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Eine Anregung, die ein gutes Gefühl schenken kann

Von Tania Konnerth18 Kommentare

Zur Zeit habe ich den Eindruck, dass alle etwas gereizter sind als sonst, Sie auch? Vielleicht liegt es daran, dass wir alle uns langsam nach Frühling, Sonne und wärmeren Wetter sehnen, vielleicht liegt es an den ständigen Hiobsbotschaften in der Presse, vielleicht an den Ängsten wegen der Wirtschaftskrise.

Unabhängig von den tatsächlichen Ursachen (die gemischt und für jeden verschieden sein dürften), tut es gut, hin und wieder mal gezielt gegen die eigene Gereiztheit anzuarbeiten und dafür habe ich heute eine Anregung für Sie.

Was mir persönlich sehr gut hilft, ist ein kleines Gedankenexperiment, das ich gerne mache, wenn mich mal wieder die ganze Welt nervt: Und zwar mache ich mir dann einmal bewusst klar, was andere Menschen für mich tun:

Manch einer wird nun sagen: Aber die tun das doch nicht für mich, das ist doch nur deren Job. Ja, mag sein, dass es ihr Job ist, aber lassen Sie sich dennoch mal auf den Gedanken ein, dass da Tag für Tag ganz viele Menschen ganz viel für Sie tun. Spüren Sie nach, was es mit Ihnen macht, wenn Sie das denken. Für viele von Ihnen fühlt es sich vielleicht genauso gut an wie für mich.

  1. _wunschlos_ schreibt am 31. März 2009 um 05:12

    Ein altes Sprichwort sagt:

    "Wenn Du Wasser trinkst, dann erinnere Dich an seine Quelle"

    Guten Morgen aus Stuttgart.

    R.

  2. _auch_fast_wunschlos_ schreibt am 31. März 2009 um 15:54

    Schönes Sprichwort. :-)

    Guten Abend nach Stuttgart.

    just me

  3. Hubert1 schreibt am 1. April 2009 um 08:27

    Zugegeben, ich bin selten gereizt. Vielleicht liegt es auch daran, das mir viele Dinge egal (geworden) sind.
    Was mich fürher sehr nervte, war plötzlich zunehmenner Autoverkehr. Heute komme ich einfach zu spät, oder plane, wenn es absehbar ist mehr Zeit ein. Oder ich trete eine Fahrt erst gar nicht mehr an.
    Ich lasse mich auch nicht mehr in dem Maße stören, wie das schon mal der Fall war. Da kann das Telefon ruhig mal klingeln, man kann es ja auch abstellen. Und wenn jemand nur jetzt was von mir will und morgen nicht mehr, kann es auch nicht so wichtig gewesen sein. Wie im ügrigen fast alles unwichtig ist, was Menschen glauben, was wichtig sei.
    Die meisten Menschen, die viel für micht tun, bekommen auch viel Geld dafür, das muss reichen. Die meisten, die, die meinen Müll abholen und die Briefe bringen sollte man eigentlich oben etwas drauf legen. Im Grunde gilt as für alle Menschen, die sich im Niedriglohnsektor verdingen müssen. Und dann gibt es auch Menschen, die etwas völlig unentgeltlich tun. (eine Einladung aussprechen, sich erkundigen, zu Besuch kommen, einem eine Parklücke anbieten, und nicht selber reinfahren, etc. Das wird oft gar nicht richtig gewürdigt, und ist wenig bewußt

  4. _auch_fast_wunschlos_ schreibt am 1. April 2009 um 19:41

    Danke Hubert1 und danke allen, die Gutes getan haben ohne, dass es bemerkt worden ist.
    Gelassenheit bringt den Blick für das Wesentliche mit sich. Ein wunderbar erstrebenswertes Ziel.

    Eine Geschichte dazu, die mir sehr gut gefällt:

    Der Rest ist nur Sand...

