Kontakt
Facebook
Twitter
RSS
Gästebuch
Wöchentlicher Newsletter

Wenn ich ein Auto wäre …

Von Judith Wischhof20 Kommentare

Auto

Als wir letztens bei unserer kleinen Redaktionssitzung zusammensaßen, kamen uns mal wieder die komischsten Ideen in den Kopf. „Ey, Ralf, was für ein Auto wärst du wohl?“ „Öhh. Ein Landrover?“ „Warum?“ „Ja, weil …“ … Und so saßen wir hier ungefähr eine halbe Stunde und haben aus unseren Eigenarten unsere Autos konstruiert. Und mit der Zeit war es gar nicht mehr so albern. Eigentlich, finden wir mittlerweile, ist das nämlich eine wirklich gute Möglichkeit der Selbsterkenntnis :-) Und deshalb möchte ich Ihnen heute mal mein Auto vorstellen und Sie damit ermutigen, vielleicht auch mal ein bisschen auf dieser abstrakten Ebene über sich nachzudenken.

Zunächst einmal ist mein Auto ziemlich groß. Vielleicht ein Van.
Warum? Weil ich viele Leute mitnehmen möchte und ein geselliger Mensch bin.

Dann hat mein Auto ziemlich große Fenster, vorne, hinten, an den Seiten.
Warum? Weil ich neugierig bin und mir gerne die Welt um mich herum anschaue.

Mein Auto hat wahrscheinlich auch ein Schiebedach. Ich bin nämlich ziemlich offen und man darf mir auch gerne mal in mein Auto schauen.

Ganz intuitiv würde ich sagen, dass mein Auto vielleicht in einem frischen Grün lackiert ist. Grün ist eine gute Farbe, erinnert mich immer an die Natur, an das Frühlingserwachen …

Meine Autositze haben wahrscheinlich dicke Lammfellbezüge. Ich mag es gerne bequem ;-)

Im Auto fliegen diverse Klamotten, Getränke, Essen und sonstiger Nippes rum. Es ist einfach praktisch, immer ein bisschen was dabeizuhaben. Und ich find Praktisches einfach toll. Allerdings liegen diese Dinge nicht sauber und geordnet im Kofferraum, sondern überall im Fußraum des Autos. Weil ich ein chaotischer Mensch bin und das Chaos auch ein bisschen brauche, um mich wohlzufühlen.

Mein Auto hat nicht viel technischen Schnickschnack, den man nicht braucht. Ich mag es, wie gesagt, gerne praktisch, aber auch schlicht. Vielleicht schließt das auf meine Unkompliziertheit?

Mein Auto hat kein Navi. Ich bin oftmals ein ziemlicher Besserwisser und bestimme auch gerne mal, wo’s langgeht. Ziemlich nervig für meine Mitfahrer, wenn ich dann in die falsche Richtung steuere. Aber so ist das halt.

An allen Plätzen gibt es einen Airbag. Ich bin verantwortungsbewusst und möchte nicht, dass jemandem etwas passiert. Mein eigener Airbag wäre wahrscheinlich der kleinste, ich bin nämlich immer recht zuversichtlich, was meine eigene Zukunft bzw. mein Leben betrifft, und mache mir eher um andere Menschen Sorgen als um mich selbst.

Mein Motor ist meine Begeisterungsfähigkeit. Wenn man mich für etwas begeistert, dann bin ich Feuer und Flamme, dann gebe ich alles. Der Alltag, alles, was ständig einfach so passiert, wie ein ganz normaler Abend unter der Woche zum Beispiel, hat nichts mit Begeisterung zu tun, da gibt’s nichts Neues und Aufregendes. Da verschnaufe ich und fahr wirklich nur noch auf Sparflamme. Ich glaube, wenn ich so langsam fahre, dann steigen gerne auch mal meine Mitfahrer aus, das ist wirklich dann zwecklos und ermüdend, mit dem Auto weiterzufahren. Vielleicht kann man das auch mit launisch betiteln ;-)

Meine Bremse, das ist meine fehlende Entscheidungsfreudigkeit. Ich überlege Tage, Wochen, Monate, bis ich mich mal für etwas entschieden habe. Das macht das Leben manchmal ganz schön kompliziert. Aber, wie wir wissen, sind Bremsen ja eigentlich auch etwas Gutes. Wäre ich entscheidungsfreudiger und würde nicht so lange grübeln, bevor ich handele, dann wäre ich vielleicht schon einmal öfter gegen die Wand gefahren :-)

Wie sieht Ihr Auto aus? Eher ein kleiner Flitzer oder ein riesiger Luxusschlitten? Ständig fein herausgeputzt und regelmäßig zur Wartung in der Werkstatt, damit bloß nichts kaputtgeht? Was sind Ihre Bremsen, was ist Ihr Motor? Was ist schön und was ist schlecht an Ihrem Auto?

