Partnersuche im Internet

herz-idat

„Ich treffe nur noch Pärchen.“

„Ich hab es so satt, immer überall allein hinzugehen.“

„Ich mag mein Single-Leben. Aber ab und zu wünsch ich mir doch mal einen Partner.“

„Meine biologische Uhr tickt und ich find einfach keinen Mann.“

Es gibt so viele gute Gründe, sich einen Partner zu wünschen.

  • Der eine möchte einfach nicht mehr der einzige Single auf allen Partys sein.
  • Die andere wünscht sich eine Familie und mit jedem Geburtstag werden ihre Befürchtungen größer, dass ihr Kinderwunsch unerfüllt bleibt.
  • Der Nächste hat es satt, sonntags abends alleine den Tatort zu gucken.
  • Und ein anderer wünscht sich einen Menschen, mit dem er einfach sein Leben teilen kann.

Trotz dieses Wunsches haben viele Menschen Probleme, jemanden zu finden, mit dem sie ihr Leben und ihren Alltag teilen können.

Wieso ist es eigentlich so schwierig, einen Partner zu finden?

  • Mit der Zeit lernen wir nicht mehr so oft und so viele neue Leute kennen. Unser Privat- und Berufsleben läuft häufig in den immer gleichen Kreisen ab, wo man die immer gleichen Menschen trifft. Da denkt einer dann zum Beispiel: „Auf der Feier kenn ich auch wieder alle. Nie ist jemand Neues dabei.“
  • Viele Menschen trauen sich nicht, andere anzusprechen. Häufig gibt es theoretisch vielleicht ganz gute Gelegenheiten, jemand Neues kennen zu lernen. Die Gelegenheit zu nutzen fällt vielen oft schwer. Jemand denkt zum Beispiel: „Jeden Morgen im Zug sitzt mir diese sympathische Frau gegenüber. Unsere Gespräche sind echt nett, aber ich kann sie doch nicht einfach fragen, ob wir uns mal treffen wollen.“
  • Manche haben auch gar keine Schwierigkeiten, neue Leute kennen zu lernen. Aber mit zunehmendem Alter hat man auch zunehmend das Gefühl, dass einem die Zeit zum Experimentieren wegläuft. Und so suchen wir oftmals nach dem perfekten Partner, der für den Rest des Lebens passen soll. Da denkt jemand dann zum Beispiel: „Die Süße gestern war echt Klasse. Aber leben möchte ich mit der auch nicht.“ Oder: „Toller Typ. Aber bei dem geht ja nur ‚Party machen‘. Das ist auf Dauer auch nichts für mich.“

Die große Schwierigkeit bei der Partnersuche besteht oftmals darin, dass es gar nicht so leicht ist, potentielle Partner kennen zu lernen.

Wie wäre es doch schön:

  • wenn man eine riesige Auswahl potentieller Partner kennen lernen könnte,
  • wenn es ganz leicht wäre, jemanden anzusprechen und näher kennen zu lernen,
  • wenn man gezielter nach einem Menschen suchen könnte, der richtig gut zu den eigenen Wünschen, Träumen und Bedürfnissen passt.

Und genau diese Möglichkeiten bietet das Kennenlernen über das Internet. In den unterschiedlichen Partnerbörsen, Dating-Portalen und Online-Partnervermittlungen trifft man auf eine große Anzahl Menschen, die ebenfalls auf der Suche sind. Dort wird es einem leicht gemacht, andere anzusprechen, und die gezielte Suche nach jemandem mit den gleichen Interessen und Lebensvorstellungen ist einfacher als auf einer Party oder bei einem Theaterbesuch.

Partnersuche im Internet? – Für mich ist das nichts …

Manch einer denkt beim Thema „Partnersuche im Internet“ vielleicht:

  • „Mir ist das zu unpersönlich.“
  • „Wer weiß, wer sich da alles rumtreibt. Wenn ich da zum Beispiel meinem Chef begegne, das wär ja so peinlich.“
  • „Ob da nicht alle nur das schnelle Abenteuer wollen?“
  • „Was denken die andern von mir, wenn ich mir meinen Partner im Internet suche?“
  • „Das ist doch nur was für Leute, die anders keinen abkriegen.“

Das sind alles verständliche und berechtigte Einwände, an denen auch etwas dran sein kann. Aber, mal ehrlich, das ein oder andere dieser Risiken gibt es auch im realen Leben. Und manchmal lohnt es sich, vielleicht etwas zu riskieren. Viele Menschen, die im Internet nach einem Partner gesucht haben, sind positiv überrascht worden und sagen zum Beispiel:

  • „Im realen Leben wären wir uns nie begegnet.“
  • „Auf ‚normalem‘ Weg wäre es sicher schwieriger gewesen, jemanden zu finden, der so gut zu mir passt.“
  • „Die Partnersuche über das Internet hat mir gezeigt, dass es da draußen so viele Menschen gibt, denen es ähnlich geht wie mir.“
  • „Beim Internet-Dating habe ich erst gemerkt, dass ich anscheinend ein echt toller Typ bin. Ich habe so viele nette Dates gehabt … das tat richtig gut.“
  • „Ich dachte immer, das ist was für Sitzengebliebene. Aber durch die tollen Menschen, die ich im Internet kennen gelernt habe, weiß ich jetzt: Das ist was für jede und jeden.“
  • „Mein Chef hat mich angeschrieben, aber das war dann eher witzig, als wir es gemerkt haben.“

Eine ganze Menge Menschen haben die Partnersuche im Internet vielleicht sogar schon ausprobiert, dabei aber negative Erfahrungen gemacht:

  • „Ich habe im Internet nur oberflächliche Leute kennen gelernt.“
  • „Da ging es immer um die schnelle Nummer.“
  • „Für mich gab es lediglich verheiratete Männer, die neben ihrer Ehe noch eine andere haben wollten. Dafür bin ich mir wirklich zu schade.“
  • „Ich suche eine Partnerin und keine willige Gespielin.“

Solche Erlebnisse sind natürlich eher abschreckend. Kann ich gut verstehen. Aber vielleicht ergeht es jemandem dabei ähnlich, wie wenn man auch sonst im realen Leben mal in einer völlig unpassenden Umgebung gelandet ist:

  • als Klassikliebhaber in einer Kneipe mit Ballermannmusik
  • als eingefleischter Single in einem Familienhotel
  • als ruheliebender Rentner in einer U-Bahn voller Achtklässler
  • als Vegetarier im Steak-Haus

So etwas oder Ähnliches hat, glaube ich, jeder schon mal erlebt.

Kurz nachgefragt: Wann haben Sie sich zuletzt so richtig in Ihrer Mitte gefühlt? Wann waren Sie das letzte Mal mit sich und der Welt komplett im Reinen? Unser Projekt: Belastendes loslassen hilft Ihnen, Ihren inneren Frieden wiederzufinden.

  • Hört man deswegen auf, in den Urlaub zu fahren? Ich vermute mal nicht. Man sucht sich nächstes Mal einfach ein passenderes Hotel aus.
  • Hört man deswegen auf auszugehen? Nein, man besucht nächstes Mal ein anderes Lokal oder geht in ein Café ohne oder eine Kneipe mit dezenterer Musik.

Und ähnlich ist es beim Internet-Dating auch. Wenn Sie mal in einer für Sie unpassenden Dating-Börse nach einem Partner gesucht haben, dann machen Sie nicht den Fehler, von einer Börse auf alle zu schließen. Sondern versuchen Sie es einfach noch einmal bei anderen Anbietern. Achten Sie bei der Auswahl des Portals dann darauf, dass es zu Ihnen und Ihrer Persönlichkeit passt. Oft hilft es schon, wenn man sich die Profile auf den unterschiedlichen Portalen ansieht. Oder Sie schauen einfach mal hier:

Dort finden Sie die allermeisten Portale beschrieben und gegenübergestellt.

Falls Sie also jetzt überlegen, ob Internet-Dating vielleicht doch etwas für Sie wäre, oder Sie ohnehin schon wild entschlossen sind, hab ich hier ein paar Anregungen für Sie, wie Sie mit der virtuellen Partnersuche starten können.

