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Wöchentlicher Newsletter

Werfen Sie einfach Ballast ab

Von Ralf Senftleben51 Kommentare

Haben Sie Gegenstände in Ihrem Haus, die Sie eigentlich nicht brauchen und vielleicht noch nicht einmal schön finden? Stapeln sich bei Ihnen auch die Zeitschriften und Bücher, die Sie noch lesen wollen? Haben Sie sogar vielleicht Zeitschriften abonniert, bei denen Sie gar nicht mehr dazu kommen, sie zu lesen? Oder haben Sie sich Materialien für ein Hobby zugelegt, die seit 2 Jahren im Schrank liegen, aber noch nie benutzt wurden? Vielleicht Kleidungsstücke und Schuhe, die Sie noch nie angezogen haben?

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mich belasten all diese Dinge, die ich besitze, aber nicht benutze und nicht brauche – ja, vielleicht nicht einmal mag.

Jeder dieser Gegenstände buhlt irgendwie um meine Aufmerksamkeit. Sollte ich nicht noch diese Zeitschrift lesen oder dieses Buch? Sollte ich nicht endlich die Staffelei benutzen, die ich mir einmal gekauft habe oder den Bausatz zusammensetzen, den mir meine Frau geschenkt hat?

So komisch es klingt aber ich habe manchmal das Gefühl, dass jeder Gegenstand, den wir besitzen, aber nicht benutzen, ein Stück Energie abzieht.

Geht Ihnen das auch so?

Wenn ja, dann ist es vielleicht an der Zeit, ein bisschen klar Schiff zu machen, Ballast abzuwerfen, sich von Dingen zu verabschieden, die Sie nicht mehr brauchen oder zu denen Sie sowieso nicht kommen.

Macht das Sinn für Sie?

Wenn ja, dann stellen Sie sich doch einmal vor, in Ihrer Wohnung gäbe es nur noch Dinge, die Sie entweder wirklich häufig benutzen oder an denen Ihr Herz hängt. Stellen Sie sich einmal vor, alle andere Gegenstände hätten Sie verkauft oder verschenkt. Hätte Ihre Umgebung dann nicht plötzlich eine unglaubliche Klarheit? Um Sie herum gäbe es dann nur noch Dinge, die Ihnen wirklich etwas bedeuten oder die Sie wirklich brauchen…

Also ich finde diese Vorstellung sehr schön.

Vielleicht ist ja heute der richtige Tag, um einmal durch Ihre Wohnung zu gehen und alle Gegenstände zu notieren, die theoretisch verkauft oder verschenkt werden könnten.

Versuchen Sie es einmal. Es kann sehr gut tun, das eigene Leben von Ballast zu befreien.

  1. M schreibt am 10. November 2007 um 11:26

    Hallo,

    einerseits hat das was, ja.
    Aber wenn man mal irgendwann auch noch was von den ungebrauchten Dingen möchte und die sind dann weg...? So ein wenig Stöbern in vielleicht länger nicht benützten Dingen kann auch Spaß machen - natürlich nur, wenn einen das Aufbewahren nicht wirklich so viel Energie entzieht wie beschrieben - dann ist es vielleicht wirklich besser, auszumisten...
    Und es gibt ja auch das Ausmisten auf mentaler Ebene - sich frei machen von dem Ballast, den man psychisch-seelisch mit rum schleppt. Das ist auch wichtig...

    Schönes Wochenende!

  2. Gabrielle schreibt am 11. November 2007 um 09:22

    Hallo zusammen,

    ich habe mich schon vor einigen Jahren mit dem Thema "Balast abwerfen" und "Mein Leben zu entrümpeln" beschäftigt und kann es nur jedem empfehlen. Es ist wirklich so, dass unnötige Dinge (und auch Personen), die man so mit durchs Leben schleppt nur unnötig belasen. Man sollte langsam anfangen zu entrümpeln. Zuerst mal bei einer Sache, wei z.B. dem Kleiderschrank, den Zeitschriften, Büchern und dann immer weiter. Es fängt an Spaß zu machen und man fühlt sich freier. Ich kann das wirklich aus Erfahrung sagen.
    Am Ende waren auch Personen an der Reihe, die ich eine lange Zeit mit "durchgeschleppt" habe und die mich enorm viel Energie gekosten haben, allerdings gebracht haben sie mir nicht. Und auch diese habe ich "entrümpelt", was nicht gerade einfach war, aber es hat geklappt. Heute bin ich froh darüber.

    Man sollte öffter solche Beiträge als Gedankenanstoß bringen. Finde ich klasse von Zeit zu leben! Danke an Euch!

  3. V.W. schreibt am 11. November 2007 um 09:45

    Ich habe festgestellt, dass sich nach einer außeren Entrümpelung der Wunsch nach einer inneren Entrümpelung geradezu aufdrängt.

  4. Erika schreibt am 11. November 2007 um 09:51

    Hallo,

    Ballast abwerfen - ja.... das habe ich schon einmal getan. Es ist ein paar Jahre her und wenn ich mich so umschaue merke ich deutlich, dass es wieder an der Zeit ist, die neu hinzugekommenen "Überflüssigkeiten" loszuwerden. Es ist nur so schwer, den ersten Schritt zu tun, weil immer der Gedanke lauert, ich könne die Sachen noch einmal gebrauchen! Und doch weiss ich genau, ich würde alles stehen und liegen lassen, wenn meine Wohnung Feuer finge. Der Newsletter war ein guter Anstoss dazu. Ich werde die nächste Woche zu einer "Entsorgungswoche" machen und mich von Dingen trennen.

    Schönen Gruss!

  5. Birgit schreibt am 11. November 2007 um 10:04

    Hallo,
    ja, ich kann das nur empfehlen.
    Als ich vor 7 Jahren umgezogen bin, habe ich kein einziges Buch in mein Wohnzimmer gestellt. Wenn ich Bücher sehe, will ich sie lesen oder reingucken, dabei will ich LEBEN und zwar nicht aus Büchern. Bücher haben mir nicht mehr so viel zu bieten.
    Wenn ich mal Zeit zum Schmökern benutzen will, hole ich mir Bücher aus der Bücherei, die sind dann auch wieder weg die Bücher. Oder ich leih mir von Freunden ein Buch, dann redet man auch drüber und es ergibt sich Lebendiges.
    Ansonsten sammeln sich im (sehr kleinen) Keller auch immer so viel Materialien, die ich vielleicht mal brauche (reste vom Tapezieren, Streichen usw.), dass mich das auch schon wieder nervt (Energie raubt).
    Mit einer Sache anzufangen finde ich auch schon gut. Und dann gehts weiter...
    Birgit

  6. Adrian schreibt am 11. November 2007 um 10:16

    Als ich vor 3 Jahren in diese Wohnung gezogen bin habe ich natürlich auch alle Regale wieder aufgebaut... und natürlich auch befüllt. Neben dem Anblick des Stapelns kommt noch die Staubfängerei dazu. Ok, alles bot einen gewissen Lustfaktor für meine Papageien daran zu nagen, nur dies ergab umso mehr Sauerei. Irgendwann begann ich diese Regale zu räumen. Ich schmiss weg was ich seit geraumer Zeit nicht brauchte, packte in eine Bananenschachtel, was ich behalten wollte jedoch selten gebrauchte und demontierte die Regale.
    Fazit: Der Balast ist weg, die Wohnung ist luftiger und heller und es gefällt mir! Es ist befreiend, denn jedes herumliegende Teil will etwas von Dir... aus den Augen aus dem Sinn, aber das sollte mit bedacht geschehen!!!

