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Wenn schon jammern, dann bitte bewusst!

Von Ralf Senftleben52 Kommentare

Jammern, sich beklagen, hadern, sich über Dinge aufregen, die man nicht ändern kann… Seien wir ehrlich: Wir alle machen das manchmal, das ist ganz natürlich und liegt uns irgendwie im Blut.

Die schlechte Nachricht ist: Wenn wir jammern, verfestigen wir damit leider das, worüber wir uns aufregen. Hier gilt das so genannte "Gesetz der Anziehung", wonach wir mehr von dem bekommen, womit wir uns in Gedanken beschäftigen. Ich bin zum Beispiel gerade in einem Buch über eine Studie aus den USA gestolpert, die Folgendes nachweist: Wenn man krank ist, und sich über die Symptome seiner Krankheit beschwert und mit ihnen hadert, dann verstärkt man die Symptome damit häufig noch. Jammern macht also offenbar eine ohnehin schon unangenehme Sache nur noch schlimmer.

Nun glauben viele Menschen, dass Jammern hilft, Stress abzubauen. Wie oben schon angedeutet, liefern die neuesten wissenschaftlichen Studien aus dem Bereich der positiven Psychologie aber eher Hinweise darauf, dass das nicht so ist und wir uns durch das Jammern nur noch mehr Stress machen.

Und Jammern verschafft uns natürlich auch Beachtung und Zuwendung. Und sich gemeinsam über etwas aufzuregen, das verbindet. Deswegen funktionieren Stammtische so gut. Aber ändert man durch Jammern etwas zum Besseren? Oder zementiert man dadurch nicht meistens nur die Überzeugung, dass man ja sowieso nichts ändern kann und dass man ohnmächtig ist? Das ist es also auch nicht…

Nun sind auch schon andere darauf gekommen, dass das Jammern keine sehr konstruktive Sache ist. Ich bin z.B. auf ein tolles Projekt gestoßen, das 2006 begann. Der amerikanische Pfarrer Will Bowen schlug in diesem Jahr seiner Gemeinde eine Art Spiel vor. Er brachte seinen Gemeindemitgliedern kleine, lilafarbene Armbänder mit und bat sie um Folgendes:

  1. Tragen Sie bitte das Armband am linken oder rechten Handgelenk.
  2. Jedes Mal, wenn Sie sich dabei erwischen, wie Sie gerade jammern, jemanden kritisieren oder über andere lästern, bewegen Sie das Armband ans andere Handgelenk. In Gedanken jammern ist übrigens erlaubt. Es geht hier nur um das, was wir sagen.
  3. Wenn Sie jemand anderen mit einem lila Armband dabei beobachten, wie dieser jammert, lästert oder sich beschwert, dann machen Sie denjenigen darauf aufmerksam, dass er sein Armband wechseln muss. ABER: Sie selbst müssen Ihr Armband dann auch wechseln.
  4. Machen Sie das Ganze so lange, bis Sie Ihr Armband für 21 Tage nicht wechseln mussten (für die meisten Menschen dauert das zwischen 4 und 10 Monaten).

Die Leute in seiner Gemeinde waren zuerst skeptisch, ließen sich aber darauf ein. Und die Menschen, die sich auf diese Herausforderung einlassen berichten erstaunliche Dinge. Sie sagen,

Und alles nur, weil sie sich weniger beklagen.

Insofern ist es wohl gut zu jammern, weil das der Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit sein kann … wenn man bewusst damit umgeht, das Jammern immer öfter bewusst wahrnimmt und sich dann dadurch nach und nach umprogrammiert.

Und das Band am Handgelenk hilft einem dabei. Zum einen dient es als Erinnerungshilfe. Darüber hinaus hilft es auch dabei, sich selbst nicht zu verurteilen. Denn wenn man sich selbst beim Jammern erwischt, dann schimpft man nicht mit sich selbst, sondern wechselt ohne viel Aufhebens einfach nur das Band ans andere Handgelenk.

Aus diesem Experiment entstand in den USA dann eine richtige Bewegung und mit Hilfe von Spenden und zahlreichen Freiwilligen hat Will Bowen mittlerweile mehrere Millionen Armbänder in alle Welt geschickt und man trifft überall in den USA und auch schon in Europa immer mehr Menschen, die ein lilafarbenes Armband tragen.

Falls Sie Englisch können, finden Sie mehr Infos hier: www.acomplaintfreeworld.org (Hier können Sie übrigens auch kostenlos gegen eine Schutzgebühr von 1$ + Versandkosten Ihr Armband anfordern.)

Eine Anmerkung noch: Es ist natürlich manchmal sinnvoll, sich zu beschweren und auf Missstände hinzuweisen. Aber wie unterscheidet man konstruktive Kritik von destruktivem Jammern? Dabei hilft vielleicht die folgende Frage:

Wie wahrscheinlich ist es, dass ich durch meine Kritik etwas zum Besseren verändere?

Und wenn die Wahrscheinlichkeit nicht hoch ist, dann die Kritik vielleicht einfach lieber lassen.

  1. Tintenweberin schreibt am 11. Januar 2009 um 09:34

    Die Idee mit den Armbändern gefällt mir sehr gut und ich denke bereits darüber nach, wie ich sie bei uns in der Schule und im Heim ansiedeln kann. Vielleicht sollte ich damit anfangen einen Arbeitskreis "Jammerlappen" ins Leben zu rufen... ;-)

  2. Christine Wenger schreibt am 11. Januar 2009 um 09:38

    Hallo Herr Senftleben,
    die Idee mit den lila Armbändern finde ich sehr interessant und habe mir überlegt, ob ich das Prinzip für meine 6. Hauptschulklasse anwenden könnte. Allerdings nicht für das Jammern sondern für das respektlose Umgehen (Beschimpfen, Beleidigen, Schlagen usw.) miteinander. Obwohl meine Klasse recht schwierig ist, sind die Kinder an meine manchmal "merkwürdigen" Einfälle gewöhnt. Sie würden sich bestimmt darauf einlassen. Nur, lässst sich das Prinzip auch so anwenden?
    Danke für eine Antwort (und Ihre vielen guten Newsletter)
    Christine Wenger

  3. anscha schreibt am 11. Januar 2009 um 09:41

    Die Idee spricht mich an und ich würde sie gern in verschiedenen Schulklassen anwenden. Allerdings gibt es das Armband nicht gratis, wie Sie schreiben. Es kostet 1 Dollar pro Stück, und dann kommt der Versand noch dazu. Gibt es vielleicht doch irgendwo eine Bezugsquelle, die das Armband gratis abgibt?
    Danke!

  4. mia schreibt am 11. Januar 2009 um 09:42

    Ich hatte auch gleich im Kopf, die Armbänder in der Schule - bei den Kollegen - vorzustellen. Aber dann kam die Einsicht, dass es wohl besser ist, erst mal bei mir selbst anzufangen und mich beim Jammern zu beobachten...
    Danke für den Hinweis!

