Sind wir Sklaven der Wirtschaft?

sklaven-wirtschaft

Neulich hatten wir einen Kommentar zu unserem Beitrag zum Thema „Work-Life-Balance“, der lautete so:

„Sind das nicht alles Luxusprobleme? […] Wir sind alle nur Sklaven der Wirtschaft. […]“

Ich mochte diesen Kommentar. Nicht weil ich ihn so pauschal für richtig halte. Dafür ist mir der Kommentar ein bisschen zu schwarz-weiß. Ich mag diesen Gedanken, weil er einen unsere „normale“ Welt mal kurz von oben betrachten lässt.

Damit meine ich Folgendes:

Wir leben ja in einer Gesellschaft, in der es eine ganze Menge von Spielregeln gibt. Es gibt jede Menge Dinge,

  • die man eben so tut,
  • die man eben nicht tut oder
  • die man nicht tun darf.

Und nicht alle diese Regeln sind logisch oder hilfreich, wenn man ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen will. Trotzdem hinterfragen viele Menschen diese Regeln und Konventionen gar nicht, sondern laufen einfach mit der Masse mit. Und damit nutzen viele Menschen gar nicht ihr vollständiges Potenzial an Möglichkeiten.

Aber wie sagte Albert Einstein mal so schön:

„Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“

Aber lassen Sie mich auf den Kommentar von oben zurückkommen:

Sind wir wirklich manchmal Sklaven der Wirtschaft? Wo und wann nimmt uns „die Wirtschaft“ unsere Freiheit, nutzt uns aus und schränkt uns ein?

Was meinen Sie?

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Kommentare

Mara Bullinger schreibt am 24. August 2011

Selbstverständlich sind wir manchmal Sklaven der Wirtschaft. Aber doch nur, weil wir uns selbst zu Sklaven machen. Ich denke, jeder sollte sich seine eigenen Regeln aufstellen. Um allerdings in Harmonie mit anderen leben zu können ist es zwingend notwendig, dass jeder die Grenzen des Einzelnen respektiert. Nur dadurch ist ein liebevolles Zusammenleben möglich.

    Andrea schreibt am 28. August 2011

    Der Mensch war noch nie ein Einzelgänger, von daher ist er auch vom System, in welchem er sich befindet abhängig. Heutzutage wird dies allerdings durch die Wirtschaft extrem ausgenützt, es werden Bedürfnisse geweckt. Und bis zu einem gewissen Grad ist es keinem von uns möglich, sich dem zu entziehen. Sofern er sich nicht gänzlich außerhalb der Gesellschaft stellt. Aufgrund der modernen Technik ist die Welt heutzutage allerdings viel kleiner geworden, was eine skrupellose Ausbeutung der Menschen in Teilen der Erde ermöglicht. Auch Ausbeutung gab es immer, allerdings sind die Ausmaße aufgrund der heutigen Möglichkeiten enorm gestiegen. Das gleiche gilt für die Ausbeutung der Natur und der Resourcen. Wir sind meines Erachtens mehr denn je Sklaven der Wirtschaft – auch wenn dies etwas drastisch klingt. Bedenklich ist es allemal.

Andreas schreibt am 24. August 2011

Sklave der Wirtschaft ist hart formuliert. Aber es stimmt insoweit, daß wir alle darauf angewiesen sind unseren Lebensunterhalt sicherzustellen. Und wenn man nicht “aussteigt” kommt man nicht darum herum sich in irgendeiner Weise den Gesetzen der Wirtschaft unserer Zivilisationen zu beugen, um zumindest das Notwendigste an Materiellem zu bekommen, was man braucht.
Seit die Menschen Ackerbau und Viehzucht und Arbeitsteilung betreiben, ein Prozeß der unumkehrbar ist, gibt es wirtschaftliche Systeme, denen man sich so gut wie nicht entziehen kann.
Wenige Menschen können ein freies sinnerfülltes Leben leben, wenn sie nicht zumindest die notwendigste materielle Grundlage sichergestellt haben. Dies geschieht durch “Wirtschaft”. Somit bildet tatsächlich die Wirtschaft eine Grundlage unseres Lebens.

Arndt schreibt am 24. August 2011

Der Kommentar “Sklaven der Wirtschaft” passt wunderbar in die derzeitige Finanzkrise. Obwohl das Thema sehr komplex ist, hat sich bei mir eine Erkenntnis verfestigt: Durch den Zins-und-Zinseszins-Effekt werden wir zunehmend zu Sklaven der Wirtschaft. Er sorgt auch für eine Umverteilung von unten nach oben. Man muss sich mal vor Augen halten, dass 40 Prozent von allem, was wir verdienen, für Zinszahlungen drauf geht – heißt, dafür verwendet wird, damit Anleger ihre Zinsen bekommen. Tendenz stark steigend in Richtung 50 bis 70 Prozent. Unterm Strich müssen wir immer mehr arbeiten, um die Zinsen für andere aufbringen zu können. Die Löhne steigen dagegen nur minimal und gleichen in der Regel nicht mal die Inflation aus.
Das alles ist nicht neu, wird uns durch die Krise nur brutal vor Augen gehalten. Und wir sind Sklaven des Systems, weil wir nicht aussteigen können. Wer hier in diesem Land leben will, muss sich der Systematik dieses Wirtschafts- und Geldsystems beugen.
Wer das alles noch genauer verstehen möchte, sollte sich mal eines der Videos von Professor Wolfgang Berger auf Youtube anschauen. Er erklärt das sehr verständlich und ohne ideologischen oder verschwörenstheoretischen Einschlag – was heutzutage sehr selten ist.

    Michael Hollmann schreibt am 28. August 2011

    Wer Zinsen zahlen muss hat vorher ein Darlehen aufgenommen. Er lebt auf Pump. Leider können wir derzeit als Gesellschaft keinen Einfluss auf diese Praxis nehmen. Bei der Nachricht “weniger Neuverschuldung” rufen die meisten Politiker unisono “Steuern senken”. Mir wäre eine Mehrheit für “weniger ausgeben, als erwirtschaftet wurde” lieber. Insofern sind auch diejenigen Sklaven, im Sinne von Zinszahlern, die ihre eigenen Finanzen im Griff haben und selbstbestimmt leben.

Klaus Pötzlberger schreibt am 24. August 2011

Wohin rasen Sie im letzten Jahr?

Wir in Mitteleuropa sind umgeben von Reichtum. Wir gehören zu den Aller-Reichsten der Welt. Klingt gut, oder?
Ist dieser Reichtum die Basis für unsere Glückseeligkeit? Oder ist dieser Reichtum die Basis für viele unserer Probleme (z.B. Zivilstionskrankheiten wie Burn-out, Depression, chron. Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Adipositas).

Wovon hängt es ab, ob ich jetzt im Moment Zufriedenheit, Wohlbefinden, Glückseeligkeit verspüre?
Sind Menschen im Mittelmeerraum z.B.(Portugal bis Griechenland) glücklicher als wir? Na zumindest leben sie länger;)
Gibt es nicht in allen friedlichen Regionen ausserhalb des Westens mehr an sozialer Nähe, Zeit, Müssiggang, einem Füreinander-Dasein, Wärme, Freundlichkeit, Vertrauen und Seelenfrieden.

Was brauche ich, damit es mir gut geht und wo fürt das, was ich tue hin?

Wird uns nicht allmählich klar, dass es all diesen Reichtum nicht braucht? Und … dass dieser nur auf Ausbeutung Anderer beruht?
Dass z.B. in armen Regionen täglich Menschen dafür sterben, weil sie verhungern, obwohl es auf dieser Welt im Moment einen Überfluss an Nahrung gibt.

Ist die Wirtschaft für mich da oder bin ich für die Wirtschaft da? Werde ich gar benutzt, missbraucht? Übertrieben? Na und wer schuftet für die Bankenkrise?
Bereitet mir die Arbeit Freude und Erfülung oder bin ich zum Arbeiten da?

Erzählen Sie mal einer Person in Kenya von Ihrem psychischen Stress am Arbeitsplatz, von Ihrem Zeitmanagement und Ihrer Work-LIfe Balance.
Die wird nichts verstehen. Warum tun wir das alles, wenn wir eh so reich sind und alles haben.

Ist die Antwort: es geht eben nicht anders wirklich die richtige? Oder haben wir nur Angst vor Veränderung und Selbstverantwortung.

Wie kommt es dazu, dass Millionen von Menschen dieses systematische Ausbeutung unkritisch unterstützen? Wir unterstützen sogar die Ausbeutung von uns selbst.

Auf der anderen Seite gibts bereits zahlreiche Menschen, die sich mit Alternativen auseinander setzen.
Eine Frau, die seit mehr als 10 Jahren ohne Geld gut lebt. Wissenschafler, die Antworten auf die Frage: was tun, wenn das Geld nicht mehr funktioniert? liefern.

Wir können viel tun:
Wirtschaft und Politik über unser Konsumverhalten beeinflussen.
Auf uns selbst achten und dafür sorgen, dass es unserer Seele – nicht nur unserem Bankkonto – gut geht.
Dort geben, wo es uns erfüllt.
Dort weniger geben, wo wenig oder keine Erfüllung da ist.
Leistungstausch.
Das eigene Netzwerk fördern, versorgen. Investieren in die Regionalwirtschaft, statt Gier über Globalisierung.
Sich für Nachhaltiges entscheiden.
usw.

