Einer verliert immer?
Von Tania Konnerth • 26 Kommentare
Vor einer Weile hörte ich von einem Freund, der gerade in einer Beziehungskrise steckt, den Satz: „Einer verliert immer.“
Bitter, oder?
Und: Glauben Sie das auch?
In dem beschriebenen Fall geht es darum, dass zwei Menschen zusammenbleiben, weil sie Kinder haben. Eine Entscheidung, die sicher viele gutheißen werden. Eine Trennung kommt für sie nicht in Frage, aber glücklich scheinen beide damit auch nicht zu sein. Ob eine solche Entscheidung tatsächlich immer sinnvoll ist (gerade auch für die Kinder), möchte an dieser Stelle nicht diskutieren. Mir geht es hier eher um die oben zitierte Aussage, dass in der Folge dann immer einer von beiden verlieren wird.
Warum muss das eigentlich so sein?
Wenn zwei Menschen sich – aus welchen Gründen auch immer – dazu entscheiden, zusammenzuleben, gilt es doch, das Beste aus der Situation zu machen, oder nicht? Und gibt es nicht sehr viele Möglichkeiten, auch eine Beziehung, in der es kriselt, konstruktiv zu gestalten? Das wäre jedenfalls mein Ansatz.
Denn: Wem nutzt es, wenn zwei Menschen zusammenbleiben (zusammen arbeiten oder auf irgendeine andere Art miteinander zu tun haben) und die Sache zum Kampf wird?
Nein, ich weigere mich schlicht und einfach zu glauben, dass in Beziehungen (welcher Art auch immer) immer jemand verlieren muss – dann nämlich z.B. nicht, wenn sich beide Partner bewusst mit ihrer speziellen Situation auseinandersetzen und sich daran erinnern, wie wichtig es ist, einander mit Respekt und Achtung zu behandeln. Dann nämlich ist ein erwachsenes Umgehen miteinander möglich und das wiederum kann immer auch beide Seiten zu Gewinnern machen.
Und, wie gesagt, dieser Gedanke gilt für mich auch für andere Beziehungen – ob nun zwischen Chef/in und Mitarbeiter/in, zwischen Nachbarn/innen, zwischen Konkurrenten/innen und vielen anderen mehr.
Auch hier denke ich: Woran man glaubt, das ist wahr – sprich: wenn ich wirklich daran glaube, dass immer jemand verlieren muss, werde ich eben auch das einladen. Wenn ich aber glaube, dass in einer Beziehung immer auch beide gewinnen können, ermögliche ich genau das.
Was meinen Sie?






Ich unterstütze diesen Ansatz voll und ganz -
möchte aber noch anfügen, dass, wenn zwei sich trennen, immer einer (oder zwei...) auf der Strecke bleibt: nämlich die Kinder! Heute wird zu leichtfertig gesagt: "nur der Kinder wegen zusammenbleiben"... Erwachsene, denkende Menschen bleiben nicht nur der Kinder wegen zusammen, sondern der Liebe wegen... und diese Liebe bedeutet eben auch Arbeit, Arbeit, Arbeit... Zusammenbleiben, ohne miteinander zu "arbeiten", das wäre falsch, aber durch diese "Arbeit" zur Erfüllung gelangen, das macht alle zu Gewinnern!!!
Noch ein Satz zur Ehe sei mir erlaubt... Eva-Maria Zurhorst sagt: "Die Ehe ist keine Geschenkverpackung für eine Romanze, sie ist eine Chance zur Weiterentwicklung zwischen zwei Menschen..." und nur diese Weiterentwicklung ist wirklich erfüllend...
Ich bin ebenfalls fest davon überzeugt, dass es nicht unbedingt einen Verlierer geben muss. Es hat ganz entscheidend etwas mit dem gegenseitigen Respekt und der Achtung voreinander zu tun. Schlüssel ist für mich die Kommunikation. Wenn ich es schaffe, meine Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen ohne den anderen damit zu verletzen, aber auch ohne mich selbst zu verleugnen, gibt es keinen Verlierer sondern nur zwei Gewinner. Dann ist es möglich, sich dem anderen ehrlich mitzuteilen und Veränderungen zum Positiven zu ermöglichen.