    Ein Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten
    und hatte ein paar Dinge vor sich liegen.
    Als der Unterricht begann nahm er ein großes leeres Mayonnaiseglas
    und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen.
    Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll sei.
    Sie stimmten ihm zu.
    Der Professor nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen und schüttete sie in das Glas
    und schüttelte es leicht. Die Kieselsteine rollten naturlich in die Zwischenraume
    der größeren Steine. Dann fragte er seine Studenten erneut, ob das Glas jetzt voll sei.
    Sie stimmten wieder zu und lachten.
    Der Professor seinerseits nahm eine Schachtel mit Sand und schüttete ihn in das Glas.
    Natürlich füllte der Sand die letzten Zwischenraume im Glas aus.
    "Nun", sagte der Professor zu seinen Studenten,
    "Ich möchte, dass Sie erkennen, dass dieses Glas wie ihr Leben ist!
    Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben:
    Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Gesundheit, Ihre Kinder -
    Dinge, die - wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben -
    ihr Leben immer noch erfüllen würden.
    Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge,
    wie z.B. Ihre Arbeit, Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihr Auto.
    Der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben.
    Wenn Sie den Sand zuerst in das Glas füllen,
    bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine.
    So ist es auch in Ihrem Leben:
    Wenn Sie all ihre Energie für die kleinen Dinge in ihrem Leben aufwenden,
    haben Sie für die großen keine mehr.
    Achten Sie daher auf die wichtigen Dinge,
    nehmen Sie sich Zeit für Ihre Kinder oder Ihren Partner, achten Sie auf Ihre Gesundheit.
    Es wird noch genug Zeit geben für Arbeit, Haushalt, Partys usw.
    Achten Sie zuerst auf die großen Steine - sie sind es, die wirklich zählen.
    Der Rest ist nur Sand."

    Herzliche Grüße
    just me

  5. Olaf schreibt am 2. April 2009 um 00:35

    Ich fühle Dankbarkeit.

    Viele Grüße,

    Olaf

  6. Christiane schreibt am 2. April 2009 um 11:26

    Ich bin mal aus meiner Stadt weggezogen, weil ich große Sehnsucht nach Natur hatte und mir der Lärm und die schlechte Luft der Metropole auf die Nerven ging. Ich war quasi nur noch "gereizt" und hörte alles doppelt so laut.

    Nach zwei Jahren in Mecklenburger Landschaft (weite Horizonte, Felder, Natur...) zog ich zurück. Schon bei Besuchen hatte ich die Stadt plötzlich als ungemein anregend und bereichernd erlebt - und den Lärm nehme ich seitdem nicht mehr unangenehm war, sondern wenn überhaupt, als angenehmes Zeichen von Lebendigkeit.

    Schon seltsam, wie massiv die innere Einstellung die sinnliche Wahrnehmung bestimmt!

  7. Dr. Jürgen Gräbel schreibt am 2. April 2009 um 16:48

    Hallo zusammen,
    ich denke, dass wir uns immer mal wieder einmal darauf besinnen sollten, dass viele Dinge, die wir als selbstverständlich hinnehmen, gar nicht selbstverständlich sind.
    Wenn uns zum Beispiel früher unsere Kinder mit ihrem Temperament "genervt" hatten, dann habe ich immer zu meiner Frau gesagt, denke an Deine Cousine, die hat ein krankes Kind und wäre froh, wenn es so voller Lebensfreude stecken würde.
    Wenn ich im Stau stehe, kann ich auch die Zeit des Wartens nutzen, um mich zu warte, d.h. zu pflegen.
    Ich habe stets ein kleines Büchlein bei mir, in dem die Liste meiner Erfolge aufgelistet sind und in das ich schöne Erlebnisse notiere. Wenn ich darin lese, habe ich immer wieder gute Laune.
    Vieles hängt von unserer Einstellung ab, wie wir die Ereignisse des Lebens bewerten. Was jedoch eingestellt ist, kann jeder auch umstellen.
    Gerade in Zeiten der Finanzkrise schauen viele Menschen nur noch auf Geldthemen. Wer jedoch am Ende "nur" Geld. Das Leben ist aber m. E. mehr als nur Geld verdienen.
    Jeder kann jeden Tag sein Leben positiv verändern.