Übrigens, diese Möglichkeit des Kennenlernens ist völlig altersunabhängig. Also, auch wenn Sie jetzt denken: „Ich mit meinen 60 Jahren bin doch viel zu alt dafür.“ Das stimmt auf keinen Fall. Gerade auch für ältere Menschen kann das Internet eine richtig gute Möglichkeit sein, einen Partner zu finden. Denn wo können Sie sonst so gezielt nach einem Menschen suchen, der Ihre Interessen teilt, Ihren Humor hat oder die gleichen Reiseziele mag wie Sie?!

Sich ein oder mehrere Online-Portale oder Partnerbörsen aussuchen

Es gibt ganz unterschiedliche Partnerbörsen. Auf nahezu allen Portalen stellt man ein Foto ein und schreibt in einem Profil etwas über sich selbst. Über ein persönliches E-Mail-Postfach kann man dann angeschrieben werden und mit anderen Mitgliedern des Portals in Kontakt treten. Die meisten Suchenden sind in Kontaktanzeigenportalen und Partnervermittlungs-Portalen unterwegs.

  • Kontaktanzeigenportale: Hier stellt man seine eigene Kontaktanzeige oder sein Profil ein und kann sich die Kontaktanzeigen der anderen Mitglieder anschauen. Dabei erleichtern Suchfilter nach Region, Geschlecht, Alter usw. das Finden möglicher geeigneter Partner.
  • Partnervermittlungs-Portale: Hier steht am Anfang in der Regel ein Persönlichkeitstest, in dem zum Beispiel Vorlieben, Freizeitverhalten und Gewohnheiten abgefragt werden. Aufgrund der Testergebnisse wird man dann mit anderen Portalmitgliedern gematcht. Das heißt, dass der Anbieter prüft, mit welchen Mitgliedern man besonders gut zusammenpassen könnte. Diese werden einem auf einer Liste vorgeschlagen.

Neben diesen beiden Arten von Online-Portalen gibt es für unterschiedliche Vorlieben und Interessen noch alle möglichen speziellen Online-Börsen. Zum Beispiel so genannte Seitensprungportale oder Portale für unterschiedliche sexuelle Vorlieben. Der eine kritisiert solche Portale, der andere findet sie eine echte Errungenschaft und wieder andere stehen dem eher gleichgültig gegenüber. Aber … hey, wir sind doch alle erwachsen :-). Und eigentlich geht es hier ja auch um was ganz anderes.

Wenn Sie mit der Partnersuche über das Internet starten möchten, schauen Sie sich doch einfach mal um. Unter

  • Kontaktanzeigen-Portale
  • Partnervermittlungen
  • finden Sie die meisten Partnerbörsen aufgelistet, beschrieben und bewertet.

    Entscheiden Sie sich dann für die Kontaktbörse, die Sie am meisten anspricht. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, sich zu entscheiden, ist das auch nicht so schlimm. Entscheiden Sie sich dann einfach für ein Portal, bei dem Sie den Eindruck haben, dass es ganz okay für Sie ist, und melden Sie sich dort an. Sie können sich ja jederzeit umentscheiden und wieder ein anderes Portal wählen.

    Wie geht man nun genau vor?

    Bevor wir uns nachher im Detail anschauen, wie man beim Internet-Dating vorgehen kann, kommen hier ein paar allgemeine Hinweise für die Partnersuche im Internet:

    • Bleiben Sie möglichst locker und entspannt. Denn Menschen, die entspannt und locker auf die Suche gehen, lernen mehr potentielle Partner kennen und vergrößern ihre Chancen auf eine Beziehung.
    • Setzen Sie sich nicht zu sehr unter Druck. Wenn Sie sich unter Druck setzen oder angespannt fühlen, hilft es, sich bewusst zu machen, dass die Partnersuche im Internet fast unbegrenzte Möglichkeiten bietet. Es ist also nicht so schlimm, wenn man eine Mail mal missverständlich formuliert hat oder das Profil doch etwas zu steif geworden ist.
    • Betrachten Sie Ihre Partnersuche als Spiel oder Abenteuer. Denn dann sind Sie offen für die vielen neuen Möglichkeiten, die Ihnen die Partnersuche im Internet bietet.
    • Legen Sie nicht jedes Wort auf die Goldwaage und spekulieren Sie nicht zu viel. Denn wenn Sie zu vorschnell urteilen, riskieren Sie, einen potentiell richtig gut passenden Menschen abzublocken oder auszusortieren.
    • Seien Sie ehrlich. So reizvoll kleine Notlügen auch sind – es lohnt sich nicht. Schließlich suchen Sie einen Partner. Und da wird es schwierig, später mögliche Lügen oder Geheimnisse aufzudecken, ohne etwas kaputt zu machen.

    Nach diesen kleinen Tipps vorab geht es nun ans Eingemachte:

    Wie schreibe ich mein Profil?

    Wenn Sie sich angemeldet haben, erstellen Sie Ihr Profil. Darin beschreiben Sie sich selbst und stellen sich den anderen Mitgliedern des Portals vor. Dabei geht es zum Beispiel darum, dass Sie schreiben:

    • wer Sie sind,
    • welche Interessen und Hobbys Sie haben,
    • welche Charaktereigenschaften Sie ausmachen
    • und was für Sie im Leben wichtig ist.

    Häufig bekommt man für die Hobbys und Eigenschaften eine Auswahlliste vorgegeben, aus der man die zu einem passenden Begriffe auswählen kann. Man kreuzt dann einfach an, was zu einem passt.

    In den allermeisten Fällen hat man zusätzlich die Möglichkeit, einen frei formulierten Text über sich zu schreiben oder auf bestimmte Fragestellungen mit einigen Sätzen zu antworten.

    Die größte Resonanz erzielt man mit einem Profil, das Interesse weckt, irgendwie neugierig macht und positiv und attraktiv wirkt. Aber wie geht das?

    Ein anziehendes und neugierig machendes Profil enthält nicht zu viele Informationen und ist so geschrieben, dass die Individualität des Suchenden auf positive Weise zum Ausdruck kommt. Eben so, dass Leser Ihres Profils sagen: „Das klingt ja spannend. Wer da wohl hinter steckt? Den oder die würde ich gerne kennen lernen.“

    Um diese Wirkung zu erzielen, ist es wichtig, ein gutes Zusammenspiel zwischen dem WAS man über sich schreibt und dem WIE man über sich schreibt hinzubekommen. Das ist auch gar nicht so schwer, wie viele zu Anfang denken.

    Wie soll ich mich beschreiben?

    Als kleiner Tipp vorab: Vielleicht schreiben Sie Ihr Profil zunächst in Ihrem Textverarbeitungsprogramm, z. B. Word. Das hat den Vorteil, dass Sie verschiedene Fassungen Ihres Textes festhalten können. Ein Profil entsteht zumeist in mehreren Arbeitsgängen und manchmal ist es hilfreich, sich noch einmal anzuschauen, was man in einem früheren Arbeitsgang geschrieben hat. Schreiben Sie also am besten eine Fassung, und speichern Sie sie ab. Kopieren Sie sich dann den Text aus dieser Fassung wieder in ein neues Dokument, überarbeiten Sie dort den Text, den Sie wieder abspeichern und so fort, bis Sie irgendwann die Fassung haben, die Sie auf dem Online-Portal einstellen möchten.

    Wie beschreiben Sie sich nun so, dass Ihre Individualität deutlich wird, Sie nicht komplett alles über sich selbst erzählen und dabei positiv und attraktiv wirken?

    Ganz einfach, indem Sie mit sich selbst eine Art Interview führen.

