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Was der Urgroßvater zu erzählen hat…

Von Tania Konnerth

"Rosie und der Urgroßvater" von Monika Helfer und Michael Köhlmeier. – München: Hanser, 2010. – 144 S. – ISBN-10: 3-4462-3587-6. – ca. 15,- EUR (gebunden)

Rosie besucht einmal die Woche ihren Urgroßvater. Der erzählt ihr Geschichten. Jüdische Geschichten und Geschichten aus seinem Alltag. Rosie liebt es, den Geschichten zuzuhören und Rosie liebt ihren Großvater.

Neben dieser Rahmenhandlung, durch die man beim Lesen einiges über die jüdische Kultur erfährt, gibt es noch eine ganze Reihe Parallel-Geschichten. Da ist z.B. die Situation, in der Rosie lebt, nämlich zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter, die die Tochter vom Urgroßvater ist, die aber nicht miteinander reden. Und da ist die Geschichte von Rosies Freundin Billie, die laut ihrer Mutter "kein guter Einfluss" ist und die es in ihrer Familie alles andere als leicht hat und die sich ungeliebt fühlt. Und da ist die Geschichte vom Großvater selbst, der spürt, dass die Tage gezählt sind.

Man kommt ihnen beim Lesen sehr nach, der Rosie und ihrem Urgroßvater.

"Rosie und der Urgroßvater" ist ein ungewöhnliches Buch. Die Geschichten sind manchmal sperrig, manchmal witzig und manchmal sehr ernst. Die Sprache und die Dialoge in den Geschichten sind bisweilen derb. Die scherenschnittartigen Illustrationen von Barbara Steinitz illustrieren das Buch exzellent und transportieren die z.T. auf eine gute, aber doch auch ein bisschen verstörende Atmosphäre der Geschichten. Meiner Einschätzung nach ist es ein Buch, das Eltern zusammen mit ihren Kindern lesen sollten. Ganz allein gelassen damit, könnte es manch einen jungen Leser überfordern.

Fazit: Ein ungewöhnliches Buch für junge Menschen, das Menschliches und Kulturelles zugleich vermittelt.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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