Wer bin ich und was will ich?

Selbstfindung

Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Beitragsideen. Dabei schauen wir auch immer gerne nach, wonach Sie als unsere Leserinnen und Leser bei uns auf der Seite suchen. Und seit Monaten steht hier immer wieder die Frage „Wer bin ich?“ auf Platz 1, dicht gefolgt von „Was will ich?“.

Diese Fragestellungen scheinen ziemlich präsent bei vielen Menschen zu sein. Das ist ja auch verständlich: Hinter diesen Fragen steckt das Bedürfnis, dem Leben eine Richtung zu geben. Wir möchten, dass unser Leben einen Sinn und ein Ziel hat. Wenn uns die Richtung im Leben fehlt, erleben die meisten von uns das als schmerzlich und lähmend. Wer aktiv und selbstbestimmt leben möchte, braucht eine Richtung. Denn wenn wir eine Richtung haben, die auf unseren Wünschen, Vorlieben, Prinzipien und Werten beruht, dann hilft uns das bei unserer Lebensplanung. Aber auch bei den vielen kleinen und großen Entscheidungen, die im Leben ständig auf uns zukommen.

Wer unseren Selbstlernkurs Finde deinen Kompass kennt, der weiß bereits, dass wir uns dieser Fragen schon ausgiebig angenommen haben. Allerdings in einem 20-wöchigen Programm und die gesamten Inhalte können wir Ihnen hier in einem kurzen Beitrag natürlich nicht komplett präsentieren. Aber wenn Sie es eilig haben, können wir Ihnen mit diesem Text vielleicht einfach einen kleinen Impuls geben, wie Sie an die beiden Fragen „Was will ich?“ und „Wer bin ich?“ herangehen können.

Es ist nicht einfach, seine Richtung zu finden

Eine Richtung im Leben zu finden ist nicht ganz einfach. Denn wir leben in einer Zeit und in einem Land der 1001 Möglichkeiten. Niemals zuvor in unserer Geschichte standen jedem von uns hier im westlichen Europa so viele unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, was Hobbys, Beschäftigungen oder mögliche Berufe angeht. Und die große Anzahl dieser Möglichkeiten hat unser Leben nicht unbedingt leichter gemacht. Denn in diesem Wald der Möglichkeiten kann man sich auch schnell verirren. Und dann fragt man sich:

„Toll, ich kann alles tun. Aber was davon ist denn das Richtige für mich? In welche Richtung soll ich mich bewegen?“

Um die Antwort auf diese Frage zu finden, könnenSie sich in kleinen Schritten intensiv mit sich selbst, mit Ihren Wünschen, Zielen, Bedürfnissen, Träumen und Ihren realen Möglichkeiten auseinandersetzen. Wenn Sie herausfinden möchten, was Sie wirklich vom Leben wollen, kommen Sie nicht drum herum, sich längere Zeit auf freundliche und verständnisvolle Art mit sich selbst zu beschäftigen.

Bei diesem „Mit sich selbst beschäftigen“ helfen Ihnen 3 Ideen, die sich übrigens auch wie ein roter Faden durch unseren Kompass-Kurs ziehen. Diese drei Ideen möchten wir hier mit Ihnen teilen:

  1. Idee 1: Ich bin dann glücklich, erfüllt und zufrieden, wenn ich ein Leben führe, das zu meiner Persönlichkeit, zu meinen Stärken und zu meinen Schwächen passt.
  2. Idee 2: Ich bin glücklich und zufrieden, wenn meine persönlichen, individuellen Bedürfnisse erfüllt werden.
  3. Idee 3: Und ich bin glücklich und zufrieden, wenn mein Leben eine Richtung hat.

Diese 3 Punkte müssen mehr oder weniger erfüllt sein, damit wir unser Leben als vollständig und erfüllend erleben. Das ist natürlich keine leichte Aufgabe, denn dieser Zustand  ist nicht so schnell zu erreichen. Deshalb sollten Sie diese drei Grundgedanken auch eher als Ideal sehen, auf das Sie sich schrittweise zubewegen können und zwar ohne den Anspruch, dieses Ideal jemals und für immer komplett zu erreichen. Aber jeder Schritt, den Sie sich auf dieses Ideal zubewegen, ist ein Gewinn für Sie. Jeder erfolgreiche Schritt macht Ihr Leben besser. Deswegen lohnt es sich, diesen Weg zu gehen.

Aus den 3 Grundideen von oben (Persönlichkeit, Bedürfnisse, Richtung) können wir wiederum 3 Kernfragen ableiten, und zwar:

  • Frage 1: Was sind meine Bedürfnisse? Was brauche ich, um mich wohlzufühlen?
  • Frage 2: Wie sieht denn eigentlich meine Persönlichkeit aus? Wer bin ich? Und was sind meine Stärken und Schwächen?
  • Frage 3: Was ist eine gute Richtung für mein Leben? Und zwar eine Richtung, die sich für mich sinnvoll anfühlt und die etwas mit meiner Persönlichkeit und meinen Bedürfnissen zu tun hat?

