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Wöchentlicher Newsletter

Geschenke des Lebens

Von Tania Konnerth13 Kommentare

Vor kurzem sollte ich mal wieder eine wichtige und persönliche Erkenntnis gewinnen. Sie war allerdings in ausgesprochen hässliches Geschenkpapier verpackt, das mir beim Auspacken auch noch tief ins Fleisch schnitt. Dennoch hat sich dieses Geschenk des Lebens als höchst wertvoll erwiesen und so sehr ich auch beim Auspacken geflucht habe, so dankbar bin ich im Nachhinein.

Was ich konkret sagen will: Auch wenn wir es uns oft anders wünschen, so wissen wir doch alle, dass sich unsere persönlichen Lernaufgaben nicht immer auf einem silbernen Tablett präsentieren und dass sie uns auch nicht in mundfertige Häppchen geschnitten werden. Oft genug erweisen sie sich als unbequem und nervig, als kräfteaufreibend und auch verstörend. Und manche Aufgabe stellt sich sogar als so großer Brocken dar, dass wir fürchten müssen, von ihm erdrückt zu werden…

Ich glaube, dass wenn wir uns immer wieder klarmachen, dass uns das Leben seine Geschenke eben nicht immer mit einer Schleife serviert, wir sie viel leichter als solche erkennen können.

Wenn mich etwas ärgert, aufregt, traurig oder gar verzweifelt macht, verschwende ich kostbare Energie, indem ich mit meinem Schicksal hadere. Wenn ich aber in der Situation immer wieder so etwas denken kann wie „Wer weiß, wozu es gut ist.“ oder „Ich kann hieraus sicher etwas lernen.“ wird es schon etwas leichter, die Chance zu nutzen, sich wieder ein Stück weiter zu entwickeln.

Wann immer Sie sich nun also wieder einmal in einer Situation wiederfinden, die unangenehm ist

versuchen Sie doch einfach mal die Verpackung als Geschenkpapier zu sehen. Das Papier muss Ihnen nicht gefallen, aber der Inhalt ist extra für Sie ausgewählt worden.

Machen Sie das Beste daraus!

  1. Beate schreibt am 21. März 2008 um 07:23

    Danke für diese wunderbaren Gedanken!

  2. Yvonne van Dyck schreibt am 23. März 2008 um 09:34

    Liebe Tanja, vorab gleich FROHE OSTERN und DANKE für eure tollen Newsletter. Es ist jedesmal eine Freude von euch zu lesen! zu deinem Thema: oh ja: "das Leben lässt sich nur vorwärts leben und oft erst rückwärts verstehen" (Autor ist mir leider unbekannt) So hatte ich in meinem Leben immer wieder die Gelegenheit mir die WIDEC Frage zu stellen: Wofür Ist Das Eine Chance?
    und gerade die Geschenke, die häßlich verpackt waren, haben sich rückwärts betrachtet als unglaubliche Schätze herauskristallisiert. Ich wäre nich ich ohne sie - und ich bin DANKBAR für jedes einzelne das ich erhielt und sehe es als meine Aufgabe es meinem Leben leichter zu machen, auf dass es mir schön verpackte Präsente schenken kann :)

    alles Liebe
    viel von all dem was euch erfüllt

    Yvonne

  3. Jean-Claude schreibt am 23. März 2008 um 09:52

    Herzlichen Dank für die guten Worte.
    Ja, das Leben hält immer neue Ueberraschungen für uns bereit und das gerade, wenn man auf diese schlecht verpackten Geschenke verzichten könnte. Ich habe kürzlich auch ein solches 'Geschenk' bekommen und arbeite intensiv mit dem Inhalt, das es mir gebracht hat. Wahrscheinlich werde ich damit fertig werden, denn ich hatte schon vor vielen Jahren (ca. 20 Jahren) das gleiche Geschenk schon einmal bekommen und da ging es dramatisch aus. Vielleicht eine zweite Möglichkeit, oder eine andere Chance das Leben von neuen Perspektiven anzuschauen?!

    Viele schöne Ostergrüsse
    Jean-Claude

  4. Wolfgang Macek schreibt am 23. März 2008 um 15:23

    Hallo,

    Danke für den Beitrag.

    Ob das Geschenkpapier hässlich oder schön ist, über Geschmack kann man diskutieren und jeder hat Recht.

    Ob der Inhalt nützlich ist, kann nur der beschenkte erkennen. Ich denke manchmal brauch es etwas Zeit, einen Tag, eine Woche, ein Monat, oder mehr. Es kann schon vorkommen, dass man sich erinnert, und meint; das ist jetzt schon viele Jahre her.

    Dann darf es auch Momente geben wo man ganz still sich die Geschenke noch einmal ansieht. Sich erinnert, wie die erste Reaktion war, die zweiter Reaktion, wie lange der Zustand angehalten hat, was notwendig war, es jetzt, gerade jetzt als Geschenk zu sehen. Als Geschenk annehmen zu können.

    Es war vielleicht ein weiter Weg. Es war letztendlich die Summe der durchgeführten Entscheidungen.

    Wenn man so im Moment der Stille ist, kommt vielleicht der Punkt zum Danke sagen. Danke Leben, danke Sein. Danke.

    Harmonie ist's deretwegen wir hier leben uns're Zeit.

    Sonne geht auf und wieder unter, das ist der Welten lauf.
    Geh' Deinen Weg wie die sonne sie gibt das Licht darauf.