Fast nur noch Gewinner im Leben? Eine Vorstellung die verständlicherweise eine gewisse Skepsis auslöst, insbesondere vor dem Hintergrund, dass es Gewinner ohne Verlierer im eigentlichen Sinne gar nicht gibt, sowenig wie es das Schlechte ohne das Gute gibt. Und ein Fußballspiel mit zwei Gewinnern hätte möglicherweise auch nicht die meisten Zuschauer.
Aber, das bei Entscheidungen, egal wie sie ausfallen, zwangsläufig immer einer der Verlierer produziert wird, das glaube ich auch nicht.
Es gibt durchaus Entscheidungen, von denen alle profitieren, insbesondere in Fragen der Partnerschaft und des Zusammenlebens.
Um Gewinner zu produzieren, kann eine Entscheidung sehr unterschiedlich aussehen und es entstehen nicht nur dann Gewinner wenn z. B. die Eltern zusammen, oder bei ihren Kindern bleiben.
Mir scheint wichtig zu sein, dass alle Seiten auch nachvollziehbar Gewinner sind, und sich auch als solche fühlen, und nicht einer der Seiten einen großen Gewinn hat, und der andere keine Nachteile hat, oder nur einen geringen Gewinn.
Gerade das erlebt man in vielen Bereichen. Besonders pervers finde ich die Diskussion in der Globalisierungsfrage, bei der alle zu Gewinnern erklärt werden. Es ist doch wohl eher so, dass sie global gesehen fast nur Verlierer produziert und einige wenige dekadente Gewinner.
Aber auch in weniger bedeutenden Fragen, wie zum Beispiel beim Lohnverzicht bei der Erhaltung von Arbeitsplätzen, oder beim Praktikanten zum Nulltarif oder auch bei manchen Zielvereinbarungen mit Mitarbeitern sind diese Tendenzen festzustellen. Sie sind im Grunde nur Scheingewinner oder werden zu Gewinnern erklärt obwohl sie oftmals Verlierer sind.
Ich denk, daß es nicht immer Verlierer geben muß. Denn wen einer gewinnt, kann er ja auch andere zum Gewinner machen. Ein Gewinner muß ja nicht dafür sorgen, daß andere verlieren, sondern kann dafür sorgen, daß auch sie gewinnen, selbst wenn man diejenigen vielleicht nicht immer PLatz 1 erreichen, doch das ist ja nicht das eigentlich gewinnen im Leben.
Lieber Ralf,
danke für den newsletter und die aufbauenden Worte, die wie immer zur rechten Zeit kamen. Ich stimme Dir voll und ganz zu sowohl im ersten Beitrag als auch in diesem.
(Anmerkung der Redaktion: Werbung gelöscht)
Liebe Grüße,
Asja.
Ich bin der Meinung, dass wir selbst entscheiden, Verlierer oder Gewinner zu sein.
Natürlich ist es nicht immer leicht zu erkennen, was eigentlich gerade passiert. Wir sind derart mit den "offensichtlichen" Dingen beschäftigt (zum Beispiel heile Welt spielen ... oder die Kinder als Grund vorschieben), dass wir gar nicht merken, dass wir jede Sekunde die Wahl haben uns zu entscheiden.
Ich kann mich entscheiden eine starke Beziehung (geschäftl. oder privat) zu leben... dann werde ich immer wieder erfüllt sein von Respekt und Erfolg. Entscheide ich mich, mit einem Menschen zu gehen, der das Opferdasein für sich erwählt hat, dann werde ich verzweifeln... und von Zeit zu Zeit werde auch ich mich runterbeugen und eine Rolle spielen, die mir leidvoll erscheint.
Ich selbst arbeite stetig daran, besser hin zu hören, noch besser hin zu fühlen ... Es hat etwas von Respekt für mich selbst. Ich selbst bin die Richterskala für mein eigenes Wollen ;)) Ich glaube an die "Schwingungen" die einander anziehen ... so, wie es "The Secret" auch beschreibt.