  5. Senkel schreibt am 11. Januar 2009 um 09:43

    Hallo,

    ich habe mir die Seite angeschaut. Natürlich gibt es nun auch T-Shirt, CD`s usw.
    Das Armband kostet 1 Dollar und muß per Kreditkarte oder per Paypal bezahlt werden. Ich habe keine Kreditkarte
    und Paypal habe ich gekündigt, da mir zu unsicher.

    Der Text des Artikels sollte entsprechend korrigiert werden.

    Schade, da werde kich mir wohl ein Armband kaufen oder selbst basteln.

  6. Bettina schreibt am 11. Januar 2009 um 09:45

    Lieber Ralf,
    dieser Beitrag kam jetzt genau richtig! Vor einigen Tagen hat mich die Grippe recht heftig erwischt. Da ich übermorgen Geburtstag habe, herrlichstes Wetter ist, ich Besuch von einer ganz alten Freundin bekommen sollte und den Tag mit meinen Freunden feiern wollte, also alles mal wieder ganz anders gekommen ist als geplant, ertappe ich mich nun immer wieder beim Hadern à la "Warum ich? Warum gerade jetzt? ...." Als dein Beitrag gerade in meinem Postkasten landete, musste ich schon lachen! Es ist immer wieder nett, wie sich das Leben zur rechten Zeit am rechten Ort meldet ;-) Werde mir gleich ein lila Geschenkband aus dem Weihnachtskorb fischen und versuchen, nicht allzu oft zu wechseln! Vielen Dank ;-) Bettina

  7. Eva-Maria schreibt am 11. Januar 2009 um 09:52

    Hallo,
    schön, dass Ihr wieder da seid.
    Jammern ist doch meistens Selbstmitleid und davon habe ich noch nie viel gehalten. Dass es die Symptome verstärkt glaube ich auch. Aber hin und wieder ein bisschen zu jammern, nur für sich selbst, empfinde ich als durchaus wohltuend. Nach ein paar innerlichen Gedanken ist Schluss damit. Dann denke ich an Menschen, denen es im Gegensatz zu mir wirklich schlecht geht. Danach ist die Sache erledigt.

  8. Mike schreibt am 11. Januar 2009 um 10:08

    Ich finde die Idee gut.

    Wenn man den 1 USD + VK für das Armband nicht zahlen möchte/kann/will, gibt's hier eine günstige Alternative (0,30 EUR für unbedruckte Bänder in allen Farben oder 0,99 EUR mit individuellem Siebdruck)
    http://tinyurl.com/silconarmbaender

    Allerdings könnte man die Kiddies auch selber z.B. Gummizugperlenarmbänder basteln lassen... es geht ja um die "Idee".

  9. Monika schreibt am 11. Januar 2009 um 10:17

    Hallo,
    ich sage, sobald ich mich oder jemand anders beim Jammern erwische.
    "Wie soll unsere Welt besser werden, wenn das "Gesetz der Anziehung" wirkt und fast jeder nur jammert. Da kann das Gute ja nicht durchkommen."
    Und nehme mir dann wirklich Menschen vor Augen, denen es WIRKLICH schlecht geht und die ich allerdings noch nie jammern gehört habe. LG Monika

  10. Mike schreibt am 11. Januar 2009 um 10:19

    ...allerdings habe ich gerade entdeckt, dass es unter
    http://www.complaintfreeworld.biz/testkit.html
    ein "Lehrer-Set" mit 50 Bändern und "Zubehör" gibt.
    DAS sind natürlich DIE Originale!

  11. Corina schreibt am 11. Januar 2009 um 10:30

    Hallo,
    ich habe mich sehr über den ersten Newsletter gefreut, danke!
    Die Idee mit dem Band finde ich klasse. Ich bin sicher, dass ich wenig jammere und ich werde es ausprobieren, um festzustellen, ob das stimmt.

  12. Wolff Horbach schreibt am 11. Januar 2009 um 10:56

    Zu dem Thema gibt es ein neues, interessantes Buch von Jörg Weisner: "Vergiss Selbstdisziplin - Erfolgreiche Gewohnheiten bringen dich voran". Dazu gibt es auch eine Community: http://www.erfolgreiche-gewohnheiten.de Jörg hat die Methode von Will Boven entscheidend weiterentwickelt und verbessert.

  13. Kerstin H. schreibt am 11. Januar 2009 um 11:00

    Als ich die bisherigen Kommentare las musste ich dann doch grinsen - typisch Kollegen; auch mir kam als erster Gedanke die Idee das Armband bei uns in der Schule einzusetzen. Allerdings eher im Kollegenkreis (bei uns hat sich eine richtige Jammerkultur etabliert, die sich sehr negativ auf das Arbeitsklima auswirkt und alle, die mit ein bisschen Optimismus ihre Arbeit erledigen, herunterzieht). Das verschlimmert sich von Jahr zu Jahr, und ich bin schon lang der Meinung dass man gezielt etwas dagegen tun muss - das Jammern zieht alle nur herunter und bewirkt GAR NICHTS außer schlechter Laune und Frust.
    Die Idee ein Armband einzusetzen mit dem Ziel, verbale und tätliche Angriffe einzudämmen finde ich aber auch sehr gut und ich werde mal in Ruhe über die Umsetzbarkeit in unserer Schule nachdenken.
    Gerade weil ich mich (ohne es eigentlich zu wollen) auch schon von der Jammerei habe anstecken lassen werde ich die Idee mit dem Armband auf jeden Fall ausprobieren.
    Mein derzeitiger Lieblingsspruch, der gerade bei mir am Schreibtisch hängt, passt auch ein bisschen zum Thema, wie ich finde: "Man soll sich nicht über Dinge ärgern, denn denen ist das völlig egal". Für mich bewirkt der Spruch immer wieder, dass ich - wenn ich mich ärgere - automatisch überlege ob ich etwas ändern kann; wenn ja, tue ich es, wenn nein, versuche ich mich nicht darüber zu ärgern sondern es zu akzeptieren.