Lassen Sie uns diese 3 Fragen einmal kurz etwas näher beleuchten:

Frage 1: Was sind meine Bedürfnisse? Was brauche ich, um mich wohlzufühlen?

 

Die Erfüllung meiner persönlichen grundlegenden Bedürfnisse (und das sind für jeden Menschen andere Bedürfnisse) ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ich ausgeglichen und zufrieden bin. Nur kennen die meisten Menschen ihre Bedürfnisse gar nicht so genau. Deswegen gilt es, die eigenen Bedürfnisse herauszufinden, um sie dann im nächsten Schritt zu erfüllen.

Um sich etwas tiefergehend mit Ihren Bedürfnissen auseinanderzusetzen, möchte ich Ihnen die folgende Übung ans Herz legen:

Übung:

 

  1. Oftmals fällt es uns leichter, zu sagen, was wir nicht wollen, als zu benennen, was wir wollen. Nehmen Sie sich im ersten Schritt ein Blatt Papier und schreiben Sie 3 Dinge untereinander, die Sie in Ihrem Leben nicht mehr wollen, z. B. „Ich möchte nicht mehr in der lauten und hektischen Stadt wohnen.“
  2. Im zweiten Schritt der Übung gehen Sie jeden Ihrer 3 “Will ich nicht mehr”-Punkte durch und fragen Sie sich bei jedem dieser 3 Punkte: „Was will ich stattdessen?“. Die Antwort schreiben Sie dann hinter das, was sie nicht mehr wollen. Zum Beispiel: „Ich möchte nicht mehr in der lauten und hektischen Stadt wohnen.  Ich möchte anstelle dessen auf dem Land wohnen, am liebsten irgendwo, wo kaum Autos lang fahren und ich nicht ständig mit fremden Menschen konfrontiert werde.“
  3. Nun wissen Sie schon, was Sie wollen. Der nächste Schritt ist nun, zu überlegen, welches grundsätzliche Bedürfnis hinter diesem Wunsch steckt. Um das Bedürfnisdahinter zu finden, können Sie sich bei jedem Ihrer drei Wünsche fragen: „Warum will ich das?“ oder „Was verspreche ich mir davon?“. Die Antwort schreiben Sie hinter den jeweiligen Wunsch. Zum Beispiel: „Ich möchte nicht mehr in der lauten und hektischen Stadt wohnen. Anstelle dessen möchte ich auf dem Land wohnen, am liebsten irgendwo, wo kaum Autos lang fahren und ich nicht ständig mit fremden Menschen konfrontiert werde. Und zwar, weil ich das das Bedürfnis nach Ruhe, Stille und Frieden habe.“
  4. Fragen Sie sich im vierten Schritt, bei jedem einzelnen Ihrer Bedürfnisse, was passieren müsste, damit dieses Bedürfnis erfüllt wäre. Dieser Schritt ist wichtig, damit Ihre Bedürfnisse in Ihrem Kopf nicht nur als abstrakte Konzepte herumgeistern. Sie brauchen ein klares Bild, was ein Bedürfnis für Sie bedeutet, denn nur so können Sie später auch gezielt dafür sorgen, dass Ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Fragen Sie sich: „Was müsste passieren, damit dieses Bedürfnis erfüllt wird?“, und schreiben Sie die Antwort hinter das jeweilige Bedürfnis. In unserem Beispiel sähe das so aus: „Ich möchte nicht mehr in der lauten und hektischen Stadt wohnen. Anstelle dessen möchte auf dem Land wohnen, am liebsten irgendwo, wo kaum Autos lang fahren und ich nicht ständig mit fremden Menschen konfrontiert werde. Denn ich habe das Bedürfnis nach Ruhe, Stille und Frieden. Ich müsste also bei mir im Alltag irgendeinen Ort finden, an den ich mich zurückziehen kann und an dem ich mich sicher und geborgen fühlen kann.“
  5. Und als letztenSchritt überlegen Sie sich für jedes Ihrer Bedürfnisse bitte kleine, einfache und machbare Maßnahmen, wie Sie Ihren Bedürfnissen einen klitzekleinen Schritt näher kommen können. Fragen Sie sich dafür: „Was wäre der erste Schritt zum Ziel?“. Entsprechend wäre das in unserem Beispiel: „Ich möchte nicht mehr in der lauten und hektischen Stadt wohnen. Ich möchte auf dem Land wohnen, am liebsten irgendwo, wo kaum Autos lang fahren und ich nicht ständig mit fremden Menschen konfrontiert werde. Ich habe das Bedürfnis nach Ruhe, Stille und Frieden. Ich müsste einen Ort finden, an den ich mich zurückziehen kann und an dem ich mich sicher und geborgen fühlen kann. Ich werde mir als Erstes überlegen, wo dieser Ort sein könnte.“

Hier noch einmal das Beispiel als übersichtliche Tabelle:Was will ich

Kurz nachgefragt: Wann haben Sie sich zuletzt so richtig in Ihrer Mitte gefühlt? Wann waren Sie das letzte Mal mit sich und der Welt komplett im Reinen? Unser Projekt: Belastendes loslassen hilft Ihnen, Ihren inneren Frieden wiederzufinden.