Wenn ich übrigens das Gefühl hätte, dass ich regelmäßig als Verlierer ausgehe - ohne eine Ahnung davon, auch dafür mitverantwortlich zu sein - dann wäre dieses Leben absolut sinnlos für mich!
Hallo zusammen,
nur wegen der Kinder zusammenzubleiben, weil man der Meinung ist, dass nur Vater, Mutter und Kinder zusammen als Lebensgemeinschaft einer guten Entwicklung der Kinder dienlich ist, finde ich kein gutes Modell. Es gibt so viele Alleinerziehende mit Kindern, Patchworkfamilien, unverheiratete Familien, homosexuelle Beziehungen mit Kindern, die nicht automatisch durch die Abweichung vom - immer noch leider auch in Schulbüchern dargestellten Familienideals - schlecht für Kinder sind.
Ich stamme aus einer Familie, in der meine Eltern trotz heftiger, nie wirklich zur beidseitigen Zufriedenheit gelösten, Konflikte "wegen der Kinder" zusammenblieben, auch als die Kinder aus dem Haus waren. Manchmal kann der Hinweis auf die Kinder auch etwas ganz anderes sein, als den Kindern gutes zu tun, nämlich Angst vor dem Alleinsein und dann ist ein "edler" Vorwand doch immer gut.
Zur Win-Win-Situation: ja, ich glaube, dass es möglich ist, Win-Win-Situationen aus Konflikten entstehen zu lassen, wenn beide Konfliktparteien dies auch anstreben. Nur glaube ich, dass in viel zu vielen Köpfen das "Gewinnen wollen und damit verbunden, dass ein anderer verliert" rumspukt, dass viele, selbst die, die oft verlieren, weiter am System des "Es kann nur einen geben" (der Beste, Stärkste, Reichste, Geschickteste ...) festhalten. Die Medien sind voll von Lobpreisungen der VIP's, von denen, die die ersten Plätze im Sport, in der Politik, in der Wirtschaft innehaben, von Menschen, die Fehler machen, "nur" den 4. Platz ereichen, wird negativ, oft sogar von Losern gesprochen. Welch eine Vergeudung von menschlichem Leben und Möglichkeiten und Freude.
Gefallen hat mir auch der Satz von Bärbel, dass wir selbst entscheiden, ob wir Gewinner oder Verlierer sind. Es kommt wohl in vielem darauf an, wieviel ich von Anderen und mir erwarte und auch welches Ziel ich verfolge, ob ich ein Gewinner oder Verlierer bin.
Viele Grüße
Monika
Wir müssen lernen, den schmalen Pfad zwischen purem Egoismus und verantwortbarem Anspruch auf Selbstverwirklichung zu finden.
Wenn ich eine Partnerschaft/Ehe (auch eine Geschäftsbeziehung ist eine solche Partnerschaft) eingehe, übernehme ich Verantwortung, um so mehr, wenn Kinder involviert sind. Verantwortung vermisse ich da heute recht häufig. Wir sind es mittlerweile gewohnt, dass alles einfach zu sein hat und in dem Moment, wo es schwierig wird, ist Trennung dann eben einfacher.
Und dennoch ist sicherlich niemandem damit gedient, einen Zustand aufrecht zu erhalten, deren ursprünglicher Sinn schon lange abhanden gekommen ist. Da werden wir dann von einem Modell geleitet (bis dass der Tod Euch scheidet), dass wohl weder unserer Natur entspricht, noch zeitgemäß ist.
Es ist nur verständlich, wenn alle Beteiligten darüber Schmerz verspüren, dass eine Beziehung nicht oder eben nicht mehr funktioniert. Dass einer dafür bezahlen muss oder auf der Strecke bleibt, dass lässt sich sicherlich verhindern, in dem man, vielleicht manchmal ungewöhnliche oder ausgefallene, aber auf jeden Fall neue Lösungen findet.
So müssen auch Kinder nicht leiden, wenn sich Ihre Bezugspersonen auseinandergelebt haben. Wichtig für Kinder ist es zu wissen, dass sie geliebt werden und aufgehoben sind und dass ihre Bezugspersonen ordentlich miteinander umgehen.