    Viel Spass
    Adrian

  7. BEA schreibt am 11. November 2007 um 10:24

    Lieber Herr Senftleben, als ich Ihre Zeilen gelesen habe, habe ich mich sofort wiedererkannt. Und die Sehnsucht, auszumisten ist auch immer wieder da. Mein Problem ist nur, dass es mir sehr sehr schwerfällt, mich von der Chance zu verabschieden, doch irgendwann noch einmal Zeit zu haben, den Pinsel zu ergreifen, das Buch zu lesen, mich mit diesem oder jenem Thema auseinanderzusetzen.... Und dann hebe ich es eben weiter auf. Liebe Grüße aus einem verschneiten Wien BEA

  8. BEA schreibt am 11. November 2007 um 10:24

    Lieber Herr Senftleben, als ich Ihre Zeilen gelesen habe, habe ich mich sofort wiedererkannt. Und die Sehnsucht, auszumisten ist auch immer wieder da. Mein Problem ist nur, dass es mir sehr sehr schwerfällt, mich von der Chance zu verabschieden, doch irgendwann noch einmal Zeit zu haben, den Pinsel zu ergreifen, das Buch zu lesen, mich mit diesem oder jenem Thema auseinanderzusetzen.... Und dann hebe ich es eben weiter auf. Liebe Grüße aus einem verschneiten Wien BEA

  9. Hanni schreibt am 11. November 2007 um 10:50

    Lieber Ralf,
    auch mir fällt es zum Teil schwer, mich von Dingen zu trennen, obwohl ich merke, dass sie mich belasten.
    Zum andern habe ich das Problem, wenn ich schon Dinge ausmisten, dass ich niemanden finde, dem ich sie schenken kann. Die Menschen um mich rum haben alle genug oder mehr als ich.
    Ein paar Bücher könnte ich vielleicht noch bei Oxfam unterbringen, aber die nehmen auch nicht alles.
    Und auch das passiert mir, dass ich etwas wirklich aussortiert habe und kurze Zeit danach brauche ich es. Ich werfe anscheinend auch oft das Falsche weg.
    Ich weiss zur Zeit nicht, wie ich aus diesem Teufelskreis rauskomme. Da ich nur eine kleine Wohnung habe, wäre es angebracht, Platz zu schaffen, und ich weiss auch, dass ich mich dann wohler fühlen würde. Aber der Geist ist willig... du weisst ja.
    Erwähnen möchte ich noch, dass mir auch oft die nötige Energie fehlt. Ich bin nämlich nicht mehr so jung (74.
    Wer hilft mir?

    Liebe Grüsse
    Hanni

  10. Gisela schreibt am 11. November 2007 um 11:19

    Lieber Herr Senftleben,

    Sie und Ihre Frau haben einfach gute Ideen!!!

    Seit Mai letzten Jahres beschäftige ich mich recht häufig mit diesem Thema.
    Das Alter spielt vielleicht dabei eine Rolle, mich von Altem, oft Überflüssigem zu befreien und jede Aktion in dieser Richtung gibt mir das Gefühl, freier atmen zu können, meine Arme ungehinderter ausbreiten zu können.

    Flohmärkte oder Gaben an bestimmte Organisationen spielen dabei erfreuliche Rollen.

    ... und es geht so weit, dass ich meinen Töchtern zu Weihnachten schöne Dinge aus "alten Zeiten" schenke, auch dieses Jahr; sie können sie behalten oder entsorgen. Ich habe das Bedürfnis, beim Entrümpeln den Familienkreislauf zu berücksichtigen. Warum sollen sie sich erst an diesen Kostbarkeiten nach meinem Tod erfreuen (ich könnte ja 100 werden und das dauert mir bis dahin definitiv zu lange!)

    Schönen Sonntag und danke für diesen Impuls.

    Gisela

  11. Moni schreibt am 11. November 2007 um 11:26

    Hallo zusammen,

    ich habe schon lange erkannt, alles was ich kaufe oder horte,muss ich auch abstauben... also weniger Konsum und nichts auch garnichts horten und "Ordnung" ist an allen Orten!
    in diesem Sinne einen glücklichen Sonntag!

  12. Theresa schreibt am 11. November 2007 um 11:36

    Vor kurzem habe ich 2 60-Liter-Säcke mit zu grossen Kleidern weggepackt. Der luftige Kleiderschrank gefällt mir sehr!

  13. Monika Bader schreibt am 11. November 2007 um 11:36

    Wenn ich sehe, dass in meinem Keller Stück für Stück mehr Platz wieder frei wird, ist da ein unglaublich befreiendes Gefühl. Ein Gefühl von Ordnung, die auch auf mein restliches Leben zugreift. Ich verschenke die Sachen immer und es freut mich dann umso mehr, wenn jemand anders dann Freude daran hat und es auch wirklich gebrauchen kann. Dabei wird mir auch immer wieder bewusst, dass es anderen Menschen nicht so gut geht wie mir und ich mit dem Verschenken auch noch helfen kann. Dinge aus meiner Vergangenheit oder Kindheit, die ich mit schönen Erinnerungen verbinde, behalte ich.

  14. Christine schreibt am 11. November 2007 um 11:38

    Hallo Ralf,
    mir kam es eben vor, als ob ich genau auf diesen Newsletter gewartet hätte.
    Zum Glück ist Sonntag un dich habe nichts weiter vor, so daß ich die Gelegenheit sofort ergriffen habe und etliche Schubladen von Dingen befreit haben, die mich schon lange ärgern und im Grunde auch nur Platz wegnehmen.
    Ebenso habe ich meine riesigen Zeitschriftenstapel durchgesehen und bestimmt 90% davon zum Altpapier gegeben.
    Es tut richtig gut!
    Danke für die wunderbaren Newsletter, in denen ich immer wieder wertvolle und hilfreiche Denkanstöße und Ratschläge bekomme.
    Einen schönen Sonntag!