 

Nach diesem Muster können Sie all Ihre 3 „Will ich nicht mehr“-Punkte durchgehen, und daraus konkrete nächste Schritte entwickeln, um den dahinter stehenden Bedürfnissen einen noch größeren Raum zu geben.

Frage 2: Wie sieht denn eigentlich meine Persönlichkeit aus? Wer bin ich? Und was sind meine Stärken und Schwächen?

Wenn ich mir ein Leben schaffen möchte, das im Einklang mit mir selbst ist, muss ich erst einmal herausfinden, wer ich bin.

„Wer bin ich also?“

Damit Sie diese komplexe Frage ein bisschen eingrenzen können, haben wir hier für Sie eine kleine Übung, mit der Sie im ersten Schritt Ihre Charaktereigenschaften etwas klarer benennen können. Dadurch wird schon einmal ein wenig klarer, wer Sie sind und was Sie als Mensch ausmacht.

Übung:

Laden Sie sich bitte die Liste aus unserem Formularcenter herunter.

Auf dieser Liste finden Sie eine ganze Reihe von Charaktereigenschaften. Drucken Sie sich die Liste bitte aus und schätzen Sie sich dann bei jeder Charaktereigenschaft selbst ein, indem Sie in jeder Zeile der Tabelle einen Wert von –3 (überhaupt nicht) bis +3 (sehr stark ausgeprägt) eintragen.

Da ist natürlich ein großes Stück Selbsteinschätzung gefragt. Dabei hilft es Ihnen, wenn Sie nach konkreten Beispielen in Ihrem Leben suchen, in denen man sehen konnte, ob Sie diese Eigenschaft besitzen. Sie meinen zum Beispiel, Sie seien sehr durchsetzungsstark? Dann müssten Ihnen zumindest ein paar Situationen einfallen, in denen Sie diese Eigenschaft beweisen konnten. Falls nicht, können Sie sich hier keine +3 geben!

Drucken Sie dann die Blanko-Liste ein weiteres Mal aus und geben Sie sie an einen Bekannten/eine Bekannte von Ihnen und bitten Sie ihn/sie, einmal zu jeder der Charaktereigenschaften eine Fremdeinschätzung zu geben.

Wenn Sie dann die Liste abgleichen und beide Ergebnisse auswerten und in Einklang bringen, dann können Sie schon einmal ziemlich konkret benennen, wie Sie gestrickt sind.

Hier ein Beispiel:

Eigenschaften

 

Aber auch aus unseren Bedürfnissen können wir auf unsere Persönlichkeitsmerkmale schließen. Kann es zum Beispiel sein, dass der Mensch aus dem Beispiel “Nicht mehr in der lauten Stadt wohnen” ein eher introvertierter Mensch ist? Schließlich scheint er seine Energie eher aus sich selbst zu ziehen und kann auf andere Menschen verzichten.

Frage 3: Was ist eine gute Richtung für mein Leben? Und zwar eine Richtung, die sich für mich sinnvoll anfühlt und die etwas mit meiner Persönlichkeit und meinen Bedürfnissen zu tun hat?

 

Hier geht es um die Frage, wohin ich mein Leben lenken möchte. Es geht um meine Leidenschaften, meine Ziele, meine Wünsche und irgendwann vielleicht auch um den Beitrag, den ich zum großen Ganzen leisten kann.

Ihre Richtung wird meistens schon etwas klarer, wenn Sie die ersten beiden Fragen beantworten konnten. Wenn Sie wissen, wer Sie selbst sind und welche Bedürfnisse Sie haben, wissen Sie oft auch schon, wohin Sie wollen.

Unsere Richtung im Leben hat ganz oft etwas mit unseren Werten zu tun. Unsere Werte sind die Dinge, die uns wichtig und unverzichtbar im Leben sind. Um Ihren Werten auf die Spur zu kommen, fragen Sie sich:

  • „Was würde ich vermissen, wenn ich es nicht mehr hätte?“
  • „Ohne was möchte ich nicht leben?“
  • „Worum würde ich kämpfen, wenn es bedroht ist?“
  • „Wovon braucht die Welt mehr?“

Übung:

  1. Stellen Sie sich bitte die obigen Fragen. Und wenn Sie durch die Fragen Ihre Werte gefunden haben, schreiben Sie sie auf ein Blatt Papier.
  2. Fragen Sie sich im nächsten Schritt: „Was kann ich tun, um meine Werte noch mehr zu leben?“, und schreiben Sie die Antwort dahinter. Beispiel: „Ich finde, die Welt sollte sich mehr um die Umwelt kümmern. Umweltschutz ist mir wichtig. Ich werde mich einer Naturschutzorganisation anschließen und für den Umweltschutz kämpfen.“

So ergibt sich aus den eigenen Werten automatisch eine Richtung für Ihr Leben. Keine beliebige, willkürliche Richtung. Sondern eine, die aus Ihrem Inneren kommt und gespeist von dem ist, was Ihnen im Inneren wirklich wichtig ist.