Herzliche Grüße
Kirsten Erlenbruch
Vielen Dank an Monika. Du beschreibst es sehr gut. Ein paar Anmerkungen von mir:
Leider ist es in einer Partnerschaft nicht immer möglich, sich gemeinsam zu entwickeln. Das wäre der wunderbare Idealfall. Meistens entwickelt sich einer schneller als der andere und dann noch in eine andere Richtung - zumindest habe ich das nach vielen Jahren Ehe so erlebt. Für mich war ein Zustand erreicht, wo sich beide so weit entfernt haben, dass keine gemeinsame Basis mehr da war. Trotz der Kinder habe ich mich von ihm getrennt. Das war eine schwere Entscheidung. Leider war er in dem Fall der "Verlierer". Obwohl ich denke, dass er zu sehr an seinen Erwartungen gehangen hat und deshalb enttäuscht wurde.
Das ist ein wichtiger Punkt denke ich, inwieweit wir an unseren Erwartungen festhalten und andere Menschen nicht ihren Weg gehen lassen können und somit als Verlierer übrig bleiben. Können wir in so einer Situation nicht selber stärker sein und selbst nach Enttäuschungen Gewinner werden - auch wenn die Erwartungen des einen Weges sich nicht erfüll(t)en? Es ist schön, wenn es zwei Menschen schaffen ihre Probleme durch Kommunikation in den Griff zu kriegen. Das heißt im konkreten Fall aber auch, jemanden gehen zu lassen, also auch eine Trennung zuzulassen.
Ich bin übrigens alleinerziehend und seit der Trennung ohne Partner. Ich habe zu meinen Kinder ein sehr gutes Verhältnis und sie haben zu ihrem Vater einen sehr guten Kontakt und ich denke, dass sie durch die Trennung viel gewonnen haben und weniger verloren haben.
Ja, es stimmt wohl, dass in den Medien vorwiegend dargestellt wird, dass es Sieger und Verlierer geben müßte.
Doch es gibt ja den anderen Ansatz, den Anderen nicht als Gegner zu sehen, sondern als Partner, mit dem man gemeinsam an einer Lösung des Problems arbeitet.
"Was wünsche ich mir? Wie will ich leben? Geht das nur zusammen? Geht das nur getrennt?" Wenn man sich selber die Antworten geben kann und sich die Antworten des Partners genau anhört, ist es vielleicht wirklich möglich, neue Ideen zu finden.
Ich habe es selbst mehrmals erlebt, dass wir uns richtig angegiftet haben. Danach haben wir solange versucht herauszufinden, was jeder mit seiner Aktion eigentlich erreichen wollte, bis wir uns richtig verstanden hatten.
Wenn das passiert, also man das Gefühl hat, nach dem ganzen "Theater" verstanden worden zu sein und zu verstehen - also das ist richtig geil! Da fühlt man sich als Gewinner, und das stimmt ja auch. Erkenntnis-Gewinn.
Gerade fällt mir auf, dass es in letzter Zeit gar nicht mehr oft zu "Szenen" kommt. Mhh.??? Na gut, sie fehlen mir nicht.
Grüße an Alle,
Elke
Gewinner, Verlierer - ist die Liebe denn ein Spiel? Ich finde die Begrifflichkeiten in diesem Zusammenhang eher daneben! Wenn zwei Partner an einer Beziehung festhalten wollen und der gegenseitige Respekt da ist, gibt es eine Gleichberechtigung und alles ist meines Erachtens möglich. Sobald einer mehr liebt oder Erwartungen hegt, die nicht erfüllt werden, kommt alles aus dem Gleichgewicht, und dann will aich nur meist einer daran arbeiten und das wird nicht funktionieren - egal ob Kinder dabei im Spiel sind, oder nicht. "Partnerschaft besteht nicht nur darin, dass man sich ansieht, sondern gemeinsam in eine Richtung blickt" (Antoine de St. Exupery) - das ist für mich das Geheimsnis, wie es gehen kann.
