Warum es sich lohnt, ein Positiv-Denker zu sein
Von Tania Konnerth • 8 Kommentare
Hier bei Zeit zu leben versuchen wir immer wieder die Vorzüge einer positiven Denkweise zu vermitteln. Nicht, weil wir das für „richtig“ halten, sondern schlicht weil wir für uns ganz persönlich erfahren haben und immer wieder erleben können, dass diese Sicht auf die Welt das Leben leichter und angenehmer macht. Statt den eigenen Fokus auf alles zu richten, was nicht gut läuft, was schlimm oder schlecht ist, schenkt ein Blick auf das, was gut funktioniert, was gut und positiv ist, viel Energie und es bereitet deutlich mehr Freude.
Doch, ich gebe zu: an manchen Tagen fällt so eine positive Blickrichtung schwerer als an anderen.
In der vergangenen Woche war es der Amoklauf von Blacksburg, der mir zunächst fast jeden positiven Gedanken austrieb. Da sterben 32 Menschen vollkommen sinnlos, Menschen wie du und ich, Menschen, wie wir sie alle kennen. Da kam mir im ersten Moment manch ein Ausspruch von mir fast wie Hohn vor. Wie kann ich denn angesichts solcher und all der vielen anderen schlimmen Sachen tatsächlich so etwas schreiben wie: „Schauen Sie auf das Schöne im Leben.“ oder „Alles hat seinen Sinn.“?
Die Antwort lautet: weil es stimmt.
Weil trotz aller Grausamkeiten, trotz aller Katastrophen und trotz aller traurigen Sachen auf der Welt das Leben auch schön ist. Weil wir nicht zulassen dürfen, dass wir unsere Lebensfreude verlieren, denn aus ihr können wir auch in schlimmsten Phasen den Mut zum Weitermachen schöpfen. Weil es der einzige Weg ist, immer wieder für uns selbst den Wert und das Schöne des Lebens wirklich zu spüren und das in jedem Moment, auch in den schmerzhaften.
Ich bin inzwischen eine unverbesserliche Optimistin geworden. Ich habe hart dafür gearbeitet und ich betrachte das als etwas sehr, sehr Kostbares. Ich habe keine Antworten auf die Frage nach dem Sinn solcher Taten oder von Hungerkatastrophen, von Leid und Elend. Der Sinn von all dem liegt wohl im Leben selbst verborgen…
Was ich aber habe, ist eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn einer positiven Denkweise: Und der liegt für mich darin, die Welt und das Leben nicht jenen zu überlassen, die an ihren negativen Gedanken erkranken. Nicht jenen, die zu so etwas fähig sind wie in Blacksburg. Nicht jenen Zynikern, die mir ins Gesicht lachen und sagen „Da hast du dein positives Denken.“
Ich setze etwas dagegen: nämlich meine Überzeugung, dass das Leben wundervoll ist. So einfach, so naiv und so ehrlich.
Ob ich damit etwas ändere? Ja, mindestens für mich selbst.






Hallo Tanja,
hiermit möchte ich ihnen einmal danken. Danken für die vielen interessanten Beiträge auf ihrer Seite. Bin schon seit längerem süchtig nach ihrer Seite ;-)
Ich kann es nur bestätigen, die Seite des positiven
Menschen einzunehmen. Vor allem jetzt nach 50 Jahren Lebenszeit, habe ich erlebt, dass gerade die Hürden (gewaltätiger Ex-Freund, finanzieller Engpaß, Krebserkrankung, Tod der Eltern, Trennung der Familie, Arbeitsplatzverlust nach 26 Jahren)durch den positiven Glauben an mich selbst gestärkt haben. Natürlich habe ich es erst hinterher erkannt!
Heute freue ich mich darüber, dass ich mich als pesimistische Jugendliche in eine optimistische reife Frau entwickelt habe.
Bin überzeugt jeder verfügt über diese Gabe, so wie der Selbstheilungsprozeß in unserem Körper.
Wünsche ihnen noch viele positive Erlebnisse.
Liebe Tanja und all ihr tollen Macher diese schönen Web-Site !
Nach solchen Ereignissen wie dem Amoklauf von Blacksburg können schon einmal trübsinnige Gedanken aufkommen.
Wie viele Nächte hat man als Eltern ein Baby beruhigt wenn es schrie, wie oft leidet man mit wenn es krank ist, wie viel Liebe, Kraft und Energie steck in einem Kind bis es groß wird, mit wie viel Mühe hat es sich Wissen angeeignet bis es zur Uni kam.