Ich hoffe, Ihr hattet Spaß beim Lesen und es war bereichernd für Euch.
LG

Dani schreibt am 25. August 2011

Der Sklave ist jemand der sich seiner Situation nicht entziehen kann. Können wir uns dem entziehen? Oder vielleicht teilweise, uns dort mit dem Geld zurückziehen, wo wir uns als Skalven der Wirtschaft wahrnehmen?

Ich glaube ein partieller Ausstieg beim Geldausgeben ist möglich. Wo kaufe ich ein? Beim billigsten? Wo beeinflusse ich das verskalvtsein-Feeling der anderen?

Beim Geld bekommen kanns schwieriger werden. Vielleicht nur noch 50% arbeiten, sich Schafe zutun und als Teilzeit-Hirte Zeit um zu leben haben.

Mirko D. Walter schreibt am 26. August 2011

Ich kenne viele Menschen, die aufgrund wirtschaftliche Zwänge einen Job ausüben, den sie nicht besonders gut leiden mögen und der sie ganz sicher auch nicht glücklich macht oder gar erfüllt. Mir ist klar, dass aktuell der Trend dahin geht, dass man ja seines Glückes Schmied sei und überhaupt. Wir wissen aber, dass das mehr oder weniger schöne Theorie ist – irgendjemand muss die Rechnungen bezahlen.

Das muss auch nicht weiter schlimm sein. Wir gehen halt Geldverdienen und suchen uns die erfüllende Tätigkeit außerhalb davon. Funktioniert bei vielen Menschen.

“Sklaven der Wirtschaft” hieße, dass diese Menschen kostenlos arbeiten würden. Dass sie größtenteils umsonst arbeiten ist oft ohne jede Frage ;) – aber kostenlos sicher nicht. In sofern sind es keine Sklaven, auch wenn wir den Eindruck gewinnen könnten.

Roland Kopp-Wichmann schreibt am 28. August 2011

Ob man sich von etwas als Sklave erlebt, ist vor allem eine Frage der Einstellung, nicht der realen Umstände.

So kann ich mich auch als Sklave des Wetters, des Busfahrplan, des Schulsystems, des Alterungsprozesses etc. fühlen. Alles Bedingungen, die ich nicht beeinflussen kann aber damit bin doch nicht ein Sklave.

Wer das so erlebt, ist in der Opferposition. Der Nachteil: man fühlt sich ohnmächtig, handlungsunfähig, fügt sich resignierend in sein Schicksal. Der Vorteil: man findet schnell Kontakt zu anderen, die sich als Opfer fühlen. Stöhnen Sie mal an der Haltestelle über den Bus, der nicht kommt – sofort haben Sie Kontakt zu anderen Menschen …

Ob wir Opfer sind oder uns selbstverantwortlich erleben, ist eine Entscheidung, keine Frage der Umstände.

Die Menschen im Mittelalter waren “Opfer” des Königs, der Krankheiten, – das Leben lässt sich immer nur in einem kleinen Bereich beeinflussen oder kontrollieren.

Die Gegenposition zum Opfer ist die Haltung der Selbstverantwortung. Da akzeptiert man die Bedingungen und macht das Beste daraus. Und was man an Unschönem nicht ändern, akzeptiert man als Randbedingungen, die man bei seiner Entscheidung mitgewählt hat.

Konkret: wenn Sie mit dem Auto fahren, sind Sie nicht automatisch das Opfer verstopfter Straßen, idiotischer Raser, steigender Bezinpreise etc. Aber das sind Randbedingungen, die Sie mitwählen. Sie brauchen ja nicht mit dem Auto fahren. Doch wenn Sie die Bahn wählen, sind Sie “Opfer” von Verpätungen, verstopften Zügen, ausgefallenen Klimaanlagen etc.

Jedes Wirtschaftssystem hat Vor- und Nachteile. Im Kapitalismus viel Wettbewerb und Unsicherheit – aber auch viele Chancen. Im Kommunismus gibt es wieder andere Begleitumstände, mit denen man zurechtkommen muss. Wer vom Tauschhandel der Frühzeit träumt, vergisst, dass es auch dort Ungerechtigkeiten gibt.

Manche Menschen erleben sich ja auch als Sklave der modernen Zeit. Alles ändert sich laufend, und dann das Internet, das einem mit seinen vielen Angeboten die Zeit stiehlt … ;-)

    Dieter schreibt am 28. August 2011

    hallo Roland,

    genauso sehe ich es auch.

    Ob man getrieben wird von den Umständen, oder sein Leben ohne Jammern selbst in die Hand nimmt, und entsprechend seine Sichtweise auf die Welt, die äußeren Umstände, und seine Mitmenschen positiv verändert, hängt entscheidend vom eignen Selbstvertrauen ab.

    Man vertraut sich selbst, dass man die Probleme und Aufgaben, die täglich anfallen, löst.

    Das eigene Selbstvertrauen kann durch tägliches Training, z. B. durch Führen eines persönlichen Erfolgstagebuchs permanent verbessert werden.

    Gruß,
    Dieter.

    Viktoria schreibt am 28. August 2011

    Dieser Kommentar gefällt mir sehr gut. Es ist sehr leicht, wieder in die Mecker-/Jammer-Rolle zu verfallen und den Anderen oder dem System eine wie auch immer geartete Schuld zuzuschieben.
    Ebenso einfach ist es, festzustellen, dass früher alles besser war oder irgendwo anders alles besser ist (überspitzt formuliert).
    Schwieriger ist es, im eigenen Leben und Verhalten aufzudecken, wo man evtl. unbewusst gegen seinen Willen “mitspielt”. Wie viele Menschen ärgern sich täglich über Politiker, über die Wirtschaft, usw., aber zeigen selbst überhaupt keine Initiative. Die Opferrolle ist quasi vorprogrammiert. Wenn einen unmenschliche Verhältnisse stören, sollte man vielleicht anfangen, auf seiner eigenen kleinen Ebene für mehr Gerechtigkeit und Ausgleich zu sorgen, anderen zu helfen, zu spenden, wie auch immer.
    Damit tut man sich ja auch selbst etwas Gutes.
    Mit Flatscreen und Smartphone bewaffnet über “die da oben” schimpfen… ich weiß nicht, kommt mir nicht richtig vor.

    Sammy schreibt am 29. August 2011

    Du schreibst, Roland: „Ob wir Opfer sind oder uns selbstverantwortlich erleben, ist eine Entscheidung, keine Frage der Umstände.“

    Mit der Opferrolle scheint es ähnlich zu sein wie mit Schuldzuweisungen:
    Wer sich stets als hilfloses Opfer oder als völlig Unschuldige(n) in bestimmten Situationen, Umständen empfindet, bedauert, bemitleidet werden möchte, macht es sich oft zu einfach.
    Doch auch das Gegenteil zu behaupten, kann eine Vereinfachung sein.
    Es kommt auf den konkreten Fall, auf die Umstände an.

    Manchmal helfen mir die Hinweise des Schweizer Psychologen Walter Ritter in „Die Liebe geht durch die Haut“, manchmal halte ich sie für zu einseitig:
    „Kannst du dir vorstellen, ganz für dich verantwortlich zu sein?
    Dann ist es so: Niemand lügt dich an, aber du lässt dich anlügen!
    Niemand legt dich rein, aber du lässt dich reinlegen!
    Niemand stiehlt dir dein Geld, aber du lässt dir dein Geld stehlen.
    Niemand nützt dich aus, aber du lässt dich ausnutzen!
    Niemand stiehlt dir deine Zeit, aber du lässt dir deine Zeit stehlen! …
    Kannst du dir vorstellen, wirklich ganz für dich verantwortlich zu sein?
    Willst du es versuchen? Immer wieder?“

    Freundliche Grüße!

    Susanne Winckler schreibt am 30. August 2011

    dieser Kommentar gefällt mir…wie schnell sehe ich mich als Opfer. Dann gehört dazu eine grosse Portion Achtsamkeit und Gedankenkontrolle, wieder sich selber als Handelnde und Entscheiderin zu verstehen. Ich kenne dieses Pendeln sehr gut und auch eben Zeiten, in denen alles wegbricht und nur ein “Not-Job” einen durchs Leben kommen lässt. Gerade in der Mitte des Lebens ist ja eine Phase, in der vieles sich verändert. Wofür entscheide ich mich, was ist richtig, was falsch für mein Leben, womit fühle ich mich gut, was stimmt. Und das kann sich ja auch wieder ändern. Ja, da haben wir immer noch den Luxus hier in Europa, trotz wirtschaftlicher Zwänge. Im übrigen sind die Löhne in Deutschland im Vergleich zum Ausland stark gefallen. Mit einer guten Ausbildung oder als Experte kann man inzwischen in Asien und z.B. Australien wesentlich besser verdienen…auch eine Auswirkung der Weltwirtschaft.
    Im eigenen Land hat man natürlich immer die Unterstützung durch die vertraute Kultur. Und nicht jeder kann seinen Rucksack packen und einfach ins globale Abenteuer ziehen.
    Ich habe es für zwei Jahre gemacht und festgestellt, wie hier in Deutschland inzwischen gekämpft wird.
    Und die vielen Coach- und Glücksratgeber… das scheint echt grad das gute Geschäft zu sein…weil alle suchen…
    Ja, ich glaube schon, es ist die eigene Entscheidung, welche Seite ich in mir füttere. Den verbitterten einsamen Wolf, oder den friedlichen, heilsamen, liebenden Wolf.

