Das Leben geht weiter …
Von Tania Konnerth • 13 Kommentare
„Das Leben geht weiter.“ – dieser doch etwas abgegriffene Spruch, den man immer wieder hört, wenn etwas Schlimmes passiert, erhält momentan eine ganz neue Gewichtung.
Letzten Freitag, als das Erdbeben in Japan mit all seinen schrecklichen Folgen passierte, hörte für mich mein „normales“ Leben ein Stück weit auf. Natürlich kein bisschen vergleichbar dramatisch wie für unmittelbar Betroffene, aber statt zu arbeiten, klickte ich auf Infoseiten und versuchte all die furchtbaren Bilder zu verarbeiten. Ich schaue sonst sehr selektiv Nachrichten, aber nun war ich im Minutentakt am Wechseln der Info-Seiten auf der Jagd nach neuen Informationen.
Als die Probleme in dem Atomkraftwerk Fukushima einsetzten, saß ich noch gebannter – und gelähmter – vor dem Bildschirm. Schon als ich 16 war und das Unglück in Tschernobyl passierte, war ich voller Angst vor der atomaren Strahlung und ihrer Folgen und steigerte mich regelrecht in das Geschehen hinein. Heute kann ich da etwas besser auf mich aufpassen und die Tatsache, dass dieses Atomunglück so weit weg ist, macht es mir leichter, mich nicht direkt bedroht zu fühlen. Aber all das, was ich da sehe, macht ganz viel mit mir.
Heute ist der erste Tag, an dem ich mir erlaubt habe, mich zwischendurch auch mal wieder „normal“ zu fühlen. In den letzten Tagen war ich schon fast pikiert, wenn mir jemand mit guter Laune entgegen kam – wie kann man bei all dem, was da geschieht, gut gelaunt sein, dachte ich. Ich war es jedenfalls nicht, im Gegenteil, ich war zunehmend gedämpft und pflegte diese Stimmung.
Wie ich schon in der letzten Woche schrieb: Dass wir entsetzt, traurig und auch verzweifelt sind, ist angesichts dessen, was wir in Japan sehen, menschlich und verständlich. Es gilt, das anzunehmen und zu verarbeiten.
Wichtig aber ist auch, dass wir uns erlauben, anders zu sein. Z. B. dankbar darüber, verschont worden zu sein. Oder auch einfach nur fröhlich, weil uns etwas erfreut, zufrieden, weil wir etwas geschafft haben, oder verliebt oder glücklich oder albern oder, oder, oder …
Gerade solche Menschen, die Unglücke anderer stark mitnehmen, haben oft das Gefühl, sie dürften nicht lachen, wenn es anderen doch so schlecht geht. Sie leiden dauerhaft mit aus Empathie und Loyalität. Aber – und da stimmt dieser so oft verwendete Spruch einfach exakt: Das Leben geht weiter! Unser Leben geht weiter! Und es hilft tatsächlich keinem einzigen in Japan, wenn es uns schlecht geht.
Dass es uns auch schlecht geht mit all dem, ist wie gesagt, menschlich und natürlich – aber wir sind nicht zum Dauerleid verpflichtet, mehr noch: Es ist unsere Aufgabe, nicht in diesem Dauerleid zu versinken. Wir dürfen auch in diesen Zeiten lachen. Wir dürfen hoffen. Wir dürfen Freude empfinden.
Wann immer ich ein schlechtes Gewissen habe, wenn es mir trotz eines so offensichtlichen Leids anderer gut geht, denke ich an das Resonanzgesetz, das besagt, dass Gleiches Gleiches anzieht. Wenn es also irgendwo Verzweiflung gibt, dann kann das auch anderswo Verzweiflung auslösen. Gleichzeitig aber kann ich vielleicht dadurch, dass ich neue Kraft, Hoffnung und positive Energien mobilisiere eben auch diese wiederum anderswo auslösen oder nähren.
Für mich ist es heute ein Ziel geworden, handlungsfähig zu bleiben, weil ich nur so Gutes bewirken kann (und sei es noch so klein). Vor 25 Jahren habe ich mich voll und ganz in den Weltschmerz und meine Angst begeben – damals habe ich daraus nichts Proaktives entwickeln können. Heute versuche ich, allem in mir Raum zu geben – Verzweiflung wie Hoffnung, Angst wie Mut, Traurigkeit wie Freude – und merke, dass ich so tatsächlich auch angesichts solcher Katastrophen aktiv leben kann.