Vielleicht haben Sie ja Lust, uns auch mal Ihr Auto zu beschreiben oder davon ein Bild zu malen? Dann könnten wir hier eine nette Galerie aufbauen ;-)

  1. Bine schreibt am 18. Mai 2011 um 10:36

    Ich glaube, früher war ich ein kleiner Erlkönig. Schwarz eingepackt und verhüllt, damit bloß niemand meine wahre Gestalt und mein Inneres sehen konnte.
    Mittlerweile bin ich auf dem Weg zu einem VW-Bus mit kleinen Gardinen an den Fenstern und vielen bunten Blumen auf dem Lack :D

  2. Tanja Handl schreibt am 18. Mai 2011 um 10:37

    Ein wunderbarer Text. :)
    Ich würde sagen: Eindeutig hellblauer VW-Bus ohne Klima mit viel selbst gemachter Einrichtung und einem kleinen Kühlschrank.
    Wieso? Weil ich mich schnell an fremden Orten zu Hause fühle, reiselustig, aufgeschlossen und detailverliebt bin. Und der Kühlschrank, der ist Erste-Hilfe: Für die Tage, an denen ich die Hitze, der ich mich freiwillig aussetze, dann doch nicht so aushalte. ;)

    Liebe Grüße,
    eure auf die anderen Autos neugierige
    Tanja

  3. Judith schreibt am 18. Mai 2011 um 11:28

    Ganz klar, ich wäre ein Chevvi Roadster oder ein Ford Mustang Roadster, vielleicht auch ein Dodge Challenger. Richtig grosse geile Ammi Kiste, aber ruhig ein Viersitzer, damit ich ein paar meiner Freunde mitnehmen kann, bin ja auch ein geselliger Mensch.

    Ja mein Traumauto müsste nach Rock´nRoll aussehen und darf gerne Aufmerksamkeit oder Bewunderung auf sich ziehen. Und schick sieht er aus, gepflegt, gut in Schuss und toller Lack und macht einfach Spaß :)

    LG, Judith

  4. Miri schreibt am 18. Mai 2011 um 21:46

    Wenn ich ein Auto wäre … wäre ich sicher ein Mini in schokobraun mit Rennstreifen. Wieso ein Mini und kein Hummer, Mercedes oder ein Porsche? Ich kann ich im Leben über viele kleine Dinge freuen, die in den wenigsten Fällen Geld kosten: ein billiger Witz, ein gutes Gespräch, eine tollpatschige Aktion … auf jeden Fall ist die Fixierung auf Statussymbole sehr gering. Ein Mini ist zwar ein Kleinwagen wie viele andere, aber doch ganz besonders. Das trifft auch auf mich zu (also nicht das mit dem Wagen …) – ich bin eigentlich ganz normal, aber doch auch wieder anders und da lege ich viel Wert darauf. Ein Mini sieht unscheinbar aus, hat aber einiges drauf und viel Antrieb und Power, wenn es darauf ankommt. Jetzt gehen wir mal zur Innenausstattung: auf JEDEN Fall hat das Auto eine Sitzheizung, da ich mir nicht übermäßig viel gönne, aber wenn mich etwas überzeugt und mir wirklich gefällt, dann muss ich es haben. Der Mini hat natürlich ein Navi, was ich für eine wunderbare Erfindung halte. Ich bin eine Person, die immer nach Optimierungspotentialen sucht und wenn ich was gefunden habe, kann ich mich an der Nutzung erfreuen. Was der Mini nicht hat, ist ganz sicher ein Dachfenster oder sogar die Cabriovariante. Ich mag meine Komfortzone und Sonne, Wind, Regen etc. stören mich beim Fahren wie mich geänderte Rahmenbedingungen schnell aus dem Konzept werfen. Der Mini bietet einer Person oder maximal zwei Platz und ist nicht mit einem Bus zu vergleichen und das ist gut so. Ich mag andere Menschen, aber wenn ich ein Ziel verfolge, dann warte ich nicht gerne auf andere oder hole die irgendwo auf halber Strecke ab. So und jetzt klaue ich noch beim großen Bruder des Minis zum Abschuss, allerdings habe ich statt Freude am Fahren ganz viel Freude am Leben (as much as i can!).

