Macht mich das glücklich?
Von Ralf Senftleben • 11 Kommentare
Manchmal tun wir immer wieder die gleichen Dinge, obwohl wir wissen, dass sie uns nicht gut tun oder sogar schädlich für uns sind. Haben Sie auch ein oder zwei von diesen Geschichten zu laufen?
O Ja O Nein O Vielleicht
Wenn ja, dann möchte ich Sie dazu einladen, einmal den folgenden Tipp auszuprobieren:
Wenn Sie sich das nächste Mal darüber bewusst werden, dass Sie gerade wieder etwas tun, dass Sie eigentlich gar nicht tun wollen, dann sagen Sie zu sich selbst mit einer möglichst versöhnlichen und liebevollen Einstellung:
"Ich tue hier gerade etwas, obwohl ich weiß, dass es mir nicht gut tut.
Und nun frage ich mich:
Macht mich das jetzt glücklich, wenn ich das tue?
Macht mich das nach einem Tag glücklicher?
Macht mich das nach einer Woche glücklicher?
Hilft mir das, was ich gerade tue, dabei langfristig glücklicher zu werden?"
Dieses kleine Selbstgespräch hilft uns, unsere Perspektive zu verändern. Probieren Sie es einmal aus. Vielleicht schreiben Sie sich diesen Satz auf und lernen ihn auswendig, damit Sie ihn parat haben, wenn Sie ihn brauchen.
Und wenn Sie anfangen, diesen Satz regelmäßig in Ihren inneren Selbstgesprächen zu verwenden, werden Sie vielleicht bald feststellen, dass Sie mit der Zeit immer weniger von den Dingen tun, die Sie nicht glücklich machen. Versuchen Sie es einmal.





uhi, für mich sind alle Dinge, die ich tue, solche bei denen ich Glück empfinden kann. Es ist eine Entscheidung die ich treffe. Wenn ich nun sagen wollte, "es macht mich nicht glücklich, alltäglich an meinen Arbeitsplatz zu gehen" würde ich dann damit aufhören, vielleicht riskieren arbeitslos zu sein, wirtschaftlich schlechter gestellt zu sein? Nein, wenn ich spüre, und ich gebe zu, das ist noch sehr oft der Fall, dass mich etwas gerade nicht glücklich macht, dann erinnere ich mich daran, dass alles eben auch seine andere Seite hat, bemühe mich auf das GANZE zu sehen und meine Bewertungen zurück zu nehmen. Dann kommt ein tiefes offenes Verstehen, dass mich glücklich macht. Es kommt überhaupt nicht darauf an, was wir tun, sondern darauf mit welchem Bewusstsein wir es tun.
Mich macht nur der " Moment" glücklich und hinterher und am nächsten Tag unglücklich.Der "Moment" ist bei mir ein gutes Essen,das ich geniesse.Ein sozusagen Glücksmoment..
Spater ärgere ich mich,weil ich wieder zu viel Kalorien zu mir genommen habe. Ich fühle mich fast immer als glücklicher und zufriedener Mensch.
Ich habe die Frage "Macht mich das glücklich?" in Zusammenhang mit Prinzipien der Selbstorganisation verstanden.
Dazu eine (auch für mich) seltsame Antwort: ich bin fähig, diszipliniert Selbstorganisation durchzuführen. Tatsächlich kann ich damit Zeit gewinnen etc. Aber glücklich, wirklich glücklich hat mich das Einhalten des schönsten Plans noch nie gemacht.
Glücklich bin ich zum Beispiel, wenn die Aufgabenliste im Papierkorb landet und ich mich meinem Zeichnen oder Malen oder Schreiben hingebe. Und das auf gar keinen Fall zu einem "mit mir vereinbarten Termin" sondern genau dann, wanns mich halt überkommt. Und das ist mitunter (vor allem für die anderen) ein recht schlechter Zeitpunkt.
Weil ich aber außerdem vernünftig bin und Geld verdienen muss, hält zumindest mein Verstand von jenem Teil der Selbstorganisation, der oft "eingespart" wird, nämlich vom Aufschreiben der Aufgaben, von schriftlichen Tages- und Wochenzielen sehr viel.
Nur das Glücklichsein, dieses tiefe Gefühl von innen heraus, das kommt ganz von alleine und ganz spontan und nicht planbar.
Liebe Grüße
mir bewußt zu sein, daß ich die Dinge, die mir nicht gut tun nach und nach sein lasse, das finde ich lohnenswert, und dabei zu berücksichtigen, dass manche Dinge etwas länger dauern - bis ich sozusagen ernten kann, finde ich auch sehr geeignet.