Warum zieht man Kinder groß, wenn ein Augenblick eines Irren im Handumdrehen viele Leben vernichten kann, genau wie ein Krieg oder Naturkatastrophen.
Ich weiß nicht mehr von wem der Satz war. „Alles was besteht, ist wert das es zugrunde geht“. Wenn man sich manchmal bewusst macht, dass nichts von Dauer ist, kein Leben, kein Bauwerk, keine Gesellschaft, kein Weltrekord, jede neue Entdeckung ist morgen schon Schnee von gestern. Alles ist nur ein Teil im Fluss der Zeit. So relativiert sich der Schmerz und die Erkenntnis, dass alles weitergeht. Ich glaube auch, das Leben an sich ist ein Optimist. Es bringt immer wieder neues Leben hervor, obwohl es weiß, das dieses auch wieder vergehen muss. Und wie wir dieses Leben leben kann jeder von uns selbst zum größten Teil beeinflussen.
Ich danke euch für die vielen tollen Anregungen, mögen eure Quellen nie versiegen.
Das Zitat, das Karin anführt „...denn alles was besteht ist wert, das es zugrunde geht, stammt aus Goethes Faust. Nicht gerade ein Werk über positives Denken , aber in seiner Genialität kaum von einem Werk der Weltliteratur zu übertreffen. Es ist etwas schwierig Faust mit der Philosophie des positiven Denkens in Verbindung zu bringen, vielleicht noch am ehesten mit diesem Zitat aus dem zweiten Teil:“Wer ewig strebend sich bemüht, den können wir erlösen.“
Persönlich jedoch habe ich mir eine positive Grundeinstellung zum Leben nicht „erarbeiten“ müssen, sie war vielmehr latent vorhanden. Zwar nicht immer und nicht immer in der gleichen Ausprägung, aber ich denke das ist auch nicht möglich.
Das bedeutet keinesfalls, dass ich die Welt so in Ordnung finde, wie sie ist, ganz im Gegenteil. Eine Tat, wie die von Blacksburg findet natürlich ein großes Medienecho ist aber vergleichsweise (falls man Elend überhaupt vergleichen kann) gering gegenüber einer Weltwirtschaftsordnung die Millionen Menschen den Hungertod sterben lässt, oder Kriege die ganze Völker ins Elend stürzen, oder eine Einkommensverteilung, die den überwiegenden Teil der Menschheit nicht mal das notwendigste zum Leben lässt.
Das alles sind Fakten, die aber keinesfalls dazu führen müssen, in Depressionen zu verfallen oder an negativen Gedanken zu erkranken. Vincent van Goch hat einmal sinngemäß gesagt: Man sollte Gott nicht nach dieser Welt beurteilen, denn sie ist ihm gründliche misslungen. Aber es muss schon ein Meister sein, der solche Schnitzer macht. Ich denke, man kann dem zustimmen.
Eine sehr nachdenkenswerte Antwort auf diese Fragen gibt auch Albert Camus, der die Auffassung vertritt, das das Leben im Grunde absurd ist, man aber lernen muss mit dieser Absurdität zu leben.
Hallo zusammen, zum Thema positives Denken ist mir Aufgefallen, das es von manchen Menschen missverstanden wird. Wenn z.B. eine Frau vom Partner geschlagen wird, und (aber) sich dann selber "gut zuredet" (positiv Denkt?!?), und sich dann sagt:"Andere Männer schlagen ihre Frau Krankenhaus-reif, ich bekomme nur leichte Ohrfeigen, und ich bin ja auch irgendwie Schuld daran, weil ich Ihn ja wirklich wütend gemacht habe....... also ist es doch nicht ganz so Schlimm bei mir.....da gibt es noch vieeeel Schlimmeres.....".
So etwas ist nicht positiv Denken, das ist nur eine schönfärberei & verharmlosung einer unschönen, belastenden Situation.
Auch finde ich es sehr Schade, dass es auch Heute noch ein großes Tabu ist, sich bei Problemen Hilfe und/oder Tipps von Experten zu holen, je nach dem, welchen Bereich des Lebens es betrifft, vor allem im Sozialen Bereich.
Das wird immer noch hartnäckig gleichgesetzt mit
"wenn ich mir Hilfe holen muß, weil mein Kind schwierig ist, so habe ich versagt, bzw., nur Versager wissen Nicht mehr weiter, oder - wenn ich mir Hilfe hole, dann wissen Alle, das ich Lebensunfähig bin".
