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Wie werde ich selbstbewusster?

Von Tania Konnerth15 Kommentare

Da wir diese Frage relativ häufig gestellt bekommen, habe ich mich nun einmal selbst gefragt, was eigentlich für mich persönlich das Schlüsselelement von Selbstbewusstsein ist und bin darauf gekommen, dass es das Vermögen ist, sich selbst anzunehmen.

Klingt wie eine Binsenweisheit?

Vielleicht. Aber oft sind ja gerade die naheliegendsten Sachen, die wirkungsvollsten.

Schauen wir einmal genauer hin: Was heißt denn, sich selbst anzunehmen? Es bedeutet, dass wir Ja zu uns sagen können und das eben auch gerade mit unseren Schwächen, Fehlern und mit all dem, was uns verunsichert.

Und hier liegt der Clou und die größte Schwierigkeit zugleich: Genau damit tun sich eben Leute schwer, denen es an Selbstbewusstsein mangelt. Es scheint wie das Henne-Ei-Dilemma zu sein: Ich müsste mehr Selbstbewusstsein haben, um Ja zu mir sagen zu können, muss aber erst Ja zu mir sagen können, um selbstbewusster zu werden.

Wir neigen dazu, gegen das, was wir an uns nicht mögen, anzukämpfen – damit aber kämpfen wir gegen uns selbst. Und DAS nagt am Selbstbewusstsein. Viel besser ist es, Hand in Hand mit sich zu arbeiten. Also die eigenen Schwächen zu erkennen, aber nicht mit ihnen zu hadern. Es ist ja nicht so, dass selbstbewusste Menschen „besser“ oder gar „perfekt“ im Vergleich mit weniger selbstbewussten Menschen sind, sie sagen aber eben Ja zu sich trotz der Schwächen. Ja genau dazu, wie man gerade ist. Und dieses Ja ist es dann, was uns die Kraft und vor allem die Sicherheit gibt, an uns zu arbeiten.

Denn genau das ist eine häufige Begleiterscheinung von einem mangelnden Selbstbewusstsein: Dass wir uns durch unsere Fehler und Schwächen so verunsichern lassen, dass wir uns gar nicht ändern können. Wir starren nur auf unser vermeintliches „Versagen“ und geraten so immer mehr in eine passive Rolle. Selbstbewusstsein ist aber aktiv und um aktiv zu werden, brauchen wir Kraft und Energie. Und die können wir aus dem inneren Ja gewinnen.

Also beantworte ich die Frage danach, wie man selbstbewusster werden kann, so: Sagen Sie Ja dazu, noch nicht so selbstbewusst zu sein, wie Sie es sich wünschen. Sagen Sie dieses Ja immer wieder und spüren Sie, was dieses Ja mitbringt, nämlich den Samen, aus dem genau das Selbstbewusstsein wachsen kann, das Sie sich wünschen.

  1. Elke schreibt am 4. März 2008 um 13:51

    Selbst
    mich anschauen,
    mit liebevollem Blick
    mir und meinem Lebensweg
    Vertrauen!

    Danke Tanja......
    für - mal wieder - die richtigen Worte zur richtigen Zeit.
    So ein Zufall *griiins*

    Liebe Grüsse
    Elke

    Liebe Grüsse
    Elke

  2. Gabriele Fleer schreibt am 9. März 2008 um 09:57

    Ein ganzes JA sich selbst zu geben, zu schenken. Und zu spüren, hinzuspüren, was gerade mich ausmacht, mit allem drum und dran.

    Liebe Grüße vom Schweizer Bodensee-Ufer
    Gabriele Fleer

  3. Danny-Mo schreibt am 9. März 2008 um 10:45

    Ich kann mich nicht in allem so annehmen, wie ich bin. Trotzdem bin ich nicht unbedingt ein Selbstbewußtseinminimalist :-D Wäre in meinem Beruf, in dem ich ständig vor anderen Menschen auftrete, auch nicht so förderlich.

    In manchen Bereichen bin ich also total selbstbewußt und in anderen eher weniger. Weil ich mich dann unsicher, unwohl fühle. selbstbewußtsein ist vielleicht auch Gefühlssache...

  4. Jennifer schreibt am 9. März 2008 um 10:54

    Liebe Gabriele dazu fällt mir ein Spruch ein, der es mir bereits als Kind angetan hat.
    Würde mich freuen, wenn jemand den Verfasser dieses Kalenderspruchs kennt (?!)
    "Lieber Mensch,
    dazu bist Du doch geboren,
    JA, um zu leben und zu lieben und geborgen zu sein
    und Geborgenheit zu geben!."