    Grüße die Welt,

    Miri

    Warum die Rennstreifen? Keine Ahnung … hat keinen Nutzen, sieht aber einfach cool aus ;-)

  5. Gaby Stobbe schreibt am 19. Mai 2011 um 10:38

    Hallo Zusammen,

    dies ist ein schöner Weg, sich Gedanken über sich selbst aber auch über andere zu machen. Die Fragen lassen sich beliebig erweitern:
    Was wärst du, wenn du eine Pflanze oder ein Baum wärst..
    Was wärst du, wenn du ein Lebensmittel wärst...

    Früher als Jugendliche haben wir oft ein Personen-Rate-Spiel gespielt, bei dem Einer/Eine eine andere Person aus dem Kreis der Anwesenden beschreiben musste anhand solcher Fragen. Dabei erfährt man/frau ganz schön viel über das Bild der anderen von einem selbst.
    Und mit Bildern lässt sich oft viel mehr ausdrücken als mit den wortreichen Beschreibungen des Warum.
    Wenn jemand sagt: "Du wärst eine Sonnenblume", oder: "Du wärst eine Eiche", dann bedarf das keiner Erklärung.

    Übrigends, wenn ich eine Auto wäre, dann wäre ich irgendein Kombi-Van (Marke egal), rot oder grün, ziemlich alt, ein bisschen verrostet, unaufgeräumt..., aber er läuft und läuft und läuft...

    Und ich wünsche uns allen rücksichtsvolle Teilnehmer/innen im Straßenverkehr.
    Schönen Tag

    Gaby

  6. Tanja Handl schreibt am 19. Mai 2011 um 10:53

    @ Miri: Die Beschreibung ist super geworden. Kann mir gut vorstellen, dass du die Rennstreifen hast, weil du auch gut Tempo geben kannst.

    Lg, Tanja

  7. Andrea schreibt am 22. Mai 2011 um 07:17

    spontan fällt mir da der Mazda MX5 ein, in rot. Ein schneller kleiner Flitzer, ich mag es dynamisch (dafür steht auch die Farbe rot), warten und geduldig sein müssen ist mir ein Greuel. Er ist wendig - ich stelle mich gern und spontan auf neue Situationen ein, ich suche sie als Pioniergeist sogar und finde in der neuen Situation schnell meinen (Park)-platz. Aber nur Kurzzeitparken - Routine mag ich gar nicht. Es ist ein Cabrio, da ich meistens im Kontakt mit anderen sein will und auch muss - sie 'befruchten' meine Kreativität und es ist ein ständiges Geben und Nehmen, wovon im Idealfall beide Seiten profitieren. Manchmal ziehe ich mich aber auch in mich zurück, ich brauche manchmal solche stillen Momente um mich zu erden, dann mache ich das Verdeck zu und bin kurzzeitig nicht 'greifbar'. Mein Motor ist meine Begeisterungsfähigkeit und meine Kreativität. Meine Bremse ist übermäßiger Input und fehlende Disziplin/Gedankenchaos - ich komme manchmal nicht in Aktion weil ich zu lange mit der Entscheidungsfindung befasst bin, welche meiner 1001 Ideen und Pläne ich umsetzen will/soll/kann.

    (Toll, wie einfach man seine Wesenszüge beschreiben kann, wenn man einen so unkonventionellen Weg wählt, der spontanen Eingebung folgt und sich beim Schreiben dann fragt, wieso gerade DAS Auto?)

    • Elisabeth schreibt am 22. Mai 2011 um 17:41

      Auch ich finde, ein wunderbarer Beitrag! Und sehr anregend sich sinnvoll einmal Gedanken zu machen.
      Danke sehr!

