Veränderung ist schwer, aber möglich
Von Ralf Senftleben • 28 Kommentare
Die eigene Denke oder das eigene Verhalten auf Dauer zu ändern, gehört wohl zu den schwierigsten Dingen überhaupt. Das weiß jeder, der z. B. versucht hat,
- seine Ernährung umzustellen,
- das Rauchen aufzugeben,
- regelmäßig zu meditieren
- oder 3 mal die Woche Sport zu machen.
Am Anfang sind wir fast alle noch willensstark und ziehen das neue Verhalten durch. Aber nach ein paar Tagen bekommen wir plötzlich Zweifel, es tauchen viele "gute" Gründe dagegen auf, uns kommt etwas dazwischen, wir verlieren die Sache aus den Augen oder wir finden unser Vorhaben plötzlich gar nicht mehr so wichtig.
Oder anders gesagt: Wir tricksen uns selbst aus.
Sich dauerhaft zu verändern, ist einfach schwierig. Hier arbeiten viele Kräfte gegen uns und allen voran unsere unbewussten Widerstände gegen Veränderung. Denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und wir verteidigen unsere Automatismen und Gewohnheiten unbewusst mit Händen und Füßen. Ein paar Tage können die meisten von uns mit dem Willen gegensteuern, aber dann übernimmt wieder unser Autopilot und wir verhalten uns wieder so, wie wir uns eben normalerweise verhalten.
Irgendwie gehen alle davon aus: Du musst nur wissen, was zu tun ist und dann wird alles gut. Aber das stimmt nur in den wenigsten Fällen. Um dauerhaft von Wissen zu profitieren, müssen wir uns ändern und das Wissen dauerhaft anwenden. Und das ist eben oft sehr schwer. Denn die meisten Menschen überschätzen ihre Willenskraft und unterschätzen die Sogkraft des alten, gewohnten Verhaltens, das uns wie ein Gummiband wieder zurückzieht.
Veränderung ist also oft alles andere als einfach, aber sie ist dennoch machbar, wenn wir die Gegenkräfte mit einkalkulieren und unsere Willensstärke und unsere Aufmerksamkeit mit ganzer Kraft auf unser Ziel konzentrieren.
Entscheidend ist, dass wir nicht absolut blauäugig in Veränderungsprozesse hineingehen und uns dann wundern, dass wir innerhalb von wenigen Wochen wieder da genau sind, wo wir vorher waren, inklusive einer Delle im Selbstvertrauen und jede Menge Frust über die eigene, fehlende Selbstdisziplin.
Es gibt zum Glück eine ganze Reihe von Dingen, die wir tun können, um unsere Veränderungs-Projekte erfolgreich zu machen.
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Seien Sie nicht blauäugig, sondern rechnen Sie im Vorfeld mit Widerständen und Gegenkräften. Widerstände sind normal. Und sie sind kein Problem, wenn Sie sich sagen: "Aufhören ist für mich keine Option!" Erinnern Sie sich regelmäßig daran, dass Aufgeben keine Alternative für Sie ist.
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Und wenn Sie einmal vom sprichwörtlichen Pfad der Tugend abkommen, dann nehmen Sie das nicht als Anlass, Ihr Projekt abzubrechen, sondern machen Sie danach einfach weiter. Erinnern Sie sich daran, dass Sie wieder aufstehen werden, wenn Sie einmal straucheln sollten.
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Treffen Sie eine ausdrückliche und verbindliche Entscheidung. Geben Sie Ihrer Entscheidung Energie, indem Sie sie aufschreiben und öffentlich machen. Hängen Sie Ihre schriftliche Entscheidung dahin, wo Sie sie jeden Tag mehrmals sehen.
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Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor, sondern setzen Sie sich machbare Ziele. 5 x 2kg abzunehmen ist einfacher, als 1 x 10kg leichter zu werden.