Und so möchte ich Ihnen, falls Sie hin und wieder auch Schuldgefühle haben, weil Sie gerade mal nicht an Japan gedacht haben oder weil Sie trotz dieser (oder anderer Katastrophen) herzlich über einen Witz gelacht haben, weil Sie sich ablenken, um nicht an all das denken zu müssen, sagen: es ist vollkommen ok, denn, ja: das Leben geht weiter.





Diese Ereignisse, so schlimm sie für die Betroffenen (und selbst für die Nicht-Betroffenen, die es nur aus der Ferne mitbekommen) auch sein mögen.... sind in meinen Augen auch Weckrufe an die Menschheit.
Wir haben nicht alles im Griff, die Technik nicht, die Natur nicht.... und auch nicht das Schicksal.
Nun kann man deshalb verzweifeln, anklagen, mit dem Schicksal hadern, .... oder Ja-Sagen.... zur Welt und zum Leben.... so wie es nun mal ist.
In diesem Sinne einen lieben Gruß
Ja-Sager
Wenn Du mit Ja-Sagen meinst, dass wir zuerst die Welt so akzeptieren müssen, wie sie ist, bevor wir etwas ändern können, dann kann ich Deine Zeilen verstehen. Aber das Akzeptieren darf nicht heißen, dass wir zur Tagesordnung übergehen dürfen. Ja-Sagen heißt: es ist so - ohne Wertung. Die Situation ist gegeben. Aber ich will nicht zuschauen, dass es immer wieder solche Katastrophen geben wird. 2 mal waren wir durch diese Atomkatastrophen nicht selber körperlich betroffen. Dafür können wir dankbar sein. Aber wenn wir jetzt nicht anfangen, dass Risiko ernsthaft zu minimieren, ist es nur noch eine Frage der Zeit....
Michael schrieb: "Wenn Du mit Ja-Sagen meinst, dass wir zuerst die Welt so akzeptieren müssen, wie sie ist, bevor wir etwas ändern können, dann kann ich Deine Zeilen verstehen."
Ich meine: "dass wir zuerst die Welt so akzeptieren müssen, wie sie ist." Punkt!
Dann gilt es, nicht in blinden Aktionismus zu verfallen, nur um die eigene Betroffenheit.... und den Schmerz der Welt nicht spüren zu müssen.... sondern.... genau hinzuschauen..... hinzuspüren..... ob es angesagt ist, etwas zu tun, und wenn ja - was.
Jede Kriese, jede negative Erfahrung, bringen uns auch immer ein Geschenk mit. Nehmen wir die Kraft an, die uns hilft umzudenken und sich endlich anderen Energiequellen zuzuwenden. Denken wir endlich in der Welt nach, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt, gehen wir endlich Wege, die wir bis jetzt gemieden haben, weil alles so einfach, so selbstverständlich war......
Ja, dann hat das schreckliche Ereignis in Japan einen Sinn für die Menschen dieser Welt. Wir beherrschen die Atomenergie nicht, also können wir sie auch niemal in den Griff bekommen.
Empfehlung: Die letzte GOE und der Film "Die 4 Revolution"
Meine Hoffnung besteht darin, dass nun endgültig die Unbeherrschbarkeit von Atommeilern erkannt wird und die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden. Von einer Freundin bekam ich die unten angeführte mail zugesandt. Ich habe mein Ja zum Ausstieg registrieren lassen und ich wünsche, dass die Initiatoren entsprechend viele Unterschriften am Dienstag vorlegen können. Ich war auch froh, so mal etwas tun zu können und ich werde versuchen, mich auch an den Mahnwachen zu beteiligen.
Hallo,
die Nachrichten über die Reaktorkatastrophe im japanischen
Fukushima machen fassungslos.
Kanzlerin Merkel will jetzt die AKW-Laufzeitverlaengerung
für drei Monate aussetzen und sieben AKWs stillstehen
lassen. Doch unverbindliche Ankuendigungen reichen nicht.
Die Konsequenz aus Fukushima kann nur sein: AKWs abschalten
- und zwar endgueltig.