Angelika Fleckenstein schreibt am 28. August 2011

Wir haben vergessen, dass die “Wirtschaft” Mittel zum Zweck ist. Anstatt dieses Mittel in unserem Sinne zu nutzen, lassen wir uns von ihm beherrschen, und zwar in allen Bereichen bis hin zum ganz persönlichen physisch-psychischen Wohlbefinden. Geht’s noch? – Ich denke, es ist wichtig, dass jeder, den das unzufrieden, unfrei oder gar krank macht, sich einmal über seine Ansprüche Gedanken macht. Freiheit resultiert für mich nicht zuletzt daraus, dass ich das Instrument “Wirtschaft” nur insoweit nutze, wie es für mich notwendig ist und mir unter Einhaltung unserer Gesetze und einiger grundsätzlicher Bedingungen des menschlichen Miteinanders mein Leben gestalte.

Thomas H. Lemke schreibt am 28. August 2011

Was beudeutet “Sklave sein”? Abhängigkeit? Unfreiheit?
Wir sind einerseits eingebunden in ein Wirtschaftssystem und unser Leben wird von ihm beeinflusst. Ja, da sind wir (auch) abhängig und unfrei. Andererseits könen wir auch gestalten, haben Spielräume und Möglichkeiten. Da sind wir unabhängig und frei.
Mit diesen beiden “Tatsachen”, zwischen diesen beiden Polen, leben wir. Meinen wir, wir könnten mit unseren Möglichkeiten “Alles” verändern und beeinflussen (“Alles ist möglich”), überschätzen wir uns wahrscheinlich. Meinen wir, wir könnten nichts beeinflussen, unterschätzen wir uns wohl.
Für’s eigenen Wohlbefinden ist nun die Frage: Worauf fokussiere ich mich wann und wieviel? Was nehme ich in den Blick, den Teil, in dem ich frei bin oder den, worin ich abhängig (oder auch: eingebunden) bin?
Mir fokussiert der Begriff “Sklave” zu sehr auf den Aspekt der Abhängigkeit. Mir fehlt dabei die andere Seite der Medaille, der Teil, wo wir gestalten können. Deswegen: Ich fühle mich nicht als Sklave der Wirtschaft, obwohl ich weiß, dass ich in wirtschaftliche Krisläufe eingebunden bin.

Thomas Wever schreibt am 28. August 2011

Manuel Azana: “Die Freiheit macht die Menschen nicht glücklich, sie macht sie einfach zu Menschen.”

Leider fühlen sich heute viele “der Wirtschaft” ausgeliefert und machtlos, ohne die Freiheit, durch eigenes Handeln die materiellen Lebensumstände und damit auch das Wohlbefinden nachhaltig zu beeinflussen.

“Das Ziel der Wirtschaft ist der Mensch. Die Wirtschaft ist also nur ein Mittel, um das äußere Leben des Menschen zu gestalten. Wird auf die Wirtschaft nicht oder zu zaghaft Einfluss genommen, so bedrohen den Menschen unkontrollierbare Auswirkungen des wirtschaftlichen Kräftespiels.”

Dies Zitat ist ca. 70 Jahre alt. Es findet sich in der Kreisauer Denkschrift zur Wirtschaft. Die Autoren waren auch Väter des Anschlags vom 20. Juli 1944 auf Hitler.

Dies Zitat beschreibt die heutige Situation und das Gefühl der sich “ausgeliefert”, sich “unfrei” fühlenden Menschen. Das wirtschaftliche Kräftespiel mit unkontrollierbaren Auswirkungen zeigt sich dem Gefühl der Menschen nach in Ratingagenturen, die über Wohl und Wehe von Nationen entscheiden, oder in Einzelpersonen, die mit geliehenen Milliarden gegen Währungen wetten. Sie verlieren nichts, denn die Regierungen tun alles, damit die Spekulation aufgeht.

Weh tut, und hinterlässt das Gefühl “Sklave der Wirtschaft” zu sein, wenn Politiker heute von der Notwendigkeit der “freien Marktwirtschaft” sprechen, aber nicht von freien Menschen. Sie haben die vom Kreisauer Kreis beschriebene Rolle der Wirtschaft nicht mehr im Blick.

Es geht es uns heute gut. Zumindest in Deutschland. Zumindest heute. Viele sehen ein, dass wir über unsere Verhältnisse leben. Aber keiner weiß, wann das System kollabiert. Das verunsichert. Das nimmt das Gefühl von Unabhängigkeit (=Freiheit). Auch das verursacht das Gefühl, “Sklave der Wirtschaft” zu sein.

Detlev schreibt am 28. August 2011

Natürlich sind wir Sklaven der Wirtschaft. Alles was wir im materiellen Sinne nutzen wurde wohl irgendwie von der Wirtschaft produziert (ein paar Ausnahmen mag es geben, aber die tun hier nichts zur Sache). Es ist für mich undenkbar von der Wirtschaft unabhängig zu sein – sein zu wollen. Das ganze Leben ist eine Ansammlung von Abhängigkeiten – Versklavung. Insofern könnte man auch sagen, dass wir Sklaven des Lebens sind. Sklaven der Atemluft, des Trinkwassers…. also der Natur und eben auch Sklaven der Wirtschaft, der Gesellschaft usw. Und ich finde das auch gar nicht so schlimm. Denn trotz des begrenzenden Rahmens bieten sich uns aufgrund der Vielfalt doch einige Gestaltungsmöglichkeiten. Wessen Sklave wären Sie den gern? ;o) Es ist, so kommt es mir vor, wieder einmal eine Frage der Betrachtungsweise. Doch wir müssen uns nicht als versklavtes Opfer fühlen. Wir können auch anders ;o).

Harald Muths schreibt am 28. August 2011

Kurz gesagt, es gibt eine kleine buddhistische Weisheit:

Wenn Du wirklich frei sein willst, darfst Du keine Bedürfnisse haben.

Fazit, absolute Freiheit gibt es nicht im Leben in einer Gemeinschaft.Aber je bewußter mir das ist, desto eher kann ich unterscheiden zwischen echten Bedürfnissen und den Bedürfnissen, die ich haben sollte. Sich von den zweiten zu lösen schafft mir eine riesige Freiheit. Das erfordert natürlich eine ganz entschieden selbstsichere und feste Einstellung und Haltung.
Eine schwierige aber absolut lohnende Aufgabe, sich der eigenen Motive bewußt zu werden, die mir suggerieren, dieses oder jenes Bedürfnis müsse befriedigt werden.
Dabei ist z.B. die Werbepsychologie ein sehr großer und mächtiger Gegner.

Henk Kruse schreibt am 28. August 2011

Natürlich sind wir Sklaven der Wirtschaft – wenn man es so allgemein formuliert. Wir sind Sklaven der Wirtschaft, wie wir auch Sklaven der Kultur und der Poltik sind. Gerade in der Kultur empfinde ich mich “versklavt”. Beispiel: Da werden in Hamburg hunderte Millionen Euro für die Elbphilarmonie ausgeben. Dies nur damit sich einige Politiker ein Denkmal setzen und eine wohlhabende Elite zu subventionierten Preisen dorthingehen kann. Oder allgemein, einige bestimmen wohin mein Steuergeld als Subvention für Kultur geht. Da dies eine Fremdbestimmung ist, ist es Sklaverei.
Wenn man das Ganze auf die individuelle Basis zurückführt, gibt es dort schon eine Menge Möglichkeiten Freiheiten zu realisieren. Im Kulturbetrieb kann ich bestimmte Veranstaltungen besuchen oder nicht. In der Politik kann ich mich für örtliche Belange einsetzen oder nicht. Im wirtschaftlichen Bereich kann ich durch meine Kaufentscheidung Einfluss ausüben z. B. Fairtrade.

Corinna Altmann schreibt am 28. August 2011

Hallo und allen einen schönen Guten Morgen,
also ich habe für mich persönlich die Erfahrung gemacht:
Ich bin was ich denke oder was ich denke bin ich.
Dabei habe ich aber immer die Wahl – selbst und frei – zu entscheiden – was ich denke(n) will oder was ich nicht denke(n) will, was und wer ich bin und, oder aber auch – was und wer ich nicht bin und aber auch nicht sein will.

Und die Wahl haben zu dürfen – mich für eine Sache zu entscheiden – ist für mich persönlich – die einzige, echte und wahre Freiheit.

Und zur Freiheit gehört aus meinen Erfahrungen heraus – das loslassen – alles loszulassen. Und daraus ergibt sich dann für mich die Antwort aus der o.g. heutigen Frage.

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag noch.
Liebe Grüsse aus Dresden

Iris schreibt am 28. August 2011

Für mich klingt es ein bisschen so, als würde die Sinnhaftigkeit der Gestaltungsmöglichkeiten bei Sport und Bewegung hinterfragt, wo wir doch alle nur Sklaven der Gravitation seien…
Ich sehe meine Arbeit, Kategorie “Wirtschaft”, als Teil meines Lebens und meiner Lebensgestaltung, nicht als Gegensatz dazu. Gerade wir in unserer Welt haben doch so viele Auswahl- und Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der universellen Notwendigkeit, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Natürlich habe ich nicht alle Freiheiten und nicht alle Optionen stehen mir zur Auswahl. Und zurück zum Vergleich mit der Bewegung: Ich kann ja z. B. auch nicht aus eigener Kraft fliegen (schade). Auch bei jeder Sportart gibt es Regeln, die das Miteinander und den Sport funktionieren lassen. Sind wir deswegen dabei Sklaven?
Schöne Woche wünsche ich allen!

