Verzeihen ist Selbstbestimmung pur
Von Ralf Senftleben • 37 Kommentare
Anderen Menschen zu verzeihen, die einen verletzt haben, das ist der ultimative Akt der Selbstbestimmung.
Es passiert im Leben immer mal wieder, dass andere Menschen uns unwillentlich und manchmal sogar mit Absicht verletzten. Dann ist es wichtig, dass wir den Schmerz verarbeiten. Dazu gehört es auch, den anderen auf den Mond zu wünschen.
Aber irgendwann muss Schluss sein, mit dem Ärger. Dann heißt es zu verzeihen. Dann sollten wir sagen:
„Jetzt ist es gut. Ich bin dem anderen nicht mehr böse.“
Denn wenn Sie sich auf Dauer weigern, zu verzeihen, fügen Sie sich selbst am meisten Schmerz zu. Sie geben dem anderen und der Vergangenheit Macht über Ihre Gefühle. Der andere hat wahrscheinlich schon längst vergessen, worum es eigentlich ging. Aber Sie leiden immer noch und machen sich damit selbst zum Opfer dessen, was passiert ist.
Und wie geht man nicht-opfermäßig damit um, wenn einem jemand weh getan hat?
Indem man verzeiht.
Verzeihen ist natürlich nicht einfach und braucht manchmal mehrere Anläufe. Mir persönlich helfen dabei immer drei Gedanken:
Gedanke 1: Eigentlich wollen wir doch alle das Gleiche. Glücklich sein. Zufrieden sein. Das Gute im Leben genießen. Wir alle haben zwar unterschiedliche Vorstellungen, wie wir das erreichen. Aber wir wollen alle die gleichen Dinge: Glück und Zufriedenheit. Uns vereint also mehr, als uns trennt.
Gedanke 2: Andere Menschen sind – genau wie wir selbst – nicht perfekt und machen Fehler oder sind manchmal ungerecht. Ich bin nicht perfekt. Die anderen sind nicht perfekt. Deswegen verletzten wir uns auch manchmal gegenseitig.
Gedanke 3: Andere Menschen können – auch genau wie wir selbst – oft nicht aus ihrer Haut. Und sie tun Dinge, die sie eigentlich gar nicht tun wollen. Wir alle haben unsere Geschichte und tragen unser Päckchen. Wir haben nun mal alle unsere inneren Konflikte und handeln unvernünftig. Deswegen ist es auch illusorisch, von anderen Menschen zu erwarten, dass sie sich so verhalten, wie wir uns das wünschen würden.
Wie ist das bei Ihnen? Können Sie zu diesen 3 Gedanken nicken? Treffen die 3 Aussagen von oben nicht auch ein bisschen auf Sie zu?
Wenn ich mir diese Gedanken klarmache, dann sage ich mir immer:
„Sollte ich von anderen mehr erwarten, als von mir selbst?“
Ich denke nicht. Und deswegen ist es auch so wichtig, dass wir lernen, zu verzeihen. Den anderen. Aber auch uns selbst.





Ich habe schon sehr oft verziehen und , dass fällt nicht leicht. Jeder hat auch Grenzen, wenn es um Kleinigkeiten geht, dann sollte man scnell verzeihen können. Aber, wenn es um Seelische verletztung geht, muss man sich doch Fragen wie weit man,dass an sich ran lässt.
MIR hILFT DA POITIV dENKEN UND SICH NICHT UNTER KRIEGEN LASSEN!
«wenn eine Tür geschlossen bleibt, öffnet sich eine andere
Mein Mann hat mich im Februar 2008 nach 28 Jahren verlassen wegen einer anderen Frau.
Im Mai 2009 habe ich ihm verziehen. Das Gefühl kam ganz plötzlich und das war auch gut so für meinen Seelenfrieden. Ich war zwar nicht in der Lage es mündlich zu machen aber ich denke schriftlich ist auch gut.
Danach habe ich mich befreit gefühlt. Ich kann das nur jedem empfehlen.
Ich stimme den drei Punkten von Rlf zu, es ist wichtig, dass wir lernen zu vergeben. Denn wir sind ja selbst am meisten belastet, wenn wir dem Anderen etwas "nachtragen". Wir tragen es und es wird immer schwerer. Vergebung hat deshalb mit loslassen zu tun: die Schuld des Anderen an mir lasse ich los.
Die drei genannten Puntke können mir gut dabei helfen. Und es gibt auch noch den geistlichen Aspekt:
Vergebung ist für mich deshalb möglich, weil ich weiß, dass mir auch vergeben wird. Die Advents- und Weihnachtszeit weist uns auf den Gott hin, der die Menschen liebt. In Jesus Christus ist er als Kind in diese Welt gekommen, damit wir diese Liebe "begreifen" können. Gott will versöhnte Menschen, das gelingt nur durch die Liebe. Die Liebe hilft mir, zu vergeben. Auch wenn es manchmal ein längerer Prozess ist, das darf sein.
