Die Geschichte von Jojo und Anton
Von Tania Konnerth
"Anton, ich mag dich" von Peter Pohl. – München: Hanser, 2010. – 138 S. – ISBN: 3-4462-3472-1. – ca. 13,- EUR (gebunden)
Was für ein tolles Jugendbuch! Sprachlich am Puls der Zielgruppe, ohne anzubiedern oder aufgesetzt zu sein, erzählt Peter Pohl die Geschichte von Jojo und Anton.
Anton ist ein toller Typ und Jojo kann es kaum fassen, dass er ihn zum Freund bekommt. Doch irgendetwas ist seltsam: Anton hat ständig neue, teuere Handys, die ihm angeblich seine Mutter besorgt. Niemand holt ihm vom Fußballtraining ab und er lädt Jojo auch nie zu sich nach Hause ein. Was ist los mit Antons Familie?
Geschrieben ist die Geschichte aus der Ich-Perspekive von Jojo. Das Reizvolle ist dabei, dass man so direkt in die Position des Zehnjährigen schlüpft und seine Gefühle und Gedanken unmittelbar erlebt.
Die Zuneigung zu Anton hat bei aller Jungshaftigkeit etwas ganz Zartes, ohne dabei ins Homoerotische zu gehen. Hier dürfen auch Jungs fühlen und das ist gut so. Auch Jojos Eltern sind toll gezeichnet, nicht so eindimensional, wie es oft in Jugendromanen der Fall ist (nach dem Motto "Eltern sind doof").
Fazit: Ein gut zu lesendes, spannendes und einfühlsames Jugendbuch über die Freundschaft zwischen zwei Jungs. Leseralter ca. 10 Jahre.
Bewertung: ![]()
![]()
![]()
![]()
![]()