  8. Sigrid Knobloch schreibt am 22. Mai 2011 um 21:02

    Hallo Auto-Visionäre,

    ich wäre ein Fiat 500. Sowas wie mich gibt's schon lange und damals, als es noch nicht so viel Raum zur Entwicklung gab, waren Typen wie ich praktisch, brav, einfach und familientauglich. Heute bin ich ein pfiffiges Remake. Klassische Werte vereint mit neuen, spritzigen Ideen. In runder, weiblich-charmater Form. Mit herzlicher Ausstahlung und lieben, runden neugierigen Augen.

    Also Fünfi bin ich die Cabrio-Version, weil offen und neugierig, lasse mir gerne frischen Wind um die Nase wehen. Meine Farbe ist ein Mintgrün - grün, weil es natürlich ist und mint, weil es frisch, sauber, kühl und klar wirkt.

    Mein Motor ist das Besondere, Eigenständige, Individuelle. Der Kindersitz ist fixiert auf dem Beifahrerplatz und für meinen Mann ist auf der Rückbank Platz > Sicherheit im Rücken zum Anlehmen. Meine Bremse ist ein latent unterschätzter Selbstwert - ich trete manchmal zu fest drauf, was mich aber auch shcützt. Man sieht dem Kleinen nicht an, was in ihm steckt. Deswegen hat mein Fiat 500 auch ordentlich Pferdchen unter Haube, aber es steht nur ganz, ganz klein Abarth hinten drauf :o)

    Und innen drin... Bestens ausgestattet mit Navi, Freisprechanlage, MP3 und CD - alles praktisch vom Lenkrad aus bedienbar - denn ich greife für alles, was ich nicht selber kann, gerne auf zuverlässige Hilfsmittel und Spezialisten zurück.

    Ein sympathischer kleiner Flitzer, lieb und kuschelig, kein Statussymbol aber pfiffig mit frischen Ideen. Ein großes Herz, viel Power und ein starker Drang nach Eigenständigkeit.

    Fünfis gibt's inzwischen viele und ich bin einer davon - einer von den vielen Besonderen.

    Liebe Grüße und danke an das ZZL-Team, das auf seine Weise dazu beigetragen hat, dass ich mich hier so locker und klar selbst beschreiben kann.

    Sigrid

  9. Renate Berger schreibt am 23. Mai 2011 um 10:50

    Also, wenn ich ein Auto wäre, wäre ich sicher ein riesen-großer Bus, wo viele Leute mitfahren können. Ob mein Auto ein Dach hätte?? Mir ist es egal, ob es regnet, dann könnte ich das Verdeck ja einfach zumachen. Da ich auch den Sturm liebe, sollte mein Auto schon eine feste Konstruktion haben, vielleicht so eine Art Überrollbügel, ich möchte nach allen Seiten was sehen können und auch meine Mitfahrer sollen immer alles sehen können, also keine Gardinen vor dem Fenster, lieber Parnorama-Scheiben, rundum, damit man auch mal den Himmel mit den Sternen sehen kann. Ein Navi bräuchte mein Auto sicher nicht, weil es mir immer riesigen Spass macht, neue Wege zu erkunden. Ich habe festgestellt, das es manchmal gar nix macht, wenn man sich mal "verfährt", man wäre ja nie in diese schöne Gegend gekommen. Es wäre ein Energie-Spar-Modell, weil ich es nicht gut finde, zuviel zu verschwenden. Es wäre aber auch ein leichtes Auto, das man mal anschieben kann. Wir wollen auch mal aussteigen, mal unseren Horizont erweitern.

    Also das wäre meine Idee von meinem Auto

    Liebe sonnige Grüsse aus Bremen

  10. Freundin schreibt am 23. Mai 2011 um 12:23

    Mein Auto wäre nicht so groß
    Ich möchte nicht so viele Leute mitnehmen, nur ein paar, ich bin nicht mehr so gesellig.

    Große Fenster müsste das Auto haben, aber nicht an allen Seiten, ich möchte gerne vieles sehen, aber nicht von allen gesehen werden.

    Auch ein Schiebedach soll es haben, ich liebe es offen, aber auch mal verschlossen.

    Mein Auto soll gelb sein, wie die Sonne, wie die Sonnenblumen, gelb steht für mich auf für Herzlichkeit, lachen, Charme

    Sportsitze soll mein Auto haben, aber bequeme Sportsitze, angepasst an Po und Rücken, Schultern, aber schon solche die etwas in Startposition stehen.