    • Schreiben Sie so, wie Sie auch mit jemandem sprechen würden.
    • Sagen Sie das, was Sie in einem ersten Gespräch mit jemand Fremdem sagen würden.
    • Überlegen Sie sich dazu eine Reihe Fragen, die Sie jemandem stellen würden, den Sie zum Beispiel auf einer Party, einer Veranstaltung oder bei einer Einladung neu kennen lernen. Beispielsweise: Was machst Du so am Wochenende? Warst Du dieses Jahr schon im Urlaub? Welchen Kinofilm hast Du zuletzt gesehen? Oder was immer Sie bei einem ersten Kennenlernen gewöhnlich fragen. Schreiben Sie sich die Fragen auf. Stellen Sie sich dann selbst diese Fragen. So ähnlich, als ob Sie sich selbst interviewen würden. Beantworten Sie sich selbst diese Fragen, indem Sie mit sich selbst sprechen. Ruhig so, als würden Sie jemand anderem diese Fragen ganz real beantworten.
    • Schreiben Sie die Antworten auf, am besten genau so, wie Sie sie sprechen. Zum Beispiel: Was hast Du letztes Wochenende gemacht? „Oh ja, das war schön. Da war ich in einer Ausstellung. Erst dachte ich ja, der Künstler ist so gar nicht mein Fall. Aber dann war es supertoll. Die Bilder haben mich total berührt und ich würde mir am liebsten so ein Bild kaufen.“ Oder: „Letztes Wochenende war ich mit ein paar Freunden im Klettergarten. Das war vielleicht Klasse. War voll spannend, sich so an den Seilen längs zu hangeln. Das mach ich auf jeden Fall wieder.“

    Im nächsten Schritt überarbeiten Sie Ihren Text. Das machen Sie folgendermaßen:

    • Formulieren Sie die Sätze so um, dass sie zum einen lesbar sind und zum anderen aber auch noch an Ihr Gesprochenes erinnern. Zum Beispiel: „Am Wochenende geh ich gerne in Ausstellungen. Manchmal denk ich vorher ja, dass der Künstler nicht so mein Fall ist. Aber dann ist es häufig supertoll. Es kann passieren, dass mich die Bilder unwahrscheinlich berühren und ich mir dann am liebsten so ein Bild kaufen würde.“ Oder: „Letztens war ich mit ein paar Freunden im Klettergarten. Das war vielleicht Klasse. Ich fand es unwahrscheinlich spannend, sich so an den Seilen längs zu hangeln. Das möchte ich auf jeden Fall wieder machen.“
    • Wenn Sie auf diese Weise einen Text gebastelt haben, feilen Sie eine Weile daran herum. Formulieren Sie die Sätze um, wählen Sie andere Wörter, ändern Sie den Satzbau. Und speichern Sie vielleicht immer mal verschiedene Textfassungen ab. Manchmal ist nämlich einer der ersten Versuche doch der bessere und wenn der dann weg wäre, wäre das doch schade. Und überprüfen Sie zum Schluss Ihre Rechtschreibung.

    Bei manchen Online-Portalen stoßen Sie beim Ausfüllen des Profils auf vorgegebene Fragen. Zum Beispiel: Wie sieht für Sie der perfekte Tag aus? Was mögen Sie überhaupt nicht? Was machen Sie besonders gerne? Versuchen Sie, auch bei den Antworten auf diese Fragen so zu schreiben, wie Sie im Gespräch antworten würden. Und achten Sie am besten auch hierbei darauf, dass Sie nicht zu viel über sich erzählen. Denn Sie wollen ja Interesse wecken und neugierig machen. Fragen Sie sich dazu vielleicht immer mal wieder, was Sie vor einer größeren Gruppe Ihnen fremder Menschen sagen würden.

    Vielleicht wirkt das erst einmal etwas komisch auf Sie, wenn Sie mit sich selbst ein Interview führen. Aber probieren Sie es ruhig aus, laut mit sich zu sprechen. Denn wenn Sie so schreiben, wie Sie sprechen, bekommen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit ein sehr individuelles und lebendiges Profil.

    Ihr Profiltext ist fertig, wenn Sie

    • das Gefühl haben, dass Sie sich mit Ihrem Profil wohl fühlen,
    • beim Lesen den Eindruck haben: „Ja, das bin ich“,
    • nicht zu viel von sich mitteilen
    • und nicht zu wenig über sich sagen.

    Noch ein kleiner Tipp: Wenn Sie Ihr Profil eingestellt haben und den Eindruck haben, dass Sie zu wenige Reaktionen bekommen oder nur Leute kennen lernen, die Ihnen nicht gefallen, kann es helfen, das Profil noch einmal umzugestalten. Experimentieren Sie dann einfach ein wenig:

    • Und versuchen Sie mal, anders zu schreiben, indem Sie ein wenig mit Formulierungen, Satzbau und Wortwahl herumspielen.
    • Probieren Sie aus, weniger über sich zu schreiben. Manchmal können zu viele Informationen nämlich abschreckend wirken. Damit das etwas deutlicher wird, gebe ich Ihnen mal ein Beispiel: „Ich bin Kölnerin und die meisten denken dann, dass ich mit Leib und Seele Karnevalistin bin. Bin ich aber gar nicht. Die Familie meines Vaters war total jeck und die meiner Mutter hielt gar nichts davon. Ich komme eher nach meiner Mutter. Als Kind bin ich noch bei jedem Umzug begeistert mitgegangen, aber als Erwachsene mochte ich es dann nicht mehr so gerne. Seitdem ich zwanzig bin, flüchte ich zur Karnevalszeit nach Berlin, München, Wien oder in andere Großstädte.“ – Wer Interesse wecken will, schreibt vielleicht besser: „Ich bin Kölnerin, aber, oh Wunder, kein Jeck – Karneval ist nicht so mein Ding. Viel lieber mache ich über Rosenmontag Städtereisen. Zuletzt: Berlin. Als Nächstes möchte ich gerne nach Wien oder Paris fahren.“
    • Versuchen Sie vielleicht, mehr über sich zu schreiben. Ab und zu sind in einem Profil vielleicht zu beliebige und zu wenige Informationen enthalten. Zum Beispiel: „Ich mag Sonnenschein, gut gelaunte Menschen … und vielleicht bald Dich.“ Aussagekräftiger wirkt zum Beispiel: „Ich mag es, im Sonnenschein querfeldein durch den Wald zu laufen, mit gut gelaunten Menschen Spiele wie zum Beispiel Siedler, Wikinger-Schach oder Tabu zu spielen … und Frauen, die wissen, was sie wollen.“
    • Prüfen Sie, ob Ihr Profil nicht zu bedürftig wirkt. Das passiert leicht, wenn ein Mensch zu viel darüber schreibt, was er sich von einem potentiellen Partner wünscht. Klar können Sie sagen, was Sie sich für einen Mann oder eine Frau vorstellen, z. B. dass er oder sie gesellig und humorvoll sein soll. Oder ernsthaft und ruheliebend. Aber schreiben Sie keine ausführlichen Beschreibungen in der Art: „Ich wünsche mir einen Partner, der mich so nimmt, wie ich bin, und mich hält, wenn ich verzweifelt bin.“ So ein Satz wirkt eher abschreckend, weil man dann zum Beispiel denkt: „Die sucht also einen Seelentröster, aber keinen Partner.“ Oder wenn jemand schreibt: „Ich wünsche mir eine Partnerin, bei der ich mich geborgen fühlen kann und die mich trotz meines Scheiterns in den Armen hält.“ Dann denkt eine Leserin vielleicht: „Na ja, Mami wollte ich für meinen Partner eigentlich nicht spielen.“ Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Wir wünschen uns alle Partner, die in schwierigen Zeiten zu uns stehen, bei denen wir auch zeigen können, wenn wir uns schwach fühlen oder das Gefühl haben, versagt zu haben. Und in vielen Fällen bekommen wir in einer ernsthaften Partnerschaft auch einen Menschen, der uns auch in schwierigen Momenten und Zeiten beisteht. Aber wir lernen so einen Menschen bestimmt nicht schneller oder garantierter kennen, wenn wir diese Wünsche gleich bei der ersten Begegnung anbringen. Mit unserem Profil ist es ein wenig so, wie wenn wir uns mit einer Plakattafel um den Hals auf einen großen Platz stellen. Fragen Sie sich: Würde mich mit meiner Plakattafel, also meinem Profil, jemanden auf diesem Platz ansprechen? Oder: Wie würde jemand reagieren, den ich mit meinem Profil anspreche?