  15. Marc'Oh schreibt am 11. November 2007 um 11:47

    Ich war schon immer ein Sammler, kein Jäger. Und ich hänge oft und hartnäckig an materiellen Dingen, mit welchen ich mich irgendwie verbunden fühle. Heute kann ich sagen, es gelingt mir relativ leicht, mich davon zu trennen. Mist zu Mist. Und Brauchbares? Wenn es jemand haben möchte oder sogar noch ein bisschen Kleingeld dafür locker macht (bsp. Auktion) ist das auch okay. Womit ich aber blödsinnig mühe habe, ist, Dinge zu vernichten, die eigentlich noch ganz in Ordnung sind.

  16. Thomas Fischer schreibt am 11. November 2007 um 12:39

    Hallo Freunde,

    vor einiger Zeit habe ich jemanden auf meiner Arbeit kennengelernt, woraus sich eine gute Freundschaft entwickelte. Wenn er in Nöten war hatte ich, so gut es ging, ihm geholfen. Ich hatte später meinen Arbeitsplatz verloren. Darauf fing ich mit meinen ersten Fernstudium an (kaufmännischer Grunkurs). Er war damals in einer Spedition tätig und verlor einige Zeit später ebenfalls seine Arbeit. Da er wusste wo ich wohne ist er jeden Tag bei mir erschienen. Zuerst habe ich mich auf seinen Besuch gefreut, doch dann wurde es zunehmend bedrückender. Ich habe drei Kinder und von da her immer etwas zu tun.
    Er bat mich erneut um meine Hilfe, da er ein Haus gebaut hatte, was für ihn viel zu groß war und er sich dazu noch finanziell übernommen hatte. Natürlich half ich ihm so gut ich konnte. Da ich über ein Fax verfüge haben wir viel eilige Briefe über mein Fax versendet.
    Allmählich wurde mir mehr und mehr bewusst, dass er meine Freundschaft schamlos ausnützte, denn beteiligte sich nicht an meine sehr erhöhten Unkosten. Ich legte ihm eine Telefonrechnung vor und bat ihn, einen Teil (seinen) davon zu begleichen, da ich noch keine Arbeit gefunden hatte und es bei mir schon zu finanziellen Engpässen kam. Er sagte, dass er dies tun werden, was er jedoch nie tat. Im Gegenteil. Er rief mich nochmals an und wollte nochmals meine Hilfe.

    Lange Rede, kurzer Sinn:

    Ich habe die Freundschaft gekündigt und ihn zum Verstehen gegeben, dass er sich nie wieder bei mir blicken lassen soll.

    Die ist ein harter Schritt für mich gewesen, doch ein notwendiger, denn mir geht es wieder etwas besser dadurch.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende

    Thomas Fischer

  17. Andrea schreibt am 11. November 2007 um 12:44

    @Hanni

    Das mit der fehlenden Energie kenne ich,obwohl ich jünger bin.
    Mir hat es geholfen,mich von dem Plan jetzt wird "Grundordnung" gemacht zu verabschieden.
    Ich neheme mir immer, wenn ich Zeit und Energie habe nur eine Schublade oder ein Schrankfach vor.Und sortier aus,ordne neu und mache sauber.

    Somit bleibt das ganze überschaubar,die Wohnung sieht nicht gleich wie ein "Schlachtfeld" aus und der Erfolg ist dennoch sichtbar.

    Vielleich hilft dir dies ja auch.

    Lieben Gruß
    von Andrea

  18. Andrea W. schreibt am 11. November 2007 um 12:59

    Hallo Ihr Lieben,
    Ihr schreibt mir heute von der Seele!!! Normalerweise befreie ich mich regelmäßig von altem Balast und ich fühle mich danach immer wie neu geboren und sehr befreit. Ich schaffe es auch mich von weniger bedeutenden Dingen schnell zu trennen. Alles kein Problem. Aber es gibt genau drei Dinge in meinem Leben ... und dass sind genau die von Euch genannten...Unmengen von Wohnungs- und Fachzeitschriften,
    eine Staffelei (noch nie benutzt) und ein antikes Puppen-
    haus dass ich seit genau 8 Jahren zusammenbauen möchte. Jeden Tag denke ich darüber nach, ich müßte ja endlich mal die Zeitschriften noch durchblättern, bevor es neue gibt...endlich müßte ich mal das Bild anfangen zu malen, dass ich schon ewig als Vorlage liegen habe...und erst das teure Puppenhaus...ob ich es endlich mal schaffe, damit zu beginnen??? Einerseits freue ich mich diese Dinge zu besitzen, aber wie wahr ist es, dass die Gedanken an diese Dinge sehr oft ein unangenehmes Gefühl in mir hervorrufen und belastend sind.
    Vielleicht sollte ich sie in der nächsten Zeit mal auf dem Speicher deponieren und sie doch erst wieder hervorholen, wenn ich wirklich mal "ZEIT" habe, denn irgendwie hängt mein Herz schon daran.

    Herzliche Grüße
    Andrea

  19. Doris schreibt am 11. November 2007 um 13:58

    Hallo,

    wir wandern im März nach Kanada aus.
    Momentan sind wir dabei, unseren ganzen Hausstand zu
    verkaufen und zu verschenken.
    Es ist unbescheiblich, was sich in einer 4 köpfigen Familie
    im Laufe der Zeit so ansammelt.
    Was kostet das alles Zeit und Energie.
    Danke für Ihre Anregungen und herzliche Grüße.....

  20. Alice schreibt am 11. November 2007 um 14:49

    Hallo Ihr Lieben,

    ich kann mich einigen hier aufgeführten Beiträgen nur anschließen und betonen, dass es nicht nur bei Dingen notwendig ist, von Zeit zu Zeit zu entrümpeln sondern vor allem auch in Beziehungen, die einem nicht gut tun !

    In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen Sonntag aus dem stürmischen München !

    Viele Grüße
    Alice

  21. Elisabetta schreibt am 11. November 2007 um 15:21

    einen schönen guten Tag, nun wie wahr wie wahr. Alles was ich in den letzten 2 Jahr Jahren nicht gebraucht habe, oder nicht in der "Hand" hatte, brauche ich nicht. Das ist mein Weg. Außer meine Bücher ;-).

    einen schönen Tag aus dem sonnigen Kraichgau

    Elisabetta

  22. Marion schreibt am 11. November 2007 um 15:40

    Hallo Tania, hallo Rolf,

    im vergangenen Jahr ist meine Mutter verstorben und sie hat schon immer gesagt, mein Haushalt würde dem eines 4-Personen-Haushaltes sehr ähneln....und sie hatte verdammt recht damit.
    Aber es ist auch sehr schwer, sich von Dingen zu trennen, die einen schon so lange begleitet haben.
    Was ich aber auf jeden Fall ab morgen in Angriff nehmen will, ist mein Papierberg - auch wenn hier noch ungelesene Zeitschriften dabei sind. Ein Abo hatte ich kürzlich schon aufgekündigt - weitere werden folgen. Weg damit!!!
    Und dann geht´s bei den anderen überflüssigen Sachen weiter - ich habe es mir gerade ganz fest vorgenommen. Dafür richte ich mir lieber eine Freundschafts- und Reichtumsecke im Wohnzimmer ein und stelle endlich mal wieder meine Brunnen auf und dekoriere sie schön...
    Vielleicht bekomme ich dann auch wieder mehr Ordnung in mein gesamtes Leben.....
    Euch allen wünsche ich auch viel Erfolg und daß ihr durchhaltet mit dem aufräumen....
    Lieben Gruß
    Marion