  8. Michael schreibt am 3. April 2009 um 08:46

    Und es gibt Menschen die für uns Zeit zu Leben gestalten.

  9. Gisela Schwarz schreibt am 5. April 2009 um 09:15

    Dankbar lese ich gerne Ihre Beiträge , Lebenshilfen . Allein der Titel Ihrer Seite sagt so viel ! "Zeit zu leben" Dieses Leben ist so unglaublich vielfältig --- und Sie eröffnen weitere Möglichkeiten zu wunderbarer Gestaltung. Danke !
    Sonnige Grüße! Gisela Schwarz

  10. Christoph schreibt am 5. April 2009 um 09:49

    Ja, es tut gut, mich mit dem zu verbinden, was andere tun, um mein Leben zu bereichern, besonders wenn ich es vom Gedankenexperiment zum "Gefühls-Experiment" ausweite. Ich fühle dann Verbundenheit mit vielen Menschen -bekannten und unbekannten- und meine eigene Lebendigkeit nimmt zu. Mir viel auch das Buch von Louise Hay wieder ein, "Dankbarkeit erfüllt mein Leben". Die dankbare Wahrnehmung dessen, was andere für mich tun - oder ich für andere - scheint eine Energiequelle zu sein, die nie versiegt.
    Starke Anregungen in diese Richtung habe ich übrigens von Marsahll Rosenberg bekommen. Sein Buch "Gewaltfreie Kommunikation" ist eine Anleitung zum Glücklichsein, die auf Dankbarkeit beruht.
    Danke für die Anregung!
    Christoph

  11. ikedi schreibt am 5. April 2009 um 11:19

    Danke zur Anregung was andere für mich tun,
    eine ganze Menge.
    Wasser zum Kaffee kommt aus dem Wasserhahn, weder das Wasser noch der Kaffee mache ich selber, das ganze Frühstück, Brot baut jemand an und bäckt jemand für mich, Butter wird auch erst wenn es Bauern gibt die melken und die Milch weiterverarbeiten, ebenso Käse, Schinken, Marmelade, Joghurt wird z.T. von Norden nach Süden transportiert, nicht notwendigerweise. Es kommt eine Pflegeperson mir zu helfen,
    und die Sonne scheint, das ist das Schönste. Es gibt noch sehr viel mehr was andere für mich tun.
    Sonnige Grüße
    ikedi

  12. ladymary schreibt am 5. April 2009 um 11:22

    Hallo und noch fast guten Morgen,

    danke für die anregenden Worte. Diese Einstellung ist wunderbar und hat mir schon immer geholfen, meine bisherigen Lebenskrisen durchzustehen. Sie werden mir sicher auch helfen, die für mich jetzt wieder mal sehr schwere Zeit zu überleben. In diesem Sinne bin ich dankbar, dass mir Gott oder wer auch immer diese Gabe anscheinend mit in die Wiege gelegt hat. Da ich kein guter "Auf-den-Punkt-Bringer" bin, hat mich diese Zusammenfassung sehr gefreut.

    Schönen Sonntag noch uns allen

  13. ladymary schreibt am 5. April 2009 um 11:25

    Ganz kurz noch nachgeschoben - das war auch und vor allem die Antwort auf die heutige Ausgabe von "Zeit zu leben", paßt aber hier auch gut.