    Bevor Ihr Profil aber komplett ist, brauchen Sie noch ein Bild von sich.

    Das Foto

    Es gibt kaum etwas, was bei einem Profil so wichtig ist wie Ihr Foto. Das ist so, weil wir Menschen in den allermeisten Fällen sehr stark auf Äußerlichkeiten reagieren. Auch wenn wir es nicht möchten oder uns ganz sicher sind, dass uns „innere Werte“ am wichtigsten sind, so wirken Äußerlichkeiten doch sehr intensiv auf uns Menschen. Es gibt ja das Sprichwort: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Das gilt auch fürs Internetdating.

    Ich behaupte: Es kann von jedem, wirklich jedem Menschen schöne Bilder geben. Es gibt Momentaufnahmen, Gesichtsausdrücke, Lachen, verträumte Blicke und Posen, die jeden Menschen zu einem unwahrscheinlich attraktiven Menschen machen.

    Versuchen Sie also nicht, irgendein Bild zu nehmen, sondern nehmen Sie sich die Zeit und wählen Sie ein Foto aus,

    • auf dem Sie gut zu erkennen sind,
    • auf dem Sie sich attraktiv finden,
    • bei dem Sie vielleicht unvermittelt lächeln, wenn Sie sich selbst darauf sehen,
    • bei dem Außenstehende vielleicht gesagt haben: „Wow, siehst Du da toll aus.“

    Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie einfach kein Bild finden, auf dem Sie sich gefallen, dann lassen Sie ansprechende Bilder von sich machen. Und sagen Sie dem Fotografen ruhig, wofür Sie die Bilder brauchen. Die meisten Fotografen haben schon öfter Bilder für die Partnersuche im Internet gemacht. Und können oftmals kompetent helfen, damit die Bilder so werden, dass sie für diesen Zweck gut geeignet sind.

    Warum ich die Sache mit den Fotos so betone? Nun, ich kenne mehrere Leute, die alleine durch den Austausch ihres Profilbildes um ein Vielfaches mehr Kontaktgesuche erhalten haben. Es mag oberflächlich sein und man mag es vielleicht traurig finden, dass wir Menschen so sind. Aber es ist nun mal so. Und wenn wir uns ohnehin nicht dagegen sträuben können, dass Fotos einen großen Einfluss auf die Partnersuche haben, macht es Sinn, diesen Umstand zum eigenen Vorteil zu nutzen. Falls Sie möchten, dass Ihr Foto nicht für alle zu sehen sein soll, ist das bei den meisten Anbietern kein Problem. Sie haben dort oftmals die Möglichkeit, Ihr Foto nur verschwommen anzeigen zu lassen. Auf dem Bild sind dann zwar Silhouette und Farben zu erkennen, man kann jedoch nicht das Gesicht scharf sehen. So bleibt man anonym, kann jedoch einen ersten Eindruck vermitteln.

    Wenn Sie Ihren Profiltext und Ihr Foto haben, stellen Sie es ein. Trauen Sie sich ruhig. Sie haben nichts zu verlieren! :-)

    Die Kontaktaufnahme

    Nun kann es mit Ihrer Online-Partnersuche losgehen. Sie haben jetzt mehrere Möglichkeiten:

    • Sie können andere Menschen anschreiben.
    • Sie können sich von anderen Menschen anschreiben lassen.

    Sie können andere Menschen anschreiben

    Wenn Sie so durch die verschiedenen Kontaktanzeigen stöbern oder Ihre Vorschlagsliste durchgehen, entdecken Sie vielleicht den ein oder anderen Menschen, der Ihnen interessant oder sympathisch vorkommt. Vielleicht möchten Sie gerne mit demjenigen in Kontakt treten. Dann fassen Sie sich ein Herz und schreiben Sie in einer kurzen Mail,

    • was Sie an seinem oder Ihrem Profil angesprochen hat,
    • was Sie interessant finden am Profil des anderen.
    • Stellen Sie Fragen, zum Beispiel danach, was hinter einem bestimmten Hobby oder Interesse steckt oder was der oder die andere daran so interessant findet.
    • Beziehen Sie sich auf Gemeinsamkeiten, indem Sie sagen, dass Sie ein bestimmtes Interesse oder Hobby ebenfalls haben.

    Wir sind ja theoretisch mittlerweile alle sehr emanzipiert. Frauen können genauso frei und selbstbestimmt handeln und umgekehrt. Aber eben nur theoretisch … die Erfahrung zeigt, dass bei der Kontaktaufnahme im Internet-Dating alte Rollenmuster noch sehr präsent sind. Frauen verhalten sich viel öfter passiv, lassen sich häufig ausschließlich anschreiben und suchen weitaus weniger aktiv den Kontakt zu Männern als umgekehrt. Deswegen:

    • Frauen, traut Euch ruhig. Viele Männer stehen drauf, wenn Frauen ihr Leben in die Hand nehmen, und dazu gehört auch, jemanden, dessen Profil man interessant findet, anzuschreiben.
    • Männer, wenn Ihr das Gefühl habt, dass Euch viel zu wenig Frauen anschreiben, liegt das nicht an Euch, sondern daran, dass Frauen immer noch erwarten, dass Männer bei der Kontaktsuche den aktiveren Part übernehmen. Da hilft meist nur eins: Aktiv werden und anschreiben, wenn Euch ein Profil anspricht.

    Sie können sich von anderen Menschen anschreiben lassen

    Wenn jemand anderes Sie anschreibt, den Sie ebenfalls interessant, sympathisch oder nett finden, versuchen Sie möglichst entspannt zu antworten..

    Fragen Sie sich hier auch wieder:

    • Was würde ich antworten, wenn ich jemanden auf einer Party kennen lernen würde?
    • Was möchte ich dem anderen von mir mitteilen?
    • Was interessiert mich an dem anderen?
    • Was spricht mich an dessen Profil an?
    • Welche Gemeinsamkeit sehe ich?

    Schreiben Sie dann Ihre Antwort und schicken Sie sie ab.

    Und was machen Sie, wenn Sie keinen Kontakt haben möchten? Wenn Sie zum Beispiel das Gefühl haben, dass die Person nicht zu Ihnen passen kann? Dann antworten Sie am besten dennoch. Wenn Sie von jemandem angeschrieben werden, hat sich die andere Person etwas dabei gedacht und vermutlich Hoffnung und Erwartung in diese Kontaktaufnahme gesetzt. Bekommt er oder sie nun keine Antwort, kann das verletzend wirken. Daher ist es einfach netter, wenn Sie auf freundliche Art und Weise mitteilen, dass Sie kein Interesse an einem Kontakt haben. Eine höflich formulierte Absage ist für die meisten Menschen leichter zu verdauen, als gar keine Rückmeldung. Zum Beispiel:

    • „Danke, dass Du mir geschrieben hast. Es tut mir leid, aber ich möchte den Kontakt nicht aufnehmen. Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du Deinen Wunschpartner findest.“
    • „Ich habe mich über Deine Mail gefreut und mir Dein Profil angesehen. Aber ich glaube es passt mit uns beiden nicht. Ich wünsche Dir hier eine erfolgreiche Suche.“
    • „Schön, dass Du mich angeschrieben hast. Du bist bestimmt ein toller Mensch, der für einen anderen genau der Richtige ist. Aber ich denke mit uns passt es leider nicht. Deswegen möchte ich den Kontakt nicht aufnehmen. Alles Gute für Dich.“

    Einen besonderen Tipp habe ich noch zum Schluss:

    Manchmal bekommt man eine Mail von jemandem, den man aufgrund einer Eigenschaft, eines bestimmten Hobbys oder einer gewissen Art zu schreiben am liebsten gleich abblocken möchte.