  5. Balancer schreibt am 9. März 2008 um 13:56

    Aus meiner Sicht ist die Jagd nach dem Selbstbewußtsein das große Problem. Als Referenz zum vermeindlich mangelnden Selbstbewußtsein wird eine subjektive Vorstellung ( oft ein Wunsch, oft ein Erklärungsmodell )gewählt.
    Man wird aktiv und jagt SEINER Vorstellung hinterher - aber ist man sich hierbei SEINER BEWUSST oder stellt man nur fest, wie man sein oder nicht sein möchte ?
    Hat man vielleicht nur ein überentwickeltes Fremdbewusstsein ? Was bedeuten eigentliche eigene Schwächen und Fehler - das ist doch auch subjektiv.
    Der Schritt zurück, die Passiviät, die Besinnung, mit sich im Reinen zu sein, scheint mir hier der Weg zu sein.
    Warum sollte ich mich ändern wollen, um selbstbewusster zu sein ? Ich entferne mich dann doch immer mehr von mir.
    Warum es nicht machen wie die Eiche . Sie stört sich auch nicht daran, wenn sich jemand an ihr reibt.

  6. Sonja schreibt am 9. März 2008 um 21:33

    vor einigen Wochen habe ich diese Zeilen von Virginiga Satir gefunden, die mich sehr berührt haben:

    Ich bin ich
    Auf der ganzen Welt gibt es niemanden wie mich. Es gibt Menschen, die mir in vielem gleichen, aber niemand gleicht mir aufs Haar. Deshalb ist alles, was von mir kommt, mein Eigenes, weil ich mich dazu entschlossen habe.
    Alles, was mit mir zu tun hat, gehört zu mir. Mein Körper, mit allem was er tut, mein Kopf, mit allen Gedanken und Ideen, meine Augen, mit allen Bildern, die sie erblicken, meine Gefühle, gleich welcher Art - Ärger, Freude, Frustration, Liebe, Enttäuschung, Begeisterung. Mein Mund und alle Worte, die aus ihm kommen, höflich, lieb oder schroff, richtig oder falsch. Meine Stimme, laut oder leise, und alles, was ich mir selbst oder anderen tue. Mir gehören meine Phantasien, meine Träume, meine Hoffnungen, meine Befürchtungen, mir gehören all meine Siege und Erfolge und all meine Niederlagen und Fehler.
    Weil ich mir ganz gehöre, kann ich mich näher mit mir vertraut machen. Dadurch kann ich mich lieben und alles, was zu mir gehört, freundlich betrachten. Damit ist es mir möglich, mich voll zu entfalten.
    Ich weiß, dass es einiges an mir gibt, das mich verwirrt, und manches, das ich noch gar nicht kenne. Aber solange ich freundlich und liebevoll mit mir umgehe, kann ich mutig und hoffnungsvoll nach Lösungen für Unklarheiten schauen und Wege suchen, mehr über mich selbst zu erfahren.
    Wie auch immer ich aussehe und mich anhöre, was ich sage und tue, was ich denke und fühle, immer bin ich es. Es hat seine Berechtigung, weil es ein Ausdruck dessen ist, wie es mir im Moment gerade geht.
    Wenn ich später zurückschaue, wie ich ausgesehen und mich angehört habe, was ich gesagt und getan habe, wie ich gedacht und gefühlt habe, kann es sein, dass sich einiges davon als unpassend herausstellt.
    Ich kann das, was unpassend ist, ablegen und das, was sich als passend erwiesen hat, beibehalten und etwas Neues erfinden für das, was ich abgelegt habe.
    Ich kann sehen, hören, fühlen, denken, sprechen und handeln. Ich besitze die Werkzeuge, die ich zum Überleben brauche, mit denen ich Nähe zu anderen herstellen und mich schöpferisch ausdrücken kann, und die mir helfen, einen Sinn und eine Ordnung in der Welt der Menschen und der Dinge um mich herum zu finden.
    Ich gehöre mir und deshalb kann ich aus mir etwas machen.
    Ich bin ich und so, wie ich bin, bin ich ganz in Ordnung.

  7. Momo schreibt am 9. März 2008 um 22:23

    Tja, was heißt es denn selbstbewusst zu sein? Ich stolpere darüber immer mal wieder in meinem Leben.

    Sich bewusst darüber zu sein, wer man selbst ist?

    Nun ja, dann kann ich verstehen, dass mir viele Menschen immer wieder sagen, dass sie mich als sehr selbstbewusst erleben.
    Ja, das bin ich auch.
    Ich kenne mich ziemlich genau.