Andrea Gross schreibt am 28. August 2011

Allein die Notwendigkeit, ständig Werbung machen zu müssen, damit diese Massen-Wirtschaft funktioniert – das EMPFINDE ICH schon als Versklavung.
Einen Ausweg weiß ich nicht, weiß jemand einen ?

    Theda von Schack schreibt am 29. August 2011

    Ein Ausweg wird unter dem folgenden Link gezeigt!!!
    http://www.botschafterdeslichts.com/
    Wir werden in einer Welt ohne Geld leben und noch viele andere schöne Dinge wieder bekommen.
    Das Ende des “Sklaventums” naht!
    In Vorfreude wünsche ich eine schöne Woche.

E.Schweikert schreibt am 28. August 2011

Mit dem Ausdruck “Sklave” bezeichnet man in der Regel jemanden, der fremdbestimmt ist, über den andere bestimmen und verfügen.
Gleichzeitig wird dem Sklaven aber auch die Sorge für sein eigenes Leben, für seine Versorgung abgenommen. Er ist ein Produktionsfaktor und muß dementsprechend gepflegt werden.
Das macht es vielen von uns leicht, sich in das Sklavenleben zu fügen. Erst wenn ein einschneidendes Ereignis, Arbeitsplatzverlust, Krankheit etc. uns trifft, fangen wir vielleicht an über unsere Abhängigkeit nachzudenken. Dann sind aber immer die anderen schuld. In der Regel stimmt das sogar.
Werden wir nicht schon in frühester Kindheit darauf getrimmt auf andere zu hören ?
Sicherlich gibt es Regeln, die jedes Kind lernen muß. Aber müssen Kinder immer das tun was die Eltern wollen ?
Muss ich als junger Mensch blind das glauben was Religion und Schule mir vorsetzen ?
Die meisten von uns geben früher oder später auf und fügen sich, werden zu einem “vollwertigen Mitglied” dieser Gesellschaft. Zurechtgestutzt und angepasst, so wie es Staat, Kirche, Wirtschaft haben wollen.
Dabei sind es immer wir selbst, die entscheiden. Wir müssen das nur an irgendeinem Punkt unseres Lebens erkennen und unser Verhalten ändern.
Wenn wir unsere eigenen Entscheidungen einmal kritisch hinterfragen:
Tue ich etwas, weil “man” es tut, oder ist es wirklich gut für mich ?
Brauche ich eine bestimmte Sache wirklich oder nur weil mich die Werbung weichgeklopft hat ?
Übrigens, wer die von Einstein zitierte Schafherde beobachten will, braucht sich nur bei Ferienbeginn auf eine Autobahnbrücke zu stellen, oder samstags vor ein Fußballstadion, oder sonntags vor eine Kirche oder, oder,…

Heike von Truczynski schreibt am 28. August 2011

Work-Life-Balance ist semantischer Unsinn. Wir tun ja gerade so als gebe es hier das Leben (Freizeit) und dort die Arbeit (Sklaverei) und suggerieren so, dass alles was nicht Leben ist, schlecht ist. Ich erlebe oft, dass Viele nur für den Feierabend, den Urlaub, das Wochenende leben. Bedenkt man wieviel Zeit man mit Arbeit verbringt, ist das doch schade, denn auch Arbeit ist ein wichtiger Teil des Lebens. Wenn man das hinkriegt und das Glück hat, Freude an seinem Tun zu haben, dann erübrigt sich das mit der “Balance” sowieso.
Grüße aus Berlin

    Gaby Feile schreibt am 28. August 2011

    Liebe Heike,

    Sie sprechen mir aus der Seele. Statt sich in der Freizeit teure Erholung zu “kaufen”, sollte man sich lieber auch während der Arbeit wohlfühlen. Dazu können und müssen auch Arbeitgeber beitragen. Es wird sich mit sinkenden Krankheitskosten, weniger Fluktuation und steigender Produktivität in jedem Fall auszahlen.

    Danke für Ihren Kommentar.

    Viele Grüße

    Gaby Feile

Romana schreibt am 28. August 2011

Nach dem Überfliegen der einzelnen Kommentare habe ich mich in dem ein oder anderen wiedergefunden.

Sklave der Wirtschaft. Nehmen wir doch erst einmal die Begriffe auseinander:

Laut Duden ist ein Sklave jemand, der in völliger wirtschaftlicher und rechtlicher Abhängigkeit von einem anderen Menschen als dessen Eigentum lebt
oder
jemand der (innerlich unfrei) von etwas oder jemandem sehr abhängig ist
(oder
im Jargon: jemand der sich Schmerzen zufügen lässt, wie er dadurch sexuell erregt wird).

Die Wirtschaft ist laut Duden die „Gesamtheit der Einrichtungen und Maßnahmen, die sich auf Produktion und Konsum von Wirtschaftsgütern beziehen“

Zunächst ist meine Meinung, dass ein Zusammenleben in einer Gemeinschaft, wie auch immer geartet, nur gewährt ist, wenn es Regeln gibt, nach denen sich alle richten können und das auch tun. Das ist durch die Gesetze gegeben.

Dass wir in einer Wirtschaft leben und uns die Güter zu Nutze machen, die uns diese Wirtschaft zur Verfügung stellt, brauchen wir nicht in Frage zu stellen. Das tut sicher jede/r mehr oder weniger und dafür sind sie auch da. Wäre das nicht der Fall, würde es an ganz anderer Stelle beginnen zu bröckeln, nämlich in der Produktion.

Warum sind wir, oder besser fühlen sich einige von uns als Sklaven der Wirtschaft?
Warum kommen sie sich als Leibeigene vor, warum als Menschen die etwas unfrei tun müssen, was andere verlangen?
Um welche Wirtschaftsgüter geht es denn, die mich „versklaven“? Das Auto, die Dolby-Surround-Anlage, die Play-Station, oder fühle ich mich, um bei der Werbung zu bleiben, auch als Sklave der Wirtschaft bei Babykost und Erfrischungsgetränken?

Haben wir nicht das Recht, uns dessen zu entziehen und keine Play-Station, kein Auto, keinen Fernseher zu haben?
Es steht uns doch frei. Wir könnten sogar wieder auf Selbstgekochtes für unseren Nachwuchs zugreifen und uns als Erfrischungsgetränk einen Tee zubereiten, den wir herunterkühlen.
Statt Auto nähmen wir das Fahrrad (und wenn das zu viel Sklaverei wäre, gingen wir zu Fuß).

Und dann schauen wir den anderen im Auto nach, vergleichen (erinnere: der Vergleich ist die Wurzel zum Unglücklichsein!) und sind froh, nicht „versklavt“ zu leben?
Jede/r die/der hier bereits einen Eintrag verfasst hat, hat doch zumindest ein Medium, um sich ins Internet zu wählen.
Ich zumindest fühle mich so frei, dass ich mir die Dinge, die versuchen mich zu versklaven SELBST aussuche, ob sie in mein Leben passen. Und damit fühle zumindest ich mich nicht ver“leibeignet“

Carola schreibt am 28. August 2011

Ich schliesse mich dem vorangegangenen Kommentar von Annette an und moechte noch einen Gedankengang hinzufuegen:

Meine nun fast 80 jaehrige Tante erzaehlt mir oft, wie frueher gelebt wurde. Sie ist auf einem Bauernhof gross geworden und es wurde spaetestens um 6 Uhr morgens aufgestanden und den ganzen Tag hindurch wurde gearbeitet. Und selbst am Abend gab es noch irgendwelche Sitztaetigkeiten wie Stopfen oder Bohnen putzen zu tun. Und alle Familienmitglieder waren involviert. Selbst einmal ein Buch aufzuklappen galt als purer Luxus und Zeitverschwendung. Das Leben stand zu 100% im Dienste der Nahrungsversorgung und des Hoferhalts. Sie waren nicht “Sklaven der Wirtschaft”, sondern das Leben in der Landwirtschaft erforderte eben anscheinend den totalen Einsatz. Sie haben es im Prinzip fuer sich selber gemacht, doch sie lebten wahrlich ein sehr bescheidenes Leben.
Heute koennen wir doch entscheiden, was fuer einen Weg wir einschlagen. Frueher war das in den meisten Faellen nicht so und es gab keinerlei finanzielle Freiheit noch Freizeit.
Das gibt mir oft zu denken.
mit den besten Gruessen
Carola

Peter Angelo schreibt am 28. August 2011

Ich denke man muss grundsätzlich zwischen einer subjektiven und einer objektiven Sichtweise unterscheiden. Die objektive, nämlich dass wir uns in einer leistungsorientierten Profitgesellschaft befinden welche manche Gruppen bevorteilt, dürfte uns allen klar sein.
Sich als Sklave einer Gesellschaft zu fühlen hängt zunächst davon ab welchen Stand man in dieser Gesellschaft hat(sozial, intellektuell und beruflich) und davon wie man tickt, d.h. wie das Gehirn seit der Kindheit “programmiert” wurde und in was für einem Umfeld wir uns bewegen. Ich denke dass man sich umso mehr als Sklave fühlt je mehr man sich einer Unfreiheit(Arbeit etc.) beugen muss und je mehr man keine Wahl hat. Intellektuell besser gestellte haben in dieser Wissensgesellschaft natürlich bessere Aussicht auf zumindest materiellen Wohlstand. Schlecht ausgebildete Geringverdiener können sich schnell als Sklave fühlen da sie für das System weniger wert sind und jede Arbeit annehmen müssen um über die Runden zu kommen.
Wenn man in der Wirtschaft nachgefragt wird und auch mit weniger Arbeit ein gutes Einkommen erzielt, so kann man sich natürlich dem System umso mehr entziehen je mehr man die suggerierten materiellen Ansprüche zurückschraubt und mehr Zeit für sich nimmt.
Das Kernproblem dieses Systems ist, denk ich, das die Menschen sich von sozialen Werten verabschieden weil das System diese nur unzureichend fördert oder weil sich die Menschen nur noch als Produktionsfaktor fühlen. Das komplette Leben wird immer mehr ökonomisiert und die Menschen fühlen sich politisch nicht mehr wahrgenommen. Das führt zu einer Rekordzahl an psychischen Erkrankungen, Egoismus, Gewaltbereitschaft, brennenden Autos und zu einer Geburtenrate von 1,3.

saija schreibt am 28. August 2011

Heute wird viel über das liebe Geld und Geldverdienen geredet. und daurch ist unser Gehör sensibilisiert auf das Geldrederei. Wir denken, dass ist etwas was wir haben müssen um hier sein zu dürfen.