Ich finde, dass es wichtig ist, den Kontakt zunächst zu halten und versuchen die Situation von beiden Standpunkten aus zu betrachten. D. h. dass ich versuche mich in den anderen zu versetzen und zu verstehen, was ihn zu dieser Aussage oder Handlung gebracht hat. Für mich mag das zunächst unverständlich erscheinen, aber für den anderen ist seine Handlung, die mich verletzt hat, folgerichtig und logisch. Es geht darum auch herauszufinden, welches Verhalten von mir ist für den anderen unverständlich? Ich wäge auch ab, wie weit will ich mich auf den anderen einlassen. Als letzte Konsequenz bleibt dann evt. die Trennung. Aber dann können wir uns im Guten trennen, denke ich mir.
Auch das "Mit-jemamdem-Abschließen" gehört zum Leben und zur Persönlichkeitsentwicklung. Wenn mir jemand wissentlich wehgetan hat und - obwohl er weiß und merkt, wie sehr er mich verletzt hat - nicht dazu bereit ist, einzulenken und sich zu entschuldigen, schließe ich ab. Aus, vorbei. Ich lasse meine Wunde heilen. Warum sollte ich die Wunde auch wieder aufreißen, indem ich Verzeihung anbiete?
Erst wenn die Wunde verheilt ist, bin ich zu einer neuen Bewertung der Beziehung zu diesem Menschen bereit, aber auch dann werde ich die Wunde nicht wieder aufreißen. Und genau dasselbe erwarte ich auch von Menschen, denen ich selbst - wissentlich oder unwissentlich - wehgetan habe.
Das christliche "Verzeihen" und "Vergeben" entspricht dem Grundsatz "Wer mich auf die eine Wange geschlagen hat, dem halte ich auch die andere hin". Irgendwann ist solch ein christlicher Mensch so verletzt, dass er keine Persönlichkeit mehr hat. Er hat immer nur "eingesteckt" - das kann's nicht sein, wenn man ein glückliches Leben führen will.
Die drei Gedanken finde ich hilfreich, ich kann schon verzeihen, wenn es um mehr oder weniger große Dinge geht. Mir selbst ist oft verziehen worden.Also weiter üben,damit wir das auch bei den wirklich großen Verletzungen tun können.
Schwierig finde ich das bei Ablehnung durch ein Elternteil mit Auswirkungen bis auf Geschwisterbeziehungen.
Ich fühle mich verletzt. Es ist immer MEIN Gefühl. Für meine Gefühle bin nur ich allein verantwortlich. Wenn ich mich durch einen anderen Menschen verletzt fühle, vergebe ich mir selbst und dem anderen, der dieses Gefühl in mir ausgelöst hat. Durch die Vergebung (oder das Verzeihen) werde ich frei. Das Verhältnis zu der anderen Person ist dann wieder unbelastet. Sich selbst vergeben ist das Wichtigste, um mit der Welt ins Reine zu kommen.
Auch ich finde die drei Gedanken sehr hilfreich, aber manchmal frage ich mich, wie oft man verzeihen sollte. Mein Lebensgefährte hat immer wieder "Ausraster" bei denen er mich beschimpft und beleidigt. Inzwischen war das in einem Jahr achtmal. Ich habe ihm immer wieder verziehen, aber beim letzten Mal, vor vier Wochen, kann ich das nicht mehr, obwohl ich ihn nicht verlieren möchte. Wir haben zwar noch eine lockere Freundschaft, aber darüber hinaus kann ich nicht mehr verzeihen. Mir ist das Risiko einfach zu groß. Da ich sehr nach Harmonie und Ruhe strebe, belastet mich das sehr.
"Folge Deinem Traum"
Verletzt werde ich - genau genommen - nicht von Anderen, sondern immer (nur) von mir selbst. Andere sind hierbei allenfalls "Erfüllungsgehilfen".
"Verletzt" bin ich, wenn ich mit etwas nicht SEIN kann/will. Wenn ich mit einer Wahrheit (über mich) konfrontiert werde, die ich für mich selbst ablehne. In dieser Ablehnung liegt die "Verletzung".
Andere können tun und lassen, was sie wollen. Sie können mich für blöd, wertlos und unfähig halten, solange sie wollen. Das "tangiert" mich erst dann, wenn ich dies (insgeheim) ablehne, nicht sein mag.
Das "Problem" liegt voll und ganz auf meiner Seite, IN mir selbst. Dort und nur dort kann es auch wieder gelöst werden. Von daher gilt es eigentlich nur, mich beim Anderen dafür zu entschuldigen, daß ich ihn für meine Verletzungen verantwortlich gemacht habe.
Danke für dieses Kern Thema. Allen Segen *INGO* :-)
"Erfülle Dich Selbst"
Mit dem Verzeihen wie oben angegeben habe ich kein Problem, jedoch hängt mir der Hass, den mein Vater auf mich von Geburt an hatte, immer noch nach. Ich hatte über 40 Jahre jede Nacht Albträume dass er mich verfolgt und umbringen will. Meine Kindheit war die absolute Hölle und ich kann von Glück sagen, mit dem Leben davon gekommen zu sein. Er schlug mich täglich mit den Fäusten, obwohl ich ein stilles braves Kind war dass sich nicht mehr mucken traute. Und er drohte mir immer wieder, dass er mich zu einem Krüppel schlägt wenn ich nicht "pariere".
