Vage Ziele – vage Ergebnisse
Von Tania Konnerth • 10 Kommentare
Nach ihren persönlichen Zielen und Wünschen befragt, äußern viele Menschen so etwas wie
„Ich möchte zufrieden sein.“ „Ich möchte Erfolg haben.“ „Ich will einfach nur glücklich sein.“
Nun heißt es ja immer, dass Ziele konkret und fassbar sein sollen. Genau das erfüllen diese Ziele nicht. Keine Sorge, diese Ziele sind deshalb nicht "schlecht" oder "weniger" wert. Es geht vielmehr darum, ob sie nützlich ist – und zwar nützlich in Hinblick darauf, sie zu erreichen.
Ein unkonkretes Ziel ist sehr schwer fassbar und damit ist es auch schwer, ganz praktisch darauf hinzuarbeiten. Genau das ist einer der Hauptgründe, warum manche Menschen nicht wirklich weiterkommen. Sie bleiben mit ihren Zielen im Vagen, erhalten auf diese Weise aber auch nur vage Ergebnisse. Wenn Sie aber herausfinden, was Sie zufrieden macht oder was für Sie Erfolg bedeutet oder was Sie glücklich sein lässt, werden Sie es leichter haben, genau dafür zu sorgen.
Es empfiehlt sich also, die eigenen Ziele zu konkretisieren, indem Sie sich fragen:
- Was muss eintreffen, damit ich eine innere Zufriedenheit spüre?
- Was könnte Zufriedenheit in mir auslösen?
- In welcher Situation könnte ich Zufriedenheit fühlen?
- Was könnte mir dabei helfen, zufrieden zu sein?
Oder:
- Was genau macht für mich Erfolg aus?
- Was müsste ich erreichen, um erfolgreich zu sein?
- Wie würde es sich zeigen, dass ich erfolgreich bin?
- Wie sieht eine Situation aus, in der ich weiß, dass ich Erfolg habe?
Solche Fragen versuchen zu erörtern, was ganz konkret bei uns die gewünschten Gefühle auslösen könnte.
Man kann natürlich im Vorfeld nicht 100%ig wissen, ob einen eine Sache wirklich zufrieden machen wird und ob wir uns, wenn wir etwas erreichen, wirklich erfolgreich fühlen werden, aber jeder Mensch hat eine gewisse Ahnung von den Elementen, die zu seiner Idealvorstellung seines Zieles dazugehören. Und genau die gilt es zu erkennen, denn aus denen lassen sich dann konkrete Einzelziele entwickeln. Sollte sich in der Umsetzung dann herausstellen, dass eines der Ziele nicht dazu geeignet war, unsere Zufriedenheit zu steigern oder uns erfolgreich zu machen, ist das nicht schlimm – manches müssen wir einfach ausprobieren. Aber nur so kommen wir tatsächlich in Bewegung.
Ein Ziel wie "Zufriedenheit" oder „Erfolg“ ist so unspezifisch, dass man gar nicht weiß, wo man beginnen soll. Und so scheitert das Erreichen oft schon bevor wir losgelegt haben.





Liebe Tanja Konnerth,
vollkommen richtig, ich möchte aber auf zwei Gefahren hinweisen:
1. Was ist, wenn das Ziel sehr hoch gesetzt wird oder zeitlich sehr weit entfernt ist? Es besteht die Gefahr, es nicht zu erreichen.
2. Was passiert, wenn mir auf dem Weg zum Ziel einfällt, dass ich es doch nicht mehr erreichen will?
Bin ich dann in beiden Fällen erfolglos und unglücklich?
Ich glaube, das sind zwei wesentliche Gründe, warum nur 3% der Menschen in der westlichen Welt konkret wissen, was sie im Leben erreichen wollen, und die restlichen 97% Angst davor haben.
*Tania Konnerth schreibt:*
Hallo Hubert,
jep, das sind zwei wichtige Aspekte zu diesem Thema. Tatsächlich stehen sie für mich aber nicht im Widerspruch, sondern ergänzen die Sache eher.
Wenn ich mich nämlich meinen Zielen mit solch sehr konkreten Fragen nähere, werden sie auch automatisch konkreter (und oft machbarer) werden. Das ist zumindest meine Erfahrung. Aus dem Diffusen herausgeholt, formulieren viele Menschen ihre Ziele sehr praktisch und umsetzbar.
Und wenn ich auf dem Weg feststelle, ein Ziel doch nicht mehr erreichen zu wollen, habe ich etwas ganz Wichtiges gelernt (über mich, über meine Bedürfnisse) und in den meisten Fällen habe ich dann schon ein neues Ziel im Blick, was mich meiner Zufriedenheit näher bringt.
Herzlich,
Tania vom "Zeit zu leben"-Team
Liebe Tanja,
ich stimme aus eigener Erkanntnis zu, dass nur KONKRETE Ziele zum persönlichen Erfolg führen können. Hilfreich dabei ist das Mittel der Visualisierung und das Notieren von Erfolgserlebnissen - uns scheinen sie noch so klein und unbedeutend.
...Erkenntnis.....
...und scheinen sie.....
Ich habe Freunde/Bekannte, die über diverses jammern, wie so viele in diesem Lande.
Wenn ich sie dann auf ihre Ziele anspreche, bzw. den Tipp gebe, doch die 10 wichtigsten Ziele nach Schwierigkeit aufzuschreiben und anzugehen, mit Visualisierungen etc., dann stosse ich oft auf taube Ohren. Die menschliche Trägheit, oder Jobs, die keine Power mehr übrig lassen...Oder manche sind einfach nicht so weit.
Auch wenn manche Ziele Jahre benötigen, sollten sie "gesteckt" werden. Auch die Weltreise mit kleinen Schritten.