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Erinnern Sie sich selbst möglichst oft durch PostIt-Notes, Ihren Kalender, Ihren Handy-Alarm oder ein Gummiband um Ihr Handgelenk an Ihre Entscheidung. Ein beliebter Trick unserer inneren Widerstände, ist uns unser Ziel vergessen zu lassen. Lassen Sie das nicht zu.
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Nutzen Sie täglich Autosuggestionen oder Affirmationen und andere Möglichkeiten, Ihren Fokus zu steuern und sich selbst zu programmieren.
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Suchen Sie sich Unterstützung. Lassen Sie sich von Dritten erinnern, aufmuntern, Mut machen und auch mal in den Hintern treten. Suchen Sie sich Mitstreiter, die das gleiche Ziel haben, wie Sie. Gemeinsam ist es einfacher und und man kann sich auch nicht so leicht selbst austricksen.
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Machen Sie sich jeden Tag klar, warum Sie sich verändern wollen und was die vielen Vorteile sind, wenn Sie es erst auf Dauer geschafft haben.
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Feiern Sie Ihre Erfolge. Belohnen Sie sich, wenn Sie Ihr Ziel oder ein Etappenziel erreicht haben.
Das alles können wir tun, um uns selbst dabei zu unterstützen, uns zu verändern. Und jetzt wissen Sie, was ich meine, wenn ich sage: "Es ist nicht einfach"
Stellen Sie sich das Ganze wie eine Waage vor: In der linken Waagschale liegen unsere alten Gewohnheiten und unsere inneren Widerstände. Und wir müssen für einen Zeitraum von 30 – 90 Tagen in die rechte Waagschale Dinge hineinlegen, die schwerer wiegen, als die alten Gewohnheiten und inneren Widerstände. Und zwar so lange, bis unsere alten Gewohnheiten immer leichter geworden und ihre Macht über uns verloren haben. Und die 9 Tipps von oben sind solche Gegengewichte, um unseren inneren Widerständen entgegenzuwirken – auf dass die rechte Seite der Waage immer schwerer wird.





Hallo Ralf,
das ist wohl wahr!! Ich versuche auch seit ettlichen Zeiten mehr zu meditieren, aber irgendwie??? Ich weiss auch nicht.. (immer ist nicht die richtige Zeit dafür, was anderes wichtiger..) Aber ich mach (fast) jeden Morgen Reiki für mich.
Auch beim Sport war ich schon mehr dabei.. immerhin 2 x die Woche schaff ich es. Sonntag und Montag meistens, aber mehrmals?? Meist nicht. Beim letzten Mal kam mir alleine der Weg viel zu weit vor und ich hab auch (jedenfalls hatte ich das Gefühl) viel mehr Zeit für den immer gleichen Weg gebraucht.. Aber zurück bin ich dann doch wieder brav gegangen. Da hatte ich die Zeit auch nicht soo im Rücken.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende
Rena Berger
Ihr Text paßt genau in meine aktuelle Lebenssituation. Ich habe mich entschieden, nochmal in einer anderen Umgebung komplett neu zu beginnen obwohl ich mich in meinem 6.Lebensjahrzehnt bewege.Das alles mache ich nicht aus Frust, ich verlasse ein wunderbares soziales Umfeld, die liebsten Freunde bleiben mir erhalten, aber ich starte nochmal neu in ein Abenteuer (allein) und will mich ausprobieren. Meine Kinder sind erwachsen, meine Karriere habe ich zum Teil gemacht, habe aber vor, neue Dinge zu bewegen.Also keine blauäugige Entcheidung!Manchmal ist mir alles unheimlich,sogar mein eigener Mut, dann aber freue ich mich, daß ich mir neue Ziele vorgenommen habe, auf die ich neugierig bin.Unterstützung bekomm eich vonmeinen Freunden,die mich kennen und wissen, daß ich in Bewegung bin. In sechs Tagen steht mein Umzugswagen vor der Tür, der mich dann 420 km weg bringt von dem Ort, an dem ich 28 Jahre gelebt, geliebt, gelacht und geweint habe. Vielleicht schreibe ich dann mal, wie es so weiter geht. Übrigens ich bin selbstätig tätig, lebe also weder von irgendwelchen finanzielle Untestützungen, Erbschaften oder Unterhaltszahlungen, sondern ausschließlich von dem Lohn meiner Arbeit!Und das macht Mut!
