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Was sind denn bitte Meta-Ziele?

Von Ralf Senftleben38 Kommentare

meta-ziele

Wissen Sie, was ein Meta-Ziel ist? Nein? Macht nichts, wusste ich auch nicht. Dabei ist das eine höchst spannende Sache und eine kleine Änderung an Ihren Meta-Zielen kann in Ihrem Leben eine Menge bewirken.

Also … ein Meta-Ziel ist ein oft unbewusstes Ziel, das in nahezu jeder Situation unsere Denk- und Verhaltensweisen steuert.

Solche Ziele nennt man im Englischen auch „Hidden Agenda“ (dt. „versteckte Tagesordnung“).

Beispiele für solche Meta-Ziele oder unsere „Hidden Agenda“ sind:

Schauen Sie doch mal kurz in Ihren ganz normalen Alltag. Was ist z. B. im Umgang mit anderen Menschen Ihr wichtigstes Ziel, das Sie mit nahezu jeder Ihrer Handlungen erreichen wollen?

Vermeiden Sie so gut, wie es geht, jeden Konflikt? Dann ist Ihre „Hidden Agenda“ vielleicht, die Harmonie aufrechtzuerhalten. Oder würden Sie niemals über Ihre Probleme reden? Dann ist Ihr Meta-Ziel vielleicht, anderen gegenüber keine Schwäche zuzugeben, um sich nicht verletzlich zu machen.

Was sind also Ihre Meta-Ziele? Was ist die treibende Motivation hinter Ihren Handlungen?

Ich habe aber noch eine Frage, die vielleicht noch spannender, ja für viele Menschen sogar ein bisschen erschreckend ist: Erreichen Sie durch Ihr Meta-Ziel eigentlich das, was Sie erreichen wollen?

Ein Beispiel dazu: Lisa hat als Meta-Ziel, eine perfekte Mutter für ihre Kinder zu sein und alles 100%ig richtig zu machen. Was könnte das Ziel dahinter sein?

Bei Lisa ist es Folgendes: Sie sehnt sich sehr nach Anerkennung, insbesondere von ihrer Familie, aber von anderen Menschen generell.

Nachdem sie ihr Meta-Ziel und die dahinter stehende Motivation erkannt hat, könnte sie schauen, ob sie mit ihrem Ziel (die super-über-perfekte Mutter zu sein) auch das erreicht, was sie erreichen will. Das heißt, bekommt sie die Anerkennung ihrer Familie und anderer Menschen in dem Maß, in dem sie sie sich wünscht?

Oder ganz allgemein gefragt: Erreiche ich mit dem, was ich tue, das, was ich erreichen will?

Wie ist das also bei Ihnen?

Das sind Fragen, mit denen Sie einiges in Ihrem Leben verändern können.

  1. Petra Haarhaus schreibt am 6. November 2011 um 07:25

    Danke,
    für diese wertvolle Anregung noch genauer hinzusehen bei mir selbst.
    Die Mail kam gerade mal wieder zur richtigen Zeit.
    Ich staune immer wieder, was mir im Außen so begegnet.
    Alles ist Liebe
    Petra Haarhaus

  2. Marianne schreibt am 6. November 2011 um 08:47

    Gutern morgen!
    Einfach nur DANKE, DANKE, DANKE.
    Selbsterkenntnis kann und darf auch mal weh tun *zwinker

  3. Meta schreibt am 6. November 2011 um 09:03

    Guten Tag,
    ich fands schon ein bisschen frech, dass ich hier so direkt
    mit meinem Namen angesprochen werde!
    Meta-Ziele sind auch Metas ;) Ziele!
    Ich weiß, ich will viel zu oft etwas perfekt tun!
    Danke für die schönen Hinweise!
    Es grüßt Meta

  4. ladybird schreibt am 6. November 2011 um 09:19

    Ein Beitrag, der zum Nachdenken anregt. Aber wird das auch helfen, etwas zu verändern. Wenn Sie es schreiben, lieber Ralf Senftleben, klingt es so einfach und selbstverständlich.

  5. Andrea S. schreibt am 6. November 2011 um 09:19

    Moin! Ist Perfektionsstreben wirklich ein Meta-Ziel, oder doch eher eine Handlung? Die Frage WARUM ich immer perfekt sein will, zeigt meiner Ansicht erst meine eigentlichen Meta-Ziele: andere beeindrucken wollen bzw keine Angriffsfläche für Kritik geben wollen / gut dastehen wollen. Oder sehe ich das jetzt falsch?