    Kann man machen. Man würde ja auch nie erfahren, ob es sinnvoll gewesen wäre, diesen Kontakt weiterzuverfolgen. Und es gibt ja auch noch so viele andere, bei denen man das Gefühl hat, dass sie einem viel besser gefallen. Aber es könnte auch sein, dass Sie dadurch auf einen besonders schönen oder wichtigen Kontakt verzichten. Und so vielleicht den Partner Ihres Lebens verpassen, den Sie aussortiert haben, nur weil:

    • er gerne am Ballermann Urlaub macht,
    • sie gerne Heavy-Metal-Musik hört,
    • er total sportlich ist,
    • sie einen Job hat, den Sie völlig furchtbar finden.

    Aber vielleicht spielen diese Sachen alle nicht so die Rolle.

    • Weil ein Mensch ja immer viel mehr ist als seine Hobbys.
    • Weil man bei jedem Partner die eine oder andere Sache finden wird, die einem nicht hundertprozentig gefällt.
    • Weil man den Menschen ansonsten einfach toll findet und es die ganz große Liebe ist.

    Jedenfalls bin ich schon einer Reihe von Paaren begegnet, die so oder ähnlich sagen:

    „Beinah hätte ich nicht geantwortet, weil da eine Sache in seinem Profil war, die ich völlig daneben fand. Aber heute bin ich unendlich froh, dass ich doch geschrieben habe. Irgendwas hat man ja immer, was man nicht optimal findet. Heute kann ich mit seinem Musikgeschmack gut leben.“

    Ich möchte Sie ermutigen, lieber einmal zu viel zu antworten. Abbrechen können Sie den Kontakt immer noch, aber wenn Sie es nicht versucht haben, werden Sie sich vielleicht um die Begegnung mit einem wundervollen Menschen bringen.

    Ins Gespräch kommen

    Wenn es dann zu einem ersten Mailkontakt gekommen ist, versuchen Sie, locker zu bleiben. Entspannen Sie sich und nehmen Sie sich Zeit, sich etwas besser kennen zu lernen.

    In den ersten E-Mails merkt man relativ schnell,

    • ob es Spaß macht, sich mit dem anderen zu schreiben,
    • ob man die Art des anderen mag,
    • ob man gerne mal mit dem anderen telefonieren möchte
    • oder sich am liebsten sofort treffen will.

    Manchmal hat man nach ein paar Mails das Gefühl, sich schon sehr gut zu kennen, und es kann schnell eine große Vertrautheit und Nähe entstehen. Die Mails können dann oftmals eine sehr eigene Dynamik entwickeln und bewirken, dass man sich schnell öffnet und intensiv austauscht. Vielleicht fasst man auch sehr schnell großes Vertrauen und zeigt schon beim Schreiben viel von seinen innersten Gedanken und intimsten Erlebnissen.

    Es kann sein, dass dieses Vertrauen berechtigt ist und die große Nähe nach den ersten Telefonaten und Treffen bestehen bleibt. Das kann dann ein überwältigend schönes Erlebnis sein. Es kann aber auch vorkommen, dass man bei den ersten Treffen merkt, dass die Nähe des E-Mail-Kontaktes eine Illusion war, die in der Realität keinen Bestand hat. So kann es dann zu unangenehmen und für beide vielleicht sehr enttäuschenden Erfahrungen kommen.

    • Man möchte den Kontakt vielleicht abbrechen, weil der reale Mensch einem so gar nicht liegt.
    • Man merkt, dass der andere einen unwahrscheinlich toll findet und davon ausgeht, dass man ebenso empfindet, weil man per Mail ja schon ganz vertraut war, und es fällt richtig schwer, den anderen dann zu enttäuschen.
    • Man stellt fest, dass man sich in eine Traumwelt (Haus, Kinder, Reisen, …) hineingeträumt hat, aus der es nur schwer ein Zurück gibt.
    • Man merkt zwar, dass der andere einem als realer Mensch nicht so richtig gefällt, redet sich ihn aber „schön“. Schließt vielleicht sogar einen Kompromiss, mit dem man auf Dauer gar nicht leben möchte. Indem man zum Beispiel in eine Beziehung hineinrutscht, die von vornherein keine Zukunftschance hat.

    Und um solche Situationen zu vermeiden, hilft es ungemein, darauf zu achten, sich nicht zu früh zu sehr zu öffnen. Vertrauen und Nähe braucht Zeit zu wachsen und diese Zeit kann man sich ruhig nehmen. Außerdem ist gerade dieses erste Kennenlernen und langsame Vertrautmachen die Basis für viele schöne Erinnerungen, auf die man auch nach Jahren zurückblicken kann. Deswegen kann man sich vor dem Absenden seiner Mails immer wieder fragen:

    • Würde ich das jemandem sagen, den ich vor ein paar Tagen bei einer Einladung kennen gelernt hätte und den ich zufällig in der Stadt treffen würde?
    • Könnte ich so mit einem guten Bekannten sprechen, den ich nach einem halben Jahr mal wieder treffe?
    • Möchte ich so mit jemandem sprechen, bei dem ich später feststelle, dass er in der gleichen Firma wie ich arbeitet und zufällig mit mir in der Kantine am selben Tisch sitzen könnte?
    • Würde ich das alles jemandem schreiben, der mit einer mir nicht wohlgesinnten Person befreundet ist, z. B. der zickigen Nachbarin oder dem muffeligen Schwager?

    Um solche Illusionen möglichst nicht aufkommen zu lassen oder möglichst schnell mit der Realität abzugleichen, ist es in den meisten Fällen empfehlenswert, mit dem ersten Telefonat und Treffen nicht zu lange zu warten, weil man bei einem Treffen auch immer enttäuscht werden kann. Durch den Mailkontakt ist vielleicht schon ganz viel Nähe und Vertrautheit entstanden und man ist sich sehr sicher, den anderen sehr zu mögen. Vielleicht ist man sogar schon ein wenig ineinander verliebt. Und denkt:

    • Die E-Mails sind so toll: Das ist mein Traummann.
    • Die schreibt so humorvoll: Das ist die Frau meines Lebens.
    • Wir haben genau die gleiche Denke: Wir sind das perfekte Paar.

    Um sich in jemanden auch im realen Leben zu verlieben oder mit jemandem eine Beziehung eingehen zu wollen, sind aber noch andere Faktoren wichtig:

    • Wie spricht der andere?
    • Welche Stimme, welchen Dialekt hat er oder sie vielleicht?
    • Wie riecht der andere?
    • Wie sieht die andere aus?
    • Wie bewegt sich der andere?

    Und all dies nimmt man erst wahr, wenn man sich wirklich begegnet. Deswegen ist es so wichtig, dass man miteinander telefoniert und sich trifft. Und am besten, bevor sich zu hohe Erwartungen aufbauen.

    Wenn Sie den Wunsch haben, zu telefonieren oder sich zu treffen, sprechen Sie es ruhig in Ihrer Mail an. Vereinbaren Sie am besten einen klar eingegrenzten Telefontermin (zum Beispiel: Montag um 20.00 Uhr). Sonst sitzen Sie nämlich womöglich unentwegt auf heißen Kohlen und warten auf einen Anruf. Wenn die Telefonate angenehm sind und Sie sich beide nicht miteinander langweilen, ist es vielleicht Zeit für ein erstes Treffen.

    Das erste Treffen

    Sie verabreden sich zu einem bestimmten Termin. Wenn Sie das Gefühl haben, sich schon ganz gut zu kennen, vertrauen Sie dem anderen vielleicht schon sehr. Dennoch gibt es auch bei einem oder den ersten Treffen ein paar Dinge zu beachten.

    • Treffen Sie sich am besten an einem öffentlichen Ort, denn Sie wissen nur das über den anderen, was er Ihnen gesagt hat. Und Sie wissen nicht, ob der andere wirklich so ist, wie er sich gibt.
    • Sagen Sie einer Freundin oder einem Freund vor dem Treffen Bescheid, wo und wann Sie sich treffen. Und vereinbaren Sie, dass Sie sie oder ihn nach dem Treffen informieren, wenn Sie wieder gut zu Hause angekommen sind.

    Und wie geht es dann weiter?