Vielen Dank für Ihre wertvolle Tipps. Für mich ist es genau für den richtigen Zeitpunkt!!!Nicht aufhören,sondern weitermachen, weitermachen, weitermachen...Schritt für Schritt!
Guten Morgen!
Lange Zeit verfolge ich schon die Texte auf dieser Seite und bin immer wieder dankbar für so manchen Denkanstoß.
Auch das heutige Thema finde ich sehr interessant, weil es etwas ist, was einem im Leben immer wieder begegnet.So gilt es häufig Verhalten zu verändern um sich weiterzuentwickeln und tatsächlich scheitert man auch oft daran.
Besonders spannend an den Tipps zum Gegensteuern fand ich die Überlegung, dass man mit Widerständen rechnen muss und dass dies dann nicht "gemein", sondern "normal" und damit Teil des Prozesses ist.
Und auch die Tatsache, dass ein "Umfallen" nicht das Ende ist, sondern eigentlich eine Aufforderung wieder aufzustehen ist. Und genau dieser "Umfaller" ist dann kein Rückschritt, sondern in Wahrheit ein Fortschritt, weil man ja mit jedem "Umfaller" auch etwas lernen kann.
Das macht dann auch Mut nicht alles auf Anhieb bewältigen zu müssen und dennoch auf dem richtigen Weg zu sein.
Euch allen einen schönen Sonntag
Momo
ja genauso wie es beschrieben ist ging es mir . Ich habe mein ganzes leben den Mund nicht aufgemacht . Ich weiß nicht ob es an dem Antidepressivum lag das mir den Anstoß geggeben hat oder ich selbst . Man muss ständig den mund aufmachen und wenn man es nicht tut hacken die anderen auf einem noch mehr rum . Ja irgendwann ist es mir wieder entglitten . Bei mir ist es auch die fehlende ichstärke und das gefühl das mein eigenes ich gar nicht mehr da ist bzw mein eigenes selbst . und die gefühle spielen verrückt bzw wenn ich unter vielen leuten bin sehe ich auch die macken der anderen . Dann ist auch noch die unbegründete wut die ich habe manchmal einfach so auf den tisch zu hauen . Wahrscheinlich weil ich mit der gesamtsituation nicht zu frieden bin . Da wird geredet wo ich mich frage warum reden die menschen und regen sich auf . Dann im fersehen was ich auch nicht mehr mache kommen nur negative nachrichten . dann machen andere einen spass den ich nicht verstehe und sagen dann - das war nur spass . warum sagen die das dann frage ich mich . es geht auch zur zeit alles drunter und drüber bei mir . ja die alten verhaltensweisen sind wieder da und das ärgert mich etwas . obwohl ich schon paarmal anlauf genommen habe . das ist ja das komische man muss sich ständig währen . Ziele habe ich genug . aber im moment etwas viel das es mir schwer fehlt abzuschalten und ganz schwindelig dabei ist .
gruss matthes
Lieber Ralf!
Es tut gut, zu lesen, dass es sehr vielen Menschen so geht, wie mir. Diese alten Verhaltensmuster machen mir ganz schön zu schaffen. Überhaupt wenn ich mit meinen Geschwistern beisammen bin, fällt es mir schwer, meinen Weg weiterzugehen.
Ich bin hin und hergerissen zwischen dem gewohnten, alten Leben und dem neuen, mir fremden und so undurchsichtigen Weg, den ich jetzt gehe. Manchmal möchte ich, dass alles wieder so wird, wie früher, aber sofort meldet sich eine innere Stimme, die sich aufbäumt und wehrt, denn das Alte ist nicht mehr und wird auch nicht mehr kommen.