Ich habe gerade einen Appell an die Kanzlerin unterzeichnet, Meiler um Meiler endgueltig abzuschalten. Über 250.000
Menschen haben sich diesem bereits angeschlossen.
Unterzeichne auch Du:
http://www.campact.de/atom2/sn11/signer
Viele Gruesse
Was uns bewegt und in Bewegung hält!
Liebe Tanja
Ich erlaube mir ebenfalls zu lächeln und gehe mit der Frage schwanger:"Was kann ich tun, damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt? - eine Katastrophe, die mit Leichtigkeit und innerhalb kurzer Zeit dem Menschen weltweit alle Lebensgrundlagen zu zerstören vermag.
Das Leben geht weiter - bis es endet! Des Menschen Leben beginnt und endet, immer! - nur wie und unter welchen Umständen? Dass wir Erdenbürger ohne mit der Wimper zu zucken, hochgiftige Stoffe produzieren, die wir all unseren Nachkommen - unseren Kindern und Kindeskindern - vor die Füsse werfen, ist mir grundsätzlich Katastrophe genug.
Jahrtausende strahlen die Stoffe vor sich hin und wir Menschen ärgern uns über ein paar leere Bierdosen oder sonstige Problemfälle, die auf Strassen und Plätzen herumliegen.
Wir sind unseren Kindern wahrlich keine Vorbilder! Ich finde, es reicht! Mein Vorschlag: AKWs werden abgestellt. Weltweit. Der Abbau der verstrahlten Werke wird einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Die Koryphäen der Kernwissenschaften erhalten den Auftrag eine neue Technologie zu erfinden, wie die von uns hergestellten hoch giftig verstrahlten Stoffe zu neutralisieren und für Mensch und Natur unschädlich zu machen sind! Das wäre Dienst am Menschen und eine ansprechende Herausforderung! - Statt auf den Mond oder Mars zu fliegen, entsorgen wir unseren Müll, reinigen unsere Erde von allen Atombomben und sämtlichen von uns erzeugten hoch giftigen und Tod bringenden Stoff-Konzentrationen. Das wäre eine Sensation und noch nie dagewesen!
In der Folge lachen vielleicht auch all jene, die bis heute verstrahlt wurden, und unter den Folgen leiden. Jene, die von uns nicht beachtet werden, weil wir nicht hinsehen. Jene, deren Schicksal uns am Allerwertesten vorbei geht und deren Schmerz wir nicht sehen wollen, obwohl wir daraus lernen könnten. - Ja, ich wünsche uns allen, dass wir lächeln, trotz der unendlichen Dummheit, die wir tagtäglich vollbringen und zu deren Tun wir Menschen uns selber befähigt haben und weiterhin befähigen, wenn wir die Bereitschaft nicht aufzubringen vermögen, unsere Situation tiefgründiger zu überdenken, unser Entsetzen in wahres Lachen, in Mitgefühl und Tatkraft zu transformieren - und die Schönheit und Einfachheit unseres Daseins - das saubere Wasser und die nicht verstrahlte Nahrung und Luft - wieder zu schätzen und zu würdigen wissen.
Die Katastrophe nimmt ihren Lauf. Ich bin wütend und erschüttert, heute. Gestern war ich unendlich traurig und fühlte mich hilflos. Vor einigen Tagen war in mir eine Gleichgültigkeit und Kälte, die mich erstaunte und schockierte. In vielen Ländern machen bereits seit Jahrzehnten engagierte Menschen aufmerksam! Ich frage mich oft, wie lange ich brauche, bis ich wirklich sehend werde?!
Es ist paradox. Jeden Tag sterben 30'000 Kinder weltweit an Hunger. Auf dem Planeten Erde hungert inzwischen eine Milliarde Menschen und wir zivilisierten Wohlstandsheinis - sorry - produzieren, um unser Luxusleben aufrecht erhalten zu können, Jahrtausend währende Strahlgifte, die wir unseren Kindern als Erbe hinterlassen.
In hundert Jährchen haben wir Menschen tonnenweise Bodenschätze aus dem Boden geholt, die dort während Jahrtausenden entstanden sind. Wir haben sie transformiert. Wir haben uns fortbewegt. - Und immer mehr Menschen hungern. Eine Milliarde!