    Wie im „normalen Leben“ auch. Treffen Sie sich und lernen Sie sich näher kennen. Und wenn derjenige, mit dem Sie sich getroffen haben, nicht der Passende war, dann fangen Sie eben wieder von vorne an. Jetzt wissen Sie ja, wie es geht ;-)

    Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viele tolle Begegnungen und dass Sie dabei vielleicht den Menschen finden, mit dem Sie für eine sehr lange Zeit glücklich sein können.

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    Kommentare

    Claudia schreibt am 14. Dezember 2011

    Das Gefährlichste an der Suche nach der Liebe seines Lebens, ist die Versuchung sich in die Suche zu verlieben.

    Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass einen die Art der Kontaktmärkte verändert.

    Grundwerte wie
    – Ehrlichkeit,
    – Respekt und
    – Treue
    verlieren hier ihre Glaubwürdigkeit.

    Wie eine kleine Sucht macht man seinen PC an und nährt sich an kleinen Bauchpinseleien, die vermeindlich den Selbstwert steigern.

    Für einen Augenblick ist man nicht alleine, sondern umgeben von ach so netten Menschen.

    Wie schön ist sie doch, die Umtauschgarantie. Ist die eine Person nichts, gibt man sie einfach zurück und bestellt die nächste.

    Man lernt jemanden kennen, alles ist schön…
    … man kommt nach Hause und es wird dennoch der PC angemacht.

    Vielleicht hat man etwas verpasst, vielleicht gibt es dort etwas noch Besseres.

    Das Hintertürchen wird zum Bestandteil der Beziehungskultur…

    Schöne neue, bunte, lustige Internetwelt frown

      Dirk schreibt am 28. Januar 2012

      ..finde ich sehr gut auf den Punkt gebracht!!

    tina schreibt am 18. Dezember 2011

    Das ist genau mein Thema. Super, dass es hier erscheint.

    Ich bin noch bis Ende Dezember in einer Partnersuchbörse angemeldelt. Es ist wie eine Sucht jeden Tag schaut man nach Männern und Nachrichten. Möchte sich ein Mann, der mir gefällt, mit mir treffen. Gibt es jemanden der mir gefällt…

    Ich werde damit aufhören, weil es nicht die reale Welt ist und meine Erfahrungen nicht schön sind.

    Es wird gelogen, Treffen vereinbart zu denen man nicht erscheint, es werde nur Seitensprünge gesucht usw.

    Natürlich gibt es auch Ehrliche und es scheinen sich auch Paare zu finden. Alles hat seine 2 Seiten.

    Ich habe meine Erfahrungen gemacht, sicher auch ein paar schöne aber es ist nicht meine Welt.

    Die Sucht den Computer anzuschalten, raubt soviel Zeit für wirkliche Freunde und Zeit für Sport, ausgehen.

    Habt ihr ähnliche Erfahrungen?

    Martha Gabriel schreibt am 18. Dezember 2011

    Ich habe meinen Schatz im Internet “gefunden” oder “gekauft!!”.
    Es sind nun fünf Jahre her dass ich meinen Partner kennenlernte via Internet und es funktioniert wunderbar.
    Also, meine Suchaktion war folgendermassen:
    Als erstes habe ich mir aufgeschrieben, welche positiven Eigenschaften mein Partner haben soll und welche negativen Eigenschaften ich akzeptiere. Jederman(n)/-frau hat positive und negative Seiten an sich.(Einverstanden?) Dann war mir klar dass ich für einen Wohnungs- bzw. Ortswechsel offen sein musste. Natürlich setzte ich Grenzen der Distanz.
    Nun los, einen Anbieter suchen der mir seriös “durchkommt”. Gefunden, und bereit sein, einen Beitrag zu zahlen für die Veröffentlichung (daher gekauft!!). Das Foto wurde nicht freigestellt, erst wenn ich ein o.k. nach dem ersten schriftlichen Kontakt sofern gewünscht. Wir schrieben zwei drei mal ohne Foto und verabredeten uns für ein unverbindliches Kaffee trinken. Für mich waren meine Gefühle und wie seine Stimme klang sehr wichtig. Ich bin froh, denn ich kann meinem Körper vertrauen. Dieser teilt mir klar mit was abläuft. Die Gefühle waren also sehr gut und wir kamen uns näher. Bereits nach einem Jahr zogen wir zusammen und werden dies auch weiterhin bleiben. Auch wenn mal Meinungsverschiedenheiten vorkommen, die braucht eine Partnerschaft damit es nicht so langweilig wird. Wichtig ist, die Meinungsverschiedenheit verletzt nicht. Um dies zu verstehen ist der Beitrag vorgängig sehr wertvoll.
    Nun wünsche ich allen, die den Schritt via Internet wagen viel Glück, Geduld und Gefühl.
    Auf gesegnete Festtage und ein gutes neues Jahr.

    M. Gabriel

    Shivani Allgaier schreibt am 18. Dezember 2011

    Letztlich finde ich es egal, wo ich meinen Partner kennen lerne. Wenn ich Menschen begleite, die sich einen Partner wünschen stelle ich immer wieder fest, dass der alleinige Knackpunkt daran liegt, dass sie sich “nicht wieder so eine katastrophale Partnerschaft” wünschen wie sie schon hatten. Was dann eine Veränderung bringt ist, dass sie ihren Wunsch von einer negativen Formulierung in eine positive verändern “Ich wünsche mir einen Partner, mit dem ich eine vertrauensvolle Beziehung leben kann.” Der Satz muss natürlich individuell stimmig sein. Wichtig ist, dass er positiv formuliert ist. Und schon klappst auch mit dem Nachbarn…

    Dagmar Borchart schreibt am 18. Dezember 2011

    Inzwischen kann ich auf lange Erfahrung (fast 10 Jahre mit Unterbrechungen) mit Single-Börsen zurückblicken und auch ich habe eine Veränderung festgestellt. Es wird nicht nur schwerer einen „seriösen“ Ansprechpartner zu finden, sondern auch eine „seriöse“ Singlebörse. Es ist die Suche der Nadel im Heuhaufen. Man vergeudet viel Zeit mit oberflächlichen Geplänkel, in der Hoffnung auf der anderen Seite doch vielleicht noch einen ansprechbaren Partner zu finden, der wirklich Konversation betreiben möchte und mächtig ist mehr als einen Satz mit drei Wörtern zu entgegnen. Oberflächlichkeit ist leider an der Tagesordnung und ernstgemeinte Zuschriften selten. Natürlich muss hier auch noch im Alter unterschieden werden. Ich gehöre nun schon zu den Reiferen und habe sicherlich einen anderen Anspruch an meinen Gegenüber, als vielleicht die junge Generation, die mehr einen Zeitvertreib oder ein schnelles Treffen sucht. Und doch habe ich einige Kritik an der Bewertung der Singlebörsen anzubringen. Mich würde schon genauer interessieren, nach welchen Kriterien hier getestet wurde. Ich habe jedenfalls bei Elitepartner schon 2mal einen Versuch gestartet und sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Ein halbes Jahr war ich zahlendes Mitglied und in diesem halben Jahr haben mich gerade mal 2 Männer angeschrieben. Ich habe die Initiative ergriffen und die Anfragen selbst gestartet. Auf die meisten Anfragen bekam ich keine Antworten oder nur vorgeformte Standardabsagen ohne Namen. Von ca. 28 Anschreiben bekam ich 16 vorgefertigte Absagen – ohne einen Namen zu nennen. Nur 2 davon waren persönlich formuliert. Der Rest hat gar nicht geantwortet. Es ergab sich keine einzige Konversation. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um viele Lockvögel handelt. Über 50jährige scheinen nicht wirklich interessant für die männliche „Elite“ zu sein. Dass in Datingcafe gerade Frauen über 45 bezahlen müssen, der Rest aber nicht, spricht für meine Annahme und meine Erfahrung.
    Obwohl wir so viel mehr Möglichkeiten haben in Kontakt zu kommen, ist es ist keinesfalls einfacher geworden. Ich würde mir wirklich gerne eine Singlebörse wünschen, die funktioniert!
    D.Borchart