Ich jedenfalls kenne viele Menschen, welche - wörtlich - noch Heute so Denken.
Ich weiss das aus eigener Erfahrung, denn meine Eltern waren "Schwierig", mein Vater Denkt noch heute so, und ich war in vielen Kliniken.
(Ich stamme aus einer "guten" Mittelschicht).
Und Aktuell das Thema Rassismus/Rechtsextreme, soweit ich weiss, besteht der Menschliche Körper aus den selben
"Anteilen" wie Blut, Knochen, Haut, Zellen, Gehirn, Seele usw., nur das halt Farbige Menschen eine dunkle Hautfarbe haben, wegen so Hautpigmenten, oder?!
Ich habe nur Hauptschule, aber kann es sein, das es den Nazis an Menschlicher-Völkerkunde-Allgemeinbildung fehlt,
und wenn, das sie sehr einseitigen Wissen-Missbrauch betreiben??
Geisteswissenschaften, Psychologie usw., wird auch oft missbräuchlich eingesetzt/benutzt.
Schon erstaunlich, was so aus einem Säugling werden kann:
Mahathma-Ghandi, Hitler, Rudolf Steiner, Stalin,
Alfred Einstein, Käthe Steiff (sie saß im Rollstuhl und hat die berühmten Steiff-Bären & Tierchen genäht).....
Die Psychoanalytikerin Alice Miller hat unter anderem die Herkunftsfamilien von Hitler und Stalin beschrieben,(Buch: Am Anfang war Erziehung).
Ich Denke auch, jede Psychosomatische Klinik könnte Romane schreiben zum Thema, welche Probleme falsch erlerntes Sozialverhalten mit sich bringt, auch z.B. Narzissmus.
Viele Menschen glauben, weil wir Technisch
"weit fortgeschritten" sind, seien wir also auch Leistungs-fähig, und somit also auch "Gesund & Normal".......
So sitzen sie dann im Goldenen Käfig, fahren Porsche, sind
langzeit Single oder zum 3. Mal geschieden, und als
Hotel-Erbin lässt man sich breitbeinig ohne Schlüpfer beim
Auto-Aussteigen photografieren, und die Models sterben den Diät-Hungertod, und viele Teenagermädchen sind Heute der festen Überzeugung, das so etwas real Nachahmenswert sei.
Wir haben heute das Wissen, ein positives Verhalten zu erlernen, aber es ist ein Peinliches Tabu, und wer doch
Psychotherapie in Anspruch nimmt, der wird von vielen
angeschaut,
als wäre er/sie ein "akut unberechenbar-durchgeknallter", mit welchem man Näher nun wirklich Nichts zu tun haben möchte.
Und viele Psychosomatisch Genesene stellen nach der Therapie (leider) fest, das sie zu "Sonderlingen" geworden sind, und leider auch viele Partner (plus Eltern&Verwandte)mit dem Neuen Verhalten gar nicht so viel Anzufangen wissen.
Wie Gut, das ich vermehrt Sendungen gesehen habe, wo nun schon in Kindergärten ein gezieltes Sozialverhalten gelebt wird, wo nach dem gemeinsamen Spielen die Kinder im Kreis sitzen, und darüber gesprochen wird, z.B. ein Junge, der ständig Auffällt, das er oft andere Kinder hauen tut,
und er dann Vorschläge bekommt, wie er sich Anders Verhalten kann.
Ich Hoffe sehr, das sich solche Kindergärten durchsetzen werden, und in vielen Schulen wäre das auch sehr Notwendig.
Ist halt wieder die berühmte Geldfrage, denn es bräuchte auch grundsätzlich kleinere Klassen mit weniger Schülern.
Für Mich ist Positives Denken oft auch der Mut, etwas zu verändern.
Und wenn`s nur (mehr & mehr)kleine Veränderungen sind.
Und Allen einen schööööönen Tanz in den Mai, mit einem
imaginären Margheriten-Kranz auf dem Kopf,
wünscht Lisa.
Hallo Lisa,
Du holst hier ja zu einem richtigen Rundumschlag aus. Obwohl es etwas undifferenziert klingt, triffst Du die Sache schon im Kern. Dabei hat man den Eindruck, dass Du wie vor einer Wand stehst, auf der Du eintrommelst. Aber wie Du schon richtig schreibst, bestimmte Veränderungen geschehen oft nur nach und nach und vor allem bei einem selber, weniger bei den anderen. Deine Gedanken zeigen, dass Du auf dem richtigen Weg bist. Viel Erfolg dabei!