    Manchmal mache ich mir etwas vor und versuche mir einzureden, dass ich in der einen Situation so handeln würde, dabei weiß ich, tief im Inneren ganz genau, dass ich anders reagieren werde. Also, ich scheine mir wirklich bewusst über mich zu sein.

    Oder?

    Dennoch widerspreche ich, wenn jemand sagt, ich sei doch so selbstbewusst. Und ich widerspreche immer dann, wenn jemand mir dadurch sagen will, dass er glaubt, dass ich das und das bewältigen könnte. Dass ist nämlich nur der Eindruck den derjenige von mir hat und hat gar nichts damit zu tun was ich wirklich kann bzw. was ich mir zutraue.
    Also, immer wenn es mit Aufgaben zu tun hat und mir jemand dadurch sagen will, dass ich das auch tun soll/kann, wehre ich mich dagegen.

    Denn: ich bin mir auch meiner Fehler und meiner Feigheiten bewusst und kenne mich sehr gut um zu wissen, ob ich mich etwas traue oder nicht. Ob ich etwas wirklich kann oder nicht.
    Und manche anderen schätzen mich dabei falsch ein. Sie nehmen mich einseitg war, nämlich so, wie wenn ich alles so gut erledigen könnte, wie die Dinge deren ich mir bewusst bin.

    Oh, versteht Ihr was ich sagen will? Ich befürchte gerade, dass das keiner verstehen kann!

    Liebe Grüße von Moni

  8. Chris schreibt am 10. März 2008 um 10:33

    zu Moni:
    Ich glaube, es zu verstehen: es hat viel damit zu tun, welchen Eindruck man auf andere macht. Möglicherweise gibt es auch einen "Rückkopplungseffekt": wenn man selbstbewusst auftritt, wirkt man auf andere so, diese geben einem das Gefühl, mit allem fertig zu werden und dadurch wird man bestärkt (auch wenn man allein für sich denkt, etwas nicht zu schaffen). Bei mir habe ich schon öfter festgestellt, dass ich mich für andere (quasi vor Publikum) für etwas stark gemacht habe bzw. mutiger war, was ich für mich allein nie getan hätte.
    Natürlich soll niemand einen dazu drängen, "von einer Brücke zu springen", wenn man selbst nicht dazu bereit ist!
    Nicht ganz so selbstbewusste Grüße von Chris

  9. tara chan schreibt am 10. März 2008 um 12:13

    ich sehe mein selbst als bewußtseinsentwicklung an, es liegt an mir ob und wann in einem leben ich mein selbst bewußtseinsmäßig weiterentwickle....manche meine früheren leben "tat" sich nicht viel, weil ich mich selbstbestrafte und auf andere zuviel geachtet habe, oder aus angst nichts unternommen habe um mein selbst bewußtes sein zu entwickeln.....
    in diesem leben bin ich dabei mein selbst - bewußtes-sein zu erkennen, weiterzuentwickeln, bewußter zu werden und somit kann ich im nächsten leben weiter anschließen, denn ich bringe immer meine letztes bewußte sein mit....
    in liebe verbunden
    tara chan aus oberösterreich

  10. chou schreibt am 15. März 2008 um 21:20

    Ich denke ich schleppe schon seit der fruehen Pubertaet ein nur kleines Selbstbewusstesein mit mir rum.
    Leider wurden mir meine Fehler und Aengste mit einem Donnerschlag bewusst, die ich bis dahin nicht in der Lage war mir einzugestehen. An einem Fruehlingsabend kamen alle verborgenen Daemonen hoch und nun bin ich seit dem auf der Suche nach meinem wahren Selbst.
    Ich habe eine Vorstellung davon wie mein Selbstbewusstsein aussehen soll, ein Wunsch wie sich dieser anfuehlen soll. Bin ich wenn ich in der Lage bin diesen Wunsch zu entwickeln nicht auch schon nahe dran den Weg dahin zu folgen?!

    sonnige Gruesse,Alice

  11. Pauline schreibt am 20. März 2008 um 09:04

    Finde ich gerade ne gute Idee von Balancer.
    Ich bin auch viel auf dem Sprung mich zu betrachten und zu kucken, wo ich etwas an mir verändern kann, damit ich zufriedener mit mir bin...
    Dabei ist diese Selbstanalyse und dieser Wunsch nach Zielen und Veränderungen der eigenen Persone einfach nur ein Weglaufen davor, uns anzunehmen, wie wir sind. Uns wirklich anzunehmen. Uns lassen wie wir sind und damit zufrieden zu sein.
    Statt bestimmten Zielen nachzueifern: "Wenn ich etwas selbstbewusster wäre, dann würde es mir besser mit mir gehen..."

    also erst mal annehmen, statt zu verändern

    Vielleicht

    Pauline

  12. Dennis schreibt am 8. Mai 2008 um 21:08

    Also ich habe mir hier in Forum so fast alles durchgelesen.