Es wird das Gefühl vermittelt Geld ist gleich wie; Akzeptiert zu sein, Respekt zu haben, mittel zu Zusammengehörigkeit usw..
Diese Bedürfnisse zu erfüllen ist Uns wichtig, sogar Überlebens wichtig und wird durch das Materielles erfüllt bis wir irgendwann unsere Dankbarkeit fürs das Leben selbst finden.
Das ist aber ein längerer Weg, der Herzensweg.

Jede will sich Würdig fühlen und “verkauft” ihre Seele für diese Materielle Abhängigkeit um mal sich z.B. akzeptiert zu fühlen.

Aber einmal wird man Alt, das Geld verliert ihre Bedeutung und jede wünscht nur als Ich Respektiert zu sein. Aber was geschieht? Wir werden gepflegt als Routine, im Bett hin und her gedreht, dass jemand andere das Geld verdient und sich für den Wirtschaft zu opfert nur das Geld zu haben ihrer Materielle Bedürfnisse erfüllen zu können. Kreis geht weiter, interessant:-)

Und wann oder wo bekommt man Respekt und Akzeptierung für das Ich? Nicht von Aussen, sonder von Innen. Es kommt mit der Zeit und mit der Reife, das ist das normale Lebenslauf.

Es ist wunderschön, wenn wir endlich uns freuen, arbeiten zu können und dürfen. Wenn wir uns freuen hier sein zu dürfen anstatt müssen. Wenn wir uns erlauben mit verdientem Geld uns etwas zu leisten usw. Wenn das Leben mehr Freude macht anstatt Leiden, da wir haben gelernt innen zuhören und unsere Bedürfnisse zu erfüllen durch Das Leben.

Ich wünsche viel Spass beim Suchen :-) und noch einen wunderschönen Sonnigen Sonntag!

Waldfee schreibt am 28. August 2011

Zu dem Thema fällt mir folgender Spruch ein: Von dem
Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge die wir nicht brauchen, um Leute zu imponieren, die wir nicht mögen :-)

Noch einen schönen Sonntag wünscht
Waldfee

    Tina schreibt am 28. August 2011

    Sehr schön!!! ;-)

engelfeder schreibt am 28. August 2011

ich bin froh ein Schwarzes Schaf zu sein –die Freiheit nehm ich mir – und Freiheit ist das was wir wollen –über die Farbe machen wir uns erst zweitranig Gedanken –und in der Wirtschaft brauchen wir auch Schwarze weil die anderen denken immer das gleiche –wir bringen die Veränderung –

Harald Muths schreibt am 28. August 2011

Kommentare voller Erklärungen, voller Darstellung des (all)umfassenden Wissens und des klugen Bescheidwissens über alle möglichen Probleme unter weitgehendem Verzicht auf Darstellung der persönlichen Stellung im Sklaventum. Wenn ich mich darauf beschränke, zu erkennen, zu erklären ist das nie ein Schritt in eine andere Richtung. Möglich, dass das auch gar nicht gewollt ist, das Erklären ist doch so schön. Es kommt mir vor wie die Sätze eines Sklaven, der anderen die Unumgänglichkeit seines Sklavendaseins erklärt.

Da hilft nur eine andere Haltung des “so-nicht-wollens” und der Neuorientierung. Weiß selbst, dass das nicht einfach aus dem Ärmel zu schütteln ist; aber wenn ich willens bin mich neu zu orientieren und das im Alltag ständig einübe, habe ich eine Chance aus der inneren Haltung “ich bin Sklave” auszusteigen.
“Lever düad üs slave”, ist ein altes friesisches Sprichwort.
In die heutige Zeit übersetze ich das in etwas so, ich verzichte bewußt so weit wie möglich auf alles was mich in eine Abhängigkeitssituation bringen könnte.

schönen freien Sonntag

Jürgen Nastvogel schreibt am 28. August 2011

Jeder ist nur dann Sklave, wenn er sich seines Tuns nicht bewußt ist. Ich erinnere an die fabelhafte Geschichte von Sysiphus von Albert Camus. Die bewußte Entscheidung für meine Tätigkeit bleibt mir immer. Wer, wenn nicht ich selbst, kann die Abhängigkeit von wem oder von was auch immer ändern? Natürlich ist das oft ein schwerer Weg. Aber was heute oft vergessen wird, Erfolg kommt nicht durch Zufallsglück (wie ein Lotteriegewinn), sondern durch Einsatz, Aufwand, Hartnäckigkeit und Fleiß. Das wird sich wohl anders nicht realisieren lassen.
Da hatte schon Goethe recht wenn er sagt: Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.

Martin schreibt am 28. August 2011

Nein. Wir in Deutschland sind nicht Sklaven der Wirtschaft. Wir können uns glücklich schätzen in Frieden und Sicherheit zu leben. (siehe Afrika / Irak etc. )
Jeder kann durch sein tun genug zum Leben verdienen und wer nicht kann den fängt Hartz 4 auf.

Die Wirtschaft ist außerdem gut, denn ohne stetige Weiterentwicklung und Rationalisierugn hätten wir nicht den Lebensstandard und all die technischen Spielereien, die unser Leben versüßen ( z.B. Flachbild-TV mit Surround-Sound ).

Allerdings kann es passieren, daß man Sklave des Geldes und des Konsums wird. Die ständige Werbung kann dazu führen, daß wir auf Pump zu viel konsumieren. Dann kann es tatsächlich dazu kommen, daß man zum Sklaven wird und die Freiheit verliert, weil man dauernd arbeiten muss um seine Kredite zu bedienen.

Stephi schreibt am 28. August 2011

Richtig frei habe ich mich auf einer Weltreise gefühlt, als mir alles, aber wirklich auch alles geklaut wurde. Aber es hätte mich auch nicht glücklich gemacht, so mein Leben lang um die Welt zu reisen. Ich sehnte mich nach einiger Zeit nach einem Zuhause, einer Familie und Freunden. Aber um das zu haben, zahlt man schnell den Preis, dass man, bis zu einem gewissen Punkt, Sklave der Wirtschaft bzw. des System ist.

Das habe ich akzeptiert, achte aber darauf, dass ich innerhalb dieses Systems soviel Freiheit wie möglich habe.
Ich versuche z.B. nicht alles zu kaufen und haben zu müssen und miste regelmäßig aus. Das gilt auch für meine Versicherungen und sonstigen Fixkosten. Dann halte ich immer wieder inne und frage mich, ob ich so glücklich bin (Mit dem Job, der Familie, Freunden, etc.) und versuche dann wieder die Balance zu finden. Das gelingt mir mal besser und mal weniger gut… Und außerdem reise ich immer noch viel und das hilft mir, zu sehen, dass es in anderen Teilen der Welt andere Spielregeln gibt und das Leben dort auch funtioniert – manchmal sogar besser – und das man nicht alles einfach so annehmen und akzeptieren muss.

Ich denke daher, dass jeder für sich selber entscheiden kann bis zu welchem Grad er Sklave der Gesellschaft ist.

Bruno O. Sörensen schreibt am 28. August 2011

Die größte Liebe ist die Freiheit, die will jeder Selbstvergessene.
Hören muss nicht zwangsläufig zur Hörigkeit führen denn frei wird jeder geboren.
Das Schicksal des Menschen ist sein eigen Echo in und mit dem er lebt.
Lebe so wie du leben willst und frage dich ob du das was du willst wirklich brauchst den dein Wille geschieht.

Manni schreibt am 28. August 2011

Ein Spruch hängt bei mir ganz zentral an der Wand:

“Wenn du nicht frei sein kannst, sei so frei wie du kannst”

Und Unfreiheit sehe ich dann, wenn ich mich korrumpieren lasse und dadurch letztendlich nicht ich selber bin.
Und nun kann jeder für sich selber prüfen, ob er durch sein “Sklavensein” oder die “Randbedingungen” in denen wir nun einmal leben (das IST unsere Welt) mitmacht durch eigenes korruptes Handeln.