    Gruß Andrea

  6. Renate Reichmann-Schmidt schreibt am 6. November 2011 um 09:22

    Guten Morgen,

    wusste gar nicht, dass Sie mich so gut kennen ;-). Genau diese Ziele habe ich mir (unbewusst) in der Vergangenheit gesetzt um ich nicht auf die unangenehme Dinge in meinem Leben zu stoßen. Leider haben sie bei mir einen Bournout verursacht. Danke für diese Mail kam gerade wieder mal zur richtigen Zeit um nochmal genau hinzusehen und nicht wieder ins alte Muster zu fallen.
    Viele Grüße
    Renate

  7. Susanne schreibt am 6. November 2011 um 09:48

    Hallo zusammen,

    über die Meta-Ziele an das Kern-Thema zu kommen, finde ich ein gutes Mittel (von Vielen anderen), an die Wurzel dessen zu kommen, was mich antreibt.

    Als nächsten Step zu schauen, ob mir das, was mich antreibt wirklich gut tut, ist ein nächster Schritt hin zur Lösung. Doch, wenn ich schon mal weiß, was mir nicht gut tut, dann die Kehrtwende zu machen und etwas zu verändern, ist zumindest für mich, sehr viel anspruchsvoller. Warum? Weil Veränderung für mich bedeutet, etwas "Sicheres", ein eingefahrens Muster, ändern zu müssen um mir Gutes zu tun.

    Das ist nicht so einfach mal eben gemacht. Dahinter steckt auch eine - je nach dem was es ist - gehörige Portion Angst. Ist schon merkwürdig, denke ich manchmal, wovor ich so hier und da Angst habe. Da bleibe ich lieber in einem Muster, was mir nicht gut tut, als etwas anderes zu machen, womit es mir u. U. viel besser gehen könnte.

    Sich die "richtige" Meta-Frage stellen, bedeutet schon einen wichtigen Schritt in eine andere, vielleicht gesündere, Richtung getan zu haben. Der erste Schritt zur Bewusst_machung einer Sache.

    Sich intensiv mit dem eigenen Befinden, seinen Wünschen und dem, was mir gut oder nicht gut tut, auseinander zu setzen, bedeutet für mich, zunächst einmal einen guten Kontakt zu sich selbst herzustellen.

    Jedenfalls steckt in diesem Artikel eine schöne Anregung! Danke.

  8. Aurora Decker schreibt am 6. November 2011 um 09:51

    Ja, ja. Das berühmte "Spiel hinter dem Spiel"!
    Den Hauptregisseur sollte man kennen! Oder mindestens man versucht Ihn kennen und lieben zu lernen.
    Sehr wertvolle Anregung! Sie bringt Einen bestimmt weiter.

    Liebe Grüße

    Aurora

  9. Renate Berger schreibt am 6. November 2011 um 10:00

    Guten Morgen Ralf und alle Kommentar-SchreiberInnen,

    ja, ich weiss, das ich meine Meta-Ziele nicht immer erreiche, aber ich arbeite dran.. ;-) Im Grunde möchte ich immer Harmonie, weil ich meinen Leuten immer mit viel Liebe begegne, denke ich, sie möchten das mal anerkennen.. klappt nicht immer. Ich wünsche allen einen wunderbaren Sonntag und geht doch mal raus, auch wenn es (wie in Bremen heute) sehr nebelig ist, kann frische Luft auch Wunder wirken.. ;-)

    • claudia schreibt am 6. November 2011 um 10:25

      lieber ralf,
      herzlichen dank für die anregung am sonntagmorgen. frau macht sich ja sonst keine geDANKen, hat keine anderen sorgen ... und wenn sie sich keine macht, sorgt sie sich, egoistisch zu sein ... absurdistan lässt grüßen ... etwas mehr herz bitte! alles was ist, einfach mal fünf minuten auch gut sein lassen. welche wohltat! DANKE!
      hier scheint die sonne, vereinzelt schmeckt man ein paar wolken. viele grüße aus würzburg. *winkers*

  10. Marco schreibt am 6. November 2011 um 10:18

    Die Frage nach dem Meta-Ziel hinter dem Meta-Ziel usw offenbart etwas. Wenn du nicht aufhörst, nach dem Warum (hier Meta-Ziel genannt) zu fragen, kommst du irgendwann an den Punkt, dass du ganz eigentlich "nur" zufrieden und glücklich sein möchtest.
    Aber warum bist du nicht jetzt schon glücklich und zufrieden? Hängt es wirklich von dem Erreichen dieses einen (oder auch mehrerer) Ziele ab?