Nachdem ich die vorstehenden Kommentare gelesen habe, gewinne ich den Eindruck, dass es hauptsächlich um gewinnen und verlieren in Beziehngen geht, wenn sie von Trennung/Scheidung bedroht sind. Geht es nicht im gesamten Leben um Gewinn und Verlust?
Ich habe durch das Lesen eines Buches von Reinhard Sprenger zu einer veränderten Einstellung gefunden. Titel dieses Buches: Die Entscheidung liegt bei Dir.
Ich erlebe immer noch Gewinne oder Verluste bei mir oder auch bei anderen Menschen. Allerdings habe ich jetzt schneller die Möglichkeit zu wählen, ob der Verlust eine Krise oder eine Chance sein soll.
Und nicht jeder Gewinn war doch wirklich einer. Aber eine weitere Chance war er allemal.
Also nutzen wir eine weise Erkenntnis die uns E. Honnecker einst ins Stammbuch schrieb: Vorwärts immer, rückwärts nimmer :o)
Herzliche Grüße Hajo
Alles gelesen und komme nicht aus dem Staunen heraus. Offensichtlich haben die Mehrheit der Stellungsnehmer hauptsächlich reife, vernünftige, geistig gesunde und rational handelnde Erwachsene um sich herum.
Vermutlich ist es Zufall, dass ich hauptsächlich umringt bin von machtbessenen, selbstsüchtigen oder irrationale-emotional handelnden Exemplare der Spezies Homo-Sapiens: In meiner Arbeit unstütze ich Personen, die in irgendeinerweise von Behörden oder Politik rechtswidrig oder zumindest ungerecht behandelt worden sind. Das die "Gegner" dabei nicht zimmerlich mit mir umgehen ist wohl klar. Beispielsweise mußte ich mich vor kurzem von meinem bisherigen Geschäftspartner trennen: Er hatte sich von der Gegenseite kaufen lassen und leidet zudem an eine massiven Persönlichkeitsstörung, wegen der er unfähig ist Reuhe oder Mitgefühl zu empfinden.
Auf der persönlichen Ebene lebe ich mit einem Partner zusammen, der wegen einer von seiner Ex-Frau brutal geführten Scheidung und der damit verbundenen Entfremdung seiner Kinder beinahe zerbrochen ist. Die Trennung hat sie ausgelöst, weil sie in Ruhe ein Verhältnis mit dem besten Freund ihres Mannes ausleben wollte.
Gleichzeitig lebe ich selber seit vier Jahren in Trennung. Um das gleiche Schicksal, wie das meines Lebensgefährten zu vermeiden, habe ich auf alles aus der Ehe verzichtet, was mir zugestanden hätte. Mein Ex-Mann will mir nicht einmal mein Hausrat zugestehen!
Grüße an euch allen, T.
Trotzdem: mir geht es gut - ich habe mich hochgerappelt, ein neues Haus gebaut und meinem Freund langsam ins Leben zurückgeholt. Die Niederlagen waren für uns durchaus ein Neuanfang, bei dem wir die Gewinner sind.
Ist das Herbeiführen einer Lösung von emotionalegozentrischen Problemstellungen über eine sachliche Auseinandersetzung mit dem entsprechenden Thema des Problems möglich?
Ich kenne die Theorie sowie die Praxis!
Theoretisch ist dies möglich, doch praktisch gelingt dies nur selten, weil es reife und gesunde Persönlichkeitsprofile erfordert, die in der Lage sind, Gefühle während des Verlaufes einer sachlichen Auseinandersetzung außer Acht zu lassen.
Was glauben Sie?