    Wolfgang Macek

  5. Angela schreibt am 23. März 2008 um 15:33

    ein guter Gedanke, der für mich zur genau der richtigen Zeit kam. Danke dafür.
    An jeder neuen Herausforderung kann man wachsen, manchmal ist es jedoch schwer, sich genau diesen Herausforderungen zu stellen und dem "Geschenkpapier" nicht so viel Beachtung beizumessen. Das Ergebnis ist wichtig!

  6. Andrea schreibt am 23. März 2008 um 16:48

    Ich bin der Meinung es gibt durchaus häßliche,nutzlose und einfach nur widerwärtige Geschenke..auch vom Leben.

    Dann sehe ich meine "Aufgabe" nur darin sie möglichst schnell "loszuwerden" bzw zu "entsorgen".

    Wünsche allen hier noch schöne Ostertage!
    Andrea

  7. madi schreibt am 23. März 2008 um 18:08

    nette Beiträge...

    wenn man nun aber ein Geschenk hat was genau das richtige für einen ist und alles daran stimmt, man nur noch loszulegen braucht warum stoppt man dann?? Kann mir das mal jemand erklären, alles stimmt an dem Paket sogar beim wenden und drehen, beim genaueren hingucken und dennoch beginnt man nicht los zu laufen.

    Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich... denn ich versteh es nicht.

    lg madi

  8. Eckstein Gerlinde schreibt am 24. März 2008 um 09:23

    Herzlichen Dank für ihre regelmäßigen Zusendungen. Ich profitiere sehr davon. Nun eine wiederholte Bitte. Zweimal habe ich schon angefragt, ob ich ihre Zusendungen in meinen Frauengesprächsgruppen auszugsweise verwenden darf. Jedesmal ist mein Mail zurückgekommen - konnte nicht gesendet werden. Nun hoffe ich, dass diese Nachricht ankommt und bitte sie um Information bzw. um Erlaubnis.
    Herzlichen Dank
    Gerlinde Eckstein

    *Tania Konnerth schreibt:*

    Hallo Frau Eckstein,

    vielen Dank für Ihre netten Zeilen. Ich nehme an, Sie haben bisher auf unseren Newsletter direkt geantwortet, kann das sein?

    Wie auch immer: Ja, Sie können gerne Auszüge aus unseren Newslettern für Ihre Gesprächsrunden nutzen - bitte mit Hinweis auf die Quelle.

    Herzlich,
    Tania vom "Zeit zu leben"-Team

  9. Heike schreibt am 24. März 2008 um 11:43

    Ja, so habe ich auch lange Zeit gedacht... Bis mich jemand auf die Idee brachte, dass es sich hier um ein ganz bestimmtes Muster handelt: Erfahrungen im Leid sammeln müssen!
    Aber Erfahrungen, "Geschenke" etc. kann man auch auf sanfte Art und Weise machen bzw. erhalten. Das setzt aber die Auseinandersetzung mit unseren Glaubenssätzen voraus...

  10. Tess schreibt am 25. März 2008 um 14:48

    Ich habe Ende letzten Jahres ein sehr schlechtes "Paket" erhalten. Ich kann das nicht als Geschenk benennen, da es sich um eine Krankheit handelt, die mir mein Leben lang begleiten wird. Ich kann mit dem Spruch "wer weiß, wozu das gut ist" in meinem Fall nichts anfangen, ich kann auch nicht "Danke" sagen für dieses "Geschenk" ! Es ist jetzt mein Schicksal und ich muss damit leben. Aber wie?

    Vielleicht kann jemand von Euch mir tröstende Worte schreiben, bzw. mir schreiben, wie ich dieses Paquet annehmen soll ?

  11. Eva schreibt am 26. März 2008 um 10:31

    Hallo Tess.
    auch wenn Deine Krankheit für Dich kein "Geschenk" ist, so kann sie Dir doch neue Wege weisen, wenn Du bereit bist, Dich dafür zu öffnen. Jede Krankheit ist auch eine Chance. Und das Leben ist erst mit dem letzten Atemzug zu Ende. Bis dahin sollten wir alles tun um uns in der letzten Sekunde sagen zu können "Gut war es".
    Ich selbst habe viele Schicksalsschläge und "schlechte Geschenke" verkraften müssen. Aber immer hat es mich ein Stück vorangebracht, weil ich weiss, dass ich die Dinge in diesem Leben erledigen muss und nicht von mir wegschieben kann. Manchmal ist es auch mein Körper / Gesundheitszustand, der mir das wieder deutlich macht.
    Nur Mut, auch Deine Krankheit lässt Dir noch Chancen.
    Gruß
    Evi

  12. Monika schreibt am 26. März 2008 um 15:47

    "wer weiß, wozu das gut ist" es ist was wares dran, das ich iich mir die Frage an diesem Wochenende gestellt habe. Das Geschenk ist zwar angekommen, aber letztentlich war die enttäuschung, weil es nicht so ausgefallen ist wie eerwartet. Wenn die erwartungen zu groß sind dann ist die enttäuschung groß. Ich habe wieder mal daraus gelernt und nutze die Chance mich dadurch weiter zu entwickelt. Danke Tanja mich daran zu Erinnern

    Grüße Monika

  13. chajac schreibt am 25. Mai 2008 um 15:55

    noch bevor ich das pacet aufmache weiss ich das es keine gute uberaschung ist und ich denke nach wie kann ich es positiv uberwinden. nicht immer ist es leicht. besonders nicht wenn es mit korperlicher hindernis zu tun hatt. aber auch das muss man nehmen und das beste daraus machen und es gibt auch gutes.