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Lass los, was dir nicht gut tut!

Von Ingrid Hack11 Kommentare

loslassen

Gefühle spielen eine immens große Rolle im menschlichen Leben – sie bestimmen letztlich, wo es langgeht. Das Bild vom treibenden Eisberg im Ozean verdeutlicht das: Die Spitze des Eisberges, unser Verstand, kann zwar beschließen, jetzt zu dieser schönen Insel da drüben zu schwimmen – doch der größere Teil des Eisbergs (Gefühlsbereich) befindet sich unter Wasser und wird von den momentanen Strömungen bestimmt – und die führen möglicherweise in eine ganz andere Richtung.

Wenn ich z. B. mehr Wohlstand ansteuere, aber unbewusst zum „schmutzigen“ Geld noch zwiespältige Gefühle habe, dann wird diese Strömung mich eben nicht im Hafen der Insel des Wohlstandes vor Anker gehen lassen.

Und hier wird vielleicht schon klar, dass solche zwiespältigen Gefühle, wie die zu „schmutzigem“ Geld, gar keine wirklichen Gefühle sind, sondern „gemustert“: Sie sind nicht realitätsangemessen und daher (in meinem Sprachgebrauch) „Emotionen“.

Gefühle und Muster bestimmen, wo es hingeht

Was ich also im Beispiel oben mit „Strömungen“ meine, sind alte Muster, Glaubenssätze und Programme, die wir seit unserer frühesten Kindheit mit uns herumschleppen. Sie sind oft unbewusst – entziehen sich also auch dem Verstand und der Vernunft – und zeigen sich nur an den sich wiederholenden unguten Situationen oder bei bestimmten reflexartig ablaufenden Reaktionen, die mir selbst oder meinem Gegenüber Schaden oder Leid zufügen.

Wenn ich dann in so einer Situation daran festhalte, das haben zu wollen, was gerade nicht geht (z. B. wegen der störenden Muster und Glaubenssätze), komme ich noch mehr in Schwierigkeiten. Vielleicht strenge ich mich noch weiter vergeblich an, um mich dann doch wieder als Versager zu fühlen – oder als armes Opfer des Schicksals, was mich dann noch weiter vom Ziel abtreiben lässt. Sinnvoller wäre es, erst mal die Strömungen (sprich Muster) zu untersuchen, die mich von meinem Ziel fernhalten.

Wenn Ihnen ähnliche Situationen aus Ihrem Leben eingefallen sind, dann sind Sie einigen Ihrer Muster schon auf der Spur. Sicher können Sie auch wahrnehmen, dass Sie in solchen Momenten reflexartig reagieren und Ihnen gar kein anderes Verhalten oder Fühlen zur Verfügung steht. Ein bestimmter Auslöser – und Sie gehen an die Decke oder ziehen sich gekränkt zurück … Da kann man manchmal schon neben sich stehen und den Ablauf beobachten – aber willentlich stoppen lassen sich solche Emotionen nicht. Meistens schaukelt sich die Situation noch auf, weil dann auch das Gegenüber „gemustert“ reagiert. Beide beharren auf ihrem „Rechthaben“ und fühlen sich unverstanden.

Wenn der Sturm vorüber ist, fragt man sich, wie es wegen solch einer Kleinigkeit schon wieder zum Streit kommen konnte. Auf Dauer kosten solche durch alte Reaktionsmuster verursachten Zusammenstöße und Missverständnisse viel Energie und mindern Offenheit und Liebe.

Wie Muster entstehen und was sie bewirken

Emotionale Muster entstehen sehr früh in der Kindheit, manchmal schon im Mutterbauch. Wenn die Mutter aufgrund ihrer Lebenssituation erschrocken und womöglich panisch reagiert, sobald sie die Schwangerschaft bemerkt, dann überträgt sich das auf den Embryo, der in Gefühlseinheit mit ihr ist. Das Kind erlebt also beim allerersten „Gesehenwerden“ eine Ablehnung, ein Nicht-willkommen-Sein. Falls die Mutter auch an Abtreibung denkt, dann ist das Leben des Kindes bedroht. Es fühlt sich unwert, am falschen Platz, ungeliebt und als Last. Es sollte gar nicht existieren. Es macht sich ganz klein und verhält sich still, um nur nicht aufzufallen.