Meiner Mutter zuliebe habe ich immer gute Miene gemacht, heuer ist sie gestorben und Vater ist weit weg in ein Heim gekommen. Einerseits tut er mir leid, doch andererseits möchte ich ihn nicht mehr sehen um das Ganze abschließen zu können. Ich leide immer noch an Angstzuständen und Depressionen die aus meiner Kindheit stammen. Jetzt bin ich 60 und konnte mich trotz Psychiater und Psychologen nur teilweise aus diesen Prägungen befreien.
Mein Vater ist immer noch hasserfüllt, er findet immer jemanden worauf er seinen ganzen Hass richtet, und seien es andere Heimbewohner. Er hat sich nicht verändert und wird es vermutlich auch nicht mehr.
Doch die seelischen Narben bleiben, und weder Bücher noch Therapeuten konnten sie entfernen.
Man kann Dinge, die man einmal gesagt oder getan hat, nicht ungeschehen machen, man sollte vorher überlegen was man tut und auch dafür die Konsequenzen und die Verantwortung tragen. Fehler sind durchaus entschuldbar, doch jahrzehntelanger Hass auf einen anderen Menschen der nichts dafür kann, sicher nicht.
Dieser Artikel kommt für mich genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich fühle mich gerade sehr verletzt und bin genau in dem Prozess und weiss, dass nur verzeihen hilft. Vom Kopf her, weiss ich genau, dass die Person, dich mich durch die verbale seelische Verletzung meiner Tochter (Schulwegprobleme unter Kindern) auch mich seelisch verletzt hat, es nicht besser kann. Der Schmerz in meiner Brust ist so tief - es ist ja auch nicht das erste Mal - dass ich seit Tagen an nichts anderes mehr denken kann, obwohl ich es mir zutiefst wünsche!
Würde mir jemand von dieser Geschichte erzählen, wäre ich die erste, die sagen würde: "lass los, sie weiss es nicht besser oder sie weiss nicht, dass die Dinge oft anders scheinen als sie sind. Sie hat schnelle Voruteile und die Sache nicht von beiden Seiten her betrachtet".
Aber selber loszulassen ist schwer - jedenfalls empfinde ich es gerade so! Wer weiss mir einen Rat, um in solchen Situationen schneller loslassen zu können?!?!? Ich weiss ja, dass Rachegedanken GAR NICHTS bringen!!!!
Ich bin 48Jahre, wurde als Kind nur gequält und mißbraucht, habe überhaupt keine Liebe erfahren nur Ablehnung.
Es hat sehr lange gedauert bis ich bereit dazu war den Schmerz zu verarbeiten, ich habe nur verdrängt und mich selbst abgelehnt.
Mein Glück ist, dass ich enorm große Kraft in mir habe und deshalb die Verarbeitung meiner seelischen Wunden immer unter dem Aspekt des Verzeihens angehen kann.
Dadurch habe ich sofort eine Belohnung, nämlich meine starke Persönlichkeit mit auf dem Weg bekommen.
Das hilft mir wiederum sehr dabei mit erneuten Verletzungen, verursacht durch manche Menschen liebevoll umzugehen.
Ich stelle täglich fest, dass ich mich selbst besser kennen und lieben lerne und stelle auch noch fest, dass sich die Art der Menschen in meinem Umfeld positiv verändert.
Mein Ziel ist immer selbstbestimmt und glücklich zu sein.
Verzeihen!
Kann ich gut, aber nicht vergessen! Heist gleichzeitig verzeihen, dass man die selben Gefühle für einen Menschen haben soll, wie vor der Verletzung? Oder heißt verzeihen: "Ja, ich verzeihe dir, aber bleibe trotzdem auf Abstand?"
Fühl ich mich bei letzterem genauso gut wie bei ersterem?
Verzeihen!
Ich behaupte mal, dass kann ich gut; aber worüber ich nach den Zeilen nachdenke ist: Heißt verzeihen auch die gleichen Gefühle für einen Menschen zu hegen, wie vor der Verletzung? Oder kann das auch heißen, "Ja ich verzeihe dir, aber bleib trotzdem auf Abstand?" Fühl ich mich bei ersterem genau so gut, wie bei letzerem?
Manchmal hilft es mir nicht, einfach nur zu verzeihen. Dann ist es viel einfacher wenn ich mir bewußt mache, dass ja der Andere mit der Schuld, die er auf sich geladen hat weiterleben muss und lasse dann den Frust und Ärger einfach los. Soll sich doch der Andere damit herumquälen.