Seit alle so lieb und überdenkt die Lage tiefgründig! Was genug ist, ist genug!
Immer wieder ergreife ich die Gelegenheit, Marshall Rosenbergs Buch "Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation" zur Lektüre zu empfehlen. Ich bin beeindruckt von Marshalls weltweitem Engagement und lasse mich durch die Lektüre inspirieren und ermutigen, nicht wegzuschauen, nicht wegzuspüren sondern mit mir und dem Schmerz, der Ohnmacht, der Wut, der Trauer und Angst in Verbindung zu gehen und daraus Kraft zu schöpfen. Schritt für Schritt! Das Leben geht weiter. Lasst es uns feiern. Tag für Tag! Lieben Dank.
Edith
Hallo, Grüße Euch!
Mir ging es auch so, dass ich am Anfang völlig geplättet war. Laufend habe ich im Internet die neuesten News verfolgt. Eigentlich habe ich damit gerechnet, dass das Ding am Wochenende hochgeht. Aber die Japaner scheinen mehr Glück als Verstand zu haben...Jetzt dieses Starkstromkabel. Naja, ich weiß nicht. Das ist keine gute Idee, in diese Schutthalde Hochspannungsleitungen zu verlegen. Wer weiß, ob das gutgeht...
Was das Handeln anbelangt: Sehr richtig!!!
In der Zeitung ist gestanden, dass viele Ältere kein Internet haben, und deshalb Probleme bei Stromwechseln bekommen. Sie wissen nicht so recht, wo sie Infos herbekommen.
Ich werde an Utopia schreiben, dass alternative Stromanbieter mehr in der Zeitung inserieren müssen MIT TELEFONNUMMER zum Anrufen. Es muss alles getan werden, damit "Wechselwillige" schnell Öko-Strom beziehen können. Ohne neue Medien ist das nicht so einfach.
Auf die Politik zu Vertrauen kann frau vergessen, weil die Atomlobby diese Kaste mit zuviel Geld füttert. Und wessen Brot ich ess, dessen Wort ich sprech. Darum müssen die Bürger den Wandel selbst herbeiführen.
Danke nochmal für den schönen Artikel
Just an dem Tag, an dem in Japan die Erde bebte mit all seinen schrecklichen Folgen, ist bei uns ein Arbeitskollege während eines Dienstfluges auf dem Flughafen tot zusammengebrochen. Gerade mal 45 Jahre alt. Ein fröhlicher, liebevoller Mensch.
Und plötzlich ist alles ganz nah. Das Leben, der Tod, wie wenig du wirklich beeinflussen kannst. Und du kommst automatisch dahin zu überdenken, was wirklich wichtig ist in deinem Leben. Und was wäre, wenn dich das Schicksal morgen erreichen wird.
Und draußen strahlt die Sonne und der Frühling will kommen. Irgendwo habe ich mal gehört: Das Leben hat immer Recht!
Und eines gibt mir Hoffnung: Egal was wir Menschen unternehmen, das Leben (wozu auch der Tod gehört) werden wir nicht zerstören können.
Liebe Grüße
Manni
Hallo Ihr Lieben,
dieser Artikel kam gerade mal wieder im richtigen Moment! Die Katastrophe in Japan mit all ihrem unermesslichen Leid für alle Lebewesen, Mensch, Tier und Mutter Erde ist unfassbar und wirklich nicht zu begreifen. Auch ich sehe es als einen Weckruf an, endlich tätig zu werden und nicht mehr wegzuschauen!
Von der Katastrophe selbst habe ich nicht so viel mitbekommen, da am letzten Samstag der Sohn meiner Freundin tödlich verunglückt ist. Ich war gerade bei ihr, als die Nachricht über den Unfall kam, wir warteten und warteten und konnten nichts tun. Dann kam die Polizei und teilte ihr mit, dass ihr 23-jähriger Junge unverschuldet mit dem Motorrad verunglückt ist. Beim ersten Sonnenstrahl hat er durch sein so geliebtes Hobby sein Leben verloren. Für alle Beteiligten unfassbar und genauso eine Tragödie wie das, was in Japan geschieht. Das Leben, das wir mit allem was dazugehört als so selbstverständlich nehmen, in dem wir uns gegenseitig wegen Kleinigkeiten das Leben schwer machen und uns verletzen, ist so kurz und nichts hier ist selbstverständlich! Als ich nach einer Erklärung suchte für dieses furchtbare Leid kam mir eigentlich nur eine: die Menschen sollen endlich aufwachen und nichts mehr als selbstverständlich leben. Wir sollen einander mit Achtung und Respekt begegnen, Mitgefühl und Liebe leben und versuchen, jeden Tag unser Bestes zu geben. Und ich finde, nicht nur wir Menschen haben all dies 'verdient', auch die anderen Lebewesen hier auf dieser schönen Erde und die Erde selbst sollte so behandelt werden!