  14. jürgen schreibt am 11. Januar 2009 um 11:02

    Den Beitrag finde ich viel zu oberflächlich. Es wird nirgendwo richtig beschrieben, was Herr Senftleben genau mit "Jammern" meint.
    In dieser sehr allgemeinen Fassung unterstützt der Beitrag eine Haltung des Zudeckens, Nicht-Wahrhaben-Wollens, Wegschiebens und Beschönigens. Der Hinweis am Schluß: "Es ist natürlich manchmal sinnvoll, sich zu beschweren und auf Missstände hinzuweisen", reicht nicht aus (nebenbei: ich finde, es ist i m m e r sinnvoll, auf Mißstände hinzuweisen!).
    Die Vorschläge von Herrn Senftleben laufen auf eine Art Verbot hinaus, auch Negatives zu Kenntnis zu nehmen. Das wird dann noch – und hier finde ich’s schon bedenklich – mit einer Krankheitsdrohung „bewehrt“: „Leute, wenn ihr schon was Negatives unbedingt sehen müsst, dann denkt höchstens drüber nach, aber sprecht’s nicht aus, belästigt eure Umgebung nicht damit, sonst werdet ihr krank!“ Die „wissenschaftlichen Erkenntnisse“ bezweifle ich. Es gibt keine ernstzunehmenden wissenschaftlichen Untersuchungen, die ihren Untersuchungsgegenstand (das soll ja hier das „Jammern“ sein) derartig unpräzise definieren.
    Jetzt zum Konstruktiven. Aus meiner Sicht kann Jammern durchaus sinnvoll sein, als erstes, unsortiertes Aussprechen von etwas, was einen stört, ärgert, belastet. Das darf auch bewertend, ungerecht, unausgewogen sein – unzensiert wie ein Brainstorming. Das wäre dann ein Bewusstmachen von vorher vielleicht nur dumpfer Unzufriedenheit „im Hinterkopf“, von nagenden negativen Gefühlen. Der soziale Aspekt beim „gemeinsamen Jammern“: man erfährt, jemand anderem geht es ähnlich wie mir, meine Wahrnehmung und meine Gefühle sind gar nicht so falsch.
    So, und jetzt käme Herr Senftleben als Lebensberater ins Spiel, wenn er darauf hingewiesen hätte: bei diesem Jammern darf ich nicht stehen bleiben, ich sollte misstrauisch werden, wenn ich über dieselben Missstände immer nur klage, d.h. passiv bleibe.
    Die nächste Stufe nach dem „Jammern“ (also dem Zulassen des Ärgers oder Schmerzes über etwas) sollte sein zu überlegen: Was kann ich tun, um die Situation zu ändern? Dann finde ich entweder eine Möglichkeit, an einer Veränderung zu arbeiten. Oder ich stelle fest, das geht nicht, und dann muß ich eine Möglichkeit finden, gelassener zu werden, zu erkennen: was regt mich warum eigentlich immer wieder auf,, hat das was mit mir zu tun? Oder meine Aufmerksamkeit woandershin zu lenken, damit ich nicht mein Leben blockiere. Aber es spricht nichts gegen ein Aussprechen des Ärgers.
    Also, in einem Satz: Jammern z u l a s s e n , und dann – worauf weist es mich hin? – etwas t u n !

  15. Toe schreibt am 11. Januar 2009 um 11:06

    Nicht Jammern - klingt toll. Auch bin ich ich durchaus der Meinung, dass wir alle oft auf durchaus hohem Niveau jammern, so dass es keine Berechtigung hat, sondern nur ein Heischen um Aufmerksamkeit ist.
    Doch sollte man zwei Dinge überlegen:
    1.) Wenn jemand nur durch Jammern Aufmerksamkeit bekommt, wie arm ist der denn dran. Da stellt sich doch die Frage, ob statt einem wenig hilfreichen Hinweis auf sein Gejammer und ein Bändchenwechsel nicht eine ablenkende und ihn als Person wahrnehmende Aktion hilfreicher wäre.
    2.) Jammern hilft verarbeiten. Manchmal geht es einfach nicht mehr anders und es bricht sich alles Bahn. Wenn dann einer gegenübersteht, der sein Bändchen wechselt und mir sagt, dass ich doch weniger jammern soll, dann würde ich ihm spontan die Freundschaft kündigen.
    Also bitte: bei aller Euphorie differenzierter betrachten.

  16. Nina schreibt am 11. Januar 2009 um 11:10

    Hallo Tania und Ralf

    Zuerst möcht ich euch beiden und allen Mitgliedern hier ein schönes neues Jahr 2009 wünschen!

    "Aber wie unterscheidet man konstruktive Kritik von destruktivem Jammern?"

    Kritik ist ja nunmal das, was man im alltäglichen Leben und in vielen Foren oftmals zu sehen/hören bekommt. Ein Mensch ist nicht der selben Meinung oder nicht mit dem verhalten des jeweiligen anderen einverstanden usw usf. Ob die Kritik dann etwas verbessert, ist nie sicher. Kommt ja nunmal auch immer auf das Gegenüber an, wie er/sie das aufnimmt.
    Jammern tun wir, wenn uns wie oben schon gesehen, eine Grippe, Erkältung, schwere Arbeiten oder ähnliches plagt. Aber hilft es hier, wenn wir jammern??? Nein! Wenn das nämlich helfen würde, dann würde ich selbst auf der Stelle damit anfangen meine vielen Nebenwirkungen der Krebstherapie zu beseitigen!!

    Ich denke, das wir versuchen sollten, herauszufinden, wie wir mit solchen Dingen besser umgehen können. Und in allem auch etwas Gutes zu sehen/zu finden. Klaro, eifach ist sowas natürlich nicht, aber vom jammern wird es doch auch nicht besser! Also ... ;-) los gehts, nur nicht aufgeben.

  17. Nina schreibt am 11. Januar 2009 um 11:17

    Habe doch noch etwas vergessen:
    Zum Thema Armband; für alle, die sich solch ein Armband nicht bestellen wollen, wegen Versandkosten usw, was haltet ihr denn davon, selbst eines zu knüpfen? Zu meiner Schulzeit (ich bin jetzt 34 J) haben wir das sogar in der Schule gelernt, wie man aus verschiedenen Fäden ein Armband (Freundschaftsband) knotet. Und schwer ist das bestimmt nicht! Auch das Scoubidoi-Basteln ist sehr einfach, mit den Siliconbändern. Macht Spass :D
    Viel Erfolg und schönen Sonntag wünscht,
    Poldy

  18. Ralf Senftleben schreibt am 11. Januar 2009 um 12:01

    Hallo an alle und danke für die vielen Kommentare.

    Und danke auch für die Hinweise mit dem 1$ – das habe ich oben gleich korrigiert.

    @Christine: So ein Armband eignet sich eigentlich für alles, was nach dem Prinzip "Transformation durch Bewusstheit" funktioniert. D.h. für alle Ideen, bei denen man den "Autopiloten" öfter mal abstellen will und sich sein bisheriges Verhalten im Augenblick des Verhaltens bewusst machen will. Und deswegen denke ich, das könnte auch für Ihren angepeilten Zweck funktionieren. Einfach mal ausprobieren.

    @Wolff: Danke für den Tipp. Das Buch bestelle ich mir gleich. Ich setze schon ständig irgendwelche Schießgummis, Armbänder, etc. oder ähnliches als Erinnerungshilfe ein und deswegen ist das für mich sehr interessant.

    @Jürgen: In der wissenschaftlichen Studie ging es konkret um das Klagen über Krankheitssymptome und nicht um Jammern allgemein. Und Jammern bedeutet für mich: Sich über Dinge aufregen, die ich nicht ändern kann und bei denen das Jammern die Situation für niemanden besser macht. Und klar, schmerzhafte Erlebnisse verarbeiten, auch im Gespräch ist wichtig für die eigene Heilung. Aber ich denke, die meisten erkennen den Unterschied zwischen einem heilenden Gespräch und destruktivem Jammern und wissen, was gemeint ist.