Nachdem ich alle Kommentare gelesen haben, die von den Formlierungen her echt wie Profis rüber kommen - Seit ihr alle Therapeuten? - Möche ich auch noch etwas sagen. Ich habe mich vor 11 Jahren von meinem Mann getrennt. Seither denke ich oft daran, ob ich meinen Kindern, wenn ich es nicht getan hätte ein "anderes" Leben hätte bieten können und habe oft ein schlechtes Gewissen. Meine Kinder hätten sich auf jeden Fall anders entwickelt, wenn ich mich nicht getrennt hätte. Eigentlich haben sie immer ihre eigenen Erfahrungen gemacht und suchen sich "ihren" Weg. Sie haben mir auch nie Vorwürfe gemacht - im Gegenteil. Auch wenn ich als Mutter manchmal nicht so ganz einverstanden bin mit dem was sie tun. Sie tun das was für ihr Leben entscheidend ist und nicht das, was ihnen ihr Eltern vorgegeben hätten. Sie sind eben nicht mit der "Masse" gegangen. Ist das jetzt so falsch? Sie sind glücklich so. Auch mein Ex hat noch einmal eine neue Chance bekommen und ich sehe mich auch nicht als Verliererin. Es ist alles nicht so einfach und man kann nicht sagen, was besser oder schlechter ist. Gewinnen kann man nur, wenn man gewinnen will!
Ich hätte so viel zu sagen, aber dafür reicht das Forum nicht!
Gewinnen, Verlieren
Schwarz, Weiß
Mann, Frau
Blau Rot
Frau Mann
Zentrifugalkraft Zentripetalkraft
Schlecht Gut
Falsch Richtig
Das Leben ist die Summe von Entscheidungen.
Situation, er / sie hat schon wieder, wie schon so oft, wo sie / er doch weiß, das ist doch immer so, ich kann doch sagen was ich will,
Glaubt wohl ich komme ihm nicht darauf,.. Der / Die wird sich wundern.
Ja ich weis es. Ich weiß ALLES. Ich bin doch nicht blöd. Ich durchschaue,.....
Das Szenario läuft wie es läuft?
Das Leben ist die Summe von Entscheidungen.
Alles nur Theoretisch?
Ist es die Geschichte die ich mir erzähle über,.... Die Geschichte die Du Dir erzählst über,.... ?
Ich weis doch das war wirklich!
Wirk l ich à wirk ich Wirke ich?
Wenn ich wirke, dann macht es Sinn sich dieser Wirkung BEWUSST zu werden.
Ich kann möglicherweise auch anders Wirken.
Ich kann nur das was ich gelernt habe.
Wenn ich gelernt habe jeden Widerspruch als Problem zu sehen, werde ich mir eine Widerspruchsfreie Zone schaffen. Möglicherweise werde ich als Tyrann angesehen,.....
Alles beruht auf Ursache und Wirkung
Ganz einfach,... oder à umsetzen, ....
Das Leben ist die Summe von Entscheidungen.
Auch keine Entscheidung ist eine Entscheidung.
Wolfgang Macek
Dass ein Paar sich entscheidet wegen der Kinder zusammen zu bleiben beinhaltet zunächst zwangsläufig, dass es sich bei Ihrem "Problem" um ein lösbares handelt.
Wenn b e i d e Partner dann auch entschlossen sind für Ihre Partnerschaft a u c h um der Kinder willen zu kämpfen und zu arbeiten, dann sollte einer weiteren guten Entwicklung - einer win to win Situation für alle, zunächst einmal kein Hindernis im Wege sein.
Ob es beiden dann gelingt mit Liebe, Verständnis, Rücksicht, viel Gesprächen etc. ihr Problem zu lösen wird sich dann über einen längeren Zeitraum zeigen.
Auf jeden Fall denke ich, dass gerade deswegen Familien mit Kindern oft (nicht immer, gebe ich zu) den längeren Atem in Beziehungen und Konfliktlösungen haben ...