    Als erstes wollte ich mal loswerden,dass es mich beruhigt zu wissen,dass nicht nur ich so fühle bzw. denke zu wenig selbstbewusstsein zu haben.

    Ich habe eine ganz bestimmte Leidenschaft in meinen Leben und das ist das Tanzen.Ich nehme jetzt mal den Begriff Tanzen als Oberbegriff für jede Art von Tanz,weil ich auf ein bestimmten punkt kommen will.
    Wenn ich auf der Bühne stehe bin ich einfach ich OFFEN und STOLZ... Zieh dann mein Ding durch!!!

    In meinen Leben,nach der Bühne bin ich ein Mensch der erst zufrieden mit sich selbst ist,wenn andere es auch mit ihn sind.

    Naja mein eigenes Ich habe ich mittlerweile angenommen und bin voll und ganz mit mir selbst zufrieden,weil ich mich meiner Angst stellen muss.

    Meine Angst war es vor Publikum zu sprechen.
    Eigentlich für viele meiner Freunde unvorstellbar,weil ich Tanzlehrer bin und ständig vor meinen Schülern reden muss,aber in meinen Beruf geht es mir dabei anders,weil ich mit Herz und Leidenschaft dabei bin und es nicht anders kenne.

    Ich war unruhig gewesen,nachdenklich und hatte schweiss Hände vor meinen Vortrag,als ich dann dran kam schaute ich in Papier und lass,aber ...Scheisse dachte ich mir reiss dich zusammen und guckte in die Klasse.Es lief wunderbar und es war ein wunderbares gefühl.
    Ich kann nur sagen stellt euch eurer Angst und deutlich muss euch dabei sein,dass ihr dabei auf euch hören müsst.Spricht aus was Ihr sagen wollt und hört was andere sagen.

    In Zukunft werde ich mich weiterhin nur auf mich konzentrieren,denn mir ist bewusst,dass es mein Leben und meine Person ist.Wär mich nicht annimmt so wie ich bin muss mit der entscheidung leben,dass er wahrscheinlich einen "coolen" Menschen nicht kennen lernt.

    Hier noch ein Zitat,dass mich sehr beeindruckt:
    "Einen Menschen kann mann nicht bei bringen etwas zu erlenrnen,mann kann ihn letzt endlich beibringen es selbst in sich zu entdecken!"
    (Zitat von Galileo Galilei)

    Lg Dennis

  13. klara schreibt am 23. Oktober 2008 um 19:48

    hey
    also ich weiß nicht, ich hab dass gefühl ich habe gar keine stärken...und ich könnte nie zu mir sagen, ich toll, ich helfe lieber andern menschen und wenn ich fehler mache, kriege ich nur schuldgefühle u. würde am liebesten nicht mehr leben, nur ich traue mich auch nicht zu einen psychologen zu gehen, aber was soll ich dann tun?

  14. Sophie schreibt am 31. Oktober 2008 um 11:03

    Hey ich will einfach nicht mer mich rumkomandieren lassen nicht jedem hinterherrennen auch jemand sein !!!1BItte helft mia !!!

  15. Tinchen schreibt am 17. August 2010 um 13:18

    so wie sophie gehts mir auch. hab das gefühl nicht richtig akzeptiert zu werden in einem bestimmten umfeld, aber auch nur in dem. In allen anderen auf der Welt werde ich akzeptiert und so genommen wie ich bin und alle sind damit zufrieden, ich auch und damit sehr selbstbewusst. nur in dem umfeld wo ich nicht akzeptiert werde, ist niemand zufrieden mit mir und ich auch nicht mit mir (in meiner klasse), dort hab ich dann wieder urisch wenig selbstbewusstsein, bin immer ganz kleinlaut, lass mir alle neckerreien gefallen und sag meistens nie meine meinung. ich will in meiner klasse genau so behandelt werden, wie in den anderen umfeldern auch. aber mit denen kann man ja nicht reden, weil die sich nur über einen lustig machen würden und das alles noch schlimmer werden würde. also wäre ich gern in meiner klasse selbstbewusster. so geht das ja, aber dort einfach nicht, und ich weiß nicht wieso. bitte sagt mir was ich tun soll.