  19. Juliane schreibt am 11. Januar 2009 um 12:13

    Hallo,

    dieses Thema hat mich eben kalt erwischt. Ich meine das Jammern in bezug auf meine Gesundheit. Seit November plage ich mich mit Rückenschmerzen herum, die trotz Behandlung einfach nicht besser werden wollen.An vielen Nächten ist an Schlaf nicht zu denken und so wache ich übermüdet auf, gehe schlechtgelaunt zur Arbeit und komme oft ebenso zurück. Jammern kann ich ganz gut und depressiv werde ich auch langsam - warum müssen diese Schmerzen denn ausgerechnet bei mir so lange verweilen usw.usw. -. Das ist ein Kreislauf ohne Ende dachte ich eben und siehe da ich setze mich an meinem PC, lese meine mails und da springt mir dieses Thema ins Auge. Ich werde also versuchen nicht mehr so oft zu jammern und vielleicht hilft das mit dem Bändchen ja wirklich. Danke für diesen Beitrag und die positive Anregung.

    Juliane

  20. anne schreibt am 11. Januar 2009 um 12:17

    Der Beitrag kommt mir wie gerufen.Ich bin ein Mensch der sich ständig über alles beklagt und vorallem üer unänderliche Dinge.Ich hardere dann mit meinem Schicksal und finde alles ziemlich blöd und ungerecht.
    Da ich immer nach neuen Methoden suche um etwas zu verändern finde ich die Idee mit dem Armband genial.Ich habe Lust bekommen das selber auszuprobieren! Ich kann mir gut vorstellen dass es hilft.
    Es ist richtig, dass sämtliches Gejammer nicht wirklich zu einer Verbesserung führt und einen dazu bringt im Selbstmitleid zu versinken. Viele schöne dinge gehen deswegen an einem vorbei, weil man sie gar nicht sehen kann und will, vor lauter Gejammer!wenn man mit negativen Erwartungen an eine Sache geht, erfüllt sich diese Erwartug meist auch.Interessant wäre zu erfahren wie eine Sache laufen kann wenn man sie positiver angeht.Auch im Umgang mit anderen Menschen wird es sich positiv auswirken, wenn man nicht weiter der ewige Nörgler und Kritiker in einer Gruppe ist.
    Ein toller Anstoß in unserer Nörgelgesellschaft einen Schritt weiter zu gehen und sich selbst zu befreien!
    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!

  21. Eva-Maria schreibt am 11. Januar 2009 um 12:38

    Ich habe auch mal gesagt,ganz Deutschland ist nur noch ein einziges Jammertal,ich kann es auch nicht mehr hören,meine Erfahrung ist,alle Jammern und keiner hat den Mut was zu verändern,und es ist auch so,sie wollen alle nur Zuwendund,anstatt sich auf dem Weg zu machen,sich selbst zu LIEBEN und ZU MÖGEN und sich selbst zu LOBEN,und in den SPIEGEL schauen....ich habe auch schon so einiges im Leben durchgemacht(KREBS) aber ich bleibe fröhlich und DANKBAR,obwohl ich diesen Jammer-Menschen inzwischen gerne aus dem Weg gehe...ich lasse lieber die Sonne scheinen und freue mich auf den Tag,und so ein Bändchen braue ich nicht,trotzdem finde ich es gut,dem es hilft....alles liebe Eva

  22. Senkel schreibt am 11. Januar 2009 um 13:58

    Hallo Ralf,

    zu dem einen Dollar kommen noch die Versandkosten in Höhe von 4,40 Dollar, also insgesamt 5,40 Dollar. Dies sollte noch mit im Text erwähnt werden. Weder kostenlos noch besonders günstig, nur bei einer Bestellung in den USA.

    Die Alternative von Mike unter tinyurl.com/silconarmbaender
    kostet hingegen 0,30 Euro für das Armband, 5,00 Euro Versand und Verpackung und 0,25 Euro Mautgebühren, also insgesamt 5,55 Euro.
    Bei den bedruckten Armbändern kommen noch Druckkosten hinzu und die Mindestbestellmenge beträgt 100 Stück.

    Zur Zeit mein Spruch des Monats:

    Wer lesen kann ist im Vorteil.

    So nun auch hier.

  23. HaGe schreibt am 11. Januar 2009 um 14:27

    2 Sprüche zum Thema:

    Energy flows where attention goes.

    Warum freust du dich, wenn es regnet?
    Wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem!

  24. Anne schreibt am 11. Januar 2009 um 15:39

    Hallo Ralf,

    zunächst einmal, ein großes Lob an Dich an Euch. Ihr trefft immer den Nagel auf den Kopf - super! Und was Du in Deinem Bericht schreibst trifft 100%ig zu. Jammern, stöhnen, über Krankheiten sprechen oder was z.Zt. in Deutschalnbd und in der Welt läuft, die ganze Finanzkrise, alles wird verschlimmert, wenn wir ständig darüber reden. So hörte ich von einem Bauern, dass er beschloss keine Vogelgrippe bei seinen Tieren zu haben und hat allen verboten, nur dieses Wort in den Mund zu nehmen - als die Untersuchung kam, waren seine Tiere gesund. Ein Wunder? Nein! Ich bin davon überzeugt, dass wir viele Ungelegenheiten in unserem Leben uns selbst heranzüchten-heranreden. Schweigen ist Gold, reden ist Silber, eine alte Weisheit.

    Vielen Dank und weiter viel Freude am Tun,
    Anne

  25. nemansisab schreibt am 11. Januar 2009 um 15:47

    Hallo Herr Senftleben,

    ein guter Text, der mich dazu gebracht hat, mal über meine eigene Jammerei nachzudenken.
    In den letzten Wochen und Monaten habe ich ziemlich viel über Veränderungen an meinem Arbeitsplatz gejammert und bin damit wahrscheinlich vielen Kolleginnen und Kollegen auf die Nerven gegangen. Oder auch nicht, denn die haben ebenfalls gejammert. Was hat es gebracht: NICHTS.
    Meine Energie habe ich verschwendet. Ab morgen trage ich ein lila Armband.....
    Liebe Grüße

  26. Walburga schreibt am 11. Januar 2009 um 15:53

    Zunächst einmal möchte ich allen hier - nicht nur Ralf und Tania - alles Gute, Glück, Gesundheit und Gelassenheit (passend zum Thema ;-) für das neue Jahr wünschen.

    Sicherlich könnte ich sehr viel zu diesem Thema schreiben - vor allem zu meinem Gedanken: Wo ist die Grenze zwischen Jammern und kritischer Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten? ... Ist es nicht alles eine Frage der Sichtweise?

    Ich möchte nur einmal auf dieses Armband-Projekt eingehen. Im Prinzip ist es keine schlechte Idee, ich probiere ja auch gern viele Dinge einmal aus, so nach dem Motto: Mal sehen, was dabei heraus kommt. Jedoch eines wäre für mich immer unerlässlich: Bevor ich es in irgendeiner Gruppe einsetze, müssten auch wirklich ALLE damit (einschließlich der "Spielregeln") einverstanden sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Kinder oder Erwachsene handelt. Vertrauen ist für mich bei einem solchen Projekt unerläßlich.