    Leider wird auch in diesem Newsletter eine Art kollektiver Irrglaube gefördert, nämlich der, dass "man" im Leben Ziele haben sollte und diese nur gut genug kennen muss, um glücklich zu WERDEN.
    Das ist der übliche gesellschaftliche Irrweg, mit dem dann indirekt und unbewusst ewiges Wachstum und anderer Unsinn begründet wird.

    Dabei ist glücklich SEIN nur eine Entscheidung und von nichts abhängig.

    • claudia schreibt am 6. November 2011 um 10:27

      DANKE marco! du sprichst mir sowas von aus dem herzen!
      oder wie es der olle hansen sagte: du darfst, du sollst, du musst - am besten, du hast lust! :o) dir einen sonnigen tag! claudia

    • yvonne schreibt am 6. November 2011 um 11:39

      Hallo und vielen Dank Marco,

      Ich glaube schon, dass es wichtig ist, sich die Frage nach den Meta-zielen zu stellen, um mehr über sich selbst zu erfahren. Allerdings fühlt es sich für mich inzwischen genauso an, wie Marco es be-schreibt:

      Wenn wir nicht ständig versuchen große Ziele zu verfolgen, können wir einfacher "nur glücklich" sein, weil wir dann simpel die Zeit und den Raum dafür haben.

      Habt einen glücklichen Sonntag!
      yvonne

    • Silvia schreibt am 6. November 2011 um 11:40

      Hallo Marco,
      was für ein Kommentar! So sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht. Sich der Freude des SEINS bewusst zu sein ist der Schlüssel zum Leben, einem glücklichen, friedvollem Leben. Danke!
      Viele Grüße

    • Ralf Senftleben schreibt am 6. November 2011 um 11:45

      Liebe Freunde,

      das ist aber auch wieder eine duale Weltsicht.

      Entweder Ziele verfolgen ODER sich auf das "Hier und jetzt" konzentrieren.

      Ich bin ja ein Fan von beidem: Auf eine entspannte Art seine Ziele verfolgen und dabei das "Hier und jetzt" so gut wie möglich genießen.

      Wie wäre das?

      Schöne Grüße an Euch alle,
      Ralf

    • petra kersting schreibt am 6. November 2011 um 18:28

      endlich ein wahres wort gesprochen

    • petra kersting schreibt am 6. November 2011 um 18:30

      das bezog sich auf marcos eintrag um 10:18 h

    • Conny schreibt am 6. November 2011 um 18:36

      hallo, ich bedanke mich für die kritischen Zeilen, beim lesen des News-Letters hatte ich ähnliche Gedanken.Meist finde ich ja brauchbare Anregungen in den Artikeln von zeit-zu-leben, aber nicht in diesem. Jedenfalls kam ich zur Leuchtturmfabrik, in weiterer Folge durch das Gedicht Zeit von Kelly Priest zu weiteren wunderbaren Webseiten... Und dafür dank ich schön! Liebe Grüsse, Conny

    • Sina schreibt am 6. November 2011 um 21:17

      Danke Marco, Dein Kommentar ist wirklich treffend. Sowas hatte ich im Kopf, wusste aber nicht, wie ich es ausdrücken sollte. "Leben und leben lassen"...das macht alles viel einfacher.

    • Stephanie schreibt am 7. November 2011 um 13:19

      Danke Marco, ich kann dies nur unterschreiben! Leider gibt es viel zu viele Menschen, die glauben, sie werden glücklich sein, wenn sie erst einmal dieses und jenes Ziel erreicht haben. Und die dann enttäuscht sind, wenn sich das Glück nicht einstellt.

      Du hast es ganz richtig gesagt:
      Glücklich SEIN ist eine Entscheidung!

      Wenn man das erst einmal verstanden hat, kann man sich jederzeit selbst glücklich machen :-)

    • Marina schreibt am 11. November 2011 um 14:16

      Hallo lieber Marco,
      ich kann sehr gut verstehen, was Du meinst in Deinem Beitrag. Vielleicht bist Du ja schon so weit, immer und überall Dich gut im hier und jetzt zu fühlen!