Wenn ich mich verletzt fühle, ist es MEIN Gefühl. Für meine Gefühle bin ich allein verantwortlich. Wenn ich mich verletzt fühle, vergebe (oder verzeihe)ich zunächst mir selbst und dann dem, der dieses Gefühl in mir ausgelöst hat. Durch das Vergeben werde ich frei. Die Beziehung zu dem Anderen ist dann wieder unbelastet.
Ralf hat vollkommen recht. Dich zu versöhnen – mit anderen und auch mit Dir selbst, das ist ein sehr wichtiger Schritt, denn er führt dazu, dass Du wieder glücklich wirst und Deinen inneren Frieden wiederfindest. Vergebung hat immer etwas Befreiendes, sowohl für Dich als auch für andere. Und wenn Du es geschafft hast, kann das eine enorme Erleichterung sein und Du wirst stärker und gelassener aus dieser Situation hervorgehen. Es wird Dir einfach viel besser gehen, auch gesundheitlich. Dabei gilt wie so oft im Leben: Verzeihen üben, üben und nochmal üben. Damit schaffst Du ein Umfeld der Großzügigkeit, in dem es auch anderen möglich ist, DIR zu verzeihen.
Egal, wie weit eine Verletzung zurückliegt – es besteht immer die Möglichkeit, Dich mit der betroffenen Person zu versöhnen. Und es lohnt sich auf jeden Fall, denn nur dann können Wunden heilen. Vielleicht hilft es Dir, daran zu denken, dass Du aus Deinen Verletzungen auch lernen und daran wachsen kannst. Kannst Du letztlich vielleicht sogar dankbar dafür sein? Sicher nicht einfach, doch bestimmt einen Versuch wert, was meinst Du? Bedanke Dich bei der Person, der Du verzeihst, für dieses »Lektion fürs Leben«, und zwar vollkommen ernsthaft.
Hier noch ein Hinweis, wie wir das Ganze auch noch betrachten könnten. Es gibt eine herrliche kurze Geschichte von Neale Donald Walsch, in der er von einer kleinen Seele erzählt, die menschliche Erfahrungen auf der Erde machen möchte. Unter anderem möchte sie »Verzeihen« lernen. Doch das ist nur möglich, wenn es auch etwas zu verzeihen gibt. So bietet sich eine andere Seele an, seine Schwingung (Liebe, positive Energie, Freude, Licht) absichtlich so weit herunterzuschrauben, dass sie fähig ist, der anderen Seele etwas »Schreckliches« anzutun. Und wie das eben so ist, wenn Seelen hier auf die Erde kommen, besteht die Gefahr, dass beide diese Vereinbarung vergessen. Es ist wichtig, dass wir alle uns gegenseitig immer wieder daran erinnern, dass wir hierhergekommen sind, um das zu lernen, was wir uns vorgenommen haben – alles ist nur eine Erfahrung, die uns letztlich bereichert. »Gut« und »schlecht« sind nur unsere eigene, ganz persönliche Auslegung der Dinge.
Ich liebe diese Geschichte und rufe sie mir immer dann wieder in Erinnerung, wenn ich mich selbst schwertue, die Handlungen eines anderen zu verstehen.
Jürgen
Mein Kopf kann sämtliche Textzeilen nachvollziehen. Und trotzdem finde ich das mit dem Verzeihen bzw. Loslassen unheimlich schwer.
Ich bin 59 Jahre alt und leide noch heute unter Kränkungen und vielen Schlägen aus meinem Elternhaus, hauptsächlich verursacht durch meinen Vater. Wir hatten jahrelang keinen Kontakt. Ich wusste nicht, wo er wohnt und ob er überhaupt noch lebt. Meine Kinder kannten keinen Großvater. Vor 4 Jahren zog er wieder in meine Nähe. Er ist sehr krank (im Kopf aber völlig klar) und sieht rückblickend "meine" Kindheit als völlig unbelastet. Geschlagen hätte er seine Kinder nie. Mein ältester Sohn suchte anfangs sehr oft den Kontakt. Er hat mir nicht geglaubt, was ich ihm von seinem Opa erzählt habe.
Ich habe mich oft gefragt, warum es mir nach all den Jahren so schwer fällt, ihm zu verzeihen und auf einer Erwachsenen-Ebene zu begegnen. Wahrscheinlich könnte ich es, wenn er einmal gesagt hätte: "Entschuldigung, ich war jung und mit 4 Kindern völlig überfordert". Meine Geschwister wollen den Kontakt mit ihm nicht wieder aufnehmen aus Angst, auch heute noch "verletzt" zu werden. Tja, und ich bin jetzt bei der Stelle angekommen: Ich bin auch nicht perfekt und handele im zwischenmenschlichen Bereich auch oft nicht so, wie es sich andere von mir wünschen ...
"Kann man 'Gewalt' verzeihen?"
Diese Frage stelle ich mir als angehende Anwältin ziemlich oft in letzter Zeit. Zumal Gewalt (sowohl körperlich als auch verbal) strafbar ist. Und zudem gibt es keine Entschuldigung gewalttätig zu sein.