Ich höre die Stimme Gottes, die mich ruft und habe Angst, zu ihm zu gehen. Dabei weiß ich, dass er mich führt und mir nichts geschehen wird.
Also gut, genau diese drei Dinge, die du aufgezählt hast, nämlich dreimal die Woche Laufen zu gehen, jeden Tag zu meditieren und meine Ernährung umzustellen, sind meine großen Ziele.
Ich weiß, dass ich sie schaffen werde, und ich nehme mir die nötige Zeit dafür.
Immerhin tue ich mir damit etwas sehr Gutes, wer sonst sollte mir etwas Gutes tun, als ich? Ich kann es von niemand anderen verlangen, nur von mir.
Vielen Dank für dieses Thema, jetzt habe ich wieder Aufschwung bekommen und gehe weiter zuversichtlich meinen Weg.
Einen schönen Sonntag und liebe Grüße,
Helga
Die ganzen Tipps, die hier gegeben werden sind bestimmt hilfreich. Aber ich habe festgestellt, dass sie überhaupt nichts helfen, wenn man etwas nicht wirklich erreichen will. Da kann man Bücher lesen, Kurse machen, aber der unterbewusste Wille gewinnt immer wieder. Erst wenn ich wirklich innerlich überzeugt bin, dann klappt es mit diesen Tipps. Zumindest ist das meine Erfahrung. Vielleicht geht es anderen ja besser. Ich wünsche es ihnen.
Der heutige Beitrag ist total zutreffend für meine jetzige Situation!!Ich hatte lange Jahre starke Depressionen und da kam ich meistens ganz schlecht aus dem Bett, das dann zur Folge hatte, dass mir auf der Arbeit gekündigt wurde.
Nun habe ich diese Krankheit überwunden (auch mit Hilfe eines Verhaltenstherapeuten) und bin nach 1 1/2 Jahren endlich wieder eine Arbeit angefangen, ganz nach meinen Wünschen.:-) Ich arbeite nun 1 1/2 Wochen und konnte prompt am vergangenen Freitag nicht aus dem Bett kommen! :-( Das hat aber nichts mit Depressionen zu tun, da es diese zum Glück nicht mehr gibt-es ist mein angeeignetes, angelerntes Verhalten, wo ich mich nicht gut mit fühle und ich mich auch sehr darüber ärgere. Ich habe nun wieder diesen gewissen Punkt überschritten, ja, ich bin in mein altes Verhaltensmuster gefallen. Meine Rechtfertigung dazu ist, dass es mir körperlich nicht gut geht, da ich 2 Wochen zuvor einen schweren Fahrradunfall hatte und ich auch eigentlich noch nicht arbeiten sollte(laut Arzt), aber ich wollte es mir mit der neuen Arbeit nicht verscherzen und habe gedacht, dass es gehen würde. Meine Kollegen helfen mir ja auch so gut sie können...aber ich glaube, nun habe ich sie ausgenutzt. Versteht Ihr, was ich meine?
Ich habe mir den Newsletter durchgelesen und habe durch diesen Text positive Schwingungen erhalten (DANKE!!!)Da habe ich mir gleich den Text mit den 9 Lernpunkten ausgedruckt um ihn mir aufzuhängen und mich immer wieder daran zu erinnern, dass ich ja lernfähig bin und dass ich mein " Nicht-aus-dem-Bett-kommen" abschalten kann! :-)
Ein wichtiger Aspekt ist die neue Gewohnheit in den Tagesablauf einbauen zu können. Vor einigen Monaten habe ich begonnen regelmäßig zu meditieren und hatte mir dafür täglich 1,5 bis 2 Stunden vorgenommen. Das war nicht durchzuhalten, da ich zeitweise recht lange gearbeitet habe und der Arbeitsalltag durch langes Multi-Tasking sehr anstrengend war. Die tägliche 20-minütige Meditation konnte ich einhalten und sie hat mir auch geholfen meinen Arbeitsalltag besser zu bewältigen.