      Ich persönlich denke aber, dass uns Ralf mit seinem Newsletter genau dahin bringen wollte, zu hinterfragen, ob dieses Meta-Ziel es wert ist, sich manchmal selbst zu verleugnen und ein Ziel mit Bedingungen zu behaften! Denn wenn man sich selbst bewußt macht, wo man eigentlich selbst tief im inneren verletzbar ist und deswegen womöglich sein Leben nicht wirklich audentisch lebt, dann erst kann man sich von dem "warum und weshalb" langsam verabschieden, weil man dann erst wirklich frei und offen und SELBST-BEWUSST ist, für das schöne Leben im "hier und jetzt", ohne immer das Gefühl zu haben, nur wenn das und das ist, kann ich dieses und jenes erreichen!
      Vielen DANK wieder für den interessanten Newsletter und den zum Nachdenken anregenden Beiträgen.

  11. Marita schreibt am 6. November 2011 um 10:32

    Guten Morgen alle zusammen,
    freue mich, sonntags immer " Post" zu bekommen. Post, die zu lesen Spass macht, weil sie zum Denken und Nachdenken anregt. So auch heute!
    Oft geht es mir so, dass ich diese Post eine Weile auf mich wirken lasse und dann zu meinen Erkenntnissen komme.
    Meta-ziele hatte ich auch noch nicht gehört. Aber wie du sie beschreibst, lieber Ralf, sind sie doch ständig präsent und unser Motor. Wir selbst sind es, die sich diese Ziele stecken sollten, sonst niemand! Für andere seine eigenen Ziele haben,weil ich ihnen vielleicht gefallen will oder weil ich ständig Anerkennung von außen benötige oder......, ist meines Erachtens nicht sinnvoll. Ich bin dann stolz auf mich, wenn ich für mich "sorge" oder " gesorgt" habe, um meinem Ich gerecht zu werden.Das kommt in meinen Meta-zielen zum Ausdruck!Sie sind ein klitzekleiner Meilenstein auf meinem Lebensweg, den ich gehen will!
    Auch diesen schönen vernebelten , verschleierten Herbsttag werde ich nutzen, um ihn zu genießen!
    Schönen Sonntag euch allen

  12. Corinna Altmann schreibt am 6. November 2011 um 10:33

    Hallo und einen schönen Guten Morgen,
    vielen Dank für eure E-Mail und dieses, aus meiner Sicht, gute Thema wieder. Beim lesen des Newsletter und u.a. beim lesen der Kommentare stiegen in mir gerade eine/ige (vielleicht für einige sogar provokatorische Fragen - jetzt- doch bitte nicht persönlich dann nehmen) Frage/n auf. "Warum - wir alle ständig neue Ziele benötigen sollen/wollen? Warum müssen und sollen wir uns ständig und stetig neue Ziele setzen? Warum z.Bsp. das Ziel - sich durchsetzen zu wollen oder (auch) keine Anerkennung im Leben, (sei es von der Familie, sei es im Beruf...) zu erhalten, oder das andere Menschen meiner Meinung sein soll(t)en.....?
    Ich finde, dies gehört doch zum Leben, zum menschsein und auch zu jedem/er - "So Sein".
    Ich finde auch, zu einem Ziel was man (ich) mir setze, gehören noch sehr viele andere Menschen, dass ich dieses auch dann erfolgreich erreiche oder nicht erreiche. Ein ganzes Netzwerk und u.a. viele äußere und innere Faktoren noch weiter dazu.
    Warum muss sich ein Mensch (oder stellt sich ein Mensch) überhaupt das - z.Bsp. Ziel:"sich durchsetzen zu wollen?"-
    jeder Mensch trägt meiner Meinung nach - diese Fähigkeit doch schon vor seiner Geburt in sich? Denn schließlich hat sich der/die jenige, die/der es geschafft hat, auf die Welt zu kommen, sich doch schon damals bereits - als es darum ging - geboren zu werden - durchgesetzt - damals durch zig tausende von Samenzellen, denn der Rest Samenzellen ist ja damals ver, und abgestorben.
    Kann es sein, dass die Gesellschaft (betreffend und bezogen auf die gesamte Weltordnung) seit vielen, vielen Jahren -
    er,- - krankt und zum Großteil aber auch sehr gesund ist , Unfrieden auf unseren Planeten herrscht und doch wiederum der Großteil der Menschen Frieden will, Gesundheit, Ganzheit, ein glückliches und friedliches, friedliebendes Leben haben, schaffen und erreichen will und sich deshalb immer wieder die Menschen, stetig und ständig neue Ziele setzen, da sie zwar alle irgendwo ähnliche und gleiche Ziele haben, doch nicht alle an einem Strang ziehen und sich deshalb immer wieder neue Ziele stetig und ständig setzen /müssen, sollen, dürfen...?
    Sind nicht Ziele da um sie loszulassen und ist denn der Mensch (jeder/e so für sich) und die Menschen auf unseren Planeten mit sich denn dann in unreinen und nicht stimmig in sich, wenn sie ständig und stetig neue Ziele sich setzen und haben wollen und sich aber dann auch noch fragen - hinterfragen soll(t)en warum sie etwas-wann...tun?
    Das würde doch dann wiederum bedeuten - (meiner Meinung nach),ein Großteil der Menschen befindet sich nicht im stetigen und ständigen - wahren und echtem - Bewusstsein?
    Ich wünsche allen noch einen schönen Sonntag und freue mich bereits jetzt schon auf den nächsten Newsletter.
    Tschüß - und viele liebe Grüße an alle.
    Corinna.