So … das waren 3 kleine, aber wirkungsvolle Fragen, mit denen Sie den Fragen „Was will ich?“ und „Wer bin ich?“ ein wenig auf die Spur kommen können.

In unserem Kompass-Kurs geht es übrigens noch um zwei weitere Fragen, die ganz zentral sind. Die Fragen lauten:

  • Was hält uns oft davon ab, unsere Richtung im Leben zu finden?
  • Warum fällt es uns oft so schwer, unsere Richtung zu verfolgen, obwohl wir sie kennen?

Ihre Persönlichkeit, Ihre Bedürfnisse und Ihre Richtung. Wenn Sie diese 3 Dinge intensiv erforscht haben, werden Sie eine klarere Vorstellung davon haben …

  • wer Sie sind,
  • was Sie brauchen, um glücklich und zufrieden zu sein,
  • wo Sie hinwollen, und
  • was die nächsten Schritte für Sie sind.

Natürlich ist diese große Fragestellung, diese „Lebensaufgabe“, hier im Beitrag nur kurz umrissen. All denjenigen, die sich wirklich intensiv mit den Fragen „Wer bin ich?“, „Was will ich?“, „Wie finde ich das Leben, das optimal zu mir passt?“ usw. beschäftigen möchten, denen möchten wir unseren Selbstlernkurs „Finde deinen Kompass“ ans Herz legen. Im Kurs erhalten Sie jede Woche eine Ausgabe, die Ihnen durch konkrete, schrittweise Anleitung dabei hilft, Ihren persönlichen Kompass zu finden. Und wie immer bei unseren Kursen bekommen Sie zudem zahlreiche Materialien, um die Übungen gleich umzusetzen.


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Kommentare

Tanja Handl schreibt am 17. Mai 2011

Danke für die tollen Übungen – ich stehe gerade vor einem privaten Wendepunkt in meinem Leben, und besonders die Übung, einmal zu formulieren, was ich nicht will, hat mir sehr gut weitergeholfen. In so einer Tabelle sehen manche Hürden gleich viel besser aus!

Würde mich freuen, wenn ich euren Blog bei uns verlinken darf.

Mit herzlichen Grüßen,
Tanja

Marita schreibt am 22. Mai 2011

Was hält uns oft davon ab unsere Richtung im Leben zu finden? DAS LEBEN SELBER,es ist kompliziert und schreibt eigene Geschichten und hat eigene Gesetze ! Warum fällt es uns so schwer unsere Richtung zu verfolgen obwohl wir sie kennen? Wer sagt,daß es uns schwer fällt,man will, aber kann nicht,aus logischen Gründen,da muß man sein Gefühl, oder sein Wissen darüber zurückstellen und das hat nichts damit zu tun,daß ich nicht weiß,wer ich bin und was ich will, daß weiß ich sehr genau, aber es gibt Situationen im Leben,da kann man sich fragen,oder rebellieren,oder alles zum zigsten mal durchkauen, jammern und agressiv werden -es gibt nur ein Ergebnis – und das ist Logik! Ich werde hier nicht ausführen, um was es geht,aber es würden sich viele meiner Meinung anschließen und DAS WEISS ICH GANZ GENAU! Einen schönen Sonntag Marita

    Thomas Dereser schreibt am 23. Mai 2011

    Hallo Marita,

    Du schreibst Du, wüsstest genau WER Du bist und was DU willst.
    Vermutlich weißt Du jedoch nicht, WO Du es bekomment könntest.
    Für mich deutet das darauf hin, dass Du Dein Ziel nicht oder eben nicht genau kennst. Oder aber Du scheinst Deine Position nicht (mehr) zu kennen und hast die Orientierung verloren. Wenn dem so ist, wäre es aus meiner Sicht doch erst einmal logisch, zu sehen WO Du Dich befindest um dann zu erkennen, in welcher Richtung – von Dir aus betrachtet – Dein Ziel liegt. (Lies dazu auch meinen anderen, allgemeinen Kommentar zum Thema)
    Nur wenn Du BEIDES genau weißt oder es zu wissen glaubst – Deine momentane Position UND Dein Ziel – kannst Du Dich auf den Weg machen.
    Und wenn Du unterwegs bist, vergiss nicht, Dich hin und wieder mal neu zu orientieren und Deine Position zum Ziel neu zu bestimmen, damit Du nicht Gefahr läufst, zu weit von Deinem Ziel abzuweichen.