    Und mal ehrlich, im Prinzip ist es dann doch völlig egal, ob die Bänder rot, grün, blau, orange oder lila sind. Es ist egal, aus welchem Material sie sind. Es wäre ein wunderbarer Anreiz, wenn sie selbst gefertigt sind.

    Ehrlich, mir stößt es wirklich unangenehm auf, dass aus einer so simplen Idee ein kommerzielles Projekt gemacht wird, anstatt einfach eine Anregung weiter zu "verschenken".

    Liebe Grüße

    Walburga

  27. Kerstin H. schreibt am 11. Januar 2009 um 16:03

    Noch ein Nachtrag zum Thema "Jammern". Ich bin mit einer Mutter aufgewachsen die sehr viel geklagt und gejammert und fast gar nichts an ihrer Situation geändert hat. Offenbar reichte es ihr schon aus, einfach durch "Jammern" Druck loszuwerden. Schade eigentlich, denn wäre sie diesen Druck nicht so einfach losgeworden, hätte er vielleicht irgendwann mal ausgereicht, damit sie aktiv was an ihrem Leben geändert hätte.
    Unter "Jammern" verstehe ich genau das: Man beklagt sich und nutzt die "Druckventil"-Funktion davon. Man lässt damit gar nicht so viel Druck aufkommen, dass besagter Druck ausreichen würde, um einen aktiv werden zu lassen. Das ist das Problem und die Gefahr beim Jammern.
    Außerdem bin ich dann zwar meinen Druck los, aber ohne Rücksicht darauf, was ich vielleicht bei meinem Gegenüber damit anrichte. Das hat wirklich etwas von Egoismus an sich - ich nehme mich da selber gar nicht aus, auch ich habe schon oft gejammert und mir wurde erst im Nachhinein bewusst dass es dem anderen gegenüber nicht fair ist, ihn als eine Art "seelischen Mülleimer" zu benutzen.
    Natürlich soll man gegen Miss-Stände angehen und versuchen, sie zu ändern. Aber es gibt eben auch Situationen, die nun mal gegeben sind - die ich entweder gar nicht oder nur sehr langsam ändern kann. Meistens ist die beste Methode zur Veränderung dann nicht das Jammern (="Beschweren"), sondern die sachliche Auseinandersetzung und das Suchen nach realistischen Alternativen. Und vieles muss man einfach auch aushalten bzw. es gibt nichts, was nicht zwei Seiten hat - neben der für mich positiven Seite eben auch die unangenehme Seite der Medaille. Wenn ich mich bewusst für etwas entscheide, dann eben auch für die Nachteile die ich damit in Kauf nehme. Und dann über diese Nachteile zu jammern ist zum einen realitätsfern und auch kontraproduktiv - lieber sich an dem Schönen und Positiven erfreuen, das mir die Sache bietet. Das finde ich nicht oberflächlich sondern einfach realistisch und "dankbar" dem Leben gegenüber.
    Wenn ich kleine Kinder habe, kann ich mich ärgern, dass ich keine Nacht mehr durchschlafen kann, und jammern, dass ich die ganze Zeit müde bin und keine Energie habe. Oder aber ich kann mich daran freuen, dass ich das Glück habe Kinder aufwachsen zu sehen und sie dabei zu begleiten. Und wenn ich ganz clever bin, merke ich an meinem Hang zum Jammern dass ich dringend mal wieder ein paar Stunden ungestörte Nachtruhe brauche und versuche jemanden zu finden, der die Kinder mal für eine Nacht zu sich nimmt. Jammern allein hilft jedenfalls gar nichts.

  28. Rena Berger schreibt am 11. Januar 2009 um 17:08

    Hallo Ralf Senftleben und alle die sich bisher konstruktiv oder nicht - verewigt haben.

    Ich denke, man kann sich schnell so ein Armband selber machen und das könnte ich mir sehr gut für meine Gruppe älterer Menschen vorstellen. Werde es sofort in Angriff nehmen, denn mit Jammern sind sie immer gut.. *lächel

    Aber es gibt noch viel mehr von diesen Jammer-Menschen.. (und sobald ich sowas lese - auch in den Chaträumen - werde ich furchtbar sauer, denn Jammern nützt niemandem etwas, nix wird davon besser oder anders!) alle sollten so ein Armband mal haben, damit ihnen das jammervolle mal aufgeht, was sie jeden Tag von sich geben. Klasse Idee und das noch gleich zum Jahres-Anfang, toll!!

    Viele liebe Grüsse aus Bremen

    Rena

  29. Elisabeth schreibt am 11. Januar 2009 um 18:45

    Im Sichtfenster der ankommenden Mail sah man "Zeit zu leben: Jammern, Zögern ..": Da hätte ich die eingehende Mail fast gelöscht, weil sie mich nur durch diese Überschrift schon runtergezogen hat. Ich hab sie doch durchgelesen und nehme sie als Gedankenanstoß. Ein Anstoß für sie Herr Senftleben: Man kann auch folgende Überschrift nehmen: Optimistischer und glücklicher....
    Also wechseln sie ihr Armband, mit freundlichen Grüßen, Elisabeth

  30. Brittka schreibt am 11. Januar 2009 um 20:26

    Mir ging es mit der Überschrift genau umgekehrt :-)!

    Bei den Worten "Jammern, Zögern" dachte ich: oh, das könnte mich betreffen, das lese ich mir durch!

    Hätte da "Optimistischer und glücklicher" gestanden, hätte ich mich viel weniger angesprochen gefühlt, weil diese Worte und auch ihr Inhalt schon derart abgegriffen sind, dass ich mir keine sonderlich anregenden Tipps mehr davon versprochen hätte.

    Die Idee mit dem Bändchen ist gut, weil so ein Bändchen die Jammerei mal konkret "fassbar" macht.

    Allerdings stört auch mich die sofort angeleierte Kommerzialisierung dieser Idee sehr.

    Wie könnte dieser Kommerzialisierung, die ja vor gar nichts mehr Halt macht, Einhalt geboten werden? Vielleicht ja auch mit einem Bändchen :-) ?

  31. Norbert Erler schreibt am 11. Januar 2009 um 20:51

    Hallo Tania, Hallo Ralf,

    klasse Newsletter!