  13. Christine Carmen schreibt am 6. November 2011 um 11:03

    Upps, das geht tief, hab ich mir eben beim Lesen des Newsletters gedacht!
    Mein Thema schon seit längerer Zeit: mich nach dem, was dahintzer ist, dem WARUM zu fragen. Und ehrlich gesagt, so genau hinzuschauen tut weh!
    Mein Meta-Ziel ist, so glaube ich, herausgefunden zu haben, die Suche nach Anerkennung und Liebe um mich glücklich und mittig zu fühlen. Der Weg dahin führte für mich bisher immer über Anpassung, es Anderen recht machen wollen, oft zum Hintenanstellen meiner eigenen Bedürfnisse. Fest steht, das dies nicht glücklich und zufrieden macht und nie ein tiefes Gefühl von Zufriedenheit produziert hat, sondern eher ein kurzes Gefühl davon für den Moment. Dahinter stand dann oft eine große innere Leere und Unzufriedenheit.

    Ich denke, hier in dem Artikel ist nicht schon wieder von Zielsetzung die Rede, im Sinne von Zielsetzen und los, wie es hier einige verstehen. Ich denke vielmehr es geht um den großen Lebensplan, der uns antreibt und der unbewußt wirkt, ob wir wollen oder nicht. Wenn ich aber genauer schaue, kann ich diesen inneren unbewußten Antrieb vielleicht ein wenig bewußter machen und zumindest versuchen, meine eigenen Irrwege zu durchschauen und das "Erreichen meines Metaziels" unterstützen, indem ich nach anderen Wegen suche, die mich besser zur "Erfüllung" führen könnten, als das bisher versuchte.

    Meine Meinung - trotzdem locker und leicht bleiben, zuviel Plan ist vielleicht auch nicht gut! Das Leben ist ein ständiges Lernen, auf die Nase fallen und wieder aufstehen - wär das alles fertig und auszuschalten - wie langweilig wäre das Leben dann... :D.

    Einen schönen Sonntag und viel Zeit zum Nachdenken, vielleicht bei einem Spaziergang durch die herrliche Herbstlandschaft!

  14. So schreibt am 6. November 2011 um 13:21

    Guten Morgen zusammen,
    wie viele von euch, hat mich auch dieses Thema veranlasst, (m)einen Kommentar abzugeben.
    Gute Frage, ob mich mein Verhalten tatsächlich meinem Ziel oder man könnte sagen, meinem Wunsch oder vielmehr vielleicht meinem Bedürfnis näher bringt!? Mein "Meta-Ziel" ist aufrichtig in Beziehungen zu sein. Mein Wunsch dahinter ist, dass ich sein kann wie ich bin, mit meiner Geschichte und andere sein lassen kann mit ihrer Geschichte. Also keine totale Harmonie mit Runterschlucken "nur" wegen Anerkennung von außen sondern auch konfliktreiche Kontakte aber vor dem Hintergrund nicht zu verletzen sondern anzuregen oder eben sein zu lassen.
    Ein großes Ziel doch wir haben "nur" dieses eine Leben und "nur" unseren Planeten solange er uns trägt.
    Kurz und gut, tragende Beziehungen.
    Einen schönen Sonntag und guten Start in die neue Woche
    So

  15. Marc schreibt am 6. November 2011 um 13:34

    Ich glaube auch, wahre Ziele zu hinterfragen/Meta-Ziele zu erkennen und gegebenfalls seine realen Lebensziele entsprechend anzupassen widerspricht keinesfalls der Haltung, den Moment zu akzeptieren und mit voller Aufmerksamkeit und Hingabe zu leben.
    Ist es denn so schlimm sich einzugestehen, dass es einfach in der menschlichen Natur liegt, Probleme, oder sagen wir besser, Aufgaben zu lösen?
    Der Blickwinkel machts.
    Ich finde, ein Leben im "Hier und Jetzt" nimmt Entscheidungen die Schärfe, die Angst, den falschen Weg zu gehen, verschwindet.
    Der Kardinalfehler ist doch, dass man sich die Zukunft immer entweder zu rosig oder zu düster vorstellt.
    Schon ganz schön doof der intelligente Mensch.