    Liebe Grüße, Thomas

Bernadette schreibt am 22. Mai 2011

Ich finde die Übungen mal wieder klasse! Ich finde es immer wieder spannend an mir Neues zu entdecken.
Und die Idee einem Bekannten diese Liste zu geben, finde ich auch ganz wichtig, denn die Selbsteinschätzung stimmt mit der Außeneinschätzung nicht immer überein. Sie auch deinem Partner/oder Partnerin zu geben, finde ich auch wichtig, denn in Partnerschaft haben wir nochmals andere Verhaltensweisen. Wir Menschen haben doch so viele Facetten in uns, die wir vielleicht auch alle gar nicht kennenlernen können. Ich lerne vom Leben mal mehr mal weniger und mein Glaube, dass ich mich entwickeln kann, reicht aus, um immer wieder Hoffnung und neue Kraft zu bekommen. Auch in meinem Leben gibt es immer wieder Krisen, doch ich sehe auch, wenn ich daraus lerne, dass Veränderungen stattfinden. Und es läuft nicht alles reibungslos, aber das kann ich vom Leben und auch von einem Menschen nicht erwarten. Das Leben besteht aus so vielen Puzzleteilen, die mit dem blossen Auge oft auch nicht zu erkennen sind. Frühling, Sommer, Herbst und Winter – kommt immer wieder – ohne unser Dazutun – und so gibt es auch für uns Menschen immer wieder Zeiten des Aufbruchs, des Neuanfangs, des Ausruhens, der Trauer, der Freude etc…
Aus dem Leben lernen, dass ist für mich jeden Tag erstrebenswert. Wenn ich es immer wieder in kl. Stücken schaffe, bin ich schon dankbar.
Einen schönen Sonntag,
Bernadette

Hanny schreibt am 22. Mai 2011

Viel schwieriger ist es, auseianderzuhalten, was wir wollen, weil WIR es wollen und was wir wollen, weil wir (anerzogen oder sonst erworben) der Meinung sind, es wollen zu SOLLEN.
Wenn ich der Überzeugung bin, dass man in bestimmten Lebensabschnitten bestimmte Dinge tun muss und ich diese Dinge nicht tue, dann fühle ich mich ewig defizitär. Mein Leben folgt diesem Plan nicht und die Misserfolge häufen sich. Da lohnt es sich, zu hinterfragen, ob das, was ich zu wollen meine, tatsächlich real und mit mir stimmig ist.
Nehmen wir ein banales Beispiel: Wenn ich glaube, dass man als Jugendlicher unbedingt Fan von Musikgruppen gewesen sein muss und ich es nicht war, dann bleibt das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Machen wir es konkreter: Wenn ich eine Wunschvorstellung von einer Familie mit einer netten Mutter und einem netten Vater habe und meine eigenen Eltern dem nicht entsprechen, dann bleibt der Eindruck, dass das eigene Leben falsch gelaufen ist.
Stattdessen kann man sich einmal der Frage stellen, woher diese Vorstellungen kommen – ob sie vielleicht in der Familiensituation selber ihren Ursprung haben, weil das nicht einer “Idealfamilie” entsprach, um beim Thema zu bleiben.
Wenn man das erkannt hat, kann man dazu übergehen, einmal abseits dieser Musterwerte zu schauen, was einem selber wirklich wichtig ist. Vielleicht ist es nicht die Familie selber, die aus irgendwelchen Gründen nicht funktioniert, vielleicht reicht ein Freundeskreis, in dem man sich wohl fühlt.
Und das gleiche in Feldern wie Jobs, Hobbies etc. Machen wir das, was wir wirklich wollen, was uns glücklich macht? Und wenn uns etwas glücklich macht, sollten wir es nicht herabstufen, nur weil es nicht ins Bild passt.
Denn nur, wenn wir ehrlich zu uns sind und in uns hineinhorchen, wann etwas sich richtig anfühlt, können wir an den Punkt gelangen, an dem “Wer bin ich” und “Was will ich” nicht mehr Fragen sind, die aus der Not heraus, aus einem unbefriedigtem Herzen, einer unerfüllten Leidenschaft oder Sehnsucht heraus gestellt werden. Dann sind das Fragen, die angesichts des Glückes der Gegenwart auch einfach mal unbeantwortet bleiben dürfen, bis ihre Zeit gekommen ist.

Ingo schreibt am 22. Mai 2011

“Folge Deinem Traum”

Wer ich bin, ist Aufgabe für’s ganze Leben. Tag für Tag gibt’s da Neues zu entdecken. Was ich hier tue – also mein Lebenszweck – ist der zweite Aspekt dieser Gesamtaufgabe.

Solange ich nicht weiß, wer ich bin und was ich hier mache, ist mein Job, rauszufinden, wer ich bin und was ich hier tue. Ich selbst habe mich hiermit die letzten 30 Jahre lang beschäftigt.

Was ich rausgefunden habe, ist: im Leben geht es letztlich nur um eine einzige Sache. Die auch gleichzeitig der Schlüssel für alles im Leben ist. Tausende male bin ich immer wieder an diesen einen Punkt zurück gelangt.

Ob es für Andere hilfreich ist, diese Einsicht zu kommunizieren, weiß ich nicht. Schließlich ist es die Aufgabe jedes Einzelnen, dies selbst für sich rauszufinden. Denn erst dann ist es eigene Schöpfung, erst dann ist es eigener “Besitz”. Bloßes Nachplappern hilft da gar nichts.

Meiner Einsicht nach ist der absolute Kernpunkt im Leben, mich mit mir selbst zu verbinden. In jedem Augenblick. Alles andere ergibt sich daraus.