  23. Lumina schreibt am 11. November 2007 um 15:57

    Hallo Ihr lieben "Loslasser" :)))

    Gerade gestern habe ich an einem Seminar über das Loslassen teilgenommen (schon zum 2. Mal) und zum Schluß bekamen alle Teilnehmer zur Erinnerung einen großen Müllsack geschenkt als Symbol für das Aufräumen und Ausmisten - sowohl der Wohnung als auch der inneren Person. Ich kann nur bestätigen (aufgrund meiner Veränderungen in den letzten Wochen) wie GUT es tut, von überflüssigem loszulassen, auszumisten, sich von Ballast zu trennen .... auch was manche Kontakte angeht. Sicherlich überhaupt nicht einfach, man braucht den starken Willen und das Durchhaltevermögen - ABER ES TUT SEHR SEHR GUT und befreit !!!

    Viel Erfolg also allen, die es ebenfalls schon gestartet haben oder noch starten wollen!

    Überflüssiges kann man gut auch auf Flohmärkten, bei Ebay oder Amazon (Bücher, CDs, DVDs...) verkaufen. Dann verwandelt sich der Ballast auch noch in eine schöne kleine Finanzspritze (davon sollte man nach Möglichkeit natürlich keinen neuen Ballast kaufen :))) )....

    Schön, an all den anderen Erfahrungen teilhaben zu können - Danke an alle!

  24. Anne schreibt am 11. November 2007 um 16:25

    Hallo Ralf,
    genau vor einem Jahr haben wir uns entschlossen unser Haus zu verkaufen. Mir wurde die Arbeit im Haus und Garten zuviel, der Wunsch nach Zeit, so richtig nach Herzenslust zu lesen, und das "buddeln" konnte diese Gelüste nicht aufwiegen. Das Haus haben wir 32 Jahre lang bewohnt. Die Jugendjahres meines Mannes hat er dort verlebt, unseren ersten Dates haben wir, wenn Mutter nicht zu Hause war dort gehabt, die ersten Wochen unserer Ehe bevor die Wohnung fertig war, die Kinder sind darin groß geworden, ausgezogen und haben "fast" alles mitgenommen, ja und dann die ersten Schritt der Enkelkindern im schönen großen Garten. Freud' und Leid...ein Leben lang. Mir wurde das "Erhalten" einfach zuviel. Meine TA Ausbildung veränderte mich. LOSLASSEN und sich erleichtern, um Autonomie und Selbstverantwortung zu leben. Mir ist der Umzug in die schöne große Wohnung leichtgefallen. Mein Mann leidet immer noch und braucht Zeit sich einzuleben. Den halben Hausstand haben wir verkauft, verschenkt andere damit andere beglückt. Die Schränke sind leerer, wesentlicher und klarer. Das, was ich benötige kann ich finden. Mich dazu! Klarer zu werden bedeutet für mich leichter zu leben, weniger mit DINGEN mich zu beschäftigen, sondern mit mir und meinem beruflichen Weiterkommen.Die Nebel sind dünner geworden oder ganz verschwunden. Das wünsche ich auch meinem Mann.
    Danke für die wöchentlichen Newsletter!!
    Herbstliche Grüße von
    Anne

  25. Hanne S. schreibt am 11. November 2007 um 16:36

    Ein mir sehr vertrautes Thema..."Loslassen- Entrümpeln- Ordnen...". Mir fällt es sehr schwer mich von Dingen zu verabschieden.Theoretisch kenne ich fast alle Ordungsprinzipien, wie ich mein Leben "entrümpeln" kann. Es scheitert jedoch an der Praxis. Im Januar werden wir umziehen. Ich habe mir das Ziel gesetzt das nur 50% des jetzigen Hausstandes mit umziehen. Vom Dachboden bis zum Keller sind ca. 240 qm zu entrümpeln. Ich verfalle angesichts dieser Haushaltsauflösung bereits in Lethargie zu dem ich kaum Zeit habe, da wir in unserem neuen (alten) Haus viel zu werkeln haben. Aber ich werde den heutigen Tipp in jedem Falle in die Tat umsetzten, so schwer es mir fällt. Danke für den Tipp.

    Noch einen schönen Herbstsonntagabend an alle von
    Hanne

  26. Niko schreibt am 11. November 2007 um 17:42

    Loslassen können, ausmisten schafft Platz für das Neue (sonst werden wir alle Messies...)

    Ich war letztes Jahr 6 Monate in Asien, als ich zurückkam, wurde erstmal die halbe Wohnung entrümpelt, ich habe gemerkt, daß ich 6 Monate aus dem Rucksack leben kann.

    Ausnahme Bücher, da muß ich Birgit, s.o., widersprechen. Ich habe viele Bücher bei dem Tod meiner Mutter mitgenommen, und noch so einige Geschenkte im Regal stehen. Oft habe ich dann, zufällig?, im richtigen Moment, das richtige Buch für diesen Moment rausgezogen. Und letzte Woche alte Bücher "ein- bzw. umgetauscht", in einem Second-Hand-Buchladen. Dies war auch in Asien üblich. Gebe 2 alte gegen ein Neues.

    So erfeuen sich auch noch andere Menschen an meinen Büchern.

  27. Elke schreibt am 11. November 2007 um 17:49

    Ich glaube man muss deutlich Dinge davon unterscheiden, ob sie tatsächlich Ballast für mich sind oder ob sie einen persönlichen Wert an sich darstellen. Ballast sind Dinge, die nur einem materiellen Wert entspringen, meist unnütze und kurzlebige Dinge, die uns tagtäglich von der Werbung aufgeschwatzt werden und die wir eigentlich tatsächlich nie brauchen. Persönliche "Wertsachen" haben einen einen ideellen Wert, einen Wert an sich. Für mich sind das z.B. Bücher. Diese können durchaus einige Zeit fast unbenutzt, unscheinbar und ungelesen im Regal stehen. Und irgendwann zum richtigen Zeitpunkt nehme ich sie zur Hand und bereichern mein Leben. Und wenn ich dann dem Dogma vieler Ratgeber zum Entrümpeln gefolgt wäre, dann wäre mein Leben um einiges ärmer.
    Am besten wäre es, man denkt schon beim Kauf darüber nach, ob man Dinge tatsächlich benötigt, ob sie langlebig sind und man sich lange Zeit an ihnen erfreuen kann. Das würde übrigens auch unserer Umwelt sehr gut tun.
    Grüße Elke

