Wie sich unser Selbstbild auf unseren Erfolg auswirkt (Carol Dweck)

Selbstbild

“Selbstbild – Wie unser Denken Erfolge oder Niederlagen bewirkt” von Carol Dweck. – München: Piper, 2009. – 294 S. – ISBN-13: 978-3492252270. – 9,90 EUR (Broschiert)

Glauben Sie an Naturtalente? Glauben Sie, dass es für jede Fähigkeit Grenzen gibt? Oder können Sie sich vorstellen, vielleicht irgendwann einmal mit Ihren selbstgemalten Bildern berühmt zu werden?

Oder um es einmal anders zu formulieren: Welches Selbstbild haben Sie? Denn welches Selbstbild Sie haben, bestimmt auch, wie viel Erfolg Sie in Ihrem Leben haben.

In diesem Buch von Carol Dweck geht es um Selbstbilder und deren Auswirkung auf unseren Erfolg. Die Professorin für Psychologie an der Stanford University in Kalifornien unterscheidet hier zwischen zwei Selbstbildern:

Menschen mit einem statischen Selbstbild glauben, dass Talente angeboren und Fähigkeiten festgelegt sind. Für einen Menschen mit statischem Selbstbild gibt es kein Entwicklungspotential. Diese Menschen geben schnell auf, wenn sie nicht weiterkommen, und lassen sich aus Angst, zu versagen, nicht auf Herausforderungen ein.

Das dynamische Selbstbild hingegen findet man bei Menschen, die glauben, dass Übung den Meister macht. Diese Menschen wollen sich stetig weiterentwickeln, sie kämpfen für ihre Ziele und haben keine Angst vor dem Scheitern, weil sie wissen, dass sie aus Fehlern lernen und Herausforderungen ihre Fähigkeiten nur stärken können.

In Kapiteln wie „Sport: Die Einstellung der Sieger“, „Die Wahrheit über Talent und Leistung“, „Partnerschaft: Selbstbild und Liebe“ etc. zeigt Carol Dweck, warum Menschen mit einem dynamischen Selbstbild erfolgreich sind und Menschen mit einem statischen Selbstbild langfristig scheitern. Die gute Nachricht ist aber: Jeder hat es selbst in der Hand und Menschen mit einer statischen Einstellung können ihr Selbstbild und damit ihr Verhalten und ihr Leben ändern. Am Ende eines jeden Kapitels richtet sich Dweck an die Leser und gibt ihnen Anregungen, sich mit dem eigenen Selbstbild auseinanderzusetzen.

Fazit: Das Buch ist vor allem für diejenigen empfehlenswert, die zu wenig an sich glauben und bei kleinsten Schwierigkeiten schnell den Kopf in den Sand stecken. Carol Dweck zeigt hier auf anschauliche Weise, wie unsere Einstellung zu uns selbst, zu unseren Fähigkeiten und Charaktereigenschaften unser Leben und unseren Erfolg bestimmen kann. Dabei lebt das Buch von zahlreichen praktischen und spannenden Beispielen, die teilweise kaum zu glauben (und doch wahr) sind. Zudem erhält man viele wertvolle Lebenstipps – zum Beispiel für die Erziehung eigener Kinder.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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Kommentare

Steffi schreibt am 21. März 2011

Geht man von einer erlernten Hilflosigkeit als Ursache einer Depression aus, dann erinnert mich die Gegenüberstellung von statischem und dynamischem Selbstbild an die Unterscheidung zwischen einem depressiven und einem nicht-depressiven Verhaltensmuster. Auch hier ist entscheidend, ob eine Person sich in der Lage fühlt die bestehende Situation zu ändern oder nicht. Auf jedenfall werde ich mir das Buch mal besorgen. Danke für den Tipp :)