Alles Glück, allen Segen, allen Erfolg *INGO* :-)

“Erfolg ist: sein, der ich bin”

    Heide schreibt am 30. Mai 2011

    Wunderbar, danke! Aus der Verbindung mit sich selbst ergibt sich alles andere. Spricht mir aus dem Herzen.

    LG Heide

kirsti schreibt am 22. Mai 2011

Hi…Was ist wichtig und was nicht….ist oft schwierig.Will ich die liebe zu einem Menschen und muss dafür vielleicht die Familie aufgeben , den Ort wechseln,einen neuen Job finden…d.h. Stabilität aufgeben und Mut für Instabliltät haben, so ist es auch schwierig,denn ich will doch am liebsten “Beides”. Osho schreibt “Lebe mutig und gefährlich”….das leben ist ein Abenteuer und die Liebe ist alles ,um erfüllt zu sein….schwierig,schwierig

Weissnix... schreibt am 22. Mai 2011

Liebe Marita…. ,,e bisserl was geht alleweil”…

Einen schönen Sonntag wünsche ich dir auch…

Cosima schreibt am 22. Mai 2011

Mit nun 62 Jahren bin ich nach einem langen Wachstumsprozess nun endlich auf dem Punkt, zu wissen, wer ich bin und was ich möchte.
Leider bin ich finanziell nicht unabhängig und es ist unmöglich, das gedanklich erreichte nun auch tatsächlich zu realisieren.
Das ist eine sehr unglückliche Situation – fast noch unglücklicher als zu dem Zeitpunkt, als ich noch nicht “wußte”, denn die Sehnsucht nach dem “anderen” Leben steigert sich von Tag zu Tag.
Bedrückend ist dabei, dass mir in meinem Alter die Zeit davon läuft.

Cosima

    Gerda schreibt am 22. Mai 2011

    Liebe Cosima,
    bin zwar “erst” 52, fühle aber ganz ähnlich, bin auch sehr
    abhängig….
    Jedenfalls habe ich für mich nun beschlossen, das Leben und die Annehmlichkeiten, die meine Abhängigkeit mit sich bringt, zu geniessen. Und – wenn es nicht mehr geht, dann gehe ich, ändere mein Leben.
    Meiner Meinung nach ist es nie zu spät.
    Solange man lebt, ist es nie zu spät, es gibt immer einen Weg, eine Möglichket!
    Liebe Grüsse, Gerda

Marianne schreibt am 22. Mai 2011

Auf der Suche nach dem wahren “Ich” hilft eine klare Bestandsaufnahme. Viele wissen was sie wollen, haben aber Angst neue Wege zu gehen. Soll ich oder soll ich nicht…es erfordert eine Portion Mut sein ganz eigenen Weg zu gehen. Das Abwägen allein hilft nichts und macht uns nur noch unzufriedener. Wage den ersten Schritt…und Du wirst stauen, was sich Neues auftut. Aus jeder negativ erlebten Situation läßt sich lernen. Ich persönlich bin dankbar dafür, was mir im Leben an Negativem widerfahren ist. So weiß ich heute zu 100% was ich nicht mehr will oder brauche. Machen wir uns nicht oft auch von den Meinungen anderer abhängig? Um Ingo’s Zitat aufzugreifen: “Erfolg ist: sein, der ich bin”; Ich lebe im Jetzt, authentisch. Ich habe früher Erwartungen an meine Mitmenschen geknüpft. Das war falsch. Heute erwarte ich nichts. Alles was ich tue kommt vom Herzen. Damit geht es mir sehr gut.
Ich freue mich jede Woche über den hier veröffentlichen Beitrag von Rolf und Tanja. Zeigt das mir doch, dass viele Menschen vor ähnlichen Fragen stehen. Vielen Dank für die tolle Arbeit!
Ich wünsche allen einen schönen Sonntag!

Manuela schreibt am 22. Mai 2011

Hi, ich kann allen, die an einem Punkt angelangt sind, der mit Veränderung einhergeht(aus welchen Gründen auch immer..) und an ihrer Persönlichkeit arbeiten, um ein zufriedenes selbstbestimmtes Leben zu leben, diesen Selbstlernkurs ‘Finde deinen Kompass’ nur wärmstens ans Herz legen. Ich selbst habe mich ‘Step by Step’mit den jeweiligen Lektionen auseinandergesetzt und habe gelernt, was mir wirklich wichtig ist im Leben, wie ich fortan leben möchte und was einfach nicht mehr geht. Hier kommt das Thema ‘Abgrenzung’, ‘Durchbrechen von Abhängigkeiten’, ‘Beenden von Freundschaften’, weil sie einem einfach nicht mehr gut tun etc. ins Spiel.
Dazu benötigt jeder viel Mut, Kraft und Stärke, sich so klar und bestimmt zu positionieren. Doch es fühlt sich wunderbar an :-)) In diesem Sinne wünschen ich allen auf ihrem Weg diese Portion Selbstbestimmtheit, Kraft, Mut und Ausdauer, denn jeder von uns ist allein für sein Leben verantwortlich. Alles Liebe :-))

Ronald Hörstmann schreibt am 22. Mai 2011

Ich kann dazu nur sagen, macht Euren Weg nicht ohne Gott. Er würde schiefgehen. Und hört auf Eure innere Stimme, die gibt Euch mehr Antworten, als Ihr denkt. Denkt aber dran, der innere Sweinehund sitzt schon auf der Lauer. Und was sagt er? Er sagt: Du schaffst das nicht! So einfach ist das.