Und richtig schlimm wird es, weil dieser Erwachsene immer wieder Situationen anzieht, in denen er sich nicht geliebt, fehl am Platz, abgelehnt und völlig unwichtig fühlen muss. Falls kein Wunder geschieht, gibt es erst dann eine Chance auf den sicheren Hafen einer gegenseitigen liebevollen Beziehung (oder eines erfüllenden Jobs), wenn diese uralten Emotionen geheilt und in die Lebensqualitäten zurückverwandelt worden sind, die in der Kindheit durch unglückliche Umstände verloren gingen.

Es scheint keinen Menschen zu geben, der völlig „ungemustert“ ist, aber es gibt sehr viele Variationen und Schweregrade. Ich wünsche Ihnen jedenfalls ein etwas leichteres Paket!

Aber selbst wenn Sie nur einen kleinen Muster-Rucksack tragen, möchten Sie doch sicher wissen, welche Möglichkeiten es gibt, die heutige Realität ohne die verzerrende Brille längst vergangener schmerzlicher Erfahrungen zu betrachten. Denn tatsächlich zeigen uns unsere Augen, was wir glauben, und nicht, was wir sehen! Ganz gleich, ob das nun rosig oder rabenschwarz erscheint: „Ob Sie glauben, dass Sie etwas können, oder nicht – Sie werden in jedem Fall Recht behalten!“ (Henry Ford).

Was können Sie tun?

Die neuere Gehirnforschung (z. B. Prof. Dr. G. Hüther) hat gezeigt, dass unser Gehirn ein Leben lang veränderbar ist. Und zwar, sobald wir Probleme erfolgreich lösen, an denen unsere Gefühle beteiligt sind. Wenn z. B. ein Kind irgendetwas einigermaßen Schwieriges, aber Lösbares bastelt und selbst herausfinden darf, wie das geht, dann gibt das ein ungeheures Erfolgserlebnis – so stark, dass es nicht mehr auf Lob von außen angewiesen ist. Es weiß selber, dass es das richtig gut hinbekommen hat. Und dann entsteht Lust auf „mehr“, was es selber erforschen und lernen kann. (Hier ein großes Lob an die Waldorfschulen!) So kann das Gehirn weiter wachsen und sich erneuern!

Man weiß, dass sich neue Synapsen auch dann bilden, wenn die Problemlösung in der Vorstellung – also beim Imaginieren – geschieht, weil das Gehirn zwischen realem und vorgestelltem Handeln nicht unterscheiden kann. Wesentlich dabei ist, dass das Ganze nicht nur im Denken, sondern in Verbindung mit (möglichst intensiven) Gefühlen geschieht. So kann man z. B. eine real erlebte traumatische Situation dauerhaft auflösen, wenn es gelingt, diese Erfahrung mit neuen, positiven Gefühlen zu verbinden. Jede Art von Imaginationstherapie könnte sich dafür eignen. Wenn die Veränderung von eingefleischten „Gewohnheiten“ vielleicht Monate des Daran-Arbeitens braucht, dann könnte eine entsprechende Imaginations-Übung zu einer sofortigen Erneuerung und Befreiung führen! Man fühlt sich danach wieder in seiner Mitte und der jeweiligen Situation selbstverständlich gewachsen. Wenn auftauchende Probleme nicht mehr lähmen, sondern Lust machen, sie zu lösen, dann wird das Leben wieder frisch, flexibel und spannend. Denn ohne die alten Programmierungen ist nicht mehr vorhersagbar, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten werde – außer, dass es immer die bestmögliche Antwort auf diesen konkreten Moment sein wird.