    Mit Eurem "Jammer"-Beitrag habt Ihr den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Die Kommentare zeigen wie unterschiedlich die Menschen damit umgehen. Während die Einen sofort die Vorteile der Bändchen-Aktion erkennen, nämlich PGH zu entwickeln, nörgeln (oder jammern) die Anderen wegen einer kleinen Unachtsamkeit, die Ihr übersehen habt. All denen sei gesagt, dieses Bändchen ist eigentlich unbezahlbar, für den der es trägt, weil er damit etwas besiegen will, sei es nun eine Krankheit (es ist nun mal ein Fakt, das viele Krankheitsbilder seelischen Ursprungs sind) oder Schmerzen. Oder weil jemand gerade auf dem Weg ist NGH aus seinem Leben zu streichen. Oder die Lehrer, die den jungen Menschen, die ihnen anvertraut sind, den rechten Lebensweg zeigen wollen (Schade, daß nicht alle Lehrer solche Vorreiter sind).
    Mit "Jammern" zeigt man keine Mißstände auf und kann diese damit auch nicht ändern. Viele wollen damit nur Aufmerksamkeit erregen, von ihren eigenen Problemen ablenken, indem sie andere dafür verantwortlich machen und über mögliche Alternativen nicht nachdenken. Viele die in das große "Gejammere" einstimmen, fühlen sich ihrem Gegenüber bestätigt und gehen ganz einfach den Weg des geringsten Widerstandes.
    Warum sind viele Menschen erfolgreich und verfügen über ausreichendes Einkommen? Eben weil sie nicht jammern, sondern Ideen umsetzen, Arbeitsplätze schaffen, täglich trainieren, sich ständig weiterbilden, ihrem Leben einen Sinn geben und ein Ziel vor Augen haben, daß sie erreichen wollen und sich auch von Rückschlägen nicht von ihrem gewählten Weg abbringen lassen.
    Nehmen wir uns diese Menschen zum Vorbild und tun es ihnen nach, dann, so sei jedem Skeptiker gesagt, werden wir Glück und Zufriedenheit nicht nur erreichen sondern erleben.
    In diesem Sinne, nochmal Danke für diesen Newsletter und weiter so!

    Mit den besten Grüßen aus Oberfranken
    Norbert

    P.S. Wer PGH und NGH nicht kennt, hier wird es erklärt: (Link gelöscht, weil hier nicht geworben werden soll)

  32. Hubert schreibt am 11. Januar 2009 um 22:32

    Ich denke man muss wie immer unterscheiden zwischen Jammern in dem Sinne, dass man sich über Banalitäten beklagt oder ob jemand auf Mißstände hinweist. Dabei ist völlig unerheblich, ob diese Mißstände zu ändern sind oder nicht.
    Wir könnten ansonsten Themen wie Erderwärumung oder Klimawandel ignorieren, ebenso Krieg Hunger Abtreibung Aids und was weiß ich nicht alles.
    Aber das in einigen Beiträgen darüber gejammert wird, dass zu viel gejammert wird, das hat schon wieder was!

  33. sandra schreibt am 12. Januar 2009 um 08:35

    Den Nagel auf den Kopf getroffen!

    Seit Wochen befinde ich mich in einem Zustand über meine Lebens- und Berufssituation nachzudenken und zu hadern.
    Ergebnis: oftmals falle ich in eine "Depression" und alles wird nur noch schlimmer.

    Da kam der Newsletter genau recht und erstmals mußte ich über mich schmunzeln.
    Es gibt Dinge, die man sicher nicht selber ändern kann, aber leider genügend, über die man jammert und selber in Angriff nehmen kann. Man tut's nur nicht.

    Ohne Jammern haben sich viele vielleicht nicht mehr so viel zu erzählen! Zumindest habe ich manchmal den Eindruck.

    Auf jeden Fall ist der Newsletter eine tolle Aufgabe für 2009. Ich arbeite in einem 2 Mann Betrieb und mein Chef ist seit 1 Jahr nur mehr am jammern. Das Schlimme ist, er steckt mich an. Für mich eine gute Herausforderung bei mir mit dem Bändchen anzufangen.

    Danke für den super Tipp genau zum richtigen Zeitpunkt.

  34. Angelika schreibt am 12. Januar 2009 um 09:28

    Ein altes Sprichwort lautet:" Der Unterschied zwischen einem Weisen und einem Narren (das Wort bitte nicht persönlich nehmen) besteht darin, dass der Weise seine Gedanken beherrscht, während der Narr von ihnen beherrscht wird."

    Dieses Zitat zeigt uns doch, dass unsere Gedanken es sind, die unser Schicksal bestimmen. Wir müssen so langsam verstehen lernen, dass WIR es sind, die durch das was wir so denken und glauben, unsere Welt um uns herum kreieren.

    Es gibt ein "Resonanzgesetz" d.h. Gleiches zieht Gleiches an. Es wirkt übrigens auch, wenn wir nicht daran glauben.
    Jeder Mensch kann immer nur die Bereiche der Wirklichkeit wahrnehmen, auf dessen Schwingung er selber mitschwingt. Alles andere um ihn herum kann er nicht wahrnehmen.
    Außer wir fangen an, unsere Gedanken zu beobachten, dann werden wir sehr schnell feststellen, warum wir in so mancher Situation sitzen bzw. stecken bleiben.

    Es ist vielleicht nicht einfach....das stimmt wohl...aber es gibt keinen anderen Weg sich davon zu befreien. Armbänder sind Stützen uns darauf aufmerksam zu machen, sicherlich könnte man auch einen anderen Gegenstand dazu auserwählen, unsere Gedanken in eine weisere Richtung zu lenken.

    Vergessen wir nicht, dass jeder Mensch durch seine Wahrnehmung eine andere Sichtweise hat. So fällt es leichter die Meinungen anderer zu akzeptieren. Wir könnten dann erkennen, dass quasi jeder in einer anderen Welt lebt.
    Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, müssten wir die Gedankenstille üben und unsere Gedanken in die Richtung lenken, die wir sichtbar in unserem Leben sehen wollen.
    Nicht ständig durch jammern u.ä. die Gedanken und die Situation damit vergrößern, in dem wir uns darauf konzentrieren, was wir nun wirklich nicht wollen!!!

    Ich wünsche allen eine erkenntnisreiche Zeit

  35. Bernadette Fuchs schreibt am 12. Januar 2009 um 09:30

    Hallo miteinander! Ich trage dieses Bändchen seit einigen Wochen und es geht mir seitdem wesentlich besser! Ich habe das Buch dazu gelesen und finde es wunderbar mir bewusst beim JAMMERN zuzuhören und zu erkennen, wie es mich nicht vorwärts bringt. Ich wechsel es allerdings nicht von einem Arm zum anderen; es hilft mir auch so, mich bewusst auf mein Glück zu konzentrieren und mich immer wieder zu fragen, kann ich etwas daran ändern (dann tu es) oder geht es hier um Loslassen (und Gott überlassen), weil ich gewisse Dinge in meinem Leben einfach nicht ändern kann und auch nicht mehr will. Meine Energie auf die Dinge zu lenken, die ich ändern kann, tut einfach nur gut... Und das ist nicht nur ein schön dahingeredeter Satz. Ich arbeite selbst mit Menschen und beobachte immer wieder, wie gerne wir uns beklagen über die Umstände, die Menschen, die Politik... das aktive Tun dagegen scheint viel, viel schwerer.

    Die Idee dies in der Schule anzuwenden hatte ich auch. Ich wollte diesen Tipp mal der Klassenlehrerin meiner Tochter geben. Habe es aber wieder verworfen...fand es dann irgendwie doch etwas albern.