    Wie man das abstellt?
    Ja puh, keine Ahnung.

    Aber ich übe hinzubekommen, frei nach Eckhart Tolle, zwischen meinem Leben und meinen Lebensumständen zu trennen, zwischen mir und meinem Ego, zwischen meinem Verstand und meinem Bewusstsein.

    Klappt natürlich kaum, aber auch das ist vielleicht gar nicht schlimm, wenn man's kapiert hat.

    Im Labyrinth zu leben ist spannend, im Irrgarten doch grausam.

    Lieben Gruß

    Marc

  16. Bernd Dittmann schreibt am 6. November 2011 um 18:51

    Erkennen ist eine Sache, sich zu ändern eine andere-viel schwierigere! Die eigene Persönlichkeit wurde über Jahrzehnte geprägt und es ist nicht einfach von seinen eingefahrenen Gedanken sich zu verabschieden. Da bräuchte es einen regelmäßigen Gedankenaustausch mit Leuten, die ähnliche Erkenntnisse haben. Wer hat schon solche Personen in seinem Umfeld?

  17. Sina schreibt am 6. November 2011 um 19:08

    Dieses Thema beschäftigt mich seid einiger Zeit. Viele Dinge in meinem Leben stören mich. Manche Dinge hängen vor allem mit Mitmenschen zusammen. Manche Menschen wird man nicht los, obwohl man weis, sie tun einem nicht gut. Ich müsste radikal zu gewissen Leuten den Kontakt abbrechen. Aber dabei komme ich mir dann so schlecht vor, weil ich niemandem weh tun will. Also erduldet man mache Dinge...aus falscher Rücksicht. Und die Leute, bei denen man so ist, würden in umgedrehter Situation mit Sicherheit problemlos Härte uns gegenüber zeigen.

  18. Doris schreibt am 6. November 2011 um 21:17

    Interessant, sich selbst auf die Schliche zu kommen :-)
    Darüber habe ich bisher noch nie nachgedacht. Danke für den Tipp!

  19. Sina schreibt am 6. November 2011 um 22:50

    "Im Leben Ziele setzen" und "Wie soll mein Leben denn sein" ist eigentlich kein Unterschied, oder? Ziele hin- oder her...
    Bevor man sich Ziele setzen kann, muss man erstmal "Probleme loswerden"...um einen freien Kopf fürs Leben zu haben. Oder müsste ich jetzt sagen: Mein Ziel ist es, meine Probleme endlich zu lösen?" Ist aber scheinbar unmöglich. Da meine ich keine belanglosen Alltagsprobleme... sondern Probleme, die einem das Leben schwer machen...die einen zwingen, immer weiter im Hamsterrad zu strampeln. Vor einiger Zeit habe ich mir das Buch "Bestellungen ans Universum" gekauft. Meinen Wunsch würde ich so ausdrücken: "Ich möchte ein Leben, wo man mich Leben lässt...und wo ich so frei sein kann, dass ich nicht ständig mir Sorgen machen muss, wie ich Probleme bewältige" Und fakt ist doch auch: Leider hängt viel am Geld, wie man sein Leben gestalten kann. Und damit meine ich nicht, Geld haben, um als Konsument der Wirtschaft zu dienen...sondern soviel Geld haben, dass man alle Verpflichtungen tragen kann...die einem der Staat auferlegt. Ich habe eine Wohnung, eine wundervolle Tochter...und eine Arbeit, die mir Spaß macht. Und das Leben gibt genug Dinge, die glücklich machen...vor allem halt das Erleben der Natur. Und mein Ziel ist es, dieses Leben genießen zu können, ohne ständig im Hinterkopf zu haben: Mist, wie soll ich nur das wieder bezahlen. Wie soll man Ziele für die Zukunft haben, wenn die Vergangenheit eine ewige Baustelle ist? Manchmal lässt einen das Leben nicht einfach leben... und allein eine positive Haltung und der Blick nach vorne ist nicht immer die Lösung für alles. Viel mehr ist manchmal ein Trost: "Schlechter kanns nicht werden"... Aber trotzdem weis ich mit Sicherheit: "Es geht immer irgendwie weiter..., wenn auch meistens im Hamsterrad". Die Freiheit zu besitzen, das Hamsterrad zu verlassen, wäre ein tolles Ziel!