  28. Helmut schreibt am 11. November 2007 um 18:18

    Bin gerade dabei, mich von vielen Dingezu trennen. Es stimmt, diese Dinge blockieren einen ganz schön.Ich denke, wenn ich durch bin, habe ich eine klare Sicht und kann mich auf wesentliche Dinge konzentrieren.
    Gruß Helmut

  29. monika schreibt am 11. November 2007 um 18:36

    hallo zusammen, bin im moment am "entrümpeln" von meinem leben und meiner wohnung. entrümpeln mit den inneren schweinehund von dr. marco von münchhausen hat mir sehr dabei geholfen. habe als zugabe so nebenbei noch 7 kg gewicht verloren, da ich mit aufräumen beschäftigt war als zwischendurch zu naschen. sehr informativ ist auch die seite www.uli-mein-schweinehund.de hoffe mit meinen infos einigen weitergeholfen zu haben. allen ein en schönen abend uns viel erfolg beim entrümpeln.

  30. Th.G. schreibt am 11. November 2007 um 18:45

    Hallo,
    wir, also meine Faru und ich hatten gerade dieses "Projekt" an diesem WE wieder angegangen. Wir hatten letztes WE den Bodenraum befreit. Zusammen mit unserer 11 jährigen Tochter haben wir Tüten zusammengestellt. In den Tüten befanden sich u.a. Müll, aber auch viel brauchbares. Wir haben die Sachen kurzer Hand zur Kirche gebracht für in Not geratenen Personen. Dieses WE war dann der Keller dran, seid 10 Jahren, lagerten dort Dinge, die wir nie wieder benützten. Nun sind die Sachen in der Garage und werden im Laufe der nächsten Woche der Kirche oder dem Müll übergeben. Ich freue mich über den neugewonnenen Platz. Aber klarer, befreiter fühle ich micht nicht, schade, wenn ich die anderen Kommentare lese. Macht es gut und schönes Rest WE und eine positive Woche.

    Es grüßt

    Th.G.

  31. GG schreibt am 11. November 2007 um 18:55

    Ich mache diese Entrümpelungaktion mittlerweile 2x jährlich. Und ich muss sagen es liegt immer noch zuviel in den Schränken. Wenn wieder einige Stücke weg sind ist es sehr befreiend. Wenn ich mich von gewissen Dingen noch nicht trennen kann werden sie im Keller gelagert. Ich stelle fest 99% der Dinge werden auch nicht mehr benötigt. Was zum Sperrmüll muss wird sofort entsorgt, sodass ich mir die Möglichkeit nehme noch einmal darüber nachzudenken. Nächste Woche beginne ich mit den Weihnachtsartikeln. Die werden auch kritisch aussortiert und evt. zur Kirche für den Adventsbasar gebracht oder so.
    Einen guten Start in die neue Woche.

  32. Michael schreibt am 11. November 2007 um 20:20

    Hallo,
    gerade nutze ich eine Phase aus, wo es mir leicht fällt, zu sagen: "Weg damit!". Das ist nicht immer so, in der Zwischenzeit sammelt sich wieder einiges an. Ich habe auch schon einiges bei ebay verkauft, auch wenn es manchmal sich nicht wirklich lohnt. Man hat aber zusätzlich das gute Gefühl, dass irgendjemand noch was anfangen kann mit den Dingen. Ein Tip: bevor ich mir die Mühe mache, etwas zu verkaufen, schaue ich bei ebay nach den Preisen ähnlicher, tatsächlich verkaufter Artikel. Das erleichtert die Entscheidung: wegwerfen oder verkaufen. (So ist mein alter PC, der seit Jahren im Keller stand, ganz schnell beim Elektroschrott gelandet.)

    Gruss an alle, Michael

  33. Gabriela schreibt am 11. November 2007 um 21:30

    Hallo,

    ich habe meinen Herbst-Ausmist-und-Großputz seit einer Woche hinter mir. Wie immer ein tolles Gefühl zu wissen, was in jedem Schrank und in jeder Schublade drin ist! - Ich nehme mir dafür eine Woche frei und kombiniere das teilweise Anstrengende mit Schönem (für mich ist das endlich die Sendungen in SWR2 Wissen und SWR2 Leben online nachhören, die ich beim Arbeiten nicht hören konnte.) Das kann ich wärmstens empfehlen. Übrigens gibt es immer weniger Kollegen/Freunde, die einen dafür belächeln, und immer mehr, die einen dann beneiden. Freie Bahn für die schönen Weihnachtssagen, die in bald wieder aus dem Keller kommen dürfen...

    Schönen Abend!

    Gabriela

  34. Michael K+ schreibt am 11. November 2007 um 22:27

    Ein Buch, das ich dazu empfehlen kann ist 'Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags' von Karen Kingston. Auch wenn man vielleicht nicht mit allen Kapiteln im Buch etwas anfangen kann, aber es motiviert. Und vieles macht wirklich Sinn. Ich hätte z.B voher nie gedacht, dass Kisten oder andere Gegenstände, die man aus Platzmangel auf Schränken verstaut, wirklich schlecht für die eigene Energie sind. Wenn man darüber nachdenkt gibt ein Schrank ohne zusätzliches Gerümpel obendrauf (selbst wenn es ordentlich in Kisten verstaut ist) mehr Platz zum atmen und das Möbelstück als solches kommt dadurch auch besser zur Geltung.

    Ein Loslassen der alten sachen macht logischerweise Platz für Neues. Und das Neue muss noch nicht mal neues Gerümpel sein. Schon mal darüber nachgedacht, wenn man mehr Platz zu Hause hat und die Wohnung dadurch wohnlicher wird, man vielleicht auch öfters wieder Freunde einlädt, was man vorher vielleicht lange nicht gemacht hat, da alles immer so zugestellt ist?
    Ist vielleicht etwas überspitzt, aber vielleicht wird trotzdem klar was ich damit sagen möchte.

    Ich habe vor kurzem die Autobiographie von Gary Barlow (Take That) gelesen. Er beschrieb eine Phase, wo er soviele Kunstgegenstände, Möbel und andere Gegenstände in seiner Villa angehäuft hatte , dass er die einzelnen Gegenstände gar nicht mehr richtig zu schätzen wusste. Er schilderte, dass er manchmal von seinem Sessel aufstand um etwas zu tun, wusste aber nach ein paar Schritten nicht mehr, weswegen er eigentlich aufgestanden war. Das zu lesen war für mich wirklich ein Aha-Erlebnis, da es mir auch schon oft so ging. Er entschloss sich schliesslich seine Sachen inkl. der Villa zu verkaufen und mit seiner Familie in eine Vierzimmerwohnung zu ziehen. Kurz darauf wagte er ein Comeback mit Take That. Soviel zum Thema altes rausschmeissen und neues reinlassen.
    Sein Buch hatte ich nachdem ich es fertig gelesen hatte, übrigens bei Amazon Marketplace wieder verkauft. Es war zwar unterhaltsam, aber ich dachte, dass ich es wirklich nicht zum abstauben in den Schrank stellen müsste.
    Ballast abwerfen ist aber nach wie vor eine permanente Übung.