Erste-Hilfe-Anleitung – so können Sie eine „gemusterte“ Reaktion mit Hilfe Ihrer Imagination schnell entmachten:

Mit etwas Übung werden Sie die Prozedur sehr schnell und unauffällig durchführen können. Im Zweifelsfall kann man sich kurz entschuldigen, um zur Toilette zu gehen …

Natürlich wird das Muster dadurch nicht dauerhaft gelöscht. Dafür gibt es ausführlichere Imaginationsübungen, die auch die Entstehungsgeschichte in der Kindheit und die Transformation des alten Musters in eine neue Lebensqualität beinhalten.

Aber vielleicht kann Ihnen diese kurze und einfache Übung helfen, sich in einer akuten Situation von einem Reaktionsmuster zu befreien, welches Ihnen sonst Schaden zugefügt oder Kummer bereitet hätte.

Zuletzt möchte ich Ihnen für Ihren Weg Erich Kästners Worte ans Herz legen:

„Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit“

und: Es ist nie zu früh für eine neue und lebendige Gegenwart und Zukunft!

Von Ingrid Hack

Ingrid Hack ist Diplom-Psychologin und Autorin. Seit 1989 hat sie die Realighting® Methode zur Befreiung von alten Reaktionsmustern entwickelt. Neben Einzel-Coaching (auch per Telefon), Seminaren und Feriengruppen bietet sie auch eine Ausbildung zum/r Realighting®-Trainer/In an. 
Das Arbeitsbuch zur Methode, Davon will ich mich befreien. Alte Muster endlich loswerden“ ist 1998 bei Kösel erschienen und jetzt als rororo TB erhältlich. Ihr zweites Buch Das Cent Orakel – der einfache Weg zur schnellen Entscheidung, ist 2004 erschienen. Es kommt am 01.11.11 ebenfalls als rororo TB heraus.

  1. Nick schreibt am 2. November 2011 um 17:34

    Hallo Ingrid,

    ich habe mich in allem angesprochen gefühlt. Leider stehe ich mir mit immer den gleichen Dingen im Weg. Nach meinem BurnOut und einer chronischen Krankheit, kam alles alt "programmierte" an die Oberfläche und bestimmt jetzt mein Leben. Obwohl ich viele Sachen davon nicht nachvollziehen kann und auch vom Verstand nicht will, fühle ich mich nur wohl, wenn ich nicht dagegen ankämpfe.

    Nun bin ich schon über 40 und frage mich ob ich ein fremdes Leben führe. Eine gelegentliche "Neuprogrammierung" könnte mein Leben wieder ein wenig ordnen, denn ich will nicht wieder 7 Jahre sein:-)

    Habe mir gleich das Buch bestellt!

    LG
    Nick

    • Conny schreibt am 4. November 2011 um 10:56

      Hi, Nick,
      mir gehts eigentlich ähnlich. Auch bei mir ist es so, dass gegen etwas ankämpfen nichts bringt. Es zulassen - Sein-lassen - ist bei mir wesentlich zielführender. Akzeptieren. Dadurch hat sich schon einiges von ganz alleine gelöst.
      Ich fühl mich zwar nicht wie sieben, sondern wie ein Teenager ... Aber ich genieße es ...
      Warum auch nicht? Was bedeutet schon Zeit (Alter)?
      Chronisch krank zu sein ist nicht einfach, ich weiß. Ich hoffe, Sie sind doch schon in der Lage, etwas positives an diesem Umstand zu finden, denn - alles hat seinen Grund, seinen tieferen Sinn.
      Alles Liebe,
      Conny

    • Bianka Günther schreibt am 6. November 2011 um 17:10

      Hallo Nick,
      ich kann sehr gut nachvollziehen wie es Dir geht. Mit über 50 Jahren hat mich nun die Vergangenheit eingeholt. Ich musste sie erst einmal wahrnehmen und mich ihr stellen, um zu vergessen und wieder Lebensfreude zu gewinnen. Dabei halfen mir viele Gespräche mit Familie, Freunde und entsprechende Fachkräfte. Außerdem meine Gefühle nieder zu schreiben. Schreiben befreit. Wenn keine Gedichte, dann schreibe Dir einen liebevollen Brief oder schreib einfach auf, was dich zerstört (einfach was Dir in den Sinn kommt; es muss keine Reihenfolge erkennbar sein).