Gruß, Ronald, der immer noch ein spannendes Leben führt.

Thomas Dereser schreibt am 22. Mai 2011

Hallo Ralf,
Hallo zusammen,

die Frage nach dem “Wer oder was bin ich ?” und die in Eurer “Kompass-Übung” daraus abgeleiteten Fragestellungen nach der der richtigen Richtung, beinhalten meiner Meinung nach ein kleines Manko :

Ein Kompass alleine nützt recht wenig, wenn man nicht weiß WO man ist und sein eigentliche Ziel nicht kennt. Denn der Kompass zeigt einem nur die Richtung an in die man sich gerade bewegt.
Ob diese Richtung nun aber zum Ziel hin oder davon wegführt, kann man erst beurteilen, wenn man sein Ziel kennt und weiß wo es sich befindet UND wenn man seinen eigenen momentane Standpunkt in Relation zum Ziel kennt.

Die ersten Fragen sollten meiner Meinung also eher lauten :
Wo bin ich ?
Wo will ich hin ?
Wie weit bin ich davon entfernt ?

Danach kann (sollte) man überlegen :
Ist mein Ziel aus meiner momentanen Position heraus überhaupt zu erreichen ?
Ist mein “Schiff” (= emotionale, physische, psychische Verfassung) überhaupt noch in der Lage das Ziel zu erreichen ?
Wäre es nicht sicherer umzukehren oder den nächsten sicheren Hafen anzusteuern, das Schiff zu überholen (lassen), Vorräte zu bunkern, ggf. auch die Mannschaft zu ergänzen und dann einen neuen Start – ggf. unterteilt in kleinere Etappen zu wagen ?

Wichtig erscheint mir auch die Frage nach dem Ziel :
Was erwarte ich wenn ich es erreiche ?
Wer erwartet von mir das ich an DIESES Ziel komme ?

Viel wichtiger aber ist doch auch :
Was oder wer erwartet mich am Ziel ?
Bin ich dort überhaupt willkommen ?

Ich bin sehr auf Eure Antworten und Meinungen dazu gespannt.

    Thomas Dereser schreibt am 22. Mai 2011

    Als Ergänzung bzw. Erklärung zu meinem oben stehenden Kommentar von heute 15:18 Uhr :

    Die dort genannten letzen Fragen, könnten – bei etwas weniger “wagemutigen” Menschen – dazu führen, dass diese ihr Ziel verwerfen oder die “Reise” dorthin erst gar nicht antreten.

    Das läge jedoch nicht in meiner Absicht.
    Was ich mit diesen Fragestellungen zum Ausdruck bringen möchte, geht eher von folgenden Überlegungen und Gedanken aus:

    Viele der von uns zu erreichenden Ziele sind uns unbekannt und wir wissen eigentlich gar nicht so recht, ob wir an diesem Ziel wirklich das finden werden, wonach wir suchen.
    Natürlich haben wir gewisse Vorstellungen davon, wie es sein könnte, wenn wir unser Ziel erreichen. Doch was geschieht eigentlich, wenn die Realität von diesen Vorstellungen abweicht ?

    Vergleichen wir es mal mit einer Urlaubsreise – man hat sich im Reisebüro beraten lassen, Prospekte und Kataloge gewälzt, Reiseführer gelesen, usw.
    Irgendwann hat man sich dann entschieden und die Reise gebucht. Voller Vorfreude und Ungeduld freut man sich dann auf den Urlaub.
    Doch wir alle haben es bestimmt schon einmal erlebt, dass z.B. das Hotel doch nicht so schön ist, wie es im Prospekt beschrieben war oder das bestimmte Leistungen des Reiseveranstalters nicht dem entsprachen, was versprochen wurde…
    Kaum jemand käme nun jedoch auf Idee, nie wieder zu verreisen. Man wird eher darauf achten, sich beim nächsten Urlaub noch besser zu infomieren und ein anderes Hotel, einen anderen Veranstalter, vielleicht sogar ein anderes Ziel wählen.

    Ähnlich verhält es sich auch mit unseren “Lebenszielen”.
    Niemand kann wirklich einem anderem einen objektiven Eindruck darüber vermitteln, ob dessen ausgewähltes Ziel wirklich dem entspricht, was er erwartet.
    Das kann jeder Mensch nur für sich selbst entscheiden. Dazu ist es aber auch erforderlich, das er zu seinem Ziel aufbricht, dort seine eigenen Erfahrungen sammelt und – wenn das Ziel nicht seinen Erwartungen entspricht – entweder weiterreist oder zurück kehrt.