Hallo Zusammen,
ich bin ein unverbesserbarer Pessimist, werdet Ihr wahrscheinlich nach meinen Zeilen denken, aber was soll´s,die Gedanken sind frei oder auch nicht, wie auch immer...
Die letzten Worte von Tanja finde ich am aussagekräftigsten ... "... für mich selbst.", für diese Seite und für unsere Gesellschaft.
Sch... drauf, was draußen los ist, warum wer, wieso und warum an und in dieser Welt zu Grunde geht. Irgendwie hat das alles schon einen großen, wenn auch verborgenen Sinn.
Nein! Es hat keinen Sinn, nicht so.
Aber weil wir dies als negativ auslegen (so zu denken), belassen wir es dabei und schauen weg, auch wenn wir uns alle für einige Zeit betroffen geben. Nur wird sich dadurch nichts ändern und keiner von uns wird dadurch im Herzen gesund bleiben, wenn wir mit dem Kopf positiv denken.
Ja es mag negativ klingen, aber die Welt geht zu Grunde ... wenn wir weiterhin inaktiv bleiben und uns selbst betrügen.
Ja, wir müssen dafür Hoffnung haben. Aber das ist was anderes als "Irgendwie wird schon alles wieder gut."
Und vor allem, geht es nur zusammen und wenn das auch heißt sich für die "böse" Seite der Welt zu öffnen, um sie zu besiegen.Große und kleine Taten wurden und werden vollbracht, weil Leute den Schmerz anderer nicht mehr ertragen konnten und sich nicht in sich selbst zurückzogen und ziehen.
Auf solche Leute sollten wir bauen und ich wünschte ich wäre einer von Ihnen.
Aber auch wenn ich es nicht bin, gebe ich ich mich noch lange nicht dazu hin und gehe lieber an Depressionen über diese Zustände zu Grunde, als dem allem einen hohlen Sinn zu geben und mich zufreuen, das es zumindest mir gut geht.
Gemeinsam können wir die Welt verändern ... ICH glaube daran!
Euer Lancaster
Hallo Lancaster und alle,
danke für Deine Aufrichtigkeit! Bin sehr einverstanden mit Deinem Weltbild.
Zum "Positiv Denken": Bitte sagt mir, wie das geht, wenn einem gerade alle Hoffnungen schwinden, wenn der innere Druck zunimmt, wenn man aus seiner Traurigkeit raus möchte, aber man keine Kraft und keinen Blick mehr für das Schöne und das Gute hat?
Oh ich weiss genau, wohin ich will, was mich und mein Wahres Sein ausmacht. Aber ich sitze da und bekomme Angst vor dem Schritt und bin gelähmt. Und in mir immer wieder die Stimmen, die sagen: Du schaffst das nicht, aus Dir wird nichts!
Sagts mir bitte!
neo
Hallo Neo,
Ich weiß wie es ist, wenn einem gerade alle Hoffnungen schwinden, wenn Du schwimmst und schwimmst und Du Angst hast zu ertrinken-ein schlimmes Gefühl, aber auch eine Chance-Du mußt sie nur sehen, es gibt sie!!! Schau nicht zurück-werde eins mit Dir und Gott, bekenne Dich zu Ihm und er wird Dir den Weg-Deinen Weg weisen.
Trage die Liebe in Deinem Herzen und gib Sie dem der sie braucht und Du wirst mehr zurück bekommen als Du gegeben hast.
LIEBE ist Macht, die niemals mißbraucht werden kann, weil sie Mißbrauch nicht kennt, nur LIEBT und niemandem schaden würde, sie kennt keine Angst, keinen Zweifel.
Positiv Denken, heißt nicht die rosarote Brille auf zu setzen und Dein Gummiband-Lächeln zu zeigen.
Positiv Denken heißt, nach vorne zu schauen, sein Leben in die Hand zu nehmen und Verantwortung für sich selbst zu haben-es ist Dein Leben!!! Deine Gesundheit!!!
Du schaffst es, Du kannst alles schaffen, wenn Du es WILLST!!!
Also geh los und gestalte Dein Leben wie Du es willst!
Viel Glück -glaub an Dich- ich tu es!!!
Vera