empfange, erhalte ich neue Kraft, er befreit mich von allen Sorgen und Ängsten. Wenn ich mich in seiner Nähe ganz auf ihn verlassen kann, gehe ich mit weniger Druck an die Sache und bin allgemein gelassener und belastbarer. Natürlich darf die Eigeninitiative nicht fehlen, auch man selbst muss stark sein und an sich arbeiten. Wir haben schließlich die Macht über unsere Gedanken, auch wenn es echt schwierig ist dagagegen anzugehen. Vielleicht probiert ihrs einfach auch mal aus, Gott einfach mal für mehr Kraft und vor allem für mehr Ruhe zu bitten. Auch wenn es hier gerade nicht um den Glauben sondern um die eigene Entwicklung durch die eigene Stärke, Disziplin oder Geduld geht. Schaden kann ein Gebet dennoch nicht :-) wie sagt der Losungsspruch vom sonntag doch so schön:
,,Sorget nichts ! Vielmehr in allen Dingen dürft ihr alles, was euch je bedrängt, in Gebet und Flehen vor ihn bringen, der als Vater hört, als König schenkt. Sorget nichts !´´
Ich weiß hört sich einfach an, alles auf gott werfen und schon ist man guter Dinge, aber probierst doch einfach mal aus, mir hat´s total geholfen als ich von mir sehr enttäuscht war, da ich immer alles richtig machen will, Geduld ist besonders mir ein Fremdwort. vielleicht hilf´s euch ja auch...
alles liebe, Magda
Ich kann die Erfahrung von Magda nur bestätigen.Früher habe ich meine "Elefantenprojekte" immer als großen Berg gesehen. Ich war schnell überfordert, weil mir das Ganze immer zu sehr präsent war. Vor ungefähr 13 Jahren habe ich in einer Lebenskrise zum Glauben an Gott gefunden. Er hat stark an meinen Ängsten und vor allem meinen Bewältigungsmöglichkeiten gearbeitet, Projekte in Ruhe anzugehen und den Prozess im allgemeinen zu genießen. Ich kann heute vertrauen, dass Jesus den überblick hat und auch aus meinen Fehlern noch was tolles machen kann. "Denn denen, die Gott lieben, dient alles zum Besten (Römer 8,28)
Mit lieben abendlichen Grüßen von Inge Westermann
Hallo zusammen
Ich glaube Hilfsmittel, wie der Vergleich eines grossen Vorhabens mit dem Elefanten, funktioniert zuerst hauptsächlich in der Theorie. Ich habe schon oft nach einem bestimmten Schema versucht etwas in meinem Leben zu bewältigen, zu Beginn klappte dies gut, doch dann kamen Gedanken dazwischen, die dieses Schema als sinnlos darstellten, das machte mich verrückt! Wichtig ist, glaube ich, ein soches Schema nicht einfach über sich zu stülpen und zu glauben, man funktioniere jetzt ab sofort danach.
Wenn ich jetzt etwas über ein Hilfsmittel lese, das mir gefällt, überlege ich als erstes wie ich das für mich gebrauchen kann. Wenn ich dann positive Erfahrungen damit gemacht habe und eine Zeit kommt, wo es wieder nicht funktioniert, weil ich in mein altes Muster zurückgefallen bin, versuche ich mich daran zu erinnern wie es war, als es funktioniert hat. Wenn ich es immernoch sinnvoll finde, verinnerlicht sich das Schema stärker, was nicht heisst, dass ich niemals mehr einen "Rückfall" haben werde.
Die Ruhe und Gelassenheit in mir und die Liebe zu mir steht dabei immer über allem andern!
Nichts ist Grund genug mich selbst unliebsam zu behandeln und mich zu sehr unter Druck zu setzen; das wäre dann wirklich ein GEGEN MICH! Somit DEKONSTRUKTIV und für mein Verständnis UNNATÜRLICH!
Machts gut!
Hallo,
ich habe die Erfahrung gemacht den großen Berg, den "Elefanten" immer vor mir her zu schieben.....leider mit dem Ergebnis, dass er irgendwann stehen bleibt und man dagegen läuft....so geht es mir grade und dieser newsletter hat mir einen Wink gegeben.....Also mache ich seit gestern, Häppchen für Häppchen.....
liebe Grüße
Anny