Jonas Weiß schreibt am 23. Mai 2011

Wenn man alle Fragen des Lebens auf 3 Faustregeln bringen könnte, wäre alles so einfach. Aber so einfach wird es nie. Und ich glaube auch nicht, dass der Autor das Leben so vereifachen will. Eine große Hilfe sind die 3 Fragen aber zweifellos.
Einige haben in den Kommentaren ihr Abhängigkeit beklagt. Das ist für mich genau der Punkt.Unabhängigkeit gibt es nicht. Wir sind vernetzt. Und dasselbe Netz kann uns den Eindruck von Gefangenschaft vermitteln und es kann uns auffangen. Die Suche nach Kompromissen begleitet unsere Leben. Nicht mal nur in der Auseinandersetzung mit anderen Individuen, sondern sogar mit sich selbst. Das leiden gehört zum Leben dazu. Und das ist nicht nur eine religiöse Einsicht sondern findet sich z.B. auch bei Maxie Wander in ihren “Tagebüchern und Briefen”:”Wie willst du Mensch werden ohne zu leiden.” Aber auch auf dem Weg der Kompromisse ist es nötig, eine Antwort auf die 3 gestellten Fragen zu haben. Vielleicht muss man dann nur noch definieren, was es heißt, glücklich zu sein.

    Thomas Dereser schreibt am 23. Mai 2011

    Hallo Jonas,

    mit Ihrem Bild vom Netz sprechen Sie ein Phänomen an, welches ich in meiner Beratungspraxis schon seit längerer Zeit beobachte :
    Auf der einen Seite streben sehr viele Menschen (vorwiegend Jugendliche und die “U30-Gruppe”) nach Individualität, persönlicher Freiheit, Selbstverwirklichung, oder wie auch immer man es bezeichnen möchte.
    Andererseits verzeichnen aber die sog. “Social-Networks” wie Facebook, Xing, usw. eine fast schon dramatisch zu nennende Zuwachsrate.

    Reale soziale Kontakte – also im wirklichen und echten Leben – werden auf ein Minimum herunter gefahren. Und selbst wenn man sich mal mit Freunden trifft, wird über eigene Befindlichkeiten oder gar Probleme nicht gesprochen. Dafür gibt es doch die (vermeintlich) sichere Anonymität im WWW. Dort werden Probleme und Problemchen in geradezu epischer Breite in aller Öffentlichkeit präsentiert und jeder der sich dazu berufen fühlt, kann seine Meinung oder seine – oftmals auch kostenpflichtige “Hilfe” dort anbieten.
    (Es dürfte für “Seelenfänger” jeglicher Art und Motivation – religiös, politisch, kriminell – noch nie so leicht gewesen sein, ihre Netze auszuwerfen und gute Fänge zu machen…)

    Und dieselben Menschen, die sich mehr Freiheit, mehr Unabhängigkeit, mehr Individualität wünschen, vermögen es oftmals nicht, sich auch nur mal für eine oder zwei Stunden von ihrem Smartphone oder ihrem Notebook zu trennen, ohne das sie zappelig oder nervös werden.
    Und ebenfalls sind es oft diesselben Menschen welche der Meinung sind, das ihnen der Staat, die Gesellschaft, “das System” nichts oder nur kaum etwas zu bieten hätte – die aber i.d.R. am ehesten und am lautesten nach dem Staat, der Gesellschaft, “dem System” rufen, wenn sie sich in der Auslebung ihrer “Individualität” gestört oder eingeschränkt fühlen. Oder eben, wenn sie plötzlich merken, einem “Seelenfänger” ins Netz gegangen zu sein.

Inge schreibt am 23. Mai 2011

Der Kompass hat mein Leben total verändert. Nach dem Tod eines lieben Menschen musste ich mich vollkommen neu orientieren und mich erst mal selbst finden. Dabei hat mir der Kompass sehr geholfen. Tatsächlich hat mir dieser Kompass aufgezeigt, was ich wirklich will und zwischenzeitlich habe ich diese Hauptziel erreicht. Als mir das klar war, habe ich meinen “Kompassordner” wieder hervorgeholt um zu sehen, wie noch vor einem Jahr mein nächstes Ziel aussah, und stelle nun fest, dass ich zwischenzeitlich ganz andere Pläne verfolge.

Durch den Kompass habe ich mich selbst gefunden, denn er stellt manchmal auch unbequeme Fragen, besonders der Teil, in dem man Bekannte und Freunde fragt, wie sie einen sehen. Das ist schon aufschlussreich.

Ich kann nur sagen, danke, Herr Senftleben.

Norbert schreibt am 23. Mai 2011

Lieber Ralf,
nach meinem heutigen Erfarungsstand, ist es einfach seinen Weg, Sinn, Lebensrichtung zu finden.

Was wiederum nicht bedeutet, dass es leicht ist.
ich habe viele Methoden angewendet, bis mir das Insight-Mindfocussing die Einsicht gewährt hat.

Der Weg ist einfach, jedoch nicht leicht, weil etwas innere Disziplin ist schon erforderlich und das Ego macht gerade mal eben nicht gerade den Weg frei.
LG
Norbert