Es hat sich also bewährt das Ziel nicht zu hoch anzusetzen und der positive Nutzen stellte sich ebenfalls ein.
Stimmt. Kenne ich auch. Arbeite ich dran.
R.S.: "...die meisten Menschen überschätzen ihre Willenskraft und unterschätzen die Sogkraft des alten, gewohnten Verhaltens, das uns wie ein Gummiband wieder zurückzieht."
Das ist ein wichtiger Punkt. Ich bin noch mit dem Vers
"Das kleine Wort ich "will" ist mächtig,
spricht's einer leis und still,
die Sterne reißt's vom Himmel,
das kleine Wort ich "will",
groß geworden.
Hat es etwas geholfen? Ja und Nein. Warum nicht? Na, weil eben gerade genau die oben zitierte Aussage von Dir, Ralf, dabei nicht beachtet wurde: "...die Sogkraft des alten, gewohnten Verhaltens..."
R.S.: "Entscheidend ist, dass wir nicht absolut blauäugig in Veränderungsprozesse hineingehen und uns dann wundern, dass wir innerhalb von wenigen Wochen wieder da genau sind, wo wir vorher waren, inklusive einer Delle im Selbstvertrauen und jede Menge Frust über die eigene, fehlende Selbstdisziplin."
Genau so ist das. Wer zu viel auf einmal will, "verschluckt" sich daran. Lieber viele kleine Schritte. Wenn dann mal ein Zwischenschritt daneben geht, macht das nichts. Es ist eben "nur" ein Zwischenschritt und nicht gleich das große Ganze. Das kratzt noch nicht am Selbstvertrauen.
Klasse Text, Ralf.
Gute Neun-Punkte-Anleitung.
Hallo Ralf,
diese Tipps kommen zum richtigen Zeitpunkt. Man kann gar nicht oft daran erinnert werden. Allein das Wieder-leser hilft schon, den inneren Schweinehund ein bisschen zum Schweigen zu bringen. Vielen Dank.
Um etwas dauerhaft zu Verändern braucht es ständige Motivation, aber woher nehmen? Es gibt immer wieder Tage an denen wir in unsere alten Muster zurückfallen.
Ich habe nun etwas gefunden das mir täglich neue Motivation gibt und daran erinnert niemals aufzugeben.
Dafür bin ich sehr dankbar.
Danke für die guten Tipps.
Weil ich weiß, wie schwer es ist, sich selbst zu verändern, habe ich schnell erkannt, dass ich niemals einen anderen Menschen verändern kann. Nimm sie wie sie sind oder vergiss sie...
Ich habe nun meine Entscheidung energetisch nochmals bekräftigt und erneuert und mir einen speziellen Ring an den Finger gesteckt (trage sonst keine Ringe), um stetig daran zu denken, das neue Verhalten einzuhalten.
Lässt sich sicher auch mit Kette oder Armreif machen.
Vielen Dank für diesen Newsletter, der - wie schon Vorige sagten - im genau richtigem Zeitpunkt kam! :-)
Ich kann nur aus Erfahrung sagen: Gewohnheiten lassen verharren, sie zu erkennen und zu verändern lassen Neues zu. Seit ich vor 17 Monaten das Rauchen aufgehört habe (und das sind Gewohnheitsmuster par excellance)bin ich laufend am Basteln. Ganz schön (!) stressig ;-)
Jeden Tag auf´s Neue übrigens.
Ein sehr guter Beitrag wie ich finde, da er nichts beschönigt wie leider zu viele andere Techniken das machen. Dort wird propagiert, wie einfach das alles mit einem Schnipsen zu erledigen wäre. Wenn es dann mal Hindernisse gibt, ist die Enttäuschung groß über die "Wunder-Diät" oder den "Super-Plan" und die Menschen geben auf. Leider.