    • Marc schreibt am 7. November 2011 um 00:16

      Hamster machen das doch eigentlich gerne oder?
      Die Lieblingsbeschäftigung der Menschen ist nun mal, sich Sorgen zu machen.
      Das verschiebt sich mit den Vermögensverhältnissen nur, aufhören tut das nicht.
      Warum?
      Weil man vom Universum immer das bekommt, womit man sich am Leidenschaftlichsten beschäftigt.
      Und nicht das, was man sich wünscht.
      Es gibt immer zwei Möglichkeiten.
      Hinnehmen oder ändern.
      Warum ein Problem draus machen?

      Wenn ich alte Menschen sehe, denke ich immer, wären die wohl so alt geworden, auch ohne sich ihr Leben lang Sorgen zu machen?
      Vermutlich schon.
      Komisch oder

  20. Thomas Rawe schreibt am 7. November 2011 um 06:05

    Moin Moin
    Was bringt uns weiter im Leben ?
    Jedem Problem aus dem Weg gehen des lieben friedens willen meiner meinung nach nicht.
    Wichtig sind Gründe etwas zu erreichen da sie uns antreiben.
    Je stärker diese sind desto besser.
    Dabei ist aber auch wichtig das für angemessene Erholung , Entspannung gesort wird um den Akku wieder aufzuladen.
    Dann ins Tun zu kommen und Fehler die natürlich bei etwas neuen passieren als Hilfe zu nehmen es beim Nächsten mal besser zu machen.
    Auch mal anzueggen macht doch den Reiz aus, Dadurch wird das Leben doch erst Interessant wichtig ist doch sich nicht zu verbiegen.
    Ich bereue nur die Dinge die ich nicht getan habe.

  21. Rainer schreibt am 7. November 2011 um 14:01

    Für mich ist die Frage nach den Meta-Zielen die Frage nach meinen ureigenen und innersten Motiven.

    Nicht immer möchte ich, dass diese bekannt werden, oder auch nur hervorscheinen.. dann werde ich durchsichtig...und das will ich oft nicht, da ich mich dann sehr verletzlich fühle und umso mehr befürchte auch verletzt zu werden...

    Und das alles, OHNE DASS IRGENDJEMAND ETWAS GETAN, GESAGT, ODER GEDACHT HAT!!!
    Komich - nicht?

    Da sind wir so "schlau" und können posten udn twittern etc. bekommen aber unsere inneren Abläufe doch so schlecht geregelt, bzw. wissen so wenig über sie bescheid.

    Ironie an: Die Welt ist eben doch sehr bunt, wir gehen arbeiten um zu essen - jedenfalls nennt sich das so hier, und dafür benötigt man auch Erholung und Pausen und schon fühlen wir uns aus der Mitte, denn SO wollten wir das garnicht - oder? -Ironie aus.

    Will meinen, dass wir genau das tun, was wir tun wollen und erreichen genau das, was wir uns wünschen. Ob man dafür Ziele benötigt, weiss ich nicht.

    Kleines Beispiel:
    Opferrollenspiel:
    Ich mach einen Fehler bei der Arbeit. Natürlich wollte ich das nicht, wusste nicht um die Zusammenhänge und ToDos, fragte aber auch nicht.
    Dann der Anrempler vor dem Team: Was soll denn das, nie wieder, nicht nochmal so! Grunz! Und ich: huuuuu, autschn, das tat weh. Weggesteckt, denn ich war ja sachlich nicht richtig gewesen... Der Schmerz saß aber tief und ich machte noch mehr Fehler...schließlich nur um zu zeigen, dass die Anderen immer auf mir rumhacken und nicht lieb zu mir sind: so, das habt Ihr nun davon!
    Und was steckt dahinter? Eine wahnsinnig starke Erwartung: Ihr habt mir zu zeigen, was richtig ist! Oha, ich kann ja fragen, traue mich aber nicht und...produziere Fehler!
    War das eine schwere Zeit, die ich benötigte, dies zu kapieren, dass ich der einzige Motor für meine Unzulänglichkeit bin!

    Was wäre also ein besseres Ziel? Ich mache niemand für mich verantwortlich? Denke, ja.