  35. Hydrotom schreibt am 11. November 2007 um 23:27

    Ein kleiner Tipp an alle, die sich schwer mit dem Trennen alter Sachen tuen.
    Bevor ich mich von Gegenständen trenne, die mir mal etwas bedeutet haben, die ich aber nun defintiv nicht mehr benötige, mach eich mit meiner Digitalkamera ein Foto oder ein kleines Video, zu dem ich ein paar persönliche Säte spreche. Somit habe ich die Gegenstände digitalisiert und kann sie mir bei Bedarf wieder anschauen...
    Das ist für mich eine gute Lösung, mich von vielem zu trennen.
    Vor allem habe ich so jeden Menge Gegenstände, aus meiner Jugend aussortiert. Diese waren oftmals ein Teil meines Lebens...
    z.B. Inlineskate, alter PC, Disktetten, Kleider usw....
    Wenn ich mal wieder an die "gute alte Zeit" denken möchte, schaue ich mir die Bilder nun am PC an...
    Dann kommen eigenlich die gleinen Erinnerungen, welche auch bei den realen Gegenständen kommen würden...

  36. Tanja schreibt am 12. November 2007 um 06:16

    Hoi z´ämme!

    Ich bin seit drei Jahren dabei zu entrümpeln. Mittlerweile ist mein Haus so leer, wie ich mich fühle. Wenn ich einige Möbel nicht noch brauchen würde oder das Geld hätte Neue zu kaufen, dann würde ich die auch noch raus werfen.

    Ist das nun gut oder schlecht. Keine Ahnung. Das Einzige was es wirklich bringt, ich bin nicht mehr angreifbar und auch nicht mehr fassbar. Wollte ich das im Vorfeld? Nein, eigentlich wollt eich Platz machen für Neues. Gekommen ist nichts, ausser Leere.

    Machen würde ich es trotzdem wieder, da ich jetzt nicht mehr verletzt werden kann. Es ist nichts mehr da :-)))

    Euch einen schönen Tag

    Tanja

  37. Berenice schreibt am 12. November 2007 um 07:56

    Hallo

    Zwei Fragen die ich mir bei jedem Gegenstand stellen würde, bevor ich ihn entsorgen will:
    - Liebe ich es?
    - Brauche ich es?
    Wenn ich beide Fragen mit NEIN beantworten kann, dann weg damit - auf den Flohmarkt, verschenken, etc. Vielleicht ist aber auch nur noch der Müll der richtige Ort.....

    Und wenn ich etwas nicht mehr rumstehen haben will, mich aber trotzdem noch nicht trennen kann, empfehle ich allen eine "Sentimental" oder "Kuriositäten" Kiste. Die wird dann alle 1 bis 2 Jahre durchgeschaut, immer mit den 2 Fragen. Und so bleibt am Schluss vielleicht eine Kiste, die wirklich einige Kuriositäten beherbergen; mit vielen Geschichten und Erinnerungen.

    Einen schönen Tag
    Berenice

  38. Anne schreibt am 12. November 2007 um 09:46

    Hallo liebe Freunde des "Ballasts",

    es lohnt sich Ballast loszulassen, sich von ungeliebten Dingen zu trennen. Diese Erfahrung mache ich jedes Jahr einmal mit großer Freude. Es ist kaum zu glauben, was sich innerhalb eines Jahres alles so ansammelt. Dann zieht nicht nur in Haus-Keller-Boden wieder Klarheit ein sondern, und das ist mir besonders wichtig, auch in meinen Geist. Denn, jedes Stück, das nicht gebraucht wird, will ebenso beachtet werden, wie eines welches ständig im Gebrauch ist - es zieht einfach die Aufmerksamkeit auf sich und stört. Hört sich vielleicht komisch an, doch probiere es einfach.
    Eine frohe Zeit, herzlichst Anne

  39. Angelika schreibt am 12. November 2007 um 10:16

    Vor einiger Weile habe ich irgendwo gelesen, daß Menschen unterschiedliche Vorgehensweisen beim Entrümpeln haben. Manche machen gerne "Hauruck-Aktionen" und trennen sich auf einen Schlag von vielen Dingen, um sich danach befreit zu fühlen. Anderen fällt es - wie auch mir - schwerer, Altes loszulassen. (Manchmal hole ich sogar bereits aussortierte Kleidung am nächsten Tag wieder aus dem Kleidersack ...)

    Für diese wurde der Rat gegeben, das Ausmisten genauso als laufende Angelegenheit zu sehen, wie das Einkaufen. Man kann sich nach und nach kleinere Einheiten zum Ausmisten vornehmen - mal eine Schublade, mal ein Schrankfach, mal eine Kiste - und kommt so nach und nach zum Ziel.

    Ein weiteres Vorgehen, daß sich bei mir gerade bewährt: da man fast jeden Tag etwas einkauft, sollte man auch jeden Tag etwas wegwerfen. Dabei wäre es durchaus sinnvoll, genauso viel Zeit für das Einkaufen wie für das Entsorgen zu nutzen. Denn manche Dinge hat man mit Liebe ausgesucht oder bekommen, es hängen Geschichten daran - da kann es hilfreich sein, sich auch Zeit zum Loslassen zu lassen.

    Zum Beispiel habe ich mir letzte Woche Stiefel gekauft - und daraufhin gleich die alten mit "nicht immer" funktionerendem Reißverschluss entsorgt. Jetzt trage ich mit Freude die neuen Schuhe, ohne darüber nachzudenken, ob ich nicht erst noch die alten halb-kaputten auftragen sollte - und es fühlt sich gut an. Bei der Gelegenheit habe ich dann gleich ein zweites Paar Schuhe mit entsorgt - und endlich klemmt die Tür vom Schuhschrank nicht mehr.

    Außerdem hat dieses Verfahren des laufenden Ausmistens bei mir dazu geführt, daß ich meinen Bestand besser im Kopf habe und dadurch eher darüber nachdenke, ob ich neue Dinge (zum Beispiel den 25. Lippenstift) wirklich brauche, oder nicht doch erstmal Altes aufbrauche - oder entsorge.

    Ich wünsche allen Lesern viel Freiraum!

