Von geschlossenen Fäusten
Von Tania Konnerth • 10 Kommentare
Vor zwei Wochen schrieb ich über die Geschenke des Lebens. In den letzten Tagen ist mir dazu ein weiterer Gedanke gekommen, der eigentlich ganz simpel, dafür aber fundamental wichtig ist:
Haben Sie sich schon einmal klar gemacht, dass wir nur mit offenen Händen Geschenke überhaupt empfangen können? Wer die Hände fest zu Fäusten ballt, kann nichts entgegennehmen.
Banal? Nicht wirklich, denn mir geht es nicht nur um die realen Hände, sondern vielmehr um unsere innere Einstellung. Gerade in der letzten Woche habe ich unendlich viel lernen dürfen. Zu Beginn erwischte ich mich immer wieder dabei, wie ich mit Gedanken wie „Das weiß ich doch schon!“ oder „Das kann ja nichts werden“ innerlich die Fäuste ballte. Mit einem solchen Widerstand hätte ich aus der Woche nicht viel mitnehmen können. Da ich aber lernen wollte, öffnete ich mich für da Neue, ich öffnete innerlich meine Hände – und wurde mehr als reich beschenkt.
Da alles zwei (oder besser gesagt mehrere) Seiten hat, kann es natürlich nicht darum gehen, nun nur noch mit offenen Händen durch die Gegend zu rennen. Manchmal müssen wir auch etwas festhalten, keine Frage, und nicht alles, was man uns anbietet müssen wir auch ergreifen. Aber in den Lernphasen des Lebens, ist eine gewisse Offenheit unerlässlich, um die (Lern-)Geschenke annehmen zu können – und das im Kleinen wie im Großen.
In solchen Phasen müssen wir einfach ein Stück weit vertrauen, um Neues erfahren zu können und das, ohne wirklich zu wissen, ob das, was wir bekommen werden auch „das Richtige“ ist. Sicher, manchmal werden wird das, was wir erhalten haben, wieder loswerden wollen, aber auch darin steckt dann eine Erkenntnis.
Mir hat das Bild von den geschlossenen Fäusten jedenfalls in den letzten Tagen oft geholfen, mich zu öffnen und zu lernen und Neues zu erkennen – vielleicht hilft es auch Ihnen?





Schönes Bild! Die geschlossene Faust kann manchmal auch ein Zeichen für etwas Gutes sein - das Posting erinnert mich an die Gechichte von Mokusens Hand:
http://www.lamantin.com/zen/zen2.html#Mokusens%20Hand
Bei mir ist eine Hand verschlossen und die andere ist auf.
Ich halte das fest, was ich habe, was ich denke, was ich fühle, meine Ziele und Träume...
Leider kann ich mit einer Hand nicht viel neues aufnehmen.
Die Ziele und Träume die ich in der einen Hand festhalte, kann ich einfach nicht loslassen, obwohl ich sie eh nie erreichen kann...
Hallo Danny-Mo,
versuch´s es mal so:
umgürte Dich mit Deinen Träumen und Zielen - dann werden sie Dich emporheben und Du hast beide Hände frei, um Neues zu empfangen.
Liebe Grüße
Hallo zusammen,
das mit den Fäusten und den offenen Händen hat mich ziemlich beschäftigt und ich habe festgestellt, dass
ich zwei Fäuste habe, eine hält an den alten Zielen
fest, die andere hält Emotionen fest, da kann ja nix
vorangehen, also ist Loslassen der nächste Schritt.
Liebe Grüße
Wenn die Fäuste fest geschlossen sind... ist es gar nicht sooo einfach sie zu öffnen
Ich habe das Gefühl verglichen - wie ist es mit Fäusten und offenen Händen. Mit offenen Händen habe ich mich gleich besser gefühlt und verusche, das gute Gefühl mit in die neue Woche zu nehmen;-))
Eine gute Woche allen, die es auch versuchen wollen!
Die linke Hand nimmt, die rechte Hand gibt.
- Es geht auch mit beiden.
Ein Großteil unserer Kommunikation findet mit den Händen statt. Unsere Hände verraten unsere Emotionen.
Die Hände inszenieren und geben nonverbalen Text über uns preis. Ein Mensch wird lebendiger, ausdrucksstarker, wenn er zu seinen sprechenden Worten die Hände bewegt.
Frage: Was ist drin, in der geschlossenen Faust? Wann bist du bereit sie zu öffnen? Wann kannst du mitteilen, vor was du dich verschließt? Man kann auch die Hände hochhalten wie ein Stoppschild. Halt! - Bis hierhin und nicht weiter.
Besser ist es darüber zu reden, was uns nicht gefällt. Reden ist gesünder, als wortlos die Fäuste in der Hosentasche zu vergraben.
Toll Tania, das Bild mit der Faust. Ich halte meine Haende auf, ab und an drehe ich sie um, damit ein Schmetterling darauf pLatz nehmen kann, manchmal schliesse ich sie auch, um ein im Haus nicht erwünschtes Insekt behutsam nach draussen in die Natur zu setzen.
Mir ist bei deinem Bild noch das Bild mit dem "festen Auftreten" hochgestiegen. Heute morgen beim Nordic-Walken musste ich gesteigert auf den Boden achten, da es hier endlich seit langer Zeit mal einen Regenguss gegeben hatte und bei den ersten Sonnenstrahlen danach, aus allen Richtungen die kleinen Schnecken ihr Haus spazierentrugen. Somit bin ich heute nicht fest aufgetreten sondern habe einen Hindernisparcour hinter mich gebracht und hoffentlich den Schnecken nicht nur ihr Leben gelassen, damit meine Nachbarn sie nachher einsammeln und als köstliches Gericht servieren.
In diesem Sinne einen schönen Tag aus Andalusien grüsst
Anneli
Hallo und Danke für den schönen Artikel.
Bei mir steht die Frage: wie kann ich bloß endlich über meinen Schatten springen? Fäuste geballt, Seele zerknittert und das Loslassen fällt so schwer; so kann man nicht ewig weiter leben. Was ich gut kann? Mich selbst betrügen, mir selbst etwas vormachen! Aber wehe, wenn mich die Realität einholt. Selbsterkenntnis tut weh, aber wann bringt sie mich endlich voran?!
Liebe Grüße
Tina.
da möchte ich mich Tina anschließen, danke für den schönen Artikel. Seit Monaten schlafe ich mit geballten, verkrampften Fäusten ein, bemerke es auch beim Einschlafen, versuche mich zu lösen, aber werde nachts vor Schmerzen wach und bin mit dem ganzen Körper steif und das mehrmals des Nachts.
Bis heute habe ich noch keinen Weg gefunden, das oder...was am wahrscheinlichsten ist, mich zu ändern.
Heute habe ich von Tania den Basiskurs Kreatives Schreiben angefordert und kann mir gut vorstellen, mit dieser Anleitung einiges für mich zu klären.
Vielen Dank noch mal und liebe Grüße
Ellen