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Es kommt immer darauf an…

Von Tania Konnerth13 Kommentare

Fast jede/r von uns wird hin und wieder von anderen um Rat gefragt. Wir als Betreiber von Zeit zu leben bekommen immer mal wieder Mail, in denen es nun um eine Partnerschaftskrise geht oder um Karrierefragen oder um die eigene Gesundheit, aber auch Sie werden es erleben, dass sich Menschen von Ihnen einen klaren Rat erhoffen.

Ich muss sagen, je länger ich mich mit einer aktiven Lebensgestaltung beschäftige, desto schwerer fällt es mir, wirklich eindeutige Ratschläge zu geben. Ich denke, früher hätte ich viel schneller mal Position bezogen, doch heute weiß ich, dass so etwas sehr schnell zu kurz greift.

Es kann z.B. sowohl richtig sein, sich von einem Partner zu trennen als auch mit ihm zusammenzubleiben. Es kann sowohl angesagt sein, sich nach einem neuen Job umzuschauen, als auch in dem zu bleiben, den man hat. Und es kann sowohl richtig sein, eine neue Ausbildung zu beginnen als auch das bleiben zu lassen.

Wie das sein kann?

Ganz einfach: Jede Entscheidung, die wir treffen, bedeutet bestimmte Konsequenzen. Wenn ich mich von meinem Partner trenne, wird das mein Leben entscheidend verändern und ob ich damit glücklicher werde als vorher, kann keiner sagen. Für den einen kann eine Trennung genau das Richtige sein, für einen anderen ist es die falsche Entscheidung. Und wenn ich mich für die Partnerschaft entscheide, kann das gut sein, wenn ich bereit bin, aktiv an ihr zu arbeiten und es kann mich weiterhin unglücklich machen, wenn sich nichts ändert.

Ich denke heute: Kein Rat der Welt kann alle möglichen Folgen berücksichtigen und niemand kann wirklich wissen, was für einen anderen Menschen gut ist. Und deshalb gebe ich Rat schon lange nicht mehr, in dem ich sage: „Mach das doch so und so.“ Vielmehr versuche ich immer die verschiedenen Optionen aufzuzeigen und hier möglichst auch solche, die die Person bisher vielleicht noch nicht angedacht hat.

Meine Antworten auf Mails beginnen deshalb oft mit den Worten: „Es kommt immer darauf an…“ Das ist sicher nicht immer das, was sich die Schreibenden erhofft haben, aber es ist die ehrlichste und fairste Antwort, die ich geben kann. Gleichzeitig denke ich auch, dass es eine sehr hilfreiche ist, denn sie macht deutlich, dass es immer viele Möglichkeiten gibt. So verunsichernd das vielleicht auch manchmal ist, so tröstlich ist genau diese Tatsache, denn sie bedeutet: wenn eine Sache nicht klappt, können wir noch viele andere ausprobieren.

  1. Ursula Kruck-Hantschel schreibt am 26. Februar 2008 um 07:49

    Hallo & Guten Tag,

    man sollte sich immer bewusst machen, dass man durch sein Verhalten, einem Menschen einen "Rat" anzubieten, in sein Leben aktiv eingreift.

    Auch sollte man sich der Konsequenzen bewusst sein, die es haben könnte.

    "Es kommt immer drauf an", was man erreichen will...

    Herzlichst Ursula

  2. Hugo schreibt am 26. Februar 2008 um 09:57

    Kommt immer drauf an finde ich...

  3. sonne schreibt am 26. Februar 2008 um 14:19

    Ratschläge sind auch Schläge...

  4. U. schreibt am 27. Februar 2008 um 10:01

    Wenn ich um Rat gefragt werde, sage ich immer, dass ich eigentlich keinen Rat geben kann, weil ich nicht in der Haut des Ratsuchenden stecke. Ich versuche dann, die verschiedenen Möglichkeiten aufzuzeigen und zu beleuchten, sage meine Meinung und betone aber immer, dass das meine subjektive Sicht ist und ich nicht wirklich sagen kann, was für den anderen nun das Beste wäre.

  5. Jochen schreibt am 27. Februar 2008 um 16:36

    Mir gefällt das geschriebene gut, denn ich lebe danach.
    Selber gehe ich in 12 Schritte Gruppen.
    Und da spricht jeder über sich.
    Den Rat, der gesucht wird entsteht und wird bei der Höheren Macht, Gott gesucht

  6. Margret Friebe schreibt am 1. März 2008 um 06:27

    Liebe Mitmenschen,

    hier schreibt Morgenfrau und kann nur bestätigen, was Jochen schreibt.