    Auch sollen Schubladen und Regale vorhanden sein, diese aber aufgeräumt, alles an seinem Platz. Ich liebe Ordnung in meinem Leben, Ordnung um mich drum herum.

    Mein Auto braucht auch nicht viel Schnickschnack. Schnickschnack ist eh überflüssig im Leben. Wenn es darauf ankommt, greife ich eh zu bodenständigen Mitteln.

    Ich lasse mir heute nicht mehr gerne sagen, was ich zu tun oder zu lassen habe. Auch unterhalte ich mich gerne mit „Fremden“. Daher möchte ich kein Navi.
    Wenn ich in die falsche Richtung steuere, wende ich mein Auto.

    Aibag´s sind ok. Für meinen Sohn und mich bitte aber die Größten.

    Mein Auto läuft auf Sparflamme, aber sehr beständig und ausdauernd und ist auch nicht sehr zu beeinflussen. Vielleicht habe ich deshalb nicht mehr so viele Freunde? Aber viel Freude an meinem jetzigen Leben?!

    Es kommt mir vor, als habe ich die Bremsen erst gar nicht eingebaut. Da der Motor nicht so Leistungsfähig ist, brauchte ich diese Dinger erst gar nicht. Ich muß daher nur aufpassen, dass ich nicht alles so hinnehme wie es kommt und alles und jeder aufspringen kann bei meiner geruhsamen Art. Aber wie ich mich kenne, brauche ich da keine Angst haben, denn mein Auto hat Sicherheitsabstandshalter (die aber auch automatisch eingezogen werden können)

  11. Iris schreibt am 23. Mai 2011 um 14:40

    Ich hätte viel PS und wäre schnell. Ich wäre schwarz und meine Ausstattung wäre aus Nappaleder, meine Scheiben wären getönt, ich wäre ein Sportwagen. Ich wäre ein Zweisitzer. Ich wäre kein Cabrio. Ich hätte breite Reifen und eine fette Anlage mit lauten Boxen. Ich hätte viel Musik dabei. Ich meinem Kofferraum wären viele Dinge, die man so im Leben braucht.

    Ersatzkleidung, robouste Schule, Essen und Trinken und vielleicht ein Zelt.

    Mein Motor klänge tief und sonor. Meine Beschleunigung drückt den Fahrer in den Sitz. Meine Armaturen sind aus Wurzelholz. Ich habe Schalensitze.

    (lustig ist bei dieser Vorstellung, daß ich den Führerschein erst 2 1/2 Jahre habe und ich die obige Vorstellung sehr männlich finde. Dabei bin ich eine Frau und diese noch sehr gerne).

  12. Christine schreibt am 24. Mai 2011 um 07:18

    Mein Auto fährt mit Solar- oder Windenergie. Mein Auto ist mit lauter Sinnsprüchen beklebt und sieht dabei so witzig aus, dass die Menschen, die mich mit diesem Fahrzeug sehen lachen müssen und über die Sinnsprüche nachdenken. Mich macht es glücklich, wenn ich Menschen zum Lachen und Nachdenken bringe, wenn Sie mich vorbeifahren sehen.

  13. junfred schreibt am 24. Mai 2011 um 10:17

    Wenn ich ein Auto wäre, dann hätte ich einen schwachen Motor und eine immer leicht angezogene Handbremse. Ich wäre ein schön designtes Auto, auch praktisch und ergonomisch eingerichtet. Ich hätte aber zu wenig Kofferraum und auch zu wenig Platz um Leute mitzunehmen. Die Farbe wäre ein dunkles Grün. Die Scheiben wären etwas getönt, da ich genervt bin von der Menschheit. Ein Schiebedach hätte ich aber, denn oben guckt ja keiner rein, jedenfalls würde mich das nicht stören. Ich hätte weder Klimaanlage, noch elektrische Scheibenheber, aber eine super analoge Stereoanlage eingebaut. Ich wäre altmodisch designt. Ich wäre unter Wert zu kaufen, da mich das aber kränkt, wäre ich aber unerwartet werkstattanfällig (auch wegen der angezogenen Handbremse).