    Sibille schreibt am 18. Dezember 2011

    Der obige Artikel lässt mich annehmen, dass die Autorin noch nie im Internet ernsthaft nach einem seriösen Prtner gesucht hat.Er liest sich eher wie eine Werbung.
    Ich war Anfang 50 als ich geschieden wurde.Seit damals, das liegt einige Jahre zurück, bin ich immer wieder einmal im Internet auf die Suche gegangen.
    Männer, die auf ihrem Foto einigermaßen ansprechend aussehen, stellen Ansprüche, der keine normale Frau gerecht werden kann. Diejenigen, die kein Foto einstellen, sind bei einem Date dann Männer, die ich nicht näher kennen lernen möchte. Im Übrigen wird ohne Hemmungen gelogen, was Interessen und Hobbies angeht:Da behaupten 60jährige sie seien Inlinefahrer oder Bungeejumping sei ihe Hobby oder Bergklettern. Fragt man erstaunt nach, dann erfährt man, dass sie evtl. das mal vor 20-30 Jahren ausgeübt hatten oder dass sie das ´irgendwann´ mal probieren wollen!!!
    Inzwischen habe ich den Eindruck, dass selbst ´normale´ Männer bei jedem Date denken: Die ist zwar sympatisch, aber es gibt bei dem Riesenangebot im Internet noch viel bessere.
    Das führt aber dazu, das Männer weiterhin suchen, die ich schon vor mehreren Jahren auf der Internetseite habe suchen sehen. Die scheinen nicht zu begreifen, dass sie eine passende Partnerin nicht finden werden, solange sie nicht bereit sind, sich für _eine_ Frau zu entscheiden.
    Darunter leiden nicht nur sie selber, sondern auch die Frauen, die (zu Unrecht) beiseite geschoben werden.
    Im Internet kann man Kontakte knüpfen – aber dass daraus Partnerschaften entstehen, glaube ich nicht mehr.
    Wer sich schwer tut mit Enttäuschungen umzugehen, dem würde ich abraten.

    Iris Reimann schreibt am 18. Dezember 2011

    Ich habe im August 2008 einen Versuch im Datingcafe gestartet und schon nach 4 Wochen einen sehr netten Mann kennengelernt, mich verliebt und seit dieser Zeit sind wir ein (immer noch glückliches) Paar.
    Wichtig war: ich habe klar und deutlich formuliert, was ich suche und was nicht. Und ich war ehrlich mit meinen persönlichen Angaben (nicht jünger oder schlanker gemacht).
    Habe auch erlebt, dass manche Männer (denke auch Frauen) ziemlich dummes Zeug auftischen, aber das merkt man meist schon an den “Suchtexten” oder auch an der Art der Fotos.

    Ich bin froh über meinen Internet-Versuch und wünche auch anderen so viel Glück.

    Siri

    Marietta schreibt am 18. Dezember 2011

    Guten Abend, Nicole Alps,

    ich bin doch recht erschüttert, dass Sie schreiben (und es noch anderen zur Nachahmung empfehlen):

    >> Wenn jemand anderes Sie anschreibt, den Sie ebenfalls interessant, sympathisch oder nett finden, antworten Sie der- oder demjenigen. <<

    Das heißt, wenn Ihnen die Zuschrift (oder Ihre Vorstellung des Schreibers, die Sie sich daraus schaffen) nicht zusagt, antworten Sie gar nicht???
    Das finde ich grob unhöflich. Am anderen Ende sitzt ebenfalls ein Mensch mit Hoffnungen und Wünschen, der den Mut gefasst hat, Sie anzuschreiben. Kann ja sein, dass sein Profil nicht zu Ihren Vorstellungen passt, aber dahinter steckt auch ein fühlendes und leidensfähiges Wesen. In meinen Augen gebietet es der zwischenmenschliche Respekt, wenigstens kurz "nein, danke" zu schreiben (selbst das würde ich netter formulieren). Damit er weiß, wo er dran ist, und nicht tagelang in immer resignierter werdender Vorfreude auf Antwort wartet.

    Wenn die Inserenten keine Rückmeldung geben, können die Schreiber auch nichts dazulernen, um ein vielleicht ungeschicktes Auftreten zu korrigieren. Eine Partnerbörse kann immer nur so gut funktionieren wie ihre Teilnehmer, und wenn das Gros keine Herzlichkeit und Menschlichkeit, nicht mal Höflichkeit an den Tag legt, verkommt sie zum platten ökonomischen Markt.
    Ich finde es wirklich nicht schön, wenn mit suchenden, sehnsüchtigen Menschen umgegangen wird wie mit einem Stück Material in einem Warenlager. Und eine solche Einstellung passt auch überhaupt nicht zu dem Stil, der bei "Zeit zu leben" ansonsten gepflegt wird.

    Heute etwas erzürnte Grüße von
    Marietta

      Nicole Alps
      Nicole Alps schreibt am 19. Dezember 2011

      Hallo Marietta,

      ohje, nein ich meine auf keinen Fall, dass man nicht antworten soll, wenn man keinen Kontakt möchte oder jemanden nicht sympathisch findet. Bloß nicht. Das finde ich respektlos und unnötig verletzend. Es ist für mich selbstverständlich, immer zu antworten und zumindest eine freundliche Absage zu schreiben. Aber Sie haben vollkommen recht, dass ich das hätte deutlich sagen sollen. Ich habe es nun ergänzt.

      Viele Grüße und Danke für Ihre Rückmeldung!
      Nicole Alps

    Lola schreibt am 19. Dezember 2011

    Hallo, ich glaube nicht (mehr), dass man über das Internet wirklich einen potentiellen Partner kennen lernen kann.
    Von vielen Menschen werden diese Angebot genutzt, wie ein Warenkatalog. Eine der ersten Fragen ist immer die nach einem Bild. Wenn man diese Anfrage negativ beantwortet, bekommt man, mit viel Glück, eine Absage-in den meisten Fällen ist dann einfach “Funkstille”
    Ich habe eine ganz miese Erfahrung gemacht. Ein von mir angeschriebener Mann wollte offensichtlich nur schnelle Bekanntschaften. Nachdem er festgestellt hatte, dass ich daran nicht interessiert bin, hat er mir übelste emails geschickt und auch gedroht. Nie mehr so ein Versuch, nein Danke!! Das Internet öffnet einem solchen Verhalten Tür und Tor. Die Menschen können sich ja wunderbar hinter der Anonymität verstecken.
    Menschen muss man im reellen Leben kennen lernen. Sehen, hören, riechen usw. Mit allen Sinnen eben.

    Delphine schreibt am 19. Dezember 2011

    Hallo,
    ich habe meinen Partner im Internet kennengelernt und wir sind seit einem Jahr sehr sehr glücklich miteinander und haben gemeinsame Projekte. Wir wollen u.a. zusammenziehen. Ich möchte diejenigen ermutigen, die alleine sind und dies ändern möchten, diesen Weg auszuprobieren.
    Dabei ist, glaube ich, wichtig authentisch zu sein und sich selbst treu zu bleiben. Wie im normalen Leben eben.

    Viel Glück

    Freya Kastner schreibt am 19. Dezember 2011

    Hallo, ich habe durch Zufall meinen Mann vor 12 Jahren im Internet kennen gelernt. Es war keine Partnerbörse, sondern eher eine Art Versehen, so ähnlich wie bei “Gut gegen Nordwind”. ;-)
    In dieser Zeit, es war 1999, waren noch nicht viele Menschen online und der Kontakt, der sich aus der zufälligen Bekanntschaft ergab, war sehr ehrlich und dieses unbekannte Terrain war so faszinierend, dass ich meinen Mann unbedingt kennen lernen musste. Wir hatten uns 6 Wochen lang nur gemailt (und kaum mehr gearbeitet – lol), bis wir uns unverbindlich an einem Bahnhof verabredeten. Ich muss zugeben, dass ich auf der Fahrt dorthin sehr aufgeregt war und dachte, ich spinne doch komplett, was ist, wenn er ein Psychopath ist etc.?
    Aber er war, so wie ich, ehrlich gewesen und der Rest ist Geschichte.
    Zugegebenermaßen würde ich das heute so nicht mehr tun. Zu groß ist das Misstrauen und ich habe zwei sehr gute Freunde, die auf Singlebörsen unterwegs sind und nach vielen guten auch sehr schlechte und sogar eine gefährliche Erfahrung gemacht haben.
    Das ist schade, denn bieten die Börsen doch eine Plattform für Menschen, die an der Theke nebenan niemanden mehr finden können.