Zeigt sich bei dieser Methode langfristig kein unterstützendes Ergebnis, dann kann ich es mir also ersparen, das scheint mir sehr wirtschaftlich bzw. sparsam und gleichzeitig bereischernd.
Ich spar mir die Fehlinvestitionen und behalte mehr beglückende Momente und ich muß weniger tun!
Ich würde sagen - mehr geht nicht...
"perfekt"
Ich danke euch für den Anstoss zum Nachdenken. Leider ertappe ich mich sehr oft, dass ich immer wieder die gleichen Dinge tue, obwohl ich genau weiß, dass sie mir nicht gut tun.
Und hinterher ärgert es mich, dass ich diese Dinge nicht abstelle, wenn ich mich dabei ertappe. Mit eurem Tipp könnte es vielleicht endlich mal klappen. Darüber nachdenken, ob mich das jetzt, morgen, nächste Woche glücklich macht ist wirklich ein guter Rat. Es hilft mir vielleicht aus der "Du-Falle" herauszukommen, denn mit den Fragen muß ICH mich in den Vordergrund stellen, nicht mein Gegenüber. Ich bin damit gezwungen über mich nachzudenken und nicht darüber wie es anderen damit geht.
Ganz einfach Danke.
Die letzte Frage ist wirklich schwierig zu beantworten. Sicher macht es mich glücklich, wenn ich Ende des Monats mein Gehalt überwiesen bekomme. Aber macht es mich wirklich langfristig glücklich, jeden Tag diese Ansammlung von Analforschern ertragen zu müssen? Kaum vorstellbar und trotzdem fehlt es derzeit an Alternativen. Ich sehe aber auch eine gewisse Gefahr darin, sich die derzeitige Situation schön und sich dabei Glück einzureden, denn so gibt es kein FORTkommen im wahrsten Sinne des Wortes. Nur die Aussicht auf Besserung lässt uns doch so manches ertragen.
ob mich das glücklich machte was ich tue, im moment schon. denn ich liebe eine verbotene liebe.ob mich das morgen glücklich macht, weiss ich nicht.geschweige denn übermorgen.ich bin jetzt glücklich.aber was ist mit den anderen. die betroffen sind...die mache ich unglücklich..also ist glück ein zweischneidiges schwert.
ich liebe und bin glücklich.
ob mich das glücklich machte was ich tue, im moment schon. denn ich liebe eine verbotene liebe.ob mich das morgen glücklich macht, weiss ich nicht.geschweige denn übermorgen.ich bin jetzt glücklich.aber was ist mit den anderen. die betroffen sind...die mache ich unglücklich..also ist glück ein zweischneidiges schwert.
ich liebe und bin glücklich.
Ja, ich glaube, Glücklichsein kann man "üben": Ich gewöhne es mir gerade an, mir jeden Abend die glücklichen Momente des Tages bewußt zu machen - und weniger als 3 dürfen es nicht sein. Das bewirkt schon vielerlei:
- Schon während des Tages fallen mir mehr schöne Dinge/Momente auf als noch vor einigen Wochen
- Es gibt keine "Sch...-Tage" mehr, da wirklich JEDER Tag auch gute Momente hatte - ich hab sie vorher nur nicht wahrgenommen, gerade an solchen verhexten Tagen nicht.
- Die allgemeine Grundstimmung ist bei mir besser auch in stressigen Zeiten - und das hat nichts mit "schön reden" sondern mit WAHRNEHMEN zu tun.
Natürlich ist es auch wichtig, dass ich mir eingestehe und bewußt mache, dass ich vielleicht auch Dinge tue, die mich auf die Dauer nicht glücklich machen, und zu entscheiden, wie ich damit umgehen will, getreu dem Motto Love it, change it or leave it.
Manchmal mach' ich auch Dinge, die ANDERE glücklich machen!
Ich seh' mich als GemeinschaftsWesen...
Liebe/r LiBen,
mir scheint, mit der Haltung, anderen so gut es geht zu ein wenig mehr an Glück verhelfen zu wollen, nähern Sie sich ganz direkt dem Zentrum des gesamten Problemfeldes Glück.
Es macht ja einerseits ohne Frage vielen Menschen eine ganz immense Freude, zu wissen, einem anderen irgendwie weiter geholfen oder ihm eine Freude gemacht zu haben.
Und dann: genau dieses daraus rührende eigene Befriedigungs- oder auch Glücksempfinden ist überdies völlig unabhängig davon, ob ich mit einem anderen in guter Freundschaft/Pertnerschaft/Liebesbeziehung oder was auch immer zusammen bin.
Was bedeutet, diesen (!) Weg Richtung Glücklichsein kann ich ganz allein und autonom beschreioten. Was wiederum heißt, absolut niemand kann mir diesen (!) Weg versperren...