Ich werde ihre Stichpunkte mit Sicherheit in nächster Zeit in meinem Blog in ähnlicher Form wieder aufnehmen und verarbeiten, da mir doch grad klar geworden ist, wie wir viel zu oft "blindäugig" an unseren Zielen arbeiten!
Vielen Dank für den Post :)
Vielen Dank Ralf! Und auch vielen Dank an Tanja Maiwald!!! Ich bin schon am Verzweifeln mit dem selben Problem und es tut gut zu wissen, ich bin damit gar nicht alleine auf weiter Flur...Vielen Dank für Deinen Mut und Deine Ehrlichkeit! Und toll, dass Du es gschafft hast, da raus zu kommen! Ich denke, das wichtigste dabei ist, dass jeder einzelne sich seine eigene Notwendigkeit kreieren sollte, um die es sich zu verändern lohnt. Ich wünsche uns allen viel Kraft auf unserem Weg!
Hallo Ralf. Ihren Zeilen kann ich nur zustimmen.
Beim Lesen ist mir ein Thema in den Sinn gekommen, welches Sie auch bereits einmal geschrieben haben:
Selbstbestimmung.
Für mich das A und O.
ja, wir alle sind zu einem grossen Teil unser eigenes Glückes Schmid.
Packen wir es an und schmiden wir jeden Tag von neuem unsere rotglühenden Eisen!
Hallo Ralf,
ich danke Dir vom ganzem Herzen für Deine e-mails. In meinem Leben ist mir eins klar geworden es gibt keine Zufälle. Und genau so ist es auch mit Deinen e-mails, immer wenn ich sie lese habe ich genau diese Frage gestellt und durch deine e-mails dann die Antwort erhalten.
Ich bin gerade in einer Situation in meinem Leben bei welcher ich all das Anwenden kann was ich in meinem Leben seither erfahren durfte.
"Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es aber vorwärts." (Sören Kierkegaard)
Ich schreibe dies hier nieder um anderen Mut zu machen, um mir Mut zu machen und um es für mich schriftlich niederzuschreiben, damit ich es nachlesen kann wenn ich ohne Mut bin.
Ich bin am Ende meines Trennungsjahres angekommen und es fängt der ganz normale Scheidungskrieg an, den denke ich viele selbst kennenlernen durften oder bei Freunden, Bekannten miterleben durften.
Es sind zwei Kinder unter 10 Jahre aus dieser Ehe und ein Haus - und ich durfte erfahren das in unserer Gesellschaft zum grßten Teil das Meiste an Geld gemessen wird. Verfolge die Spur des Geldes.
Ich habe während dem Trennungsjahr meine innere Festplatte gelöscht und beschreibe sie nach meinen Intuitionen, nach meinem Inneren. Ich habe gelernt wie man vergibt. Ich habe gelernt wie kostbar das Leben ist. Ich habe gelernt was bedingungslose Liebe bedeutet. Ich habe gelernt das wir alle eins sind. Ich habe gelernt im Hier und Jetzt zu leben. Ich habe gelernt mich von vielen Ängsten zu befreien. Ich habe gelernt zu vertrauen. Ich habe gelernt an mich zu glauben. Diese Dinge und noch viel mehr, in meinem Inneren habe ich dies alles und zum Teil auch in mein Aussen projekziert. Momentan bin ich bei der finanziellen Materie anbelangt und dies hier anzuwenden ist ein großer Brocken, man muss vertrauen und Glauben. Und das Außen macht es einen da nicht ganz leicht.
Ich kann jedem nur sagen wer in so einer Situation steckt es geht auch anders man muss nur Wollen. Sich ständig hinterfragen handle ich aus Angst oder Liebe.
Ich sage danke für all das was ich erfahren durfte und danke all denen die meine Lehrmeister in dieser Zeit waren.
Meine stärkste Affirmation ist und war:
Ich wünsche mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann.
Ich wünsche mir Mut, Dinge zu ändern die ich ändern kann.
Und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Vergeßt nie das Leben ist das größte Spiel oder Herausforderung es kommt nur darauf an wie euer Bewußtsein hierzu ist.