  40. Susanne schreibt am 12. November 2007 um 10:49

    Der Tipp ist erstklassig und äußerst nützlich, vielen Dank! Es stimmt, ein ausgiebiges "Ausmisten" befreit Wohnung und Geist enorm.
    Eine Idee für die genannte Sorge, Dinge wegzuwerfen die vielleicht später doch noch von nutzen sind: ich habe Dinge, die wegzuwerfen mir noch nicht passend erscheinen sorgfältig in Schachteln verpackt und in den Keller gebeben. Wenn ich sie innerhalb eines Jahres nicht vermisse, werden sie entsorgt.

    Liebe Grüße,
    Susanne

  41. Lori schreibt am 12. November 2007 um 12:02

    Uiiii - dieses Thema scheint ja viele zu berühren. Jrgendwie sind wir halt alle Jäger und Sammler... ;-)

    Es gibt dieses nette Sprichwort "Je mehr Dinge du hast, umso mehr haben diese Dinge dich!".

    Für mich ist da viel Wahres dran. Seit ich dieses Sprichwort in den Kreis meiner Lieblingsweisheiten aufgenommen habe, sammelt sich lange nicht mehr so viel Unnötiges und Vielleicht-irgendwann-mal-noch-zu-gebrauchendes bei mir an.

    Liebe Grüße an alle Entrümpler!

  42. Karin schreibt am 12. November 2007 um 12:24

    Hallo miteinander
    Eine äusserliche Entrümpelungs-Aktion kann sehr nützlich sein. Habe dann aber auch die Erfahrung gemacht, dass man nachfolgend um eine innerliche Aufräumaktion nicht herumkommt. Denn sich nicht klarer und befreiter fühlen, oder mit nur einer Leere in und um sich, wird angezeigt dass man an sich selber arbeiten muss. Blockaden lösen. Sich Fragen stellen und Antworten geben soll. Prioritäten überdenken.
    Was ist wirklich wichtig oder was habe ich, nur um andere zu beeindrucken.
    Mit welchen Menschen umgebe ich mich. Was für eine Lebenseinstellung vertrete und lebe ich? Meine eigene?

    Eine schöne und friedliche Woche wünsche ich allen

  43. Peter Dressel schreibt am 13. November 2007 um 16:35

    Hallo zusammen,

    ja, da ist ja wirklich schon vieles gesagt und mir ging es ähnlich wie Euch mit dem Entrümpeln. Besonders Berenice kann ich da zustimmen, da machen wir es fast genau so.

    Nur mit einem kleinen Unterschied noch. Wir haben jetzt einen Platz im Keller definiert, wo wir alle Gegenstände und Kleidunsstücke sammeln, die wir ohne Herzblut entbehren können und mindestens 1 Jahr lang nicht in den Händen hatten. So haben wir dieses Jahr z.B. noch zwei Koffer von unserem vorhergehendem Umzug vor 18 Jahren entrümpelt. Das gab einen ganz schön großen Haufen von allerleier Sachen.

    Damit waren wir dann auf einem größerem Flohmarkt und haben sehr gut verkauft. Das Geld sammeln wir ab sofort für Urlaub und Freizeit. Das mit dem Flohmarkt machen wir 2x im Jahr, es soll ja nur zum Spaß sein. Und einen ersten Urlaub für 5 Tage konnten wir uns so auch schon finanzieren.

    Alles Liebe
    Peter
    eselsohr24

  44. Peter Dressel schreibt am 13. November 2007 um 16:37

    ...habe ich noch vergessen zu sagen: Wenn wir Bücher übrig haben, spenden wir diese regelmäßig an amnesty international. Die freuen sdich immer riesig für Ihre Bücherflohmärkte über diese Gaben.

  45. Nic8 schreibt am 14. November 2007 um 12:08

    Hallo,

    manchmal lohnt es sich aber auch, Dinge zu behalten.
    Ich bin Anfang des Jahres in meinem Elternhaus über eine ganze Schublade voll mit Briefen gestolpert, die ich von Freunden und Freundinnen bekommen hatte. Die meisten davon schon um die 20 Jahre alt.
    Mit einigen der Menschen von damals habe ich heute noch guten Kontakt. Also habe ich ihnen die Briefe (ihre eigenen!) geschickt. Die meisten haben sich sehr gefreut und wir haben viel gelacht über das, was wir damals so zu Papier brachten...

  46. Elke schreibt am 14. November 2007 um 12:22

    Nachtrag:
    Die Beiträge bisher beziehen sich meist auf das individuelle Problem/ Erfahrungen des Ballastabwerfens bzw. Entrümpelns. Ich möchte die Perspektive weiter stecken, auf eine mehr gesellschaftliche und auch mehr distanzierte Sicht. Das hier aufgeworfene Thema passt gut zum flexiblen Menschen (Sennett) des heutigen Kapitalismus, der sich gegenüber dem, was ihn umgibt flexibel und unverbindlich verhalten muss. Das Verb ‚entrümpeln’ ist erst im 20. Jahrhundert (Duden-Herkuntfswörterbuch) gebildet worden, also ein Wort der Industrialisierung und Moderne. Erst in der Moderne ist es also notwendig geworden sich von "unbrauchbarem Zeug" handelnd zu entledigen und dafür auch ein gängiges Wort zu kreieren.
    Eine weitere ganz neue Wortschöpfung, die im Zusammenhang unseres heutigen Lebensstils entstanden ist, und man im Duden-Wörterbuch der New Economy nachschlagen kann, ist der Begriff des Messies, Menschen mit einer ernsthaften psychischen Störung, die nicht in der Lage sind, sich von ihrem angesammelten Müll zu befreien.
    Hier zeigt sich deutlich, dass dieses Thema nicht nur ein individuelles, sondern ein hoch aktuelles gesellschaftliches Thema ist, dass eng mit der gesellschaftlichen Beschleunigung, zunehmender Möglichkeiten, die wir haben, neue Dinge zu erwerben, neue Beziehungen aufzubauen, etc. und der zunehmenden Kurzfristigkeit von Erscheinungen bzw. Dingen zusammenhängt.
    Wir "entrümpeln" heute nicht nur materielle Dinge, sondern auch Personen/ Beziehungen und Informationen/ Wissen bzw. unser Gedächtnis. Alles kann zum Ballast werden. Und je mehr sich der soziale Wandel beschleunigt, desto kurzfristiger wird alles, das heißt dann immer mehr und immer öfter entrümpeln und ähnlich zur Zeitfalle möchte ich hier das Wort „Entrümpelungsfalle“ kreieren, der wir dann nicht mehr entkommen. Individuell passt auch die Diätenfalle, die mit ihrem Jo-Jo-Effekt so ähnlich funktioniert. Langfristig wirkt dann nur eine tatsächliche Einstellungsänderung und eine Änderung des Lebensstils in Richtung Nachhaltigkeit.
    Übrigens kann man das Entrümpeln auch als eine Art Ritual zelebrieren, bei uns wird jährlich die Vorweihnachtszeit eine Zeit des (Fast-)Nichteinkaufens in Bezug auf Lebensmittel, so leeren sich Tiefkühltruhe, Küchenschrank von selbst und ohne großen Zeitaufwand, nur das man eben etwas kreativ beim Kochen werden muss.
    Grüße Elke