    So freue ich mich aber heute, den Artikel von Ralf Senfleben hier gelesen zu haben. Er spricht mir mal wieder aus dem Herzen und ich danke für eure Kommentare. Es zeigt mir, dass so viele Menschen ernsthaft nach Veränderung suchen und mit den zZ herrschenden Zuständen unzufrieden sind. Aufhören zu jammern heißt für mich auch ins TUN zu kommen bzw. zu lernen loszulassen. Wie heißt es doch da so schön:

    Gott gebe mir die Gelssenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden... (Friedrich Christoph Oetinger)

    Und wenn ich so auf mein Bändchen schaue, bin ich ganz froh, dass es den Weg zu mir gefunden hat. Ich saß damals im Theater und hinter mir erzählte eine Frau ihrem Nachbarn von diesem Buch mit dem Bändchen. Meine Ohren wurden ganz groß und ich hörte genau zu. Im nächsten Buchladen habe ich mir das Buch bestellt und so bin ich dazu gekommen :-)

    Viele Grüße, Bernadette

  36. Jürgen Gräbel schreibt am 12. Januar 2009 um 09:34

    Hallo,
    ein Super Tipp für alle Anhänger der gegenwärtigen Krisen-Mentalität.
    "Alles was man beachtet, verstärkt man"
    Dieser alte Lebensgrundsatz trifft natürlich auf das Jammern zu.
    Aber jeder hat auch die Möglichkeit, wenn er einen Missstand erkennt, über Lösungen nachzudenken und sich darauf zu konzentrieren. Dann sieht die Welt sofort völlig anders aus.
    Ich benötige übrigens kein "Band" und verschwende auch keinen Gedanken daran.
    Ich habe einen schönen, runden, kleinen, weißen Kieselstein in meiner Hosentasche. Meinen Glücksstein.
    Immer wenn ich ihn mit der Hand berühre, (mindestens abends beim Taschen leeren (morgens beim Taschen füllen), mache ich mir bewusst, wie viel Glück ich habe, wenn ich selbst aktiv werde und wie gut es mir heute wieder geht.
    Jammern, kenne ich nicht.
    "Der Pessimist sieht das Problem, der Optimist sieht im Problem eine Chance. Sonst hat man kein, sondern ist das Problem"
    In diesem Sinne gestalte ich mein erfolg-reiches Leben, alles Gute
    Jürgen Gräbel

  37. Tanja schreibt am 12. Januar 2009 um 09:55

    danke, danke, danke!
    das war genau, was ich gerade gebraucht habe!
    alles Liebe, Tanja

  38. andrea schreibt am 12. Januar 2009 um 10:44

    ja, ich muss gestehen. ich nutze meine freunde als "seelischen mülleimer" (und lasse es gerne zu, dass es umgekehrt genauso ist). denn wenn es mir momentan sch..e geht, brauche ich erst mal eine erleichterung, lasse mich fallen und ... jammere.

    ... um dann - wenn der erste druck / frust erst mal weg ist - wieder aufzustehen und das problem anzugehen. dauerjammern bringt mir nichts, das weiß ich genau. aber immer nur positiv kann ich auch nicht reagieren. bin doch kein übermensch. und wenn mir der rücken weh tut, dann bin ich nun mal frustig, manchmal ist mir sogar zum heulen (was ich mir auch erlaube) ... und mache dann anschließend meine wirbelsäulengymnastik.

    warum nicht einfach beides "zulassen"?

  39. Devi schreibt am 12. Januar 2009 um 12:02

    Spannende Kommentare - manch einer hätte sein Bändchen schon wechseln müssen - und ich jetzt auch ;-D

    Eine wirklich gute Idee, bewusster mit den negativen Gedanken umzugehen. Obwohl man - meine Anregung - auch das Bändchen wechseln sollte, wenn man sich bei negativen Gedanken über sich selbst oder andere ertappt. Sonst wird man vielleicht nur schweigsamer, aber nicht positiver.

    Zur Unterscheidung zwischen Jammern und konstruktiver Kritik kam mir gleich die Geschichte der drei Siebe in den Kopf:

    Die drei Siebe des Sokrates

    Ganz aufgeregt kam ein Mann zu Sokrates gerannt: „Sokrates, ich muss dir etwas erzählen. Dein Freund…“
    Sokrates unterbrach ihn: „Halt!“ Der Mann war überrascht.
    „Hast du das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe geschüttet?“, fragte Sokrates.
    „Drei Siebe?“, fragte der Mann verwundert.
    „Richtig, drei Siebe! Lass uns prüfen, ob das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe geht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Ist das wahr, was du mir erzählen willst?“
    „Ich weiß es nicht, ich habe es selber erzählt bekommen und...“
    „Na gut. Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Das zweite Sieb ist das der Güte. Wenn es schon nicht wahr ist, was du mir erzählen möchtest, ist es wenigstens gut?“
    Zögernd antwortete der Mann: „Nein, im Gegenteil...“
    „Dann", unterbrach ihn Sokrates, „lass uns auch noch das dritte Sieb anwenden. Ist es wichtig und notwendig, es mir zu erzählen, was dich so aufgeregt sein lässt?“
    "Wichtig ist es nicht und notwendig auch nicht unbedingt.“
    „Also mein Freund“, lächelte Sokrates, „wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es lieber sein und belaste dich und mich nicht damit."

  40. Jochen schreibt am 12. Januar 2009 um 13:48

    Hallo Ralf,

    vielen Dank für diesen Beitrag! Jetzt habe ich eine schöne Einstiegsgeschichte für meine ehrenamtliche Anmoderation eines Vortrags zum Thema "Finanzkrisen-Bewältigung".

    Herzlichen Gruß,
    Jochen

  41. Juliane schreibt am 12. Januar 2009 um 15:23

    Hallo Ihr Alle,

    alles wunderbare Zuschriften, wunderbare Einsichten und Veränderungswünsche, aber habt Ihr nicht ein kleines Detail vergessen? Jammern tun die Menschen schon seit ewigen Zeiten und hat es nicht auch was menschliches einfach mal drauf los zu jammern? Es entlastet und erleichtet vorausgesetzt man betreibt es nicht ständig und geht anderen Menschen damit auf die Nerven. Aber ein kleines bisschen Jammern kann so gut tun.
    Und dieses ganze Veränderungsgequatsche habe ich reichlich satt, habe noch selten jemanden erlebt (eingenommen mich selbst, trotz großer Bemühung) der sich wirklich ändern konnte. Allein das Bewußtsein, dass jammern nicht wirklich helfen kann, sollte eigentlich genügen. Überhaupt, wenn es einem gelingt vieles von dem was wir tun oder erleben uns bewusst zu machen, wäre damit schon vieles gewonnen.

    Dies noch mal zu Jamern.
    Einen schonen jammerfreien Tag wünscht
    allen Juliane

  42. sybille schreibt am 12. Januar 2009 um 16:13

    ich finde die idee mit dem armband auch klasse! wollte es mir auch bstellen, aber 1$ und die agnze prozedur ist mir zu umständlich. falls jemand `ne sammelbestellung macht: ich möchte auch eins. ansonsten hab mir schon überlegt, einfach das band gegen armut oder brustkrebs zu benutzen!
    liebe grüße an all diese bewegten menschen hier!

  43. snoppy schreibt am 12. Januar 2009 um 19:07

    Hallo an alle!
    Erstmal ein gutes neues Jahr mit genauso vielen genialen Gedanken und Ideen!Das uns das Jahr bringt was immer wir uns wünschen!

