Jenö Ebert: Gefahr: Arzt!
Von Tania Konnerth
| Ebert, Jenö: Gefahr: Arzt! Trotz Behandlung gesund werden und auch bleiben. – Kirchzarten: Vak, 2005. – ISBN: 3-9357-6772-2 SchlagwörterMedizin, Schulmedizin, Arzt, Gesundheit, Gesundheitswesen, Behandlung, Diagnose, Symptome, Symptombehandlung, Gesundheitsgefährdung, Krankheit ZusammengefasstViele Menschen sind zunehmend verunsichert: Welchem Arzt können sie vertrauen? Ist die Schulmedizin die richtige Wahl oder sollte man eine alternative Heilmethode probieren? Welche Behandlungen sind wirklich sinnvoll und nötig? In diese Kerbe schlägt der Autor des vorliegenden Buches. Der recht reißerische Titel holt die Leser/innen bei ihrer Angst ab – und bedient diese auch ausführlich. Das Buch ist gefüllt mit Fallgeschichten von Patientenschicksalen und -odysseen. Gut, dass sie alle bei Dr. Ebert gelandet sind, denn natürlich konnte er ihnen helfen… Es ist schade, dass der Autor wenig über die Anklage hinausgeht, denn sowohl die Aufklärung über Sinn und Unsinn mancher schulmedizinischer Behandlungsweisen als auch Tipps für Alternativen tun Not. Seine Kernthese z.B., dass in der Schulmedizin die Diagnosen häufig zu kurz greifen, weil nur die Symptome, nicht aber der ganze Mensch mit seinen Lebensumständen behandelt wird, ist dick zu unterstreichen. Gerade deshalb wären praktische Tipps und konkrete Ideen für Patienten und Ärzte deutlich hilfreicher gewesen als die vielfachen Präsentationen von Patientengeschichten (von denen fast jeder selbst eine ganze Reihe kennen dürfte). Gut, es finden sich Hinweise auf den Einsatz von homöopathischen Mitteln, Tipps zum Umgang mit Fieber, die Anregung, über Impfungen neu nachzudenken u.ä. in dem Buch. Doch gerade in der aktiven Gestaltung der eigenen Gesundheit wäre hier deutlich mehr wünschenswert gewesen. Das Buch hätte eine wichtige Aufklärungsarbeit leisten und zu einer Sensibilisierung unter den Medizinern führen können. So aber werden Laien in ihrer Angst tendenziell eher verstärkt und Mediziner mit Scheuklappen werden diese nach der Lektüre kaum abnehmen. Vielleicht kann "Gefahr Arzt!" aber doch wenigstens zu einer Diskussionsgrundlage werden. Für wen ist dieses Buch?Schwer zu sagen, für wen das Buch wirklich geeignet ist, da es Patienten nur bedingt praktischen Rat gibt und Mediziner eher in die Defensive gehen lassen wird, als erreicht, dass diese sich konstruktiv mit den Vorwürfen auseinandersetzen. Aus dem Inhalt
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