Michael Köditz: Wenn Kinder schwierig sind
Von Tania Konnerth
| Köditz, Michael: Wenn Kinder schwierig sind: Eine Hilfestellung für Eltern, Lehrer und Erzieher. – München: dtv, 2004. – ISBN: 3-4233-4117-3 SchlagwörterKinder, Erziehung, Problemkinder, Verhaltensauffälligkeit, Aggressivität, Erziehungsprobleme, Gesellschaft, Schule ZusammengefasstWenn Kinder "schwierig" sind, dann wird es meist auch für die Erwachsenen schwer, denn schwierige Kinder können aggressiv, despotisch, grausam und anderes mehr sein. Aber – und das ist entscheidend: dass Kinder schwierig werden, hat immer eine Vorgeschichte und an der sind wiederum die Erwachsenen beteiligt bzw. sogar die Ursache. Dies ist zusammengefasst der Inhalt des Buches: das Phänomen von "schwierigen" (also verhaltensauffälligen) Kindern, seine Ursachen und Möglichkeiten zur Vorbeugung. Die erste Hälfte des Buches ist eine hervorragend recherchierte und sauber wissenschaftlich aufbereitete Darstellung des Phänomens von kindlichen Verhaltensstörungen verschiedenster Art. Gleichzeitig wird uns allen ein Spiegel vorgehalten, denn unsere Kinder sind ein Produkt unserer Zeit. Und man wird schon nachdenklich, wenn einem so deutlich vor Augen geführt wird, welche Folgen Erziehungsfehler, Vernachlässigung, ungefilterter Medienkonsum, zu wenig Bewegungsmöglichkeiten und anderes mehr für Kinder haben können. Die Ausführungen erfolgen anhand von konkreten Beispielen von Kindern, aber auch allgemeiner Art. In der zweiten Hälfte bietet der Autor dann viele praktische Hinweise dafür, was vorbeugend getan werden kann, um zu verhindern, dass Kinder "schwierig" werden (müssen). Die Anregungen sind für Eltern, Erzieher/innen und Lehrer/innen gedacht. Schade ist nur, dass das Buch so fade aufgemacht ist. Hier hätte der Praxisnutzen vor allem in der zweiten Hälfte deutlich erhöht werden können, wenn Tipps und Anregungen als solche gekennzeichnet und vor allem suchbar gemacht worden wären. Aber auch mit diesem Manko ein sehr lesenswertes und wichtiges Buch. Für wen ist dieses Buch?Der Untertitel des Buches lautet "Eine Hilfestellung für Eltern, Lehrer und Erzieher". Diese Empfehlung muss man etwas einschränken, vor allem was die Zielgruppe der Eltern angeht. Von ihnen werden nur wenige bereit sein, sich auf diese anspruchsvolle Art mit dem Thema zu befassen, denn wer ein "schwieriges" Kind hat, sucht vor allem praktischen Rat. Und den muss man sich aus dem Buch selbst erarbeiten. Aus dem Inhalt
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