Ich kann vieles verzeihen: den nervigen Nachbarn, den 'ellbogen Kollegen', etc., etc., aber bei dem Thema: Gewalt! Nein, das ist unverzeihlich! Aber der/die betroffende kann mit sich selbst Frieden schließen und nach vorne schauen. Denn weiterzugehen im jetzt - im Hinblick auf die Zukunft (die sehr spannend ist) ist das beste was man machen kann! Oder?
An sich finde ich die Gedanke von Verzeihung richtig. Verzeihen bedeutet Befreung.
Es gibt aber auch Fälle von fortlaufende Bosheit, Egoismus und Rücksichtlsigkeit, wo die Wunden immer wider neu aufgerissen werden. Was dann?
zu Ingo:
Du hast vollkommen recht; alles, was ein Anderer zu dir sagt, sei es positiv oder negativ, hat nur mit ihm selbst und nichts mit dir zu tun. Die Kunst ist, nichts aber auch garnichts persönlich zu nehmen, da die Aussage oder das Verhalten des Anderen sich lediglich auf Grund seiner Empfindung, seiner Situation, seinem Ärger, seiner Liebe ... erklären lässt. Seine Aussagen resultieren nur aus seiner Perspektive und haben mit dir nichts zu tun, du bist lediglich eine Projektionsfläche für die Gefühlswelt des Anderen.
Obwohl ich das weiß, fällt es mir manchmal sehr schwer, nichts persönlich zu nehmen, vorallem wenn jemand etwas Positives sagt.
Schaut Euch mal "Die vier Versprechen" von Don Miguel Ruiz an, sehr zu empfehlen.
Liebste Grüße
Rita
Verzeihen, wenn durch Verrat ein gravierendes Trauma verursacht wurde mit einem Bündel an Reaktionen allein bei Erinnerung daran( wie bei einer ausgewachsenen "Spinnenphobie" der anderen Art...), dann ist Verzeihen ein langer, schmerzhafter und schwerer Weg.
Mein Vertrauen wurde mit Füßen getreten und in ihren Grundfesten erschüttert....nach Jahren musste ich mich erneut mit dem Thema Verzeihen auseinandersetzen, weil Umstände eintraten wodurch sich unsere Lebenswege erneut kreuzten.
Jetzt lerne ich durch kleine Schritte des Vertrauen-geben, dass heute eine andere Situation besteht.
Es gelingt nach und nach mit viel Vorsicht...und ich freue mich über jeden weiteren Stein, der beiseite geschafft werden konnte.
Es ist ein langer Weg zur inneren Befreihung...kostet sehr viel Kraft und immer wieder neue Spannung "ob es denn gut geht" . Der Einsatz wird sich lohnen, hoffe ich...ein restrisiko wird immer bleiben: denn wie gesagt:
"Nobody is perfect, that´s why pencils have an eraser".
Danke für den Beitrag, der sehr gute Aspekte und Ansätze zur Anwendung aufzeigt.
Für mich ist verzeihen möglich, wenn ich mich daran erinnere, dass alles was mir geschieht aus einer höheren Sicht heraus, "gut" für mich ist, in diesem Sinne gewollt ist. Ich weiß dann, dass ich meine Geschichte habe, in der dieses Erlebnis, was die Verletzung bewirkt hat, seinen Sinn hat. Ebenso, wie auch der andere seine Geschichte hat.
Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Tat, die mich verletzt hat, damit ungeschehen gemacht wird. Die Verantwortung für die Tat bleibt bei dem, der sie "tut". Auch wenn er die Verantwortung vielleicht nicht sieht oder annehmen will.
Hallo Zusammen,
"Vergeben und vergessen heißt wertvoll gemachte Erfahrungen über Bord zu werfen" liegt mir näher bei Gewalttaten, als verzeihen wollen. Ich finde verzeihen gut für eine Vielzahl von Fehlern und Übertretungen. Eben weil niemand perfekt ist.
Aber ich werde niemandem, der mir oder anderen gewalttätig begegnete verzeihen, ich tue das nicht und es ist auch gar nicht mein Ziel, das zu lernen, es ergibt für mich keinen Sinn.
einen schönen Sonntag
Monika
Hallo verzeihen ist sehr schwer. Ich hatte vor 3J. einen Freund. Es war meine 1.richtige Beziehung.Wir waren fast 2J. zusammen. Er war Geschäftsmann hatte eine Therapeutische Praxis kam aus einer Fam. aus unterster Schicht. Am Anfang interessierte es ihn überhaupt nicht, das ich im Einzelhandel gearbeitet hatte. Das ich soviel verdiente das es für mich und mein Pferd und Auto reichte. Ich konnte mir keine Wellneß We leisten oder teure Urlaube. Er übernahm die Kosten für Wellneß, Lebensmittel und Essen gehen, Musical usw. Ich konnte ihm kein Geld geben, doch dafür LIEBE,Rückhalt,Geborgenheit,Zärtlichkeit und Verständnis. Ich konnte meine Rechnungen nie gleich zahlen, sondern nur in Raten. Das störte ihn mit der Zeit und war ihm peinlich. Ebenfalls hatte ich nie Geld bei mir, da es immer dazu verleitet was zu kaufen. Das kotzte ihn an.