In Liebe
Birgit
Zu dem Satz "Es ist nicht einfach" eine kurze Anmerkung: Ich bin der Meinung es ist einfach, es ist nur nicht immer leicht! Eine Entscheidung für etwas zu treffen was ich tun möchte ist einfach, sie langfristig in mir umzusetzen zeigt mir dann erst auf an welchen Denkmustern es oft noch scheitert. Für mich ist es bei den Dingen, die ich will am wichtigsten, daß ich fühle was ich will. Denn erst damit gehe ich vom gedachten Wollen in das Wollen, das in meinem Herz ist. Ich kann mir in und mit meinem Kopf noch so oft vorsprechen was ich will, solange es nicht in meinem fühlenden ICH angekommen ist wird es sehr sehr schwer sein es auf Dauer durchzuhalten. Wenn ich einige Kilo abnehmen will ist für mich eine ganz entscheidende Frage ob es wegen der Anzeige auf der Waage sein soll oder ob ich es in mir spüre, daß ich es will.
Viel Freude beim liebevollen "Hinfühlen"
Burkhard
Hallo Ralf,
brechen mit alten Gewohnheiten um Platz für neu zu schaffen ist definitv nicht leicht. Und da ist es egal mit welcher man brechen möchte.
Ich selber kämpfe nun seit knapp 20 Monaten gegen meine Bulemie an. Beflügelt von der Anfangsmotivation und der Unterstützung von Therapeuten war der Anfang gar nicht so schwer wie gedacht. Aber wenn man dann wieder im Alltag steckt und alte Probleme/Gewohnheiten einen mit voller Breitseite treffen ist es wirklich nicht leicht die Fahne in den Wind zu halten.
Aber es tut gut, immer wieder einen Stupser, wie Ihre Kommentare zu bekommen um sich immer wieder bewusst zu machen, dass ich nur verloren habe, wenn ich trotz eines Rückfalls nicht wieder aufstehe und es immer wieder versuche.
Danke und allen Anderen viel Erfolg und Kraft für die gesteckten Ziele.
Viele Grüße
Claudia
Das Thema von heute ist zur Zeit auch mein Thema. Dabei habe ich schon einen Erfolg erzielt. Ich habe angefangen mich täglich mindestens 1/2 Stunde an der frischen Luft zu bewegen. Das mache ich seit ca. einem halben Jahr. Jetzt fehlt mir schon etwas, wenn ich es wirklich an einem Tag nicht schaffe.
Aber bei anderen Vorsätzen falle ich immer wieder um - das habe ich mir dann immer sehr übel genommen. Da werde ich jetzt dran arbeiten und einfach wieder aufstehen und weitemachen.
Danke für Eure Anregungen und Nachrichten.
Rita
Hallo an alle und danke für Ihren vielen Kommentare.
Ich möchte schnell noch einen 10. Punkt hinzufügen:
Nehmen Sie es sich selbst nicht übel, dass Sie innere Widerstände haben, die uns wieder in Richtung unserer alten Gewohnheiten ziehen. Das ist von der Natur wohl in unserem Gehirn so angelegt, dass dauerhafte Veränderungen Zeit dauern und eintrainiert werden müssen. Wir müssen uns selbst es wohl beweisen, dass wir es wirklich ernst meinen :-)
Deswegen ist es kontraproduktiv, wenn wir uns deswegen verurteilen und selbst fertig machen. Sagen Sie es sich lieber so etwas wie:
"Ja, es ist schwierig und ich werde diese Schwierigkeiten überwinden. Ich schaffe das, weil es wichtig für mich ist."