    Wenn mich jemand um einen Rat fragt, antworte ich nur, wie ich mich in der entsprechenden Situation verhalten würde. Dabei nenne ich die positiven und evt. negativen Konsequenzen meines Handelns.

    Dann kann der Ratfragende selbst entscheiden, wie er weiter vorgehen möchte.

    Liebe Grüße
    Morgenfrau

  7. Morgenfrau schreibt am 1. März 2008 um 06:29

    Liebe Mitmenschen,

    hier schreibt Morgenfrau und kann nur bestätigen, was Jochen schreibt.

    Wenn mich jemand um einen Rat fragt, antworte ich nur, wie ich mich in der entsprechenden Situation verhalten würde. Dabei nenne ich die positiven und evt. negativen Konsequenzen meines Handelns.

    Dann kann der Ratfragende selbst entscheiden, wie er weiter vorgehen möchte.

    Liebe Grüße
    Morgenfrau

  8. manfred schreibt am 2. März 2008 um 22:16

    ALLES was wir machen, ist mit konsequenzen verbunden! die konsequenzen können positiver oder negativer natur sein! JEDE entscheidung im leben sollten wir reiflich überdenken - doch auch so manche "bauchentscheidung" hat seine berechtigung! wir können nicht immer rational entscheiden - das leben würde viel zu "kopf"-lastig! das leben wird erst WIRKLICH schön, wenn herz und bauch ein "mitspracherecht" haben!
    alle drei entscheidungsformen haben ihre berechtigung! sie alle führen auch zu konsequenzen...sowohl positiver als auch negativer art!
    aus diesen entscheidungen erfolgen erneut entscheidungen! es ist wie im RICHTIGEN leben, für das JEDE/R selbst verantwortlich ist - im GUTEN, wie im weniger guten!

  9. Silvia schreibt am 3. März 2008 um 07:08

    Hallo,
    ich habe gelernt auf mein Bauchgefühl zu hören
    wenn eine Entscheidung ansteht und damit bin ich bisher nicht enttäuscht worden. Ich denke nicht das ein anderer Mensch mir eine Entscheidung abnehmen kann, jedes Leben ist anders und ganz individuell.
    Liebe Grüsse
    Silvia

  10. cityman schreibt am 3. März 2008 um 07:20

    Wenn mich jemand um Rat fragt, den ich einigermaßen gut kenne und zu dem ich Vertrauen habe, dann muss ich ihm auch einen konkreten Vorschlag machen. Er kann ja selber sehen, ob er ihn befolgt. Umgekehrt würde ich es genauso erwarten.

  11. Günther schreibt am 3. März 2008 um 07:40

    ein herzliches hallo,
    ich gebe nur ratschläge nur, wenn diese nicht bewerten. ich versuche auch, meine lebenserfahrung einzubringen. "ich war mal in einer ähnlichen situation und aus heutiger sicht würde ich ..."
    für mich selbst entscheidungen zu treffen ist die schon schwieriger ;-) , ich versuche mir rat zu holen von menschen, mich sehr gut kennen und verlasse mich zusätzlich auf mein bauchgefühl. sehr gute erfahrungen habe ich auch mit kinesiologie gemnacht, um abzufragen, was mein unterbewusstsein dazu meint.

  12. Berthold schreibt am 3. März 2008 um 16:08

    Ich gehe seit vielen Jahren in 12-Schritte-Gruppen.
    Von dort her kenne ich es, dass nur jeder von sich
    spricht und dass man keine Ratschläge erteilen darf.
    Das finde ich auch gut so. Allerdings ist es mir in anderen
    Situationen schon passiert, dass ich Personen Ratschläge
    gegeben habe und danach dachte ich dann, es wäre besser
    gewesen, wenn du es nicht gemacht hättest.
    Liebe Grüße
    Berthold

  13. Karin schreibt am 5. März 2008 um 12:11

    Als Kind waren Entscheidungen einfacher. Etwas war gut oder schlecht, schwarz oder weiß. Je mehr Erfahrung wir im Leben bekommen, umso vielschichtiger werden unsere Betrachtungsweisen und die Farbtöne dazwischen.

    liebe Grüße
    Karin