  14. Nina schreibt am 5. April 2009 um 14:18

    Das passt ganz herorragend zu einem meiner Lieblingslieder :-)

    Von WesternUnion:

    Es macht uns keine Arbeit und es kostet uns kein Geld
    ein Lächeln und ein kleines Wort verändern diese Welt

    Danke an die Mädels, die am Fließband steh`n
    Danke an die Kumpels, die zur Nachtschicht geh`n
    Danke an die Feuerwehr, die immer wachsam ist
    Danke an den Wirt, solang die Kneipe offen ist
    Danke an den Busfahrer, der uns zur Arbeit bringt
    Danke an den Fahrlehrer, der uns die Ängste nimmt
    Danke an die Doc`s, wenn uns das Fieber wieder plagt
    Danke für das Trinkgeld, das doch jeder gerne mag

    Es macht uns keine Arbeit und es kostet uns kein Geld
    ein Lächeln und dies kleine Wort verändern diese Welt

    Danke an die Eltern, als die Zeit kam, wegzugeh`n
    Danke an die Freunde für das Zuhör`n und Versteh`n
    Danke an die Mädchen für so manche schöne Nacht
    Danke an das Taxi, das mich oft nach Haus gebracht
    Danke an den Mönch im Kloster, der für viele büßt
    Danke an die lila Kuh, die uns die Welt versüßt
    Danke dem, der nicht vergißt, daß es Ärm`re gibt
    Und Danke an die Liebe, denn wer ist nicht gern verliebt

    Es macht uns keine Arbeit und es kostet uns kein Geld
    ein Lächeln und ein Dankeschön verändern diese Welt

    Danke an den Pfarrer, der den Bund für`s Leben schließt
    Danke an den Richter, wenn`s daneb`n gegangen ist
    Danke an die Krankenschwester, die bei Tag und Nacht
    Für alle, die sie brauchen, vierundzwanzig Stunden wacht
    Dank an den Politiker, der sein Wort noch hält
    Danke an den alten Herr`n für diese schöne Welt
    Danke an den Wind, die Sterne und den Regenguß
    Danke an den Flugkäpt`n, der uns runterbringen muß

    Danke allen, die ich wieder mal vergessen hab`
    Danke an den Mond, auch wenn ich Sonne lieber mag
    Danke für das „Macht doch nichts", hab` ich mich mal verwählt
    und Danke an den Radiomann, der diesen Song jetzt spielt

    do do do do........ *tanzt*

    Tania und Ralf, auch an euch ein Dankeschön von mir

    Nina P.

  15. Eva-Maria schreibt am 5. April 2009 um 15:02

    ....ich möchte auch Danke sagen an Tania und Ralf für die immer wieder Bereichernden Berichte Eva-Maria

  16. aurikel schreibt am 5. April 2009 um 15:43

    Hallo zusammen, was für eine super Idee, diesen newsletter herauszugeben, uns zu vernetzen und diese Plattform für geballte Lebensenergie zu schaffen! DANKE!!!

  17. Anne schreibt am 5. April 2009 um 20:41

    was tun die menschen für mich??
    -nichts, könnte man wirklich oft meinen. aber was tun sie denn hauptsächlich? jeden tag, wenn sie mir begenen, wenn sie mit mir reden, oder ich mit ihnen?
    sie lassen mich so da sein wie ich bin.
    das ist doch das größte was menschen für einen tun können!
    liebe grüße!

  18. glücklich wunschlos? schreibt am 8. April 2009 um 19:47

    vielleicht liegt es daran, dass ich noch nicht so lange dabei bin. Aber mir macht der Gedanke ein bisschen ein schlechtes Gewissen und mich auch ein bisschen traurig. Zum einen, weil viele dieser Leute unter Bedingungen arbeiten, die ich nicht so gut finde, zum anderen, weil ich vielleicht viele dieser Dinge gerne selber machen würde, aber es ist halt so bequem und lohnt sich schon kaum mehr. Und vielleicht auch, weil ich eigentlich selbst nichts so richtig für andere tun kann. Daran arbeite ich natürlich gerade. Aber diese Vernetzung ist vielleicht auch ein Grund für die Gereiztheit, denn dadurch sind wir auch unglaublich abhängig und das macht Angst in einer Krise, wo die Zusammenarbeit Gefahr läuft, aufgekündigt zu werden und das Netz Löcher bekommt, welches nur durch Geld zusammengehalten wird. Zumindest bin ich froh, dass ich viele dieser Dinge selbst könnte, wenn es sein müsste. Wenn sich nur ein Stück Land findet...