vielleicht ein ganz anderer gedanke dazu
das aufbrechen von eigenen gedankenstrukturen und verhaltensstrukturen ist ein eigener prozess, der eine
separate "methode" bedarf, die da heißt 'vergebung' - und zwar sich selbst. hier einmal hineinfühlen, warum widerstände entstehen und warum es "schwierig" ist, könnte ein anderer startversuch sein. mit auflösen meine ich die eigenen gespeicherten gefühle zu bestimmten situationen zu neutralisieren. erst dann wird es uns leichter ergehen, veränderungen konsequenter anzugehen .. ansonsten bleibt es ein kämpfen gegen unser eigenes ego und das hat höhere gewinnenchancen. eigene einstellungen samt dazugehörige gefühle läßt freiheit schnuppern .. daher vergebt euch selbst, es ist so richtig wie es bisher geschehen ist
mit sonnen in den adern kann blut noch mehr sauerstoff in die grauen zellen bringen
manfred
Liebe Birgit,
Du schreibst wunderbare Worte, die ich nur allzu gern bestätigen kann. Ich habe das gleiche schon erlebt und inzwischen hinter mir. Und Du hast recht wenn Du sagst: Es geht auch anders! Zu mir hat die sogenannte Vernunft in meiner Zeit der Trennung immer wieder gesagt: Das ist unmöglich, so kann es es nicht funktionieren. Und doch, es hat so funktioniert, so wie ich es in mir gefühlt habe und nach außen umgesetzt habe. Entgegen aller Bedenken und Anfeindungen.
Jeder der sich selber wirklich fühlt braucht sich vor niemandem zu verstecken und zu kuschen. In einer Trennungsphase (und nicht nur da) in sich hinein zu spüren und aus dem zu schöpfen was da kommt, das ist das schönste was wir mit uns tun können. Denn ganz tief in uns ist nur Liebe und aus Liebe kann nur Liebe wachsen.
An mich zu glauben, egal in welcher Situation ich mich gerade befinde, ist mit das größte Geschenk, das ich mir machen kann. Das Jetzt annehmen und von da aus meinen Weg weitergehen. Und es geht dabei nicht um "perfekt sein" Es geht einzig und allein um "Ich sein".
Ich habe gelernt, daß ich nur weitergehen kann wenn ich mich in diesem Moment so annehme wie ich gerade bin. Daraus entsteht mein wachsen. Vielen "Wenn" und "Aber" wird dadurch ihre Kraft und Macht entzogen.
Geben wir den Möglichkeiten Raum!
Eine liebevolle Zeit!
Burkhard
Passt sehr gut, lese jede Woche neugierig von euch und oft geht es mir auch so, dass ich denke - ok, ist nicht wirklich neu - aber das muss es ja auch nicht sein!
In den letzten vier Jahren hat sich mein Leben komplett geändert und ich habe sehr viel Selbstvertrauen gewonnen, auch durch eine ganze Menge positiver Rückmeldungen, was ich jetzt so sagen kann (war allerdings ein Weg!)
Will im nächsten Jahr eine Prüfung machen, die mir richtig Sorgen bereitet, da kann ich die Tipps von dieser Woche gut brauchen, außerdem:
Hindernisse sind dazu da, um sie auszuräumen, oder? :-)
Lieber Ralf
Eine gute Verändungung sollte wie ein guter Freund sein, der Gutes bringt, den man langsam und freundlich in sein Leben lässt.
Kein Feind, der Schlechtes bringt. Dann wird es nichts.
Ganz einfach.
hab vor vielen Jahren mal ein Buch gelesen das hiess die Entdeckung der Langsamkeit... da ich immer als langsam verurteilt wurde, habe ich damals einen guten Zugang zu meiner Langsamkeit gefunden und sie bejaht. Seitdem gehe ich einfach so Schrittchen fuer Schrittchen meinen Lebensweg entlang. Wenns mal wieder so hecktisch wird, dass ich denke ich schaff ueberhaupt nichts, dann setze ich mich hin und schau auf meinen Lebensweg zurueck. "Das bin ich???" erklingt es dann meistens in mir und ich merke, das die Hektik mich mit einem alten Ich verkoppelt hatte.
wie ein Pilot,kann ich dann eine Kursaenderung vornehmen... und weiter gehts.