  47. Klopfer schreibt am 14. November 2007 um 18:11

    Hallo,

    ab und an mache ich ein kleines Gedankenexperiment: welche Gegenstände würde ich mitnehmen, wenn es bei mir plötzlich brennt (und ich Zeit dazu hätte sie auch wirklich zu retten). Nun, das sind zum einen die Papiere, die tatsächlich griffbereit sind und dann fällt mir außer ein paar Gemälden von meiner Schwester nichts mehr ein, was es wirklich wert wäre gerettet zu werden. Dieser ganze Kram, der sich im Laufe meines Lebens angehäuft hat, den empfinde ich oft schon als Ballast. Trotzdem fällt es mir schwer, mich von vielen Dingen zu trennen: Aber ich mache es regelmäßig, mindestens einmal im Jahr. Nur von Büchern kann ich mich gar nicht trennen. Also wächst meine Bibliothek auch unaufhörlich weiter an.

    Wichtiger noch als mich von materiellen Dingen zu trennen finde ich es jedoch, von zeit zu Zeit im Bekanntenkreis aufzuräumen. Ständig denke ich daran: Ich muss den oder die noch anrufen oder mich mal melden! Aber dann denke ich auch, wieso soll ich mich eigentlich immer melden? Wenn der anderen Person etwas an mir liegt kann sie sich ja auch melden. Seitdem ich das konsequent anwende, ist mein Bekanntenkreis zwar erheblich geschrumpft, aber die Beziehungen sind tiefer und intensiver. Überhaupt meide ich mittlerweile wenn möglich Menschen, die mir nicht gut tun oder die immer etwas von mir wollen ohne selbst zu geben! Denn das raubt die wahre Lebensenergie: Menschen, die immer nur nehmen und nichts zurückgeben können oder wollen!

  48. Elke schreibt am 15. November 2007 um 09:59

    Hallo,
    Das wir uns oft nur schwer von bestimmten Dingen trennen können ist verständlich, denn sie sind ein Teil unserer eigenen Identität über die Zeit geworden. Insbesondere Studien zum Wohnen im Alter, speziell Umzug/ Wohnen im Altenheim zeigen, wie bedeutend Dinge, als „Erfahrungsmaterialien des Alltags“ und des eigenen Lebens für den einzelnen Menschen sein können, denn sie erzählen die eigene Lebensgeschichte, sie haben ein Leben lang oder lange Zeit das Leben von Menschen begeleitet. Ich denke, das kennt jeder, wie oft finden wir z.B. beim Aufräumen etwas, was wir lange nicht in der Hand gehabt haben und plötzlich beginnen wir, uns über unsere Vergangenheit Gedanken zu machen und erinnern uns an schöne Erlebnisse/ Ereignisse in unserem Leben. Das sind u.a. lieb gewonnene Möbel, Fotos. Manchmal ist es z.B. schon die Gestaltung eines Flures oder eines Aufenthaltraumes im Alten- oder Pflegeheim mit Fotos aus der alten Wohngegend, die die Zufriedenheit mit dem Wohnen im Heim und mit dem eigenen Leben erhöhen können, wie Studien dazu zeigen. Hier besteht natürlich ein enger Bezug zum Entrümpeln, zum Ballast abwerfen. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die heutige moderne eigene Identität zu einer Pachtworkidentität (Keupp) geworden ist. Wir setzen unser Leben, unsere Identität aus Fragmenten zusammen, die beliebig austauschbar sind, je nach Mode, je nach beruflicher Anforderung, etc, die in einen sinnvollen Zusammenhang der eigenen Lebensgeschichte gebracht werden müssen.
    Ich denke, dann ist es nicht verwunderlich, wenn man sich erst einmal innerlich leer fühlt, wenn man total entrümpelt hat, denn dann ist auch die eigene Identität leerer geworden. Oder auch, wenn man zuviel (persönlich sinnloses) Zeug angesammelt hat. All das birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Risken bestehen in einer allgemeinen Orientierungslosigkeit und Chancen in der individuellen eigenverantwortlichen Sinnfindung für das eigene Leben.
    Grüße Elke

  49. Birgit schreibt am 16. November 2007 um 21:33

    Ja, seit einigen Jahren gehe ich bei Kleidungskauf konsequent vor:

    1) genau überlegen, ob das zu mir passt
    2) Zwei T-Shirts gekauft - zwei alte raus...

    Und siehe da, mein Kleiderschrank ist überschaubar klein und(fast) nur noch mit netten Sachen gefüllt.

  50. Annette schreibt am 23. November 2007 um 15:42

    Ich mußte direkt lächeln, als ich das Thema las. Genau das beschäftigt mich schon seit Jahren, und Stück für Stück löse ich mich von Ballast in immer größeren Schritten.
    Zuerst materiell, zum Flohmarkt gehe ich eh nicht mehr, also weg zum 2.Hand-Laden einer karitativen Einrichtung. Nein, wegwerfen kann ich gute, brauchbare Dinge immer noch nicht. Aber muß man ja auch nicht, macht nur etwas mehr Arbeit, sie noch sinnvoll unterzubringen. Jedes Stück, das meinen Haushalt verläßt, erleichtert mich und das sortieren geht weiter...

    Dann kamen die immateriellen Dinge, vermeintliche und echte Freundschaften die mehr und mehr zur Last wurden fanden ein Ende. Das war z.T. sehr schwer, aber am Ende war ich froh darüber. Auch wenn die Gesellschaft manchmal fehlt (das Positive daran) und es dauert, bis sich neue entwickeln.
    Dazu gehört auch, eigene Sichtweisen und Prioritäten zu hinterfragen. Auch Erwartungen, Wünsche, Ärger usw. kann man ausmisten und aufs wesentliche begrenzen. Nicht alles muß man beibehalten, ich emfinde es sogar als große Erleichterung, weniger zu erwarten, zu bewerten und mir zu Herzen zu nehmen.
    Je mehr ich loslasse, desto leichter bin ich und habe mehr Energie für das, was mir wirklich wichtig ist.

  51. nanahempke schreibt am 28. November 2007 um 07:11

    mich belasten sol he dinge auch immer, aber ich habe einen schönen weg gefunden sie los zuwerden ohne schlechtes gewissen: immer zu wiehanchten wir im bekanntenkreis / kolegenkreis einmal ein trödeljulklapp veranstaltet, alle gegenstände die es cnoh wert sind bei einem anderen rumzustehen oder verwendung zu finden werden eingepackt und durch trudeln weitergegeben- sio findet sich immer einer der die schönen sachen behalten möchte und man bekommt im gegenzug andere die dann wiederum bei einem rumstehen , di eman im notfall im nächsten jahr weitergeben kann ;o)