    Manchmal macht es mir richtig Angst wie die Email von Ralf genau auf meine Lebenssituation passt!:-) Immer wenn ich mir um irgendwas Gedanken mache dann kommt genau der Hinweis oder Denkanstoß den ich brauche!Die Idee finde ich genial!Auch das die Pädagogischen Kollegen gleich auf die Idee kommen das zu nutzen ist super!Macht dass!Ich glaube wir können viel verändern!Da kann man ein tolles Projekt draus machen!Zuerst das Band basteln (z.B.knüpfen)dann als Freundschaftsband weiterschenken!Dann die Aufgabe an die Kids stellen! Super!
    Generell geht es mir ähnlich wir einer anderen Antwortschreiberin das ich erstmal bei meinen Kollegen anfangen müsste, damit sie lernen manche Dinge einfach anzunehmen und nicht stundenlang darüber zu jammern! Vor allen Dingen unnötige Energien zu investieren die wir doch alle in der Arbeit brauchen könnten!
    Was mich noch nach dem Artikel beschäftigt ist die Frage wann es richtig ist seine Meinung zu äußern auch wenn es doch bei einigen als jammern ankommen könnte!Manche Sachen sind aussichtslos!Aber trotzdem finde ich es wichtig manchmal zumindest seine Meinung zu sagen!Auch wenn man weiß es wird nicht gehört!Ich im speziellen hoffe bis zum Schluss das ich vielleicht doch was bewirken kann!Zumindest nicht gleich aber im stillen Kämmerlein!
    So hoffe ich dass wir alle die richtigen Entscheidungen treffen wann wir den Mund aufmachen und vielleicht doch was bewirken oder einfach ihn besser halten weil es einfach nichts bringt!
    Liebe Grüße und ne schöne zeit manu

  44. Correy schreibt am 12. Januar 2009 um 21:51

    Hallo,

    also ich habe nicht lange nachgedacht... sondern einfach heute damit gestartet. Ich hatte zwar kein Armband in lila... aber ein Armband mit kleinen Perlen, dass heute leider sehr oft von links an den rechten Arm und zurück gewandert ist. Morgen geht es weiter. Danke! ;-)

  45. Henry schreibt am 13. Januar 2009 um 08:20

    Hallo Ihr da draußen,

    konstruktivistisch gesprochen hat jeder Disputierende zum Thema Recht und gleichzeitig Unrecht. Die vielen Bedenkenträger in den Kommentaren sind weder hilfreich noch erwünscht, da menschheitsbeglückende Ergüsse nicht wirklich weiter helfen.
    Nur noch einen Aspekt: das Gegenteil von Erfolg ist nicht Mißerfolg, sondern Klagen ( schön, auch Jammern ). In dem Sinne, bessert Euch schön weiter ...

  46. Inna Janssen schreibt am 13. Januar 2009 um 08:57

    Coole Idee. Ich hab dann gleich mal 10 Armbänder bestellt. Die kommen in 3 Wochen an. Wer in München wohnt und sich für 2 EUR bei mir eins abholen woll, schreibt mir an smile at inna.de

    Inna

  47. Dagmar schreibt am 13. Januar 2009 um 11:35

    Die Macht der Gedanken ist nicht zu unterschätzen.

    Achte auf Deine Gedanken,
    denn aus ihnen werden Worte.

    Achte auf Deine Worte,
    denn aus ihnen werden Handlungen.

    Achte auf Deine Handlungen,
    denn aus ihnen werden Gewohnheiten.

    Achte auf Deine Gewohnheiten,
    denn sie formen Deinen Charakter.

    Achte auf Deinen Charakter,
    denn er bestimmt Dein Schicksal.

    -Sprichwort, Quelle unbekannt-

  48. Sigrid schreibt am 14. Januar 2009 um 15:04

    Vielen Danke,

    dieser Newsletter war genau dass, was ich im Moment gebraucht habe!
    Werde dies mit einem Armband tun, geht auch!

    Liebe Grüße Sigrid

  49. Herbert Roth schreibt am 15. Januar 2009 um 07:31

    Bei uns in Österreich heißt es:

    Wir haben alle JuS studiert - J ammern u nd S udern
    und das gehört eigentlich schon zum guten Ton.
    Ob im Privatbereich - Arbeitsbereich - Öffentlichkeit -
    Politik

    bei uns wird möglichst viel gejammert und gesudert und
    Alternativen dazu werden nicht gesucht, denn es kommt eh
    wie es kommt.
    Wir leben ja auch nach dem Motto " Wenn der Hergott net
    will - nutzt ois gar nix"

    In diesem Sinn
    viel Spass beim Jammern

  50. epikur schreibt am 21. Januar 2009 um 19:12

    Zunächst einmal ist der Begriff "jammern" negativ konnotiert und verzerrt eine sachliche Debatte über das Thema "Kritik".

    Kritik soll nur dann erlaubt bzw. zugelassen sein, wenn man durch sie etwas "konstruktiv" ändern kann? Das halte ich für eine ziemlich fatalistische Einstellung. Weil dieses weitverbreitete Denken "ich kann ja eh nix ändern" letztendlich nur die herrschenden Zustände stillschweigend akzeptiert - ja sie sogar fördert! Denn: Jeder kann etwas verändern! Egal wie klein der Schritt auch ist.

    "Viele kleine Schritte von vielen kleinen Menschen an vielen kleinen Orten können das Gesicht der Welt verändern" (afrikanisches Sprichwort)

    Letztendlich kann nämlich Kritik (auch "jammern") eine große Motivation sein um herrschende ungerechte Zustände aktiv bekämpfen zu wollen.

    Den Leuten vom negativ konnotierten "jammern" abzuraten und ihnen zu sagen, dass sie einfach alles akzeptieren sollen und lieber "gut drauf" sein sollen ist fatalistisch und obrigkeitshörig.

  51. Roberto J. De Lapuente schreibt am 21. Januar 2009 um 22:06

    Die Treue zur Konstruktivkritik bewirkt, dass negierende Kritik verächtlich gemacht wird. Wer keine Vorschläge zur Verbesserung anzubieten hat, der solle lieber schweigen. Das strikte Pochen darauf, Negationen an Alternativen zu binden, gleicht einer Mundtotmacherei, die Menschen dazu animiert, erst gar nicht zur Kritik animiert zu werden.

    (Werbelink entfernt)

  52. Astrid schreibt am 23. Januar 2009 um 19:34

    Ich kenne dieses Armband schon länger, es gibt ja auch ein Buch dazu "Einwand-frei", wo das ganze Projekt näher erklärt wird. Ich habe es auch selber versucht - und bin beim ersten Mal gescheitert! Als erstes ist mir aufgefallen, wieviel ICH und die Menschen um mich herum klagen und jammern..... das wurde mir fast zuviel. Dann habe ich gemerkt, dass ich nach einiger Zeit das Armband gar nicht mehr gewechselt habe - ich war nicht mehr aufmerksam. Jetzt habe ich es erstmal wieder weggelegt ......