Und: Ja, wenn ich mein Leben anschaue, dann erkenne ich manchmal, dass auch ich mich habe korrumpieren lassen. Und ich bin froh, dass ich dies erkenne und damit die Freiheit habe, ab sofort oder nächstes Mal anders zu Handeln. Und der Spruch spendet mir Trost.

1 Ela 4 schreibt am 28. August 2011

Wir müssen uns bewußt sein, dass wir auf vielen Ebenen konditioniert sind. Nur allein durch dieses Bewußtsein können wir dann genau hinschauen und vielleicht etwas mehr von der Realität sehen. Dies bedeutet Anstrengung – die wir nicht immer aufbringen.
Es hilft also nicht, in eine Opferrolle zu schlüpfen: “die böse Wirtschaft, das böse …..”, sondern einfach Tatsachen zu akzeptieren und sein Bestes zu versuchen (mein Bestes muss nicht unbedingt DEIN Bestes oder überhaupt DAS Beste sein).
Im übringen zweifeln namhafte Neurobiologen inzwischen daran, dass wir überhaupt bewußte Entscheidungen treffen können, dass wir überhaupt frei seien.
Trotzdem – immer schön fröhlich bleiben!!! Das Leben ist schön und wir sind beschenkt, in einem Land wie diesem leben zu dürfen.
Let the sun shine!

Tanja schreibt am 28. August 2011

Wir machen uns dann zu Sklaven der Wirtschaft, wenn wir denken, dass endloser und sinnloser Komsum zum erfüllten Leben gehört.

Marita schreibt am 28. August 2011

Mir fällt zu den vielen Kommentaren nicht mehr viel ein, vieles ist übertrieben und manches sehr wahr…,aber ich muß essen und trinken, ich muß von A nach B kommen,ob ich dafür ein Auto brauche oder andere Verkehrsgesellschaften benötige, ich brauche es im Winter warm und muß dafür Öl kaufen,ich will nicht im dunkeln sitzen und ich möchte nicht unter dem Baum schlafen und auch nicht mit Bananenkisten meine Wohnung gestalten…….für all das brauche ich Geld, denn ich arbeite um zu Leben und nicht umgekehrt, mach ich mich zum Sklaven, weil ich für alles eine Firma einen Konzern etc. brauche? Es geht um das Elementare und was ich daraus mache,ist jedem selber überlassen! Man hat nur dieses EINE LEBEN und das möchte ich genießen……das Maß der Dinge zu finden, für sich selbst, das ist die Kunst! Ich habe auch mal einen sehr guten Spruch gelesen – Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluß vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, daß man Geld nicht essen kann!

Anton schreibt am 28. August 2011

Wir sind nur Sklaven, wenn wir uns dazu bereit erklären, bzw. unser Tun nicht hinterfragen und nicht bereit sind uns zu ändern.
Wir leben in einem Land in dem für jeden Menschen die Grundbedürfnisse gedeckt sind. Der weit darüber hinausgehende Reichtum ist nur dadurch möglich, weil wir zusammen mit unseren Partnern aus der westlichen Welt mithilfe kapitalistischer und militärischer Mittel auf Raubzug durch die Welt gehen. Wir sind die, die andere zu unseren Sklaven machen und ohne Rücksicht auf Verluste ausbeuten. (Krieg um Öl und andere Bodenschätze; Regenwaldabholzung um unsere Fleischgier zu stillen usw.)
Neues Denken ist hier gefragt: Frei nach Kant: Befreiung aus der selbst verschuldeten Unwissenheit ist der Ausweg aus der eigenen Sklaverei.
Noch was: Auf einer Familienfeier heute ist mir wieder mal bewusst geworden was wirklich zählt im Leben: Beziehungen zu anderen Menschen, Geselligkeit, gemeinsames Erleben.

Melanie schreibt am 29. August 2011

Sklave der Wirtschaft – Ja, das stimmt. Aber nur wenn man sich dazu macht. Wenn man darüber nachdenkt ist es doch so, dass man einen Job hat um Geld zu verdienen, damit man ein Haus oder eine Wohnung halten kann, damit man ein Auto fahren kann, damit man sich ausstaffieren kann usw. Die Frage ist, ob man das in dem Maße braucht und ob es nicht anders geht. Natürlich gibt es Mittel und Wege, diesem “festen Muster” zu entgehen, jeder auf seine Weise. Aber das bedeutet ausgetretene Pfade zu verlassen und in die Unsicherheit zu gehen. Da kann man sich nicht an anderen orientieren die um einen herum sind, da ist man auf sich allein gestellt. Ich glaube das ist es, was die meisten davon abhält. Die Sicherheit der Gesellschaft zu verlassen und allein da zu stehen, denn wie schon geschrieben wurde ist der Mensch ein Rudeltier. Was der jeweilige Mensch braucht und was nicht ist ja nun individuell.
Ich habe schon einige Beispiele gesehen von Menschen, die anders wollten aber es nicht geschafft haben weil sie zu sehr verankert waren in der Gesellschaft. Schwierig, weil sie weder da noch dort “glücklich” waren. Aber auch Beispiele von welchen, die es geschafft haben anders zu sein und das sehr gut, weil sie sich ganz bewusst und ehrlich dafür entschieden haben.
Das Zitat von Einstein gefällt mir sehr gut! Das ist es was wichtig ist, entweder ist man ein Schaf oder nicht. Einen Wolf im Schafsfell erkennt die Gesellschaft.

Susanne schreibt am 29. August 2011

wir machen uns selbst zu Sklaven der Wirtschaft. Wir müssen nur immer mehr arbeiten, weil wir immer mehr konsumieren möchten. Es bleibt jedem frei, sich selbst aus dieser Spirale zu befreien! Wirklich arme Menschen in anderen Ländern der Erde zahlen viel, viel mehr für unseren Reichtum! Manche zahlen mit ihrem Leben.
Klar, wir müssen arbeiten. Aber für mich ist die Alternative zum “Jammern”, mir eine Arbeit zu suchen, die mich ausfüllt. Die ist dann zwar in vielen Fällen nicht der “Super-Job” im Sinne eines hohen Verdienstes – aber Geld ist eben doch nicht alles!
Ich denke, viele Menschen haben einfach verlernt zu sehen, was sie haben und wie gut es uns hier geht. Mich ärgern oft die völlig überzogenen Ansprüche, die in Deutschland gestellt werden. Ein Weg zum zufriedenen und freieren Leben: meine eigenen Ansprüche überprüfen und zurückschrauben, sich aufs Wesentliche besinnen – und das ist sicher nicht Geld und mat. Reichtum.

    Waldfee schreibt am 29. August 2011

    @ Susanne:
    Sehr schön ausgedrückt! Das sind auch meine Gedanken dazu.

    Waldfee

Adelchen schreibt am 29. August 2011

Man kann sich da verrückt drum machen, oder es sein lassen. Ich erachte es als sinnvoller, eigene Prinzipien, auch wenn es nur wenige aber dafür elementare Punkte sind, zu haben. Sie müssen nicht immer 100% eingehalten werden, sondern dienen als (Richt-)Werte. Die Gesellschaft (Wirtschaft) ist mittlerweile so vielfältig, dass jeder irgendwo reinpasst. Wenn man ständig Rücksicht darauf nimmt, reinzupassen, zu gefallen etc. riskiert man, dass man anderen gefällt, aber sich selbst nicht. Das lohnt sich also nicht, da all diese Menschen einen auch nicht glücklicher machen können.
Wer seine eigenen Werte findet/ hat, oder sein eigenes Prinzip entwickelt, wie die Werte meines sind, wird auch mehr Zuspruch von seiner Umgebung und der Gesellschaft an sich bekommen. Das liegt vor Allem daran, dass man ein eigenes, funktionierendes Prinzip hat, zufrieden ist und das auch ausstrahlt.

Sauseng Karl-Heinz schreibt am 29. August 2011

Ich finde dass jeder den Grad der “Wirtschaftssklaverei” immer noch selbst bestimmen kann. Die richtige Mischung aus Ehrgeiz, Selbsteinschätzung und Bedürfnissen bestimmen den Grad der Sklaverei. Bei der Findung der richtigen Mischung hilft mir oft dieser Newsletter.

Dagmar schreibt am 29. August 2011

Früher gab es aber fast keine Werbung, und heute werden wir so durchs Fernsehen, Kino und Internet beeinflußt, dass wir gewisse Dinge haben möchten. Und dann kommt eine verständliche Frustration, wenn Leute mit einer Vollzeitstelle 900 Euro netto verdienen. Viele Firmen wandern in Billiglohnländer ab, die Mieten werden teurer – natürlich sind wir in einer Abhängigkeit zum wirtschaftlichen Wandel. Und zu glauben, dass man mit wenig Geld und viel Liebe glücklich leben kann ist naiv. Geld erleichtert sehr viel. Man kann eine Ehekrise haben, aber es ein Unterschied, ob man die “nur” emotional hat ohne Geldnöte, oder ob man in einer kleinen Wohnung mit zwei Kindern kaum über die Runden kommt. Wir sind heute nicht mehr in den 40er Jahren, als die Menschen so “bescheiden” waren. Es gab damals einfach nichts und nachdem fast niemand etwas hatte, fiel das auch weniger auf, als wenn heutzutage jemand im 10. Winter wieder mit dem gleichen abgewetzen Mantel daherkommt. Die Wirtschaft will und braucht, dass wir viel konsumieren. Es wird durch Werbung der Wunsch geweckt, viel teilweise Unsinniges besitzen zu wollen. Bescheidenheit und Demut sind das Letzte, was die Wirtschaft sich von der Bevölkerung wünscht. Und gleichzeitig stagnieren die Löhne, viele können sich keinen Luxus leisten – und die freie Marktwirtschaft ist bereits ein Begriff geworden, der unantastbar sein muss. In diesem Begriff wird ja das positive Wort “frei” bewußt eingesetzt, weil dann staatliche Regulierung (Mindestlöhne…) zum Begriff “unfrei” wird.