  14. Erika schreibt am 24. Mai 2011 um 21:51

    Ich kann mich eigentlich sehr gut mit dem Auto, was ich mir vor 5 Jahren aus Liebe auf den ersten Blick heraus gekauft habe, identifizieren, meinem kleinen, roten Fiat Seicento in der Sportedition mit Ledersitzen. Das Auto hat mein Vorbesitzer gewonnen. Es ist eine Sonderanfertigung, gibt also nicht so viele Modelle, die genauso aussehen. Ich denke, ich bin auch manchmal etwas sonderbar (etwas Besonderes).
    Es ist schon älter und nicht mit allem modernen Schnick-schnack ausgestattet. Ich bin auch öfter etwas altmodisch und mache nicht jeden Trend sofort mit. Aber es hat jetzt ein Navigationssystem bekommen. Ich brauche ein klares Ziel vor Augen, als Antrieb.

    Es ist klein, viele finden es süß, durch den roten Sportedition-Look fällt es etwas auf, obwohl es durch seine kleine Form doch eigentlich eher unauffällig sein will. Die Ledersitze lassen es etwas edel wirken, aber es ist nicht immer auf Hochglanz geputzt und die Fussmatten sind meist sandig, was meine Naturverbundenheit zum Ausdruck bringt.
    Durch den Sportedition-Look trauen ihm manche mehr zu, als es eigentlich drauf hat. Mein Autochen kann gar nicht so schnell fahren und es ist leider auch ziemlich häufig kaputt. Ich bin auch oft nicht so robust und leistungsfähig, wie ich es gerne wäre. Ein paar Kratzer im Lack hat mein Auto auch schon, aber machen gerade diese Kratzer es nicht noch einzigartiger?

    Es hat nur zwei Türen und kein Schiebedach. Ich bin auch eher verschlossen und lasse nicht jeden zu mir rein. Innen ist auch nicht so viel Platz. Dafür kommen sich diejenigen, die sich im Auto befinden, umso näher. Mein Freundeskreis ist klein, dafür sind meine Mitfahrer auch bereit, mal auszusteigen und anzuschieben, falls der Motor nicht anspringt.
    Auf den Rücksitzen sind Kindersitze und Basteleien von meinen Nichten. Hier und da kleben ein paar Zettel mit Notizen. Von den Menschen, die ich hinein lasse, habe ich immer etwas bei mir. Sie prägen meine Persönlichkeit mit.

    Auf die Bremse trete ich, wenn viele Autos um mich herum fahren. Viele Autos (Menschen) um mich herum, sind das, was mir im Leben am meisten Angst macht.
    Sonst fährt mein Auto meist entspannt vor sich hin. Nur wenn das Navigationssystem ausfällt und ich mein Ziel aus den Autgen verliere, wird es schon mal etwas schneller, gerate ich leicht in Panik.

    Ohne Musik Auto fahren, mag ich überhaupt nicht. Vielleicht steht die Musik für die kreativen Seiten des Lebens, die ich irgendwie brauche.

    Ach ja und mein Auto braucht Benzin. Ich würde mich zwar lieber für die Umwelt und anderes engagieren, aber irgendwie raffe ich mich dazu dann doch nie auf.

    Wirklich interessant, was Auto und Fahrstil über die Persönlichkeit aussagen.

  15. Best schreibt am 30. Mai 2011 um 21:29

    Mir gefällt der Beitrag hier sehr. Bin dank einer Freundin auf euch gestoßen.
    Kannte diesen Blog nicht. ist aber gebookmarked.

    Ich hoffe,dass ich immer viele neue tolle Sachen zu Lesen bekomme, die mich zum Nachdenken anregen.

  16. Bernd Penter schreibt am 3. Juni 2011 um 11:11

    Nun habe ich natürlich Wünsche an mein Auto und gewisse Vorstellungen, teils klare, teils diffuse. Aber wie sieht es denn mit meinem tatsächlichen Auto aus?
    Kann ich mit meinem jetzigen Auto Rückschlüsse auf mich ziehen, ziehen lassen?
    Zur Zeit bewegt mich ein schwarzer Mitsubishi Outlander in Volllederausstattung, zwei Dachfenstern, abgedunkelten Scheiben, Alufelgen und ein 150 PS Motor treiibt das Gefaährt an. Es hat zwei Macken, die im letzten JAhr hineingefahren wurden, die ich allerdings bisher nicht reparieren lassen habe.
    Ich habes es versucht und komme zu tollen Auslegungen, macht es doch auch mal, eine gute Idee über sich nachzudenken ;-`)