Auf einmal began er mich zu kritisieren, sarkastisch, demütigend, verbal und nonverbal gegen mich zu gehen. Er entschuldigte sich jedesmal. Es hielt 1-2Tage an oder Wochen, och fiel immer wieder in das Muster.
Wenn sein Tag gelaufen war wie er es sich wünschte, dann liebte er mich, nahm mich in den Arm und kuschelte mit mir. Ist der Tag neg. verlaufen so kamen in ihm zweifel auf, ob er mich liebt? Wo ich ihm eine Hilfe war,bin? Ob ich ihm ein Gegenüber sei usw. Er suchte sich irgendetwas herbei gezogen wie z.B. ich hatte mein Schlafanzug auf dem Boden liegen gelassen, da wir mitten in der Nacht übereinander her fielen ;-) Ich wollte kein Licht an machen um ihn zu wecken ( nehme also Rücksicht auf ihn) Am nächsten Abend werde ich zur Sau gemacht übelst angebrüllt. nur damit er seinen frust auslassen konnte. Ich bin oft weinend im Bett gelegen anstatt auf mich einzugehen packte er seinen Arm zu mir rüber und würgte mich. Er schrie ich sollte aufhören. Ich bin aufgestanden ins Wohnzimmer gegangen. :-(
Ich jpppste nach Luft, da ich sowie so allergisches Astmah habe bekam ich panik. Er kam zu mir und entschuldigte sich.
Nach 2T. kam ein Brief vom Finanzamt wegen der Autosteuer. Ich hatte sie überwiesen das sich überschlug mit der Mahnung. Er öffnete sie einfach, als ich nach Hause kam saß er vor dem Sofa und hatte wieder dieses enttäuschte gefrustete Mimik. Ich begrüßte ihn herzlich. Er fing an, das er nicht mehr wüßte wie es weiter gehen sollte. Anstatt mich normal zu fragen und meine Meinung dazu anhörte beschuldigte er mich.
Ich meinte zu ihm, das ich morgens mit seinem Hund gassi gehe, damit er länger schlafen konnte. Das ich im Einzelhandel und berufsbegleitend die Ausb. zur Reittherapeutin machte.Die war teuer 6000Eu die ich mir Nebenber. reinarb. mußte im Solarium und ich hatte noch ein Pferd das gemistet und gefüttert werden sollte. Dann wollte er das ich jeden Tag mit dem Staubsauger die Wohn. saugte. Wie den, wenn ich um 23h heim kam.
Er bekam jedesmal so ne Phase das er mich sarkastisch demütigte unverschämt mich beleidigte und meinte, ich sollte 1Wo. zu meiner Mum gehen. Er braucht Abstand und das er nicht mehr weiß, ob er mich liebt.
Ich bin ein Mensch ich kann nicht lange sauer sein. ich gebe immer bzw. meistens nach. Für meinen Partner mache ich viel trage ihn auf Händen. Ich hatte ihm seine Verhalten immer wieder verziehen, doch von ihm kam nie Respekt, Achtung und Wertschätzung dafür was ich machte und ihm abnahm. Je mehr man macht, desto weniger wird es gedankt. Nein, es wird noch mehr erwartet. Bist Du nicht bereit dafür, dann wirst Du raus geeckelt und eine neue kommt.
Verzeihen??? Einem Menschen??? Der einem das nicht dankt, sondern nur druck zurück gibt???
Ist er das Wert???
Ich habe auch eine üble Vergangenheit, Scheidungskind, Vergewaltigung, aufgewachsen bei der Tante die mich demütigte, kritisierte, mein Selbstbewußtsein zerbrach und Selbstachtung. Mich in meiner Entwicklung blockierte.
Ich hatte nie Liebe, ein Zuhause, nur Ablehnung. Bin daher sehr verletzt, wenn ich abgelehnt werde.
Ich kann vieles entschuldigen, verzeihen, doch irgendwann ist das Glas am überlaufen, dann breche ich aus.
Ich bin dann gegangen, obwohl ich ihn über alles liebte.
Heute immer noch hinter her trauer.
Es war meine Traumbez., wir ritten, die Reittherapie ja, das wünschte ich mir. Nur seine Ausraster und das hören auf andere die mich gar nicht kannten. Es war nur eine die ihn aufhetzte gegen mich. Und das nur, weil sie mit ihm ihren Traum verwirklichen wollte. Wir wollten ein Kind.
Für sie schnell ein Grund zu handeln, ihn gegen mich aufzuhetzen, weil ist ein Kind da war für eine reitschule keine Zeit mehr.
Er war mit sich selbst unzufrieden, hasste sich selbst, egoistisch, kein Feingefühl und das für einen Therapeuten.
Hallo,
auch ich finde den Gedanken des Verzeihens für das eigene Seelenheil sehr notwendig. Und natürlich sind wir alle nicht ohne Schuld.