Ich danke für diesen schönen Artikel, denn auch wenn wir jetzt in einer Vielzahl endlich 'aufwachen' durch solche Tragödien so ist es doch auch richtig und wichtig, Freude zu empfinden und zu Leben. Auch ich hatte ein schlechtes Gewissen, als ich mich zum ersten Mal nach dem schlimmen Samstag wieder gut und fröhlich fühlte. Doch mir wurde klar, dass ich nur so in meiner Mitte sein kann und meiner Freundin helfen kann, irgendwie mit diesem Verlust zu leben.
Also genießen wir trotz allem diesen schönen Tag, hier wo ich lebe, scheint die Sonne und wenn ich so in diesen schönen Garten mit den alten Bäumen schaue, dann geht mir das Herz auf. Und dieses schöne Gefühl schicke ich dann zu allen Beteiligten hier und auch in Japan, und die Dankbarkeit die ich empfinde, hier so sein und leben zu dürfen, schicke ich zu Mutter Erde.
Ich würde mich freuen, wenn die Menschen durch diese schrecklichen Ereignisse endlich bewusster leben!
Ich wünsche allen einen schönen Sonntag!
vielen Dank für diese Zeilen.
Auch wir haben im Bekanntenkreis dieser Tage einen Schicksalsschlag miterleben müssen-ein junger Mann, sportlich, voller Energien, 38J. Vater von 2,5j. Drillingen ist plötzlich an Herzversagen verstorben.
Ich hatte dafür keine Worte.
Japan-die vielen Tragödigen bei den einzelnen Menschen.
Ich hab auch hier keine Worte!
Aber mir ist wieder bewußt worden das Wort Danke viel öfter auszusprechen.
Danke für meinen gutes Schicksal.
Ich wünsche mir Kraft trotzdem Lachen zu können , etliches, wenn auch nur im ganz Kleinem dazu beitragen zu können dieses Leben für uns lebenswert zu behalten!
Barbara
Da denkt man unwillkürlich an das Lied von Matin Luther: Mitten wir im Leben sind von dem Tod umfangen. Dabei ist mir jetzt erst deutlich geworden, dass das "umfangen" nicht nur etwas Bedrohliches hat, sondern dass es auch als mütterliche und beschützende Realität verstanden werden kann. Aber dies gilt sicher nicht für die Menschen, die ihre Lieben verloren haben oder die ein langsames Sterben erwarten müssen - wie es nach einer radioaktiven Verstrahlung zu erwarten ist.
Auf alle Fälle müssen wir endlich lernen , dass wir nicht Schöpfer , sondern Geschöpf sind, wie komplex auch diese Erkenntnis - z.B. in der medinzinischen Forschung -realisiert werden kann.
Nichts ist so Schlecht, dass nicht etwas Gutes dabei rauskommen könnte.
Ich selbst bemühe mich, gerade in sogenannten "Krisenzeiten,ereignisse immer vor diesem Hintergrund zusehen.
Ich bin der gleichen Meinung wie Du, Tanja. Ja, es hilft niemanden in Japan, wenn man in Leid versinkt. Natürlich darf man auch mal traurig sein und auch mal innehalten, schockiert sein, die Bilder müssen ja auch erstmal verarbeitet werden.
Was kann man tun? Spenden wäre eine Möglichkeit.
Was anderes ist es, wenn ich direkt zu jemanden sage, der schlimmes Leid erlebt hat, das Leben geht weiter. Für denjenigen ist es in dieser Zeit nicht so. Irgendwann wird das Leben auch vielleicht für diesen Menschen weitergehen, nur das was passiert ist, wird er nie vergessen, auch wenn er dann hoffentlich irgendwann auch wieder lachen kann.