    Frei nach dem Motto: wer nimmt denn den nächsten Atemzug in meinem Leben, das bin doch ich, dann kann auch nur ich was ändern!
    Und das will ich gerne tun!

    Und: wenn die Motive klar sind, dann ist es letztlich egal, was man wann tut, weil man dann immer weiss, was man tut.
    Und so tut man immer das für diesen Zeitpunkt richtige.
    Ich gehe jetzt Kaffeetrinken!

  22. Elisabeth Weinhard schreibt am 7. November 2011 um 21:09

    ....mehr dazu findet man im Enneagramm....

  23. Sonja schreibt am 9. November 2011 um 20:04

    Hallo zusammen! Mich erinnert die hidden agenda daran, dass es in der Sprache Sätze mehrerer Ordnungen gibt, und nur die vierter Ordnung, nach Watzlawick nur die relativ allgemein gehaltenen Sätze wirklich etwas verändern. Nicht die die direkt auf ein Resultat zielen. Als ich davon erfuhr hat mich die Tatsache, dass man nicht nicht kommunizieren kann, erst verunsichert und dann mutig gemacht: Immer zu sprechen und offen zu sein, denn alles ist/kann Kommunikation sein, dann doch lieber selbst bestimmen, was gesagt wird.

    Meine derzeitige hidden agenda ist mir teilweise schleierhaft. Ich gebe meine ganze Kraft in Gemeinschaften, weil ich glaube das das gut ist, da ich mich einzeln als schwach erlebe, allerdings glaube ich, bin ich teilweise schwierig.
    Wirklich unausgesprochen ist, dass ich einen Menschen sehr schätze, der ebenso alt ist, wie mein verstorbener Bruder wäre, würde er noch leben und diesem Menschen mehr Energie und Zuneigung einräume, als manchmal verständlich ist.

  24. sunnyisland schreibt am 11. November 2011 um 20:16

    Okay -

    ich habe mein Meta-Ziel erkannt.

    Ich weiß, was hinter dem steckt, was ich so täglich tue und für was ich mir ständig neue Ziele ausdenke.

    Und plötzlich überkommt mich durch Ralfs 3.und 4.Frage eine tiefe Enttäuschung: mein ganzes Streben macht mich eben NICHT unbedingt glücklicher, ich trete eher auf der Stelle.

    WAS MACHE ICH MIT DIESER ERKENNTNIS?

    Habe ich wirklich die Kraft, mein Meta-Ziel zu verändern?

  25. Marietta schreibt am 13. November 2011 um 16:44

    Wenn wir ganz mutig sind, könnten wir gute Freunde fragen, ob sie Muster in unserem Verhalten entdecken, die vielleicht die Meta-Ziele verkörpern.
    Vor uns selbst sind uns unsere Motive, wie Sehnsucht nach Anerkennung, Zwang zur Perfektion usw., nämlich oft verborgen; wir rationalisieren gern, dass doch ganz andere, ganz sachliche Gründe hinter unseren Aktionen und Reaktionen stecken. Meist empfinden wir unser Verhalten als zwangsläufig, weil der Situation einzig angemessen.

    Ein liebevoller Mensch, der uns mit seinem Blick von Außen zu erkennen hilft, dass auch andere Reaktionen möglich gewesen wären, kann eine große Unterstützung sein, mit Hilfe passender nicht-wertender Fragen dahinter zu kommen, was uns gerade diese Wahl hat treffen lassen.

    Aber wie Rainer am 7.11. schrieb, macht uns das auch transparent, daher muss ich diesem Menschen, den ich zu Hilfe nehme, vertrauen können, dass er sein mit mir gewonnenes Wissen nicht missbrauchen wird. Daran erkennt man dann gute Freunde (und gute Therapeuten).

    Nachdenkliche Grüße - Marietta

  26. Gabriela schreibt am 29. November 2011 um 23:15

    Vielen Dank für diese Gedankenanregungen...
    Meine Gedanken zu diesem Thema, so ganz aus dem Bauchgefühl: Das Meta-Ziel des Meta-Ziels ist es, geliebt und akzeptiert zu werden. Das Ego produziert aus alten Verletzungen manchmal kuriose Umwege, die es sich aus seinen gemachten schmerzvollen Erfahrungen ausdenkt und zu unseren inneren Mustern verarbeitet. Doch ich denke, das Ur-Meta-Ziel ist ganz in der Tiefe bei allen dasselbe: Liebe, Geborgenheit, Akzeptanz.
    Grüsse voller Adventslichter - Gabriela