  17. Martina Nagel schreibt am 6. Juni 2011 um 11:31

    Es gibt auch ein wunderbares Buch zu diesem Thema mit dem Titel "Dein Auto spiegelt Dich"

  18. Sabine Kothen schreibt am 11. Juni 2011 um 14:18

    Lustig! Auch ich, ein VW-Bus, gelb, grün, orange, einfach farbenfroh bunt und fröhlich. Ich steuerte und hatte viel Platz für Mitfahrer, dafür bin ich ja gemacht und ich genoss es, wenn der Bus voll war. Mit all den Menschen. Mit denen, die sich vielleicht kein Auto leisten konnten oder sich nicht trauten, selbst zu fahren, die sich gerne meinem inneren Navi anvertrauen wollten. - Oder auch für die, die einfach gerne mitfahren wollten, denen es gefiel, wie und wohin wir fuhren und auch, wo wir anhielten, um Pause zu machen. Sie ließen auch mal Umwege zu, weil sie einfach die fröhliche, glückliche Gesellschaft im Bus genießen wollen. Einige stiegen unterwegs aus, es trieb sie um, in andere Richtungen. Manchmal bedauerte ich es ein wenig, wusste aber, dass ich ihren Wegen und Zielen nicht folgen konnte. Also winkten wir ihnen nach und fuhren fröhlich weiter.
    Mittlerweile ist der VW Bus in die Jahre gekommen, der Lack blättert schon, und, klar, er fährt noch, aber inzwischen gibt es so viele schnellere, schönere Fahrgelegenheiten.... Immer weniger von denen, die ich gerne mitnehmen würde, wollen mitfahren. Überhaupt, Busse sieht man nur noch selten, geradezu Raritäten, fast absonderlich. Also lässt man mich lieber vorbeifahren oder hält Abstand oder ist genervt von meiner Fahrweise und weil ich so viel Platz einnehme?
    In letzter Zeit nahm ich so immer mehr Menschen mit, die ich eigentlich nicht gerne bei mir haben möchte. Vielleicht dachte ich, besser als gar keiner. Oder, man muss jedem eine Chance geben. War ja eigentlich auch immer offen für alle, bin ja ein Bus und letztendlich kann ich ja auch die Richtung bestimmen. Könnte ich, tat es aber nicht, sondern richtete mich nach den Mitfahrenden. Die fanden das toll, dachten sich immer tollere Ziele aus, rieben mich auf.
    Sie wurden immer fordernder. Meine Fahrtzeiten bedeuteten Stress, keine Haltestellen waren definiert und sie wollten ein- und aussteigen, wo, wie und wann sie wollten, und überall abgeholt werden und hinterließen immer mehr von ihrem Müll. - Keine Zeit für Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten und der Bus wurde immer klappriger
    Aber - Wie werde ich unliebsame Fahrgäste wieder los? - Und dann? - Muss ich die Türen geschlossen halten? - Muss ich allein weiterfahren - als Bus? - Oder sollte ich mich einstampfen lassen und neu herstellen, als Kleinwagen? - Ich fühle mich gerade nicht mehr als Bus. Die wenigen noch zusammenhaltenden Teile ergeben nur noch einen Kleinwagen. Der möchte liebevoll neu zusammengesetzt werden, mit einem kleinen Schiebedach für etwas frische Luft und mit nur wenigen Plätzen. Oft fahre ich alleine. Dann nehme ich aber hin und wieder ausgesuchte Leute mit auf meiner Fahrt, die mich bereichern, mit mir die Fahrt genießen können. Vielleicht haben sie kein eigenes definiertes Ziel und freuen sich, mir Gesellschaft zu leisten - oder aber, sie haben das gleiche Ziel oder ein nahes und brennen darauf, wie ich, anzukommen, weiterzukommen.
    Es ist schwer, mich von mir als schönem alten VW-Bus zu trennen, schließlich hatte ich mit allen Gefährten auch so eine schöne Zeit damit. - Aber - es muss sein!

  19. Kerbie schreibt am 7. Juli 2011 um 16:25

    Hallo,....

    na wenn ich ein Auto wäre..... Dann hätt ich schon mal wieder ordentlich Gas gegeben... Und wäre ganz schnell weg...

    Sehr schöne Geschichte.

    Gruß