      Von mir mal 2 kleine Gedichte:

      „Gestern—heute—morgen"

      Was gestern war, ist vorbei.
      Was morgen wirklich ist, das weiß ich nicht.
      Also lebe ich den schönen Augenblick,
      denn das ist mein wahres Glück.
      Doch auch das Leben im Augenblick reicht mir nicht.
      So suche ich auf meinem Weg das kleine Licht,
      die Zuversicht.

      Bianka Günther
      09/2011

      „Zuversicht “

      Sie lässt mich hoffen, sie lässt mich bangen.
      Doch gibt sie mir Kraft und Mut.
      Im Inneren meine Wut,
      sie tut mir nicht gut.
      Darum lasse ich Vergangenes zurück
      und schärfe meinen Blick auf das kleine Licht,
      die Zuversicht.

      Bianka Günther
      11/2011

      Vielleicht geben sie Dir einen kleinen Anstoß für irgend etwas, was Dir gut tut.
      Bianka

  2. heidrun schreibt am 6. November 2011 um 08:23

    das vernichten des musters ist nicht gut. denn es gehört irgendwie zu mir. und vor allem gebe ich diese energie ja dann in das gesamtfeld... das ist wie müll einfach wegwerfen.

    ich kann dieses gefühl vor's herz halten und liebe fließen lassen und dann beobachten, wie es sich auflöst, ganz langsam...

    und dann fließt das weg, was nicht zu mir gehört, aber gereinigt und das zu mir hin, was eben doch zu mir gehört, aber konstruktiv...

    oder man verwandelt dieses negative, was im tibetischen als dämon bezeichnet würde, durch heilung in einen verbündeten - als coach wird man diese methode sehr gut praktizieren können. man findet sie im buch "den dämonen nahrung geben" auch über amazon zu beziehen. es ist von einer tibetischen buddhistin. und es stellt die verwestlicht-psychologisierte aber nicht minder wirksame form der einzigen tibetischen weiblich begründeten tradition dar. sie dient der konfliktlösung - zwischen menschen oder mit sich selbst und seinen verhaltens- reaktions- und fühlweisen.

    viel freude damit, das baut auf

    liebe grüße
    heidrun

    • Cara schreibt am 6. November 2011 um 14:23

      Vernichte alle Muster Heidrun und wirf weg allen Müll!

    • Antje schreibt am 8. November 2011 um 01:21

      Gefühle kann man nicht vernichten.
      Sie wollen wahrgenommen werden,
      dann können sie sich verwandeln.
      Ein prima Praxisbuch dazu ist
      "Emotionalkörpertherapie", erhältlich bei Amazon.

  3. Kirstin schreibt am 6. November 2011 um 09:37

    Liebe Frau Hack,

    danke für Ihren Artikel, der mich sehr angesprochen hat. Ich bin deutlich Angst-gemustert in einer Art und Weise, die nicht gesund ist und die mich immer mehr auszehrt. Wenn die Prägung greift fühle ich mich immer sehr hilflos, versuche mich zwar auch im Atmen und Annehmen, was aber trotzdem den entstandenen Stress nur bedingt ausgleicht, wenngleich auch deutlich besser und heilsamer ist, als dass "dagegen - ankämpfen". Ich bin sehr gespannt darauf, mehr in Ihrem Buch zu lesen und neue Ideen zu entwickeln, wie ich mich dem Heilen und Verwandeln der alten Musterung nähern kann.