Raphael schreibt am 29. August 2011

Wie kann man von etwas Sklave sein, dass man selbst erschaffen hat?
Die Wirtschaft an für sich ist doch nichts schlimmes. Ich finde das die Wirtschaft sehr viele gute Seiten hat. Allerdings muss man sich differenziert und reflektiert mit vielen Dingen auseinandersetzen um nicht in die Falle zu tappen.
Das schlimmste was wir selbst hervorgebracht haben, ist das Sprachrohr der Wirtschaft, die Medien. Wir bekommen jeden Tage, jede Minute, von allen Seiten zu hören, dass alles jetzt, sofort und schnellstens erledigt werden muss und richten unser Konsumverhalten darauf aus. Wir lassen uns stundenlang erzählen, was wir alles brauchen um glücklich zu sein und was wir konsumieren müssen um gesellschaftlich akzeptiert zu werden.
Dieses absolut menschliche Bedürnis, das Dazugehören, lässt uns brav wie die Schafe, alles kaufen was uns angepriesen wird. Wir haben verlernt selbstständig, vernünftig und maßvoll zu denken.

Es gibt genügend Leute, die sich durch die Wirtschaft/Medien von Ihrem Leben ablenken lassen und sich nur all zu gerne der selbstgewählten Versklavung hingeben. Fernsehen, Alkohol, Zigaretten, Fast Food und Videospiele sind Dinge die kein Mensch braucht um zu überleben. Wir möchten aber glauben, dass wir diese Dinge zumindest für den sinnvollen Zeitvertreib brauchen. Wir haben verlernt miteinander zu kommunizieren. Wir haben verlernt uns Zeit für das Essen zu nehmen. Wir haben verlernt auf unseren Körper zu hören.
Die Wirtschaft hat es geschafft, den größten Teil der Bevölkerung so zu beeinflussen, dass ein bewusstes “Aussteigen” aus einigen Dingen auch gleichzeitig zum gesellschaftlichen Ausschluß führt.

Autopilot vs. Bewusstsein:
Es fängt bei jedem selbst an, sich dieser gesamten Maschinerie aus Wirtschaft und Medien zu entziehen. Ich verzichte auf das Radio, wenn ich Auto fahre. Ich fahre, soweit es geht mit dem Fahrrad anstatt das Auto zu benutzen. Ich verzichte auf Alkohol und Nikotin. Meine “Fernsehzeit” habe ich um 90 % reduziert (bin stattdessen lieber draußen in der Natur).
Es geht doch nicht darum, diese ganze böse Wirtschaft zu Fall zu bringen, sondern durch ganz bewusste Entscheidung für oder gegen eine Sache, die Richtung selbst zu bestimmen.
Ich rede hier nicht von abnormen Dingen, sondern von etwas, dass jeder sofort umsetzen kann (wenn er denn möchte).

Selbst die längste Reise fängt mit dem ersten Schritt an.

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

Heinz Würfele schreibt am 29. August 2011

Hallo,

wenn recht zu Unrecht wird, dann lohnt
es sich zu kämpfen.

Wir können uns die Sklavenhalter, die wir selbst
gwählt haben zur Brust nehmen.
Wir können aber auch nichts tun, so wie die meisten
unserer Mitmenschen.

Mit kämpfen meine ich, das Unrecht anprangern, den zuständigen Verantwortlichen das Unrecht aufzeigen, und Abhilfe schaffen!!

Was machen wir, wenn schon wieder zuviel ausgegeben wird?

Wie lernen wir unseren Kindern und Enkel das Sparen?

Im Elternhaus fängt dies an, dort muss einiges verbessert
werden, nicht nur bei den Politikern.

Unordnung ist immer Unheil, Ordnung ist der wichtigste
Baustein der Demokratie.
Heinz Würfele

Sammy schreibt am 29. August 2011

Hierzulande können wir (als Arbeitsfähiger z. B.) meist selbst entscheiden, wie viel Zeit, Mühe und anderes wir einsetzen möchten (beim Geldverdienen, für familiäre, freundschaftliche und andere Kontakte), um die uns wichtigen Bedürfnisse erfüllen zu können. Jetzt und hoffentlich auch künftig.
Wir sind weitgehend selber verantwortlich, ob wir uns für mehr oder weniger Konsum, Abhängigkeit usw. entscheiden.
Notfalls können wir vom Staat eine Grundsicherung erhoffen, über deren richtige Höhe, Qualität, Beschaffung die Meinungen manchmal weit auseinandergehen.

Fühlen wir uns lediglich für uns selber verantwortlich?
Unser Tun und Lassen hat doch auch Auswirkungen auf die uns Nächsten und sogar auf uns völlig Fremde. Nicht nur bei Wahl-, Spenden-, Kaufentscheidungen.

Es sind andernorts sehr viele, deren Gesundheit und Leben täglich bedroht ist durch Fehlen von Essen, Wasser, Medizin, Bildung, durch Kriminelle, Waffen usw.
Nicht alle diese Bedrohten und ihre Kinder können frei entscheiden: Entfliehe ich diesen Gefahren, diesen Umständen oder nicht?

Meines Erachtens haben solche Probleme mit dem Zustand der Weltwirtschaft zu tun. Sie ermöglicht, dass die einen im Überfluss leben, während andere zu wenig zum Überleben erarbeiten und selbst behalten können.
Ob sich die Betroffenen als Opfer, als Sklaven der Wirtschaft (genauer: der in der und über die Wirtschaft Entscheidenden) fühlen, ob sie eine reale Chance haben, daran etwas zu ändern, weiß ich nicht.

    Sammy schreibt am 4. September 2011

    Man könnte sogar sagen: Wer sich zum Sklaven von irgendwas und irgendwem machen lässt, verstößt gegen Menschenrechte.
    Denn in Artikel 4 der Erklärung dazu von 1948 heißt es, niemand dürfe in Sklaverei gehalten werden, sie sei “in allen ihren Formen” verboten.
    Und in Artikel 1 steht: “Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.”

Jens schreibt am 29. August 2011

Hallo Zusammen,

ich bin hin und her gerissen, denn wir haben dieses System ja selber aufgebaut und bewegen uns jeden Tag darin. Ich bin chronisch krank, danke ich dem System trotzdem gut leben zu können? Oder bin ich durch das System krank geworden? In den armen Ländern gibt es meine Krankheit nicht!

Wenn ich mir die Lebensmittel anschaue, dann erhalten wir gefühlt immer günstigere Produkte, allerdings mit “problematischen” Inhalten. Ich habe aber die Möglichkeit mich gesünder zu ernähren, ist aber teuerer. Also sollte ich mehr Geld verdienen und mich gesund ernähren? Die teuren Produkte könnten ohne die ganze Werbung wesentlich günstiger sein, doch die Industrie ist in sich selber versklavt. Alle machen das gleiche.

Legen sie doch einem Menschen mit Bluthochdruck mal nahe sich etwas mehr zu bewegen, fettarmer zu essen und ein wenig Entspannung zu üben. Das will der oft nicht, er will seine Pille! Auf sich selber zu achten, haben wir verlernt und bringen es unseren Kindern auch nicht bei. Wir sollten achtsamer mit uns und der Natur umgehen, dann haben wir einen nächsten Schritt getan!

Und denkt mal über die Vision des bedingungslosen Grundeinkommens nach…..

Let´s do magic!

Lukas R. schreibt am 29. August 2011

Ohne jetzt alle (im Moment 53) Kommentare gelesen zu haben, möchte ich auf die ursprüngliche Frage, ob wir Sklaven der Wirtschaft seien, auch antworten.

Meiner Meinung nach ist der durchschnittliche, westlich-geprägte Mensch kein Sklave der Wirtschaft, sondern ein Sklave des Konsums.

Wir arbeiten, um Geld zu verdienen, welches wir dann wieder ausgeben. Oftmals geben wir auch zuerst viel Geld aus (Hauskredit, Autokredit, aber auch Kredite für kleinere Konsumgüter) und bezahlen unseren “Konsum” im Nachhinein. Dabei, finde ich, leben fast alle diese Menschen über ihren Verhältnissen, bzw. konsumieren nicht klug und einfach zu viel. Sie lassen sich ihre Lebensart und Lebensweise von der Gesellschaft/ Werbung zeigen und lassen sich unter Druck setzen. Sie leben dann so “wie man halt so lebt”. (ein Haus bauen, ein Auto fahren, eine teure Hochzeit feiern, exotische Urlaubsziele besuchen, teure Kleidung tragen)

Dabei stellen die meisten Menschen ihren Konsum nicht in Frage und überlegen nicht ernsthaft, ob sie all diese Dinge zum glücklich sein und für ein erfülltes Leben überhaupt benötigen.
Meistens ist umgekehrtes nämlich der Fall. Zu viel Konsum bedeutet, man muss noch mehr (meist ungeliebte) Arbeit verrichten, um sich dieses Leben zu finanzieren. Die Folge ist: man hat weniger Zeit für Freunde und Familie und für Dinge, die einen wirklich erfüllen.