Frohe Ostern,
Niko
Meine Freundin will seit 5 Jahren abnehmen. 30 kg. In einem Stück, schnell, ohne Anstrengung, sofort.
Wenn sie abgenommen hat, will sie sich ihr nach einer mißglückten OP steifes Knie operieren lassen.
Sie vertraut keinem Arzt, keinem Krankenhaus, verachtet sie als Nichtskönner uns Absahner.
Sie will wieder laufen können.
Sie hat panische Angst vor der OP.
Eigentlich will sie die OP nicht.
Aber sie hat Schmerzen.
Aber sie kann so fett ja nicht zum Arzt.....
Preisfrage:
wird sie jemals abnehmen, wenn sie dann eine OP machen lassen muss, die sie eigentlich nicht will, weil sie nicht an deren Erfolg glauben mag.........
Molly: nicht solange sie ihre Gedankenblockaden nicht umprogrammiert. Hört sich an nach positives Denken, pos. Selbstsuggestion, ist es sogar teilweise, denn "man ist was man denkt" (das sind Erfahrungswerte). Ohne Vertrauen wird sie kaum weiterkommen, ohne Vertrauen kommen wir gar nicht weiter im Leben, du mußt z.B. Vertrauen in den Pilot haben der dein Flugzeug ans Reiseziel bringt. Dem Risiko ins Unbekannte kommen wir manchmal nicht drumrum einen Vorschuß zu geben, sonst bleibt alles beim alten und wir kommen nicht voran - WENN wir wirklich wollen. Altes muß durch neues ersetzt werden. (sei es Gedankenmußter, Haltungen usw.).
Sage ihr, dass sie Wunder nicht aufeinmal tun kann, sondern nur in kleinen Schritten, diese führen sie dann auch ans Ziel. Kleine Schritte sind auch einfacher, sie sollte nicht den großen Berg auf einmal bezwingen wollen, das gibt nur Frust und bringt sie so nicht weiter. Viel Glück und Erfolg!
Hallo Michael,
ich bin gerade an einem Punkt in meinem Leben angekommen, an dem ich nicht weiß wo ich eigentlich hin will. Deshalb würde mich interessieren, wie die Methode mit der Visualisierung aussieht.
Grüße
Sabine
Hallo!
dem kann ich mich nur anschließen, ein neuer lebensabschnitt, ein neuer weg tut sich auf. was will ich eigentlich? was ist gut für mich. und: kann man alles zugleich wollen? ich möchte so vieles!
vielleicht sollte ich mir klarheit wünschen ;-) , zeit um darüber über diese Frage nachzudenken und - wie es in dieser visualisierungsarbeit ja immer wichtig ist - das beste für alle beteiligten...
einen wunderschönen tag wünscht euch
Susanne
Liebe Sabine,
du fragtest, nach Möglichkeiten der Visualisierung.
Ich habe so ein kleines Büchlein, darin schreibe ich alles Positive auf - also meine Erfolge, was mich zufrieden macht, was ich schön fand, was mir Spaß gemacht hat... das ist eine Visualisierung auf dem Weg dahin, ein positiveres Selbstbild aufzubauen(Ziel). Oder ich klebe mir Klebezettel irgendwohin, wo ich draufschreibe, was ich erreichen möchte oder was ich schon geschafft habe.
Du kannst auch ein Bild malen, in dem dein Ziel vorkommt.
Oder du kaufst dir eine Kette, oder irgendetwas symbolhaftes, was dich an dein Ziel erinnert.
Du kannst dir auch auf einem Spaziergang einen schönen Stein suchen und ihn bemalen - vielleicht schreibst du ein Stichwort deines Zieles drauf oder deines Erfolges... und stecktst ihn dir in deine Hosentasche.
Wenn dich etwas an deiner Zielerreichung hindert, kannst du diese Dinge auf ein Papier schreiben und es verbrennen.
Es gibt sehr viele Möglichkeiten, um Rituale zu "instalieren" oder Visualisierungen mit in unseren Alltag einfließen zu lassen.
Du kannst auch jedes Mal, wenn du etwas geschafft hast, eine Kerze anzünden und du siehst dann einfach, dass du deinem Ziel näher kommst. Du kannst sie beim Kauf nach deinem Ziel aussuchen oder du besorgst dir so Stifte mit denen du auf Kerzen schreiben kannst und schreibst dein Ziel auf die Kerze.
Lass deiner Kreativität freien Lauf und du findest schon Visualisierungen, die zu dir passen.
Wichtig ist halt immer (was hier auch schon angesprochen wurde) zu kucken, dass die Ziele realistisch sind - erfüllbar und erreichbar.
Manchmal haben wir auch Ziele, die wir denken erreichen zu müssen, damit wir glücklicher sind, wenn wir diese Ziele dann erreicht haben, dann merken wir, dass es ein Trugschluss war, sie würden uns zufriedener oder glücklicher machen.
Aber das kann man vorher verstandesgeleitet oftmals schlecht herausfinden - also ausprobieren und hinfühlen!
ich wünsche mir, dass ich etwas weiterhelfen konnte mit meinen Ideen zur Visualisierung.
Falls du, Sabine, ein konkretes Ziel hast, kannst du auch noch mal schreiben und ich schreib dir meinen Einfall dazu.
liebe Grüße
Hallo!
Ich hab´mal ein Buch gelesen, dass mich sehr beeindruckt hat: "Illusion oder Realität?" von Francoise und Rene Egli.
Mein Fazit daraus: Leben, jetzt, hier, mit allen Sinnen.
Das klappt bei mir nicht immer, aber immer öfter.
Eine, die das Leben liebt