    Allen, die auf der Suche sind, wünsche ich von Herzen alles Gute und dass sie ehrliche Menschen finden mögen.

    Maria schreibt am 19. Dezember 2011

    Hallo,
    ich hatte schon Erfahrungen in diversen Chats gesammelt, was mir dann als Navigator sehr zu Gute kam. Dort wird gelogen und betrogen, was das Zeug hält. Von daher war ich auch seeehr vorsichtig, was meine Anmeldung und Suche bei der Singlebörse anging. Ich hatte eine sehr genaue Vorstellung dessen, was ich wollte u. worauf ich Wert legte. Habe mir die Texte sehr genau durchgelesen. Was mir auffiel war, dass viele ältere Männer sehr viel jüngere Frauen suchten. Deshalb durchstöberte ich irgendwann mal die Anzeigen der jüngeren Männer (obwohl ich keinen Jüngeren wollte). Tja was soll ich sagen… ich hatte mir einen sehr genau unter die Lupe genommen. Daraufhin hatte er mich angeschrieben. Wir verblieben eine Woche in Mailkontakt, dann schrieben wir in Echtzeit, dann wurde zwei Wochen jeden Abend sage und schreibe mind. 3 Stunden telefoniert (jaaa wir hatten viel zu erzählen und uns gingen die Themen nie aus :-) ) und dann trafen wir uns völlig zwanglos zu einem Frühstück in einem Cafe. Seither sind wir zusammen und total glücklich. Wir wären uns nie über die Füße gelaufen, aber das Internet hat es uns ermöglicht. Wir zogen nach einem halben Jahr zusammen in eine Mietwohnung und werden bald ins Eigenheim ziehen.

    Fazit: es waren natürlich auch viele Anschreiben dabei, die nur eine schnelle Nummer wollten (zumindest darin waren sie ehrlich oder schnell durchschaubar); ich hätte mich niemals nur nach kurzem Anschreiben mit Jemandem getroffen. Hier hatte alles gepasst! Und wie immer viel Wahrheit in “Trau schau wem”! Und laßt euch nicht von Großen Sprüchen täuschen: Nur Taten zählen!!!!
    In diesem Sinne wünsche ich geruhsame und stressfreie Weihnachten.

    Birgit schreibt am 19. Dezember 2011

    Hallo,
    ich (damals 42) möchte kurz von meinen Erfahrungen berichten. Ich bin 2003 “zufällig” über ein Werbebanner auf parship aufmerksam geworden und habe den test gemacht. Dass das Angebot kostenpflichtig war, hat meiner Meinung nach geholfen ein wenig “vorzusortieren” ;-) (aus heutiger Sicht positiv : es gab noch keine Möglichkeit Fotos einzustellen!) In den ersten 6 Monaten hatte ich vielleicht 3-4 Mailkomtakte – also eher enttäuschend. Habe es dann ein Jahr später wieder versucht, auch einen vielversprechenden Kontakt (Email , Telefon) geknüpft – das Treffen dauerte dann nicht mal eine Minute – ich entsprach nicht seinen Vorstellungen, der Herr war nicht mal höflich genug, mit mir einen Kaffee zu trinken… – daraufhin, habe ich mehrere Wochen nicht mehr ins Postfach geschaut, und kurz vor Ende der Mitgliedschaft eine paar kontaktmails versendet – ohne Erwartungen. Eine Antwort kam zurück, ausgerechnet von einem Mann, der noch als”getrenntlebend” eingetragen war. Aber 2-3 mails und ein Telefongespräch später hatten wir ein Treffen vereinbart. Dieses treffen dauerte 9 stunden und wir wußten beide, dass wir uns gefunden haben (das haben wir uns allerdings erst später gestanden ..) Wir sind 2005 zusammengezogen und haben 2007 geheiratet. Mein Fazit damals: nicht krampfhaft suchen, auch mal auf die innere Stimme hören, Fotos sind erst wichtig, wenn man ein Treffen beabsichtigt, und: klare Vorstellungen davon, was man nicht will – allerdings glaube ich , dass die suche heutzutage schwieriger ist, bei all den partnerschaftsvermittlungen eine geeignete herhauszufinden – also vielleicht am besten mal im Freundeskreis rumhören…
    Also dann: Viel Glück und liebe Grüße !
    Birgit

    Antje schreibt am 3. Januar 2012

    Ich habe mich kürzlich auch endlich getraut, über eine Online-Singlebörse aktiv zu werden. Denn ich muss einfach den Tatsachen ins Auge schauen: in der Gegend, wo ich wohne, gibt es einfach kaum Möglichkeite, für eine halbwegs junge ;-) Singlefrau, geeignete Herren kennenzulernen, wenn v.a. Senioren und Paare mit Kindern hier wohnen. Auf mich trifft zu 100% der Spruch “Aus Mangel an Gelegenheit” zu.
    Ich habe mich auf einer Single-Börse meiner Religionsgemeinschaft angemeldet. Das ist für mich wichtig, da ich somit schon mal einen gemeinsamen wichtigen Lebensinhalt voraussetzen kann.
    Ich muss sagen, dass auch mir Fotos wichtig sind, um einen ersten Eindruck zu haben. Früher, als ich das online-daten schon mal versucht habe, habe ich es auch blöd gefunden, von mir Fotos reinstellen zu müssen, da ich es oberflächlich fand. Aber wenn ich ehrlich bin, will man ja nicht vorrangig einen guten Freund finden oder einen “Bruder”, sondern es soll ja auch kribbeln und dafür ist das Äussere zumindest schon mal ein kleiner Türöffner. Zusätzlich kann ich eher Vertrauen fassen, wenn der andere sich nicht “versteckt”.
    Ich hatte nun ein Date, was aber vorrangig zustande kam, weil der besagte Herr ein Bekannter meiner Schwester war. Er hat zwar kaum etwas in seinem Profil über sich geschrieben, aber da meine Schwester so von ihm schwärmte als tollem Mann, habe ich es gewagt. Wir hatten ein nettes Date, mehr ist daraus aber auch nicht entstanden. Ich sehe jedes hoffentlich noch folgende Date auch als “Übung” an, mit Abweisungen und “Körben verteilen” besser umzugehen. Ich bevorzuge wirklich die ehrliche und offene, aber höfliche/nette Absage-Kultur und habe damit vorrangig gute Erfahrungen gemacht. Auch ich persönlich komme mit einer offenen Absage viel, viel besser klar als mit wortlosem Rausschleichen. Komischerweise fand ich lange Zeit das “Körbe verteilen” (nach dem Erhalt von Kontaktanfragen) schwieriger als selbst welche zu erhalten, denn ich wollte niemanden verletzen. Auch sehe ich das “Kaufhaus”-Prinzip inzwischen entspannter. Sicherlich würde man im normalen Leben jemandem, dem man öfter so nebenbei begegnet, mehr Chancen geben, sich als “geeignet” zu erweisen. Aber im Großen und Ganzen ist es auch im realen Leben so, dass man sehr schnell und spontan vor- und aussortiert, wenn man andere Menschen, vorrangig gegenteiligen Geschlechts, trifft.

    Womit ich noch Schwierigkeiten habe ist das Verhalten nach so einem Date, wenn es nicht so wirklich passt von meiner Seite oder von der anderen. Ich kann es z.B. nicht haben, wenn nicht möglichst schnell tacheles geredet wird. Ich möchte wissen, woran ich bin und kann es gar nicht haben, wenn sich der andere einfach so nicht mehr meldet. Wie haltet Ihr es diesbezüglich nach so einem Treffen? Wartet Ihr ab, ob was von der anderen Seite kommt oder meldet Ihr Euch sofort mit einem “Statement” zurück, dass Ihr das nicht weiterführen wollt?