    Herzliche Grüße
    Kirstin

  4. Cara schreibt am 6. November 2011 um 14:20

    Bisher 0 davon gelesen
    es kam aus dem Innersten meines Wesens
    dieses "Oh, Ja"
    und wie wahr

    Nur als ich in meinem Posteingang die Überschrift las
    spontan aus mir heraus brach
    Bitte, bitte tut euch diesen Gefallen
    sie kosten euch womöglich viel zu viel Gift und Gallen

    Lass los was Dir nicht gut tut
    und wenn es in den Menschen ruht
    welche Dich umgeben
    sie nicht immer und nur nach Deinem Wohlgedeihen streben

    Stante Pede geschrieben, gedichtet
    wissend es gibt andere Lichter
    als euer eigen Fleisch und Blut
    schürt die Glut

    Das Feuer welches in euch brennt
    wer euch wahrlich lieb hat, euch ans Ende der Welt hinterher rennt
    keine Grenzen kennt

  5. Wolfgang Leiberg schreibt am 8. November 2011 um 18:29

    Hallo,

    [Erster Satz wegen Polemik entfernt, die Redaktion]

    Eine einseitige Ausrichtung, die sich in den letzten Jahren in einschlägigen Psycho- und Esoterikkreisen breit gemacht hat. Und die ich auch bei Ingrid Hacks Äußerungen wahrnehme.
    Die Voraussetzung dafür, etwas loslassen zu können: es muss erst einmal etwas dasein. Und damit etwas da sein kann, ist das Gegenteil von "Loslassen" bitter notwendig: das "Sich Einlassen". Heute mehr denn je. Auf emotionale Nähe, auf Liebe, auf Achtsamkeit, auf Respekt, auf Fürsorge, auf Solidarität mit den Schwachen und Kranken. Mit denen, die in den Zeiten der großen Beschleunigung nicht mehr mithalten können.
    Dieser Aspekt fehlt mir in der vorliegenden Erörterung gänzlich. Als alter Sozialromantiker weise ich sehr gerne auf dieses Manko hin.

    Einen herzlichen Gruß

    Wolfgang L.

  6. Renate Beck schreibt am 9. November 2011 um 12:13

    Danke Herr Leiberg, ich denke Sie sind kein Sozialromantiker sondern gesund.
    Sollten die Beiträge sich an Gesunde richten oder bei Bedürftigen für Therapie werben ?
    Buch kaufen reicht doch bei einigen nicht und wenn das die Lösung sein sollte, wird es gefährlich.
    Ihr wandert da auf einer gefährlichen Grenzlinie.Eine Internet-Therapie ist nicht zu leisten.
    Mit schönen Grüßen

  7. Ingrid Hack schreibt am 13. November 2011 um 10:11

    Hallo,
    vielen Dank für die Kommentare zu meinem Artikel - besonders auch für die kritischen Anmerkungen!

    Ich stimme dem vollkommen zu, dass man seine Gefühle (auch nicht die "gemusterten") einfach wie Müll loswerden kann und sollte! Die Kurzanleitung bezieht sich lediglich auf eine "Erste Hilfe" in kritischen Situationen, wo es drauf ankommt, genau in diesem Moment adäquat zu reagieren (z.B. wenn man den Berg runterkraxeln will und plötzlich von Höhenangst überwältigt wird ...
    Man wird diese Gefühle - hier die Höhenangst - damit ja auch nicht dauerhaft los, es hilft aber just in diesem Augenblick.

    Den Vorschlag, dieses Gefühl vor's Herz zu halten und Liebe fließen zu lassen, finde ich ebenfalls sehr gut und hilfreich.

    Der eigentliche Realighting-Prozess geht in die Tiefe und heilt nicht nur die Entstehungsgeschichte dieser speziellen Angst und klärt dabei auch die Beziehung zu den Eltern, sondern transformiert dieses schlimme Gefühl wieder in die SEINsqualität zurück, die damals in der Kindheit durch ein reales Trauma verloren ging.

    Danach erlebt man die gleiche Erwachsenen-Situation noch einmal neu und völlig frei - in einer Haltung von Liebe und Offenheit.

    Ich hoffe, ich konnte ein wenig mehr Klarheit in die Diskussion bringen und freue mich auf weitere Kommentare oder Fragen.

    Herzlich, Ingrid Hack