Durch kluges sparen kann man meines Erachtens schon in seiner Lebensmitte, mit einem durchschnittlichen Einkommen, finanziell unabhängig werden. (d.h. sich seinen eigenen (genügsamen) Lebensstil für den Rest des Lebens finanzieren können)

Nur unser eigenes Konsumverhalten versklavt uns an die Wirtschaft, nicht die Wirtschaft an sich.
Diese bietet nämlich in meinen Augen eine sehr große Freiheitsbasis und massig Spielraum zum Geldverdienen.

Lazarides schreibt am 30. August 2011

Ich meine wir sollten mit den Begriffen etwas vorsichtiger sein.
Schauen sie in die Diamantminen in Afrika – dann wissen Sie was Sklaven sind.
Wir sind schließlich und endlich immer noch unsere eigenen Herren. Jeder einzelne von uns kann und darf darüber entscheiden, ob und in welcher Art und Weise er seine Arbeitskraft der Wirtschaft zur Verfügung stellen will. Wir haben auch die Möglichkeit uns selbständig zu machen – von mir aus als Lehrer für traditionelle Japanische Schnupftechniken.
Bei Sklaven ist das nicht der Fall. Wenn wir etwas sind dann sind wir die Opfer unserer eigenen Bequemlichkeit und Trägheit.
Ich verstehe natürlich den Punkt der Aussage, wir wären Wirtschaftssklaven. Aber genau diese Einstellung ändert gar nichts. Das ist purer Narzissmus. Baden in Selbstmitleid. Wir armen Opfer. Wir würden ja so gerne etwas ändern, aber….
Victims of Circumsdances.

Wer hier bei uns etwas ändern möchte kann dies tun. Das kam auch schon in mehreren Beiträgen zur Sprache. Ich kann durch mein Konsumverhalten meine Meinung wesentlich besser zum Ausdruck bringen als alle vier Jahre bei der Wahl.

    Sammy schreibt am 1. September 2011

    Durch anderes (Konsum-)Verhalten, andere Lebensweise können wir für uns selber und unsere unmittelbare Umgebung gewiss manches verändern, verbessern, unser persönliches Wohlbefinden erhöhen.
    Ob wir freilich als Einzelne damit den von manchen befürchteten Crash der (Weltfinanz-)Wirtschaft, eine zunehmende Verschlechterung der Lebensumstände durch Ressourcenknappheit, Umweltschäden, Terrorismus usw. auch in unserem Lande verhindern können, bezweifle ich.
    Als Optimist hoffe ich natürlich, die Horrorpropheten irren sich und den Verantwortlichen gelingt, alle drohenden Gefahren rechtzeitig abzuwenden.
    Allerdings: Wer sind diese Verantwortlichen?

Dirk Schotten schreibt am 30. August 2011

Ich finde nicht, dass wir Sklaven der Wirtschaft sind. Wir leben größtenteils im Wohlstand: Wir haben täglich Nahrung, frisches Wasser, können uns viel leisten. Viele Menschen denken scheinbar, dies wäre normal! Ist es aber nicht. Ein Großteil der Menschen hat kein sauberes Wasser, keine Nahrung im Überfluss. Unser Wohlstand wurde nach dem Krieg hart erarbeitet und aufgebaut. Nur deshalb haben wir ihn. Der Wohlstand kommt nicht von alleine, sondern kann nur durch Arbeit erhalten bleiben. Dafür sollten wir dankbar sein. Oder möchten Sie lieber in Armut leben? Von alleine existiert unser Wohlstand nicht. Ich finde, wir sollten dafür dankbar sein und zufrieden sein, wenn wir arbeiten dürfen. Waren sehen wir immer das Negative darin?

Sonja schreibt am 30. August 2011

Hi! nein, ich fühle mich keineswegs als Sklavin der Wirtschaft, mich spricht der Artikel nur sehr an. Zum Einen fällt mir dazu ein, dass es mehrere Produktionsfaktoren gibt: Arbeit, Boden und Kapital. Heute haben wir in der westlichen Welt eine Überbetonung des Zuletztgenannten mit den Vorteilen Zinseszins und sauberen Händen und den Nachteilen Börsencrash und Inflation. Gleichzetig glaube ich, ist das Thema Arbeit ziemlich ausgereizt und durchorganisiert. Für eine 35-Stunden Woche zu streiten, wie vielleicht unsere Väter, tun wir heute nicht mehr. Die heutigen Unternehmen, wollen/können sich einen neuen Arbeitsplatz vielleicht erst leisten, wenn die Umweltschutzrückstellungen gebildet sind und die Marketingagentur bezahlt ist. Zum Anderen betone ich, dass jede Generation, jedes Land spezifische Probleme hat. Heute bekommt bei uns das Konfirmationskind eher Geld für den Laptop als die frisch gebackene Brote der Nachkriegszeit.

Ich finde es völlig normal, wenn der kenianische Bauer unser Zeitmanagement und Statusdenken nicht versteht. Persönlich frage ich mich, ob es so sinnvoll ist, in allen Ländern einen Kapitalismus westlichen Vorbilds zu installieren und sei es die deutsche, soziale Marktwirtschaft. Beispielsweise China durchläuft eine Entwicklung, in der die Gewerkschaften und Versicherungen der europäischen 19xx Jahre noch fehlen, von Arbeits- und Umweltschutz zu schweigen. In der Biologie durchlaufen nach der Zeugung alle Säugetiere ähnliche Entwicklungszustände, scheinbar gilt das auch für soziale und geschichtliche Dimensionen.

Kann ich Veränderungen bewirken, wenn ja, welche? Ich kann mich entscheiden, welcher Herde ich mich anschließe, was ich kaufe, welcher Werbung ich Glauben schenke, könnte wenn ich möchte dem System ganz entziehen: auswandern. Was in meinen Augen das Leben anstrengend macht, ist die Wahlfreiheit mit der ich meinen Werten Ausdruck verleihe, was ich bin, was ich tue, dulde oder unterlasse, wie ich meine Zeit plane und mit wem ich sie verbringe. Wir haben mehr Möglichkeiten, als die Generationen vor uns, aber weniger festgelegte/vorgefertigte Rollen.

Liebe Grüße

Ulli schreibt am 30. August 2011

Hier Gedanken von Psychologen zu dem Thema, die ich auf einem Seminar gehört habe:

Wenn der Mensch am Anfang seines Lebens Zeugung/Schwangerschaft/1. Lebensjahr zu wenig bekommt, um zu ‘leben’, Liebe und auch Nahrung ect. gehören dazu, dann hat das Auswirkungen auf sein ganzes Leben. Ist der Mensch in dieser Phase ‘satt’ geworden, ist das eine gute Grundlage, selbstbestimmt durch’s Leben zu gehen.

Die hohe Kindersterblichkeit früher wird auf die mangelnden medizinischen Möglichkeiten geschoben. Nein, die Kinder sind aus Mangel an Liebe gestorben.

Heute bringt die Medizin diese Kinder durch, aber die Liebe fehlt immer noch… Und da haben wir unsere Leistungsgesellschaft. Leisten, leisten, leisten um von anderen Zuwendung/Liebe/Lob zu bekommen. Die Garantie dafür steht in den Sternen, also weiter leisten, leisten, leisten bis zum umfallen.

Wie es so aussieht, haben wir großen Nachholbedarf und doktern an Symptomen herum. Die Wurzel will aber geheilt werden. Dann löst sich der Hamster von alleine aus dem Laufrad.

Hannah schreibt am 30. August 2011

Diese Aussage trifft zu 100 % zu. Jeder Mensch wird heute nach seinem Nutzwert beurteilt und es bedarf verschiedener Gesetze zum Schutz von Menschen mit Behinderung oder auch Schwangeren, um dem Kraken Wirtschaft Einhalt zu gebieten.

In meinem Arbeitsbereich kann sich inzwischen jeder Mitarbeiter ansehen, wie groß sein Anteil am wirtschaftlichen Erfolg ist. Ich finde das nur noch krank.

Peterchen schreibt am 1. September 2011

Die stärkste Ursache, dass wir zu Sklaven werden, liegt meiner Ansicht nach in uns selbst.
Wir leben ein Leben voller Luxus und damit meine ich Geschehnisse und Dinge, die wir als alltäglich wahrnehmen, auf die wir aber sehr gut verzichten könnten – wir tun es aber nicht.
Das fängt bei TVs an, geht über Smartphones und endet bei Autos. Gekoppelt mit einer “ich bezahl das morgen!”-Mentalität ist die Gefahr, in einen Strudel zu kommen, sehr groß. Grundsätzlich finde ich es schade, dass wir in unserer so freien Welt, in der mittlerweile nahezu jeder in Europa lebende Mensch so viele Möglichkeiten in seinem Leben hat, immer noch versklaven lassen. Wir machen Jobs, die wir nicht mit Leidenschaft machen, damit wir dann das Geld, das wir verdienen, in Dinge investieren, die uns von unseren Schmerzen erlösen sollen. Anstatt die Wurzel anzugehen, z.B. durch die Suche nach einem Job, der uns wirklich erfüllt, beseitigen wir nur die Symptome.
Vielleicht verkommt unsere Jugend (nicht nur diese) gerade deshalb zu einer “Wochenend”gesellschaft, in der schon montags auf das heiß ersehnte TGIF (Thank God It’s Friday) gepocht wird.

Grüße,
Peter