Gruß
Klaus
Was führt uns denn in Situationen, die man als obenauf oder untendurch interpretiert. Sicher die eigene Befindlichkeit, sei es Langzeit- oder Tagesform. Wenn es mir gelingt, mich soweit anzuleiten, dass ich mich gut über die Runden bringe, führt es mich als Mitglied, auch einer eigens ausgesuchten, Gesellschaft, doch in ein zentrales Thema: "Beziehung". - Beziehung ist in einer Form, Art und Weise immer da. Und wenn nicht hier, dann dort... Beziehungen beschäftigen uns stärker, wenn wir Sie in unseren Alltag bewusst einbauen - dann wünschen wir uns nämlich, dass sie Freude bereiten, dass sie sich weiter entfalten, dass wir Andere und Jene uns inspirieren, in allerschönsten und argen Momenten die verlässliche Ressource sind - wir wünschen uns gelingende Beziehung. Damit gelingende Beziehungen unseren Alltag prägen, sollte man sich des öfters mal vor Augen halten, dass an uns die gleichen Ansprüche gestellt werden könnten, wie wir sie an Andere stellen. Wenn Beziehung gelingen soll, dann ist klar, dass diese stets genährt werden will, dann ist es gleichermassen schenken und beschenkt werden - in allem. Aber womit - mit aufrichtiger Anerkennung, mit echter Zuwendung und mit tiefer werdendem Vertrauen. Der zunehmend nachhaltige Austausch dieser Parameter ist es, der Situationen schafft, wo das Gefühl Füreinander und Aufeinander zu, wo die Freude des Miteinander und des Aneinander die Vorherrschaft gewinnen. Da stellt sich nirgends mehr die Frage nach Verlierern und Gewinnern - es ist das Beziehungsnetz, das aushält und trägt. Verluste und Niederlagen, die heftig genug wären, den Betroffenen nieder zu werfen, können in diesem Netz an verschiedenen Knotenpunkten aufgenommen und gemeinsam abgefedert werden; und wenn wir auch mal nicht mehr obenauf wären, ganz unten durch müssten wir gewiss nicht - etwas gelingt immer - dank gelungener und gelingender Beziehung.
Grüsse, Heinz
Im Leben geht es darum, die einem entsprechenden Aufgaben und damit sein Leben zu erfüllen. Nur wer sich einem fremdbestimmten Masstab aussetzt, gewinnt/verliert. Und wer gewinnt, tut das meist auf Kosten von etwas, oder jemand anderem. Damit verlieren jedoch letztlich ALLE.
Sich nicht trennen wegen der Kinder ?
Erinnert euch mal...
Konnten die Erwachsenen euch verkaspern ?
Mich nicht.
Als Kind konnte ich jede Winzigkeit in den Stimmungen meiner Eltern lesen.
Die Lügenvariante des Zusammenlebens durchschauen die Kids doch sofort.
Drum :
Sich trennen wegen der Kinder !
Bekannte von mir praktizieren die erwachsene Lösung.
Und die Kinder leiden nicht, sondern praktizieren eine neue Variante der Unkompliziertheit.
Sie haben nämlich eine große Empathiefähigkeit.
Es ist schön zuzuschauen, wie unkompliziert sie in einem sehr großen Kreis liebevoll aufwachsen.
ungleichgewichtete Beziehungen - darüber habe ich mir gerade in den letzten Tagen Gedanken gemacht. Ich bin zu dem Schluss gekommen - der für mich übrigens sehr befreiend war - dass es diese klischeehafte Einteilung Gewinner - Verlierer nicht gibt. Beide sind gleichermaßen involviert in dieses Gebilde, das sie ihre Beziehung nennen - und versuchen, etwas zu verändern, indem sie den anderen verändern wollen oder indem sie sich dem anderen entziehen. Und das kann nicht funktionieren. Schön wird es erst dann, wenn man sein eigenes Verhalten reflektiert und zum Positiven verändert: den anderen wert schätzt, ihn als Person stehen lässt und achtet, ihm schlicht und einfach Liebe entgegen bringt. Und dann - in einem Moment, in dem Harmonie die Oberhand gewonnen hat - über das mit dem anderen spricht, was in der Beziehung störend ist oder war. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass vieles gar nicht mehr thematisiert werden muss, eben weil die Harmonie eine Chane bekommen hat. Und man ist schon lange aus der Verliererposition draußen!
Hallo Ihr lieben Blogbetreiber,
ich finde es nicht sehr respektvoll, daß - wenn Ihr es schon für "Werbung" haltet - Ihr meinen Beitrag entstellt, indem Ihr die Titel der Bücher bzw. DVD löscht, die ich den anderen empfehlen wollte. Dies geschah im besten Wissen und Gewissen, daß einige den Inhalt vielleicht als hilfreich und weiterbringend empfinden.