Bei dieser Diskussion wird aber oft übergangen (und in den Kommentaren wurde es auch schon öfters angesprochen), da zuerst der Grund des Verzeihens beendet sein sollte (Beleidigungen, Schläge, Unzuverlässichkeiten) oder zumindestens vom gegenüber eingesehen sein sollte. Zumindest sollte ein Gespräch darüber statt gefunden haben.
Allzuoft wird nämlich um des lieben Friedens willen (Verlustängste) die Konfliktsituation nicht hinreichend geklärt - einfach nur Schwamm drüber. In diesem Sinne führt Verzeihen, meiner Erfahrung nach, im besten Fall zu unbefriedigenden und mit der Zeit absterbenden Beziehungen. Im schlimmsten Fall sieht der Gegenüber gar nicht die Verletzung und macht einfach weiter - nach dem Motto: So schlimm kanns ja nicht sein, der/die andere kommt ja immer wieder an.
Also ich denke: Vor dem Verzeihen drüber sprechen, die Standpunkte des jeweils anderen betrachten und gemeinsam versuchen die Situation neu zu bewerten. Möglichst mit dem Ziel, dass es nicht mehr zu dem Grund des Verzeihens kommt. Viele Menschen sind aber noch nicht einmal zu dem ersten Schritt bereit (insbesondere aus der esoterischen Ecke "Es gibt keine Schuld) - so kann nichts geklärt werden. Dann gebe ich die Beziehung lieber auf. Sollte aber innerlich verzeihen.
Hallo liebe Leser
Vor 14 Jahren, damals 42-jährig, erlebte ich nach der Scheidung und grossen beruflichen Problemen, meine totale Lebenswende.
In der Erkenntnis und Ueberwindung meines Stolzes wurde es mir möglich, das Geschenk der Vergebung meines himmlischen Vaters durch Jesus Christus im Glauben anzunehmen. Heute weiss ich, dass ich nur weitergeben kann, was ich selbst empfangen habe. Heute dienen mir alle Dinge zum Guten, weil ich die Liebe und das Vertrauen zum allmächtigen Gott durch Erfahrungen mehr und mehr kennenlerne. Die Vergebung als Lebenstil, das Böse mit Gutem überwinden, hat mich zum glücklichsten Mann auf dieser Erde gemacht. Dazu gehört auch die Weisheit, unterscheiden zu können was ich auszuhalten, zu überwinden oder zu verändern habe.
Viel Erfolg wünscht
Thomas Bischof
hallo zusammen
ich glaube auch niemand ist ohne Fehler und verzeihen ist sicher eine Möglichkeit etwas abzuschließen und nicht mehr darüber nachzudenken.
Ich habe meiner Schwester verziehen und trage ihr nichts nach. Ich liebe sie. Aber.... das Aber ist dick und wichtig:
ich lasse mich nicht weiter von ihr schädigen. Sie ist eine Frau, die ständig etwas über andere erfindet und in Umlauf setzt. Sie hat mir grossen Schaden zugefügt. Ich habe ihr schon so oft verzeihen, aber sie macht weiter - vieleicht, weil sie nicht anders kann. Ich zog die Konsequenz und habe den Kontakt zu ihr und ihrer Familie bis auf dast Null eingestellt. Ich freue mich, dass es ihr gut geht und es tut mir leid, dass ich auch zu der übrigen Familie dadurch außerst wenig über mich und meine Familie erzählen kann. m meinem Glück wohne ich weit von ihr entfernt und dadurch fällt es mir leichter, trotz aller Liebe und Sehnsucht immer daran zu denken, dass sie "unheilbar", also zwanghaft, lügt und schädigt. Es ging an meine berufliche und finanzielle Existenz - das kann ich mir nicht antun lassen!
Ja, ich finde es sehr wichtig im Leben Verzeihen zu können. Ich habe es bereits ein paar Male gemacht und dies hat mich immens befreit. Nun braucht es Zeit um zu verzeihen. Vor allem, wenn meine Weiblichkeit zu tiefst verletzt worden ist. Ich bin auf dem Weg zur Befreiung, mache mir keinen Stress und Druck und vor allem lasse ich mich von niemanden beeinflussen. Weil dieser Weg nur meine ist, sowie die Enttäuschungen und die tiefen Wunden. Mein Motto ist: die Zeit arbeitet für mich, bleibe ständig dran. Der Prozess kann lange dauern, wichtig ist dann das Ziel! Die Befreiung und das Kommende.
Auch für mich ist das Thema Verzeihen ein sehr wichtiges Thema.
Manchmal jedoch frage ich mich, ob wir vielleicht unterschiedliche Dinge zu lernen haben. Für den einen mag es das Verzeihen sein, für den Anderen eventuell Konsequenz.
Ich jedenfalls habe mit dem "nur" Verzeihen keine besonders guten Erfahrungen gemacht.
Ich neige dazu, immer Argumente für Andere zu sammeln, jedoch nie für mich einzutreten. Habe ich dann verziehen und gehe mit offenem Herzen auf den Anderen zu, so nimmt dieser es meist sehr positiv an. Nach einiger Zeit fragt er sich dann offensichtlich, warum ihm einfach so verziehen wurde. Es gibt Menschen, die empfinden es als mangelnde Wertschätzung wenn ihnen etwas verziehen wird, weil sie mit dem was sie getan haben eigentlich ihr Ego präsentieren wollten und selber darüber bestimmen möchten, wie lange sie das tun. Dann es gibt Menschen, die empfinden das Verzeihen als Schwäche des Verzeihenden. Und dann gibt es Menschen, die fühlen sich grundlegend beschämt und können mit dieser Scham nicht umgehen. In jedem Fall entsteht daraus Verachtung für den der verzeiht. Dann wird noch was draufgelegt, die Kränkung, Beleidigung oder Gewalt noch eine Stufe höher angebunden. Das geht solange, bis man keinen Handlungsspielraum mehr hat. Dann ist plötzlich eine schlimme Situation da. Man hat sich bis zum geht nicht mehr verbogen und muß nun irgendwie handeln, weil's wirklich bedrohlich wird und dieses "Nothandeln" hat dann ganz und gar nichts mehr friedliches. Der Grund dafür ist meines Erachtens zu frühes Verzeihen. Deshalb gehören für mich die Dinge wie Grenzsetzung, Konsequenz und Verzeihen unbedingt zusammen und zwar in dieser Reihenfolge. Und mir persönlich fallen eher die Grenzsetzung und Konsequenz sehr schwer.
Aber jeder einzelne Fall in meinem Leben, in dem mir das gelungen ist, hat sich als Glücksgriff erwiesen.
Einen schönen Tag,
Sunnie.
ich finde eine schwierigkeit beim verzeihen besteht darin, sich selber zu vergeben. jemand soll mal gesagt haben:
"liebe deinen nächsten wie dich selbst". nicht dass ich das gedankengut dieses buches vertrete, es ist eher das gegenteil der fall. aber in diesem fall könnte es stimmen.
was ich daraus nehme ist folgende analogie: erst wer sich selber liebt, kann auch andere lieben. oder eben:
wer sich selber verzeihen kann, kann auch anderen verzeihen.
Peg
eine schwierigkeit beim verzeihen sehe ich darin, sich selber zu vergeben. jemand soll mal gesagt haben: „liebe deinen nächsten wie dich selbst“. nicht dass ich das gedankengut dieses buches vertrete. üblicherweise ist eher das gegenteil der fall. aber diese aussage hat etwas für sich.
was ich daraus nehme ist folgendes: nur wer sich selber lieben kann, kann auch andere lieben. mir scheint mit dem vergeben verhält es sich ähnlich. nur wer sich selber verzeihen kann, kann auch anderen verzeihen.
peg
Also ich denke alles in einem gewissen Maß!
Ein Mensch der mir nichts Gutes gönnt,nur seine Eitelkeit an mir stillen will oder mich respektlos behandelt der kann mir gestohlen bleiben,verzeihen vielleicht ja,aber so einen Kontakt muß ich nicht weiter pflegen!!!
Die 3 Gedanken sind recht hilfreich im Alltag, glaube ich. Wer allerdings wirklich Probleme mit Verletzungen und dem Nicht-Verzeihen-Können hat, (wer hat die nicht?!) dem kann ich nur das Buch von Colin C. Tipping "Ich vergebe: Der radikale Abschied vom Opferdasein" empfehlen!!! Es hilft, mit Gut und Böse besser klar zu kommen und gibt einen Einblick in die "großen" Zusammenhänge. Vorallem ist es KEIN theoretisches Geplänkel, sondern echte Hilfe zur praktischen Selbsthilfe!
Meine Meinung ist, das alles verzeihlich ist, weil keiner frei von Fehlern ist.
Das muß nicht immer gleich sein. Mir fällt das Verzeihen, wenn mein Ärger verraucht ist, nicht schwer und ich bin bereit, auf Menschen, die mich verletzt haben zuzugehen.
Leider stelle ich auch fest, das die, denen Verzeihung mit offenem Herzen angeboten wird, damit nicht unbedingt umgehen können (siehe Sunnie) und das manchmal leider nicht einmal Klärung möglich ist. Das ist sehr schade, weil meiner Meinung nach vieles Menschliche keine Chance bekommt, Erfahrungen damit nicht gemacht werden können und das Leben ein bisschen kälter und ärmer wird.
Ich stimme mit ihnen überein
Insbesondere mit den ersten Sätzen, triffen Sie im wahrsten Sinne des Wortes den Nagel auf den Kopf.
Jedoch gewinnt dieses Verzeihen insbesondere dann starke Geltung, wenn mann die möglichkeit hat, sein gegenüber zu Verletzen und sich so an ihn zu rechen und es aus Mitleid unterlässt.
Mann beweist damit wie reif mann als person wirklich ist.
Ein wesentlicher Aspekt der guten eigenschaften des menschen ist das Verzeihen.