Deswegen seien sie hier nochmals genannt: Barbara Ann Brennan: "Lichtheilung" Teil V(Schaffung von gesunden Beziehungen, Typen von Aurainteraktionen in Beziehungen) und die DVD "the secret".
Liebe Asja,
wir löschen grundsätzlich die Teile in Beiträgen, bei denen wir vermuten, dass diese hauptsächlich aus Werbungszwecken (Werbung für eigene Leistungen) veröffentlicht wurden. Und wir können da aus Kapazitätsgründen leider nicht jedemal drüber diskutieren, weil ziemlich viele Leute unsere Blogeinträge als kostenlose Werbefläche nutzen wollen.
Viele Grüße,
Ralf
Hallo Ihr Lieben, meine Meinung ist: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Meine Eltern sind nur wegen der Kinder (5) zusammengeblieben und hatten finanziell auch absolut keine andere Wahl. Aber schön wars nicht!!!
Ich selbst bin der Meinung, dass die Kinder viel mehr darunter leiden, wenn ständig schlechte Stimmung ist, als eine Trennung. Die Trennung sollte immer so aussehen, wie es unter Erwachsenen möglich sein muss, dass der eine Partner niemals bei den Kindern über den anderen Partner schlecht redet.
Und wenn man wegen der Kinder zusamenbleibt ist es in der Tat wirklich häufig so, dass einer der beiden Partner "nicht mehr lebt" und sich mehr oder weniger opfert.
Selbst Frau Käsmann musste gestehen, dass sie das Gelöbnis "Bis dass der Tod euch scheide" nicht einhalten konnte.
Soviel für heute und einen lieben Gruß an alle
Also, ich habe gerade persönlich die Erfahrung gemacht, dass es nicht unbedingt einen Verlierer geben muss. In unserer Beziehung war es uns immer wichtig, den Respekt vor dem anderen nie zu verlieren. Den hatten wir bis zum Schluß auch gehabt. Jetzt sind wir getrennt und fühlen beide zwar eine Traurigkeit in uns, aber: wir sind gute Freunde und auf dem besten Wege, die Fehler in der Beziehung wieder gut zumachen. Es gibt zwar kein zurück, aber wir sind uns offener als in der Beziehung. Ich denke, es sollte jedem Mut machen, dass es auch so geht. Wir sind zwar am Anfang und werden auch sicher vieles durchmachen, aber wir wissen auch eins: wir sind bisher soweit gekommen, und das hat auch nicht jeder geschafft. Man muß nicht verlieren, wir haben etwas neues gewonnen.
Hallo in die Runde, ich bin sehr überrascht was für eine Resonanz dieser Ziel-Tun-Lassen-Zettel auslöst. Es freut mich das hier in so einer konstruktiven Weise miteinander kommuniziert wird das ich gleich mal mitmachen muss.
Ich bin auch der Meinung, dass Ziele sehr vielfältig sind und nicht einfach mal eben aufgeschrieben, links und rechts definiert in Erfüllung gehen werden. Ein Ziel oder eine Wunsch zu haben klingt sehr leicht aber es ist unbedingt notwendig ein erreichbares Ziel zu haben da man ansonsten Gefahr läuft seinen Selbstwert zu ruinieren. Nicht erreichen von Zielen kann eine verherrende Wirkungauf die Person haben. Deshalb ist es unbedingt notwendig erreichbare Ziel oder Zwischenziele zu stecken. Des Weiteren bedarf es Indikatoren bzw.Punkte an den ich die Zielerreichung feststellen kann ob das gesteckte Ziel erreicht wurde oder nicht. Dies alles auf einem Zettel mit 3 Spalten halte ich eher für unmöglich aber als spontane Orientierungshilfe für den Einzelnen sehr sinnvoll. Auch sehe ich diese Strategien eher als Anreiz wieder mal sinnvoller in alle Richtungen zu kommunizieren und das ist allemal ein guter Anfang. Danke für die erquickenden Hilfestellungen und die gute Kommunikation hier. Ich freue mich auf Ihr Feedback. Martin Siml aus dem winterlichen Vilnius :)